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  1. Buddhaland Forum
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Nutzten aus der Meditation

  • Sunlfower
  • 7. Dezember 2011 um 11:56
  • Zum letzten Beitrag
  • Sunlfower
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    • 7. Dezember 2011 um 11:56
    • #1

    Hallo liebe Internetmeschen :D
    ich beschäftige mich erst 6 Wochen mit Buddhismus. Ich treffe mich regelmäßig zur Meditation mit meiner nächst erreichbaren Sanga mit wundervollen Menschen.
    Zu Beginn der Meditation habe ich eine Möglichkeit darin gesehen über meine Gedanken und mein Handeln besonders intensiv zu reflektieren wobei die Lehren Buddhas und der Meditationstext sich optimal dazu eigneten in mein neues Wertesystem integriert zu werden. Soweit hat das auch geklappt und mir viel Freude bereitet. Aber dank der Sanga habe ich auch erkannt dass es während der Meditations nicht darum geht zu reflektieren oder aktiv Entwicklung am Geist zu erzeugen. Man hat mir gesagt ich soll bei der Meditation nicht denken.
    Später habe ich ein viel wertvolleres Geschenk gefunden. Ich habe gemerkt dass das Loslassen von Störgefühlen viel nützlicher ist als die Selbstreflektion. Ich war im Alltag dazu in der Lage viel mehr Konzentration aufzubauen was mein Studium enorm erleichtert hat. Außerdem habe ich begonnen meinen Geist (oder eher den Seher) bewusst wahrzunehmen und meinen Körper nicht mehr mit meinem Geist gleichzusetzten. Ich könnte zwar noch nicht sagen was der Körper genau ist (außer ein Körper, also etwas womit man sich in der Realität unter den Gesetzten der Realität mit anderen Elementen der Realität in Verbindung treten kann), aber wenigstens konnte ich dieses Konzept abwerfen.
    Jetzt zu meiner Frage:
    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen? Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?
    Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?

    Liebe Grüße
    Sun[lf]ower

  • Sunlfower
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    5. Dezember 2011
    • 7. Dezember 2011 um 21:07
    • #2
    Sunlfower:


    Jetzt zu meiner Frage:
    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?

    Ich meinte
    Was tuen die Eindrücke die während einer Meditation in unserem Geist entstehen?

  • SpringMode5708
    Gast
    • 8. Dezember 2011 um 15:06
    • #3
    Sunlfower:


    Jetzt zu meiner Frage:
    Was tuen die Eindrücke die während einer Meditation in unserem Geist geschehen? Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?

    Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?

    Herzlich Willkommen Sunlfower,

    das ist schon echt 'ne spannende Sache, wie der Geist funktioniert. Ich hab' gerade was anderes zu tun, melde mich später noch mal zu dem Thema.

    Schon mal kurz:

    ... <> sechs Sinne <> Kontakt <> Empfindung <> Begehren (wollen) <> Anhaften, Identifizieren (denken) <> Gewohnheit <> ...

    Gruß, :)

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 8. Dezember 2011 um 16:10
    • #4

    Moin Sunlflower

    Sunlfower:

    ....Außerdem habe ich begonnen meinen Geist (oder eher den Seher) bewusst wahrzunehmen...


    Total spannend. Wie sieht er den aus, der Geist oder der Beobachter? ;)

    Sunlfower:

    ....Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?...


    Lass dir mal 1000€ klauen. Du glaubst gar nicht, wie schnell sich deine Frage beantwortet. :D Eindrücke entstehen ja nicht nur während der Meditation, sondern auch im Alltag. Du solltest das nicht trennen. Und was die Dinge während der Medi angehen, sieh ein Zeile tiefer.

    Sunlfower:

    ....Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?...


    Das kommt darauf an, wie deine Praxis aussieht. Frag am besten deinen Lehrer oder erfahrene Mitpraktizierende.

    Sunlfower:

    ....Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? ...


