Posts by Martinistweg

    Da liegt der Hund begraben.

    Für die meisten Menschen gibt es einen Weg in die Freiheit, einen Stromeintritt usw, eine Erleuchtung, Wiedergeburt, Nibbana.

    Jemand der in den Vertiefungen nichts mehr vor findet als diesen Ich-Gedanken, diese Idee von einem Selbst, der schaut der Wahrheit zum ersten Mal ins Auge.


    Wenn der Pfad zur Frucht führt, "dreht" er sich um, und wird erkennen, dass es keine Wesen gibt die Befreiung erlangen können, weil sie an ein Wesen glauben, dass in der Welt Leiden, Glück, Einsamkeit, Liebe, Geburt und Tod erfährt.


    Die Sicht auf die Welt von einem Sotapanna Anagami, Arahat unterscheidet sich vollkommen von der Sicht auf die Welt durch einen gläubigen bzw ungläubigen Menschen.


    Ich dachte immer, dass der Ärger, Schmerz, das Leiden die Wut und der Hass verschwinden würde, aber diese Dinge müssen da bleiben und immer wieder auftauchen, weil es unbeständigkeit gibt.


    Aber wenn es in der Herzens Kontemplation klick macht, dann verschwindet die Idee von einem, der diese Dinge erleben muss.


    Da ist immer noch Dukkha, aber niemand mehr, der es ergreift und sich dadurch identifiziert.


    Diese Frage habe ich mal erhalten :


    "Ajahn (Lehrer, obwohl ich nur die Aushilfe war), es scheint so, als ob Du Befreiung erlangt hast, aber warum sagst Du dann, dass es niemanden gibt der Befreiung erlangen kann. Das ist doch ein Wiederspruch!"


    Antwort : Man verliert sich ziemlich schnell in extremen Ansichten.

    Es mag sein dass es für mich keinen Weg in die Freiheit gibt, keine Wiedergeburt, keine Geburt und keinen Tod usw, aber für die meisten von uns gibt es das, weil wir durch den Glauben an ein Ich, die fesseln anlegen, den Samen für Dukkha sähen.

    Siehst du das hier (Ich zeige auf die Katze auf meinem schoß die sich wie ein König benimmt).


    Wir sehen das Tier, und im Kopf entsteht die Bezeichnung "Katze", wir mögen Sie, oder eben nicht.

    Wir glauben das wir eine Katze sehen, fühlen und erleben, aber für mich ist diese Halle komplett leer.

    Ich sehe hier nur Elemente die sich ständig neu anordnen müssen und nur Unwissenheit versucht eine Welt zu kreieren, die meinen hoffnungsvollen Glauben an ein Ich bestätigen soll .


    Wenn Sehen, hören usw nicht durch Weisheit ent-täuscht wurde, entstehen daraus die Geschichten der Welt, die uns Leiden lassen.



    Heute können wir viele Bücher von den ganz großen Lehrern aller Traditionen lesen, und indirekt versucht man deren Einsicht eins zu eins zu übernehmen.


    Aber ein Ajahn Chah oder eine Tenzin Palmo werden wohl nicht viele Bücher und dhammatalks verfasst haben, als sie noch keine Sotapanna, Arahats usw waren.


    Das was wirklich schwer zu verstehen ist, ist eben das oben beschriebene.


    Für den Paul aus dem Buddhaland gibt es noch ein Selbst, dass er aber selbst kreiert und am Leben erhält.


    Er sieht dann natürlich einen Wiederspruch in Anatta und Nibbana.


    Der Arahat Paul sieht, dass es kein Selbst gibt, und keine Wesen die einen Pfad zur Freiheit gehen können.

    Er weiß das wir Hölle, Himmel, Wiedergeburt usw erschaffen, und das wir den Schlüssel zur Freiheit schon in unserem Herzen haben.


    Ein guter Lehrer würde im Retreat, diese ganzen Bücher, Diskussionen aussperren.

