Beiträge von kal

    MMn sind sie eine Erinnerung sich zu besinnen. Man verbeugt sich um sein Ego abzuwerfen und man besinnt sich auf die Buddhanatur aller Dinge. Genauso gut kann man aich einen Stein statt der Buddhafigur da hinstellen..oder einfach NICHTS. Alles andere ist für mich einen Personenkult kultivieren

    Person kommt aus dem lat. persona, bedeutet Maske. Depersonalisation kann also auch in Richtung Entmaskierung gehen. Es gibt Menschen, die beschreiben beispielsweise erleuchtungsähnliche Erfahrungen als ekstatisch und ähnlich den Symptomen von Depersonalization Disorders. Bei solchen Zustnden wie Satoris ist es aber eben so, dass sie nicht unbedingt dauerhaft anhaltend zu sein scheinen, während es bei der Krankheit "keinen Weg zurück gibt, jedenfalls als dauerhafter Zustand.

    Och Phoenix das hatten wir schon in anderen Threads doch durchgekaut. Es ist nicht die Religion die zu Krisen, Kriegen und Terror führt, sondern (macht)politische Interessen.

    Und wenn "der Westen" in ein Land eingreift, Regierung destabilisiert und ein Machtvakuum hinterlässt, ist es kein Wunder, dass es Gruppen und Parteien gibt, die versuchen, ihre Macht auszuüben und eine eigene Region oder ein Kalifat zu errichten. Wundert Dich das? Ist das nun Machtgier, Politik oder wirkliche Religion, die den IS trägt?!

    MartinS1978

    glaubst Du wirklich, dass der Großteil der Muslime hier in Europa ernsthaft Gläubige sind, die wirklich hinter ihrer Religion stehen? Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus muslimischen Familien haben kaum was mit ihrer Religion zu tun - so wenig wie die christlich-geprägten Jugendlichen...

    Es wird allenfalls eine Scheingläubigkeit kultiviert als solidarische Komponente..da wird auf den Koran geschworen und arabische Phrasen verwendet. Ich arbeite seit 10 Jahren mit diesem Klientel in der Sozialen Arbeit und ich habe selten z.B. einen Sunniten jemanden getroffen, der 5x am Tag betet und sich fern hält von Glückspiel und unrechter Rede... kaum einer kennt den Koran näher und weiss was da drinnen steht: das ihr eigenes Verhalten unislamisch ist v.a. wenn andere Religionen diffamiert werden. Im besten Fall wird an Ramadan gefastet und auch sonst kein Alkohol getrunken, weil ihr Umfeld das eben genauso tut und man so ein Stück weit als Moslem respektiert wird.

    Die meisten sind genauso westlich sozialisiert wie andere auch und der Rest sind kulturell und pseudoreligiöse Einflüsse.

    Legt mal Euer Schwarzweissdenken (Wir-Die) ab.

    ich musste etwas schmunzeln beim Lesen der Zitate. Wie kann ein "Lama" wie ON über eine Religion urteilen, die er sich noch nie ohne Vorurteile angesehen hat? Wie kann er behaupten im Koran würde ausdrücklich zu Gewalt gegen Andersglubige aufgerufen, wo er jeglichen Kontext der Schwertverse ausblendet? Wie kann er gegen Ignoranz und Gewalt mit eben mit Gewaltlegitimation und Ignoranz argumentieren?

    Das kann doch kein richtiger Lehrer sein?

    (Wer einen niederländischen Rechtspopulisten G.W. hofiert und ihm seine Visitenkarte in die Hand drückt, kann für mich nur schwer als sozial engagierter Buddhist gelten)

    Das Beurteilen "diese oder jene Meditation ist die richtige für mich, fühlt sich gut an oder ist nicht (mehr) die richtige" ist ein Irrweg. Wie bereits geschrieben wurde, ist es gut, durch die Zustände wie Langeweile zu sitzen und nicht auf das Urteilen und Gequassel des Kopfes zu hören. Zieh es durch! Meditation ist nicht da um Dir etwas zu geben..

    also meiner Meinung nach muss man nicht auf diese Dinge verzichten, sondern sollte einen bewussten Umgang damit anstreben. Ein gutes Essen kann man selber bewusst kochen und genießen oder bei einem Dinner im Restaurant zu sich nehmen.. Sexualität gehört zu einer Partnerschaft dazu..warum verleugnen? Es ist doch die Frage wie man mit den Dingen umgeht.. wenn ich abends als festgefahrenen Automatismus mir die Chips vor dem stundenlangen TV reinziehe, könntr man dies ja hinterfragen.. wenn die einzige Interaktion Sex mit dem Partner ist, kann man auch das hinterfragen.