    Die Dinge in deinem Geist entstehen und vergehen als Bedingungszusammenhang. Wenn du mit lieben Menschen in einem wunderbaren Meditationsraum sitzt, einen tiefgründigen Text hörst und an einen Porno denkst, würde ich das nicht unbedingt auf die Umgebung schieben. :grinsen::D


    Herzlich Willkommen im Forum.
    Liebe Grüße
    Ji'un Ken

  • Maybe Buddha
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    • 8. Dezember 2011 um 16:19
    • #5

    @Ji'un Ken:
    Wenn du aber in einem Porno-Kino sitzt und versuchst zu meditieren, aber nur an Porno denken kannst, kann man das wohl schon auf die Umgebung zurückführen :lol:

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Matthias65
    Gast
    • 8. Dezember 2011 um 18:14
    • #6
    Maybe Buddha:

    @Ji'un Ken:
    Wenn du aber in einem Porno-Kino sitzt und versuchst zu meditieren, aber nur an Porno denken kannst, kann man das wohl schon auf die Umgebung zurückführen :lol:


    Hallo MB !

    Wir waren in Sri Lanka in einem tollen Meditations-Zentrum mitten im Dschungel. Man könnte meinen, es wäre die ideale Umgebung, um zu meditieren. Wenn es da nicht die Affen gegeben hätte. Kämpfende Affen, die laute Geräusche machten, direkt auf dem Dach über uns. Die Gedanken kreisten um die Affen. Warum müssen die Viecher nur so laut sein ? Was ist wenn sie versuchen, in den Raum zu kommen wo wir gerade meditieren ? Wenn sie uns berühren würden ? Nach meiner bisherigen bescheidenen Erfahrung beim Meditieren gibt es in jeder Umgebung Geräusche, die von der Meditation ablenken.

    Liebe Grüße
    Matthias

  • Maybe Buddha
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    • 8. Dezember 2011 um 18:27
    • #7
    Matthias65:
    Maybe Buddha:

    @Ji'un Ken:
    Wenn du aber in einem Porno-Kino sitzt und versuchst zu meditieren, aber nur an Porno denken kannst, kann man das wohl schon auf die Umgebung zurückführen :lol:


    Hallo MB !

    Wir waren in Sri Lanka in einem tollen Meditations-Zentrum mitten im Dschungel. Man könnte meinen, es wäre die ideale Umgebung, um zu meditieren. Wenn es da nicht die Affen gegeben hätte. Kämpfende Affen, die laute Geräusche machten, direkt auf dem Dach über uns. Die Gedanken kreisten um die Affen. Warum müssen die Viecher nur so laut sein ? Was ist wenn sie versuchen, in den Raum zu kommen wo wir gerade meditieren ? Wenn sie uns berühren würden ? Nach meiner bisherigen bescheidenen Erfahrung beim Meditieren gibt es in jeder Umgebung Geräusche, die von der Meditation ablenken.

    Liebe Grüße
    Matthias


    Ja, da hast du völlig recht. Nicht nur Geräusche, auch Tastungen (schmerzen, eingeschlafener Fuss, jucken etc), Gerüche, Gedanken und Gedanken-Bilder.

    Wollte damit auch nur sagen, das es normal ist, das wenn man im Porno-kino meditieren will, an Porno's denkt und wenn man im Affenkäfig sitzt an Affen denkt. Die Umgebung spielt schon eine Rolle. Und es gibt Umgebungen die besser und welche die schlechter geeignet sind. Welche das für einen sind, muss man selbst herausfinden.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 8. Dezember 2011 um 19:46
    • #8
    Maybe Buddha:
    Matthias65:


    Hallo MB !

    Wir waren in Sri Lanka in einem tollen Meditations-Zentrum mitten im Dschungel. Man könnte meinen, es wäre die ideale Umgebung, um zu meditieren. Wenn es da nicht die Affen gegeben hätte. Kämpfende Affen, die laute Geräusche machten, direkt auf dem Dach über uns. Die Gedanken kreisten um die Affen. Warum müssen die Viecher nur so laut sein ? Was ist wenn sie versuchen, in den Raum zu kommen wo wir gerade meditieren ? Wenn sie uns berühren würden ? Nach meiner bisherigen bescheidenen Erfahrung beim Meditieren gibt es in jeder Umgebung Geräusche, die von der Meditation ablenken.

    Liebe Grüße
    Matthias


    Ja, da hast du völlig recht. Nicht nur Geräusche, auch Tastungen (schmerzen, eingeschlafener Fuss, jucken etc), Gerüche, Gedanken und Gedanken-Bilder.

