Formen von Hochsensibilität und ist sie ein Geschenk für den Befreiungsweg ?

  • Hallo Miteinander,


    ich habe mir gestern und heute ein wenig die Frage gestellt, was mit Hochsensibilität gemeint sein könnte.

    Und wollte meine Gedanken dazu ich mit euch teilen.

    Also ich glaube ein hochsensibler Mensch ist manchmal jemand der sich gut in andere Wesen hineinversetzen kann.

    Der sehr mitfühlend ist und dadurch sehr wohlwollend ist zu anderen Wesen.

    So jemand verurteilt andere Menschen dadurch nicht so schnell oder sehr selten.

    Er mag zwar bestimmte Handlungen Anderer verurteilen, hat aber dann selten eine Ablehnung gegen einen anderen Menschen. Dieses sehr oft bei anderen mitfühlen können, müsste aus dem Herzen kommen.

    Andere und ihre Beweggründe oder ihre Sorgen gut verstehen zu können, könnte aber auch aus dem Verstand möglich sein ?

    Das wäre dann ein sehr wacher Geist, oder ? Oder intelligenter Geist oder ist die Fähigkeit andere gut verstehen zu können, einschätzen zu können, immer alleine aus dem Herzen ? Oder ist beides möglich und auch gleichzeitig ?

    Wenn man eher nur mit dem Verstand andere verstehen kann, wäre das dann überhaupt ein hochsensibler Mensch ?


    Es gibt aber auch andere Formen von Hochsensibilität, glaube ich. Ich habe irgendwann mal ein paar kurze Videos dazu angehört was H. meint. Manche bezogen das nur auf dieses starke Mitfühlen können, aber auch leicht verletzbar zu sein, und harmoniebedürftig.


    Andere sagten, es gebe verschiedene Formen und meint auch hochsensible Sinne zu haben. Sensibler als so die Allermeisten auf Gerüche, Geräusche, Sehen

    und andere Sinneseindrücke zu reagieren, und das dadurch bei ihnen schneller eine Überforderung durch äußere Reize geschieht.

    Das hätte dann weniger mit gut mitfühlen können zu tun.


    Aber ist dann nicht jeder ein Hochsensibler ? Weil ich glaube, das jeder Mensch in einem Bereich der Sinneskontakte sensibel reagiert.

    Der eine auf Geräusche, ein anderer auf Töne, ein anderer auf Bilder/ Eindrücke, wieder ein anderer bei Menschen / unter Menschen und deren Ausstrahlung, Verhalten.

    Oder nur weil er eben stark mitfühlen kann, was aber auch eine Überforderung sein könnte manchmal, da man zu viel mitfühlt ?


    Wie seht ihr diesen Begriff, müsste man ihn nicht immer genau präzisieren, und nicht einfach sagen jemand ist hochsensibel, weil es eben verschiedene Formen davon gibt ? Kennt ihr welche, die sich so beschreiben, wie wirkt es sich bei ihnen aus, oder seht ihr euch als hochsensibel ?


    Wenn ja wie zeigt es sich, ist es bei euch das gut mitfühlen zu können ?


    Mit anderen gut mitzufühlen zu können ist ja ein Vorteil auf dem Befreiungsweg würde ich sagen. Weil so jemand von Natur aus viel Güte und Mitgefühl hat. Er bräuchte dafür nicht in Meditation zu sein. Oder sich an einige Tugendregeln versuchen zu halten ( zB die Rechte Rede ), denn es wäre sein natürliches Bedürfnis.


    Ganz herzliche Grüße :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 3 times, last by Rigpa ().

  • Rigpa

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  • Hallo,

    der zweite Teil gleich kommt von GPT und fasst meine persönlichen Erfahrungen zusammen.
    Selber hatte ich früher mit ADHS Probleme und muss sagen, dass Dr. Mate die "Störung" sehr gut beschrieben hat und wie es mit einer hochsensiblen "Psyche" zusammenhängt.

