Beiträge von Stawrogin

    Es gibt ja noch die Meinung das Retreats im Prinzip für denn Weg keine große Rolle spielen, da ja so oft nach denn paar Wochen die Praxis wieder aufgegeben wird, da der Umschwenk von 0 auf 100 in so einer kurzen Zeit passiert, wird es nur als quälend und unerreichbar empfunden. Man sollte lieber sich in Geduld üben und die Praxis so gut wie möglich in denn Alltag integrieren und das aber für eine lange Zeit..Es gibt ja auch Berichte von denn Erfahrungs-Geilen Neo-Hippies aus der ganzen Alternativ-Goa-Szenen, die im Prinzip nur diese Retreats machen um "Glückszustände" zu erreichen, also nach einem legalen High suchen... da muss man nicht blind sein um selber zu verstehen das es nichts mit dem Dhamma zu tun. Ich bin überzeugt das ein Retreat sehr gut sich für die Praxis auswirken kann, aber dafür muss man schon sehr ernst an die Sache rangehen.

    Ist es nicht so, das es zig verschiedene Vipassana Schulen gibt und jeder etwas anders lehrt? Von der sehr systematischen Herangehensweise eines Mahasi Sayadaw bis zur Ajahn Chahs Meditation ohne System, beinahe "Shikantaza-artig". Aber mal davon abgesehen, muss man glaube ich in jedem Retreat die Acht Ethikregeln (Sila) auf sich nehmen und mindestens das Handy auf vibrieren stellen:lol: (Muss man doch in Zen-Kreisen oder Dojos auch)


    Das Goenka leicht verschrien ist, habe ich auch mitbekommen, ob da was dran ist, weiß ich nicht. Hier äußert sich z.b Ajahn Mettiko zu Goenka und kritisiert manche seiner Punkte:


    Sehr unterhaltsame und interessante Vortragsreihe von Muho Nölke auf Youtube, wo er sich mit dem japanischen Philosophen Hitoshi Nagai auseinandersetzt und einem kleinen Buch von ihm, wo es um einen 14 Jährigen geht der sich mit seiner Katze über alle möglichen existenziellen Dinge unterhält. Ich verlinke hier mal die Playlist. Muho wird wohl nach einer Pause weitere Teile hochladen.


    Penetre und Ich, Playlist/Muho

    Empfehlenswerte Dokumentation die ich heute auf Youtube gefunden habe:




    -

    Wat Pah Nanachat (Thai: วัดป่านานาชาติ, Deutsch: „Internationales Waldkloster“ oder „Kloster der vielen Länder“) ist ein buddhistischer Tempel (Wat) in der Nordostregion von Thailand, dem so genannten Isan. Wat Pah Nanachat gehört der thailändischen Waldtradition des Theravada-Buddhismus an. Es liegt im Landkreis (Amphoe) Warin Chamrap in der Provinz Ubon Ratchathani im Tambon Bung Wai.Weltweite Bekanntheit hat Wat Pah Nanachat dadurch erlangt, dass es als eines der wenigen Ausbildungsklöster für Bhikkhus in einem der Stammländer des Theravada ist, in welchem auch grundsätzlich auf Englisch gelehrt wird. Gegründet wurde es im Jahre 1975 auf Initiative des ehrwürdigen Ajahn Chah hin, der dem zunehmenden internationalen Interesse (vor allen Dingen aus Großbritannien) an dem Lebensstil eines Waldmönches der Theravada-Tradition einen angemessenen Rahmen bieten wollte.