    Wollte damit auch nur sagen, das es normal ist, das wenn man im Porno-kino meditieren will, an Porno's denkt und wenn man im Affenkäfig sitzt an Affen denkt. Die Umgebung spielt schon eine Rolle. Und es gibt Umgebungen die besser und welche die schlechter geeignet sind. Welche das für einen sind, muss man selbst herausfinden.

    Falsch. Damit wird die Verantwortung nach außen abgegeben.
    Es ist euer Geist, der sich an Geräusche, Tastungen, Gedanken,...usw hängt.
    Üben Üben Üben.
    Erkennen und nicht drauf einlassen. Du kannst auf dem Bahnhof die Züge nicht anhalten, aber du brauchst dich nicht um sie zu kümmern.
    Ich habe noch kein Geräusch gehört, das sich an den Geist klammert. :D

  • SpringMode5708
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    • 8. Dezember 2011 um 20:16
    • #9
    Ji'un Ken:
    Maybe Buddha:

    Ja, da hast du völlig recht. Nicht nur Geräusche, auch Tastungen (schmerzen, eingeschlafener Fuss, jucken etc), Gerüche, Gedanken und Gedanken-Bilder.


    Damit wird die Verantwortung nach außen abgegeben.
    Es ist euer Geist, der sich an Geräusche, Tastungen, Gedanken,...usw hängt.
    Üben Üben Üben.
    Erkennen und nicht drauf einlassen. Du kannst auf dem Bahnhof die Züge nicht anhalten, aber du brauchst dich nicht um sie zu kümmern.
    Ich habe noch kein Geräusch gehört, das sich an den Geist klammert. :D


    Zustimmung :) Alles ist geistgemacht.

  • Grund
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    • 8. Dezember 2011 um 20:22
    • #10
    Sunlfower:


    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?


    Sie hinterlassen sich.

    Sunlfower:


    Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?


    Es sind die Eindrücke die lenken.

    Sunlfower:


    Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen?


    Eindrücke verursachen Eindrücke, ja.

    Sunlfower:


    Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?


    Das "versuchen", "zu unseren Gunsten nutzen" und das "wissen" sind eben die durch Eindrücke hervorgerufenen Eindrücke.

  • Sunlfower
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    • 9. Dezember 2011 um 09:52
    • #11
    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Außerdem habe ich begonnen meinen Geist (oder eher den Seher) bewusst wahrzunehmen...


    Total spannend. Wie sieht er den aus, der Geist oder der Beobachter? ;)

    Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist auf Sarkasmus zu antworten, aber ich will es trotzdem versuchen :D
    Ich würde ihn genauso beschreiben:
    Er hat wehende braune Haare eine 60er Jahre Brille und ein großes "S" für Seher auf seinem Erwachsenenpyjama!
    Es sieht ganz ähnlich aus wie Ärger, Frust, Freude, Orientierung, Achsamkeit, Pickel zwischen den Schulterblättern und viele andere Sachen die wir an uns wahrnehmen können (und tatsächlich ohne dabei Augen zu brauchen). Wobei ich vermute dass Freude und Orientierung gerade ein Ding laufen haben. Hoffentlich erzeugen sie keine Mischform, ich bin so schon reich an Mischformen ;)
    Ich meinte "meinen Geist und den Seher bewusster wahrzunehmen". Soviel ich weiß ist es gut zwischen Seher, Gesehenem und Sehen zu trennen.

    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?...


    Das kommt darauf an, wie deine Praxis aussieht. Frag am besten deinen Lehrer oder erfahrene Mitpraktizierende.

    Also kommt das auf die Praxis an? Gibt es also Praktiken in denen man die Eindrücke die im Geist während einer Meditation entstehen nutzt?

    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? ...


    Die Dinge in deinem Geist entstehen und vergehen als Bedingungszusammenhang. Wenn du mit lieben Menschen in einem wunderbaren Meditationsraum sitzt, einen tiefgründigen Text hörst und an einen Porno denkst, würde ich das nicht unbedingt auf die Umgebung schieben. :grinsen::D