    Er würde dir zeigen, wo du die Antworten auf Fragen findest, die du dir jetzt noch nicht einmal vorstellen kannst.


    Nibbana (und hier kann ich mich nur wage dazu äußern, weil ich kein Arahat bin) ist für mich kein Platz wo für immer Milch und Honig fließt, wo mich die Katze nicht als Personal sondern als gleichberechtigen Mitbewohner sieht, nein es ist einfach nur jene Freiheit die entsteht, wenn das kühle Stille Meer des Friedens alle Feuer gelöscht hat.


    Sollte diese Freiheit eintreten solange dieser Elementehaufen noch intakt ist, wird all das Leiden nach dem Zerfall des Körpers wie ein kleiner Rauchfaden nach dem verlöschen des Feuers in den kühlen klaren Sternenhimmel empor steigen.


    Die Leute werden vielleicht sagen : Dieser Typ war ein arroganter Idiot, oder ein lieber Mensch, aber du wirst wissen, dass da niemand war.


    Es ist kein Weg ins Paradies, sondern ein letztes verlöschen im stillen Meer des Friedens.

    Da endet die Geschichte.



    Mögen wir alle Frieden finden!

    Ich habe meistens sehr lange Retreats gemacht, und wir hatten fast täglich Kontakt mit dem Lehrer.

    Manchmal habe ich als "Diener" für einen sehr berühmten Lehrer "gearbeitet", dann war ich fast 24 Stunden in seiner Nähe.


    Ich hatte zwei Lehrer die mehr oder weniger meine Gedanken lesen konnten. Ich bin niemand der ein Tagebuch führt, einen Seelenverwandten hat dem er alles anvertraut, noch schreibe ich über meine innersten Vorgänge auf Facebook.


    Aber diese Leute wussten alles über mich.


    In unserer Tradition gibt es so eine Art von Landkarte für die Meditation. Davon wusste ich die ersten Jahre nichts.

    Meine Lehrer konnten mir anhand meiner Erzählungen genau erklären, wo ich umgehe, was ich falsch mache, und wie weit oder nah ich von der Freiheit entfernt war.


    Vor kurzem habe ich einen meiner Lehrer wieder besucht, und er erkannte wohl das ich ihn sehr mag.

    Ich wollte einfach nur in seiner Gegenwart sein und stellte deshalb Fragen, auf die ich die Antwort schon lange hatte.


    Bei jeder Frage sagte er zu mir : "Das weißt du doch schon längst, lass die anderen Leute ihre Fragen stellen"


    Und danach hat er mich zum Mittagessen eingeladen.

    Er wusste wohl das ich einfach gerne in seiner Nähe war.


    LG Martin

    Schadensfreude war ein Ausdruck meiner Hilflosigkeit.

    Als ich meinen Scherbenhaufen halbwegs beseitigt hatte, hat sich das ganze verwandelt.

    Es gibt inzwischen keinen Tag an dem ich nicht den Schaden der Wesen übernehmen möchte.

    Das Leiden dieser Welt wird niemals verschwinden, aber durch die Praxis kann das Herz entschieden was es ertragen, ergreifen und transformieren kann.

    In dem ich nicht mehr da bin, kann ich da sein für die Wesen.

    Mögen wir alle Frieden finden!

    Ich habe so ein Mantra auf dem Arm.

    Relativ am Anfang meiner Praxis habe ich mal ein Interview vom Dalai Lama gelesen. Kurz danach habe ich mir das Tattoo stechen lassen.


    Während meiner Retreats in Thailand, China, Korea, Deutschland, Indien, Nepal, Frankreich, Myanmar hat mich niemand darauf angesprochen.


    Ich würde mich heute nicht mehr tätowieren lassen, bereue aber nichts.


    Die Tage vor mir sind nicht mehr so zahlreich, wie die Tage hinter mir, und vielleicht nützt mir dieses Mantra was, wenn dieser Elementehaufen zerfällt.


