Denken, nicht meditieren !

There are 59 replies in this Thread. The last Post () by Kali999.

  • Liebe Ungläubige,


    Obwohl ich ein bisschen Interesse habe, dass ihr die Seiten wechselt,
    geht das ja nur, wenn ihr der Überzeugung seid, es wäre angebracht oder lohne sich.


    Solange euch solche Artikel wie dem hier ein oder mehrere begeisterte Kopfnicker hervoruft,
    ist es karmisch noch nicht angebracht die Seite zu wechseln. :mrgreen:


    An diesem Artikel hab ich - u.a.- bestätigt bekommen, dass die Verfasser und Streiter
    ganz sicher mit den falschen Leuten und Gemeinschaften Kontakt hatten,
    denn vieles was über die buddhistische Vorgehensweise oder Überzeugung geschrieben wird,
    ist schlichtweg falsch ( Lehrer is immer ein Guru z.b. )


    http://derunbuddhist.wordpress.com/2011/11/27/whats-next/


    Ps: Es leuchtet mir bis heute nicht ein, dass sich die Ungäubigen Nicht-Meditierer
    ausgerechnet an einer Religion rumkritisieren mit Schwerpunkt Meditation.
    Aba man muss ja nich alles verstehen.
    ( Ich glaub, dass ist diese narzisstische Zeit...; Berlin is neuerdings voll von diesen Nase in die Luft Zwanzig Jährigen )

  • Warum hast Du ein Interesse, dass jemand auf Deine Seite wechselt?


    Und warum die Häme? Glaubst Du, dass derartigen Emotionen freien Ausdruck zu gewähren ein Ausdruck für die Realisierung des Buddhadharma ist?
    Was nützt Dir Satori, wenn es im Kleinsten mangelt?
    Überprüfe einmal Deine Ausdrucksweise. Und es schadet auch nicht Texte etwas aufmerksamer, genauer und unvoreingenommener zu lesen.



    Liebe Grüße
    Knochi, Spaßbuddhistin

  • Quote from Onyx9

    Ps: Es leuchtet mir bis heute nicht ein, dass sich die Ungäubigen Nicht-Meditierer
    ausgerechnet an einer Religion rumkritisieren mit Schwerpunkt Meditation.
    Aba man muss ja nich alles verstehen.
    ( Ich glaub, dass ist diese narzisstische Zeit...; Berlin is neuerdings voll von diesen Nase in die Luft Zwanzig Jährigen )


    Ich denke nicht, dass solche Ausbrüche noch im Einklang sind mit den Ausführungen zur Rechten Rede, wie sie sich in den Forenregeln finden, Onyx. Ich glaube auch nicht, dass eine solche Art zu reden, dir selbst gut tut.


    LG
    Onda


  • Ich denke auch nicht, dass Deine Ausführungen bisweilen noch im Einklang sind mit Rechter Erkenntnis.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edler_Achtfacher_Pfad
    Und : Ich bin weder wütend noch sauer, - schon garnicht auf dich, sondern verwundert und belustigt ( mittlerweile ) !
    Eben über o.g. Paradox.
    Denken, nicht meditieren !-Paradoxer geht s ja nun nicht mehr.
    Gleichwohl sind die Ausführungen einer gewissen "Verzweiflung" geschuldet, den Grund kenn ich allerdings nicht.


    ( Ist es der gleiche Grund mit dem die Schwäbin in Berlin verwundert und rätselnd den Kopf an der Kasse
    zu den hier Hinterstehenden wendet, welche die Augen verdrehen und lachen, weil sie Toilettenpapier tauscht "das die falsche Farbe " hat ?! )


    Easy Going ! Hab dich lieb ! Knuddel !

  • Quote from Onyx9


    Und : Ich bin weder wütend noch sauer, - schon garnicht auf dich, sondern verwundert und belustigt ( mittlerweile ) !


