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Karma im Buddhismus

  • flopsy
  • 8. August 2024 um 16:32
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  • flopsy
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    • 8. August 2024 um 16:32
    • #1

    Ich würde gerne verstehen, wie man sich das Konzept Karma genau vorstellen kann.

    So wie ich das verstehe, ist Karma eine persönliche, individuelle Eigenschaft (ist Eigenschaft eine passende Beschreibung?), die unsterblich/unvergänglich ist und eine wichtige Rolle dabei spielt, wie der Mensch wiedergeboren wird. Ist das richtig?

    Ich weiß, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn man beim Karma von der Seele spricht, aber könnte man mit viel gutem Willen nicht sagen, dass Karma so eine Art Seele light ist?

  • void 8. August 2024 um 19:01

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • JoJu91
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    • 9. August 2024 um 08:14
    • #2

    Als Praktiker würde ich spontan sagen, Karma ist mein "Charakter", gemäß dem alten Spruch:

    "

    Achte auf Deine Gedanken, denn Sie werden zu Taten

    Achte auf Deine Taten, denn Sie werden Deine Gewohnheiten

    Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter

    Achte auf Deinen Charakter, denn er ist Dein Schicksal

    "

    Ich habe festgestellt, dass sich eine tiefgreifende Wandlung in meinem Charakter nach etwa fünf Jahren als deutlich wahrnehmbare Veränderung meines äusseren und inneren Lebens zeigt.

    Ich denke auch, es ist der Charakter, der wiedergeboren wird.

    Das dem Charakter entsprechende Bewusstsein findet in einem neuen Wesen eine neue Form.

    Ich möchte es diesem meinem karmischen Erben nicht allzu schwer machen.


    :?

    2 Mal editiert, zuletzt von JoJu91 (9. August 2024 um 08:50)

  • flopsy
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    • 9. August 2024 um 10:32
    • #3

    Also würdest du schon sagen, dass Karma ein bisschen so ist, wie die Christen sich eine Seele vorstellen, nur nicht so strikt und komplett? Im Christentum ist die Seele ja alles, was den Menschen ausmacht, und sie ist unveränderlich.

  • Monikamarie
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    • 9. August 2024 um 10:56
    • #4

    Ich verstehe Karma als universalen Gesetz, nicht als persönlichen Anteil.

    So wie es viele Ursachen für den Klimawandel gibt, und wir daran unseren Teil zu beitragen, so wirkt es sich aus, wie eine Gesellschaft grundsätzlich handelt - mitfühlend oder egoistisch.

    Heruntergebrochen auf eine einzelne Person bedeutet das, dass Jede/r "das bekommt, was er/sie verdient".

    Das ist nicht immer gleich sichtbar, aber wer genau hinsieht, kann da was erkennen.

    Seit ich mich von Samsara Stück für Stück abgewendet habe - kein Wünschen, kein Fürchten, Verblendung abbauen, seither habe ich keine (großen) negativen karmischen Bedingungen.

    Andererseits sehe ich auch die Folgen unkluger Handlungen. Und kann diese daher "abbauen" bzw. wenn sie schon länger her sind oder nicht zu ändern akzeptieren.

    _()_

  • Qualia
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    • 9. August 2024 um 11:22
    • #5

    Karma ist kein Gesetz, niemals universell, ausschließlich bei Lebewesen zu beobachten, denn nur Lebewesen benötigen Stoffwechsel, also handeln, Karma.

    Ursache und Wirkung ist ein Gesetz, das durch Handeln erzeugt wird. Keine Ursache erzeugt Wirkungen ohne Handelnden. Wird mit einer Ursache, einem Da-Seienden, gehandelt, erzeugt es sofort Wirkungen, die die ursprüngliche Ursache verändert.

    Ohne Karma existiert nur Erscheinen, zusammensetzen und zerfallen, kein Andauern. Das nennt man Physik, Chemie usw. Es existieren nur Ursachen, jetzt, genau jetzt, nur genau jetzt Da-Seiendes.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Monikamarie
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    • 9. August 2024 um 11:37
    • #6

    Qualia, natürlich ist das Handeln die Ursache. Und jede Ursache hat Wirkung. Wie Du das nun nennst, ist Deine Sache

    Eine Pflanze kann einer anderen schon das Licht zum Wachsen nehmen.

