Beiträge von Lilli

    :?Wo ist denn jetzt der Unterschied zwischen beobachten und betrachten bei Euch?

    Seht ihr beobachten - ohne Bewertung

    Betrachten - mit Bewertung ?

    Vielleicht so:

    Beobachten d.h. nichts anderes, nicht weiter ergründen.


    Und betrachten heisst dann, die Ursache des Gedankens zu ergründen.

    Quasi eher eine Kontemplation als Meditation.

    :?

    Für uns noch gesunden Menschen mag das eine Horrorvorstellung sein.

    Es gibt hochgradig Demente, die trotzdem eine Würde ausstrahlen und da ist nichts hässliches dran.

    Es mag so scheinen, und bei manchen auch so sein.

    Aber oft muss man nur mal genauer hinsehen, sich die Zeit für diese Menschen nehmen, sich für sie zu öffnen.

    Und ich finde, diese Menschen als dumm wie Gemüse zu bezeichnen eher entwürdigend, für den, der das sagt.

    Entwürdigend ist nur der Umgang mit ihnen.

    So seh ich das:)

    Ich vermute, dass es daran liegt, dass ich überhaupt nicht meditiere. Ich habe das nie gemacht. Über die Lehre zu lesen oder Vorträge zu bestimmten Aspekten der Lehre zu hören, war mir immer genug. Doch nun glaube ich, dass ich lernen muss, zu meditieren.

    Das hast Du schon mal gut erkannt!

    Ohne Praxis nützt alle Theorie nichts.

    Fang einfach erst mal an; am besten in einer Gruppe, mit "erfahrenen" Praktizierenden, einem Lehrer.

    Und dann kommt eins zum anderen.

    Du kannst nichts erzwingen, das ist völlig kontraproduktiv.

    Hab Geduld! Ein Schritt nach dem anderen; es werden Einsichten folgen...

    Alles braucht seine Zeit.

    _()_

    Hier bei uns gibt es auch eine Triatna Gruppe.

    Bin mal hin, es war auch ganz gut, die Leute waren alle sehr nett.

    Nur am Ende gab's noch so eine Gesprächsrunde, wo jeder von seiner Woche berichten sollte, was ihn gerade beschäftigt usw.

    Das ist leider gar nichts für mich, ich fühlte mich wie in einer Therapiegruppe🙈.

    Und mir, als eher ruhiger zurückhaltender Mensch, war das eher unangenehm😧.

    Deshalb bin ich nicht mehr hin.

    Es kann und ist für viele andere aber vielleicht genau das Richtige.

    So hat man es mir auch gelehrt.

    Gerade die Meditation, wo die grössten Widerstände auftauchen (Langeweile ist ja auch ne Art Widerstand des Egos dagegen), machen!

    Die Widerstände wahrnehmen. annehmen und loslassen:)

    :buddha:

    Da ich keiner Kirche angehöre, wird das sowieso ne schnelle, unscheinbare Angelegenheit werden.

    Im Grunde wünsch ich mir das genau so.

    Mich am liebsten still und heimlich davon machen; ohne Schnickschnack.

    Und dann ab in die Nordsee...

    Da kann ich Dir mal die Goenka Kurse empfehlen; bis zu 8 Stunden am Tag;).

    Da sind 3 Stunden ein Klacks😊.


    Natürlich wird man in seiner Praxis begleitet und hat regelmässig Gespräche mit den Mönchen.

    Es finden auch Gruppengespräche statt.

    Ansonsten soll man sich bemühen, nur das Nötigste miteinander zu reden.


    Mach doch erst mal vielleicht ein Wochenendkurs irgendwo mit, ob Du mit dem langen sitzen überhaupt klar kommst.

    Hallo Lilli,


    was verstehst Du unter "buddhistische Bestattung"? :?


    Mir ist es nicht so wichtig, was mit der Asche meines Köpers passiert.

    Na ja, es sind ja Angehörige da, die evtl. von Dir Abschied nehmen wollen. Und die Art und Weise sollte ja schon in Deinem Sinne sein.

    Wenn schon ein Trauerredner, dann hätte ich gerne einen buddhistischen.

    Ich möchte auch verbrannt werden.

