Beiträge von Grashuepfer

    kilaya Ich weiß nicht, ob ich das Argument überzeugend finde, dass zu simple Lebensformen kein Bewusstsein haben können. Ich bin kein Biologe, aber ist ein Mensch nicht auch eine Ansammlung simpler Lebensformen?

    Die einzelnen Zellen in unserem Körper haben wohl, für sich gesehen, kaum Bewusstsein. Aber die Kombination davon bringt ja mitunter recht erstaunliches zu Stande. Warum sollte es bei Insekten und Einzellern anders sein?



    Niemand   Markus und ein paar andere: Ich finde diese Art, sich über diese Frage lustig zu machen, nicht allzu gelungen. Mag sein, dass euch absurd erscheint, über solch 'niedere' Mitgeschöpfe auch nur nachzudenken. Will euch nicht die Moralkeule dafür drüberziehen, kann euch da nix vorschreiben. Aber dann wärs vermutlich besser, vor eurer Teetasse vor euch hinzuschmunzeln, und euch diese gehässigen Posts zu verkneifen.


    Allerdings keine einfache Frage. Hut ab dafür, dass du sie stellst!


    Einerseits: Ich für mich habe das Grundargument, so wenig Leid wie möglich zu verursachen, und allem Lebenden ein Recht aufs Leben zuzugestehen - Leid hin, Leid her.


    Andererseits: ein klassischer Fall von Trolley-Problem. Es gibt keine saubere Lösung, bei der niemand zu Schaden kommt. Und da tendiere ich dazu, im Zweifelsfall des öfteren mal für das zu entscheiden, was ich als das komplexere Lebewesen sehe. (Um den blöden Begriff "höher entwickelt" zu vermeiden - aber eine Wertung ist natürlich trotzdem dabei). Insofern würde ich in diesem Falle dem Menschen den Vorrang einräumen, solange keine wirklich gleichwertige Alternative existiert.


    Bei einem recht großen Anteil Tieversuchen sehe ich es z.B. anders, von Fleischkonsum ganz zu schweigen. Aber das sind Dinge, bei denen einmal oft Säugetiere herhalten müssen, denen ich im Abwägungsfall schonmal etwas mehr Rechte einräume, und vor allem, bei denen oft ohne das Tierleid die Situation auch befriedigend gelöst werden kann.

    Ich persönlich finde nicht, dass du das alles vergessen musst, was du da erlebt hast.


    Du solltest halt wissen, dass es mit buddhistischer Meditation nichts zu tun hat. Wenn man beginnt, zu meditieren, dann treten solche Dinge schon auch manchmal auf, dass man seltsame Sinneseindrücke bekommt usw.. Man wird fast immer nichts darauf geben, und in Ruhe weitermeditieren, daher kommen diese Ratschläge mit dem Vergessen.


    Aber ja - wenn du jemanden vor Ort hast, der kundig ist und Meditationsunterricht anbietet, dann ist das auf jeden Fall der beste Weg. Falls nicht, so kannst du, wie von mir beschrieben, mit einer einfachen Achtsamkeitsmeditation beginnen.

    Ich find den Begriff echt problematisch.


    - Zum einen muss man schon sehr genau hinschauen, um den Unterschied zu erkennen zwischen Geschlechtswahn und Geschlechterwahn.


    - Zum anderen ist "Wahn" schon ein sehr stark wertender Begriff. Der ist emotional besetzt und sagt m.E. sehr viel mehr aus als der relativ objektive Begriff "Anhängen". Wahn hat was alarmierendes, sehr bedrohliches.


    - Mir ist diese Formulierung von "Geschlechtswahn" im Buddhismus auch noch nie begegnet. Wo wird das denn so gesagt?

    Ich würd mal das Thema mit den Psychedelika da nicht mit reinnehmen, da ist hier aus der Entfernung viel Spekulation dabei. Viele Leute kommen über psychedelische Erfahrungen zur Meditation. :angel:


    Was du beschreibst, könnte etwas tranceartiges gewesen sein. Aber ich stimme Axel insofern zu, als dass das mit buddhistischer Meditation nicht viel gemeinsam hat. Ich würde vorschlagen: Lass die Erfahrung einfach mal so ruhen, und beginne mit einer Achtsamkeitsmeditation:


    Eine typische Einsteigermeditation wäre: Ohne Musik hinsetzen, zur Ruhe kommen, die Atmung beobachten. Egal, welche Gedanken dir kommen und welche Gefühle, die dürfen alle da sein. Aber fang nicht an drüber nachzudenken - lass sie vorbeistreichen, und beobachte das mit etwas Abstand.