    Die Hochsensibilität gegen Geräusche und ähnliches konnte ich aber durch Meditation gut angehen (Da war mir ein Video von Yongey Mingyur Rinpoche eine große Hilfe. "Probleme werden zu Lösungen", wenn man unangenehme Objekte als Meditationsobjekt nutzt und die Ursache der Reaktion und die Reaktion an sich beobachtet)


    Mit KI-Assist geschrieben:
    Hochsensibilität kann in verschiedenen Bereichen wahrgenommen werden und schließt in der Regel nicht nur ein starkes Mitgefühl ein, sondern kann auch mit einem hohen Bewusstseinsgrad einhergehen. Hier sind einige Punkte zu deinen Gedanken:

    1. Verschiedene Bereiche der Hochsensibilität:
      • Hochsensibilität kann in der Tat verschiedene Aspekte umfassen, darunter ein starkes Mitgefühl, Empathie und die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
      • Ein hochsensibler Mensch kann dazu neigen, weniger schnell zu urteilen und zeigt oft eine wohlwollende Haltung gegenüber anderen.
      • Es gibt jedoch auch andere Facetten von Hochsensibilität, wie die Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen wie Geräuschen, Gerüchen und visuellen Eindrücken. Dies kann zu einer schnelleren Überforderung durch äußere Reize führen.
      • Es ist wichtig zu beachten, dass Hochsensibilität nicht auf eine bestimmte Eigenschaft beschränkt ist, sondern verschiedene Ausprägungen haben kann.
    2. Medizinische Perspektive nach Gabor Maté:
      • Gabor Maté, ein bekannter Arzt, hat in seinen Arbeiten darauf hingewiesen, dass Hochsensibilität mit bestimmten gesundheitlichen Herausforderungen verbunden sein kann, einschließlich ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).
      • Er argumentiert, dass hochsensible Menschen aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen anfälliger für Entwicklungsstörungen wie ADHS sein könnten.
      • Die Verbindung zwischen Hochsensibilität und Krankheiten wie ADHS zeigt, dass es bei dieser Eigenschaft nicht nur um soziale Aspekte, sondern auch um neurobiologische und medizinische Faktoren geht.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hochsensibilität vielfältig ist und verschiedene Aspekte des Empfindens und Wahrnehmens umfassen kann. Die Verbindung zur Gesundheit, insbesondere im Kontext von ADHS, verdeutlicht, dass Hochsensibilität nicht nur sozial, sondern auch medizinisch relevant sein kann. Es ist wichtig, diesen Begriff präzise zu betrachten und individuelle Ausprägungen zu berücksichtigen.

    „Ihr selbst sollt die Anstrengung machen.

    Die Tathāgatas sind nur Lehrer.“

    Edited once, last by Jan87 ().

  • Hallo,

    Hallo. :)


    Die Hochsensibilität gegen Geräusche und ähnliches konnte ich aber durch Meditation gut angehen (Da war mir ein Video von Yongey Mingyur Rinpoche eine große Hilfe. "Probleme werden zu Lösungen", wenn man unangenehme Objekte als Meditationsobjekt nutzt und die Ursache der Reaktion und die Reaktion an sich beobachtet)

    Habe das auch ein wenig ( Geräuschempfindlichkeit ) und einiges mehr auch ADS ( der ruhigere Typ, wobei ich von Syndromen nicht so viel halte, denke, dass so etwas in der Art fast alle haben, aber sie wissen es nicht, und Andere andere Syndrome haben, wofür es noch keine Diagnosen gibt ), und merke aber auch wie das Meditieren das alles deutlich abschwächt. :) _()_

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hochsensibilität vielfältig ist und verschiedene Aspekte des Empfindens und Wahrnehmens umfassen kann. Die Verbindung zur Gesundheit, insbesondere im Kontext von ADHS, verdeutlicht, dass Hochsensibilität nicht nur sozial, sondern auch medizinisch relevant sein kann. Es ist wichtig, diesen Begriff präzise zu betrachten und individuelle Ausprägungen zu berücksichtigen.

