Posts by Igor07

    Also, lieber Frei


    du solltest sehr aufmerksam lesen, was Sudhana geschrieben hat. Mehr braucht man nicht.


    Es versteht sich, dass diese Anātman - Doktrin im Buddhadharma nicht nur tradiert und intellektuell nachvollziehbar begründet wird, sie wird vor allem in geistiger Erforschung dessen, was sich uns als Selbst präsentiert bzw. in der Suche nach dessen Kern gelehrt und gelernt. Eine Aufgabe im doppelten Sinn, die noch mehr Engagement und Bereitschaft, vermeintlich sichere Überzeugungen loszulassen erfordert, als lediglich intellektuelle.


    Alles Gute!


    Auch das ist nur eine Behauptung.

    P.S. Sieh bitte den Begriff "Qualia" auf Wikipedia nach. :taube: :taube: :taube:

    mukti ,


    Danke sehr für die ausführliche Erzählung. Ich denke, für die westliche Mentalität ist diese Lebensweise kaum vorstellbar, aber das ist nur meine eigene Meinung. Ich hätte es bestimmt nicht geschafft. Deshalb kann ich deine Einstellung und Entscheidung sehr gut nachvollziehen. LG.

    Manchmal hab ich eben den Wunsch oder das Bedürfnis das ich mich gar nicht mehr mit der Welt auseinandersetzten möchte.

    Was mir dazu einfällt: Ich lese gerade im Buch von H. Dumoulin, erster Band, S. 23: "Buddhismusforscher bemerken, dass 'Yoga ein wesentlicher Teil der ursprünglichen Lehre des Buddhismus sei'. Sie nannten diesen 'einen Zweig des Yoga'. 'Der ganze Buddhismus ist durch und durch Yoga'."


    Wenn man das berücksichtigt, und das ist auch die Meinung von Mircea Eliade, dann ist die Flucht aus der Welt, also die Transzendierung der Welt, das Ziel sowohl des Yoga als auch des Buddhismus. Unser Fehler ist oft, dass wir den Buddhismus absolut separat betrachten, aber ursprünglich geht es um Versenkung, Jnana, Entrückungen. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch oder der Praktizierende nichts mehr mit dieser Welt zu tun haben wollte. Also das Tal der Trauer ohne Ende.


    LG.

    Habe zwar schon ein Buch in einem richtig tollen Verlag veröffentlicht, doch er floppte total, niemensch wollte ihn lesen, die es taten waren laut Verlag aber begeistert.

    Hi, spinakia, darf ich bitte fragen, worum es in deinem Buch geht? Und was erwartest du ausgerechnet in einem buddhistischen Forum? Wenn das zu privat klingt, kannst du es einfach ignorieren. LG.

    Klingt wie ne Schlagzeile, die einen anlocken soll; Neugierde wird geweckt und dann kommt eine Verlinkung, aber es ist dann auch nur Buchwerbung, aber nichts, was die Dinge erklärt.

    Frei ,


    Also, Leiden( dukkha) und Schmerz sind zwei völlig verschiedene Dinge. Nibbana ist jedoch keine Gefühllosigkeit wie bei einer Vollnarkose oder im Koma. Das Leben geht weiter; der Buddha und die Arahants waren sehr aktiv und ansprechbar, und ihre kristallklare Logik war stets einwandfrei.


    Das ist definitiv keine Werbung:


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Auf_den_Punkt_gebracht-Texte_zu_Ich-und-Mein.pdf

    spinakia ,


    Wenn ich dich lese, und ich gehe davon aus, dass du eine sehr bekannte Person bist, kann es sein, dass du sehr hohe Ansprüche an dich selbst stellst? Ein Roman, dann eine Aufführung, viele Leute – du könntest dich leicht übernehmen. Dafür braucht man keinen Buddhismus.


    Ich kenne eine sehr gute Methode aus meiner Heimat, und das ist kein Scherz. Man sollte mit nackten Füßen auf der Erde stehen und dann den ganzen Körper mit eiskaltem Wasser übergießen. Keine Angst mehr, kein Lampenfieber, und eine absolute innere Ruhe. Klar, lol, wenn man es im Winter bei etwa -30°C überlebt.


    Klingt nicht besonders buddhistisch, aber es wirkt sehr gut!


    Abschließend wünsche ich dir von ganzem Herzen viel Erfolg. LG.

