Zen hat keine Moral, eine Studie

There are 403 replies in this Thread. The last Post () by Joram.

  • An die Buddhalandmoderatoren.


    Was ist das hier eigentlich? Muss man sich hier in einem fort von den einschlägig bekannten Personen beleidigen lassen? Gibt es nicht ein Gebot der Themenrelevanz in euren Regeln? Oder gilt das nur für unkritische Buddhisten, für die die 's Maul nicht zu weit aufmachen. Ich finde das zum kotzen! Nicht nur, dass Leute wie Onyx und Aste unter ihrem ganz persönlichen Buddhismusfähnchen schalten und walten dürfen wie sie wollen, ohne daß die Moderation meint einschreiten zu müssen – es sind genau diese Leute die Missbrauch überhaupt erst mit ermöglichen indem sie meinen sich über das Thema lustig machen zu können und indem sie die Diskussion darüber sabotieren. Das heisst auch, daß sich eine Moderation, die ein solche Sabotage einer kritischen Diskussion zulässt, ebenfalls hilft, daß Ferkel wie Z. schön weiter wirtschaften können.


    Der Fisch stinkt vom Kopf her.

  • Quote from Kainer Wahr

    An die Buddhalandmoderatoren.


    Was ist das hier eigentlich? Muss man sich hier in einem fort von den einschlägig bekannten Personen beleidigen lassen? Gibt es nicht ein Gebot der Themenrelevanz in euren Regeln? Oder gilt das nur für unkritische Buddhisten, für die die 's Maul nicht zu weit aufmachen. Ich finde das zum kotzen! Nicht nur, dass Leute wie Onyx und Aste unter ihrem ganz persönlichen Buddhismusfähnchen schalten und walten dürfen wie sie wollen, ohne daß die Moderation meint einschreiten zu müssen – es sind genau diese Leute die Missbrauch überhaupt erst mit ermöglichen indem sie meinen sich über das Thema lustig machen zu können und indem sie die Diskussion darüber sabotieren. Das heisst auch, daß sich eine Moderation, die ein solche Sabotage einer kritischen Diskussion zulässt, ebenfalls hilft, daß Ferkel wie Z. schön weiter wirtschaften können.


    Der Fisch stinkt vom Kopf her.


    Ich bitte um ein wenig Entspannung…


    Ich hab heute MIttag einen langen Aste-Sermon hier gelöscht. Kainer Wahr, Du kannst aber nicht immer verlangen, dass Dir alle mit Wohlwollen oder bestenfalls Schweigen entgegentreten. Wenn Dir die jetzt noch übrigen Enlassungen von Onyx und/oder Aste eine Beleidigung sind, dann weiß ich nicht, wes dickes/dünnes Fell ich bedauern soll.
    Sie tun auf Deine Frage Ihre Haltung kund. In wie weit sie Diskussionen sabotieren oder damit Missbrauch ermöglichen ist für mich genauso offen, wie die Ur-Frage, die ggf. bei Gericht geklärt werden kann/soll. Ich werde deswegen nicht Postings löschen, nur weil Sie Deiner mglweise lobenswerten Intention entgegentreten.


    Alle anderen möchte ich bitten, an dieser Stelle ihren persönlichen Animositäten oder allzu konditionierten Buddhismuspflänzchen-Schutzreflexen nicht zu unreflektiert Raum zu geben. Es ist eine Frage gestellt worden, auf die man antworten kann, oder über die man diskutieren kann. Wenn es so wichtig ist, dass Ihr darüber diskutieren müsst, macht das doch in einem separaten Thread.

  • Das ist ganz richtig hier Onyx, weil u.a. du zu denen gehörst, die ihr infantiles Buddhismusbild aufrecht erhalten indem sie die Diskussion über Machtmissbrauch im Buddhismus nicht zulassen und sabotieren. Du bist Teil des Problems, Onyx.


    Buddhisten die wegschauen wenn's schwierig wird, wenn eine regressive Schwarzweissmalerei nicht mehr hinhaut, Buddhisten die sich lustig machen über Missbrauch, Gewalt, Unrecht – Buddhisten die letztlich von tuten und blasen keine Ahnung haben aber wie schlecht erzogene Kinder immer wieder einfach reinreden, die sind das Problem.