    Der Buddha nahm zum Vergleich ein großes Meer. Ein Löffel Salz macht es nicht salzig. Aber ein Löffel Salz auf einen halben Liter Kartoffelwasser versetzt die Kartoffeln.

    Wer also gutes Karma hat, wird durch ein kleines Vergehen nicht gleich die Wirkung spüren. Hat er/sie aber genug Achtsamkeit wird er/sie daraus lernen.

    Und woher kommt gutes Karma?

    _()_

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 9. August 2024 um 11:47
    • #7

    Wenn ich gemordet habe, bin ich ab diesem Augenblick ein Mörder. Aus dieser Position heraus handele ich ab diesem Zeitpunkt als jemand, dessen Geist der eines Mörders ist. Mit anderen Worten: Der Mord hat Spuren in meinem Geist hinterlassen. Mord ist eine krasse und heftige Tat, die massive Spuren im Geist hinterlässt. Aber jede Tat, jedes Wort, jeder Gedanke hinterlässt Spuren im Geist. Diese Spuren (karmische Samen) verändern den Geist, das bedeutet: Die psychische und physische Grundlage, auf Basis derer meine nächsten Handlungen erfolgen. So fördern heilsame Handlungen eine heilsamere Grundlage für mein Fühlen, Denken und Handeln. Unheilsame Handlungen fördern das Gegenteil. Da unsere Handlungen sehr vielen unterschiedlichen Motivationen entspringen und wir ständig auf irgendeine Art und Weise handeln, sprechen und denken, ändert sich unsere geistige "Konfiguration" ständig wie das Wetter. Aber anders als beim Wetter, haben wir bei der geistigen Wetterlage die Möglichkeit aus dem unbewussten Autopilot-Modus herauszutreten und mit dem Werkzeug der Achtsamkeit uns so oft wie möglich die potenziellen Wirkungen des eigenen Handelns vor Augen zu halten und Denken, Handeln und Sprechen eine Richtung zu geben.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (9. August 2024 um 11:53)

  • Qualia
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    • 9. August 2024 um 11:57
    • #8

    Es gibt kein gutes oder schlechtes Karma. Handeln verursacht Wirkung, keine Ursachen.

    Das ist der Irrtum, dass Wirkungen Ursachen erzeugen. Wirkungen hinterlassen Ursachen, wenn gehandelt wurde. Weißt du aus eigener Erfahrung:
    Da ist eine Ursache und du handelst, es erscheint eine Wirkung.

    Du kannst nie vor Ende der Wirkung wissen, was für eine Ursache du hinterlässt.

    Du musst nicht handeln, dann bleibt alles, wie es ist, aber das willst du nicht, dieses unwohl. Nach Ende der Wirkung deines handeln weißt du erst, ob sich die Ursache des unwohl geändert hat. Hat sie nicht, bleibt es Ursache und wenn doch, ist die verschwunden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

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    • 9. August 2024 um 12:10
    • #9
    Thorsten Hallscheidt:

    Wenn ich gemordet habe, bin ich ab diesem Augenblick ein Mörder. Aus dieser Position heraus handele ich ab diesem Zeitpunkt als jemand, dessen Geist der eines Mörders ist.

    Wenn ich getötet habe, bin ich kein Mörder. Mörder ist nur ein Begriff für unliebsame Tötende, die man dann eliminieren kann. Ein Tötender im Sinne seines Auftrages ist ein Held. Der Held ist ein Mörder in dem Sinne dessen, auf den der Tötende gewirkt hat.

    Ein Tötender ist also nur im betroffen sein, ein Held, ein Mörder.

    Ein Soldat ist nur ein Held, solange er im Krieg ist.

    Kehrt er zurück in sein Land, ist er nur solange ein Held, wie es den Herrschenden angenehm ist.

    Das beschütze Volk und das erniedrigte Volk will nichts mehr mit ihren Tötenden zu tun haben. Ist der Heldenrausch vorbei, sind sie alle Mörder.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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    • 9. August 2024 um 12:19
    • #10
    Thorsten Hallscheidt:

    Wenn ich gemordet habe, bin ich ab diesem Augenblick ein Mörder. Aus dieser Position heraus handele ich ab diesem Zeitpunkt als jemand, dessen Geist der eines Mörders ist. Mit anderen Worten: Der Mord hat Spuren in meinem Geist hinterlassen. Mord ist eine krasse und heftige Tat, die massive Spuren im Geist hinterlässt.