    Als ich vor ein paar Jahren operiert wurde, habe ich laut der Krankenschwester beim aufwachen, das Mantra Buddho rezitiert.

    Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber mein Herz erinnert sich inzwischen daran.


    Aber wie schon ein anderer User geschrieben hat, würde ich mir niemals einen Buddha tätowieren lassen.

    Das könnte in Asien zum Beispiel, zu massiven Problemen führen.


    Ich wusste schon nach dem ersten Retreat, dass ich für immer ein Schüler von Buddha sein werde.

    Falls dein Herz die buddhistische Lehre noch nicht mehr liebt als alles andere, würde ich mit dem Tattoo warten.


    Alles Gute für dich!


    LG Martin

    Guten Morgen!


    Heute habt ihr dieses enorme Wissen, dass euch 24 Stunden am Tag durch das Internet, Bücher usw zur Verfügung steht.

    Ich sehe es gerade hier im Retreat.


    Laut Fragebogen sind hier 80 % der Menschen Anfänger, aber die Fragen dich ich erhalte sind Sagenhaft.


    In meinem ersten Retreat wusste ich nichts von Sotapanna, Anagami, jhana, Abkürzungen in anderen Traditionen usw.


    Ich hatte einen Lehrer der mich inspiriert hat, und der mich wohl besser kannte als ich mich selbst.


    Zur Not geht es schon ohne Lehrer, aber ein Lehrer ist extrem wichtig.

    Warum?


    Dir selbst stimmst Du meistens zu.

    Niemand kann Dich dann stoppen.


    Meine Lehrer konnten mir detailliert erklären, wo ich gerade in der Meditation stehe und wie es weiter geht.


    Manchmal sieht man das zum Beispiel im Internet.

    Die Leute verfassen diese langen Texte, übersetzen und interpretieren sie, und ein paar Wochen später verlassen sie mit einem großen knall das Forum, weil sie ihre Zeit nicht an die Unwissenden und Undankbaren Leute verschwenden wollen.


    Sie gehen davon aus, dass sie alles wissen und der Rest nicht.

    Und nach ein paar Monaten kommen sie dann mit einem neuen Account zurück und setzen ihre Mission fort.


    Danach hatte ich noch andere Lehrer, und danach wurde alles zu meinem Lehrer.


    Irgendwann kommt der Punkt, wo man Belehrungen auch vom eigenen Herzen hört. Theoretisch gesehen müsste man dann nicht mehr zu einem Lehrer, aber in unserer Tradition ist der Lehrer nicht nur der Lehrer, wenn man Glück hat, ist er auch gleichzeitig Vater-Mutter-bester Freund.


    Man muss nicht praktizieren und einen Lehrer haben, sondern man darf praktizieren und einen Lehrer haben.


    Welch ein Segen!


    Ich habe zwei mal Zuflucht genommen.

    Einmal offiziell in einer Zeremonie, und ein paar Jahre später alleine in einer einsamen Hütte im thailändischen Wald.


    Falls du irgendwie die Möglichkeit hast, dann suche dir einen Lehrer und eine Sangha.

    Ich habe am Anfang sehr lange Retreats gemacht und konnte danach für ein Jahr den Lehrer nicht mehr sehen, und da musste ich mich halt alleine durchkämpfen.


    Aber ohne meine Lehrer, würde ich heute nicht da sein, wo ich jetzt bin.

    Sie sind für mich so wichtig wie meine Eltern.


    Alles Gute für dich!