    Ich danke dir. :wrose: Es wird ja fast alles haargenau so erklärt, wie ich das erkannt habe / mir gedacht/ es beobachtet habe. WOW ! :grinsen: Das gibt es selten.

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited once, last by Rigpa ().

  • Hi =)


    ich denke das ist wie mit Kindern die "hyperaktive" bezeichnet werden , es mag schon etwas krankhaftes geben bei kindern wie z.B. ADHS ich glaube (nicht wissen) aber auch das ein Großteil der Kinder die mit ADHS diagnostiziert sind wirklich ADHS haben, das selbe auch bei Hochsensibel. Für mich ist es fast unmöglich Bässe auszuhalten (Disco, marsch Kapellen etc..) würde mich dann aber nicht direkt als Hochsensibel bezeichnen. das was du als Hochsensibel bezeichnest, in dem Sinne das man Mitgefühl für andere Menschen hat und auf deren Bedürfnisse gut eingehen kann, lässt sich denke ich mal auch als Hochsensibel bezeichnen, aber wenn du von dem sensiblen Sinn redest, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zu erspüren, würde ich nicht von hochsensibel reden, weil mit diesem begriff ja schon ein anderes Verhalten gelabelt ist. ich persönlich würde diese Art von Sensibilität als "besonders einfühlsam" bezeichnen.


    Hoffe meine Gedanken haben dazu beigetragen deine zu ergänzen =)


    LG Ben :rad:

    :dao:

  • . das was du als Hochsensibel bezeichnest, in dem Sinne das man Mitgefühl für andere Menschen hat und auf deren Bedürfnisse gut eingehen kann, lässt sich denke ich mal auch als Hochsensibel bezeichnen, aber wenn du von dem sensiblen Sinn redest, die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zu erspüren, würde ich nicht von hochsensibel reden, weil mit diesem begriff ja schon ein anderes Verhalten gelabelt ist. ich persönlich würde diese Art von Sensibilität als "besonders einfühlsam" bezeichnen.

    Ja, stimmt. Man kann sonst das beides nicht auseinanderhalten und es würde zu der anderen Form besser passen: " Hocheinfühlsam". Aber das würde wie eine Einladung für Manche klingen, das auszunutzen ( als Ausheulobjekt ). Wenn jemand sagt " ich bin hocheinfühlsam ". :)

    Naja. Sonst muss man die Menschen eben fragen, was für eine Art von H. sie haben.

    Es kann aber auch sein, dass es Vermischungen gibt, Hochmitfühlende die ebenso sensibel sind in den Sinnen oder manche Sinne. Jedenfalls ist hocheinfühlsam zu sein eine große Hilfe für den Befreiungsweg würde ich sagen. Viel Karuna ( Mitgefühl ) von Natur aus zu haben. :)

    LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

  • Habe das auch ein wenig ( Geräuschempfindlichkeit ) und einiges mehr auch ADS ( der ruhigere Typ, wobei ich von Syndromen nicht so viel halte, denke, dass so etwas in der Art fast alle haben, aber sie wissen es nicht, und Andere andere Syndrome haben, wofür es noch keine Diagnosen gibt ), und merke aber auch wie das Meditieren das alles deutlich abschwächt. :) _()_

    Die Persönlichkeitstypen nach der Aryuveda-Lehre finde ich da auch hilfreicher als die Einteilung nach westlicher Psychologie.
    ADHS ist nach dem ein Ungleichgewicht, wo der Vata-Typ zu stark wird, was sich dann je nach Person an anderen Symptomen deutlich macht.
    Auch ist der Grundtyp Vata der, der als empfindlicher, aber auch als kreativer, eingestuft wird, der anfällig für ADHS ist.
    Das deckt sich eigentlich sehr gut mit der Ansicht von Dr. Mate und dem, dass man an den Genen nur eine Wahrscheinlichkeit für ADHS ausmachen kann, es aber keine "Krankheit" ist, die bei bestimmten Genen mit Sicherheit auftritt.
    Der Grundtyp, der sensibel ist und anfällig für ADHS, ist durch Gene bestimmt, aber die "Störung" eine Folge der Umwelteinflüsse, könnte man wohl sagen.
    Aus buddhistischer Sicht würde ich es auch nach beiden dann als eine sehr frühe Konditionierung bestimmter Verhaltensmuster sehen (Nach Mate liegen die Ursachen häufig in emotionalem Stress schon während der Schwangerschaft und frühen Kindheit).
    Mates Buch "Unruhe im Kopf" war mir da noch eine recht gute Hilfe, um da bestimmte Muster selber erkennen zu können. ADHS beschreibt er da als ein Erlernen von "tuning-out" des Gehirns, um sich vor zu viel emotionalem Stress zu schützen und ein entkoppeln von seinen Gefühlen, wodurch dann, würde ich sagen, auch viele negative Sensibilitäten entstehen können.