    Der erste Abt von Wat Pah Nanachat wurde Ajahn Sumedho, ein US-amerikanischer Bhikkhu, enger Schüler von Ajahn Chah, der im Wat Pah Pong – dem Stammkloster Wat Pah Nanachat – von diesem ausgebildet wurde.Schüler des Klosters leben heute weltweit in neu gegründeten Klöstern und klösterlichen Gemeinschaften. Unter dem Sammelbegriff der so genannten Forest Sangha haben diese sich lose organisiert. Größtes Kloster dieser westlichen Gemeinschaft ist das Kloster Amaravati, dessen Abt gegenwärtig wiederum der ehrenwerte Ajahn Sumedho ist. Es liegt etwa 50 km nördlich von London. (Quelle: Wikipedia)

    Ich glaube, ich habe etwas, was deinen Suchkriterien entspricht, nämlich die Majjhima Nikaya (die mittlere Sammlung) Übersetzung von Kurt Schmidt. In der Inhaltsübersicht steht folgendes:


    In der sehr umfangreichen kanonischen Literatur des Buddhismus nimmt der Majjhimanikaya eine hervorragende Stellung ein, weil in ihm die wichtigsten Reden und Gespräche Buddhas gesammelt sind. Diese ältesten Stücke der buddhistischen Überlieferung wurden teils schon zu Buddhas Lebzeiten, teils kurz nach seinem Tod, auf dem 'ersten Konzil' in ihrem Wortlaut festgelegt. Erst rund fünfhundert Jahre später aber erhielt der Kanon und damit auch der Majjhimanikaya seine endgültige, heute vorliegende Gestalt. Vieles war hinzugefügt und das Alte, Ursprüngliche überarbeitet worden. Will man erfahren, was Buddha wirklich gelehrt hat, so muss man hier reinlich scheiden. Dies ist in der hier vorliegenden kritischen Standardübersetzung von Kurt Schmidt versucht worden, und zwar so, dass der Leser selbst erkennen kann, was echt und was spätere Zutat ist, und dies in einer Form, 'wie der Buddha hier und heute wohl lehren würde: in der Sprache unserer Zeit, mit heute gebräuchlichen Ausdrücken, klar und anschaulich. Für alle Freunde der Buddhalehre ist dieses Buch wichtig für ein tieferes Verständnis.' (Buddhistische Monatsblätter)


    Als ich anfing die mittlere Sammlung öfters zu lesen, hatte ich ähnliche Probleme wie Du und so fand ich die Übersetzung von Kurt Schmidt ziemlich hilfreich zum damaligen Zeitpunkt. Die Sprache mutet tatsächlich zeitgenössischer an und zum anderen sind die Wiederholungen beinahe fast ausgelassen worden. Allerdings habe ich öfters gelesen, das die Übersetzungen zum Teil gravierend falsch sind und das wichtige Inhalte der Lehre dadurch abhanden gekommen sind. Ob das so stimmt weiß ich nicht, mit der Zeit empfand ich sogar gefallen an denn Wiederholungen, weil es sich so besser "einbrennt" ins Gedächtnis und die neue Übersetzung von Ajahn Mettiko (Kay Zumwinkel) ist herausragend, nicht nur die vollständigkeit des Majjhima Nikaya sondern auch die Sprache, die sehr prosaisch und "heutig" ist. Jedenfalls kannst Du es mit der Fassung von Schmidt versuchen, hier ist die komplette Version online, du musst lediglich immer unter Kurt Schmidts Fassung der einzelnen Suttas klicken:


    Majjhima Nikaya


    und als Buch:


    Buddhas Reden Die Sammlung der mittleren Texte des buddhistischen Pali-Kanons = Majjhimanikaya: Amazon.de: Bücher


    Viel Spaß!

    Also, ich bin mal durchgeflogen durch die ganzen Antworten, bis auf Void, hat kein einzigster User VERSUCHT - ERNSTHAFT an das Thema ranzugehen, die ganzen Alu-Hut Sprüche könnt ihr euch mal echt in denn Arsch schieben, Weil (sorry das mein Ton eine Vulgarität annimmt) ich es halt so richtig schon erahnen kann, dieses selbstgefällige, bürgerlich-arrogante, denn kein einziger von euch hat wirklich denn geposteten Vortrag angeschaut. Bis dahin, lohnt sich über das Thema eh nicht zu reden.