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Martin

    In Englisch :

    New book: The Only Way to Jhāna by Ajahn Nyanamoli - Samanadipa Forest Buddhist Monastery
    Meditation according the early Suttas This book offers a practical guide on how virtue and sense restraint, paired with ‘concurrent attention’, result in what…
    www.samanadipa.org


    "Meditation according the early Suttas

    This book offers a practical guide on how virtue and sense restraint, paired with ‘concurrent attention’, result in what the Buddha described as jhāna meditation or an experience elevated from any obstructive states. The early Suttas explicitly repeat that the only way to this purification is through the taming of the mind by withdrawing it from unwholesome actions and intentions. This is known as the Gradual Training: keeping the precepts, sense restraint, guarding the senses, moderation in eating, wakefulness, recollection and awareness, seclusion, overcoming the five hindrances (lust, aversion, sloth, agitation, doubt), and living in jhāna. "



    LG Martin

    Es ist so wie es ist.

    Ich bin das.

    Jetzt weiß ich wieder wer Du bist.

    Die Namen ändern sich, aber nicht die User.

    Welcome back!


    Askese alleine, muss keine Einsamkeit mit sich bringen.

    Oft baut man sich einfach einen Schutzschild auf, um sich vor der "bösen und unfairen" Welt zu schützen.

    Wirkliche Askese ist eine Herzensangelegenheit, die im Endeffekt unabhängig von den äußeren Umständen ist.

    Mein Lehrer hatte mehrmals die Woche über 100 Besucher pro Tag, und war wohl mehr Asket als ich in meiner abgeschiedenen Hütte im Urwald, mit tausenden Besuchern im Geist.


    Alles Gute für deinen Spaziergang und schöne Weihnachten!


    LG Martin

    Nach all den Jahren der Praxis kommt es mir so vor, als ob ich meine christlichen Wurzeln viel besser verstehe.

    Natürlich gab es speziell als Mönch eine Phase, wo ich nichts mehr von solchen Sachen wissen wollte, ja sogar von anderen buddhistischen Traditionen.


    Die verbleibenden Familienmitglieder kommen in diesen Tagen zusammen und wenn ich so in die Runde schaue, wird mir erstens klar, wie viele geliebte Menschen und Tiere nicht mehr da sind, und das die Gruppe immer kleiner wird.


    Diese ständige Begegnung mit der Vergänglichkeit macht diese Zeit für mich besonders wertvoll.


    Jetzt wo ich viele Wunden versorgen und heilen konnte und wo mein Suchen ein Ende hat, möchte ich meine verbleibenden Tage mit Liebe, Mitfreude und Mitgefühl füllen, und es spielt für mich keine Rolle mehr, ob

    nun Weihnachten, Ramadan oder was auch immer ansteht.


    Schon dieses kleine Stück an Freiheit hat mir den Zugang zu den schätzen dieser Welt ermöglicht.


    Frohe Weihnachten!

    Mögen wir alle Frieden finden!


    LG Martin

    Es gab eine Zeit, wo ich jeden Moment geliebt habe. Sogar meine gesundheitlichen Probleme.


    Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich nichts anderes als die buddhistische Lehre, die meine innere Leere mit Geduld, Liebe, Mitgefühl und Mitfreude gefüllt hat.


    In jener Zeit, wo ich noch keine Lösung gefunden hatte, liebte ich wahrlich jeden Moment, weil er mich wieder auf den Kurs gebracht hat.


    Manchmal habe ich nämlich die temporäre Abwesenheit von Leiden, mit Glück verwechselt.

    Und wer stürzt sich schon in die Praxis wenn alles super läuft...

    Leiden war für mich nicht nur Leiden, sondern ein Lehrer.

    Ajahn Krebs, Ajahn Liebeskummer, Ajahn rückenschmerzen.

    Ich liebe meine Lehrer und deshalb liebte ich jeden Moment.



    Inzwischen hat sich was geändert.

    In der Stille des Herzens verschwindet die Welt natürlich nicht, aber sie hat keinen Einfluss mehr auf den Frieden und die Freiheit.


    Die unterschiedlichen Sichtweisen und Traditionen sind für mich keine Irrlehre, sondern eine Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern.


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Martin

    Unser Lehrer in Thailand hat uns einmal im Jahr ins Gefängnis und in ein Hospiz geschickt zum unterrichten.


