Atembetrachtung, Körperbetrachtung, Gefühlsbetrachtung und danach ? Wie geht es weiter ?

  • Hallo mal wieder ihr Lieben,


    ich habe eben gemerkt, dass mich das Betrachten des Atems ( wie es einige Lehrer anleiten, habe mir heute verschiedene angehört ) zu sehr anspannt, mich nervt, meine Stirn faltig macht, mich stresst.

    Ich habe mehr das Bedürfnis gehabt, nichts zu machen. Nur da sitzen und ruhig zu werden. Mich entspannen. Was ist das für ein Meditations- Objekt ? Ich habe es schon öfter gehabt, dass ich bemerkt habe, dass ich schon eine gewisse Geistruhe hatte und das den Atem zu beobachten mich davon weg bringt. Weil dann mache ich ja wieder etwas. Das andere ist etwas unaktiver zu sein. Ich kenne nun schon einige geführte Meditationen, da ging es weiter oder nebenbei auch um das Betrachten des Körpers, aber auch dies war mir heute zu viel. Hätte mich aus der Entspannung raus gebracht. Kennt ihr das Problem ? Oder muss man schon erst mal eine Grundentspannung aufbauen, um überhaupt den Atem und das andere alles betrachten zu können ?



    Wenn ich dann so entspannt da sitze und nichts will, glaubt mein Ich oder ich halt, dass es mich nicht in die Lage bringt etwas zu erkennen oder mich besser zu fühlen ( auch wenn das sich Entspannen sich gut anfühlt, aber es war bisher ohne Entzücken ).


    Meine Frage oder mein Problem ist, dass ich nicht weiß wie es weiter geht ab da. Wenn ich nur da sitze, nichts will in dem Moment ( oder scheinbar, denn der Kopf sagt ja doch, dieses und das will ich gerne noch ) wie geht es weiter ? Auf was sollte ich mich konzentrieren, was sollte ich betrachten ? Also was ist der nächste Schritt nach Atem und Körperbetrtachtung und anderen Betrachtungen ( Gefühlsregungen, Gedanken ) das alles war mir zu viel.


    Es schien, dass ich gar keine Gedanken hatte in dem Moment ( ok das kann täuschen ) also kann ich sie auch nicht betrachten und an Gefühlen war auch nichts da schien es außer entspannt zu sein.

    Ok, ich hoffe mir kann jemand ein wenig weiter helfen. Oder geht es darum, dass ich mich auf die Ruhe konzentriere ? Mehr nicht ? Wäre dies der nächste Schritt, also ich braucht nicht denken, dass das nur entspannt da zu sitzen nichts bringt auf Dauer. :grinsen:


    Es scheint so zu sein, dass die geführten Meditationen nicht immer passend sind. In den letzten Tagen war es oft so. Wegen dem was ich beschrieben habe ( etwas betrachten zu müssen ).

    Aber ich kenne zwei geführte Meditationen, die könnten eher was sein, für solche Tage.


    Die eine heißt durch Entspannung in die Stille gehen oder so ähnlich ( meint wohl in Versenkung gehen ) und die andere das sind vier Teile und der vierte Teil ist das Betrachten des Geistes glaube ich. Oder Ursache und Wirkung, also es heißt Atemmeditation Dharmas.


    Ach, ich habe keinen Plan, darum höre ich mir nun ein Video an wo erklärt wird, was betrachtet wird in den vier Stufen ( der Anapanasati - Meditation ) und dann weiß ich auch was Dharmas bedeutet. Und ich mache die erstgenannte Meditation gleich mal wieder ( mit Entspannung in die Stille oder so ähnlich ), da geht es zwar auch um den Atem betrachten, doch er leitet es so, dass man viel weniger machen muss, mehr so ein reinfallen ist in den Atem und mehr ein reinspüren in den Körper, das Betrachten ist sanfter könnte man sagen, wobei es bei den anderen auch sanft ist, nur es kann sein, dass da etwas fehlt, was ich an manchen Tagen brauche- weniger Aktivität und mehr Entspannen womöglich oder der Lehrer sagt es so, dass ich weniger das Gefühl habe mich anstrengen zu müssen. Es gibt halt solche und solche Tage, mal ist es zu viel mal genau richtig viel Fokus auf etwas oder mehrere Objekte zu haben, mal eben nicht.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 9 times, last by Hingabe ().

  • Das beschreibt keiner, alle möchten etwas wahrnehmen. Dabei ist einfach nur Leben in der Realität, frei von Gedankenmachen und wollen.


    Ich betrachte bei Gedanken: Ich ist in einem Körper, ich ist nicht der Körper.

    Ich betrachte beim Körper: Der Körper hat ich, doch ist er nicht ich.