    Malsehen: Wenn du die Forenregeln ernst nehmen würdest, würdest du, bis auf die Frage die ich heute Morgen eingangs gestellt habe, alles löschen. Aber was sag ich? In diesem Forum ein sachliches an den Regeln orientiertes Gespräch zu verlangen – ich muss schön blöd sein.

  • Quote from Kainer Wahr

    Das ist ganz richtig hier Onyx, weil u.a. du zu denen gehörst, die ihr infantiles Buddhismusbild aufrecht erhalten indem sie die Diskussion über Machtmissbrauch im Buddhismus nicht zulassen und sabotieren. Du bist Teil des Problems, Onyx.


    Buddhisten die wegschauen wenn's schwierig wird, wenn eine regressive Schwarzweissmalerei nicht mehr hinhaut, Buddhisten die sich lustig machen über Missbrauch, Gewalt, Unrecht – Buddhisten die letztlich von tuten und blasen keine Ahnung haben aber wie schlecht erzogene Kinder immer wieder einfach reinreden, die sind das Problem.


    :shock:

    Quote

    Aber was sag ich? In diesem Forum ein sachliches an den Regeln orientiertes Gespräch zu verlangen – ich muss schön blöd sein.


    wenn du von sachlichkeit sprichst solltest du sie erst neudefinieren....


    diesen sachlichen beitrag hab ich gemeldet :D
    .

  • Möchte sonst noch jemand irgend einen persönlichen und unsachlichen Angriff loswerden?
    Kainer Wahr ist schon durch damit. Wenn sonst keiner mehr will, schreibe ich euch folgendes ins Büchlein.
    "Reißt euch gefälligst zusammen, bleibt beim Thema und werdet nicht persönlich" :evil:


    Die Frage hier:

    Quote from Kainer Wahr

    Am 1.11.12 soll es in Berlin eine Verhandlung in Sachen Mumonkai vs. X gegeben haben.


    Hat jemand Informationen darüber?


    ist doch wirklich eindeutig. Es kann doch nicht so schwer sein, hier eine sachliche Antwort zu geben oder schlicht die Klappe zu halten.

  • Quote from Kainer Wahr

    In diesem Forum ein sachliches an den Regeln orientiertes Gespräch zu verlangen – ich muss schön blöd sein.


    Lieber Kainer, Dieser Anspruch ist hier definitiv zu anspruchsvoll... Leider.


    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

    Edited once, last by Onda ().

  • Quote from Ji'un Ken

    Es kann doch nicht so schwer sein, hier eine sachliche Antwort zu geben oder schlicht die Klappe zu halten.


    Manche scheitern auch an den leichtesten Übungen...
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Um es mal ganz sachlich zu sagen.


    Bei einem Teil der Diskussion hier ging es um eine mögliche Vorverurteilung. Es wurde erwähnt, daß auch für Dr. Zen "Im Zweifel für den Angeklagten" gilt.


    Es ist also im Sinne aller Beteiligten wenn man nun etwas mehr erfahren könnte, nach dem sich ein Gericht mit der Sache befasst hat. Allerdings was ist "die Sache". Nicht mal das wissen wir. Es wäre also schön wenn jemand – sachlich – ein paar Fakten beisteuern könnte.


    Zu allererst: Um was ging es also am 1.11.?

  • Das Thema scheint einige ja immer noch sehr zu erregen. Jetzt bekommen ich schon privat diverse Mails.


    In einer steht, daß ich nicht persönlich zu der Verhandlung gegangen sei, zeige ja wohl, daß mein Interesse am Thema "Machtmissbrauch im Buddhismus" unehrlich sei. Was ist das denn für eine Konstruktion?


    Jemand anderes meint, die Reaktionen auf meine Fragen hingen mit einer Diskussion auf meinem Blog zusammen und seien dshalb nur allzu verständlich. Wie bitte? In der entsprechende Diskussion habe ich mich unbeeindruckt von der letztgültigen Wahrheit eines "frühen Zen" gezeigt – und so kriege ich das jetzt zurück? Via Onyx? Man oh man, Herr hab erbarmen.


    Jemand sinniert, ob man mich nicht auch gleich wegen "Rufschädigung" anzeigen solle. Ja, das fände ich sehr interessant. Ich bitte um Anklageerhebung.