    Im Hospiz konnte man eigentlich nur noch da sein und die Hand halten, aber im Gefängnis konnte man nach nur einer Woche einen deutlichen Unterschied sehen.


    Leider hat Corona alles zum stillstand gebracht.


    Von Thich nhat hanh gibt es ein Buch (Frei sein wo immer du bist), das nach einem Besuch in einer haftanstalt entstanden ist. Ein kleines aber sehr schönes Buch.


    LG Martin

    Ich danke Dir dafür!


    LG Martin

    Gute Besserung!

    Mein Körper hat sich eine zweite Corona Infektion geholt.

    Wenns läuft, dann läuft es 😂


    Ich habe 10 bis 15 Jahre lang ein Mantra benützt, in Verbindung mit der Konzentration auf die Nase.


    Ich mache diese Sachen nicht mehr, aber in Wirklichkeit ist es immer nur eine Herzensangelegenheit.


    Im Endeffekt ist die Freiheit des Herzens, auch ein frei sein in der Wahl der Hilfsmittel.


    Alles Gute für dich!

    Schaffe dir einen Tempel im Herzen, der zwar offen für die Welt ist, aber nicht alles darf in diesen Bereich.


    Kreiere dort kein Schlachtfeld, sondern einen Platz voll von liebender Güte.


    Dein Mitgefühl und deine Sorge um die Welt ehrt Dich, aber bevor Du eine wirkliche Hilfe bist, musst Du dort Heilung, Ruhe und Frieden finden, wo die ganzen Probleme der Welt entstehen, nämlich in Dir.


    Die Welt ist weder Gut noch Böse, Fair oder unfair. Sie ist wie sie ist, und durch die Vergänglichkeit muss sich alles immer wieder ändern.


    Das ganze Universum ist für mich nicht mehr, als ein Geistesmoment der mich gerade bewegt.

    Ich habe nicht viel Einfluss auf die Welt, aber man ist dem ganzen nicht hilflos ausgeliefert.


    Früher wollte ich die Familie und Freunde zum Buddhismus bringen, den Tieren helfen, aber das hat so nicht funktioniert.

    Das Leiden in mir wurde größer und größer.


    Eines Tages saß ich auf dem Kissen und sah die Hilflosigkeit und die Wut.

    Aber ich wusste auch, dass ich diese Sachen nicht ergreifen muss. Zum ersten Mal habe ich eine Freiheit des Herzens erlebt.


    Bevor man der Welt helfen kann, sollte man verstehen was und wer man ist.


    Ich helfe heute einigen Menschen, indem ich meine Ruhe und meinen Frieden mit ihnen teile.


    Wenn du den Fels in der Brandung in dir gefunden hast, dann kannst du andere Wesen helfen.


    Man sollte ein gewisses Maß an innerer Freiheit von Trauer, Hass, Wut, Freude, Liebe erlangt haben, bevor man sich dieser noblen Aufgabe widmet.


    Wie gehe ich mit solchen Emotionen um?

    Ich verwechsele die Wolken nicht mit dem Himmel, und den Himmel nicht mit dem Universum, und das Universum nicht mit dem Geist.


    Sila, Samadhi geben mir die nötige Kraft für den Weg.


    Mach es dir nicht zu schwer.

    Versuche das Leiden für dich und andere zu vermindern, teile deine Liebe mit jedem der sie haben möchte und braucht.

    Aber kreiere keinen neuen Krieg in der Welt.


    Da ist Leiden, Freude, Hass, Angst usw, aber niemand der diese Dinge erlebt.


    Verstehen, Lieben, Loslassen und immer wieder diese Quelle erforschen, dann wirst Du Frieden finden.



    LG Martin


    Mann das ist nicht einfach :(

    Das folgende hat mir bei meinen Fragen geholfen :


    Vipassana Meditation




    Dort findest Du Deine Antworten, aber der Beginn ist definitiv nicht einfach.


    Alles Gute für dich!