    Ich denke man braucht auf diese nicht verzichten (v.a. nicht als Laie), aber sollte seinen Umgang mit den Sachen reflektieren (z.B. Intention)

    Meine Frage . Hat schon jemand der hier im Forum schreibt eine unmittelbar wahrnehmende gültige Erkenntniss der Substanzlosigkeit des Selbst oder der Phänomene erlebt oder das unmittelbare Erleben der subtilen Unbeständigkeit. Wie kann man dieses Erleben beschreiben?:)


    LG netsrot

    Es würde mich interessieren, was du unter dem Selbst verstehst oder meinst du das Ich damit? Ich definiere das Selbst als das Licht-und Leuchtwesen, das während unseres Lebens in unserem Körper ist. Zerfällt diese belebte Materie, findet die Trennung von beiden statt. Das Selbst lebt im Jenseits weiter.

    Hast Du auch einen Beleg für diese Erkenntnis?:doubt:

    Für mich gibt es ein Ziel da ich hoffe noch im Verlauf des Lebens per 'Erwachen' von der Reinkarnation befreit zu sein

    und das ist das Ende dieses Lebens. Den Weg gehen ist o.k. aber das hört irgendwann auf und dann ist es gut,

    wenn es das Ziel ist was man erreicht, es ist ein angenehmes Gefühl so ähnlich wie: hach geschafft, wie geil und Ende...

    Einem gesetzten Ziel nachrennen..da wirst Du viel Puste brauchen. Es wird niemals eine Ziellinie geben denn dieser Moment ist das Einzige was es gibt und was das ganze Universum beinhaltet. Es geht nicht um das Wohin, Wo, Wann sondern um das Wie.

    Kannst ja glauben was Du willst :-)

    Warum sollten alle menschlichen Attribute und Aspekte, die zu einem menschlichen Wesen gehören, plötzlich sich auflösen, nur weil man seine wahre Buddhanatur erkannt hat? Man bleibt dennoch ein Mensch und wird kein übernatürliches Wesen. Buddhanatur macht nichts besonderes aus Dir, Du wirst weiterhin schlafen, essen, Emotionen spüren und auch soziale Kontakte geniessen..auch wenn v.a. die Theravadins hier gleich widersprechen werden

    Wer an eine solche "Buddhanatur" glaubt hat eben selber schuld.

    Ist Dein Glaubenssatz also besser, dass Buddhas sich der Welt entziehen?

    Warum sollten alle menschlichen Attribute und Aspekte, die zu einem menschlichen Wesen gehören, plötzlich sich auflösen, nur weil man seine wahre Buddhanatur erkannt hat? Man bleibt dennoch ein Mensch und wird kein übernatürliches Wesen. Buddhanatur macht nichts besonderes aus Dir, Du wirst weiterhin schlafen, essen, Emotionen spüren und auch soziale Kontakte geniessen..auch wenn v.a. die Theravadins hier gleich widersprechen werden

    PhenDe

    Da sind wohl andere Verständnisse im Spiel.. zum einen spielen die Jhanas im (Soto)-Zen keine grosse Rolle, zum anderen ist Askese kein Teil des Mittleren Weges, den Shakyamuni gelehrt hat.

    Beispielsweise haben Sawaki Roshi, Uchiyama Roshi, Okumura Roshi und andere Vertreter dieser Schule darauf hingewiesen, dass Nirvana und Samsara zwei Seiten einer Medaille ist und ein Bodhisattva immer wieder aus der Realisation des Nirvana (Zazen) in die Welt (Samsara) kommt um zu wirken. Dies ist natürlich möglich, weil die Anhaftung an die Dinge durch das Durchblicken der Illusion aus der Erfahrung und Vertiefung, überwunden wurde. Somit kann in der Welt gelebt werden, ohne sich darin zu verirren. Das unterscheidet einen Bodhisattva von einem Bonpu.

    Du meinst Weltflucht als Resultat des Erwachens? Wozu, wenn man Samsara eh überwunden hat, noch vor der Welt fliehen? MMn sind diebEremiten in den Bergen und Höhlen eher auf der Suche nach Nirvana und denken, sie können dies nur in Abgeschiedenheit erfahren. Jemand der Nirvana verwirklicht hat l, sollte kein Problem mehr haben in der Welt zu leben, weil er nicht mehr an den Dingen haftet..

    wir kreieren Samsara jeden Tag in uns durch unsere Urteile; gut, schlechrt, haben wollen, nicht wollen, ... solange wir an den drei Geistesgifte anhaften, wird Samsara auf ewig bestehen. Erst wenn alle Dinge als leer erkannt werden ist Samsara überwunden.. dann mögen zwar noch immer Urteile entstehen, doch werden als Nicht-Ich erkannt, als Wolken die vorüberziehen.

    Dass Lehrer kein weltliches Leben führen, weil sie nicht Nirvana verwirklicht haben, halte ich für Quatsch. So gibt es z.B. im Zen genug Gegenbeispiele für Roshis die sehr wohl weltlich leben, auch Familien gegründet haben.