    Leute, hab ihr sie noch alle? Ich habe oben eine einfache Frage gestellt:


    Quote

    Am 1.11.12 soll es in Berlin eine Verhandlung in Sachen Mumonkai vs. X gegeben haben.


    Hat jemand Informationen darüber?


    Die die hier andauernd versuchen diejenigen anzuschwärzen die eine unliebsam Botschaft überbringen (egal ob vor oder hinter den Kulissen) – die vom Missbrauch im Zen – sollten sich mal folgendes klar machen: Von aussen betrachtet sind diese Reaktionen hoch interessant. Für einen Beobachter der sich die Frage stellt, wie aufgeschlossen und wahrheitsfähig Buddhismus wirklich ist, zeigt sich hier ein desaströses Bild. Der ganze Thread zeigt an vielen Stellen immer wieder eine reflexhafte Abwehr und den geradezu verzweifelten Versuch von der bitteren Wahrheit abzulenken – daß es ganz miese Typen gibt, die sich zu buddhistischen Lehrern machen (lassen) und daß die ursächlichen Strukturen dafür, wie in der Arbeit von Hamacher diskutiert, z.T. im japanischen Zen selber zu suchen sind. Und das ist ja das eigentlich interessante Thema, da wo es dann alle Praktizierenden angeht. Da geht es dann um die Frage, ob diese Strukturen vielleicht doch nicht über jeden Zweifel erhaben sind? Die Abwehrhaltungen hier zeigen, daß nur diese Frage schon zu viel ist. Kritische Fragen dürfen einfach überhaupt nicht gestellt werden. Das ist aber der Punkt an dem entsprechende Leute endgültig unglaubwürdig werden – eben von ausserhalb gesehen. Innerhalb des Biotops wird ja dafür gesorgt, das alles ruhig bleibt.


    Und wer es nicht kapiert, das ist tatsächlich alles sehr relevant hier für diesen Thread.


    Und nun lasst mich raten: Nächste Eskalationsstufe? Das Posting wird gelöscht! Der Unruhestifter wird gesperrt! Der Thread wird endgültig gelöscht! Na denn, wohl an. Zutreffendes bitte ankreuzen. Wem 's nützt ...

  • Tja, vielleicht sollten wir dazu wirklich einen neuen Faden aufmachen. Ich habe vage noch einen Artikel von Ulrich Schnabel im Hinterkopf. Ulrich Schnabel ist Wissenschaftsredakteur bei der Zeit, wo er seit vielen Jahre auch über Hirnforschung, Mediation und ähnliches schreibt. Sein Buch "Die Vermessung des Glaubens" wurde 2009 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt.


    In diesem Artikel, den ich leider trotz vielem Googlen jetzt nicht mehr gefunden habe, schrieb er nach meiner Erinnerung, dass ein Umstand ihn doch sehr befremdet: Er schriebe über viele kontroverse Themen, er schriebe über verschiedenste Religionen und Denkrichtungen - aber die mit Abstand wütendsten Reaktionen würde er von Menschen erhalten, die sich selbst als Buddhisten bezeichnen und sich vorgeblich dem Weg der Sanftmut und der Bescheidenheit verschrieben hätten.


    Interessant ist auch, das in den USA mit solchen Vorgängen wie dem, was hier diskutiert wird, sehr sehr viel konstruktiver umgegangen wird. Dort wären innerhalb von Tagen, wenn nicht Stunden, Roß und Reiter genannt worden. Was wird Dr. Z. vorgeworfen, wer hat die Vorwürfe erhoben, was denken ehemalige und jetzige Schüler darüber... es wäre alles sofort auf den Tisch gekommen.


    Meines Erachtens ist es ja auch bezeichnen, dass sehr viel mehr Diskussionen und Impulse aus dem angelsächsischen Raum kommen, während die europäischen Zenis sich scheinbar ratlos vor allem darum bemühen, nicht vom Kissen zu kippen. (oh je, jetzt werde ich auch noch unsachlich...)

