Beiträge von Axel

    Dasselbe gilt für den Sinn und Unsinn von 'Zen und Christentum'. Trotzdem fandest Du es opportun, das Thema mit einem neuen Thread über einen alten Zeitschriftenartikel noch einmal aufzugreifen.

    Ich fand es nicht 'opportun' (was immer das in diesem Zusammenhang auch bedeuten mag... und nein, das ist keine Frage...), sondern ich tue sowas gerne von Zeit zu Zeit: Ich lese ein Buch oder einen Artikel, der mir gefallen hat, und ich verlinke das, weil es vielleicht auch anderen gefallen könnte. Bloß so ein Trieb zur Trüffelschweinigkeit... :)


    P.S.: Hinweis: es gibt für solche Themen hier ein eigens dazu angelegtes Unterforum: Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker

    Nun, es gibt halt ein paar Leute, die das auch für Zen halten und nicht für Philosophie, Religion oder Freidenkerei.


    Ich weiß auch wirklich nicht, warum in diesen thread jetzt diese Schärfe reinkommen muss. Es ist nur ein Wunsch von mir, und Wünsche gehen nicht alle in Erfüllung (vor allem, wenn ein gewisser missionarischer Eifer im Spiel ist), aber bitte spiele doch woanders.

    Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Sanbo Zen/Sanbo Kyodan wurde, glaube ich, an anderen Stellen im Forum schon hinreichend geführt und kann da nachgelesen werden.

    Das schönste Beispiel finde ich ist Willigis Jäger, der Zen und Kontemplation lehrt.

    D'Ortschy, Habito und Jäger hatten ja alle den selben Lehrer (auch wenn jäger dann irgendwann 'seinen eigenen Verein' aufmachte...).

    Neulich habe ich das Buch eines No-Lehrers gelesen, indem er alles mögliche mit Blumen vergleicht. Theateraufführungen, Menschen, ihrem talent, menschliche Lebensalter usw. Es gibt unterschielichste Arten von Blumen und jede hat Bedingungen unter denen sie gedeiht ("flourish" ist ein viel schöneres Wort) und solche unter denen sie kränkelt und eingeht. Und nicht nur Mangel kann eine Blume eingehen lassen, sondern Überdüngung kann ihr schaden, indem schnell wachsende Konkurrenten sie in den Schatten stellen. Und dann hat jede Blume natürlich ihr eignes Biotop und manche haben eine ganz bestimmte Jahreszeit.


    Das Ganze steht natürlich sehr mit der Blüte in Verbindung, mit der Zen angefangen haben soll und mit der Buddha vor dem Kashyapa den Geist des Zen übertrug.Im Gegensatz zu so einem Buch, das man einfach kopieren kann, ist die Weitergabe von so etwas Lebendigem eine diffizile Sache.

    Das ist schön und richtig geschrieben, aber ich verstehe gerade nicht, inwiefern das ein Einwand/Kommentar zu meinem Satz ist. Habe ich da gerade ein Brett vorm Kopf?

    Ich hab mich jetzt nur auf Deine Beiträge bezogen, es ist ja nicht so, dass es Zeit gewesen wäre, sich mit den Links zu befassen...

    Ich hätte da jetzt gerne noch gewartet, bis Du das getan hättest. Genau das ist ja teilweise unser Problem.

    Nein, eben das gerade nicht, weil ich weder glaube, dass die Zukunft nach 'Mad Max' aussehen wird, noch dass 'alles gut' wird... Wenn Du meine Quellen ernst nehmen würdest, wüsstest Du das...

    Eine rituelle Zufluchtnahme ist ja eine schöne Sache und es ist sicherlich auch eine gute Handlung sich dabei zu entschließen ein Gelübde abzulegen dass man die fünf Silas einhält. Mich wundert nur eine Sache die ich in einem Video gehört habe. Ohne so ein Gelübde entsteht zB das Karma des Nicht-Tötens nur in dem Moment in dem man auch tatsächlich nicht tötet wenn man die Gelegenheit dazu hat. Wenn man hingegen das Gelübde abgelegt hat nicht zu töten hat man den karmischen Verdienst des Nicht-Tötens in jedem Moment.


    Ich persönlich finde das ziemlich seltsam, Karma hat ja mit Absicht zu tun. Wenn jedoch nie eine Absicht und eine Tat da ist entsteht nach dem Modell aber trotzdem unaufhörlich positiver Verdienst. Was sagt ihr denn dazu?

    Nur mal ne dumme Frage: Stehst Du davor, ein Gelübde abzulegen? Warum interessiert Dich das? Seit Deiner Ausgangsfrage hast Du Dich nicht mehr geäußert (aber sonst sehr viel anderswo geschrieben)- Seltsam, wenn das doch für Dich so ein existentielles Problem ist...

