Beiträge von kal

    <ironie>
    Wenn wir unserem Geld entsagen können wir es doch guten Gewissens an die Anbieter geben: Wir befreien uns von der Last unseres Geldes und kurbeln damit unsere spirituelle Entwicklung an..


    </ironie>

    Gibt doch genug selbsternannte Befreite, sogar hier im Forum, die meinen Erleuchtung gefunden zu haben - auch wenn sie nur in ihren Gedankenspinnereien gefangen sind. Sie sind davon selber überzeugt!

    Hi, ich spreche einen herzlichen Glückwunsch aus, dass du alle Fakes und 'Spinner endlich eliminiert hast!

    Welch eine Ironie.. da fühlt sich wohl jemand angesprochen

    Gibt doch genug selbsternannte Befreite, sogar hier im Forum, die meinen Erleuchtung gefunden zu haben - auch wenn sie nur in ihren Gedankenspinnereien gefangen sind. Sie sind davon selber überzeugt!

    mukti

    Ich kann es verstehen, dass sich Leute darüber aufregen, dennoch sollte man vielleicht in sich gehen und schauen woher diese Aufregung kommt.

    Du sagst es sei pietätlos, das ist Deine Meinung dazu, also scheint da ein gewisses Grad Empörung hinter zu stecken. Ich will dies nicht beurteilen, es ist mMn gerechtfertigt. Aber während Du es als pietätlos empfindest, sehen es andere als völlig belanglos oder gar witzig an. Verstehe mich nicht falsch; ich würde mir derartigen Kitsch niemals kaufen..

    Worauf ich hinaus will ist, dass es auf Identifkationen zurückzuführen ist, wie wir derartige Dinge empfinden. Während einige Witzbolde Mohammedkarikaturen kritzeln, regen sich einige Moslems darüber auf - verständlich. Aber warum regen sie sich auf? Weil sie mit ihrer Religion identifiziert sind. Ich bin btw auch der Meinung, dass solche Karikaturen schon allein deshalb nicht richtig sind, weil sie oftmals bewusste Provokationen sind, welche auf eine Beleidigung einer Gruppe von Menschen aus sind. Bei einem Buddha auf einem Klodeckel gehe bicht nicht davon aus, dass sie Buddhisten beleidigen SOLL. Das Buddha-Abbild findet dermaßen inflationär einzug..da wundert mich nichts mehr. Vielmehr habe ich nur ein müdes Lächeln dafür übrig.

    Empörung? geschmacklos? Nein, FÜR MICH einfach nur ein weiterer Marketing-Schachzug um Kitschliebhaber, Götzenanbeter, Teilzeit- und Wellnessbuddhisten zum Geldausgeben zu bewegen.

    Es ist mir sozusagen im wahresten Sinne des Wortes "scheiss"egal.


    Dennoch identifiziere auch ich mich soweit mit dem Buddhismus, als das ich mich dort verortet fühle. Es ist halt normativ, welche Einstellung wir dazu haben und diese Einstellung findet nur in unseren Köpfen statt.


    PS: Ein Bild meiner Mutter anzupinkeln mit einen Buddhaklodeckel zu bewerten sind grundsätzlich zwei verschiedene paar Schuhe, schon allein von der Intention.

    Darüber hinaus sage ich nicht, dass ich frei von Identifikationen bin und so gehören Familienmitglieder zu den prägenden Personen meines Selbstkonzepts, meiner Dankbarkeit und letztlich auch zu meiner Identifikation. Von daher fände ich es natürlich nicht besonders schön so etwas zu sehen.

    Das liegt an der persönlichen Identifikation mit dem Label Buddhismus mMn

    Es liegt an dem was man mit Buddhismus verbindet - oder eben nicht.

    Wenn Du Dich mit etwas identifizierst und dieses etwas wird nicht nach Deinen Vorstellungen behandelt/verwendet oder gar angegriffen entsteht die Empörung in Deinem Kopf - auf grund der Identifikation damit..Du legst Dein Selbstkonzept/Ich quasi in diese Sache...