    Sehr gut erfasst, ich bedanke mich, lieber Thorsten Hallscheidt. :like:

    Vor Kurzem hatte ich bei Lama A. Govinda ("Das Buch der Gespräche") aufgeschnappt, dass der jetzige Augenblick zählt. Also wenn man über Karma spricht, ist es nicht so, dass es wie ein unabwendbares Vergeltungsgesetz funktioniert. Es gibt immer Spielraum, in dem wir persönliche Verantwortung für alles tragen, was wir denken, fühlen oder handeln. Die Realität ist so fließend, dass wir im Jetzt unser Karma gestalten können.

    Er erklärt es im Sinne von Vajrayana: Das Netz der Bedingungen ist enorm vielschichtig und verdammt komplex, um alles unter einen Nenner zu bringen. Aber wir haben immer die Kraft, etwas zu ändern, wenn wir dem Weg des Dhamma aus ganzem Herzen folgen.

    Unser Körper kann als das verdichtete Karma dargestellt werden. Das ist ein sehr interessanter Gedanke, der mich sehr nachdenklich gemacht hat. Nicht von mir.

    Alles Gute! _()_ :) :taube:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 9. August 2024 um 12:43
    • #11
    Qualia:

    Wenn ich getötet habe, bin ich kein Mörder. Mörder ist nur ein Begriff für unliebsame Tötende, die man dann eliminieren kann. Ein Tötender im Sinne seines Auftrages ist ein Held. Der Held ist ein Mörder in dem Sinne dessen, auf den der Tötende gewirkt hat.

    Wie auch immer die Bewertung ausfällt, eine solche Tat wird Spuren hinterlassen. Vertanen aus den diversen großen oder kleinen Kriegen leiden manchmal bis zu ihrem Lebensende an ihren Taten, seien sie nun politisch gerechtfertigt oder nicht. Wenn kein Ich mehr ist, ist auch das Karma am Ende. Darum ist heilsames Handeln auch nicht automatisch ein Ausweg aus dem Daseinskreislauf.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Qualia
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    • 9. August 2024 um 13:13
    • #12

    Für die Spuren des Tötens, egal aus welcher Anweisung oder Impuls interessiert sich kein anderer als der Täter. Alle anderen bedauern, bemitleiden, verachten, verlassen den Mörder. Kein Mitgefühl, denn das würde bedeuten zu erkennen: Das könnte auch mir geschehen.

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    • 10. August 2024 um 07:56
    • #13
    Qualia:

    Für die Spuren des Tötens, egal aus welcher Anweisung oder Impuls interessiert sich kein anderer als der Täter. Alle anderen bedauern, bemitleiden, verachten, verlassen den Mörder. Kein Mitgefühl, denn das würde bedeuten zu erkennen: Das könnte auch mir geschehen.

    Ich glaube allen ist klar worauf du hinauswillst, ist halt offtopic für diesen Faden.

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    • 10. August 2024 um 08:40
    • #14
    pano:
    Qualia:

    Für die Spuren des Tötens, egal aus welcher Anweisung oder Impuls interessiert sich kein anderer als der Täter. Alle anderen bedauern, bemitleiden, verachten, verlassen den Mörder. Kein Mitgefühl, denn das würde bedeuten zu erkennen: Das könnte auch mir geschehen.

    Ich glaube allen ist klar worauf du hinauswillst, ist halt offtopic für diesen Faden.

    Alles was „Karma“ aus seiner metaphysischen Bedeutung in die Betrachtung dessen, was Karma ist führt, ist Off-Topic.

    Karma, Karman, Kārma: 58 definitions

    Pali:

    Kamma: (nt.) Tat, Handlung, Aufgabe, Arbeit.