    Man kann wohl sagen, dass man mit Meditation die negativen Sensibilitäten schwächt und die positiven stärkt.

    Die fünf Augen des Buddha weisen da auch auf das hohe Maß an Empathie hin, die höchst bewusste Wesen haben können.
    Bisschen was von GPT dazu, auch wie Metta, Karuna und Upekkha damit zusammenhängen könnten _()_


    In Bezug auf die "Fünf Augen" und die erweiterten empathischen Fähigkeiten von Arahats (vollständig erleuchteten Wesen) und Buddhas gibt es im Abhidhamma einige Erklärungen, die auf psychologischen Aspekten basieren.

    1. Physisches Auge (cakkhu): Das physische Auge bezieht sich auf die normale visuelle Wahrnehmung. Psychologisch betrachtet bedeutet dies die Fähigkeit, die äußere Welt objektiv und klar zu sehen, ohne von Verzerrungen oder Vorurteilen beeinflusst zu werden.
    2. Himmlisches Auge (dibba-cakkhu): Dieses Auge repräsentiert im Abhidhamma eine Art übersinnliche Wahrnehmung, die es ermöglicht, himmlische Reiche und spirituelle Realitäten zu erkennen. Psychologisch gesehen steht es für eine erweiterte Form der Intuition und der Fähigkeit, über die Oberfläche der Dinge hinauszuschauen.
    3. Weisheitsauge (pañña-cakkhu): Das Weisheitsauge symbolisiert die tiefe Einsicht und Weisheit. Im Abhidhamma wird dies als die Fähigkeit verstanden, die Dinge in ihrer wahren Natur zu sehen, ohne von Illusionen oder falschen Vorstellungen getrübt zu werden. Psychologisch entspricht dies einer tiefen Einsicht in die Realität, die über konventionelles Wissen hinausgeht.
    4. Auge der Würde (kāla-cakkhu): Dieses Auge bezieht sich auf die Fähigkeit, zeitliche Aspekte zu verstehen, einschließlich der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Psychologisch könnte dies darauf hinweisen, dass Arahats und Buddhas eine umfassende Sicht auf die Zeit haben, ohne von den gewöhnlichen Beschränkungen der linearen Zeit beeinträchtigt zu sein.
    5. Auge des Dhamma (dhamma-cakkhu): Das Auge des Dhamma steht für die Fähigkeit, die fundamentalen Prinzipien des Dhamma zu erkennen und zu lehren. Psychologisch betrachtet bedeutet dies, dass diese Wesen eine tiefgreifende Einsicht in die Natur des Geistes und der Realität haben, die es ihnen ermöglicht, andere auf dem Pfad zur Befreiung zu führen.

    Die psychologische Bedeutung dieser Fähigkeiten liegt in der Vorstellung, dass Arahats und Buddhas ein höheres Maß an Bewusstsein, Weisheit und Mitgefühl entwickelt haben, das es ihnen ermöglicht, die Realität auf tiefgreifende und umfassende Weise zu verstehen und anderen auf ihrem spirituellen Weg zu helfen.