    Ich bin von Natur aus Optimist, was sowas angeht. ;)

    Optimist bin ich auch, weil wir Optimisten auch dringend brauchen. Mein Optimismus bezieht sich allerdings darauf, dass wir z.B. noch genug Leute haben, die wissen, wie man Böden wiederherstellt, wenn nichts mehr wächst, genug Leute, die wissen, wie man mit einem Rechenstab umgeht und genug Leute, die noch wissen, wie man einfache Krankheiten behandelt, wenn man nicht mehr einfach das Kärtchen zücken muss. Mein Optimismus deckt nicht die Vermutung ab, dass irgendwer schon eine Lösung (bessere Batterien usw.) finden wird.

    Obstipation ist auch keine Lösung.:grinsen:

    Manchmal hilft Schweigen und eine Schale Tee. Oder ein Bier und Popcorn. Je nach Geschmack.

    (Nicht ganz) OT: Man sollte auch im Anfängerbereich (aber eigentlich auch nicht sonstwo...) die Leute nicht mit der Attitude des 'elder Dharmaerben', der nur noch koanesque Häufchen absondert, abfertigen. (Hübsches Foto übrigens. Kriegt man das auch als Figur für den Vorgarten?:grinsen:)

    Wo liegt da der Sinn, wenn von einem „Oberspeicher“ Wasser über Stromturbinen in einen „Unterspeicher“ abgelassen wird und dadurch Strom erzeugt wird, anschließend das Wasser aus dem Unterspeicher mit Solarstrom, den man über Tag erzeugt, der dann allerdings zur Deckung des Tages Stromverbrauches anderswo fehlt, wieder auf den Oberspeicher hinaufpumt, um das Spiel im 1/2 Tages Rhythmus wieder von vorne zu beginnen.

    Nach physikalischen Gesetzen ist das so wie beim Hornberger Schießen, nämlich ein Nullsummenspiel; dabei sind die enormen Investitionen, der Wirkungsgrad und auch die laufenden Kosten einer derartigen Anlage nicht mit eingerechnet.

    Im Grunde hat hedin da gar nicht unrecht: Pumpspeicherkraftwerke geben für 100 Einheiten Energie, die investiert werden, etwa 80 Einheiten zurück. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sonst wären sie ein perpetuum mobile.


    Man kann jetzt argumentieren, dass die aufgewandte Energie zum Hochpumpen 'überschüssige' Energie ist, die irgendwo sonst gerade nicht gebraucht wird. Ich bezweifle allerdings stark, dass es bei einer vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien sowas wie 'überschüssige' Energien geben wird. Und das Problem, ob die Kosten der nötigen Infrastruktur überhaupt vollständig in die EROEI eingerechnet sind, berücksichtige ich überhaupt nicht (vergleiche z.B. hier - ich zitiere:).

    Zitat

    Such energy vampires may be appropriate for specific point applications but are clearly unsustainable on a grand scale. As volumes grow, more energy and more energy will be tied up in creating the storage technology and less will be left to do useful work.


    Versteht mich bitte nicht falsch: Es geht mir um alles andere als um eine Kritik an erneuerbaren Energien. Wir werden sie dringend brauchen, nicht, weil 'die Regierung' umstellen will, sondern weil 'die Regierung' erkannt hat, dass die fossilen Energiequellen unabänderlich zur Neige gehen.

    Was sich aber niemand traut, zu sagen, ist: Diese Umstellung wird einhergehen mit einem dramatischen Absinken des 'Lebensstandards', von dem wir glauben, dass wir ein 'Anrecht' darauf haben. Darauf sollten wir uns vorbereiten, statt damit zu rechnen, die ehemals hochindustrialisierten aber zukünftigen failed states könnten mit Techniken wie Pumpspeicherkraftwerken ein 'business as usual' aufrechterhalten.

    Dem einen sein Stuhl ist dem andern sein Tintenkuli...:)


    ....wobei ich mir dasThema "Leerheit / dem leer von / alternativ: ohne"

    verkniffen habe, ... dafür gibt es ja das abhängige Entstehen.

    Auch wenn man das Fass 'Leerheit' hier wirklich vielleicht nicht auch noch aufmachen sollte: Für mich ist das eine die Erläuterung des anderen, Nicht-Ich ein konkretes Beispiel des anderen...:)

    Ich möchte gerne nochmal auf das Verständnis von anatta zurückkommen. Auch ich finde, dass die Diskussion von 'Buddhanatur' vielleicht gesondert diskutiert werden sollte (obwohl beides natürlich zusammenhängt).


