Wenn unser Glaube verächtlich gemacht wird...

  • Das kannst du gar nicht, weil du ja kein Ich hast, deshalb kannst du auch nichts "richtig finden" und von dir reden.

    Es gibt ein Ich. Das Ich besteht aus wechselnden Inhalten. Was sind die Inhalte? Körper, Empfindung, Wahrnehmung, geistige Gestaltungen und Bewusstsein. Nicht eine dieser fünf Gruppen ist unvergänglich, unwandelbar oder kann für sich alleine stehen. Eine jede Gruppe existiert nur in Abhängigkeit von und im Austausch mit der Welt (Nahrung, Wahrnehmung, Informationen, u.s.w.). Darüber hinaus ist ein fester, unveränderlicher Kern, den man Ich nennen könnte, nicht anwesend. Man könnte die Vorstellung eines Ich mit einem Strudel in einem Fluss vergleichen. Das Wasser, das ihn bildet, ist immer ein anderes, und der Strudel besteht in Abhängigkeit von der Form des Flussbettes, der Menge von Regen, kurz von den geologischen, ökologischen und klimatologischen Gegebenheiten. Es gibt keinen Strudel, der aus sich heraus existieren könnte. Streng genommen gibt es gar keinen Strudel, den dort ist nur Wasser. Strudel ist also die Benennung eines Phänomens auf der Grundlage von Wasser, Flussbett, Topografie, sprachlichen Konventionen, etc... – und wenn der Fluss austrocknet, ist der Strudel weg. Das Wasser allerdings, das diesen Strudel gebildet hat, ist nach wie vor existent: als Wolken, Regen, Meer, Quelle. Ebenso verhält es sich mit dem Ich. Die Elemente, Informationen und Energien der Wirklichkeit fließen durch den Augenblick und bilden immer wieder Strudel und komplexe Strukturen. Nichts geht verloren, aber alles ändert und verwandelt sich ohne Unterlass.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Wie du meinst, ich finde die Lehre des anatta ist richtig.

    Das kannst du gar nicht, weil du ja kein Ich hast, deshalb kannst du auch nichts "richtig finden" und von dir reden.

    Du begreifst einfach nicht, dass das Ich, also die Persönlichkeit nicht bestritten wird, weder von Buddha noch von Fortgeschrittenen.


    Die Persönlichkeit hat Meinungen und ist vergänglich, ganz abgesehen von der Illusion eines festen Kerns.


    Es gibt kein SELBST, das unveränderlich, UN-BE-DINGT, ewig lebend ist und auf Seelenwanderung geht.


    Adios

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Vielen Dank, Thorsten Hallscheidt , für die anschauliche Erklärung! _()_ :like:


    Hat ersichtlich gute Seiten, dass Frei uns hier ein wenig "auf den Zahn fühlt" - das gibt uns schließlich die Gelegenheit, wichtige Elemente der Buddha-Lehre zu rekapitulieren, (auch) im Sinne von "Man lernt, indem man lehrt" ...

    (Was keine Aufforderung sein soll, "den Bogen zu überspannen", Frei! ;) )


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "Vergänglich sind alle Gebilde, strebet ohne Unterlass."

    (Buddha Shakyamuni, "letzte Worte")


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

  • Es gibt keinen Strudel, der aus sich heraus existieren könnte. Streng genommen gibt es gar keinen Strudel, den dort ist nur Wasser. Strudel ist also die Benennung eines Phänomens auf der Grundlage von Wasser, Flussbett, Topografie, sprachlichen Konventionen, etc...

    Das ist echt kompliziert wegen der Übersetzungen, scheint mir. Wasser ist die Grundlage für die Benennung. Oder es steht als die Grundlage der Benennung dar. Aber der Strudel, der in der Realität (als ob?) nicht existiert, sondern nur eine täuschende Erscheinung ist, entsteht durch die Kraft der begrifflichen Zuschreibung.

    So kann man das "Ich" definieren: als etwas Plus zugeschriebenes Selbst, das wir als inhärent, aus sich selbst heraus existierend betrachten. Prasangikas sagen dann, dass alles durch die Kraft der Benennung existiert.

    Betrachten wir einen Geldschein: Er ist nur ein Stück Papier, nicht mehr. Ein Affe könnte ihn zum Abwischen verwenden, ein Ureinwohner könnte ihn als Fetisch betrachten, aber ich würde damit Brot kaufen. Das ist das Beispiel.

    Und wann wäre ich kein Igor mehr? Wenn ich ein Bein verliere? Eine Niere? Aber wenn es der Kopf wäre? Auf dem Grabstein würde immer noch "Igor" stehen, aber wo ist er eigentlich?