    1. Karuna (Mitgefühl): Karuna ist die Qualität des Mitgefühls und Mitleids gegenüber dem Leiden anderer. In Bezug auf die "Fünf Augen" bedeutet dies, dass die erweiterten empathischen Fähigkeiten, die durch diese Augen repräsentiert werden, von einem tiefen Mitgefühl für alle Lebewesen getragen werden. Durch die Entwicklung von Karuna wird das Verständnis für das Leiden anderer verstärkt, und die erweiterten Sichtweisen werden dazu genutzt, das Leid zu lindern und anderen auf ihrem spirituellen Weg zu helfen.
    2. Metta (liebende Güte): Metta bezieht sich auf die bedingungslose liebevolle Güte gegenüber allen Wesen. Im Zusammenhang mit den "Fünf Augen" bedeutet Metta, dass die erweiterten Sichtweisen von einer grundlegend positiven und liebevollen Einstellung gegenüber allem Leben durchdrungen sind. Diese liebevolle Güte trägt dazu bei, Harmonie und Wohlwollen zu fördern, während die erweiterten Augen genutzt werden, um allen Wesen zu helfen, ihre Leiden zu überwinden.
    3. Upekkha (Gleichmut): Upekkha steht für Gleichmut oder Gleichgewicht des Geistes inmitten der Höhen und Tiefen des Lebens. In Bezug auf die "Fünf Augen" bedeutet dies, dass die erweiterten Sichtweisen von einem Zustand innerer Ausgeglichenheit und Gelassenheit begleitet werden. Upekkha hilft dabei, die erweiterten empathischen Fähigkeiten in einer Weise zu nutzen, die frei von übermäßiger emotionaler Reaktion ist. Dies fördert eine objektive Wahrnehmung und eine effektive Anwendung der erweiterten Fähigkeiten zum Wohle aller Lebewesen.

    „Ihr selbst sollt die Anstrengung machen.

    Die Tathāgatas sind nur Lehrer.“

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  • Hochsensibilität ist keine medizinische Diagnose sondern sagt einfach nur aus, dass jemand sehr sensibel ist. Entweder in einem Bereich oder vielen.


    Das man deswegen mitfühlend oder wohlwollend sein muß , ist überhaupt nicht ausgesagt. Es gibt ja Mimosen die so labil sind, dass sie winzige Sachen ganz überstark wahrnehmen und sich da gleich provoziert fühlen und sauer werden.


    Ein robustes Gemüt hat es leichter gleichmütig zu bleiben, hat aber vielleicht den Nachteil daß es Manches nicht mitkriegt. Jemand sensibles kriegt mehr mit hat aber vielleicht Probleme mit Gleichmut und Belastbarkeit.

  • Hochsensibel ist die Folge der Übung. Dabei ist egal, welche Übung zu Frieden mit vor sich selbst führt, vermindern seiner Gedankenkreise.


    Diese Frieden vor sich selbst ist so einschneidend das man Menschen ganz anders wahrnimmt und darum sich selbst oder durch andere als Hochsensibel erkannt wird.

    Frieden vor sich selbst ist am Anfang tatsächlich wie eine Krankheit, man kann nicht mehr verstehen, warum man so reagiert oder andere verstehen nicht mehr.


    Dann tun sich zwei Wege auf. Der eine zu einer Mimose, die schnell beleidigt ist und irgendwie störrische erscheint, oder zu dem Weg sich ganz auf sich zurückzuziehen und so reagiert, wie man es für richtig hält, ganz, gleich ob es verstanden wird oder nicht.


    Beide Weg konnten User durch mich erfahren, die hier schon lange sind.

    Ich bin auf keinem der Wege mehr, auch nicht auf dem mittleren. Ich benutze jeden Weg, ohne das ich meinen Weg verlasse.


    Hochsensibel als Krankheit zu sehen und behandeln zu lassen, führt natürlich in die Sicherheit der einem so gut bekannten Gedankenkreise.


    Besser ist die Kreise auf eine Art nebenherlaufen zu lassen, sich nicht daran festhalten, dann sind sie kein Leiden mehr, nur noch Infopool.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Danke Qualia, ja, ich verstehe Dich HEUTE sehr gut.

