Beiträge von Old Man Pamokkha


    "Summoning The Spirits: Life As A Shaman In Korea


    Shaman Geul-Moon is a 7th-generation shaman who practiced Christianity until she succumbed to her calling. ASIAN BOSS caught up with her to get insight into what being a shaman is like in Korea."

    Vorab: ich habe selber keine Praxiserfahrung mit U Ba Khin oder Goenka.


    U Ba Khin ist der Lehrer von Goenka, und was ich gelesen habe ist, dass sich ihre Retreats unterscheiden. Du solltest also von Goenka nicht auf U Ba Khin schliessen. Und von den beiden auch nicht auf die Vipassana-Bewegung oder vipassana als Praxis.


    Besonders fragwürdig finde ich, dass sämtliche persönliche Gegenstände abgegeben werden müssen und die Kommunikation mit anderen Kursteilnehmern untersagt ist...


    Dies finde ich jetzt für ein freiwilliges Retreat ganz normal. Man geht für die wenigen Tage nicht dorthin, um mit anderen zu kommunizieren, zu lesen oder mit seinem Smartphone, die Zeit zu vertreiben. Sondern um jeden Augenblick, achtsam bei Körper, Gefühle, Geist und dhamma zu sein. Jegliche Ablenkung ist zu vermeiden.


    Goenka hat, wie ich finde, tatsächlich einen "komischen Ansatz" in seinem vipassana und Retreats. Ich würde zu einem Goenka-Retreat wohl nur raten, wenn jemand schon ein vertieftes und stabiles Wissen hat über Buddhismus. Dann muss man nicht alles glauben, was dort erzählt wird, und kann selber urteilen.


    Vipassana, der Wikipedia-Artikel liest sich so, als handle es sich dabei um eine buddhistische Reformbewegung gegen verkrustete Institutionen und Monopolanspräche der Klöster.


    Das bewerte ich jetzt pauschal als Blödsinn.

    so wird bei Dir daraus eine generelle Kritik am Sōtō - Zen. Jedenfalls habe ich es so wahrgenommen.


    Nein. Einfach rückfragen, wirkt Wunder gegen wilde Spekulationen und Vorurteilen.


    Ich habe einen für mich informativen Beitrag basierend auf einer wertfreien, aber gleichzeitig selektiven Zusammenfassung geschrieben. Da ist nicht einmal der Ansatz einer Kritik vorhanden. Die USA und auch den Menzan-Teil habe ich weggelassen, einfach nur so.


    Um eine Unterscheidung zwischen generell und im Mainstream üblich, habe ich mir tatsächlich keine Gedanken gemacht. Aber nicht aus Böswilligkeit, sondern eher aus Faulheit.


    Schließt du "recht alberne magische Handlung[en]" für den japanischen Soto kategorisch aus? Ich bin beim Lesen von Studien zum anthropologischen Buddhismus immer wieder baff, was da manchmal abgeht. Einen Faden weiter sprechen wir gerade über "heilige Fäden".


    Und danke für deine Einschätzung von Riggs Beitrag. Ich schreibe übrigens gerade an einer Zusammenfassung von den beiden Foulk Beiträgen zum shikantaza.

    ein Bewusstsein zu entwickeln, das "Leid" überhaupt realisieren kann. Schmerz vielleicht, aber was ist Schmerz ohne Reflektion? Eine reine Information


    Mal abgesehen von den deutschen Begriffen, ist dies eine begrenzte Vorstellung von duhkha. Körperschmerz ist Teil der Duhkha-Definition. Demnach ist Schmerz nicht nur eine Information, sondern Leiden - unabhängig meiner geistigen Reaktion darauf.

    Das ist doch jetzt Kritik an Riggs, da habe ich doch nichts mit zu tun. Und ich sehe auch nicht, inwieweit meine Zusammenfassung polemisch ist. Natürlich ist sie verkürzt, ist ja eine Zusammenfassung fürs Buddhaland. Es ist auch klar erkenntlich, was meine Interpretation ist. Beginnt mit: Meine Einschätzung.


    Falls meine Zusammenfassung falsch ist, okay. Kann man darüber reden, aber polemisch ist es wohl nur, weil jemand anderes mit deinen Backformen spielt, oder? _()_

    In The Emotional Lives of Buddhist Monks in Modern Thai Film (Journal of Religion & Film 14:2, 2010) schreibt Justin McDaniel: "When they [i.e., monks] are called to perform a wedding or a funeral, they sit still in rows (of nine or four respectively), often holding sacred string (sai sincana) and chanting with eyes closed in unison" (S. 2). Demnach wird der sai sincana auch bei Beerdigungen in Thailand verwendet.