    Gewöhne Dir das was ich Dir rot angestrichen habe lieber ab Stawrogin . Dann kommst Du glaubwürdiger rüber, wenn Du seriöses Deutsch schreibst & sprichst. Ach jetzt bin ich der Oberlehrer. Aber das irritiert mich immer ein bisschen, wenn man ein Superlativ einbaut, obwohl es unnötig ist weil es doch nur ein ,,einziger" ist. Superlative sind ja dazu da, wenn es mehr als eine Sache oder Mensch (bzw. ein anderes Lebewesen) ist, aufzuzeigen, dass es am meisten dieser Eigenschaft besitzt.


    Merke es Dir einfach für das nächste mal.

    Was? :lol::rofl:

    Ja, ich sage ja auch nicht, das ich davon überzeugt bin das außerirdische oder gar andere Intelligenz dahinter stecken muss. Ich finde es nur wichtig dennoch nicht die Augen zu verschließen, natürlich weiß ich selber, das letztendlich, immer noch kein keiner es mir zu hundertprozentig beweisen kann. Allerdings, laut Papieren vieler Untersuchungsbehörden der verschiedensten Militärs, darunter hochkarätige, die nicht nur sagen, das da ein Phänomen ist das sie nicht erklären können, sondern noch behaupten, das dahinter eindeutig Intelligenz steckt, die so anders ist, das es einfach nicht möglich ist, das es irdisch ist. Wie z.b in diesem Video:




    oder hier eine Schilderung eines ehemalige Offiziers der US-Luftwaffe über die Verbindung von UFOs und Atomkraftwerken:



    Ich könnte noch unzählige Videos posten, da es aber wahrscheinlich die wenigstens nicht anschauen werden, hier zum schnellen durchlesen von wirklich, paar sehr interessanten Ufo Fällen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/liste_von_ufo-sichtungen#teheran-zwischenfall


    https://de.wikipedia.org/wiki/belgische_ufo-welle

    --


    Ahja und hier ein sehr schönes Video um sich zu vergegenwärtigen in welcher Lage wir uns im Universum befinden:erleichtert:



    Warum ist eine Familie, das natürlichste das ein Mensch hat,

    Begehren und somit schlecht für dich?

    Natürlich ist eine Familie zu haben aus weltlicher Perspektive betrachtet nichts schlimmes und wie du selbst sagst, das natürlichste überhaupt. Aus der Sicht des Dhamma gibt es eigentlich da zwei Positionen die, die Familie betreffen, die eine ist für die Laien bestimmt und wohl für die meisten Buddhisten: Die Familie stärkt einen und gibt Halt, sie erleichtert durch das Zusammensein das Durchhaltevermögen das Dhamma zu studieren und in die Praxis umzusetzen. Die Familie motiviert eben.


    Die andere für die Monastischen: Familie bedeutet eben die erste edle Wahrheit: Alles bedingte ist Leid. Eine Familie zu haben bedeutet eben aus der absoluten Sicht des Dhamma: Alter, Krankheit und Tod. Eben die Vergänglichkeit und somit Leid. Familie bringt Anhaftung hervor, es klingt zwar sehr unmenschlich und kalt, aber so verhalten sich halt oft Wahrheiten, so sehr nicht menschlich. Mache doch ein Experiment und denke kurz an einen sehr geliebten Menschen von Dir und stelle dir vor wie er genau JETZT stirbt. Das was da kurz in dir aufscheint ist eben Anhaftung an der Welt, an der geliebten Person, an Dir und genau DAS ist Dukkha.

    Kann es nicht auch sein das wenn die Praxis fruchtbar ist sich diese Fragen gar nicht stellen?

    Es kann alles sein, aber diese Frage wurde eben vom Threadersteller gestellt.:lol:

    Spaß beiseite, die Frage ist halt, was Du unter einer fruchtbaren Praxis verstehst und was du vorhast.


    Ist es nicht auch ein begehren/anhaften an die lehre welches leid erzeugt?

    Unfähig die Wirklichkeit zu sehen da der Geist in Konzepten verstrickt ist?