  • lubob: "Was wird Dr. Z. vorgeworfen, wer hat die Vorwürfe erhoben, was denken ehemalige und jetzige Schüler darüber... es wäre alles sofort auf den Tisch gekommen. "


    Was vorgeworfen wird, ist weidlich bekannt;
    nur von wem nicht, weil die alle aus unerfindlichen Gründen anonym bleiben wollen,
    inklusive der Rainer und diverser wut-"blogger";
    bis auf eine rühmliche Ausnahme, dem ehemaligen Leiter des Cottbuser Zendos,
    das ich selber zeitweise besucht habe. Herz auf dem rechten Fleck, Konsequenzen gezogen,
    kein Gefauche und Getrete mit unergründlicher Motivation und Zielorientierung.


    Ps: übrigens ist auf einem dieser blog s diese seltsame diskussion hier verlinkt worden.
    da stören natürlich widerworte beim marketing via butterland :)



    Ich habe das hell leuchtende Juwel gefunden,
    lange vergraben war es unter weltlichen Sorgen.
    Heute Morgen hob der Staubschleier sich
    und gab ihm seinen strahlenden Glanz zurück;
    in seinem Licht erstrahlen Flüsse und Berge
    und die abertausend Dinge.


    Tui-lings Erleuchtungs-Gedicht ( aus Zensho W. Kopps "Zen-Wort..." )

  • Ich frage noch mal die Moderatoren, was sie von der Forenregeln halten? Oder anders gesagt: Was ist Rechte Rede?


    Jemand hat mir betreffend "die lautesten Gegenschreier" geschrieben, wenn "hinter der Kuscheligkeit, der Zurückgezogenheit und den Wagenburgen eine Art Angst die Triebfeder ist, was dann?" Ja was dann, dann wird die Rechte Rede ausser Kraft gesetzt? Dann wird das Forum auf das entsprechende Niveau herunter geregelt?


    Dieser Thread hier wurde als Versuch einer inhaltlichen Diskussion gestartet. Die Tendenz, Leute wie Onyx, Grund, Aste etc., die sich einen Dreck um Inhalte scheren, einfach machen zu lassen, während sich diejenigen, die sich nicht auf dieses Kindergartenniveau einlassen und sich das verbitten dauernd Ermahnungen anhören müssen, ist ein eindeutiges Votum das zeigt in welche Richtung es hier geht: Wohlfühl- und Kuschelbuddhismus.


    Das ist das Problem an dieser Sorte von Buddhismus: Der kleinste gemeinsame Nenner muss reichen – auch wenn er absolut unterste Schublade ist. Wen wundert es da noch, daß Betrüger über viele Jahre hinweg ihre Sanghas dressieren können, ohne das ihnen einer in den Arm fällt?


    Die Miesen machen lassen und Kritik sabotieren, das ist Politik im Buddhaland. Der Fisch stinkt vom Kopp her.

  • Lieber Kainer Wahr,


    ich kann inhaltlich Deine Empörung gut nachvollziehen. Jedoch denke ich, dass Du von Erwartungen ausgehst, die die wenigsten User in einem öffentlichen Forum erfüllen können. In der deutschen Kultur ist eine "sachliche" und stringente Diskussion nicht Teil der Allgemeinbildung. Deshalb wird abgeschweift, abgewehrt, gestritten statt diskutiert. Zudem hat sich bei uns etwas festgebissen, nämlich der Glaube auf ein Recht auf "harte aber ehrliche Worte". "Ich sag nur, was ich denke", "ich spreche, wie mir der Schnabel gewachsen ist" sind nur zwei Rechtfertigungen für dieses Verhalten. Das ist natürlich umso pikanter, weil diejenigen, die sich so gehen lassen, sich dem Buddhismus zurechnen. Das finde ich überhaupt nicht gut und ich selbst würde es nicht tolerieren, nicht weil es "unbuddhistisch" wäre, sondern weil ich es niveaulos finde, weil es mich an die Nachmittagstalkshows erinnert. So posten aber nicht alle.