    Salguero schreibt in Honoring the Teachers, Constructing the Lineage:


    Zitat

    Sai sin is a common feature in Thai rituals, but its use is taken especially seriously among healers in Chiang Mai. It has multiple functions that are directly relevant to controlling spirits and energies: it can be used to delineate a protected space, as an implement for binding beneficial influences

    to the patient’s body, as a vehicle for trapping and removing evil influences, or as a conduit to direct or channel the powers generated through rituals ( palang). (Salguero, C. Pierce (2017): Honoring the Teachers, Constructing the Lineage: A Wai Khru Ritual among Healers in Chiang Mai, Thailand, S. 295-318. In: Hans Pols, Michele Thompson, and John Harley Warner (eds.), Shaping Practitioners and Fashioning Health Citizenship: Medicine and Health in Southeast Asia, Singapore: National University of Singapore Press., 2017)

    Moin Thomas23 , sind das eigene Erfahrungsberichte von dir?


    Der vorderste der Reihe von Mönchen trägt eine Spindel mit einem Faden, welcher von den folgenden Mönchen in den Händen gehalten wird und welcher am Sarg befestigt ist, der sich hinter der Reihe von Mönchen befindet.


    Ich bin mir auch unsicher, hierzu habe ich dennoch zwei Ideen. Zuerst eine Beschreibung aus Birma:


    Zitat

    And, finally, villagers must perform the ceremony of seeing if the leikpya (butterfly soul) has indeed left the body. This is done by putting a mirror before the mouth of the deceased and calling out to the leikpya. Then, with a bit of white string, the invisible leikpya is drawn onto a branch of a tree. In this way it will be carried carefully to the cemetery and set free when it sees that it needs a new material embodiment. It is this butterfly soul essence that goes on from existence to existence, and for the villager it is a material thing, the vehicle of metempsychosis, the carrier of continuous kan. It is the butterfly soul that can be misdirected or lost in transit between existences, to fall in the highly undesirable category of lost and wandering souls.


    The ceremony of the leikpya soul is carried out just before the body leaves the compound and sometime after the monks have arrived. The death watchers know what a butterfly soul looks like. It is a small, circular luminosity and can be seen glowing at night if it should escape It is called butterfly because it makes a noise like the fluttering of an excited, trapped butterfly's wings. It may, during the course of the death watch, come out and circle the house three times and then return to the body. It is in a state of uncertainty and worry about reincarnation.


    This view of the soul, of the trouble of transit, of the weighing up of the next form of existence, expresses the villagers' chief concern at a funeral. It is not sorrow for a life ended, a consciousness cut off, but rather a desire to guide the nucleus of kan to its proper destination, to help a soul over the blank spots between existences, to insure speedy transfer, and to keep the chain of being intact, without anomalies like wandering souls or lost spirits that may trouble the village and even bring it calamity. (Nash, Manning (1965): The Golden Road to Modernity. Village Life in Contemporary Burma, S. 154), deutsche Google-Übersetzung


    Ähnliches gibt es auch in Thailand mit ihrem "Seelen-Konzept" von winjan und khwan, siehe Tambiah, Stanley Jeyaraja (1970): Buddhism and the Spirit Cults in North-East Thailand, u.a. S. 57-59.


    Es könnte vielleicht auch ein sai sincana (ein heiliger Faden) sein. Allerdings weiß ich nicht, ob der in Thailand auch bei Beerdigungen verwendet wird. Dieser sai sincana spielt u.a. eine Rolle bei der Übertragung von "heiliger Kraft" von einer Quelle, wie zum Beispiel Buddhastatue, auf belebte und unbelebte Objekte (Swearer, Donald K. (2004): Becoming the Buddha. the Ritual of Image Consecration in Thailand, S. 80).

    Ich will auch noch etwas zu den Gelübden (zenkai) im Soto Zen schreiben, nach: Riggs, David E. (2015): Are Soto Zen Precepts for Ethical Guidance or Ceremonial Transformation? Menzan's Attempted Reforms and Contemporary Practices. In: Steven Heine (Hg.): Dōgen and Sōtō Zēn. New York: Oxford University Press, S. 188–209.