    Sanskrit:

    1) Handlung, Werk, Tat.

    https://www.palikanon.com/diverses/pali-wtb/k_.html

    kamma n <ved kárman> 1. Tat, Werk, Handlung, Beschäftigung;

    Karma

    Karma bedeutet also keineswegs das Ergebnis des Wirkens, oder gar das Schicksal von Menschen oder ganzen Völkern, wie unter dem Einflusse der Theosophie die beinahe allgemeine Auffassung im Westen ist.


    Inhalt anzeigen

    Helena Petrovna Blavatsky (gebürtig Helena Petrowna von Hahn-Rottenstein; nach erster Verehelichung russisch Елена Петровна Блаватская, Jelena Petrowna Blawatskaja, engl. Transkription Yelena Petrovna Blavatskaya; * 31. Julijul. / 12. August 1831greg. in Jekaterinoslaw, Neurussland, Russisches Kaiserreich; † 8. Mai 1891 in London) war eine russlanddeutsche Okkultistin.[1][2] Ihre Hauptwerke Isis Unveiled (1877, deutsch: Isis entschleiert) und The Secret Doctrine (1888, deutsch: Die Geheimlehre) trugen maßgeblich zur Begründung der modernen oder anglo-indischen Theosophie bei und erlangten einen bedeutenden Einfluss auf weite Bereiche der modernen Esoterik. 1875 gründete Blavatsky mit Henry Steel Olcott die Theosophische Gesellschaft.

    Henry Steel Olcott ['ɔlkət] (* 2. August 1832 in Orange (New Jersey), USA; † 17. Februar 1907 in Adyar (Madras), Indien) war ein US-amerikanischer Theosoph, einer der Gründer und erster Präsident der Theosophischen Gesellschaft. Später konvertierte er zum Buddhismus. Aufgrund eines im Sezessionskrieg erworbenen militärischen Ranges wurde er häufig nur Oberst (Colonel) Olcott genannt.[1]

    A Buddhist Catechism; Madras 1881 – Bischoff, Erich (Übers): Der buddhistische Katechismus;

    von ernsthaft an Buddhismus interessierten Zeitgenossen wurde dieses Werk als Referenz verwendet und nicht die theosophische Auffassung, die von Esoterisch Interessierten verwendet wurde.

    Wenn man Blavatsky gelesen hat und in die Esoterik gerutscht ist, bekommt man einen guten Überblick, wenn man der Lehre Buddha gegenübersteht, durchschaut man diese, fällt alles metaphysische in den Bereich Glaube und Unwissen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (10. August 2024 um 08:54)

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    • 10. August 2024 um 08:48
    • #15
    flopsy:

    Also würdest du schon sagen, dass Karma ein bisschen so ist, wie die Christen sich eine Seele vorstellen, nur nicht so strikt und komplett? Im Christentum ist die Seele ja alles, was den Menschen ausmacht, und sie ist unveränderlich.

    Bezogen auf das individuelle Karma ist das eine interessante Perspektive.

    In der Stammkneipe meiner Jugend dachte ich mir oft "hier treffe ich mich mit meinen

    verwandten verlorenen Seelen und wir ergründen bei einigen Bieren die tiefsten Gründe unseres Schicksals und des Schicksals der Welt".

    Wobei das Wort "Seelenheil" darauf hindeutet, dass die Seele doch auch wandelbar sein muss.

    :?

  • JoJu91
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    • 10. August 2024 um 08:52
    • #16
    Igor07:

    Unser Körper kann als das verdichtete Karma dargestellt werden. Das ist ein sehr interessanter Gedanke, der mich sehr nachdenklich gemacht hat.

    Der Gedanke ist in der Tat faszinierend.

    Für mich auch beschämend, denn ich habe seit vier Jahren körperliche Beschwerden derart, dass ich als Sport nicht mehr (ohne Schmerzen) joggen kann, sondern nur noch Schwimmen.

    Das könnte ich auf mein Alter schieben, mein Vater ist aber deutlich älter und hat diese Probleme nicht.

    Kann ich durch "Karma-Analyse", Selbsterforschung und Änderung meines "Mindset" eine Besserung erlangen ? "Krankheit als Weg", wie Rüdiger Dahlke meint ?

    :?

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    • 10. August 2024 um 09:12
    • #17
    JoJu91:

    Bezogen auf das individuelle Karma ist das eine interessante Perspektive.