    Klingt leicht, ist es aber nicht. Man lässt sich immer wieder von den Eindrücken einwickeln. Dann kommt man zur Atmung zurück, immer und immer wieder. Mit der Zeit wird sich eine gewisse Ruhe einstellen, und der Geist wird klarer.


    Hier, mal eine ganz knappe Anleitung:

    achtsamkeitsmeditation.pdf


    Das Thema Meditation ist riesig, es gibt viele Techniken und Ausprägungen. Aber das von mir genannte wär ein guter Einstieg. Mach das mal ein paar Wochen lang möglichst regelmäßig, das wird schon einiges bringen. Danach kann man schauen, ob du mit einer weiterführenden Technik beginnen willst.

    Nein. Das Wort ist kein buddhistisches, sondern ein modernes und westliches. Es wird meistens von Leuten verwendet, die eine klare Einteilung in Männer und Frauen haben wollen, und die sich darüber aufregen, dass es da heute verschiedene Auffassungen und einen Trend zur neutralen Formulierung gibt. All das sehen sie als bedrohlich an, und betiteln es mit Geschlechtswahn.


    Ich sag nicht, dass du es so verwendest, kesakambalo . Wär mir bei dir noch nie aufgefallen. Aber du solltest wissen, dass dies der Hintergrund ist, vor dem dieses Wort steht.

    Hi C-Jay, willkommen!

    Wie von anderen schon gesagt - die buddhistischen Techniken und Denkweisen sind vielfältig, und da kann man sicher viel hilfreiches rausziehen, auch wenn man sich nicht voll damit identifiziert. Wünsche dir eine gute Zeit hier im Forum.

    Mei, man kann es natürlich als Stütze sehen. Es ist ja durchaus legitim, am Anfang erst einmal Bedingungen zu schaffen, die dem Erreichen einer gewissen Ruhe zuträglich sind. So, wie man halt eher in einer ruhigen Ecke zu ähnlichen Zeitpunkten sitzt, und nicht unregelmäßig an immer anderen Orten in der Innenstadt... zumindest, solange man noch kein Vollprofi ist. Natürlich muss man diese Stützen dann auch abbauen, wenn man Fortschritte gemacht hat, sonst kommts zur Stagnation. Insofern - warum nicht?


    Aber ich stells mir halt schwierig vor. Da schlafen einem doch nach ein paar Minuten die Arme ein? Und wenn man Zugang zu einem ansatzweise ruhigen Raum hat, braucht man es wohl eher selten.

    Ich fasse zusammen: Es gibt also nicht kein Selbst, weil es ja sonst ein Selbst geben müsste, das fälschlicherweise denkt, dass es ein Selbst gibt, welches es nicht gibt. Ist doch easy 8).


    Im Ernst: so schwierig braucht man es doch nicht zu machen. "Selbst" bedeutet meist zwei Dinge.

    a) Eine unsterbliche, unveränderliche Seele, die durch Inkarnationen geht

    b) Ein abgetrenntes, einheitliches Menschenwesen.


    Beides gibts eben nicht, es gibt nur Bedingungen, die eine Weile zusammentreten und sich dann wieder auflösen. Insofern gibts unendlich viele kurzlebige Selbsts, aber im Gesamten gesehen, ist alles im Fluss und alles ist verbunden. Das war's, kein großes Geheimnis.

    Ich würd sagen, der Zugang dazu ist nicht wirklich ein logischer. Es ist ein Gefühl, eine universelle Offenheit, zu der es verschiedene Wege gibt. Rational


    Man kann es rational beschreiben, ich versuchs mal. Aber ich weise darauf hin, dass das nur eine grobe Erklärung ist, und keinesfalls "Das Ding an sich". Eine Annäherung.


    Für mich persönlich hat sich der Zugang dazu ergeben, als ich mir darüber klar wurde, dass alle Trennungen zwischen Menschen nur an der Oberfläche existieren. So wie... ein Baum zwar Stamm, Krone und Wurzel hat. Aber wenn man hinschaut, und sieht, wo genau hört der Stamm auf und die Wurzel fängt an - welches Molekül gehört zu A, welches zu B? Das kann man nicht sagen, man muss einfach irgendwo eine Trennlinie ziehen, oder sich damit abfinden, dass das nicht so klar auseinanderklamüsert werden kann, und dass es nur Begriffe sind. Dem Baum ist es wurscht, wie man welchen Teil von ihm nennt. Dem Wald ist es egal... und so weiter.


    Und ich hab mich als so einen Ast verstanden, der eigentlich nicht von der Wurzel getrennt ist, der der Baum ist, der Wald... Und somit gilt diese universelle Offenheit aus ganz egoistischen Grünen allen und allem - denn damit finde ich mich mit mir selber ab. Natürlich reg ich mich immernoch über andere Leute auf - aber wenn ich ganz zur Ruhe komme, dann kann ich damit in Kontakt treten. Und ich arbeite daran, dass ich das immer seltener vergesse.