    Nee, meinte ich garnicht. Ich versuche, nicht zu spekulieren. Wie kann ich auch wissen, ob du wütend bist... Darum geht es nicht.
    Du bezeichnest eine bestimmte Gruppe von Menschen, die anders denken als du (oder von denen du denkst, sie würden anders denken) in einem fort als Narzissten. Anregung: Warum hat es dir gerade dieses Wort so angetan? Warum siehst du in deinen Gegnern* den Narzissmus?


    Für einen gelungenen Diskurs ist die Verwendung dieser Vokabel sicherlich ungeeignet. (Daher der Hinweis auf die Rechte Rede).


    LG
    Onda


    *bitte leugne nicht, dass du welche hast (bzw. kultivierst).

  • Namaste!


    Hallo Onyx9,


    Aus meiner Erfahrung gibt es z. B. "den Zennie" nicht.
    Noch weniger gibt es "den Ungläubigen".


    So kann der von Dir gepostete Text dann auch nur die Meinung eines Einzelnen (oder einer einzelnen kleinen Gruppierung) sein.


    Und man kann durchaus im Hinblick auf einige Tendenzen traditioneller buddhistischer Schulen oder Richtungen einigen aufgegriffenen Punkten der / des Verfasser(s) zustimmen, ohne gleich zum "Ungläubigen" zu werden.
    Andererseits kann man die im Text enthaltenen Verallgemeinerungen und Unwahrheiten auch abtun, ohne sich gleich einer Tradition anschließen zu müssen.



    Geht es dann nun wirklich um die Frage "Denken vs. Meditation"?


    Ich denke nicht.
    Es gibt sie "hier" wie "dort" - die blöckenden wiederkäuenden Schafe.


    Die einen sitzen entrückt, mit Scheuklappen und rosa Brillen ausgestattet auf ihren Kissen und sehen die Missstände und Verbesserungsmöglichkeiten ihrer Traditionen und Lehrer nicht (oder wollen sie nicht sehen).


    Die anderen weigern sich zu sitzen, wissen gar nicht, was sie wollen und wohin dieses, was sie nicht wissen, führen soll. Ihr Dasein beschränkt sich auf blose Kritik an Traditionellem, aber dabei lassen sie ihre Kritikfähigkeit im Hinblick auf die "modere Welt" und ihre Versuchungen völlig außer Acht und sind insoweit selbst nur Lämmer.


    Ich denke :wink: man kann sich einen kritikfähigen Geist erhalten, auch wenn man meditiert und einer altüberlieferten Tradition angehört.


    < gasshô >


    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin


  • Ich habs wieder rausgenommen, das Persönliche: Narzisst. Habs gelöscht. ( ergo: ich kultivier es nicht )
    "Narzisstische Zeit" musst du ja nicht auf dich beziehen oder auf "jene Gruppe". Nicht ?!


    Ehrlich gesagt gruselt mich, also ich fürchte mich, da ich und etliche andere dem Narziss nichts entgegenzusetzten haben. Denn ich/wir müssten mit derselben Gewalt und Ignoranz vorgehen, was uns nicht nur verwehrt ist aus Religionsgründen, sondern was wir als Verletzung der Integrität und Würde des Menschen und der Lehre verstehen und fühlen.


    Ja, ich habe eine Abneigung gegen jene die die Lehre von Grund auf anzweifeln, da sie eine universelle Heilslehre ist, eine Erlösungs-Lehre,
    aber es ist keine Feindseeligkeit, vielmehr sehe ich die Konsequenzen: das Verlöschen großer Projekte in Deutschland aufgrund einzelner Machtbesessener und damit den Rückzug Gutmeinender,-und Gutwilliger in die Isolation.


    Wir machen weiter mit unserer Höflichkeit und Rücksichtnahme und Überweltlickeit, während die Spekulanten die Mieten hochtreiben, Investoren Grünflächen versiegeln,
    Gärten zerstören, Bosse sich Lohnsklaven halten, verwöhnte junge Leute mit Elternalimenten alten Leuten die Ellenbogen in die Seiten rammen, gestandene Lehrerinnen zum weinen bringen, weil klein Klausi dreckige Hosen hat; weil Narzissten tausende von Hektar Land auf einen Schlag aufkaufen, Labor-Samen sähen lassen, die nur mit chemischen Keulen wachsen, die ins Grundwasser, in Flüsse und Meer gespült werden; weil der Narziss befiehlt: Porno ist Liebe, Liebe ist nur ein chemisches Produkt.