    Grade das ist nicht die Bedeutung von Karma. Das Gehen zu einem Ort ist Karma. Alle Verben sind Karma.

    Alles andere ist Schicksal, Los, Ursache/Wirkung.

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    • 10. August 2024 um 09:20
    • #18

    Jetzt merke ich, dass ich überhaupt keine Ahnung von Karma hab, obwohl ich schon zig Jahre "buddhistisch" unterwegs bin.

    Am Anfang war das für mich ganz klar, was Karma ist. Das liegt wohl auch daran, dass man an Begriffen hängt und diese noch nicht mit "Leben gefüllt sind". Und es erleichtert, wenn da ein "Schwarzer Peter" ist.

    Was immer es ist, es muss geglaubt werden. Mit Seele hat das m.E. nichts zu tun, denn die wird von Buddha ja verneint.

    Letztens hörte ich in puncto "menschliches Erbe" den Begriff HYPOTHEK. Das erscheint mir logisch.

    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

    Wer Schulden hat, muss sie abtragen. Manchmal bekommt man was geschenkt.

    Gutes Karma? Aus meiner Sicht JA.

    :heart: _()_

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    • 10. August 2024 um 09:31
    • #19
    Monikadie4.:

    Letztens hörte ich in puncto "menschliches Erbe" den Begriff HYPOTHEK. Das erscheint mir logisch.


    Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

    Wer Schulden hat, muss sie abtragen. Manchmal bekommt man was geschenkt.

    Gutes Karma? Aus meiner Sicht JA.

    Wer seine Hypotheken abarbeitet, mit rechtem Handeln, wird sicher kein gutes Karma ernten. NUR Zufriedenheit und Ruhe.

    Eine gut geführte Sense schafft kein gutes Karma, aber eine volle Scheune zum Überleben mit längerer Zufriedenheit und die Freiheit bald wieder säen zu können, Karma handeln. Rechtes Handeln schafft gelassenes Leben, wenn das nicht reicht, brachte man festhalten an Schicksal als Sündenbock.

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    • 10. August 2024 um 10:15
    • #20

    Karma bedeutet Wirken bzw. Tat und nach der Karmalehre wirkt sich jede Tat auch auf den Verursacher selber aus. Das steht u.a. im Zusammenhang mit Wiedergeburt, aufgrund der Handlungen erfolgt die Geburt in einer entsprechenden Situation. Wenn das ein Naturgesetz ist, dann ist es gewöhnlich nicht ersichtlich, so dass es auch andere Ansichten und Lehren gibt, etwa dass es Zufall wäre wie und wo ein Wesen geboren wird und was es erlebt, oder der "unerforschliche Ratschluss Gottes". Für mich macht die Karmalehre am meisten Sinn, außerdem vertraue ich darauf dass sie nicht etwas ausgedachtes ist, sondern auf wirklichkeitsgemäßen Wahrnehmungen befähigter Menschen beruht.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (10. August 2024 um 10:48)

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    • 10. August 2024 um 10:48
    • #21

    Jede meiner Taten haben Auswirkungen, meinetwegen auch auf meine Wiedergeburt. Doch die Tat an sich ist einfach nur eine Tat.

    Ich tue mit Ursachen und erzeuge Auswirkungen, während der Tat kenne ich diese nicht.

    Vor der Tat kann ich Vorstellungen haben, was sie wohl bewirkt, aber wissen kann ich das erst nach der Tat und dann kann ich auch erst beurteilen, ob meine Vorstellungen erfüllt wurden oder nicht. Nein, bedeutet, dass ich wohl nur geglaubt habe. Ja, nur dass ich recht gehandelt habe.

    Die Beurteilung findet ohne Auswirkungen der Tat nicht statt.

    Nicht die Tat ist das Dukkha!

    Es ist das sich beurteilen für die Vorstellungen und das nur, wenn sie negativ beschieden wurden. Dann ist es Pech, Selbstschuld, Schicksal, doch für jeden ersichtlich ist das kein Handeln also kein Karma.

    Positive Wirkungen vergessen wir schnell, die sind unwohl beseitigend, also nichts mehr zu bedenken, wenn Unwohl in die Nichtexistenz gegangen ist. Über etwas, das nicht mehr ist, braucht es keine Gedanken.