    Die gegenwärtige Ritualform und Interpretation des Gelübdenehmens (jukai) gehen lediglich auf die Mitte des Tokugawa-Shogunats (1603–1868) zurück. Zuvor wurden sie über einhundert Jahre intensiv diskutiert und schlussendlich gewann eine radikale Interpretation: das Nehmen der Gelübde birgt die Erleuchtung selbst in sich. Damit ist das Gelübdenehmen im Soto Zen Ausdruck des Endziels der Praxis anstatt ihr Anfang (S. 189).


    Das Gelübdenehmen vervollkommnet die Praxis und findet seinen Ausdruck in zenkai itchi, die Einheit von Zen und Gelübde. Dies ist ähnlich der Tendai-Idee, dass die Gelübde Ausdruck der Buddhanatur sind. (S. 199).


    Zum Abschluss beschreibt Riggs die jährliche Gelübdenehmen-Zeremonie (jukaie) für Laien im Eiheiji mit ihrer transzendentalen Sicht auf die Gelübde. D.h., die Teilnahme an der Zeremonie ist entscheidend, nicht das Einhalten: "one somehow keeps them without keeping them" (S. 201). Ein Teil dieser Zeremonie ist das Übergeben eines Papiers mit der Aufschrift 'shozai muryo' (Kleine Vergehen sind unendlich) an den Abt. Dieser verbrennt das Papier mit der Versicherung, dass die Übertretungungen - also das karma - sich jetzt in Rauch aufgelöst haben (S. 204).


    Die Ordinanten verlassen den Tempel als Buddha neugeboren. Lastfrei von den alten begangenen Übertretungen und der Besorgnis, nach den gerade genommen Gelübden zukünftig leben zu müssen (S. 205).


    Meine Einschätzung: hier findet sich ein deutlicher Unterschied, auch in karmischer Hinsicht, zwischen Gelübdenehmen und tugendhaftem Leben.

    Ich habe jetzt noch einmal alle Beiträge von dir Sunu in diesem Faden gelesen. Ich werde aber nicht schlau daraus. Vielleicht noch ein Ding, wenn du magst. In der Großen Lehrrede über die Ursachen ist der Buddha im Dialog mit Ananda. Sie sprechen dort u.a. über Ich-Ansichten:



    Wenn er, Ānanda, Folgendes sagen würde: 'Nein, nicht sind die Gefühle mein Selbst, sondern mein Selbst ist frei von Gefühlen', dem soll man Folgendes sagen: 'Wenn es alle Gefühle nicht gäbe, gäbe es dann den Gedanken: 'Ich bin'?'" - "Nein, das nicht, Verehrungswürdiger." - "Daher, Ānanda, ist es nicht schlüssig, dieses so anzusehen: 'Nein, nicht sind die Gefühle mein Selbst, sondern mein Selbst ist frei von Gefühlen.'


    Aus MN43 - "was man fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, das erfährt man" - wird deutlich, dass "ist frei von Gefühlen" ebenfalls bedeutet: frei von Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewusstsein. Hier wird scheinbar von der Ich-Ansicht eines isolierten atman gesprochen. Wenn du dies (aber auch anderes) schreibst:


    Ein Selbst könnte man nicht wahrnehmen, denn wenn man es wahrnehmen könnte, dann kann es kein Selbst sein. Deshalb kann nirgends ein Selbst aufgefunden werden. So etwas ist einfach nicht zu finden. Dennoch kann ich daraus unmöglich schließen, dass es deshalb absolut kein Selbst gibt


    hat dies für dich einen Bezug auf das DN15-Zitat?

    Moin Sunu ,


    ich schreibe einfach mal, wie ich dich verstehe plus noch ein paar Fragen.


    Aus dem Wahrnehmen eines Dinges (dhamma) folgt zwangsläufig, dass dieses Ding nicht unabhängig ist. Wahrnehmung schließt also Unabhängigkeit aus und daraus folgt: alles Wahrgenommene kann nicht atman sein. Daraus folgt aber auch: vipassana ist keine angemessene Methode, um die (Nicht-)Existenz von (an)atman festzustellen, da vipassana eine besondere Form des Sehens und Wahrnehmens ist. Vipassana betrachtet die skandha, also bedingt entstandene Dinge, die es wahrzunehmen gilt. Alle Dinge sind anatman ist demnach keine meditative Erkenntnis - da Meditation immer mit Wahrnehmung verbunden ist -, sondern eine philosophisch-logische Schlussfolgerung.


    Atman muss also etwas absolut isoliertes, etwas kommunikationsloses sein. Etwas mit dem ich nicht über Wahrnehmung in Kontakt treten kann, weil es durch die Wahrnehmung definitorisch nicht-unabhängig ist.