    Durchaus, das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

    -

    Dein Geist ist ja auch in Konzepten verstrickt wie die Lehre sein soll und wie sie nicht sein soll, was jetzt zeitgemäß ist und was nicht oder eben das alte Hemd von dem sogenannten Konzept der Konzeptlosigkeit.

    Steht es nicht jedem Menachen zu "Lehren" aller art für sich selbst zu überprüfen? Und Schlüsse daraus zu ziehen wie viel davon in der heutigen Zeit sinnvoll ist und wie viel davon nur neue Illusionen abseits der Wirklichkeit entstehen lässt.

    Wir leben ja hier in einer Demokratie, du kannst lassen und tun was du willst. Ich halte die Buddhistische Lehre für Zeitlos, was soll man da auch ändern? Nur weil Zölibatäres Leben als Rückständig und primitiv bei vielen Zeitgenossen gilt, heißt es ja lange nicht, das es auch so ist. Der bekannte Spruch vom Buddha ist ja:

    Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat.
    Glaube nichts, weil alle es glauben.
    Glaube nichts, weil es geschrieben steht.
    Glaube nichts, weil es als heilig gilt.
    Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt.
    Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

    Meiner Meinung nach kann das, wenn das nicht fest in das Dhamma eingebettet ist, in einen Irrtum führen, in eine art Egoistisches Dilemma, weil man dann anfängt, das neoliberale Konsum-Spiel unseres Alltages zu betreiben, man will alles haben und irgendwie auch nichts, nicht einen Kuchen sondern 50 und von jedem nur ein Stück oder ein halbes und am ende bleibt nur ein schweinischer Tisch übrigt voll mit abgebissenen Stücken. Und außerdem, will man ja eh nur das als wahr erkennen was man auch als wahr erkennen will.

    Und wie du das mit dem schmieden im kontext von der bereits verwässerten lehre meinst weis ich nicht da ich die sogenannte steinzeizideologie weder befolge noch verteidigen möchte.

    Passt schon.

    ...und wie gesagt in det jap Zen tradition ist es anders.

    ...

    Was ist denn in der Japanischen Zen Tradition anders? Hat nicht Dogen zum Ende seiner letzten Jahre behauptet das die endgültige Befreiung ohne das Monastische Leben nicht möglich wäre? Und hat dieser Herr, genauso wie alle möglichen anderen Zen-Patriarchen nicht zufällig enthaltsam gelebt? Der Zen-Buddhismus baut doch auch ursprünglich ebenso auf denn Agamas auf, also auf Texten die ziemlich ähnlich dem Tipitaka sind, also dem Pali-Kanon und soweit ich weiß enthaltet dieser das Patimokkha, in Sanskrit: Pratimoksha, wo unter anderem das "Zölibat" gefordert wird. Also so what? Wenn zum Beispiel, Abt Muho nicht enthaltsam lebt ist es doch vollkommen Okay, bei all meinem Respekt für Ihn, aber aus der Sicht des Dhamma und der Logik die daraus entspringt, muss da eben noch Begehren sein auch wenn es nur ein klitzekleiner Funke ist. Und man folgt ja dem Dhamma und der Logik die daraus resultiert und nicht die von Hegel, Zeugen Jehovas oder der Frutarier.

    Ich habe auch nicht vor die Lehre zu verwässern das ist schon lange gescheehen.

    Naja, du meinst eher die Lehre so zusammenschmieden, das es möglichst Hipp und lässig ist über sie beim Brunchen zu reden ohne sich verteidigen zu müssen das man einer radikalen Steinzeit-Ideologie folge?

    Also, ich bin mal durchgeflogen durch die ganzen Antworten, bis auf Void, hat kein einzigster User VERSUCHT - ERNSTHAFT an das Thema ranzugehen, die ganzen Alu-Hut Sprüche könnt ihr euch mal echt in denn Arsch schieben, Weil (sorry das mein Ton eine Vulgarität annimmt) ich es halt so richtig schon erahnen kann, dieses selbstgefällige, bürgerlich-arrogante, denn kein einziger von euch hat wirklich denn geposteten Vortrag angeschaut. Bis dahin, lohnt sich über das Thema eh nicht zu reden.