    Die Tat ist auch bereits in die Nichtexistenz gegangen, hat sie aber als Folge unwohl, glauben Menschen, dass die Tat schuld ist am Versagen ihres Ich. So wird Karma mit Schicksal verwechselt und zum Sündenbock für das deutliche Versagen des Ich.

    Als Quell kann ich das angeben: https://www.palikanon.com/

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 10. August 2024 um 11:04
    • #22
    mukti:

    Karma bedeutet Wirken bzw. Tat und nach der Karmalehre wirkt sich jede Tat auch auf den Verursacher selber aus. Das steht u.a. im Zusammenhang mit Wiedergeburt, aufgrund der Handlungen erfolgt die Geburt in einer entsprechenden Situation. Wenn das ein Naturgesetz ist, dann ist es gewöhnlich nicht ersichtlich, so dass es auch andere Ansichten und Lehren gibt, etwa dass es Zufall wäre wie und wo ein Wesen geboren wird und was es erlebt, oder der "unerforschliche Ratschluss Gottes". Für mich macht die Karmalehre am meisten Sinn, außerdem vertraue ich darauf dass sie nicht etwas ausgedachtes ist, sondern auf wirklichkeitsgemäßen Wahrnehmungen befähigter Menschen beruht.

    Welche wirklichkeitsgemässen Wahrnehmungen, Mukti?

    All das muss geglaubt werden. Es ist nicht beweisbar.

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    • 10. August 2024 um 11:12
    • #23

    All meine Taten von der Jugend bis zum Ende meines Kanadatripps Dezember 1980 wurden sowohl von mir als auch all meinen Nächsten stark kritisiert und später für gefährlich für mein Kind befunden.

    Aber sowohl ich als auch meine Tochter gingen daraus sehr stark und erfolgreich im Gegensatz zu all den "normalen" in meiner Nähe hervor.

    Keiner hätte das für möglich gehalten. Keiner kann wissen, wozu was gut ist.

    Eines weiß ich aber: Aufrichtigkeit, fester Glaube, fester Wille, gute Absichten ...

    haben mir geholfen.

    ❤️

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    • 10. August 2024 um 11:34
    • #24
    Monikadie4.:
    mukti:

    Karma bedeutet Wirken bzw. Tat und nach der Karmalehre wirkt sich jede Tat auch auf den Verursacher selber aus. Das steht u.a. im Zusammenhang mit Wiedergeburt, aufgrund der Handlungen erfolgt die Geburt in einer entsprechenden Situation. Wenn das ein Naturgesetz ist, dann ist es gewöhnlich nicht ersichtlich, so dass es auch andere Ansichten und Lehren gibt, etwa dass es Zufall wäre wie und wo ein Wesen geboren wird und was es erlebt, oder der "unerforschliche Ratschluss Gottes". Für mich macht die Karmalehre am meisten Sinn, außerdem vertraue ich darauf dass sie nicht etwas ausgedachtes ist, sondern auf wirklichkeitsgemäßen Wahrnehmungen befähigter Menschen beruht.

    Welche wirklichkeitsgemässen Wahrnehmungen, Mukti?

    All das muss geglaubt werden. Es ist nicht beweisbar.

    Ohne Vertrauen kann ich nicht vollständig zu Buddha, Dhamma und Sangha Zuflucht nehmen.

    Vermutlich ist es beweisbar, indem man eine Stufe der Meditation erreicht, wo man die Wirkungsweise der Taten (Karma) selber wahrnehmen kann.

    Mit Metta, mukti.


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    • 10. August 2024 um 11:49
    • #25

    Nāgasena beschreibt;

    „ Eine gegenwärtige

    geistig-körperliche Verbindung wird ein gutes oder böses Wirken ( kamma) tätigen, und zufolge dieses Wirkens wird wiederum eine neue geistig- körperliche Verbindung geboren.“

    Im Absoluten,

    gibt es keine ‚Ich-Weisheit (atta)‘

    keine Persönlichkeit, sondern nur einen wechselnden Prozess geistiger und körperlicher Elemente, die irrtümlich mit Wesen auch Person identifiziert werden.

    Im Relativen

    formen unsere Ichs sich so alles Mögliche zurecht….

    In Metta🙏

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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