    Vielleicht hast du einfach (noch) nicht erfahren und erkannt, was "dukkha" wirklich bedeutet und welche Konsequenzen eine Beendigung des Leidens - für den Erwachten selbst und sein Umfeld - hat/hätte?

    Hi, Anna Panna-Sati, ich habe noch bei Analayo nachgeschaut, was Nirvana anbelangt. Ich wollte mich einfach vergewissern.


    Ich zitiere aus dem Buch "Der direkte Weg", S. 236:



    Dukkha, egal wie man das übersetzt (sorry, nur meine eigene Meinung), sollte nicht unbedingt mit dem Ende des Leidens im Daseinskreislauf betrachtet und so interpretiert werden. Man kann, also rein theoretisch, Nirvana im Hier und Jetzt erlangen oder wenigstens einen Geschmack davon bekommen, denn all diese Kilesa, Geistesgifte, usw. entstehen nur, weil es "Ich" und "Mein" gibt.


    Das würde absolut der modernen Neurowissenschaft entsprechen, wie man es zum Beispiel im Buch findet:

    Kein Ich, kein Problem

    Was Buddha schon wusste und die Hirnforschung heute bestätigt. Resilienz, Selbstvertrauen und psychische Stärke durch Selbstwahrnehmung. Ein Neuropsychologe klärt auf.


    _()_


    "Nirvana" klingt nach einem Endziel, aber Nirvana als Ziel bloßer Leidens- und Schmerzlosigkeit erscheint mir spirituell als ein höchst mageres Ziel.

    Wie ich den Begriff verstanden habe, bleibt der Schmerz bestehen. Der Tod des Körpers als Folge des Alters oder der Krankheit ist einfach das Gesetz der Natur. Aber ich identifiziere mich nicht damit, egal wie man es übersetzt. Genau das wäre die Realisation von Anatta.


    Der Buddha wurde vergiftet und hatte tödliche Schmerzen, so steht es im Pali-Kanon. Diese Tatsache kann man nicht abstreiten. Andernfalls würde man sich ein Nirvana erdenken, das nicht mit dem realen Leben zu tun hat.

    Als ich noch jung war, hatte ich mal den Spleen, auf einem Friedhof zu übernachten.

    Manchmal trägt man wie einen Friedhof auch die Hölle oder Höhle das Leben lang in sich drin, aber man merkt es sogar nicht. Es erinnert mich an den "Indischen Lebenslauf" in "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse.

    Mabli


    Bei H.W. Schumann gibt es das wunderbare Buch über Mahayana, in dem er viele Abschnitte selbst übersetzt hat. Es ist sehr empfehlenswert, obwohl ich nicht weiß, wann ich es komplett schaffen werde.


    Ach, zur Nagarjuna( Eher die Leerheit) gibt es eine absolut tolle, aber kleine Untersuchung von Masao Abe im Buch "Innenansichten der großen Religionen: Der Buddhismus".


    Liebe Grüße.

    Ich bin Autorin und werde vielleicht im Oktober auf gröszerer Bühne lesen, es ist auch eine Grundsatzentscheidung zum Lesen vor anderen. Davor habe ich eine Riesenangst. Ich muss aus einem sicheren Kreis hinaus in einen sehr unsicheren. Was ich mir vor diesem Thread schon als Ideen aufgeschrieben hatte:


    -schwere Schuhe tragen

    -Lasea, Tavor oder Hopfentee

    Hi, spinakia

    was ich sagen wollte: Tavor ist ein sehr starkes Mittel (Benzodiazepin). Es macht sehr abhängig. Es in eine Reihe mit pflanzlichen Mitteln zu stellen, finde ich nicht passend. Wenn Reiseangst aufkommt, nimmt man es ein, aber dann würde man konditioniert, und man würde es auch meistens einnehmen, wenn die Angst schon weniger wäre. Einfach vorsichtiger sein, nur meine Meinung.


    Alles Gute!

    Kaiman , hi.


    Ich wollte mir einen kleinen Scherz gönnen. Man muss nicht unbedingt eine Höhle in der Wildnis oder eine Hütte für Asketen suchen. Stattdessen sollte man die innere Oase der Ruhe im eigenen Herzen und Geist finden. Aus der Welt zu fliehen wäre eine Scheinlösung. In der Welt zu bleiben und wie eine Lotusblume im Wasser nicht davon innerlich berührt zu werden, das wäre die echte, authentische Lösung. Manchmal braucht man zuerst die echte Hütte, aber was soll's? Der Weg ist das Ziel selbst. Am Ende findet man sich genau dort wieder, wo der Weg begonnen hat.