    Über solche Dinge sollte man gründlich nachdenken, also meditieren, denn nur das Lesen bringt nicht weiter.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Versuch einer kleinen Kontemplation:


    "Ich", das bedeutet auf der ganz elementaren Ebene "Ich bin". Es stellt sich die Frage wer oder was ich bin, was kann ich tatsächlich an meiner Existenz erkennen? Körper und Geist. Der Körper besteht aus verschiedenen Elementen und der Geist besteht, kurz zusammengefasst, aus Denken, Fühlen, Wollen und Bewusstsein. Wenn ich nun meine das zu sein, etwas davon oder alles zusammen, stehe ich quasi diesem Etwas gegenüber und deute darauf "dieses bin ich". Wer bin ich nun, der körperliches und geistiges als Identität annimmt? Der Versuch das herauszufinden endet immer in einem "dieses bin ich", in der Dualität von Subjekt (Ich) und Objekt (dieses), ich kriege mich einfach nicht zu fassen und muss die Frage wer oder was ich bin als unbeantwortbar aufgeben. Erkennbar ist, dass Bewusstsein vorhanden ist und dass es über Objekte, also über alles außer sich selbst, bewusst ist. Es ist nicht über sich selbst bewusst weil es dann zugleich Subjekt und Objekt wäre. Dass dem in Wirklichkeit so sei ist eine metaphysische Annahme die nicht verifizierbar ist, weil das Bewusstsein wiederum aus sich heraustreten müsste um das zu erkennen.

    Als Erfahrungstatsache bleibt also nur übrig das Bewusstsein und das, worüber es bewusst ist. "Ich bin", ist eine Erfahrung des Bewusstseins. Ohne Bewusstsein bin ich nicht, also ist das "Ich" ebenfalls ein Objekt, nämlich eine geistige Gestaltung die vom Willen angetrieben wird. Über diesen Vorgang vollkommen bewusst zu werden, "den Hauserbauer durchschauen", ist gewöhnlich ein langer, schwieriger Weg, weil die Triebkräfte dem entgegenstehen.

  • Wenn Du Neurodivergenz für eine künstliche Kategorie hältst, dann hast Du vermutlich wenig oder keine Erfahrung damit. Wie ich schon sagte, ist das statistisch gesehen nicht verwunderlich. Obwohl es ein breites Spektrum ist, gibt es Gemeinsamkeiten. Autismus wird sehr treffend durch die Theorie von Monotropismus erklärt (http://www.monotropism.com) und das ist nichts, was ergriffen oder abgelehnt werden kann.

    Ich habe irgendwie den Eindruck, dass ich mich nicht verständlich machen kann.

    Nach meinem Verständnis bestimmt sich das Individuum durch Kategorien, die durch die soziale Gruppe und Gesellschaft vorgegeben werden. Dabei gibt es Unterschiede in der Variabilität - Gesellschaften können Diversität zulassen und sich bemühen Minderheiten zu integrieren. Dabei gibt es körperliche und mentale Divergenzen.

    Die Kategorien sind wie alle Kategorien "künstlich" oder auch "technisch", weil sie die natürliche Vielfalt nach willkürlichen oder logischen Kriterien teilen. Das macht man, um je nach Kategorie Probleme zu handhaben.

    Du wärst überrascht, wie homogen die neurotypische Mehrheit aus der Sicht der Minderheit in vielen Punkten wirkt, z.B. was das sehr verbreitete Ritual Smalltalk angeht. Solche Ignoranz steht dem Rat im Weg, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und es persönlich zu erfahren, bevor man über etwas Fremdes urteilt.

    Wie kommst du darauf, mir Überraschung zuzuschreiben? Merkst du eigentlich deine Vorurteile?

    Ich hatte ja schon mal erläutert, was der Ausdruck bedeutet, "die Dinge so zu sehen, wie sie sind". Im Zen gibt es so etwas wie small talk nicht - da geht es in jeder Begegnung ums große Ganze, also um Alles und Nichts.

    Und das geht nur ohne Erwartung und Absicht - und auch ohne Hoffnung.

    Das mentale Modell von Identitäten und die wirkliche Identität unterscheiden sich erheblich. Ich vermute, dass das mentale Modell viel komplexer ist, weil es im Leben viel mehr Beobachtungen integriert. Das ist nicht immer hilfreich und viele Ratschläge im Buddhismus versuchen, hier klarer zu sehen, um es erst zu verstehen, und dann zu erkennen, dass es nur ein Modell ist.

