Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut)

  • Hallo


    Mir ist die genaue Trennung von Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut) nicht ganz klar. Der Fokus scheint mir unterschiedlich zu sein doch fließen die Bedeutungen in meinem bisherigen Verständnis ineinander.


    These: Uppekkha beinhaltet eine tendenziell nicht-dualistische Sicht auf die Welt während Kshanti in einer eher dualistischen Weltsicht verortet ist, beziehungsweise auch in einer solchen bestehen kann. Kann man das so sagen?


    Ich hoffe ihr habt Wissen zu der Thematik welches ihr mit mir teilen könnt :)

  • Weltling

    Changed the title of the thread from “Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Uppekkha (Gleichmut)” to “Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut)”.
  • Ich habe es so verstanden, dass Upekkhā vor allem ein Zustand ist - nämlich ein ausgeglichener Zustand ohne viel Zuneigung/Begierde oder Abneigung /Wut.


    Wenn Zuneigung/ Begierde da ist,dann braucht es um in so einem ausgeglichenen Zustand zu kommen als Gegenmittel zu Zuneigung/ Begierde Entsagung.


    Wenn Abneigung/Wut da ist,dann braucht es um in so einem ausgeglichenen Zustand zu kommen als Gegenmittel zu Abneigung/Wut Geduld ( kshanti)


    Entsagung und Geduld sind dabei kein Zustand sondern eher Kräfte/Tugenden.

  • Ich habe es so verstanden, dass Upekkhā vor allem ein Zustand ist - nämlich ein ausgeglichener Zustand ohne viel Zuneigung/Begierde oder Abneigung /Wut.

    Genau. Um es platt auszudrücken: Gleichmut hat man, in Geduld "übt" man sich, das ist eine bewusste oder unbewusste Tätigkeit.


    Wenn man gerade nicht gleichmütig ist, kann einem diese Erkenntnis zusammen mit dem aktiven üben von Geduld zu mehr Gleichmut verhelfen.


    Ein Analogon wäre Achtsamkeit. Achtsamkeit ist ein allgemeiner Zustand. Die Übung auf der Konzentration ein Objekt kann einem da hin führen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Geduld kann man auch ganz klassisch auf einen zeitlichen Rahmen beziehen.

    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
    Glück ist Gierlosigkeit in der Welt,
    das Überwinden von Begierde.
    Die Beseitigung der ‘Ich bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“


    विहाय कामान्यः सर्वान्पुमांश्चरति निःस्पृहः।
    निर्ममो निरहंकारः स शान्तिमधिगच्छति।।

  • Hallo


    Mir ist die genaue Trennung von Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut) nicht ganz klar. Der Fokus scheint mir unterschiedlich zu sein doch fließen die Bedeutungen in meinem bisherigen Verständnis ineinander.

    Verständnis


    Einen Unterschied in der Emotion zu erspüren ist zb sich seinen aktuellen Gefühlszustand in einer Situation näher zu betrachten.

    Zb

    -Unruhe (Körperlich/ Geistig)

    -Ein ‚ Weg wollen‘

    - Traurigkeit

    - Überdrehtheit/Überglücklich

    deuten an keinen Gleichmut in der Situation zu empfinden.


    Geduld / Ungeduld lässt sich ebenso im Gefühlszustand erkennen

    Zukunft und Vergangenheit übernehmen den Augenblick und können Geist, auch Körper ( Sport) auf heilsame/unheilsame Emotionen lenken./ ablenken.


    Der Buddha lehrte den mittleren Weg.

    Geduld ist eine Tugend, hörte ich früher oft.

    Gleichmut ist in Abgrenzung zu Gleichgültigkeit der Mut die Dinge stehen und weiterziehen zu lassen.


    In der Erfahrung und Erkenntnis von Vergänglichkeit, Substanzlosigkeit die der Buddha lehrte, manchmal sogar nur die Erinnerung daran m,

    kann schon helfen, die Leichtigkeit

    ‚im nichts tun zu müssen ‚ gut zu erreichen🌹


    In Metta🙏