    Die Gedanken wollen nicht mehr den Körper steuern, ergreifen.

    Der Körper verlangt nicht mehr nach Steuerung und macht wieder sein Ding.


    Wird es dann still, gibt es nichts mehr zu betrachten nur noch tun, leben, atmen, Geist erkennt den Körper und Körper erkennt sein wahres sein in der Realität und die Realität der Welt in der er sitzt.

    Körper und Geist fallen ab und befreit bleibt Ich ohne Ich.


    Selbstverständlich kann das nur ein anonymer Qualia schreiben. Besprechen wird in große Probleme führen. :grinsen:

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

    Edited once, last by Qualia ().

  • Qualia, soweit bin ich sicher noch nicht, um solche Erkenntnisse zu kriegen.

    Ich habe mir eben überlegt, dass ich auf Stufe 2 war, wo es um das Entspannen des Körpers geht. Es gibt ja 16 Schritte ( in vier Stufen gesteckt ). Aber ich konnte mich tatsächlich wegen der Anleitung nicht entspannen und war davon gestresst. Aber an anderen Tagen, half mir eine Anleitung. Es gibt halt solche und solche Tage. Denke nun nicht mehr, dass ich schon bei Stufe vier war. ( Achtsamkeit auf die Dharmas ). Ich habe einfach viel mehr Entspannung gebraucht und war verwirrt, ob ich das alles mitmachen muss nun, um Erkenntnisse zu kriegen oder Entspannung- dabei war ich ja schon entspannt. Ok, Erkenntnisse / Weisheit ( würde ich sagen passieren erst in der vierten Stufe ), das war nun nicht mein Ziel, eher nur etwas klarer werden gedanklich.....


    Ich habe mich eben auch gefragt, warum es so wenige Erklärungen und auch so wenig geführte Meditationen für die gegenstandslose Meditation gibt. Wäre die identisch mit der vierten Stufe der Atem- Meditation ? Oder hat sie nichts mit dieser Stufe zu tun ?


    Die gegenstandlose Meditation bedeutet ohne ein Objekt üben, oder der Geist selbst ist das Objekt. Wäre aber dann ja dennoch ein Objekt. Oder meint es die Stufe der körperlichen Entspannung ( Stufe 2 ) ?

    Nur den Atem zu beobachten ( Stufe 1 ), kann ja schon in die Meditation führen ( aber muss nicht, es ist so wie Glück oder Gnade so scheint es ). Es fordert viel Fokus nur auf den Atem.


    Das kann auch schnell gehen aber es kann auch einige Stunden dauern. Naja Gnade ist wohl nicht von nöten. Einfach Geduld und Willenskraft.


    Mir fällt auf, dass es auch kein Wunder ist, dass mich die geführten Meditationen in letzter Zeit nicht weiter bringen. Früher habe ich auch öfter alleine geübt. Alleine den Atem zu betrachten hat genügt, um in Meditation zu gehen und die anderen Betrachtungen ( auf Gedanken und auch Dharmas ) sie ergaben sich dann von selbst. Denn die Achtsamkeit ist dann sehr geschärft. Das hat aber manchmal Tage, Stunden gedauert ehe das von alleine ging also um in Meditation zu gehen.


    Wenn sie nun anleiten die Gedanken zu betrachten- dann muss einem klar sein, das ist schon Fortgeschrittenen Stufe.

    Das ist ja kein Wunder, wenn es mich überfordert.

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 4 times, last by Hingabe ().

  • Ich habe mehr das Bedürfnis gehabt, nichts zu machen. Nur da sitzen und ruhig zu werden. Mich entspannen. Was ist das für ein Meditations- Objekt ?

    In der Soto-Zen-Schule nennt man sowas "Shikantaza".

    Fand ich auch am einfachsten und ist heute immer noch meine Standard-"Methode".


    Ich bin nach dem "Kaufhaus-Prinzip" vorgegangen und habe einfach alle möglichen Meditationsmethoden durchprobiert, aus verschiedenen buddhistischen und auch nichtbuddhsitischen Richtungen, und habe darauf vertraut, dass ich intuitiv das Richtige für mich mache. Vom Kaufhaus-Prinzip wurde damals aber meist abgeraten.

    Es schien, dass ich gar keine Gedanken hatte in dem Moment ( ok das kann täuschen ) also kann ich sie auch nicht betrachten und an Gefühlen war auch nichts da

    War bei mir auch so.

    Ich habe dann die "Gedanken-Lücke-Meditation" geübt.

    Das ist eine Vipassana-Technik.

    In klarer, wacher, gedankenloser Stille beobachte den Anfang des ersten Gedankens, der ersten Emotion, oder noch feiner, der ersten winzigen geistigen Bewegung.