    Ein mentales Modell von was auch immer, ist nichts anderes als eine Repräsentation der Wirklichkeit - und letztere ist vermutlich komplexer und das mentale Modell eine Vereinfachung bzw. Reduktion. Es soll ja auch praktischen Sinn haben - es geht ja ums Überleben.


    Der Buddhismus zeigt die Vergeblichkeit diese Überleben-Wollens und liefert eine alternative Praxis - das ist der achtfache Pfad. Der funktioniert , weil es auch so etwas wie neuronale Plastizität gibt und das Konnektom sich beständig, mit jeder neuen Erfahrung wandelt.


    Noch als Ergänzung etwas über die Neurodiversitäts-Bewegung

    Biopolitik der Gehirne
    Seit einigen Jahren verfolgen Betroffenengruppen eine neue politische Strategie: In Abwehr gesellschaftlicher Stigmatisierung ihrer Krankheit betonen sie ihre…
    www.gen-ethisches-netzwerk.de

    :zen:

    Edited once, last by Leonie ().

  • In Beitra#215 schreibst du, Frei

    Quote

    Da aber jeder ein eigenständiges Ich und/oder Selbst ist, ...

    In Beitrag#233 sagst du dann:

    Quote

    Das Ich ist natürlich wie alles andere auch in einer Entwicklung begriffen.

    Diese beiden Aussagen stehen in einem direkten logischen Widerspruch zueinander. Ein eigenständiges Ich besteht aus sich heraus, aufgrund eines ihm innewohnenden Eigenwesens. Es ist für seine Existenz auf nichts anderes angewiesen als seinem Eigenwesen.


    So ein eigenständiges Ich wäre durch nichts beeinflussbar; es ist deshalb unabhängig. Ein unabhängiges Ich kann sich aber nicht entwickeln, denn dafür muss es abhängig existieren, also von Faktoren beeinflussbar sein, die nicht das Ich selbst sind.


    Für das Ich gilt,

    es ist nicht in Entwicklung begriffen,

    weil es eigenständig ist.


    Für das Ich gilt,

    es ist in Entwicklung begriffen,

    weil es nicht eigenständig existiert.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Wie du meinst, ich finde die Lehre des anatta ist richtig.

    Das kannst du gar nicht, weil du ja kein Ich hast, deshalb kannst du auch nichts "richtig finden" und von dir reden.

    Ich glaube, Du bist auf Krawall gebürstet.

    Hast Du denn ein Ich?

    Vielleicht denkst Du, Du habest kein Ich. Aber das behältst Du fein für Dich, dass Du das denkst, denn dann könnte man Dich ja entlarven. Lieber vorher noch ein bisschen Krawall machen, basierend auf Unverständnis, bevor Du früher oder später gesperrt wirst.


    Hallo an Alle:

    hier gibt es jemanden, der an ein Ich glaubt, wenn jemand sagt, es gäbe kein Ich, und der nicht an ein Ich glaubt, wenn ein Anderer sagt, es gäbe ein Ich. Immer das Gegenteil, und tralala.

    Wenn jemand so danach strebt, sich wichtig zu machen, dann hat er ein Ich.


    Aber keiner hier versteht aus tiefstem Grunde, was es mit dem unsäglichen Ich nun wirklich auf sich hat. Ich auch nicht.

    Von dem (philosophischen) Sich bewegen auf der relativen und auf der absoluten Ebene hast Du, Frei, wohl noch nie etwas gehört. Interessiert Dich auch nicht die Bohne. Ist zu mühsam, macht ja Arbeit. Also lieber hier krawallig aufmischen. Macht jedenfalls mehr Spaß.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Ich bin", ist eine Erfahrung des Bewusstseins. Ohne Bewusstsein bin ich nicht, also ist das "Ich" ebenfalls ein Objekt, nämlich eine geistige Gestaltung die vom Willen angetrieben wird.

    Ach, lieber mukti ,

    was mir einfällt, ist, dass das Bewusstsein ein abhängiges Phänomen ist, also bedingt entstanden und reziprok, sozusagen, mit allen anderen Khandha . Aber wie kann man sich selbst erfassen? Das wäre dann der Akt der Re-flexion, wodurch das "Ich bin" entsteht. Doch man kann es als Konstrukt betrachten. Mit dem "Bin" bekommt man am Ende die Trennung, also die Dualität, die in der Realität, wie sie ist, nicht vorhanden ist.