    Ist das soweit richtig oder reden wir komplett aneinander vorbei?


    Zitat

    Mit dinglicher Wahrnehmung, meinte ich einfache, sinnliche Wahrnehmung...


    Was ist mit Jhana-Wahrnehmung, die ist nicht sinnlich? Oder die Nibbana-Meditationserfahrung? Sind dies Beispiele für außerdingliche Wahrnehmung?

    Wo Dinge wahrgenommen werden, bzw. Dinge sind, kann es kein Selbst geben. Allein schon dadurch, dass im Moment der Wahrnehmung eine Beziehung zw. dem Wahrnehmer und dem wahrgenommenen " Ding" besteht, kann da nichts unabhängiges aufgefunden werden. Ob es außerhalb der dinglichen Wahrnehmung jedoch ein Selbst gibt oder nicht, kann nicht erfahren werden...die Behauptung, dass es absolut kein Selbst gibt, oder dass es eins gibt, ist pure Spekulation. Buddha hat sich mit solchen dogmatischen Ansichten nicht abgegeben.


    Mich interessiert, wie du das meinst. Kannst und magst du deine Gedanken ausführlicher erklären? Sind es deine Gedanken oder hast du dies irgendwo her? Falls letzteres, dann reicht ggf. eine Quellenangabe. Was ist "außerhalb der dinglichen Wahrnehmung" und was ist dingliche Wahrnehmung?

    Nein er hat nur alles was nur denkbar ist aufgezählt und gesagt das da nirgends ein Selbst sei

    und auch Nibbana ist ohne Selbst. Mehr sage ich auch nicht. Aber da könnte man ja gleich mit der Wand reden.


    Vielleicht verstehen manche "sabbe dhamma" anders als umfassend:


    Ob, ihr Mönche, Vollendete erstehen oder ob Vollendete nicht erstehen: eine Tatsache bleibt es, eine feste und notwendige Bedingung des Daseins, daß alle Gebilde vergänglich sind (anicca), daß alle Gebilde dem Leiden unterworfen sind (dukkha), daß alle Dinge ohne ein Selbst sind (anattā).


    Dies erkennt und durchschaut der Vollendete, und hat er es erkannt und durchschaut, so lehrt er es, zeigt es, macht es bekannt, verkündet es, enthüllt es, legt es auseinander und macht es offenbar, daß alle Gebilde vergänglich sind, daß alle Gebilde dem Leiden unterworfen sind, daß alle Dinge ohne ein Selbst sind.

    Gelegentlich ein paar Tage oder Wochen oder Monate dem Buddhaland zu entsagen, halte ich für einen heilsamen Akt der Reinigung und psychischen Hygiene.


    Seit Jahren schon nutze ich die Ostern- und Adventsfastenzeit auch zum Medienfasten und bin in dieser Zeit im Buddhaland inaktiv. 7 Wochen ohne Buddhaland ist gut. Und 7 Wochen ohne pamokkha ist mein Geschenk an die Gemeinschaft. _()_


    Keine Ahnung, ob das passt:



    Vorbemerkung: Interessiert man sich für Personen(gruppen), die im Palikanon erwähnt werden, ist die beste Anlaufstelle das

    Dictionary of Pali Proper Names von G P Malalasekera. Hier auf Englisch Pali Proper Names und hier teilweise auf Deutsch Pali Namen.


    Du verweist selber auf dieses Werk (aber andere Webseite) und dort steht doch die Antwort. Es sei denn, ich verstehe deine Frage nicht recht.


    Tudu war Schüler des Gotama Buddha und erlangte unter ihm die Nichtwiederkehr. Nchtwiederkehr bezieht sich auf die Sinneswelt - also Menschenwelt, untere Himmelswelten usw. Sie werden aber in den reinen Gefilden wiedergeboren. Was ein paccekabrahma ist, wird im Palikanon nicht erklärt.

    Ich verstehe nicht was falsch daran ist zu sagen, dass Gefühl, usw. Funktionen (1 a. Tätigkeiten) sind. Was stimmt damit nicht?


    Funktion, Tätigkeit, Arbeiten ist etwas aktives. Vedana/Gefühl ist jedoch passiv, etwas dass man erleidet. Die sankhara sind aktiv, da könnte man von Funktion sprechen. Obwohl der übliche Abhidhamma-Sprech ist, dass das kiriya-citta ein »funktionelles Bewusstsein« ist, welches solche Bewusstseinszustände bezeichnet, die weder karmisch-heilsam (kusala), noch unheilsam (akusala) sind, noch auch karma-gewirkt.