    Was ist ihr Ursprung, wer hat sie erzeugt ?

    Und dann betrachte ihr Ende, wie sie vergeht in die wache, gedankenlose Stille ...

    Das war am Anfang allerdings wirklich unheimlich, zumindest allein am Abend in meiner Junggesellenbude. Sicherer gefühlt habe ich mich da im Rahmen eines Meditationsabends in meiner Zen-Gruppe, die ich ab und zu besucht habe.


    :medim:

  • Hingabe

    Dass es „Stufen“ geben soll, habe ich erst nach 20 Jahren nur Sitzen erfahren. Das ist der Anker den Lehrer auswerfen. Weil mich dieses „Wissen“ immer nur stresste, habe ich alle Meister, die das behaupteten, verworfen. Bei Buddha Worten habe ich das nicht gefunden, nur einen Weg auf dem alles passieren kann, wenn es passiert. Mara behauptet, dass es Stufen gibt. Mara ist nicht ein äußerer Einflüsterer, er ist der König meines inneren Samsara.


    Gegenstandslose Meditation habe ich als Begriff sehr begrüßt, machte mir es leicht nur zu sitzen. Als ich den Begriff ergründete, durch studieren der Texte, war ich erschrocken, was alles in der Gegenstandslosen Meditation an Objekten, Dinge, Gebilde und Gedanken auftaucht. Mein „Gegenstand“ wurde das nicht unwohl Fühlen des Körpers, in dem ich bin der ich aber nicht bin.


    Mantra war genial, aber nicht beim nur sitzen, sondern wenn ich handelte. Das kann ich so gut das es jedes Gedankenfolgen/-ergreifen unterbindet, irritiert beim Meditieren.


    Dass die Gedanken oder Gefühle betrachten, hat nur den Sinn zu lernen, dass das unmöglich ist. Kraftraubende Gedankentätigkeit, denn es ist ein Wille vorhanden. Wenn ein Wille vorhanden ist, versucht der Körper diesen Willen zu erfüllen, was zu Verspannungen führt, wenn der Wille nicht gehandelt werden kann. Ein Wille ist Absicht und Absicht muss mit dem Körper gehandelt werden, durch Tätigkeit, Karma. Ein nur sitzender Körper kann nicht handeln, nur Sitzen ist keine Handlung mehr.


    Wenn du unbedingt ein Kreuzworträtsel ganz lösen willst, wirst du verspannt und das macht dich müde, führt dazu, dass du diese Tätigkeit in Zukunft langweilig oder uninteressant finden wirst. Einfache Lösung, kauf dir ein Kreuzwort Lexikon, damit habe sehr viele Worte und ihrer Bedeutung gelernt ganz ohne Druck. Spaß mit lernen. Natürlich musste ich auch da Mara beseitigen, der behauptete, das ist Betrug.


    Als ich nur sitzen konnte, kam Mara mit dem Gedanken, so einfach kann das nicht sein. Doch es ist so einfach. Aber ich bin froh, dass ich all die Wege ausprobiert habe und gescheitert bin, nur so erkennt man den mittleren Weg, der eben gegenstandslos ist, um mit allen Gegenständen handeln zu können, ALLEN. Ich kann alle Gegenständlichkeiten ergreifen und beliebig wieder loslassen.


    Das Festhalten, z. B. an Stufen hat viel Hemmnis gemacht, aber auch zum Erkennen von Gedankengestrüpp/Mara-Gedanken geführt. Heute schlinger ich mich da durch, die Dornen, die mich festhalten, gibt es, nur wenn ich sie erzeuge, bewerte, verurteile, meine.


    Ich gebe zu, dass nur Sitzen für mich sehr langweilig ist. Seitdem ich Körper helfe, „in dem ich bin der ich aber nicht bin“ , jedes unwohl zu verändern, wird Gedankenstille als Entspannung empfunden.

    Ich bin in dem Körper und kann nur helfen, wenn ich nicht der Körper bin. Der Körper hilft mir, wenn er Körper ist ohne Ich zu sein.

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

    Edited once, last by Qualia ().

  • Es schien, dass ich gar keine Gedanken hatte in dem Moment

    Ich würde diesen Zustand kurz wahrnehmen und denken, oh wie schön.

    ( ok das kann täuschen ) also kann ich sie auch nicht betrachten und an Gefühlen war auch nichts da schien es außer entspannt zu sein.

    Ok, ich hoffe mir kann jemand ein wenig weiter helfen. Oder geht es darum, dass ich mich auf die Ruhe konzentriere ? Mehr nicht ? Wäre dies der nächste Schritt, also ich braucht nicht denken, dass das nur entspannt da zu sitzen nichts bringt auf Dauer. :grinsen:

    Könnte es sein, dass Du vielleicht zuviel bewertest?