    ❤️

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Ich bin ein fühlendes Lebewesen, das an sein Ich sein glauben will. :) :lol: :rofl:

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Sensibilität hat eine seltsame Verbindung mit Status - insofern Leute mit unterschiedlichem Status unterschiedliche Sensibilität zugestanden wird.


    Lustig verarbeitet ist das im Märchen von der "Prinzessin auf der Erbse":


    Das Märchen handelt von einem Prinzen, der seinen Vater um eine Frau bat. Der wollte den Wunsch erfüllen, doch es müsse sich um eine Prinzessin handeln. Eines Abends erscheint während eines Unwetters ein regennasses Fräulein am Stadttor, das von sich behauptet, eine wirkliche Prinzessin zu sein. Um herauszufinden, ob dies die Wahrheit ist, legt die alte Königin heimlich eine Erbse auf den Boden der Bettstelle, und darauf zwanzig Matratzen und zwanzig Eiderdaunendecken. Als sich am nächsten Morgen die Prinzessin darüber beklagt, schlecht – weil auf etwas Hartem – geschlafen zu haben, ist der Beweis erbracht. Denn so empfindlich kann nur eine wirkliche Prinzessin sein. Daraufhin nimmt der Prinz sie zur Frau.

    Das Muster ist das, dass man hochgestellten Personen eher Empfindlichkeit zugesteht. Wenn sie beim Essen heikel sind oder keinen Wind vertragen ist das ein Zeichen dafür, dass sie so "fein" sind.


    Während das Bauernmädchen grob sein darf und grob zu sein hat: Unempfindlich gegen Kalte und Hitze, Regen und Schmerz.


    Dies ist ja auch heute so: Die Süddeutsche Zeitung hatte mal so ne Anzeige: "Seien sie anspruchsvoll!". Hoher Anspruch zeugt von feiner Lebensart. Nur Erlesenes darf auf den Teller, die Kleidung muß fein abgestimmt sein, und wenn man den falschen Espresso trinkt, entpuppt man sich als Pöbel


    Die eigene Empfindlichkeit zu betonen hat kann auch etwas damit zu tun, den eigenen Status zu betonen.


    Da ist ja das Leben als Ordinierten fast total das Gegenteil. Gegessen wird ( Prinzip Sautrog) , was in die Bettelschale kommt, Geschlafen wird auf den Boden und Sonderwünsche kann man sich in die nicht vorhandenen Haare schmieren.

  • Sensibilität ist ein Gefühl der inneren seelischen Empfindungen und da kann man gut behaupten, jeder lebende Mensch ist sensibel mal mehr, mal weniger je nach Verfassung im Gemüt. Es ist zu unterscheiden zwischen authentischer Sensibilität und gespielter Empfindsamkeit. Prinzessin auf der Erbse hat eindeutig gespielt aus psychologischen Gründen und aus Demonstration der Macht. So gibt es eine Hochsensibilität als dauerhaftes psychologisches Merkmal nicht, es gibt Schwankungen in der Empfindlichkeit und kann so zur besonderen Reizbarkeit führen. Jedoch lässt sich das mit speziellem Training relativ gut beeinflussen. Wer meint zu viel Sensibilität zu haben, braucht eine Desensibilisierung und das bedeutet in den meisten Fällen Überwindung als Übung. Dass menschliche Sensibilisierung etwas mit Status zu tun hat, glaube ich weniger, wenn höchstens mit der Fähigkeit spielerisch damit umzugehen. Die Empfindsamkeit wird vorgetäuscht, wenn man in den Kreisen eine besonders feine Dame ist. Im Gegensatz zum Bauernmädchen, was besonders sensibel ist für Natur und Tiere, es aber eher unterdrückt und sich klobig gibt. Höher gestellte Persönlichkeiten sind nicht sensibler, sie tun nur mehr so als ob sie es sind. Einfache Leute sind oft sehr sensibel in der Wahrnehmung der Umwelt, versuchen aber das Gefühl zu vermeiden, um weniger verletzlich zu sein.