Beiträge von Sherab Yönten

    Mir gefällt der Begriff "Lehrer" nicht, Schüler aber auch nicht. Dabei denke ich immer an Schule,an meine damaligen Lehrer und an Noten (Leistungsprinzip) . Das "Schüler - Lehrer Verhältnis" im Buddhismus ist aber etwas anderes wie an einer normalen Schule. Spiritueller Lehrer macht da schon eher Sinn, aber spiritueller Schüler :? klingt auch irgendwie blöd.

    Gibt es im Theravada zu dem Thema "Kostbare menschliche Existenz" auch entsprechende Erklärungen?


    Im Vajrayana werden verschiedene Bedingungen aufgezählt, die ein Dasein als Mensch kostbar machen. Z.B. wenn man in einem "zentralen Land" geboren wird wo es die Möglichkeit gibt, authentische Lehrer zu treffen oder ob man psychisch gesund ist u.s.w.

    Kann jemand noch mal kurz erklären, was "palliative Sedierung" ist?

    Ich kann mich nicht erinnern, dass dieser Ausdruck in meiner Patientenverfügung vorkommt, ich würde aber bei Gelegenheit auch noch mal nachschauen.

    aber ich habe das Gefühl wenn Preise für Dinge wir Retreat und Aufenthalte in Klöstern so hoch sind dann schließt es Menschen mit niedrigen Einkommen aus und generiert das Gefühl wenn du halt nicht so gesellschaftlich angekommen bist/gut funktionierst dann bist du halt nicht willkommen

    Das Mitgefühl im Vajrayana verbietet eigentlich eine solche Sichtweise.

    Und dann bekommt man auch oft von buddhistisch Praktizierenden zu hören „naja wenn du es wirklich willst, dann schaffst du das schon“ oder sowas wie „Dann musst du halt mehr meditieren und den Buddha darum bitten.

    Die Wichtigkeit von Wunschgebeten wurde ja bereits im Obdachlosen Thread angedeutet. Solche Sätze sollten dich wahrscheinlich motivieren.


    Im Zentrum, wo ich regelmäßig hingehe gibt es das Danaprinzip, worüber ich sehr froh bin - ein Grund (neben weiteren) weswegen ich auch gerade dieses Zentrum ausgewählt habe, denn ich kann teilhaben, auch wenn ich weniger geben kann als andere und werde dafür weder stigmatisiert, noch dazu angehalten dann doch weniger Veranstaltungen zu besuchen. Ich würde mir sowas für Retreats auch wünschen.

    Hast Du denn mit Deinem Lehrer bereits über Deinen Wunsch gesprochen? Vielleicht reicht auch ein Wochenende zu Hause (zunächst) aus ? Das kostet nämlich gar nichts, außer Zeit :)

    Meine Begegnungen mit Obdachlosen haben zu meiner Überraschung auch gezeigt, dass manche mit ihrer Situation relativ zufrieden sein dürften

    Lieber Markus, ich glaube, dass das eher die Ausnahmen sind. Nach den Erzählungen des Frankfurter Obdachlosen ist der Alkohol oder eine andere Sucht hauptsächlich dafür verantwortlich, in die Obdachlosigkeit abzurutschen. Die meisten Menschen können einfach nicht aus der Obdachlosigkeit wieder heraus, weil sie nicht erkennen, dass sie eine Therapie brauchen. Erst diese Selbsterkenntnis führte dazu, dass der Erzähler es tatsächlich schaffte, nach 20 Jahren auf der Straße wieder eine Wohnung zu bekommen. Eine Sucht ist ja nun das genaue Gegenteil von "Freiheit".

    Ich empfinde es auch manchmal schwierig zu entscheiden, ob richtiger oder verkehrter 8-fache Pfad.


    Ob manches nun begehren ist oder nicht.

    Ist es nicht eine Frage der Anhaftung?

    Vorgestern haben meine Frau und ich geplant, gestern Nachmittag ins Kino zu gehen (Begehren), gestern hat sie nach ihrem Dienst gemeint, sie hätte nicht so gut geschlafen und hätte nicht unbedingt mehr Lust und Energie für Kino. Ich konnte die Vorstellung "Kino für gestern Nachmittag" sofort loslassen und war mit ihrem Vorschlag einverstanden. Anhaftung an den Wunsch, unbedingt gestern ins Kino zu gehen, war so gut wie gar nicht da obwohl Begierde (bei der Idee der Planung) schon vorhanden war. :)

    Natürlich gibt es auch Anhaftungen, die klebriger sind. :nosee:

    Und da werden die eher zu viel als zu wenig löschen - die Gefahr von Zensur steigt.