    Wenn ich dabei an Pornos denke dann ist das Ursache-Wirkung, hätte ich nie einen Porno gesehen, davon gehört oder mich daran erfreut, dann wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Außerdem nutzte ich Ursache und Wirkung in dem Sinne dass ich versuche bis zu meiner nächsten Medi so viele schlechte Gewohnheiten abzulegen wie möglich und so viele Klarheit und Achtsamkeit in mir aufzubauen dass ich eben nicht an besagten Porno denke und möglichst wenig dazu in Versuchung geführt werde. Immerhin möchte ich meine Kraft nicht dazu verschwenden diesen ständig wiederkehrenden Gedanken loslassen zu müssen :D

    Viele Dank, das hat mir einiges zum Nachdenken gegeben das mir bereits etwas geholfen hat! :)

  • Sunlfower
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    • 9. Dezember 2011 um 09:57
    • #12
    Ji'un Ken:
    Maybe Buddha:


    Ja, da hast du völlig recht. Nicht nur Geräusche, auch Tastungen (schmerzen, eingeschlafener Fuss, jucken etc), Gerüche, Gedanken und Gedanken-Bilder.

    Wollte damit auch nur sagen, das es normal ist, das wenn man im Porno-kino meditieren will, an Porno's denkt und wenn man im Affenkäfig sitzt an Affen denkt. Die Umgebung spielt schon eine Rolle. Und es gibt Umgebungen die besser und welche die schlechter geeignet sind. Welche das für einen sind, muss man selbst herausfinden.

    Falsch. Damit wird die Verantwortung nach außen abgegeben.
    Es ist euer Geist, der sich an Geräusche, Tastungen, Gedanken,...usw hängt.
    Üben Üben Üben.
    Erkennen und nicht drauf einlassen. Du kannst auf dem Bahnhof die Züge nicht anhalten, aber du brauchst dich nicht um sie zu kümmern.
    Ich habe noch kein Geräusch gehört, das sich an den Geist klammert. :D


    Schöne Analogie!
    Wobei Geräusche vorbeiziehen zu lassen je nach Geräuschen etwas schwieriger sein kann als bei Gedanken. Besonders Geräusche die den inneren Alarmzustand aktivieren wie bereits in einem Anderen Thema bei Kinderlärm besprochen wurde.
    Aber insgesamt denke ich hat Ji'un Ken recht!

  • Sunlfower
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    • 9. Dezember 2011 um 10:13
    • #13
    TMingyur:
    Sunlfower:


    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?


    Sie hinterlassen sich.

    Sunlfower:


    Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?


    Es sind die Eindrücke die lenken.


    Ich denke schon dass es stimmt dass wenn ein Eindruck etwas länger in meinem Geist bleibt statt wieder zu gehen sich die von mir Aufgebaute Konzentration auf diesen Eindruck ablenkt, aber andererseits wäre es doch Verschwendung wenn ein Eindruck im Geist entsteht der z.B. eine Weisheit beinhaltet die ich durch meine zuvor aufgebaute Klarheit jetzt erst sehen kann, wieder vorbeiziehen zu lassen ohne sie zu beachten. Früher habe ich sehr viel in 1-2 Sekunden gelernt (Probleme erkannt/gelöst oder etwas neues schlechtes an sich erfahren), wobei ich dann natürlich damit gestraft wurde dass ich erneut 3-5 Sekunden aufwenden musste um meine Konzentration wieder aufzubauen und im schlimmsten Fall nochmal ca. 4 Sekunden um wieder Anschluss an den Meditationstext zu finden.
    Aber dafür konnte ich nach der Meditation in Situationen bei denen besagte Erkenntnis greifen würde, wesentlich schneller auf diese Erkenntnis kommen (möglicherweise bevor ich einen Fehler mache).

    TMingyur:
    Sunlfower:


    Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?


    Das "versuchen", "zu unseren Gunsten nutzen" und das "wissen" sind eben die durch Eindrücke hervorgerufenen Eindrücke.


    Ich glaube das verstehe ich nicht so ganz :D
    Dabei gibt es für mich zu viele Interpretationsmöglichkeiten :grinsen:
    Kannst du das bitte nochmal erklären?