    Carl Sagan, Der Drache in meiner Garage - “Der Drache in meiner Garage” – die komplette Rezension – Astrodicticum Simplex

    hier die komplette Rezension.


    Was den einen ihre UFOS sind, sind den anderen ihre Marienerscheinungen. Es ist eine Frage der Wahrnehmung im jeweiligen Kontext.

    Naja, in aller erster Linie sind UFOs unidentifizierte/unbekannte Flugobjekte, also eine physikalische Tatsache die oft von Radaren aufgezeichnet wurde. Da ist halt nichts mit glauben, schaue doch bitte das obige Video an.

    Ich beschäftige mich zur Zeit wieder mal ein wenig mit Ufos, ich würde gerne hier ein Video posten, das wirklich perfekt und tief in die Materie einführt:



    Was haltet ihr von UFOs? Hat sich jemand mal damit näher beschäftigt? Oder tut ihr es als Spinnerei ab? (Falls ja, dann bitte das oben genannte Video anschauen :grinsen:)

    Wer sagt denn eigentlich das wir alleine in diesem unendlich großen Universum sind? Das man oft davon ausgeht, das es kein Leben auf anderen Planeten gibt ist wohl menschliche Arroganz und natürlich muss das Leben auch nicht so aussehen wie wir es uns vorstellen, das nennt man auch in Fachkreisen Kohlenstoffchauvinismus. Ich bin davon überzeugt, das wir nicht alleine in diesem Universum sind und dann macht die Reinkarnationstheorie natürlich mehr Sinn.

    Aber mal zurück zum eigentlichen Thema:


    Ich lese gerade Heideggers "Sein und Zeit" und das ist für mich sowas wie ein philosophischer Porno. Wer fühlt ähnlich?

    Das verdinglichte Gestell des Daseins verweilt in der Seinsvergessenheit und findet die Katharsis im Seyn :lol:


    Über Brigitte lesende Großstadt Tennis-Mütter mit Mala-Ketten die Bärlauch-Pesto essend über exotische Trips nach Südamerika quatschen.


    Wie man sieht, gibt es auch andere Menschen, die genau solche KlischeeTanten treffen durften. Und diese Gattung ist noch nicht einmal selten anzutreffen, das ist es ja.

    Ich bin mehr als traumatisiert davon, glaube mir.

    Dann sag dich bitte auch, über wen du hier die ‚volle Wahrheit‘ verkündest, bitte.

    Über Brigitte lesende Großstadt Tennis-Mütter mit Mala-Ketten die Bärlauch-Pesto essend über exotische Trips nach Südamerika quatschen.

    :rofl::like:

    Die Idee war da , dass Philsophie und Theorie nicht die einzigen Wege waren, "etwas rüberzubekommen" sondern dass auch die Kunst den Menschen "bilden" und transformieren kann.


    Ja, genau void.


    Die Kunst ist ein wichtiger Aspekt. In der Moderne haben wir einen hohen Stellenwert den abstrakten Künsten eingeräumt - was aber nichts mit Ästhetik im klassischen Sinn am Hut hat. Ayn Rand meinte z.B: Im Kunstwerk erkennt man die ganze Philosophie des Künstlers. Das sehe ich genau so. Bei den klassischen Werken kann man dann von einer "edlen Seele" sprechen, wie etwa die Gemälde von Raphael. "Moderne Kunst" weist einen erheblichen Anteil an destruktiven Elementen auf, ist fast zu 100% nihilistisch. Man versucht zwar, sein Gemälde zu erklären, aber das funktioniert nur bei verkopften Akademikern, die einfach kein Veto einlegen wollen/möchten, weil der Künstler ja gerade angesagt ist oder eine wichtige Gallerie hat oder einen prominenten Gönner im Rücken. Fühlen kann man solche Werke jedoch nicht, und dies weiß auch zumeist der Künstler - er ist verarmt an "Seele", darum muss er abstruse Erklärungen hinzufügen und "Intentionen".