    Den Zusammenhang versteh ich noch nicht. Wenn Upload Filter eingesetzt werden, die das Ziel haben das Urheberrecht zu schützen (hier kann ich durchaus die Argumente der Künstler verstehen) wäre doch nicht wirklich die Gefahr von Zensur größer? Zensur würde ja bedeuten, dass der Staat den Medien verbieten würde, konkrete Inhalte zu veröffentlichen.

    Ich sehe eher die Gefahr, dass You Tube u.s.w. nicht mehr kostenlos im freien Internet zur Verfügung stehen würde, wenn sie die Beiträge, die sie den Künstlern zahlen müssten, an die Konsumenten abwälzen würden.

    Liebe Schneelöwin, ja - für mich fühlt sich die Sichtweise meiner Lehrerin SEHR stimmig an. Ich habe mich nur ein wenig geärgert, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin :roll: , an Wunschgebete zu denken. Wahrscheinlich war es zu offensichtlich. :?


    Und vielen Dank auch für Dein Feedback, es freut mich sehr, dass ich durch diesen Thread dazu beitragen konnte, dass Du nun "einiges klarer siehst" :hug:

    Habe eben mit meiner (buddhistischen) Lehrerin über Freigebigkeit geredet. Sie meinte zu dem Thema, dass es letztlich auf "bedingungsloses Geben" ankommt. Wenn man meint, es besteht die Gefahr, dass die Gabe "missbraucht" werden könnte, dann könnte man darüber hinaus auch noch Wunschgebete machen: "Möge der Adressat dieser Gabe das für ihn richtige daraus machen!" Wichtig wäre, wie Freigebigkeit im eigenen Geist wirkt.

    Google mal in deiner Stadt nach obdachlosenhilfe, kleiderkammer etc.


    Es könnte sein, dass ich fündig geworden bin:


    Einfach machen - Viele reden darüber, Nicole und Holger tun es: Freiwillige Hilfe für Obdachlose in Wiesbaden organisieren - sensor Magazin - Wiesbaden - Fühle deine Stadt



    Es scheint allerdings so, dass ich mich deshalb extra auf Facebook anmelden müsste :nosee:


    Oder hier: :)


    Teestube - Diakonisches Werk in Hessen und Nassau e.V. Regionales Diakonisches Werk Wiesbaden

    Vielleicht hier?

    Das sind wohl nur Live Übertragungen oder?

    Wegen dem Zeitunterschied nach Indien war es ja für Europäer schwierig, die Übertragungen live zu verfolgen.

    Dafür gäbe es manchmal auch die Möglichkeit, sich im Nachhinein die Aufzeichnungen anzuhören.

    Es gibt bei den Veranstaltungen vom Dalai Lama auch immer die Möglichkeit, gebrannte DVDs zu kaufen.

    Kennt jemand dazu den Link?

    Liebe Schneelöwin,


    danke für den Link zur organisierten "Bettelmafia".


    Ich frage mich, was die EU tut, um die Situation in ihren ärmsten Mitgliedsländern zu verbessern.

    Welche Europäische Entwicklungsprojekte gibt es in Rumänien und Bulgarien ?


    Ich werde mal unseren Europaabgeordneten anschreiben.

    Vor der Wahl des Europäischen Parlaments darf man ja sogar auf Antwort hoffen.


    Zu den Verstümmelungen: Ich habe gehört, dass dies in Indien/Pakistan/ Bangladesh noch viel extremer praktiziert wird.


    Die Obdachlosen, die keine Hilfe vom Staat wollen, die wollen auch nicht unser Geld - nur aus der Not oder vielleicht aus der Sucht heraus.

    Die Erzählungen vom Frankfurter EX Obdachlosen klangen anders. Er hatte sehr intensiv gebettelt, solange bis er seine 14,- DM pro Tag zusammen hatte. Das reichte damals aus für Alkohol, Zigaretten und etwas zu Essen. Zusätzlich hat er dann die damals wenigen Anlaufstellen (Bahnhofsmission) aufgesucht, die Essen kostenlos verteilten.