    Nun war es ja so, dass Dich die Anleitung dann störte. Wenn dem so ist, würde ich das nur kurz wahrnehmen und dann nicht weiter bewerten.


    Ich habe einfach viel mehr Entspannung gebraucht und war verwirrt, ob ich das alles mitmachen muss nun, um Erkenntnisse zu kriegen oder Entspannung- dabei war ich ja schon entspannt. Ok

    Auch das nur kurz wahrnehmen und versuchen nicht weiter zu bewerten, ruhig bleiben.


    . Es gibt halt solche und solche Tage

    Genau. Und das nächste Mal kurz vor Meditation einfühlen, was brauche ich heute.

    Wenn ich dann so entspannt da sitze und nichts will, glaubt mein Ich oder ich halt, dass es mich nicht in die Lage bringt etwas zu erkennen oder mich besser zu fühlen ( auch wenn das sich Entspannen sich gut anfühlt, aber es war bisher ohne Entzücken ).

    (hier noch zum fett gedruckten) Ich würde denken, oh wie schön, dort möchte ich hin :)

    Liebe Grüße Schneelöwin


    Ein Geist, der an eine Idee gebunden ist, an ein Konzept, an eine Wertvorstellung macht Handlung immer korrupt. Wenn man an einen Glauben gebunden ist, wird die eigene Handlungsweise glaubensgemäß und daher korrupt sein. Wenn man nach seinem eigenen Erfahrungswissen handelt, wird die Begrenztheit des Wissens die Handlung immer korrupt sein lassen.

    Jiddu Krishnamurti




  • Ich habe mir eben überlegt, dass ich auf Stufe 2 war, wo es um das Entspannen des Körpers geht. Es gibt ja 16 Schritte ( in vier Stufen gesteckt ).

    Sich belesen oder die Anapanasati Sutta genau lesen hilft weiter. :grinsen: Nein, es war die Stufe 1. und der 4. Schritt.

    Quote


    ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen.‘

    Schöne Seite: https://suttacentral.net/mn118…ence=none&highlight=false



    ( Ich sage Stufen dazu, ich wüsste nicht wie man die Abschnitte sonst nennen soll, ach doch- Abschnitte sind auch gut. Hat es denn nicht auch mit Können zu tun ? Die ersten Abschnitte sind sozusagen leichter als die letzten beiden Abschnitte ? Denke schon, dass es so ist. Dann passt das Wort Stufen ).


    Mir ist noch aufgefallen, dass in der Stufe 1 ab dem Schritt 3, man sich nicht mehr so stark mit dem Atem befassen soll- fast gar nicht, es geht dabei darum den Körper wahrzunehmen, zu spüren.


    Quote


    Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde (..)



    Zitat für mich und alle die hier lesen und auch noch nicht die Anapanasati Sutta ( oder den Teil der Sutta mit der Anleitung zum Geist entfalten ) auswendig können. Ich kopiere von Schritt 1 bis Schritt 8 :


    Quote

    „Wenn er lang einatmet, versteht er: ,Ich atme lang ein‘; oder wenn er lang ausatmet, versteht er: ,Ich atme lang aus.‘ Wenn er kurz einatmet, versteht er: ,Ich atme kurz ein‘; oder wenn er kurz ausatmet, versteht er: ,Ich atme kurz aus.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen.‘“

    „Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei Verzückung erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei Verzückung erleben.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei Glückseligkeit erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei Glückseligkeit erleben.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Herzens erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Herzens erleben.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Herzens beruhigen‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Herzens beruhigen.‘“

    Mir ist aufgefallen, dass die Interpretation von Thich Nath Hanh sehr abweicht von dem Original. Die Worte sind an vielen Stellen ganz andere. Ich kann mit dem Original mehr anfangen. Ich kenne die Version von TNH durch ein Video / Video zur Anleitung zum meditieren lernen, wo die Sprecherin alle Schritte aufsagt, aber in seiner Version.

    In klarer, wacher, gedankenloser Stille beobachte den Anfang des ersten Gedankens, der ersten Emotion, oder noch feiner, der ersten winzigen geistigen Bewegung.

    Da war ich noch nicht. :) DANKE für Deine Beschreibung.

    In der Soto-Zen-Schule nennt man sowas "Shikantaza".

    Aha. Da möchte ich erst noch hinüben. :)

    Wenn du unbedingt ein Kreuzworträtsel ganz lösen willst, wirst du verspannt und das macht dich müde, führt dazu, dass du diese Tätigkeit in Zukunft langweilig oder uninteressant finden wirst. Einfache Lösung, kauf dir ein Kreuzwort Lexikon, damit habe sehr viele Worte und ihrer Bedeutung gelernt ganz ohne Druck. Spaß mit lernen.