    Martin

    In der Meditation kann man diese kleinen Energiepunkte sehen, die die Basis dieser Welt sind.

    Wenn man sich diese Punkte genau ansieht, kann man sie wie ein Seil verwenden um in die Vergangenheit zu gelangen. Ist aber eine komplizierte Sache..


    Wenn ich durch die Welt gehe, dann kann ich mich entscheiden, ob ich die Welt so sehe, wie ich es gelernt habe, oder sie so zu sehen, wie sie ist.

    Für mich ist die Welt eine Täuschung, in der es in Wirklichkeit keinen Tod, keine Geburt bzw Wiedergeburt gibt.

    Nur meine Unwissenheit wird wiedergeboren.



    Diese Fähigkeit kommt aber erst, wenn man mal Anatta wirklich gesehen hat

    Am Anfang dachte ich immer, dass diese Punkte den Urgrund des Universums darstellen, aber jeder dieser Punkte ist leer.

    Auf dieser Ebene sieht man zum Beispiel Gott durch die eigene Augen zu sehen, aber auch das ist eine Täuschung.

    Wenn man diese ganzen Enttäuschungen ent-täuscht hat, bleibt nichts mehr übrig, dass Geburt, Tod, Leben erfährt.

    Nach dem Prozess fällt man nicht sofort um und löst sich auf, aber man schlägt keine Wurzeln mehr in dieser Welt.

    Wenn man zum Beispiel Sieht, es aber nicht bei dem sehen belässt, dann entsteht Geburt, Leben und Tod.


    Das ist aber nichts, was man durch Bücher und Talks lernen kann.

    Dafür meditiert man.

    Die Täuschungen erkennen, die fesseln durchtrennen und keine (Wieder) Geburt mehr annehmen.


    LG Martin

    Könnt ihr das alles nicht sehen, oder warum tut man so gesehen eher Nichts/ Nicht-Handeln/ Pause/ Meditation?


    In meinem Umfeld gibt es viele Impfgegner und Menschen die daran glauben, dass die Politiker, Ärzte, Familie Rothschild und Gates sie versklaven und töten wollen.


    Als ich mich heimlich geimpft hatte, wurde ich ziemlich schnell als Verräter und idiot beschimpft.

    Heraus gekommen ist die Sache, weil ich weiterhin arbeiten durfte ohne größere Auflagen.

    Ich bin relativ Wohlhabend und Single, und jemand hat mich dann sogar gebeten ihn als Erbe einzutragen, weil bald kleine Roboter und Metallteile in der Impfung mich innerlich verbluten lassen würden.


    Ich habe da ein paar interessante WhatsApp erhalten.

    Mir hat mal jemand die Maske heruntergerissen weil es dann keine Maskenpflicht mehr gab.


    Mich persönlich hat es nicht interessiert ob jemand geimpft war, oder eben nicht.


    Aber es gab kein anderes Thema mehr.

    Vor 20 Jahren wäre ich auf deren Seite gewesen und deshalb habe ich mich gefragt, warum das jetzt nicht mehr so ist.


    Erstens habe ich mein chaotisches Leben durch die buddhistische Lehre in Ordnung gebracht.

    Ich habe meine Schulden bezahlt, mein Konsumverhalten überdacht.


    Plötzlich wurde mein Leben viel einfacher und ich konnte wieder gut schlafen.


    Dann habe ich damit begonnen, wenig bis gar keine Nachrichten zu lesen.

    Ich habe mich von Menschen getrennt, die mir nicht gut taten.


    Ich habe weder meinen Gedanken noch den "wahren" Informationen der bekannten bedingungslos geglaubt.



    Seit ich der buddhistischen Lehre Priorität gegeben habe, hat sich mein Leben grundlegend geändert.


    Ich bin nicht unbedingt glücklicher geworden, und das Leiden und die Ungerechtigkeit der Welt ist nicht verschwunden.


    Ja da ist Hass, Angst, mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit, aber niemand mehr der diese Dinge ergreift, erlebt, fürchtet und festhält.


