Posts by Fǎ Fá

    Wem hast Du denn diese Erläuterung gegeben und was haben Deine Zuhörer dazu gesagt?

    Was war das für eine Situation, dass es dazu kam?

    Und hat die Erläuterung den Leuten etwas genützt, sind sie noch einmal darauf zurückgekommen, oder haben sie es nur höflich zur Kenntnis genommen?


    Gespräch mit einem Kollegen in der Mittagspause, der mich darauf ansprach.

    Den letzten Satz kann ich nicht beantworten, aber mein Kollege war soweit zufrieden mit der Antwort. Mehr wollte er auch nicht wissen. Er konnte nur nicht einschätzen, ob es um Gott geht oder um "keinen Gott".

    Hm ich weis nicht wiso aber irgend wie ist glaube ich gerade was aufgegangen. Danke .

    Jenseits des eigenen Verlangen hast Du eben die Möglichkeit, die Entscheidung was Du essen willst, nach anderen Kriterien zu fällen:


    - weniger Leid (Vegetarismus)

    - Schonung des Geldbeutels des Gastgebers, wenn er nicht viel Reichtum hat

    - Gesundheit

    etc

    Es geht mir doch nicht um Elitär es geht lediglich darum das man als Buddhist, wen man zwischen gut und schlecht unterscheidet, sich eine weitere Fessel anlegt und das man im umgang mit anderen Menschen auf solche unterscheidungen nur schwer verzichten kann.

    Es gab da mal einen Buddhisten, Leiter eines großen Verbandes, von dem wollte ich selbst als nicht Buddhist nichts hören, weil seine Sprache unheimlich viel Leid produziert hat.

    Buddhismus ist eine Modereligion. Es gibt kein Buddhist vs. Massenstandard.

    Es gibt nur Menschen, die miteinander kommunizieren und man sollte sich aus meiner Sicht recht bemühen, sich mit anderen zu verständigen, dass man dem Begriff der Verständigung gerecht wird.

    Das ist aber kein buddhistisches Problem, sondern Kommunikationsalltag.

    Und wie geht man den Kommunikationsalltag an? Indem man sich in Achtsamkeit übt und versucht, Mitgefühl für den anderen zu entwickeln, mit ihm eine gemeinsame Ebene zu finden. Definitiv nicht, indem man jemanden unachtsam sein auswendig gelerntes Fachvokabular an den Kopf knallt.

    FaFa wollte damit sagen, dass diese Veranstaltungen Schwindel sind. Selbst bei mir in der Straße hat jemand gewohnt, der mir "alle meine bisherigen Inkarnationen aufzeigen kann" - natürlich nur gegen Geld versteht sich.

    Das sollte eine Art Analogie sein.

    So wie sich ein Ich generiert, das sich für "nicht Standard" hält und die eigene Unfähigkeit, sich auf andere Menschen einstellen zu können, als besonders buddhistische Tugend darstellt, generieren sich Menschen in Reinkarnationserinnerungen gerne als besondere Persönlichkeiten und nicht als "Standardteil der Masse". Bisweilen liest man ja von mehr Menschen, die Könige waren, als von solchen, die über ihre Erfahrung als Schmeißfliege berichten :)

    Das mit der "Elitären erleuchtung" und der "Standartbevölkerung" hast du wohl total in den Falschen Hals gekriegt. Es ist halt do das die mehrheit der Welt sich nicht mit Buddhismus beschäftigt und daher ist es eher so das die Merheit(also der "Standart") begriflichkeiten nutzt die Leiden erzeugen.

    du setzt doch eine Grenze.

    Du kreierst Dich als Ich, das sich vom Standard als abgegrenzt sieht und als Beispiel nimmst Du, dass Du Dich von Deinem Vokabular nicht lösen kannst, dass die Anderen nicht verstehen, was Dich als elitär (nicht Standardmensch hervorhebt).


    Ich sehe es ganz anders.

    Es ist eben weder eine Besonderheit, noch eine Tugend oder gar sonderlich buddhistisch, sich nicht auf andere Menschen einstellen zu können. Aber das gesteht sich dieses Ich nicht ein, das sich gerne über den Standard erheben will.

    Im sinne der rechten rede mag die antwort ja korrekt sein

    Ist es das? Jeder Mensch fühlt sich mal besser, mal schlechter.

    Statt rechter Rede ist das vielleicht auch eher ein Verstecken hinter irgendwelchen Worten, weil man Angst hat ehrlich zuzugeben, wie es einem geht.


    wie geht Ihr mit den begriflichkeiten der Standart Bevölkerung um

    Zum Glück bin ich Teil der Standardbevölkerung und habe diese elitären Erleuchtungsprobleme nicht.


    Alternativ könnte man auch fragen, wie man seine Achtsamkeit verbessern kann, um die für die Menschen und Situation richtige Sprache zu finden. So könnte man beispielsweise auch rechtes Bemühen darin zeigen, in einem Forum die Groß- und Kleinschreibung zu benutzen.


    Das ist ähnlich wie mit den Reinkarnationserinnerungen. Alle waren irgendwelche Könige und Superhelden. Keiner sagt: Ach ich war ein ganz mieser Dieb.

    Im Prinzip gibt es in allen ethischen Fragen immer wieder die Debatte, wie in Ausnahmesituationen zu verfahren ist.