    Sich belesen meinst du oder Dhamma- Vorträge anhören. Aber du hast schon recht, das verkrampft daran gehen führte bei mir schon öfter zu Müdigkeit und auch sogar Freudlosigkeit nach dem Üben. Ich schätze es hatte etwas mit Verspannung zu tun, obwohl mir diese währenddessen gar nicht auffiel.



    Aber hier dem Fall würdest du mir raten " lese die Original Sutta " wo der Welterhabene das gut erklärt hat. Sudhana riet mir schon dazu. Aber ich hatte keine Lust die 16 Schritte auswendig zu lernen, doch ich bin dabei mir die ersten acht Schritte besser zu merken.

    Dass die Gedanken oder Gefühle betrachten, hat nur den Sinn zu lernen, dass das unmöglich ist. Kraftraubende Gedankentätigkeit, denn es ist ein Wille vorhanden. Wenn ein Wille vorhanden ist, versucht der Körper diesen Willen zu erfüllen, was zu Verspannungen führt, wenn der Wille nicht gehandelt werden kann. Ein Wille ist Absicht und Absicht muss mit dem Körper gehandelt werden, durch Tätigkeit, Karma. Ein nur sitzender Körper kann nicht handeln, nur Sitzen ist keine Handlung mehr.

    Hast du mal wieder gut erklärt, anschaulich. Hier was passiert, wenn man das Beobachten mit dem Willen macht.

    Ich denke auch, dass das Beobachten später wie von selbst passiert, ohne es willentlich zu machen- also irgendwie so war das mal. Den Willen braucht man später eher, um keine negativen Gedanken fortzuführen usw.

    Ich würde diesen Zustand kurz wahrnehmen und denken, oh wie schön.

    Ja, da muss ich weiter dran üben.

    Könnte es sein, dass Du vielleicht zuviel bewertest?

    Äääh........ertappt :grinsen: . Also ja, das könnte sein.

    Nun war es ja so, dass Dich die Anleitung dann störte. Wenn dem so ist, würde ich das nur kurz wahrnehmen und dann nicht weiter bewerten.

    Schwierig aber ich übe mich weiter darin. Danke für deinen Ratschlag/ Tipp.

    Ich könnte ja auch einfach nicht zuhören, das habe ich schon oft so gemacht ( ich erzählte ja bereits in einem anderen Faden davon ). So weiter üben, wie es sich für mich gut anfühlt. Ging gestern aber irgendwie nicht. Da war ich zu viel am Bewerten ( das sind ablehnende Gedanken die aufsteigen, aber müssen es nicht immer sein, kann auch nur ein neutrales Feststellen sein, aber darum heißt es Feststellen und nicht bewerten. Bewerten gibt etwas mehr Gewicht als dem anderen. Oder auch nicht, etwas kann ja auch neutral sein, also passt das Wort bewerten auch ). Es war wohl das Bewerten, stimmt, es nur wahrnehmen dass ich bewerte und weiter machen, wie es angeleitet wird. Könnte hilfreich sein. Werde ich ausprobieren. Oder eben nicht mehr zuhören.

    Genau. Und das nächste Mal kurz vor Meditation einfühlen, was brauche ich heute.

    Ja. ^^ Das könnte länger dauern. Manchmal meine ich, dass das schnell gehen muss. Aber dann muss ich mir für das doch ein wenig mehr Zeit nehmen. Wobei, naja ich habe gestern schon viel gesucht und mich dann versucht darauf "einzustimmen" auf die geleiteten Übungen. Doch gestern wollte keine zu mir passen. Das gibt es eben auch. Dann muss ich es alleine weiter versuchen.

    Ich wusste nur nicht wie. Wie es weiter geht. Das weiß ich jetzt dank der Anapanasati Sutta.

    :heart: :heart: :kiss:

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited once, last by Hingabe ().

  • Also ich könnte die trockene nur Atembeobachten- Übung üben. Das ist zwar mit viel Ausdauer haben/ aufbringen verbunden, doch ich kann dabei nach meinem eigenen Tempo üben.

    Den Körper beruhigen und alles was noch folgt das geschieht alles dadurch mit der Zeit von selbst. Natürlich je höher die Stufen sind, desto mehr Übung braucht es und wird nicht an einem Tag möglich sein.

    Mal schauen wie ich nachher übe. Es gibt auch Anleitungen wo es mit offenem Gewahrsein kombiniert wird, na gut, das war ja auch nichts anderes eigentlich als das was ich mir vorher in den letzten Tagen angehört habe- oder doch schon ein wenig. Hören, Sehen, davon steht ja nichts in der Sutta, ist also eine eigene Technik. Diese beiden Möglichkeiten werde ich versuchen/ ausprobieren.