    Außerdem ist dies ein öffentliches Forum, das jedem zugänglich ist. Die Moderation hat die Wahl, ob sie so viel Freiheit wie möglich lässt und nur in extremen Fällen eingreift oder ob sie sehr stringent moderiert. Die erste Variante bringt es mit sich, dass eben auch die Schreihälse, Störer und Diskussionsunfähige teilnehmen, birgt aber auch die Möglichkeit der Selbstregulation durch die Gruppe (und mir persönlich gibt es die Gelegenheit Gelassenheit zu lernen, da sich auch im realen Leben sehr viele Menschen so gebärden. Mittlerweile zwinkere ich mit einem Auge und danke für die Vorführung.)
    Die zweite Variante engt die Anzahl der Poster stark ein und verlangt von den Moderatoren viel Arbeit. Das ist hier aber ein Ding der Unmöglichkeit. Die User sind nicht homogen genug und viele gehören keiner Sangha an, haben es nicht gelernt zu diskutieren, folgen einfach ihren Emotionen, können nicht über sich selbst lachen, verkrampfen sich und und und. Butterland ist unterhaltsam. Die Streitereien und Kämpfe sind unterhaltsam, das muss ich ehrlich einräumen, auch wenn ich mich selbst beobachte. Und manchmal finde ich einige Perlen oder Anregung für Fragen, zu deren Klärung ich mich dann an meine Lehrer wende, denn das erwarte ich hier weder und noch bekomme ich es.


    Ich gebe Dir recht: Hier wird in weiten Teilen Wohlfühlbuddhismus gepflegt. Auch im Streit und in Verbalkämpfen kann man sich sehr wohl fühlen. Man kann sich wohlfühlen dabei, seine Sicht zu verteidigen und sich nicht auf ein Gespräch einzulassen, seine Sicht als absolute Wahrheit zu propagieren und sich über die bösen Anderen aufzuregen. Unter "Wohlfühlbuddhismus" wird üblicherweise eine fluffige Angelegenheit mit Düften und sanften Om-Klängen verstanden. "Wohlfühlbuddhismus" ist aber auch das Sich-wohlfühlen in seinen Unzulänglichkeiten, Rechthaberei und Streitereien (alles mit Emotionen besetzt, denen man auf den Leim gehen kann). "Ich bin halt so" – darin kann man sich herrlich wohlfühlen. Ich vermute mal, dass dies ein Zeichen großer innerer Unsicherheit ist, ein Zeichen für die Begeisterung "endlich eine Identität gefunden zu haben".


    Erwarte hier keine disziplinierten und sachbezogenen Diskussionen. Meine Meinung nach, machst Du diesen Fehler immer wieder. Das muss dazu führen, dass Du hier ständig vor den Kopf gestossen wirst. Butterland ist nicht Nalanda. Butterland ist Marktplatz, mit allem Drum und Dran. Die Moderatoren sind die Marktpolizei, die bei Raufereien eingreift, aber niemanden vorschreiben will, was er auf seinem Stand feilbietet. Das hat in meinen Augen durchaus seine Berechtigung, da es ein Spiegel der Wirklichkeit ist. Glaub mir, ein ökumenisches Forum, in dem es "anständig" zugeht, würde erst mal lange so im Internet schweben, bis es von genügend Teilnehmern gefunden worden wäre. Das benötigt viel Geduld, birgt aber die Aussicht auf erhellende und fruchtbare Diskussionen. Grundvoraussetzung aller Teilnehmer wären Respekt, Disziplin und ein unerschütterlicher Wille nach Selbstreflexion und eine Moderation, die Weisheit und Gelassenheit mit einer gehörigen Portion Strenge, Konsequenz und fachlicher Autorität (von allen beteiligten Richtungen akzeptiert – kennst Du jemanden, der von Unweisen aller Richtungen akzeptiert wird?) vereint. Das ist ein Fulltime-Job, nichts, was man neben seiner sonstigen Tätigkeiten beiläufig machen kann. Und natürlich muss man sich auch dabei gefallen lassen, als Diktator und Zensor beschimpft zu werden. Ein dickes Fell ist Voraussetzung. Dieses Forum hat sich jedoch eine andere Aufgabe gestellt und das sollten wir respektieren, was uns keineswegs davon enthebt selbst an unserer Diskussionskultur zu arbeiten. Das kann sogar als Übung unter "erschwerten Umständen" betrachtet werden.


    Du hast die Möglichkeit ein anderes Forum zu gründen und Deine Vorstellungen zu verwirklichen. Das schreibe ich jetzt nicht, um Dich abzuwehren oder Dir die Zunge rauszustrecken und mich zu freuen, falls Du scheitern solltest, ich bin selbst neugierig darauf, ob das gelingt und würde mich sehr freuen, wenn das der Fall wäre, da ich sachliche Diskussionen noch mehr genieße als unterhaltsame.