    Um meinen Gedanken zum Thema zu vereinfachen und klar zu machen, sagt man im Zen: Man sollte überhaupt nicht den Spiegel polieren, denn es gibt keinen.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Noch als Ergänzung etwas über die Neurodiversitäts-Bewegung

    https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/biopolitik-der-gehirne


    Ich weiß nicht, ob Du das nur schnell gegoogelt hast, um Deine Argumentation zum Thema Identität zu stärken, oder ob Du das wirklich so siehst und Dir der tiefgehenden Hintergründe dieser Position bewusst bist.


    Grundsätzlich gibt es die Gefahr dieser Ablehnung neurotypischer Menschen, allerdings kenne ich nur Menschen, die selbst sagen, dass der Grund in einer erfahrenen Traumatisierung durch psychische und körperliche Gewalt liegt. Ich habe noch nie jemand getroffen, der sich wegen Autismus über andere Menschen stellt, wie es im Artikel behauptet wird. Im Allgemeinen ist der Grundsatz "Different, not less" und es wird zwischen Neurodivergenz und psychischen Problemen unterschieden, was nicht immer einfach ist, wenn beides zusammen auftritt.


    Ich kann etwas Einblick in die Situation der Forschung mit ausführlichen Quellenangaben liefern, die zu Positionen wie obiger Einschätzung führen, und zeigen welch entmenschlichendes Verhalten einige Psychologen zeigen:


    Frontiers | Academic, Activist, or Advocate? Angry, Entangled, and Emerging: A Critical Reflection on Autism Knowledge Production
    There has been a focus on autistic-led and participatory research in autism research, but minimal discussion about whether the field is hospitable to autisti...
    www.frontiersin.org


    Dazu muss man wissen, dass Therapie gegen die Zeichen von Autismus ein Milliardengeschäft ist und den gleichen Ursprung in Forschung und Business wie die inzwischen größtenteils verbotenen Konversionstherapien von Homo- zu Heterosexualität hat. Es wird keine Überraschung sein, wer Konferenzen zu dem Thema bezahlt und entscheidet, wer dort spricht und wer nicht. Leider ist es nicht üblich, auf solche Interessenkonflikte hinzuweisen.


    Soviel zum Hintergrund der Quelle, die Du angeführt hast. Vielleicht unglücklich gewählt, vielleicht Absicht, aber definitiv auf mehr als eine Weise unangenehm.


    Wir werden uns nicht einig darüber, ob etwas unserer Identität tatsächlich angeboren ist. Autismus zeigt, wenn man sich intensiv damit befasst, augenöffnend, wieviel mehr es ist, als man vermuten könnte, und andere Neurotypen erweitern das Bild noch, wie unfassbar verschieden Menschen sein können. Insgesamt wundert mich etwas, wie zunehmend offensiv in diesem Thread diskutiert wird. Das hatte ich hier nicht erwartet und ich werde mich daran nicht beteiligen.

  • Ist sich über das 'Ich' oder 'Nicht Ich' in ausschweifender Konversation zu streiten nicht zu sehr Kindergarten? Als Mensch mit gewissen Lebensjahren sollte das Gespür für die Persönlichkeit eindeutig sein und wenn nicht, ist dringend Therapie notwendig. Wer nichts spürt, ist wie gesagt nicht erleuchtet, sondern selbstständig, nicht lebensfähig. Kein Mensch in Europa hat bisher die Erleuchtung so wie Buddha erfahren, da steht das Loslassen des Egoismus nicht zur Debatte. Ein Mensch, der im Kapitalismus nicht egoistisch sein kann, verreckt, sank und klanglos.

  • void

    Closed the thread.
  • void

    Opened the thread.
  • Du begreifst einfach nicht, dass das Ich, also die Persönlichkeit nicht bestritten wird, ...


    Ist sich über das 'Ich' oder 'Nicht Ich' in ausschweifender Konversation zu streiten nicht zu sehr Kindergarten? Als Mensch mit gewissen Lebensjahren sollte das Gespür für die Persönlichkeit eindeutig sein ...

    Könnte man so meinen, wenn das Ich und die Persönlichkeit nicht voneinander unterschieden werden. Umgangssprachlich wird gewiss nicht unterschieden, aber hier haben wir es mit einem tief geistigen Begriff der Philosophie zu tun. Persönlichkeit und Ich sind philosophisch voneinander zu unterscheiden.



    Du hast nun wirklich alle Gelegenheit gehabt, dort zu erklären, was deiner Ansicht nach das "ich" sei, ...