    Ich lebe da mitten drin ( ! ) - und wenn ich da Leute wahrnehme, die sagen- und befehlen: ICH will hier und jetzt leben, ICH will auf Teufel komm raus Befriedigung und die anderen, Mensch, Tier, Pflanze, Klima, sind mit scheiß egal, ICH will gutes Karma; ICH bin so gut wie ein Erfahrener, die Religion soll MIR dienen, der Buddhismus soll so gestaltet sein, dass er MIR und meinen Absichten, MEINER Befriedigung zuträglich ist- dann...
    Entschuldige !... ist das für mich alles eine Zerstörungsmaschine; das ist für mich Kapitalismus-Denken pur, auf post-amerikanische Lesart, auch in Sanghas transportiert und legalisiert durch leistungsmanische, rein rethorische, rationale Überwältigung jeglichen Mitgefühls und Respekts.


    Ich hab den Thread eröffnet, weil ich einen Link bekommen hab von einem Eintrag von Kainer Wahr auf der DBU-Seite- und weil du dir das gern durchlesen kannst.
    Er ist nicht als Provokation gemeint. Lies und entscheide selbst.


  • Kein Problem, ich versteh dich. Ich hab den Text nebst Überschrift über einen Link erhalten und hab ihn weitertransportiert, weil er hierhin passt.
    Sozusagen als Schmankerl für die hier Tätigen.
    - Ich bin persönlich nicht einverstanden mit dem Text.
    Du hast recht damit wenn du sagst, es gibt genügend meditierende Leute mit Scheuklappen., denn sie kommen aus der Meditation heraus mit genau denselben Scheuklappen. Du hast auch recht mit der Beobachtung der Leute mit der reinen Kritik am Traditionellen.
    Mir geht es darum darzustellen. dass der Kritikpunkt an der Lehre auf tönernen Füßen steht, weil er sich eben an der Erfahrung festmacht Leute gesehen zu haben oder meint gesehen zu haben, die blöde und naiv einem Glauben anhängen.

  • Hallo alle und hallo Onyx9


    Ich klebe hier Teile des Textes rein, den ich drüben gestern an dich im DBU-Forum geschrieben habe . Er enthält einen wichtigen wie ich meine konstruktiven Aspekt dessen was ich zu sagen versuche.



    Mein Text "Was Nun?" geht auch auf diese Thema ein. Aber es ist sicher nötig es noch viel ausführlicher zu behandeln. Ich bin der Meinung, wir brauchen einfach eine viel entspanntere Atmosphäre um über das zu reden was uns alle zum Buddhismus hinzieht und was uns an ihm beschäftigt. In dieser entspannteren Atmosphäre hätte man dann erst die Grundlage, sich Gedanken über Fragen zu machen, deren Antworten wir sonst den Lehrern überlassen. Onyx9s Frage ist deshalb so wichtig – und es ist gut daß es mal jemand ausspricht – weil diese Lehrer, auf die wir so angewiesen zu sein scheinen, oft nie oder nur äußerst kurz zu sprechen sind. Gerade wenn jemand ernsthaft anfängt eine Meditationspraxis aufzunehmen, treten aber viel Fragen auf.


    Über das Lehrer-Schüler-Verhältnis im Buddhismus wurde schon viel geschrieben. Es ist deutlich zu sehen daß da enorm viel schief läuft. Es gibt dafür viele Beispiele. Ich bin in der Meinung, daß wir uns auf unsere eigenen Fähigkeiten besinnen sollten, daß wir selbst uns zu unseren Lehrern machen sollten.


    Was Lehrer und Meditation angeht, so ist damit auch einer der Punkte angesprochen um den es bei dem Motto „Denken, nicht meditiern!“ geht. Wenn die Lehrer nicht da sind und wir Fragen haben zur Meditation, dann müßen wir eben selber nachdenken und miteinander reden, anstatt einfach nur weiter zu meditieren.