    Liebe Grüße.

    Es gibt einen Haufen Folgerungen daraus, die man im Alltag wiederfindet. So beeinflussen diese Modelle die Wahrnehmung. Als Modell sind sie vereinfacht und damit sie gut arbeiten, wird die Wahrnehmung oft etwas angepasst, damit das Modell benutzbar wird.

    Ich denke inzwischen, dass wir es nur mit Modellen zu tun haben. Was ist dann real? Was wirkt tatsächlich ein? Die Welt als Ding an sich offenbart sich nur durch den Prozess der Wahrnehmung. Doch im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass diese Wahrnehmung dem Wesen der Realität entspricht. Wir können uns darauf nicht verlassen.


    Quote

    Erwin Schrödinger warnte uns davor, Atome und Teilchen materialisieren zu wollen: „Es ist besser, sich Teilchen nicht als dauerhafte Einheiten vorzustellen, sondern eher als Augenblickereignis. Mitunter formen diese Ereignisse Ketten, welche die Illusion erwecken, dass wir es mit einem dauerhaften Objekt zu tun haben.“ [2]


    Gott und die Quantenphysik | RefLab
    Über die Messbarkeit der Wirklichkeit und die Grenzen unserer Wahrnehmung.
    www.reflab.ch

    Wird manchmal (wohl einer obskuren angloamerikanischen Tradition folgend) mit 'diskursives Denken' (discursive thinking) übersetzt; ich bevorzuge 'entfaltete Vorstellung', Schopenhauer lässt grüßen. Aber das ist schon eine mahāyānische, auf das Yogācāra verweisende Auffassung.

    Ich denke, wir sehen niemals die Welt, wie sie ist, sondern unsere eigene Version oder Vision der Welt, also ein reines Konstrukt des Denkens, eine Fabrikation. Das kann man bei sorgfältigem Lesen von MN 1 ein wenig begreifen. Ich zitiere aber kurz Ajahn Amaro:


    Quote

    Der Geist filtert die Welt nicht nur ein bisschen, der Geist fabriziert von Moment zu Moment unser Erleben der Welt. Ironischerweise drückt sich dieses Prinzip bereits im Wort „Fakt“ aus; entgegen der gewöhnlichen Annahme im Sinne von „einer unbestreitbaren Realität“, stammt das Wort vom lateinischen facere ab, was „tun“ oder „machen“ bedeutet. Sogar „Fakten“ über „die Welt“ sind somit als Geist-vermittettelte Konstrukte anzuerkennen. Ähnlich stammt das lateinische Wort für „Ding“, res, von reri ab, was „denken“ bedeutet, was darauf hindeutet, dass wir Dinge ins Dasein denken.

    Dieses phänomenologische Verständnis der Buddha-Lehre ist der Erforschung und der Kontemplation wert – und kann tiefgründig befreiend sein.

    https://muttodaya.org/books/Auf_den_Geist_kommts_an.pdf


    S. 21.

    Durch den Prozess des Ergreifens entsteht die Illusion, als ob der Lenker der Herrscher sei. Genau deswegen läuft der Prozess weiter ab; er wird sozusagen noch mehr zementiert und verfestigt sich. So kann man es auch ausdrücken, scheint mir.

    Martin_1980 ,


    Na ja, die Sache ist eigentlich viel tiefer. Die Leute (buddhistisch gesehen) kapieren nicht, dass je mehr Kuchen sie essen, desto mehr sie ihn wollen. Das ist der unersättliche Durst, der uns durch das Leben treibt, also Trishna. Ich zitiere aus Wiki: "aṇhā (Pāli; Sanskrit: tṛ́ṣṇā तृष्णा IPA: [tr̩ʂɳaː]) ist ein wichtiger Begriff im Buddhismus und bezieht sich auf "Durst, Verlangen, Sehnsucht, Gier", sei es körperlich oder geistig. Es wird typischerweise als Verlangen übersetzt und ist in drei Arten unterteilt: kāma-taṇhā (Verlangen nach sinnlichen Vergnügungen), bhava-taṇhā (Verlangen nach Existenz) und vibhava-taṇhā (Verlangen nach Nicht-Existenz)".