    ...es hat nichts damit zu tun was man damit einfach verbindet/assoziiert...so wäre Dir es womöglich völlig etwas wenn irgendeine andere Symbolik kontextfremd verwendet würde.. auch wenn Du es anders zuordnen würdest...

    Bilder und Figuren von Buddha werden ja zu allen möglichen Dekorzwecken verwendet, aber Klodeckel ist schon besonders pietätlos finde ich.

    Das liegt an der persönlichen Identifikation mit dem Label Buddhismus mMn

    Ich finds eher merkwürdig, sich über solche künstlichen "Respektlosigkeiten" aufzuregen..und wenn Buddha auf dem Klopapier ist...? Die Frage ist, wo ist "Buddha" nicht? Buddha juckt es nicht ob man Witze drüber reisst oder sonstwas.. ich bin auch kein Fan von solchem Kitsch, aber drüber aufregen find ich auch schwachsinnig.. Buddha muss nicht beschützt werden, kann nicht beleidigt werden oder beschmutzt

    Wenn kein festhalten der Umstände, Schmerzen etc ist, oder aber auch kein Widerstand dagegen, dann bedeutet das natürlich dass diese Dinge ins Bewusstsein auch weiterhin ins treten können. Aber durch das Nichtbestehen der Geistesgifte wie Anhaften oder Aversion auf Umstände bezogen, wird nicht mehr Leid in der Dimension entstehen, welche man allgemein als Leiden versteht: Schmerzen ja, Trauer ja, unangenehme Empfindungen ja.. aber sie finden keinen Halt weil da kein Greifen und kein Wegstoßen mehr ist. Die Dinge sind wie sie sind, ohne daraus eine Story zu entwickeln

    anfaenger

    Diese Leere bist Du, ohne Ablenkung, ohne Illusionen. Was nicht heisst dass Du nicht auch das bist was diese Leere füllt. Aber warum ertragen viele diese Leere nicht? Warum kommen viele nicht mit dieser Selbstkonfrontation klar und lenken sich lieber ab? Nimm diese Erfahrung dankbar an. Lerne aus ihr und gib Dich dieser Leere hin so wie Du Dich in anderen Aspekten des Lebens hingibst. Es entsteht Angst weil Dein Ichkonzept bedroht ist. Es stirbt in dieser Leere, es kommt aber wieder..jedoch wird es durchblickt als nicht-wie-es-scheint. Diese Leere zeigt, dass Du nicht bist was Du DENKST/GLAUBST. Und das kann Angst machen weil es neu scheint. Keine Sorge, sie nimmt Dir nichts.

    Ich denke, dass zuviel Tamtam um diesen Begriff gemacht wird..und zu viele Vorstellungen davon herrschen. Man sieht wohin das führt, jeder wirft seine Vorstellung in den Suppentopf und niemanden schmeckt es

    Sicherlich spielt die Ernährung auch als EIN Faktor von vielen eine Rolle. Sawaki Roshi betonte, dass sogar Wetter etc unsere Meditation und Stimmungen in gewisser Weise beeinflussen.. alles ist mit einander in Verbindung.
    Es geht aber nicht darum, dass Meditation sich für uns gut anfühlt, sondern darum, die Dinge und Erscheinungen mit Gleichmut anzunehmen wie sie sind. Dazu gehört auch, Unzufriedenheit, Müdigkeit, Schmerzen, Tagträumerei usw.

    Vielleicht kann man das auf das Sterben und die Wiedergeburt des Egos/Ich-Konzept beziehen.

    Dogen beschreibt die Paradoxie zwischen Uji, Dharma-Position und dem "Wandel in der Zeit".