    Weiß nicht, ob das albern klingt. Wie gesagt, das nachzuvollziehen ist einfach, es nachzuerleben ist es wohl nicht. Aber es gibt viele Wege dazu - zum Beispiel Metta-Praxis.

    :warn: Ist es auch Sexismus, wenn es stimmt? :?

    Nein, dann wäre es nicht sexistisch. Aber wenn man deinen Beitrag als ernsthafte Aussage nimmt, dass verheiratete Männer keine Erleuchtung erlangen können, weil die Ehefrauhen sie triezen, dann ist das so lupenreiner Sexismus, dass man schon von Laborqualität sprechen könnte.


    Haha Axel , das Lied hat genau das richtige Ernsthaftigkeitsniveau für diese Debatte. (Keine Ironie!)

    Da bin ich mal gespannt was du berichten wirst. Ich war noch bei keinem, hab aber schon an der "One World in Dialogue"-Skypeserie teilgenommen. Ich betrachte das ganze ja als "Externer". Bin kein Anhänger der integralen Bewegung oder von Steinigers Wir-Räumen. Es sind viele Gemeinsamkeiten da, aber der Schwerpunkt ist doch deutlich anders als beim Buddhismus.


    Nur damit ihr das einordnen könnt. Ich finds sehr interessant, was die machen, will aber nicht, dass man denkt, ich machte dafür direkt Werbung. Aber da es in Magazin nicht so sehr darauf ausgerichtet ist, sondern sehr viele verschiedene Perspektiven zur Sprache kommen, kann man das auch als Buddhist mit Interesse lesen.

    Hm, wenn Steininger einer Sache unverdächtig ist, dann der, sich zu kurz zu fassen *g*. Dieser Ausschnitt ist tatsächlich nicht sehr gelungen und es ist schwer, was dazu zu sagen. Es wäre wohl besser gewesen, einen ganzen Artikel online zu stellen, damit man sich ein Bild machen kann. So steht dieser Ausschnitt seltsam kontextfrei im Raum. Das Inhaltsverzeichnis zu posten, ist eine gute Idee Bara , das sagt etwas mehr aus.


    Das ist gewissermaßen der Witz an der Zeitung, dass es keine zentrale Agenda gibt, sondern dass ein möglichst bunter Strauß zusammengetragen wird. Genau zu dieser Frage, was ist dann Religion, was ist Spiritualität, wird man eine ganze Reihe unterschiedlicher und widersprüchlicher Positionen finden. Nicht immer einfache Lektüre, aber sehr bereichernd, grade weil man immer über den Tellerrand hinausgeführt wird. Jedes Heft behandelt ein Thema, da kommen ein paar "Integrale" zu Wort, ein paar "Religiöse" und alle möglichen eher säkularen Experten, die damit gar nichts zu tun haben. Auch Aktivismus ist ein großes Thema, zu dem immer wieder interessante Leute vorgestellt werden, mit allen denkbaren Hintergründen.


    Ein Hauptgrund, warum ich die Hefte öfter liegen lasse, ist, dass ich, was intellektuelle Informationen angeht, ziemlich ausgelastet bin. Ich arbeite den ganzen Tag mit dem Kopf, nehme ziemlich viele Informationen auf, da ich zwei Tätigkeiten kombiniere, die das beide erfordern. Daher verbringe ich dann die Freizeit selten damit, noch mehr Input zu haben, sondern nutze eher die Zeit, in der ich mal nicht denken und analysieren muss. Und die Evolve ist definitiv nix, das man mal schnell nebenbei überfliegt.

    hat es für einen Homosexuellen weniger Wert zu praktizieren ...


    Das muss man wohl am besten durch eigene Praxis herausfinden. _()_

    Ist doch ganz einfach: Wenn man in einer Sangha ist, wo das ein großes Thema ist, dann dürfte das die Praxis erschweren. Ob es weniger Sinn macht, sei dahin gestellt, das kommt dann auf die Ausmaße an. Wenn eine Gemeinschaft wirklich diese Unterscheidung und Wertung bzgl. der vier Geschlechter wörtlich nimmt, und man kann, sollte man sich wohl eine andere Sangha suchen. Sowas dürfte hoffentlich eine große Ausnahme bleiben. Notfalls müsste man es verschweigen / aushalten, wenn man keine Alternative hat.


    Ansonsten dürfte das ja herzlich egal sein. Wenn man HaushälterIn ist, sowieso. Und wenn mensch monastisch leben will, dann ist die Enthaltsamkeit ja ohnehin geboten, wie du auch schon sagtest, Sungi .