    "Nicht töten"

    Gibt es Ausnahmesituationen? Ich war vor einigen Jahren zur 200 Jahr Feier des Stifters der Bahai-Religion. Dort gab es einige Beiträge von Forschern zum Thema Pazifismus. Interessanterweise hat sich das Ideal des Friedens immer dort konsequent durchgesetzt, wo es friedlich umgesetzt wurde. Systeme, die mit Waffengewalt Frieden durchsetzen wollten, konnten diesen nie langfristig verwirklichen.

    Tatsächlich? Was ist mit dem Konzept issara (Pali) bzw. īsvara (Sanskrit)? Kuckstu hier (Anmerkung 4 beachten).

    Nur kurz dazu. Den anderen Teil beantworte ich Morgen.

    Der höchste persönliche Gott, Ishvara, ist aber niemals mehr als Brahman, sondern ein Kristallisationspunkt von Brahman. Brahman bedeutet das Absolute. Es gibt also zwei Begriffe. Wenn hierzulande jemand Gott sagt, ist es für ihn das Absolute. Das ist im Hinduismus Brahman. Deswegen gibt es unter Hindus üblicherweise keine Streitigkeiten oder Missionierungen, denn alle Götter sind Aspekte des Absoluten. Sagt jemand hierzulande Gott, meint er ein allmächtiges, ewiges und allwissendes Wesen.

    _()_ als unwisender hoffe ich das mir jemand kurz den teil im pk verlinken kann der einen ewige gott ablehnt er würde mich sehr interesieren.

    Das Problem ist, dass unser jüdisch-christlich-islamisches Konzept, das wir meinen, wenn wir Gott sagen, in Buddhas Kulturkreis nicht existierte.

    Daraus kann man nicht ableiten, der Buddha hätte diese Vorstellung für richtig befunden, sondern der Grund, warum sich Buddha nicht zu diesen Konzepten positionierte, war, dass es sie nicht gab.

    Er erkannte aber sehr wohl, dass die großen metaphysischen Fragen das Leid der Menschen nicht beenden konnten. Er erkannte aber sehr wohl die Ursachen des Leidens und den Weg, der zur Auslöschung des Leidens führt.

    Wenn Du beides erkennst, fragt sich, welche Stellung ein Gott darin haben soll.

    Die großen Religionen konnten die Frage des Leidens nie beantworten, die sich aus ihrem Gottesbild ergibt. Wieso sollte der Buddha, der die Ursachen des Leidens und den Weg zur Auslöschung des Leides erkannt hat, nun einen Gott für plausibel erklären, aus dessen Definition heraus sich das Leiden nicht erklären lässt?



    Auserdem sagt ja auch nur die christliche kirche das gott ewig der selbe bleibt.

    Jede monotheistische Religion sagt das. Der Islam, die Bahai, das Judentum, das Christentum.

    Hawkins sagt alles Schöpferische geht von Gott aus, der Mensch beeinflusst eher sein eigenes Schicksal. Das ist dann ein Zusammenspiel von Gott und Mensch. In allen Dingen die es gibt, würde sich die Herrlichkeit Gottes wiederspiegeln.

    Klingt wie das klassische Modell der Upanishaden oder allgemein der großen Religionen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe, aber ich glaub nicht, wenn mir jemand erzählt, dass da kein Ich mehr aufzufinden wäre. Die meisten Leute, die meinen, kein Ego mehr zu haben behaupten das aus ihrem spirituellen Ego heraus.

    Allein die Behauptung, das spirituelle Ego würde dies behaupten, führt meiner Meinung in die falsche Richtung. Es ist und bleibt einfach das Ego, das dieses oder jenes behauptet, manchmal behauptet es auch, spirituell zu sein. Eine Nische, die vom materialistischen Mainstream abgrenzen will.

    Mir hilft dabei die Meditationserfahrung. Jedenfalls bilde ich mir ein, dass ich auch außerhalb der Meditation es manchmal im Alltag einfacher habe, Dinge ziehen zu lassen, wie ich es in der Meditation übe.

    Als Neuling wäre ich daran interessiert, den Buddha-Dharma systematisch zu verstehen bzw. zu lernen.

    Meine Lehrerin meinte kürzlich, dass es viele belesene Buddhismuskundige gibt, die aber nicht praktizieren.

    Und dass manch einer, der wenig weiß, das aber selbst verwirklicht hat, viel weiter ist als einer, der sehr viel weiß, aber wenig davon verwirklicht und selbst erkannt hat.

    Für den Geist ist es natürlich spannend, so ein Studium zu betreiben, keine Frage.

    Anfänglich bin ich an die Frage der Wiedergeburt auch mit dem üblichen Verständnis herangegangen. Bis ich den Begriff etwas auseinandergenommen habe und ihn fortan eher nicht wirklich einleuchtend fand.

    Wenn Buddha sagt, dass etwas wiedergeboren wird (hat er das überhaupt?), dieses aber nicht das Selbst ist, ist das genau der Knackpunkt. Denn üblicherweise glauben wir, dass ein Selbst oder ein Ich irgendwie wiederkommt. Auf welchem Weg auch immer. Ganz falsch ist diese Wahrnehmung nicht, erzeugen doch ähnliche Bedingungen auch ein ähnliches Ich, allerdings ist das Ich, also die Vorstellung unserer Persönlichkeit ein zweitrangiges Nebenprodukt.