    Wenn jemand offenes Gewahrsein und dazu die Schritte 1-16 in einer geführten Meditation von etwa einer Stunde anbietet / durchführt, muss das ja fast zwangläufig zum Kollaps beim Übenden führen, finde ich nun. :)

    Ok, es mag sein, dass es welche gibt, die können so üben, das müssten dann aber sehr Fortgeschrittene sein. Nichts destotrotz sind geleitete Übungen, welche die Anapanasati - Übung/ Technik in einer Stunde ( manchmal von Anfang bis Ende durchgehen, also Schritt 1 bis 16 ), eine große Hilfe, wenn man den Geist selbst einfach nicht ruhiger bekommt, nicht mal Schritt 1-3 alleine schafft zu üben. :taenzerin: Es geht wohl darum, dass man ja die geführten Meditationen nicht nur einmal machen soll, sondern oft, und wenn man gerade ganz woanders noch ist, muss man sich ja nicht an dem Anleiter orientieren. Also nun habe ich es raus. Es geht nicht darum die Schritte 1- 16 sofort zu können, es gibt aber welche, die sind schon so weit Fortgeschritten, dass es in einer Stunde gut geht mitzukommen, das umzusetzen. Wer es noch nicht kann, nicht mal annähernd, nicht weiter als Schritt 3 kommt, der kann einfach da weiter machen wo er ist, aber ist schwierig, wenn man nicht weiß wie. Dazu ist es hilfreich die A. Sutta zumindest die ersten zwei Stufen auswendig zu lernen. Das ist ein Vorhaben an mich gerichtet.

    :)

    Und es macht dann Sinn, die Übung ohne Anleitung weiter zu üben, den Ton abzuschalten. Aber es kann auch Tage geben, da kommt man plötzlich doch weiter als Schritt 3. Man weiß es nie. Und daher kann man entweder mit einer geführter M. üben ( so einer wie beschrieben ) und sich dann ausklingen nach ner kurzen Zeit ( entweder nicht mehr zuhören oder das Video wegdrücken ) oder wenn man mitkommt weiter mitmachen.

    Manchmal hat man einen guten Tag und kommt etwas weiter und klingt sich später aus als zuvor.

    Oder aber man möchte von vorneherein ganz alleine üben. Wenn nein, ist eine kleine Hilfe zu haben ein Segen. Man muss nur wissen, wie man dann später alleine weiter übt, wenn man sich ausklingen muss.

    Das Problem hat man nicht, wenn man von vorneherein alleine Schritt 1 übt, weil das andere ( Körper beruhigen usw ) ergibt sich dadurch von selbst mit der Zeit ( manchmal am selben Tag ).


    Nur kann man sich manchmal nicht mal auf das Einatmen und Ausatmen beobachten konzentrieren, daher sind die geführten Meditationen auch eine Hilfe. Denn sie lenken den Geist auf die Übung, erinnern ihn was er machen wollte, wenn er abschweift. :)   :klee:

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    Edited 8 times, last by Hingabe ().

  • Ganz mutig wäre ja auch bei Schritt 3 anzufangen, wenn man alleine übt, falls das wieder zu stressig ist, sich nicht passend anfühlt mit dem Atem betrachten. War ja gestern so. Doch es kann sich auch stressig anfühlen wenn man alleine ( ohne Anleitung ) übt und versucht Atembetrachtung zu üben. Hat nichts mit geführter oder nicht geführter Übung zu tun.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

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  • Ganz mutig wäre ja auch bei Schritt 3 anzufangen, wenn man alleine übt, falls das wieder zu stressig ist, sich nicht passend anfühlt mit dem Atem betrachten. War ja gestern so. Doch es kann sich auch stressig anfühlen wenn man alleine ( ohne Anleitung ) übt und versucht Atembetrachtung zu üben. Hat nichts mit geführter oder nicht geführter Übung zu tun.

    Bist du nicht in der Lage dich hinzusetzen und deinen Atem zu betrachten, wie du eine Wolke betrachtest? Einfach nur sitzen und dir beim Atmen zuzusehen? Muss da immer System bei sein? Wie hast du nur überlebt? Du merkst ja nichtmal mehr das atmen das selbstverständlichste und normalste ist, dass es gibt. Das kann man nur betrachten, was macht ihr für einen Humbug aus der Lehre Buddha? Kein Wunder, dass ihr nicht weiter kommt!

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

  • Den Körper beruhigen und alles was noch folgt das geschieht alles dadurch mit der Zeit von selbst.

    Mit Meditation allein hat das bei mir als junger Mensch mit jeder Menge überschüssiger Energie nicht funktioniert, ausser ich war auf einem mehrtägigen Schweigeretreat. Um den Körper zu beruhigen, habe ich Ausdauersport betrieben, anfangs Laufen, später Schwimmen.