    Naja, der Kunstbegriff und sein Verständnis wurden ja erheblich ausgeweitet, eben mit der Beginn der Moderne eines z.b Malewitsch oder eines Duchamps, später Beuys... es aber lange noch nicht heißt, das man ihre Arbeiten nicht "fühlen" kann. Auch der Begriff der Ästhetik wurde erweitert, mann kann eben ästhetische Qualitäten auch in einer Abstraktion eines Rothko (Wo sogar bekannt ist, das Leute in Trance verfallen, wenn sie seine Bilder länger anschauen) oder einer beliebigen Installation sehen, wo im Prinzip alles stehen kann von einer Toilette, einer Metallstange bis Aquarien oder nichts im Raum, der Ästhetische Eindruck kann aber genauso überwältigend, wenn nicht sogar darüber hinaus gehen wie bei Raphael oder anderen Renaissance Künstlern, die eben nicht so weit gingen denn Raum einzubeziehen wie es die Moderne gemacht hat. Auch das die zeitgenössische Kunst "nihilistisch" sei, halte ich für Quatsch, natürlich hat man oft von guter Kunst einen verstörenden Beigeschmack, wie z.b Bruce Nauman, Francis Bacon, Philip Guston, Dekooning, Richard Serra, Christopher Wool oder eben auch die alten: Goya, Caravaggio, Bosch oder Velazquez oder man schaue antike Plastiken an wie die Laokoon-Gruppe an, ich würde sogar behaupten das gute Kunst zwar nicht schockieren muss, sondern etwas existenzielles hinterlassen muss, das eben das Unbehagen an der Existenz verdeutlicht, das muss lange nicht heißen das es immer bitterernst und dunkel hergehen kann, es kann durchaus sehr lyrisch passieren, man schaue sich Werke von diesen beiden Videokünstlern an: Bas Jan Aders und Francis Alys, wo die Tragikomödie des Lebens auf eine "lockere" Art porträtiert werden, oder auch Popart: ich halte Warhol oder Roy Lichtenstein für einer der größten Künstlergenies und Ästheten des 20 Jhr. Überhaupt habe ich das Gefühl, das an dem Beispiel des Künstlers der "verarmt an Seele" ist, gerade die Künstler die meinen das große seelische abzubilden oft als Kitsch enden, man schaue sich heute mal Klimt an, das ist reinster Kitsch, wenn man es mit der Avantgarde in Paris vergleicht zur gleichen Zeit, was dort abging zu Klimts Zeiten oder gerade Künstler die sich an der "alten Ästhetik" orientieren: Symbole, Pferde, Meere, Frauen eine art Neo Rauch oder so, oder auch Salvadore Dali für surrealen "Seelenkitsch" wo alles bis zum geht nicht mehr so verdinglicht ist, das auch der dümmste versteht, AHA da ist eine schmelzende Uhr, also ist Zeit = Vergänglichkeit... Ich finde es halt unfair das jeder zweite immer meint über die zeitgenössische Kunst herzuziehen obwohl keiner sich mal länger damit ausereinandergesetzt hat, da werden die wildesten Spekulationen immer so leicht geäussert: Alles ist nur Connection, Da gibts keine Seele wie "früher", Kunstmarkt (Obwohl schon damals die Künstler für die Könige am Hof arbeiteten) usw. Zum Abschluss ein Bild von John Baldessari:


    baldessari_tipsforartists.jpg

    Ja, ich weiß im nachhineinen habe ich mich ergiebiger damit beschäftigt und einiges machte Sinn, naja Sinn im Sinne der Lyrik, des unsagbaren und doch sagbaren, du weißt schon. Allerdings ging es mir damals weniger um die Art, sondern um die altdeutsche Sprache mit der ich deutlich zu kämpfen hatte, Wahrscheinlich noch mehr, weil ich Ausländer bin. Aber danke für denn Tipp, zum Beispiel interessiert mich Novalis sehr, ich aber damals durch Hölderlin von ihm abgeschreckt war, vielleicht helfen ja die Bänder.