    Wir werden heute ständig teils ungefragt mit dem Thema konfrontiert, und das hinterlässt spuren in der psyche.


    Die buddhistische Lehre hat meine innere Lehre mit Metta, Mudita, und upekkha gefüllt, und weil ich inzwischen weiß, dass ich nicht sterben kann und niemals geboren wurde, fürchte ich mich nicht vor den Geschehnissen der Welt.


    Möchtest du Frieden finden, dann ist Vipassana der Weg in die Freiheit.


    Bis dahin würde ich den Konsum von Internet, Nachrichten, Informationen der Bekannten usw drastisch einschränken.


    Ich wünsche dir alles Gute!


    Martin

    OK.

    🙏

    Das hab ich hier auch schon mal geschrieben: Bei den Reden Buddhas tauchen nie die auf, die für die Hausväter oder Führenden arbeiten müssen. Sklaven, Leibeigene, Unberührbare kamen an Buddha nicht ran. Die wussten auch, dass sie es nicht wagen durften, den Erleuchteten anzusprechen. Außerdem hätte er ihnen mit seinen Theorien ohnehin nicht bei ihrem Leiden durch Stand und Arbeit helfen können.

    Sunita - Wikipedia


    Die anderen Namen muss ich noch recherchieren.


    Während sich die unberührbaren im Hinduismus mit ihrem Schicksal abfinden mussten, hat er es nicht akzeptiert.

    Dieser Beitrag von dir ist nicht korrekt.


    🙏


    Besonders tragisch ist es, dass Westler, die sich dieser Kultur angeschlossen haben, trotz anderer Wurzeln alles akzeptieren und diese Vertuschungen nicht nur mitmachen, sondern sogar überdurchschnittlich fördern, was dem Konvertitenstatus geschuldet ist. Konvertiten sind erfahrungsgemäß besonders übereifrig.

    Gleichzeitig kommt mir der Gedanke, dass vermutlich auch eine gewisse psychische Schwäche (einiger Konvertiten) da mit hineinspielt.

    Man kommt ja meistens nicht zum Buddhismus, weil das Leben so schön ist, und alles rund läuft.

    Meistens ist man mehr oder weniger kurz vor dem ertrinken oder vor dem ausbrennen.


    Wir sind Flüchtlinge dieser chaotischen Gesellschaft, weil unser Geist chaotisch ist.


    Man findet zum ersten Mal seit langer Zeit ein wenig Frieden und Glück.


    Diese Skandale bedrohen dann unser Rettungsboot. Vielleicht hat man seine Zuflucht nicht in der buddhistischen Lehre bzw dem Buddha gefunden, sondern in dem einen charismatischen Lehrer.


    Und wenn dieser Lehrer fällt, fällt man mit ihm, weil man noch nicht verstanden hat, daß ein Tropfen schwarzer Farbe, nicht den ganzen Ozean verfärben kann.


    Man sieht seine letzte Hoffnung untergehen, obwohl man in einem Meer (Buddha, Dhamma, Sangha) der Hoffnung badet.


    In unser aufgeklärten und cleveren Gesellschaft ist es fast schon verpönt, Zuflucht zum Buddha und zur Sangha zu nehmen.

    Sich vor einer Buddhastatue zu verbeugen ist nur eine Sache für die Asiaten, die nicht so viel über die buddhistische Lehre wissen wie wir.


    Wir werfen den Buddha, den Sangha, die Wiedergeburt, die himmlischen und höllenbereiche, die Rituale weg, und bauen uns einen westlichen effektiven Buddhismus zusammen, der uns schneller an ein Ziel bringt, an das wir eigentlich auch nicht glauben.


    "Es gibt nichts zu erreichen", "Nibbana ist schon hier", "Töte den Buddha"

    "Befreie dich von dem asiatischen Brauchtum!"