    Liebe Grüße
    Doris - Knochensack

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.


  • Stinkender Fisch
    Wenn Du mit einem stinkenden Fisch nicht umgehen möchtest, sei Dir das belassen. Such Dir auf dem Markt einen Gemüsestand.


    Rechte Rede / Forenregeln
    Diese Regel wird immer dann zu instrumentalisieren versucht, wenn ein Gegenüber eine Kritik in einer unsachlichen Form vorbringt. Das Dilemma der Moderation ist, dass im wesentlichen emotional besetzte Tehmenkreise diskutiert werden. In dem Moment, in dem die Emotion in das Geschriebene Einzug hält – und da bist auch Du, Kainer Wahr nicht vor gefeit – ist es meist mit dem heren Anspruch der rechten Rede nicht mehr weit her. Wenn wir in dem Moment eingreifen würden, wäre es hier recht leer. (Diesen Satz baue ich mir demnächst als Tastenkürzel). Der Anspruch zur rechten Rede als Forenregel ist für mich als Moderator bestenfalls im Sinne einer Ultima Ratio Aufforderung zur Löschung und Maßregelung. Aber jederzeit für mich und andere User ein eindringlicher Apell, die eigenen Postings zu prüfen. Dass wir dabei die utopische Forderung immer wieder unterlaufen, halte ich für gegeben. Nenn es Menschlichkeit, nenn es Samsara. Das Label ist völlig wumpe, die resultierende Faktenlage ist die gleiche. Folge ist nun kein fatalistisches "dann ist es aber auch egal, kann man auch gleich lassen". Nein, nächster Punkt uf der Tagesordnung: Wie gehe ich mit dem um, dass sich mir (vielleicht nur scheinbar) entgegenstellt? Kann und will ich diese Menschen erreichen, halte ich es für sinnvoll, möchte ich mich befragen, was ich getan habe, um die Konfrontation aufzurufen? Jederzeit ist es erlaubt und möglich, sich nicht darauf einlassen zu wollen. Man nennt das "abschreiben". Wenn man nun aber abgeschrieben hat. ist es in meinen Augen unerträglich, ständig und immer wieder darüber zu klagen und zu lamentieren.
    Fazit: Die Moderatoren lassen Dich schreiben, auch wenn aus dem anderen Lager immer wieder unter Berufung auf die Forenregeln gegenteiliges gefordert wird. Die Moderatoren lassen "das andere Lager" schreiben, auch, wenn es der Form nach Regelverstoß-grenzwertig sein kann. Nur so können wir als Mods dazu beitragen, dass überhaupt darüber gesprochen wird. Wer wären wir, einer von beiden Parteien den Raum zu nehmen?


    Zielgruppe / Wohlfühlbuddhismus
    Du hast für Deinen aufklärerischen Inhalt eine Zielgruppe. Nun kann es sein, dass Du in der Art und Weise diese Zielgruppe nicht erreichst. Ich kann mich aus meinem Leben an einige desperate (inhaltlich komplett themenferne) Situationen erinnern, in denen ich mit einem gefühlt wichtigen/guten/richtigen Inhalt die relevante Zielgruppe nicht erreicht habe. Es lag nahe, hier der Zielgruppe jegliche Schuld an der nicht stattgefundenen Kommunikation zuzuweisen. Was mir aber über die Jahre klar geworden ist, ist die Tatsache, dass ich die Zielgruppe erreichen will. Es obliegt im wesentlichen mir und meiner Kompetenz, nach bestem Wissen und Gewissen meine Kommunikation darauf abzustellen, dass ich mein Gegenüber auch erreiche. Jedesmal, wenn ich mich von der Zielgruppe abgregrenzt habe, in dem ich ihr unterstellte, dass sie nur zu faul, nur zu uninformiert, nur zu dumm oder was auch immer war, habe ich einen innerlichen Schritt davon weg getan, sie überhaupt erreichen zu wollen, geschweige denn zu können. Dabei ist es unerheblich, ob eine Zielgruppe "wirklich" faul ist. Wenn sie das ist, stellt sich mir die Frage, wie ich diese Faulheit überwinde, ohne die Faulen mit ihrer Faulheit zu konforntieren und sie so gegen mich aufzubringen. In dem Moment, in dem man einem Buddhisten, der aus welchen Gründen auch immer eine Nische bezogen hat, mit dem Wohlfühl-Buddhismus-Prügel kommt, wird er sich umdrehen und mir nicht mehr zuhören. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch. Es gibt keinen Richter, nicht einmal einen Schlichter, der dann eingreift und etwas erklärt oder richtigstellt. Es gibt nur eine fehlgelaufene Kommunikation und ein nicht erreichtes Gegenüber.
    Wenn man dann "abschreibt" (s.o.) bitte. Dann aber abschreiben und weiterziehen. Wenn einem an der Erreichung der Zielgruppe liegt. dann immer das Bild vor Augen behalten, dass es das eigene Obligo ist, diese so anzusprechen, dass sie einem nach Möglichkeit nicht schreiend davon läuft. Man will etwas vom Gegenüber, nicht umgekehrt.