    Seit der Corona-Zeit dusche ich morgens nur noch eiskalt.

    Das halte ich nur aus, wenn ich kurz zuvor aufhöre zu denken und in einen meditativen Zustand gehe. Damit (meistens) ist der schlimmste Moment des Tages schon mal überstanden und die gröbsten Flausen im Kopf sind zum Tages-Start vertrieben.

    Meditation ist für mich eine Technik, um in einen Bewusstseinszustand zu gelangen, den ich mit absolut entspannt, hellwach und sonnenklar beschreiben möchte. Entscheidend ist der Bewussstseinszustand, nicht die konkrete Technik.

    Zu erkennen, ob ich entspannt, wach und klar bin, ist so schwer nicht.


    Dann gibt es noch das breite Feld der psychisch-mentalen Vorbelastungen, auch diese konnte ich mit Meditation alleine nicht bearbeiten.


    :sunny:

  • Einfach nur sitzen und dir beim Atmen zuzusehen? Muss da immer System bei sein? Wie hast du nur überlebt? Du merkst ja nichtmal mehr das atmen das selbstverständlichste und normalste ist, dass es gibt. Das kann man nur betrachten, was macht ihr für einen Humbug aus der Lehre Buddha? Kein Wunder, dass ihr nicht weiter kommt!

    Kein Grund zum Aufregen. Wir haben aneinander vorbei geschrieben.

    Du hast recht, das den Atem zu betrachten nicht so schwierig ist, wenn man es nicht zu konzentriert macht, glaube ich. Wenn er mehr in den Hintergrund tritt- er nicht das alleinige Übungs- Objekt ist. Man kann ihn aber auch als alleiniges Übungs- Objekt hernehmen und das alleine kann eine passende Übung sein um in Versenkung zu gehen und das andere ergibt sich von selbst dabei ( Körper beruhigen usw ).


    Es las sich sicher so, als wenn ich das wie ein starres System sehe, nachdem ich mich richten muss ( diese Anleitung des Buddha ). Aber das Gegenteil habe ich damit sagen wollen, dass man ja wenn man das ( zu starr konzentriert ) auf den Atem konzentrieren / beobachten als unpassend empfindet, die Übung auch anders beginnen kann. Wenn man schon etwas ruhiger ist im Kopf und das ausweiten möchte oder wieso auch immer es sich nicht passend anfühlt, dass man nicht denken soll, ich muss aber mit dem nur Atem beobachten anfangen.

    Ich kann auch so anfangen, mit den Körper beruhigen, sich in den Körper reinfallen lassen, so meine ich das. Es muss nicht immer das nur den Atem beobachten sein zu Beginn. Das war meine Idee oder Einfall, sich nicht starr an eine Vorgabe halten oder Reihenfolge, dass dies nicht nötig ist.


    Nur den Atem beobachten kann schon schwierig sein, so habe ich es erlebt. Wenn die Gedanken da so oft zwischen kommen, der Geist immer wieder abschweift lange Zeit, darum habe ich mir dann ab und zu eine geführte Übung angehört und mitgemacht. Es hatte mir geholfen.


    Aber an manchen Tagen hat es sich nicht so gut angefühlt, es war wie eine zu enge Konzentration, zu enger Fokus, wenn ich mit nur dem Atem beobachten anfing. Die Stirn runzelte sich, also eine Verspannung in der Stirn und ein Unwohlsein löste die Übung im Körper aus.

    Das kann daran liegen, dass dieser schon gut entspannt war.


    Eine Theravada Lehrerin sagte mal in einem Vortrag, der Sinn ist nicht jahrelang nur den Atem zu beobachten, sondern es muss irgendwann auch mal darüber hinaus gehen.


    Also das sind die Gründe, wieso ich meinte, ich könnte es ja mal versuchen ( den Mut aufbringen ) die Geistesruhe- Übung anders zu beginnen, wenn sich Atem beobachten alleine ( also nur den Atem ) nicht so gut anfühlt. Aber das hatte ich ja schon vorher gemerkt, dass es nicht immer so gut ist, gerade nicht passend ist und empfand die geleitete Übung ( wo es viel um dieses und jenes zu beobachten ging, aber auch um den Atem) daher als anstrengend an dem Tag, als ich den Faden eröffnete. Ich wusste nur nicht, wie ich weiter üben könnte. Dank der Anapanasati- Sutta habe ich nun eine Orientierungshilfe wie ich weiter vorgehen kann das nächste Mal, wenn es mir wieder passiert, dass es mit dem nur den Atem beobachten nicht passt, weil es zu Anspannung führt.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

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    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

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  • Das Anapanasatti Sutta habe ich mir mal Step bei Step während einer Meditation auf ein Diktiergerät gesprochen. Ich fand meine eigene Stimme damals am ruhigsten und die Pausenlänge konnte ich dann frei wählen.