  • Matthias65
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 12:20
    • #14

    Ji'un Ken und andere,

    was hättet Ihr denn gemacht wenn während der Meditation die Affen zu Euch gekommen wären, Euch tatsächlich berührt hätten, etc. ? Sicher - vorbeifahrende Züge kann man ignorieren :D

    Liebe Grüße
    Matthias

  • Maybe Buddha
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    • 9. Dezember 2011 um 12:26
    • #15
    Matthias65:

    Ji'un Ken und andere,

    was hättet Ihr denn gemacht wenn während der Meditation die Affen zu Euch gekommen wären, Euch tatsächlich berührt hätten, etc. ? Sicher - vorbeifahrende Züge kann man ignorieren :D

    Liebe Grüße
    Matthias

    Ji'un Ken hat ja nicht unrecht. Allerdings hängt das halt auch schwer damit zusammen wie fortgeschritten man in der in der Sammlung ist. Sinnliche Reize sind sinnliche Reize, da spielt es erstmal keine Rolle ob körperl. Berührung, Geräusche, Gerüche etc.
    Ist man nicht so fortgeschritten kann man sich halt leichter ablenken lassen egal von welchem Sinn. Je stärker die sinnlichen Reize, desto schwerer wirds auch für den fortgeschrittenen.

    Ich bin eigentlich ein leichter Spinnen-phobiker und während einer Medi kletterte ein kleines Tier über mich. Ich weiss nicht was es war, da ich versucht habe mich nicht davon beeinflussen, ablenken zu lassen. Der erste Gedanke war aber natürlich Spinne. Auch sowas ist zu überwinden wenn man die Konzentration wieder auf das (Konzentrations)Objekt lenkt.

    Was nicht heissen soll ich wäre fortgeschritten, das wirklich nicht...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • SpringMode5708
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 12:46
    • #16
    Matthias65:

    was hättet Ihr denn gemacht wenn während der Meditation die Affen zu Euch gekommen wären, Euch tatsächlich berührt hätten, etc. ? Sicher - vorbeifahrende Züge kann man ignorieren


    Hätte, wäre, könnte. Ich halte mich lieber an das, was tatsächlich geschieht.

    Gruß, :)

  • Wetering
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    • 9. Dezember 2011 um 13:43
    • #17
    Maybe Buddha:


    Ich bin eigentlich ein leichter Spinnen-phobiker und während einer Medi kletterte ein kleines Tier über mich. Ich weiss nicht was es war, da ich versucht habe mich nicht davon beeinflussen, ablenken zu lassen. Der erste Gedanke war aber natürlich Spinne. Auch sowas ist zu überwinden wenn man die Konzentration wieder auf das (Konzentrations)Objekt lenkt.

    Ich habe auch schon meditiert mit einem Weberknecht und ich konnte die Blickrichtung der Augen nicht korrekt einhalten. Das Tierchen krabbelte nur etwas auf mein Bein und dann wieder weiter.
    Danach prüfte es noch einige weitere Schüler, leztendlich den Zen-Lehrer, so dass ich jetzt die korrekte Verhaltensweise kenne:
    der Sensei beförderte den Weberknecht mit einer knappen Bewegung zurück auf den Boden.
    :idea:

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 13:44
    • #18

    Lieber Sunlflower

    Sunlfower:


    ...Ich meinte "meinen Geist und den Seher bewusster wahrzunehmen". Soviel ich weiß ist es gut zwischen Seher, Gesehenem und Sehen zu trennen.


    Falsch.
    Es gibt keinen Seher ohne etwas Gesehenes und/oder ohne Sehen. Und kein Sehen ohne Seher oder Gesehenes. Und nichts Gesehenes ohne Seher und Sehen.
    Und es gibt kein "Ich" das einen Geist hat.
    Was du als "Ich" bezeichnest ist ein Prozess aus unendlich vielen Bedingungszusammenhängen, deren Teile im Einzelnen keine Existenz haben.

    Sunlfower:


    Also kommt das auf die Praxis an? Gibt es also Praktiken in denen man die Eindrücke die im Geist während einer Meditation entstehen nutzt?


    Du praktizierst doch Vajrayana, wenn ich das richtig gelesen habe? Da hast du doch bestimmt Lehrer, die du Fragen kannst. Sie werden dir eine Praxis geben, sie dir erklären und du wirst dich hoffentlich daran halten.
    Sicher gibt es auch Übungen, in denen du Eindrücke nutzt, die in deinem Geist entstehen. (Eindrücke entstehen im Übrigen nur in deinem Geist)
    Nur was interessiert dich das, wenn du eine andere Praxis hast?!