    Gerade weil ich mir um das Ich (wenigstens einigermaßen) bewusst bin und Erfahrung im diskursiven Umgang bei diesem Thema habe, muss ich besondere Rücksicht auf meine Gesprächspartner nehmen. Dazu muss ich die Entwicklung und Reaktionen abwarten und beobachten, wann es Zeit für den nächsten Schritt ist. Der Bruch, der durch die Sperrung entstanden ist, war mitunter eine Hilfe dazu.



    Aber keiner hier versteht aus tiefstem Grunde, was es mit dem unsäglichen Ich nun wirklich auf sich hat. Ich auch nicht.

    Kann ich nachvollziehen, denn das Ich von der Persönlichkeit philosophisch zu unterscheiden, ist anspruchsvoll und kann mal eben so nicht erklärt werden. Man tastet sich nur allmählich heran. Auch meine folgende Erläuterung kann nur ein erstes Herantasten zum notwendigen Grundlagenwissen bedeuten und ist natürlich längst nicht abgeschlossen:

    Mit der Persönlichkeit sind die diversen Eigenschaften und Eigenarten der Person verbunden, die ein Mensch während seiner Inkarnation aufweist und die sich von Inkarnation zu Inkarnation verändern, während das Ich davon frei ist. Sagt ein Schüler, "Ich bin in der Schule gut und kann in der Disco gut tanzen, deshalb stehen die Mädchen auf mich", dann spricht hier nicht das philosophische Ich, sondern die Persönlichkeit, die eitel oder tugendhaft sein kann u.s.w. Ein Ich zu sein, was auch kurz in der ersten Person Singular als "Ich bin" ausgedrückt wird, hat keinen weiteren Zusatz an solchen persönlichen Eigenschaften, denn das Ich stellt gegenüber dem Persönlichen das Überpersönliche dar und stellt damit den zwar unveränderlichen, aber dennoch auf seine Weise sich weiter entwickelnden individuellen Kern im Menschen dar, der in die neue Inkarnation mit verwandelter Persönlichkeit mit einem - von Ausnahmen abgesehen - mehr ausgebildeten, tugendhaften Charakter als zuvor tritt.

  • Gerade weil ich mir um das Ich (wenigstens einigermaßen) bewusst bin und Erfahrung im diskursiven Umgang bei diesem Thema habe, muss ich besondere Rücksicht auf meine Gesprächspartner nehmen. Dazu muss ich die Entwicklung und Reaktionen abwarten und beobachten, wann es Zeit für den nächsten Schritt ist. Der Bruch, der durch die Sperrung entstanden ist, war mitunter eine Hilfe dazu.

    Das ist nett von dir, aber die Leute, die dir hier bisher geantwortet haben, sind überwiegend altgediente Knochen, die sich um Verständnis bemühen und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen sind. Du brauchst daher keine Rücksicht darauf zu nehmen, ob dir möglicherweise einer nicht folgen könnte. Wie du ja schon gemerkt hast, ist dies ein Ort intellektuellen Diskurses - was man da vermeiden sollte, ist ja spätestens seit Schopenhauers Eristik bekannt. Stell einfach deine Thesen vor und begründe sie. Das Weitere findet sich schon.
    Wenn es dir dagegen um eine eher "spirituelle", nicht-diskursive Auseinandersetzung geht, findet sich dafür sicher auch ein Subforum.

    Ähm, welche Sperrung meinst du jetzt? Eine persönliche?

  • ... denn das Ich stellt gegenüber dem Persönlichen das Überpersönliche dar und stellt damit den zwar unveränderlichen, aber dennoch auf seine Weise sich weiter entwickelnden individuellen Kern im Menschen dar, ...

    Auch diese Aussage ist in sich widersprüchlich, weil ein unveränderlicher Kern im Menschen sich nicht weiter entwickeln kann. Unveränderlichkeit bedeutet Beständigkeit, keinem Wandel unterliegend.


    Diese Vorstellung von einem unveränderlichen Wesenskern im Menschen, die eine lange Tradition in der westlichen, aber auch in der indischen, Philosophie hat, ist genau das, was im Dharma mit anatta verneint wird, ohne ein Ich oder eine Person vollständig zu negieren.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

    Edited once, last by Helmut ().

  • .Ein Ich zu sein, was auch kurz in der ersten Person Singular als "Ich bin" ausgedrückt wird, hat keinen weiteren Zusatz an solchen persönlichen Eigenschaften, denn das Ich stellt gegenüber dem Persönlichen das Überpersönliche dar und stellt damit den zwar unveränderlichen, aber dennoch auf seine Weise sich weiter entwickelnden individuellen Kern im Menschen dar, der in die neue Inkarnation mit verwandelter Persönlichkeit mit einem - von Ausnahmen abgesehen - mehr ausgebildeten, tugendhaften Charakter als zuvor tritt.