    Es geht mir wirklich nicht darum, auf accinca einzuprügeln in einem Schwanzvergleich, wer jetzt 'recht' hat und die 'wahre' Bedeutung der Stellen im PK versteht.


    Die immer wieder ins Feld geführten Zitate des Buddha haben einen historischen Kontext: Sie sind in Auseinandersetzung mit der Lehre vom atman entstanden, vergleichbar mit der westlichen Lehre einer unsterblichen Seele. Deshalb haben sie auch immer noch ihre Berechtigung da, wo Ich und Selbst noch so verstanden werden. Ich denke allerdings, dass Ich und Selbst heute meistens anders verstanden werden: Auch heute geht es um etwas Festes, Unwandelbares, das angeblich unseren 'Wesenskern' ausmacht, das aber eher psychologisch oder soziologisch verstanden wird - als Klammern an Religion, Nation, persönlichen Werturteilen, die als 'selbstverständlich' verstanden werden, usw. Hier hat es überhaupt keinen Sinn, darauf zu beharren, es gäbe keine 'unwandelbare Seele'. Im Gegenteil: Ich bin der Meinung, dass ein Klammern an Stellen aus dem PK oder anderen 'heiligen Schriften' genau das ist, was der Buddha kritisierte: Der Versuch, Sicherheit und Identität in einer unsicheren Welt, in einer Welt, in der es keine genaue Trennung in innen und aussen, Selbst und Nicht-Selbst gibt. In der Kritischen Theorie bezeichnet man das als Ontologisierung.


    Dieser thread hat mich wieder an ein gutes Buch erinnert: Bodhipaksas 'Living like a River' (gibt's auch auf deutsch). Er schreibt dort:

    Zitat

    Studien haben gezeigt, dass wir in der Regel versuchen, etwas Unveränderliches und Verlässliches zu finden, mit dem wir uns identifizieren können, etwas, das wie eine sichere Insel inmitten eines Flusses der Veränderung Halt bietet. Oft ist das, woran wir uns so klammern, dem wir anhaften, eine Ideologie oder eine religiöse Identität (...) Das ist eine Reaktion der Angst und der Anhaftung. Wir sehen rings um uns Veränderung, und wir ängstigen uns. Folglich versuchen wir, etwas zum Anklammern, zum Anhaften zu finden - etwas Dauerhafteres und 'Stabileres' als uns selbst.


    Ich denke, das ist genau das, was Du, accinca, gerade machst: Dich aus Unsicherheit an ein weitgehend überholtes Model vom 'Selbst' zu klammern, weil Du da klare Anweisungen findest, ein Ich dadurch aufbaust, indem Du das Ich leugnest.


    Hier schliesst sich für mich auch der Kreis zu Deinen Beiträgen im 'Klimawandel'-thread: Wo es keine klare Autorität (wie Schriften des PK) gibt, die Du anführen kannst, bist Du vollkommen unfähig, eigene Standards zu entwickeln, ob eine Quelle seriös ist oder nicht (und das hat nichts damit zu tun, dass ich anderer Meinung bin als Du - es gibt einigermassen objektive Kriterien dafür, ob eine Quelle seriös ist oder nicht, und Epoch Times oder das Video gehören nicht dazu).


    Ich lese Deine Beiträge jetzt seit acht oder neun Jahren. Während der ganzen Zeit hast Du nie auch nur ein kleines bisschen von Dir persönlich in Deinen Beiträgen preisgegeben, nie auch nur zwischen den Zeilen zu erkennen gegeben, dass etwas Deine Meinung ist, Du aber vielleicht auch unrecht haben könntest. Du bist in der Lage, 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche zu posten, scheinst also keiner geregelten Arbeit nachzugehen und auch sonst nichts zu tun zu haben. Im Grunde könnten alle Beiträge von Dir auch durch einen bot erstellt werden. Vielleicht würden Diskussionen mit Dir für alle Seiten gwinnbringender ablaufen, wenn Du Dich mal als Mensch präsentieren würdest und nicht als Zitiermaschine...

    Was ist sechs Jahre her? Die Halluzinogene? Da kann es nach vielen Jahren zu Flashbacks kommen. Ist aber auch nur eine Vermutung von mir, weil die beschriebenen Zustände gut dazu passen.

    Mit (buddhistischer) Meditation hat das imho nichts zu tun, eher (da Du das Thema ja zu Anfang selber ansprichst) mit einem Flashback.

    Ich halte es für relativ sinnlos, die Zustände, die Du beschreibst, jetzt im Einzelnen zu analysieren (das werden andere noch zur Genüge tun...), würde Dir aber, solltest Du an Meditation wirklich interessiert sein, zur Arbeit mit einem kompetenten Lehrer raten.