    Und das ist nicht möglich ohne das "Ich" und "Mein", denn ich will den guten Job, die ewige Jugend oder die schöne Frau. Ohne diese Verbindung zum "Ich" würde es nicht funktionieren, so Ajahn Buddhadasa. Ohne die Verwirklichung von Anatta gibt es keinen Buddhismus.


    Wenn ein Mensch( ausgerechnet) auf einem buddhistischen Forum über das Austoben seiner Triebe spricht, macht mich das sehr nachdenklich, denn was bleibt dann von dem / Buddhismus/ überhaupt? Bitte nicht als verletzend gemeint, nur meine Gedanken. _()_ :taube: :taube: :taube:

    P.S. Sogar der alte Thread war hier verlinkt. MN1 stellt den Kerngedanken der ganzen Lehre dar.

    Egal, der arme Buddhismus, (Ironie). (:

    Stimmt, aber in sehr tiefen Meditationen kann man es nicht nur überwinden, sondern auch transzendieren. Das bedeutet, dass das erlebte Gefühl die sinnliche Freude (wie Sex) um ein Vielfaches übertrifft. Auf sehr tiefer Ebene der Versenkung, der Entrückung, des Jnana usw., egal wie man es nennt. ( Analayo+Pali-Kanon).


    Lol, ich bin 62 Jahre alt, praktiziere Yoga und das ist definitiv nicht mein Fall. Hormone spielen kaum noch eine Rolle. Ich denke, endlich habe ich dieses Problem hinter mir gelassen, das mich in meinen 20ern gestört hat. Das Alter kennt kein Geschlecht, hoffentlich (Ironie) ... _()_ :taube:

    Es gibt so viele Ratschläge und Betrachtungen, und sie gehen nie auf das Geschlecht ein, weil es im Buddhismus nicht das Wichtigste am Menschen ist, sondern eher das Unwichtigste. Diese Aussage steht im direkten Widerspruch zu unserer Kultur. Der Buddhismus steht damit keineswegs alleine auf der Welt da, aber wer keine Andere als die westliche Kultur kennt, sieht das Thema vielleicht erheblich enger.

    Entschuldigung, aber ich kann sehr wohl darauf inhaltlich erwidern. Im ursprünglichen Buddhismus – und das ist keine moderne wissenschaftliche Sichtweise auf Geschlechter – steht in M1, dass Begehren, "Ergötzen", "Genügen" usw. die Wurzeln des Leidens sind. Das bindet uns genau an Samsara. Man kann es sicherlich auch als die Überwindung der "Geschlechtsidentität" interpretieren, denn Prinz Siddhartha hat gemäß der Legende seine eigene Familie verlassen – Frau und Kind eingeschlossen.


    Ein weiteres Argument ist, dass es nicht umsonst war, über Leichen oder die Unattraktivität des Körpers, seine Vergänglichkeit und innere "Unschönheit" zu meditieren. Man findet dies in zahlreichen Werken von Analayo. Es spielt keine Rolle, ob es sich um Mönche oder "Normale" handelt. Die Gier, auch rein sinnlich betrachtet, sollte überwunden oder zumindest reduziert werden. Einen ähnlichen Gedanken findet man sogar bei A. Schopenhauer.


    Ein letztes Argument: In vielen Stellen des Pali-Kanons steht, dass ein Arahat keinen Verkehr mehr haben kann – es interessiert ihn nicht mehr oder er hat es bereits transzendiert.


    Abschließend betrachte ich dies als eines der wichtigsten Konzepte im frühen Buddhismus. Was später geschah und wie der Buddhismus heute verstanden wird, ist jedoch eine andere Frage. LG.




    Was mir noch einfällt: Der Buddha im Pali-Kanon betont stets, dass Nibbana nur für Mönche, also Asketen, erreichbar ist. Und das setzt die vollständige Überwindung der "Geschlechtsidentität" voraus. Es ist nicht mehr als eine logische Schlussfolgerung, oder?

    Erstmal gibt es das biologische Geschlecht, ein Spektrum mit zwei deutlichen Schwerpunkten, aber binär ist es nicht. Dann die Geschlechtsidentität, auch ein Spektrum. Und dann die sexuelle Orientierung, wieder ein Spektrum.