    Du stellst also das "Ich" nahe an den "Charakter". Mit Eigenschaften wie optimistisch oder pessimistisch, freundlich oder haßerfüllt, gesellig oder eigenbrötlerisch, hitzköpfig oder gelassen?


    Aber solche Charaktereigenschaften sind ja etwas sehr fließendes. Menschen die gütig, freundlich und offen reagieren sind sich ähnlich. Und aggressive Hitzköpfe sind sich auch ähnlich. Es sind mehr wie Quadranten des Fühlens zwischen denen man sich bewegt, als dass sich daraus ein "individueller Kern" ergibt.


    Wenn man sich mit einer ner bestimmten Konfiguration des Fühlens oder Denkens identifiziert, dann wird man dazu neigen gen, etwas als Kern - als "Eigenes" zu begreifen, von außen betrachtet ist es aber eher nur eine bestimmte, wiederholbare Konfiguration - ein Muster. So wie man in dem Stil n dem man sich kleidet, glaubt "Individualität auszudrücken" - wenn aber jemand viele Fotos .acht, dann kann er diese Stile kategorisieren wie un dem Projekt "Exaktitudes:


    Natürlich sind das jetzt eher Sachen, die du unter Persönlichkeit gefasst hättest. Aber die Sache beim Charakter ist nicht so anders. Dort könnte man von einem Hintergrund des "selbstlosen Charakters" sprechen, der von Offenheit und Freundlichkeit erfüllt sind. Und unsere Charaktere entstehen durch eine mehr oder weniger große Zumischung der Verblendungen: Von Gier, von Stolz, von Hass, von Neid. Einen Kern braucht es da aber nirgends. Die Idee eines "Kerns" kommt nur aus dem zueigen machen..

  • (..) das philosophische Ich, (..)

    Kann ich nachvollziehen, denn das Ich von der Persönlichkeit philosophisch zu unterscheiden, ist anspruchsvoll und kann mal eben so nicht erklärt werden. Man tastet sich nur allmählich heran.

    (..) meine folgende Erläuterung kann nur ein erstes Herantasten zum notwendigen Grundlagenwissen bedeuten und ist natürlich längst nicht abgeschlossen:

    Es ist kein rein philosophisches Ich, was wir durch philosophieren erkennen, es ist real und kann nicht durch den Verstand erkannt werden- das "Ich bin". MfG :)

    Ein Ich zu sein, was auch kurz in der ersten Person Singular als "Ich bin" ausgedrückt wird, hat keinen weiteren Zusatz an solchen persönlichen Eigenschaften, denn das Ich stellt gegenüber dem Persönlichen das Überpersönliche dar und stellt damit den zwar unveränderlichen, aber dennoch auf seine Weise sich weiter entwickelnden individuellen Kern im Menschen dar, der in die neue Inkarnation mit verwandelter Persönlichkeit mit einem - von Ausnahmen abgesehen - mehr ausgebildeten, tugendhaften Charakter als zuvor tritt.

    Hervorhebung durch mich. Das "auf seine Weise", das ist schwer zu verstehen, auch für mich.

    Muss ja nicht tugendhafter als zuvor auftreten, oder ? Und unveränderlich ist unveränderlich.

    Es verändern sich nur die Körper ? Es verändert sich vielleicht nur die Bewusssteinssuppe. Sie wurde neu gemixt, zum passenden Körper. So in etwa, heißt es doch in der Lehre Gautamas ? Je nach Neigung oder Karma wird man in die entsprechenden Körper gezogen. Wieso ist das eigentlich hier das Thema ? Das hat nicht so viel mit dem Titel zu tun. :) Wir schweifen ab vom Thema.




    Diese Vorstellung von einem unveränderlichen Wesenskern im Menschen, die eine lange Tradition in der westlichen, aber auch in der indischen, Philosophie hat, ist genau das, was im Dharma mit anatta verneint wird, ohne ein Ich oder eine Person vollständig zu negieren.

    Leider hast du es noch nicht ganz verstanden, weil wir es ja auch nicht verstehen können. Eher erkennen, oder wie " das sein ". Tut mir leid. Die alten Inder haben recht, es gibt diesen unveränderlichen Wesenskern. So habe ich es erfahren irgendwann vor Jahren. Auch Gautama sagte es ist so gemeint. Weder gibt es ein Selbst noch gibt es kein Selbst. Da es sozusagen eben etwas anderes ist als Manche glauben, es ist nicht die Persönlichkeit. Schönen Tag.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 6 times, last by Rigpa ().