    Dazu gibt es noch einiges zu sagen…


    Nur eins noch jetzt. Da dieser Thread nun mit dem Motto meines Blogs eröffnet ist, ist das vielleicht eine Möglichkeit hier ein paar Sachen zu diskutieren. Ich möchte aber einen Appell richten an alle, die hier mitreden wollen: Bei aller Polemik die ich gegen den teils sehr merkwürdigen Buddhismus richte der sich bei uns etabliert, geht es mir um das offene Gespräch. Meine Polemik richtet sich gegen diejenigen die es verhindern wollen. Für diese Verhinderungen gibt es sicherlich begreifliche Motive aber man kann sie um des offenen Gespräches willens nicht zulassen. Es muß daher einige Regeln geben, um einen konstruktiven, kreativen und gedeihlichen Gedankenaustausch zu fördern. Ich sehe mich dabei nicht in der Rolle, diese Regeln zu erläutern. Erstens weil es viele verschieden Ansätze für das offene Gespräch gibt, zweitens weil ich denke, das diejenigen die das Bedürfnis haben dieses Gespräch zu führen, als ersten Schritt diese Regeln selbst aufstellen sollten. Für diesen Thread aber, da es um mein Blog geht, einige Vorschläge meinerseits, die helfen könnten das Gespräch konstruktiv zu machen:


    1. Nicht vermuten, was einer für Motive hat, sondern immer von dem ausgehen was einer sagt/tut/schreibt.
    2. Nicht gegen die Person reden (ad hominem) sondern argumentieren. Auf das Argument des Anderen eingehen.
    3. Sorgfältig lesen und schreiben. Jemand der schreibt macht sich Gedanken und versucht sie schreibend auszudrücken, es lohnt sich zu versuchen einem Gedankengang zu folgen und es lohnt sich zu versuchen selber klar zu formulieren was man sagen/schreiben will.
    4. Kritisch im besten Sinne sein. D.h. mit Sorgfalt die Sache betrachten, auseinander nehmen, abwägen und urteilen.
    5. Gibt es mehr Vorschläge? Hat jemand Erfahrung mit Techniken der Gesprächsführung, Moderation, Mediation…?



    Das als spontanen Vorschlag. Mal sehen wohin das führt.


    Beste Grüße, Matthias

  • Quote from Kainer Wahr

    Für diesen Thread aber, da es um mein Blog geht, einige Vorschläge meinerseits, die helfen könnten das Gespräch konstruktiv zu machen:


    1. Nicht vermuten, was einer für Motive hat, sondern immer von dem ausgehen was einer sagt/tut/schreibt.
    2. Nicht gegen die Person reden (ad hominem) sondern argumentieren. Auf das Argument des Anderen eingehen.
    3. Sorgfältig lesen und schreiben. Jemand der schreibt macht sich Gedanken und versucht sie schreibend auszudrücken, es lohnt sich zu versuchen einem Gedankengang zu folgen und es lohnt sich zu versuchen selber klar zu formulieren was man sagen/schreiben will.
    4. Kritisch im besten Sinne sein. D.h. mit Sorgfalt die Sache betrachten, auseinander nehmen, abwägen und urteilen.
    5. Gibt es mehr Vorschläge? Hat jemand Erfahrung mit Techniken der Gesprächsführung, Moderation, Mediation…?


    Hallo Mathias,


    eine guter Ansatz. Ich werde Dich gerne als zuständiger Moderator dieses Bereiches unterstützen wenn ich das vermag. Sprich mich bei Einzelheiten bitte direkt an.


    Eventuell für Dich interessant könnte das Thema "Selbstmoderiert" sein. Wobei ich als Moderator nur in Ausnahmefällen lösche, dafür nicht passende Beiträge in einen "Auffangthread" auslagere.


    Darf ich anregen die Frage um die Struktur der Diskussion von der Sachfrage zu trennen? Mach einfach einen parallelen Thread auf damit beides nicht hier vermischt wird und nachher niemand mehr durch schaut.