    Allerdings könnten diese an dem einen Tag gesetzten Pausen dann bei der nächsten Meditation nicht mehr ausreichend sein oder auch zuviel.

    Das gute war, dadurch konnte ich die Schritte schnell auswendig, so hatte es sich für mich am schnellsten eingeprägt.

    Wobei ich auch mal einen Schritt vergesse, dass dann aber möglichst nicht bewerte und auch keinen Nachteil hinterher spürte. Vielleicht vergisst der Körper oder Geist dann ja auch extra, warum auch immer.


    Vorher Sport zu machen kann ich aus meiner Erfahrung raus auch nur empfehlen, spannend wie danach der Geist reagiert.

    Liebe Grüße Schneelöwin


    Ein Geist, der an eine Idee gebunden ist, an ein Konzept, an eine Wertvorstellung macht Handlung immer korrupt. Wenn man an einen Glauben gebunden ist, wird die eigene Handlungsweise glaubensgemäß und daher korrupt sein. Wenn man nach seinem eigenen Erfahrungswissen handelt, wird die Begrenztheit des Wissens die Handlung immer korrupt sein lassen.

    Jiddu Krishnamurti




  • Ein System einübt, bis es sitzt und dann vergessen, weil es sich von selbst verkürzt.

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

  • Hingabe  Schneelöwin

    18. „Wenn er lang einatmet, versteht er: ,Ich atme lang ein‘; oder wenn er lang ausatmet, versteht er: ,Ich atme lang aus.‘ Wenn er kurz einatmet, versteht er: ,Ich atme kurz ein‘; oder wenn er kurz ausatmet, versteht er: ,Ich atme kurz aus.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben.‘ Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen.‘“ RE: Atembetrachtung, Körperbetrachtung, Gefühlsbetrachtung und danach ? Wie geht es weiter ?


    Mit diesem ersten Schritt beginnt die Achtsamkeit auf den Atem und es folgen 15 weitere.

    Aber das ist nicht das Ende.

    Es geht rückwärts zurück von 16 nach 1. Dabei werden die 15 Teilabschnitte losgelassen, weil sie auf dem Weg nach 16 alle ergriffen und sogar festgehalten wurden. Es wird der Erste wieder erreicht, befreit von den anderen.

    Auch die Achtsamkeit auf den Atem wird losgelassen. Wenn man wieder Dukkha verspürt, macht man die Anapanasati Übung erneut, um sich von Dukkha zu befreien. Das wird nie enden, doch es macht sicher ein dukkhafreies Sterben, wenn es soweit ist.


    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

  • Ein System einübt, bis es sitzt und dann vergessen, weil es sich von selbst verkürzt.

    ... und weiter entwickelt.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Wenn du das einmal gemacht hast, gibt es kein Weiterentwickeln von Fertig.


    Wenn du eine Stulle isst, kann der Gedanke kommen: „Wo lege ich die Stulle hin, wenn ich sie gegessen habe?“

    Das Lachen über den Gedanken ist genauso hilfreich wie, das Lachen über „...und weiter entwickeln?“

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

  • SuttaCentral
    Early Buddhist texts from the Tipitaka (Tripitaka). Suttas (sutras) with the Buddha's teachings on mindfulness, insight, wisdom, and meditation.
    suttacentral.net

    „Welche vier? Mönche, ein Mönch verweilt, indem er den Körper als Körper betrachtet – hingebungsvoll, vollkommen bewusst und achtsam, ohne Habgier oder Niedergeschlagenheit gegenüber der Welt. Man verweilt, indem man Gefühle als Gefühle betrachtet … den Geist als Geist … Phänomene als Phänomene – hingebungsvoll, vollkommen bewusst und achtsam, ohne Habgier oder Niedergeschlagenheit gegenüber der Welt.



    Das fehlt im Anapanasati Sutra als elementarer erster Schritt:

    verweilt, indem er den Körper als Körper betrachtet

    Das Anapanasati Sutra ist sicher nicht so von Buddha gegeben, eine Abkürzung von Weisen alten Männern, denen das Satipatthana Sutra zu lang war.


    Die Schritte das Satipatthana Sutra bis zum letzten Schritt gehen und zurück zum ersten.

    Ergebnis: Ich ist nicht Körper. Körper ist nicht ich.

    Es ist weder Anfang noch Ende. Kein Vergehen oder Entstehen.

    Nur die Absicht unwohl verändern.

    Die Wahrheit ist schmerzhaft, vor allem wenn man sie nicht gewohnt ist.

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