  • Diese Vorstellung von einem unveränderlichen Wesenskern im Menschen, die eine lange Tradition in der westlichen, aber auch in der indischen, Philosophie hat, ist genau das, was im Dharma mit anatta verneint wird, ohne ein Ich oder eine Person vollständig zu negieren.

    Das bereits diagnostizierte ātmadṛṣṭi - und in Verbindung mit dem ebenfalls schon diagnostizierten Unwillen, die Prämissen seines Denkens zumindest theoretisch in Frage zu stellen bzw. stellen zu lassen, (vorerst) ein unheilbarer Fall, ein icchantika ;) . Da ich nicht wirklich an deren Existenz glaube - vielleicht sprechen wir in zehn Jahren noch einmal mit Frei darüber (wenn uns so viel Zeit noch bleibt).


    Relativität, die durchgehende Bedingtheit jeglicher Ich-Konstrukte, ist natürlich auch nur ein weiteres mentales Konstrukt. Es gibt aber auch in der Übung des buddhadharma die Erfahrung des Loslassens jeglicher Konstrukte. Was sich da, in der Annäherung an dieses Loslassen zeigt, ist kein 'Ich' oder wahres Selbst, genauso wenig wie ein (oder gar der) Gott oder andere Hypostasien. Es ist Leere und im Sturz in diese Leere löst sich jedes Konstrukt auf. Ansonsten lässt sich lediglich sagen, dass beim 'Wiederauftauchen' das Ich-Konstrukt, die 'Persona', in anderer Weise wiederergriffen wird. Was als Grenzerfahrung des 'Ein- und Auftauchens' bleibt, ist als 'Nachschein' das Wissen um die umfassende wechselseitige Konditionalität jeglicher personalen Erfahrung. Dies dient einer heilsamen Intentionalität weiterer Übung.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Man sollte nur die moderne Neurowissenschaft ein wenig lesen, das ist genau der Buddhismus.


    V.S. Ramachandran ist ein renommierter Neurowissenschaftler, der sich mit verschiedenen Aspekten der Neuropsychologie befasst hat, darunter auch dem Konzept des "Nicht-Selbst" oder Anatta aus der buddhistischen Philosophie. Hier sind einige Erkenntnisse aus seinen Arbeiten zu diesem Thema:


    Ramachandran untersuchte Patienten mit einer seltenen Störung namens Anosognosie, bei der sie ihre eigene Behinderung oder Lähmung verleugnen. Er stellte fest, dass diese Patienten Defizite in bestimmten Hirnregionen wie dem rechten Parietallappen aufweisen, die für die Integration von Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein zuständig sind[1].


    Basierend auf solchen Fällen argumentierte Ramachandran, dass unser Gefühl eines einheitlichen "Selbst" eine Illusion des Gehirns ist, die durch die nahtlose Integration verschiedener Hirnmodule entsteht[1]. Wenn diese Integration gestört ist, kann das Gefühl des "Ichs" oder der Selbstwahrnehmung beeinträchtigt werden.


    Ramachandran zog Parallelen zwischen der neurowissenschaftlichen Sicht auf das "Selbst" und der buddhistischen Lehre von Anatta, die besagt, dass es kein unveränderliches, essenzielles "Selbst" gibt, sondern nur ein Bündel von physischen und mentalen Prozessen[2]. Er argumentierte, dass die Neurologie Beweise dafür liefert, dass das "Selbst" keine feste, monolithische Entität ist, sondern ein komplexes Konstrukt, das aus der Aktivität verteilter Hirnregionen hervorgeht.


    Zusammenfassend unterstützen Ramachandrans Arbeiten die Sichtweise, dass das Gefühl eines einheitlichen "Ichs" eine Illusion des Gehirns ist, die durch die Integration verschiedener neuronaler Prozesse entsteht, was mit der buddhistischen Lehre von Anatta übereinstimmt[1][2].


    Citations:

    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/V._S._Ramachandran

    [2] https://www.perlentaucher.de/b…e-toene-sehen-konnte.html

    [3] https://neurologie.uk-essen.de/team/

    [4] https://www.klinikum-os.de/med…ische-fruehrehabilitation

    [5] https://neurologie.charite.de

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Die Kritik, die Du in [2] aufführst, ist ebenfalls interessant. Mir ist nicht klar, was [3]-[5] damit zu tun haben.