    Sunlfower:


    ...Immerhin möchte ich meine Kraft nicht dazu verschwenden diesen ständig wiederkehrenden Gedanken loslassen zu müssen :D


    Du hast Gedanken oder du hast keine Gedanken. Sie steigen je nach Bedingungszusammenhang auf. Du brauchst dich ja nicht an sie zu hängen.
    Vielleicht als kleiner Tipp: "Nicht-Denken" bedeutet nicht, nichts zu denken.
    Du würdest in der Medi ja auch nicht üben, das dein Herz nicht mehr schlägt, dein Magen nicht mehr verdaut....
    Lass dein Hirn also tun, was es tun muss, aber gib ihm nicht noch mehr Futter.
    Schmeiß kein Holz ins Feuer, dann brennt es von selber runter.

    Liebe Grüße
    Ji'un Ken

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 13:47
    • #19
    Matthias65:

    Ji'un Ken und andere,

    was hättet Ihr denn gemacht wenn während der Meditation die Affen zu Euch gekommen wären, Euch tatsächlich berührt hätten, etc. ? Sicher - vorbeifahrende Züge kann man ignorieren :D

    Liebe Grüße
    Matthias


    Ich weiß es nicht, Matthias. Vielleicht wäre ich aufgesprungen. Aber genau kann ich es nicht sagen, da ich weder die Affen kenne, noch je in einer solchen Situation war.

  • nyalaana
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    • 9. Dezember 2011 um 13:54
    • #20
    Sunlfower:
    Ji'un Ken:


    Total spannend. Wie sieht er den aus, der Geist oder der Beobachter? ;)

    Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist auf Sarkasmus zu antworten, aber ich will es trotzdem versuchen :D



    Die Frage nach dem Geist oder dem Beobachter, ist eine klassische Frage. Es gibt verschiedene philosophische Ansätze, zu versuchen, den Geist zu beschreiben. Also ein Scherz ist diese Farge normalerweise nicht.

  • Matthias65
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 15:50
    • #21
    Mirco:
    Matthias65:

    was hättet Ihr denn gemacht wenn während der Meditation die Affen zu Euch gekommen wären, Euch tatsächlich berührt hätten, etc. ? Sicher - vorbeifahrende Züge kann man ignorieren


    Hätte, wäre, könnte. Ich halte mich lieber an das, was tatsächlich geschieht.

    Gruß, :)

    Und was genau geschieht tatächlich, Mirco ?

  • gbg
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    • 9. Dezember 2011 um 16:13
    • #22
    nyalaana:


    Die Frage nach dem Geist oder dem Beobachter, ist eine klassische Frage. Es gibt verschiedene philosophische Ansätze, zu versuchen, den Geist zu beschreiben. Also ein Scherz ist diese Farge normalerweise nicht.

    Da gebe ich Nyalaana recht. :)

    Nur mal um ein Beispiel dazu zu geben:

    Der Beobachter kann sich selbst nicht beobachten.

    Sagt er: Das bin ich so bleibt es doch immer nur ein dem äußeren Auge vorsterhendes.

    Denkt er : Das bin ich so bleibt es doch immer nur ein dem inneren Auge vorstehendes.

    L.G. gbg

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 16:52
    • #23
    gbg:

    ...Der Beobachter kann sich selbst nicht beobachten...

    Richtig.
    Ein Auge kann sich selbst nicht sehen, allerhöchstens sein Bild in einem Spiegel.

  • gbg
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    • 9. Dezember 2011 um 17:15
    • #24
    Ji'un Ken:
    gbg:

    ...Der Beobachter kann sich selbst nicht beobachten...

    Richtig.
    Ein Auge kann sich selbst nicht sehen, allerhöchstens sein Bild in einem Spiegel.

    Nicht ganz wie ich es meinte Ji'un Ken:

    Es geht mir hier mehr um den Beobachter als um das Auge von dem wir nur denken es sei der Beobachter.

    Denn auch das Auge steht dem Beobachter voran...

    P.S.: Auch das Bild im Spiegel ist nur ein voranstehendes und nicht der Beobachter selbst.

    L.G. gbg

  • gbg
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    • 9. Dezember 2011 um 17:27
    • #25

    Das es einen Beobachter geben muss - auch wenn dieser sich selbst nicht beobachten kann - folgt aus der Annahme dass es zu einem Beobachteten einen Beobachter geben muss.
    L.G. gbg

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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