  • Quote from Aste
    Quote from Doris Rasevic-Benz

    Zudem hat sich bei uns etwas festgebissen, nämlich der Glaube auf ein Recht auf "harte aber ehrliche Worte". "Ich sag nur, was ich denke", "ich spreche, wie mir der Schnabel gewachsen ist" ...


    Und ... um das noch hinzuzufügen ... der Glaube dass Meinung, v.a. wenn es die eigene ist, etwas Wichtiges sei 8)


    Das ist auch meine Meinung :D

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Quote from malsehen

    Man will etwas vom Gegenüber, nicht umgekehrt.


    Das ist unerhört. Jeder, der im Auftrag des Herrn unterwegs ist, weiß dass das nicht so ist. Denn die sich in Worten manifestierende Sichtweise ist nicht triviale Meinung - nein, ganz und gar nicht. Denn sie leuchtet wie ein Stern am Firmament und spendet den in der Dunkelheit vor sich Hindümpelnden Licht in der Finsternis der Ignoranz. 8)

  • Quote from Kainer Wahr

    Ich frage noch mal die Moderatoren, was sie von der Forenregeln halten? Oder anders gesagt: Was ist Rechte Rede?


    Ich glaube, es ist zuviel von den Moderatoren verlangt, bei jedem verbalen Fehlgriff sogleich einzugreifen. Sie kämen angesichts der zahlreichen kommunikativen Defizite aus dem Eingreifen nicht mehr heraus. Ich rechne ihnen sehr hoch an, dass sie vor nicht allzu langer Zeit einem User, der schon wieder im Begriff war, das Buddhaland mit einem Flächenbombardement an Postings zu überziehen, nach nicht einem Tag sogleich den Saft abdrehten. Ich traue ihnen zu, dass sie bei Aste/Grund ähnlich verfahren würden, verfiele er erneut massiv in alte destruktive Gewohnheiten.
    Es hat keinen Zweck, hier Rechte Rede einzuklagen. Das ist ein unpopuläres Unterfangen. Die eigene Übung muss lauten: Ruhe bewahren, sachlich bleiben. Und schlägt jemand allzu arg über die Stränge, bleibt immer noch die Möglichkeit der Meldung. Onyx hat dich gefressen und spritzt Gift, wann immer sie auf dich trifft. Ein trauriges Schauspiel. Man kann es nur bedauern, wenn jemand seine dunklen Seiten so zu Markte trägt. Aber das muss uns nicht tangieren. Ich lasse mir auch in Zukunft nicht nehmen, allzu arge Verstöße gegen die Rechte Rede zu melden, aber das ist ein Hobby, keine Passion. Von der Hoffnung, dass wir hier etwas voneinander lernen können, habe ich mich noch nicht verabschiedet.


    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Quote from Aste
    Quote from malsehen

    Man will etwas vom Gegenüber, nicht umgekehrt.


    Das ist unerhört. Jeder, der im Auftrag des Herrn unterwegs ist, weiß dass das nicht so ist. Denn die sich in Worten manifestierende Sichtweise ist nicht triviale Meinung - nein, ganz und gar nicht. Denn sie leuchtet wie ein Stern am Firmament und spendet den in der Dunkelheit vor sich Hindümpelnden Licht in der Finsternis der Ignoranz. 8)


    … kommentiert der mit dem facettenreichen Funkeln im Avatar…