    Liebe Grüße


    Bambus

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.


    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Quote

    Meine Vermutung ist, das wir und die Meister nicht über unsere Erfahrungen reden, weil wir glauben, es müsse etwas grandioses passieren. Ich wage zu bezweifeln daß viele von den so genannten Meistern viel über Meditation wissen. Sie reden nicht darüber, weil sie es selbst nicht wissen. Warum nicht darüber reden, wenn man es weiss?


    Welche sogenannten meister meinst du, magst du namen nennen? Bitte etwas konkreter.


    Hast du keine gelegenheit dich mit einem lehrer auszutauschen, keine sangha, keine „edlen freunde“. Das hat der buddha sehr empfohlen. Ist ja fast schon ein bisschen oldschool auf lehrreden des buddhas zu verweisen …


    Im monastischen umfeld wird dir kein mönch eine antwort auf seine erfahrungen geben und das aus guten grund. Aber im persönlichen gespräch besteht die möglichkeit der selbstreflexion, der anleitung und entwicklung deiner praxis. Was braucht es mehr. Was denkst du, wie meditation in einem praxisorientierten, monastischen umfeld entwickelt wird, einfach nur praktizieren …


    Im allgemeinen bin ich sehr fein mit dem edlen schweigen, innerlich und äußerlich im rahmen meiner praxisübungen. Erfahrungen anderer, was hilft mir das weiter? Was ist wenn es dich blockiert, evtl. aus der bahn wirft? Oder, dich antreibt die dinge ergebnisorientiert anzugreifen? Was ist, wenn dein ich-dünkel durch positive wie auch negative persönliche sichtweisen deiner mitpratizierenden befeuert wird?


    Die resultate entstehen aus sich selbst, aus der rechten übung. Ein erdenken, der versuch die dinge intelektuell zu entwickeln, auf der verstandesebene zu erfassen, ergebnisse vorzugreifen, resultat-denke, erdachter zweifel, usw. usw. … da wirst du nie erfahren wie die „früchte reifen“.


    Es ist und bleibt ein praxisweg ohne abkürzung. Der weg und die mittel sind ganz einfach. Der buddha sagte, es ist zu entwickeln wie ein handwerk, wie ein drechsler beispielsweise. Er sagte auch es ist der einzige, der direkte weg, den er in den lehrreden beschreibt.


    Vielleicht kann es auch sinnvoll sein, sich ein lehrer zu suchen der „da“ ist und nicht nur beispielsweise auf video zu erleben ist. Andernfalls hilft auch der blick in die vergangenheit, nicht alle jünger des buddha werden immer im jeta hain abgehangen haben.


    Die ansprüche an lehrern und lehren sind so vielfältig wie es pilger auf dem weg zur verwirklichung gibt, unzählige. Fast alles mara :)


    Alles Gute

  • Quote from Mirco

    :: off topic ::

    Quote from Onyx9

    Berlin is neuerdings voll von diesen Nase in die Luft Zwanzig Jährigen)


    Haha... neuerdings? Die gibt es doch jederzeit überall (-:


    Glaub mir- SOLCHE hast du noch nicht gesehen. Die strotzen vor Eitelkeit und Selbstbewußtsein- jeder für sich und einer gegen alle. Sind übrigens allesamt keine Berliner. Auch keine "Ausländer". Alle aus Südwestdeutschland. Frankfurt und oben Hamburg-Schöneecke. Stürzen sich grade auf Kreuzberg.