    Ein interessanter Aspekt waren auch die Berichte zu den Obdachlosen Zeitungen. In Hamburg wäre das zum Beispiel "Hinz und Kunz". Die Obdachlosen bekommen diese Zeitungen im Einkauf auch nur gegen Bezahlung. Ich glaube, erzählte was von 2,- DM. Sie müssen dann gleich ein Paket von 20 Zeitungen kaufen und versuchen, dieses Paket für (damals) 4,- DM pro Zeitung zu verkaufen. Er meinte, er könnte sich was besseres vorstellen, wenn er 40,- DM zur Verfügung hätte als auf das Risiko sitzen zu bleiben, die Zeitungen nicht verkaufen zu können.


    Meine Idee ist, wenn Obdachlose warme Kleidung, Decken im Winter benötigen, dass man Brennpunkte besucht und sich vielleicht dort kurz aufhält und ein Schild umhängt zu verschenken.

    Dazu bräuchte man aber ein Auto. Mit öffentlichen Verkehrsmittel die Sachen von A nach B zu transportieren wäre für mich schon recht aufwendig bzw. ich müsste mehrmals dorthin fahren.


    Am besten wäre es, wenn man genau weiß, welche karitative Organisation konkret Obdachlose unterstützt, die sich in der Szene auskennt.


    Hat jemand eine Idee?

    Das ist richtig, dass nur ein Teil der Wohnungslosen auf der Straße lebt:


    Wohnungslosigkeit – Wikipedia


    Zur Schieflage beim sozialen Wohnungsbau hätte man aber durchaus eine eigene Sendung ausfüllen können.


    Ich bin in meinem Umgang mit Bettlern gespalten und weiss da auch nciht so recht, was ich machen soll.

    Bettler ist auch noch mal ein zusätzlicher Begriff, denn es betteln auch manche Menschen, die eine Wohnung haben wo das Hartz 4 Einkommen aber hinten und vorne nicht ausreicht. Diese Menschen haben aus unterschiedlichen Gründen keine Möglichkeit der Aufstockung von Hartz 4.


    Wer eine Wohnung heute verliert, der landet wesentlich schneller in der Obdachlosigkeit wie vor 10 Jahren (lt. Maischbeger), hinzu kommt die große Konkurrenz aus Osteuropa, die die Freizügigkeit des Schengener Abkommens ausnutzen, um hier durch Betteln und Pfandflaschen mehr zu verdienen wie der Mindestlohn in ihrem Heimatland (Quelle: Ebenfalls Maischberger Sendung).

    Gestern die Maischberger Sendung gesehen. :)


    Danke nochmals für das Einstellen des Links :like:


    Interessant wie unterschiedlich der Berliner und der Frankfurter EX Obdachlose mit der Situation umgegangen sind.


    Beide waren alkoholkrank, der Berliner schämte sich aber zu betteln und sammelte Pfandflaschen, achtete auf Hygiene, der Frankfurter kannte beim Betteln keine Hemmungen und stank manchmal unerträglich, so dass aus der Straßenbahn rausgeschmissen wurde.


    Mache Nachts Deinen Schlafsack nicht zu, es könnte sein, dass man ihn anzündet; dann bist Du schneller draußen


    Frau Maischberger weiß was man einem Obdachlosen-Anfänger als erstes rät:


    Das war Judith Rakers, die in einem Selbstversuch 30 Stunden lang Obdachlosigkeit "gespielt" hat:


    Judith Rakers Selbstversuch: 30 Stunden obdachlos - TV & Medien - Kultur & Live - Hamburger Abendblatt


    In Frankfurt wurde der "Hammermörder" bekannt:


    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/die-geschichte-des-frankfurter-serienmoerders-arthur-gatter;art675,2858387


    Sie bekam tatsächlich den ernst gemeinten Rat ihrer benachbarten Schlafgenossen, man solle den Schlafsack lieber nicht zumachen. Das Thema Gewalt gegenüber Obdachlosen wurde in der Sendung auch ein wenig thematisiert.


    Leider hat man einen Großteil der Sendung dadurch verschwendet, dass man über Wohnungspolitik geredet hat, Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden anwesenden Ex Obdachlosen mehr zu Wort gekommen wären.