    Jeden Moment neu, wiedergeboren.. unabhängig von der Zeit... andererseits ist die Welt und Du und Ich Resultat der "Vergangenheit"..Auch wenn Ich/Du jeden Moment nur Jetzt bin (dharma-position)

    Lieber Sudhana , mir ist die Rolle von kesakambalo hier bewusst, auch wenn ich manchmal nicht weiss, ob er das ernst meint oder trollen will. Ich habe auch mitbekommen, dass er gerne uralte Threads rauskramt um repetetive Antworten/Kommentare zu geben..

    Dennoch denke ich, dass solche Aussagen für die hier frisch angemeldeten Neulinge und solche welche sich gerne allgemein über die Buddhalehre informieren wollen, nicht sinnvoll, sogar verwirrend sein können. Um nicht eine scheinbar schweigende Zustimmung zu den geistigen Ergüssen kesakambalos zu geben, dringt sich in mir die Reaktion, darauf zu antworten.


    Aber ich kann Deine Kritik nachvollziehen

    Ich habe früh als Kind mir Gedanken gemacht, was nach dem Tod kommt und warum wir leben. Mir konnte niemand darauf Antworten geben, die mich sättigten.. als Jugendlicher habe ich mit einigen Drogen experimentiert, aber auch Trips haben nicht geholfen meine Fragen zu beantworten.

    Die spirituelle Suche wurde durch Bhagwan Shree Rajneesh (Osho) angekurbelt, nachdem ich ein Satorierlebnis erfahren habe, beim Sehen seiner Videos.. über seine Literatur, ich habe circa 15 Bücher von ihm gelesen, kam ich über Advaita, Sufismus und Taoismus zum Zen-Buddhismus. Durch die Praxis des Zen und die Beschäftigung mit der Dharmalehre sind meine Illusionen und Ideen, welche ich im Lauf der Zeit gehabt und angesammelt habe, mehr und mehr weggefallen.. Metaphysische Fragen wie Wiedergeburt/Leben nach diesem Leben sind zwar immernoch interessant, aber als sinnlos erkannt, weil sie nicht beantwortet(Antworten ERFAHREN) werden können und für dieses Leben egal sind..

    Ich denke, man muss da differenzieren zwischen dem Menschen und dem, was er lehrt/gelehrt hat.

    In jeder Tradition gibt es Vorkommnisse, welche anderen Menschen, dem Ansehen der Sangha, dem Lehrer und dem "Image" des Buddhismus schaden können (z.B. Sogyal Rinpoche, Genpo D,, um nur zwei zu nennen...). Nichtsdestotrotz kann man mit den Taten dieser Menschen nicht alles verdammen, was sie lehrten. Ich habe nach wie vor das tibetische Buch vom Leben und Sterben im Regal und werde es nicht wegwerfen, weil der Autor offensichtlich seine Machtposition missbraucht und sehr viel Leid verursacht hat.

    Ich will keinesfalls solche Leute in Schutz nehmen, aber letztlich sind diese Menschen immernoch Menschen, egal welches Ansehen sie genießen oder welchen Titel sie tragen. Auch sie sind getrieben von den Geistesgiften und leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen von denen wir dies eben nicht vermuten würden, in Skandale verwickelt sind. Diese Menschen wissen was sie da taten, denn sie haben selber das Gesetz von Ursache und Wirkung gelehrt.. Ich sehe es als einen mahnenden Finger, stets achtsam zu sein und an sich hart zu arbeiten! Diese Leute haben ihre Strafe bekommen und werden sie auch weiterhin mit sich tragen, bis an ihr Lebensende (und womöglich darüber hinaus).

    Bei all diesen Geschehnissen ist es gut, sich selber daran zu erinnern, dass man, egal wie souverän und kompetent man sich im Dharma-Business einordnen würde, ein Mensch mit Schwächen ist, der sich auf dem Buddhaweg befindet und sich immer wieder daran erinnern muss, zu diesem Weg zurückzukommen.