  • Hi Kainer Matthias Rainer,


    Das oben zitierte is aber gar nicht von mir. GRINS ! macht aber nix, klingt ganz gut, könnte auch von mir sein *Schmunzel*
    Langsam versteh ich aber worum es hier geht.
    Natürlich ist es vertrackt in Euroland mit den Lehrern, ich glaub, es gibt kaum eine halbe Handvoll davon,
    alle anderen sind nur Blender und Glänzer. Kriegt man aber ziemlich schnell raus, finde ich. Muss man natürlich ein Gespür für haben. Aber an dieser Tatsache die Qualität der Lehre an sich zu messen ist vermessen. Ebenso schade voreilig ist es Rückschlüsse auf die Qualität oder die Denke "der Szene" zu ziehen wen man nur mal hier und da was aufgeschnappt hat.
    Es ist natürlich auch so, dass es viel religiösen Popanz gibt in den Sanghas, aber auch da ist es für einen wirklich Suchenden eigentlich rauszufinden, was der Lehre zuträglich ist und was nicht, was authentisch ist und was menschlicher Dünkel, Sehnsucht, Neurose, Hoffnung, wie auch immer, ist. Es ist halt die menschliche Beschränktheit sich nicht ganz klar werden zu können. Da muss man sich auf seinen Instinkt, seine Erfahrungen verlassen.
    Man sollte die Qualität der ursprünglichen Lehre und die Authentizität der Schüler und Lehrer nicht an der kulturellen Prägung hier fest machen; ich denke, da liegt ein bisschen euer Fehler.
    Ein wirklich guter Lehrer hat immer Zeit, weißt du. Er/sie wird spüren wenn es ernst um dich ist, aber es muss auch so dringlich sein, dass du genau das artikulieren willst und sei es nur über eine Geste. Du musst ausdrücken können und wollen, dass du aufrichtig motiviert bist- und wenn dann keine adäquate Reaktion kommt, kannst du "den Lehrer" abschreiben. Punkt, aus.
    Aber dieses ganze Gequatsche: Yo, warum bin ich Buddhist, yo, was hat mich dahin gebracht, Yo, wie machen wir Community, also, das spielt irgendwann so gar keine Rolle mehr; das ist müßig und Ablenkung.
    Sicher sollte man offen sprechen können und in vielen Gemeinschaften kann man das nicht, weil da so ein heiliges Primporium ist. Aber das kommt nicht von Buddha und nicht von der Lehre, sondern von den Leuten; die brauchen das so und die haben Ängste, nicht nur eben Alltagsängste, sondern als buddhistische verstandene Ängste.
    Die wollen sich auch identifizieren, so wie sich ein Zimmermann mit seinem Handwerk identifiziert und ein Fussballfan mit seiner Mannschaft, die wollen was konkretes, was fassbares und sei es illusionär und halbausgegoren. Ist doch menschlich.
    Die Lehre deswegen grundsätzlich in Frage zu stellen, weil man solche komischen Lehrer kennt und solche idealistische, gehemmte Buddhisten, ist ein bischen, naja, ich will mal sagen, infantil. *schmunzel* :D

  • Beiträge abgetrennt und nach Off Topic - Buddhismus für Ungläubige verschoben.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.


    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Lieber Onda


    Dein Interesse und auch das Angebot von Bambus, den Thread zu unterstützen ist sehr freundlich aber ich denke es ist nicht wirklich eine Lösung. Das Problem in öffentlichen Foren in denen auch noch anonym gepostet werden kann ist prinzipell immer, daß man keine ruhige sachliche Diskussion ohne störende Zwischenrufe führen kann. Selbst wenn man sie ignoriert, zerstückeln sie doch einen Thread unter Umständen derart, daß der von außen kommende interessierte Leser viel zu viel damit zu tun hat, Spreu vom Weizen zu trennen. Auch wenn einem die Moderation hilft, ist es noch immer zu viel Arbeitsaufwand von Fall zu Fall dafür zu sorgen, daß ein Thread halbwegs sauber beim Thema bleibt, bzw. sich in einer halbwegs homogenen Art entwickelt. Es ist besser gleich im eigenen Blog für den Raum zu sorgen, in dem sich eine Diskussion entwickeln kann.


    In der englisch sprachigen Welt spielt sich sehr viel nur in Blogs ab und man ist dort untereinander gut vernetzt. Das betrifft nicht nur den Buddhismus sondern auch andere Felder. Es ist im eigenen Blog viel besser möglich die eigenen Linie zu entwickeln und an einer Vernetzung zu arbeiten. Das ist ein völlig anderes Arbeiten als in solchen Foren. Des weiteren ist es einfach ökonomischer und übersichtlicher die Fäden für die man sich interessiert im eigenen Netzknoten/Blog zusammenlaufen zu lassen.