    Am liebsten würde ich meine Asche in der Nordsee versenken lassen ( das kann man ja).

    Das sollte man sich schon überlegen, damit auch die Angehörigen wissen, was zu tun ist.


    Danke mkha und verrücktet Narr für die Links!:)

    Die Frage nach der DBU Mitgliedschaft hat mich zu dieser Frage gebracht.

    Habt Ihr Vorkehrungen getroffen für Eure Beerdigung?

    Oder schon kundig gemacht, was es hier in D für Möglichkeiten für eine buddhistische Bestattung gibt?

    _()_

    3 Stunden am Tag (was hier nur die gemeinsamen Stunden betrifft) ist in einem Kloster nicht wirklich viel.

    Und wie gesagt, dort musst Du auch arbeiten.

    Es ist kein Erholungsurlaub.

    Es wird von Dir auch Disziplin erwartet, sowohl bei der Mitarbeit und besonders bei der eigenen Praxis.

    Du wirst Dir selbst begegnen, das kann schon einiges von einem abverlangen.

    Aber versuchs, nur stell es Dir nicht so einfach vor.

    _()_

    Man könnte das ganze aber natürlich auch auf den Menschen übertragen: Gibt es nicht Situationen, in denen das Unterlassen des Tötens unethischer wäre als das Töten?


    Ja gibt es.


    Wenn sich einer kurz vor dem Tode nur noch vor Schmerzen krümmt, dann handele ich barmherzig, wenn ich auf ausdrücklichen Wunsch des Betroffenen Sterbehilfe gebe. Silas sind ja Handlungsnormen, nach denen man sich allgemein richten sollte, was nicht heißt, dass es nicht auch Ausnahmen geben kann. Zumal ja die genannte Sila auch nicht zu 100% ausführbar ist (siehe Insekten).

    Das ist aber leichter gesagt als getan.

    Sterbehilfe zu leisten, indem bestimmte lebensverlängernde Maßnahmen nicht mehr durchgeführt werden ist das eine und für mich auch vertretbar.

    Aber aktiv z.Bspl. ein Medikament zu spritzen, was den schnellen Tod zufolge hat, ist nochmal eine andere Hausnummer.

    Mal abgesehen davon, dass es strafrechtliche Konsequenzen für denjenigen haben kann, könnte ich mir vorstellen, dass man selbst das auch nicht so locker flockig wegsteckt, auch wenn die Motivation Mitgefühl ist. Verstehen kann ich das, aber ich selbst würde es nicht tun.

    Das Sterben zu erleichtern, mit starken Schmermitteln usw. wäre da eigentlich das Mittel der Wahl.

    Mir geht es genau wie Dir, Elke.


    Letztendlich geht es für mich darum, wie ich selbst damit umgehe, was ich fühle und warum usw.


    Ich hatte vor einigen Jahren einen über 90 jährigen Patienten Zuhause zu versorgen. Er war bettlägerig und ich mochte ihn.

    Nach ein paar Wochen erfuhr ich von meinen damaligen Chef, dass er ein gesuchter Naziverbrecher war.

    Er wurde auch ausfindig gemacht, aber aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes wurde das dann nicht weiter verfolgt (er lebte dann auch nur noch ein paar Wochen).

    Für mich war er natürlich weiterhin ein Patient, den ich anständig zu versorgen habe.

    Ich mochte ihn trotzdem, und dafür habe ich mich fast geschämt.

    Mit dem Hintergrund, von dem ich nun wusste, habe ich nach irgendwelchen Zeichen bei ihm gesucht.

    Ich habe gespürt, dass er Angst vor dem Sterben hat (kein Wunder).

    Er hat mich manchmal angesehen, als spüre er, dass ich es weiss.

    Ich kann es nicht genau erklären.

    Ich hatte das Gefühl, dass er dankbar war, dass ich ihn mochte.

    Er tat mir leid.

    Ich habe noch nie mit jemanden darüber gesprochen. Ich weiss nicht, wie meine Kollegen damit umgegangen sind.


    Trotzdem kann ich es verstehen, wenn man Wut und Ablehnung empfindet.

    Wenn sich jemand zum Täter macht und keinerlei Einsicht zeigt.