    Die Verarbeitung von Sinnesreizen wird gelernt. Vom Durchschnitt abweichende Unterschiede in der Art zu lernen, ergeben vom Durchschnitt abweichende Verarbeitsergebnisse, darum ist das bei autistischen Menschen zu finden. Speziell akustische Signale visuell wahrzunehmen, wie in [2] beschrieben, ist nicht unbekannt. Es ist definitiv ein starkes Indiz für Konstruktivismus, dass die Verarbeitung von Reizen gelernt und individuell verschieden ist, auch wenn die Nervensignale gleich sind. Ein weiteres Indiz ist unsere Vorstellung vom aktuellen Moment. Je nachdem, was man misst, liegt die Verzögerung der bewussten Wahrnehmung bei 50-80 ms. Wir leben also immer in der Vergangenheit, glauben aber, dass das nicht so sei. Bei Mensch-Maschine-Schnittstellen bemüht man sich um Feedback in weniger als 100 ms, weil das als unmittelbar empfunden wird. Das menschliche Auge ist ähnlich: Die Optik ist nicht umwerfend, aber die konstante Integration von Bildern mit verschiedenem Fokus, verschiedener Pupillenöffnung, verschiedenem Blickwinkel und fließender Farbbalance ergibt die Illusion eines sagenhaft guten Bilds, was es so real nicht gibt. Ich sage immer, man soll nicht alles glauben, was man sieht. :)


    Mentale Modelle integrieren die verarbeiteten Wahrnehmungen und das verändert wiederum die Verarbeitung, leider oft mit dem Ziel, die Modellrevision zu minimieren. Dieser Integrationsprozess führt normalerweise zu einer kontinuierlichen, leichten Veränderung. Es gibt wichtige strukturelle unveränderliche Eigenheiten, z.B. die Art zu lernen, aber ich würde die keinesfalls als Kern betrachten.


    Wenn das Feedback des Modells auf die Verarbeitung allerdings zu stark ist, kommt die Revision der Modelle zum Erliegen. Das wird als Wahrnehmungsstörung bezeichnet. Der Zyklus aus Verarbeitung und Modellrevision konvergiert dann wenigstens teilweise zu einem festen Ich und das Ergebnis sind situationsunabhängige Entscheidungen und im Extremfall mentale Krankheiten.


    Ich bin allerdings vorsichtig mit dem Wort Beweis. Es gibt für mich viele Hinweise für wenige feste neurologische Merkmale und viele variable Merkmale, aber bisher wurde noch nicht mal die Frage beantwortet, ob das Gehirn sich selbst verstehen kann.

  • Ich bin allerdings vorsichtig mit dem Wort Beweis. Es gibt für mich viele Hinweise für wenige feste neurologische Merkmale und viele variable Merkmale, aber bisher wurde noch nicht mal die Frage beantwortet, ob das Gehirn sich selbst verstehen kann.

    Soweit ich weiß, befassen sich die Prasangika-Mahayana-Schulen nur mit Modellen. Dazu sollte man berücksichtigen, dass das Leib-Seele-Problem ungelöst ist. Die ganze Diskussion hier erinnert mich persönlich an den Artikel "Wie ist es, eine Fledermaus zu sein?" von Thomas Nagel. _()_


    P.S. https://www.tibet.de/fileadmin…-1997-10-kr-benennung.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Dazu sollte man berücksichtigen, dass das Leib-Seele-Problem ungelöst ist.

    Wieso? Begründung?

    Sehr einfach, Metta. Die Realität, wie sie ist, stellt den Prozess des Fließens dar, ähnlich dem Prozess des Regnens. Aber man sagt: "Es regnet", was, wenn man nur darüber nachdenkt, widersinnig erscheint.

    Sieh dir auch das Indra-Netz oder das Modell des holografischen Universums an. Das sollte bestimmt ausreichen.

    Diese Dualität oder Trennung wie Gehirn/Geist, Wirklichkeit/Illusion, Objekt/ Subjekt existiert einfach nicht, sondern nur in unserem dualen Verstand. Das hat Nagarjuna mehr als genug durchgekaut.

    Liebe Grüße.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Diese Dualität oder Trennung wie Gehirn/Geist, Wirklichkeit/Illusion, Objekt/ Subjekt existiert einfach nicht, sondern nur in unserem dualen Verstand. Das hat Nagarjuna mehr als genug durchgekaut.


    Ähm, du hast doch selbst so eine Dualität aufgemacht, (Leib-Seele), und sagtest, das Problem sei „ungelöst“. Ich fragte, was da nicht gelöst ist.