    Hm, Michael Haardt, was sagst du dazu?



    Quote

    A.1.1. Mann und Weib (I,1-10)

    So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene (*1) im Jetahaine bei Sāvattī, im Kloster Anāthapindika. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche. "Mönche!" sprach er. - "Herr!" erwiderten jene Mönche dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach:

    • "Keine andere Gestalt, ihr Mönche, kenne ich, die den Geist des Mannes so fesselt, wie die Gestalt des Weibes. Die Gestalt des Weibes, ihr Mönche, fesselt den Geist des Mannes.
    • "Keine andere Stimme, ihr Mönche, kenne ich, die den Geist des Mannes so fesselt, wie die Stimme des Weibes. Die Stimme des Weibes, ihr Mönche, fesselt den Geist des Mannes.
    • "Keinen anderen Duft, ihr Mönche, kenne ich, der den Geist des Mannes so fesselt, wie der Duft des Weibes. Der Duft des Weibes, ihr Mönche, fesselt den Geist des Mannes.
    • "Keinen anderen Geschmack, ihr Mönche, kenne ich, der den Geist des Mannes so fesselt, wie der Geschmack des Weibes. Der Geschmack des Weibes, ihr Mönche, fesselt den Geist des Mannes.
    • "Keine andere Berührung, ihr Mönche, kenne ich, die den Geist des Mannes so fesselt, wie die Berührung des Weibes. Die Berührung des Weibes, ihr Mönche, fesselt den Geist des Mannes.

    Anguttara Nikaya I.01-10


    https://www.palikanon.com/digha/d16_5.htm#16.5.8

    Als Kind habe ich immer gedacht:

    Menschen, das sind Kinder und Frauen.

    Männer sind irgendwas anderes.

    Ach, das kann ich mir nicht verkneifen.


    Ja, das Mädchen ist das Kind, das ist richtig. Klar, anders geht es nicht.

    Dann verwandelt sich das Mädchen plötzlich in die Frau. Entschuldigung, aber sie war schon immer die Frau, rein geschlechtlich gesehen. Die Absurdität entsteht nur durch ein Verwirrungsspiel mit den sprachlichen Begriffen und den Definitionen. Ach, richtig, Prasangika sagen doch, dass alles nur durch die Kraft der Benennung existiert. Kein Problem, oder? (Ironie).

    Was mir einfällt... Man braucht kein echtes KZ zu besuchen, zuerst alle existieren in meinem eigenen Geist. Dhammapada, die ersten drei Verse. So wie man die Hölle erschafft, so den Himmel im eigenen Geist.

    Mir scheint manche Geister kommen direkt aus der untersten Hölle auf diese Erde um andere derartig zu quälen.

    Ja, ganz genau, lol. Ich denke, man sollte immer die Sicht der Quantenphysik berücksichtigen. Alles entsteht durch und dank unseres verblendeten Geistes. Ach, das kann ich zitieren: 'Die Vorstellung einer objektiven Realität, einer materiell ausgeprägten Wirklichkeit, ist unzulässig und falsch', sagt H.P. Dürr, und er sagt weiter, dass es nicht mehr als die 'Konstruktion unseres Geistes' ist. Das entspricht total dem Dhammapada. Man kann das Leben als einen 'Alb-Traum' betrachten, denn unsere Art der Wahrnehmung täuscht uns buchstäblich. Oder wie es TB ausdrückt, die Dinge sind 'in der Realität' nicht so, wie sie uns erscheinen. Es erinnert an den 'Ego-Tunnel', wie es Thomas Metzinger ausdrückt. Danke für das Feedback, mukti ,weiter würde ich es nicht vertiefen. _()_ :taube:

    Ach so ich dachte an die nähere Umgebung, irgendwo auf der Welt gibt es so etwas wohl immer.

    Was mir einfällt... Man braucht kein echtes KZ zu besuchen, zuerst alle existieren in meinem eigenen Geist. Dhammapada, die ersten drei Verse. So wie man die Hölle erschafft, so den Himmel im eigenen Geist. Abschließend erinnere ich den Satz von Ajahn Amaro: 'Die Welt, die erkannt werden kann, ist nicht die Welt, sie ist unsere Version der Welt.' Und genau hier kann ich etwas verändern, wenn ich will.