    Tut mir leid wenn dich das entäuschen sollte, aber es ist eine grundsätzliche Entscheidung die gefällt werden muß. Ich kenne Foren seit 20 Jahren, noch aus prähistorischen Compuserve-Zeiten. Das Blog ist ein riesen Fortschritt. Die technischen Möglichkeiten der Vernetzung und die Kontrolle über den eigenen Inhalt sind um so vieles besser. Ich bin sicher die deutsche Blogosphäre in Bezug auf Buddhismus kann in der nächsten Zukunft nur gewinnen.


    Ich setzte auf das Blog.


    Viele Grüße, Matthias

  • Lieber Matthias,


    Blogs sind eine tolle Sache wenn sie aktiv gepflegt werden. Und wenn man als Betreiber etwas Substanzielles anbieten kann.


    Ich persönlich kann weder garantieren (Selbstanspruch), dass ich regelmäßig in einem eigenen Blog schreiben würde, noch bilde ich mir ein etwas Substanzielles anbieten zu können. Deshalb betreibe ich keinen Blog, sondern poste nur hier im Forum. Und das auch meist in Frageform, weil ich lernen möchte und noch weit davon entfernt bin anderen bezüglich Dhamma etwas beibringen zu können oder auch nur auf einer (selbstgesetzten) hohen Ebene diskutieren zu können.


    Deshalb lese ich doch sehr gerne in diversen Blogs. Aber diese Kommunikationsform grundsätzlich über ein Forum zu stellen halte ich für falsch.


    Was Du machst bleibt Dir überlassen. Wenn Du aber in einem Forum aktiv sein willst dann musst Du Dich an dessen Regeln halten. Wenn sie Dir nicht gefallen dann ignoriere das Forum. Und wenn Du die Regeln ändern möchtest - was hier im Buddhaland durchaus möglich ist - dann versuche das am rechten Ort!


    Das war jetzt Offtopic. Und ich verschiebe es gerne in die Plauderecke wenn Du es wünschst. Du bist es aber der immer wieder in Sachthemen Formelles anschneidet. Und deshalb antworte ich Dir hier. Besser fände ich eine Trennung. Aber das ist nur meine Meinung.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.


    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Quote from Kainer Wahr

    ...


    Das Problem in öffentlichen Foren in denen auch noch anonym gepostet werden kann ist prinzipell immer, daß man keine ruhige sachliche Diskussion ohne störende Zwischenrufe führen kann. Selbst wenn man sie ignoriert, zerstückeln sie doch einen Thread unter Umständen derart, daß der von außen kommende interessierte Leser viel zu viel damit zu tun hat, Spreu vom Weizen zu trennen. Auch wenn einem die Moderation hilft, ist es noch immer zu viel Arbeitsaufwand von Fall zu Fall dafür zu sorgen, daß ein Thread halbwegs sauber beim Thema bleibt, bzw. sich in einer halbwegs homogenen Art entwickelt.


    Ja, Matthias, da hast Du ja ein gutes Beispiel für gegeben - auch in anderen Threads.
    Vielen Dank :lol:


    Wie war doch gleich das Thema dieses Threads? Denken, nicht meditieren. Okay hier wurde gedacht. :mrgreen:


    _()_ Monika

  • Quote from Kainer Wahr

    Lieber Onda


    Dein Interesse und auch das Angebot von Bambus, den Thread zu unterstützen ist sehr freundlich aber ich denke es ist nicht wirklich eine Lösung.


    Hallo Kainer Wahr,


    ich muss doch nochmal ne Lanze brechen für die Form des Forums. Für einen Austausch, für einen Dialog halte ich den Foren-Rahmen für geeigneter als einen Blog. Hier kann man zitieren, aufeinander Bezug nehmen, etc. Zwar kein Äquivalent für ein Gespräch im "echten Leben" aber doch dicht dran.


    Natürlich haben Foren auch Nachteile: Undiszipliniertheit (wenn es darum geht, beim Thema zu bleiben), kommunikative Defizite (ad hominem-Taktik). Aber daran kann man arbeiten.


    Und: Hier im Buddha-Land gibt es die Einrichtung des "selbstmoderierten Threads". Da kannst du löschen lassen, was in deinen Augen nicht zu Thema gehört.


    Last but not least:
    Ich würde deine Anwesenheit in diesem Forum schätzen!


    LG
    Onda

  • Hallo Bambus und Onda


    Vielen Dank für eure Reaktionen. Ich bleibe euch sicher erhalten und werde bestimmt weiterhin den einen oder anderen Einwurf machen. Themen die mich persönlich besonders interessieren, reserviere ich für mein Blog.


    Es geht dabei im Kern um eine ganz grundsätzliche Sache. Frei nach stoky kann man es so formulieren: „Den Buddhismus selbst transzendieren, das ist die eigentliche Aufgabe des Buddhismus.“ Das heisst, der beste Buddhismus ist derjenige, der vor unseren Augen verschwindet.


    Ich denke das geht weit darüber hinaus, wozu viele hier bereit sind – und mir muß da auch keiner folgen. Nur die Selbstdisziplin auch den Mund zu halten, wenn man jemandem nicht in etwas folgen mag, die ist in hier nicht sehr stark ausgeprägt. Es kommt hinzu, daß diese Leute die den Mund nicht halten können, z.T. nicht lesen was sie kritisieren. Diese Engstirnigkeit und Unachtsamkeit als buddhistisch verkauft zu bekommen und von denen dann auch ausgiebig belehrt zu werden, finde ich unerträglich. Da ist meine Leidensfähigkeit doch noch recht begrenzt. Auch so süffisante Einwürfe wie von monikamarie gehören zu diesen Unerträglichkeiten. Was meint die Frau? Kann die sich nicht klar und deutlich ausdrücken? Sorry, aber das ist mir zu blöde.


    Euch beiden jedenfalls ausdrücklich vielen Dank für eure Geduld. Falls ich hier zukünftig was zu sagen habe, werde ich sicher ausschließlich auf konstruktive Beiträge Bezug nehmen und zum Rest selber den Mund halten.


    Matthias

  • Quote from Kainer Wahr

    Das heisst, der beste Buddhismus ist derjenige, der vor unseren Augen verschwindet.


    Willst DU ein guter Buddhist sein? :)


    Quote from Kainer Wahr

    Da ist meine Leidensfähigkeit doch noch recht begrenzt.


    Vielleicht dann doch mehr meditieren als denken?


    Den Ursachen von Dukkha soll man ja mit dieser Methode auf den Grund gehen können, behauptet zumindest angeblich der historische Buddha.
    Und kennt man die Ursachen, kann man ran gehen und sie beseitigen. Da kann keiner von außen helfen. Da hilft kein Jammern und Klagen über die bösen ANDEREN, die ja einen so gar nicht verstehen wollen.


    Denkt man sich zuviele Dinge (aus) ohne sie ernsthaft in der Medi zu ergründen, dreht man sich doch nur immer wieder selber in seiner eigenen verblendeten Suppe.


    ()

  • Also in Buddhas Lehre ging es sowohl um Meditation und Denken.
    Besser noch "Erfahren" und Denken.


    Aber ich finde die Seite super Onyx, danke. Ich selbst bemerke bei mir einer Art Zuflucht zum "ursprünglichen" Buddhismus oder eben den ältesten B, obwohl mit das Zen viel eher zusagt.


    Die Idee hinter Tradition ist halt: "da gab es eine Königserkenntnis und diese könnte in ihrer Qualität nur noch abnehmen. Eine Weiterentwicklung ist nicht nötig, ja sogar gefährlich."


    Loslassen und selbst erkennen ist da wichtiger, als nur Glauben. Quasie das, was im Kalama Sutta steht.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)