    Nicht blind einem Lehrer nachlaufen, aber gleichzeitig auch nicht dem kilesas durchtränktem Ego das Ruder überlassen.


    Ich glaube mein dritter Lehrer musste zum Beispiel die Robe ablegen und sogar für ein paar Monate ins Gefängnis.

    Aber deshalb war meine Zeit bei ihm keine Verschwendung, und die buddhistische Lehre ist nicht mit ihm untergegangen.


    Oft kommt es mir so vor, als ob es entweder nur Leute gibt, die dem Lehrer blind nachlaufen, oder auf der anderen Seite, Leute die Zuflucht zu sich selbst genommen haben.

    Weil sie vielleicht halbwegs erfolgreich im Leben waren, gehen sie davon aus, dass sie die buddhistische Lehre eigentlich nicht mehr brauchen.


    Vielleicht hilft da einfach nur der Mittelweg.



    LG Martin

    Die meisten von uns leben ja nicht in einem Tempel, wo man eine gewisse Etiquette einhalten muss.


    Ich habe die Meditation am Anfang wohl nicht als etwas natürliches ganz normales angesehen, sondern die 30 bis 90 Minuten auf dem Kissen als etwas außernatürliches angesehen.


    Wenn man seine lieblingsserie anschaut, oder mit einem geliebten Menschen eine tolle Konversation hat, merkt man oft ziemlich wenig von den Schmerzen.

    In Wirklichkeit zwickt es ständig irgendwo im Körper, aber noch viel mehr im Geist.


    Meditation ist für mich ein Akt des Mitgefühls, der Liebe.


    Sie hat mich nicht vor der Welt gerettet, sondern mir gezeigt, dass alles zu jeder Zeit schon in Ordnung war, wenn man erkannt hatte, wer da sitzt, sitzen möchte bzw nicht sitzen möchte.


    Wenn man das erkannt hat, ist jeder weitere Moment nur eine Art von Zugabe. Die Ewigkeit ist jetzt und völlig in Ordnung.


    Nibbana, das Königreich Gottes ist nicht irgendwo in einer fernen Zukunft, sondern ein Geistesmoment, der in jedem Augenblick erfahrbar ist.


    Das funktioniert aber nur, wenn man erkennt, wer sitzt bzw lieber liegen möchte, bzw nichts davon tun möchte.


    Zum Thema Schmerz :


    In meiner "alten" tradition nennt man den Lehrer entweder Ajahn oder Vater-Mutter-Lehrer.

    Die Schmerzen habe ich oft im Geist, Ajahn Schmerz genannt.


    Es gab unzählige Momente, wo ich mich mit dem Schmerz identifiziert habe, oder wo ich den Schmerz loswerden wollte.


    Aber da ich vertrauen in meine Lehrer hatte, und zusätzlich noch ein sturer Hund war, bin ich sitzen geblieben.

    Immer länger.

    Wurde es unerträglich, dann habe ich Metta gemacht.


    Hat das nicht funktioniert, dann habe ich zu mir gesagt, dass ich dann halt sterben müsste.


    Es gibt ohnehin keine Hoffnung für diesen Körper, und hier im Tempel, umgeben von geliebten Menschen, kann man ruhig sterben.

    Es gibt definitiv schlechtere Plätze dafür.


    Eines Tages habe ich dann innerlich einfach aufgegeben. Das fluchen habe ich gelassen, und auch das Metta.


    Plötzlich ist der Schmerz verschwunden, bzw der Schmerz war noch da, aber ich habe ihn nicht mehr ergriffen.

    Da ist Schmerz, aber niemand mehr, der diesen Schmerz ergreift.


    Mir wurde auch klar, dass ich nicht nur wegen der Schmerzen leide, sondern auch wegen der Vergänglichkeit.


    Egal wie perfekt ein Moment auch einmal war, er musste sich ändern.


    Zusätzlich wurde mir auch klar, dass viele meiner angenehmen Momente, nur eine temporäre Abwesenheit von Leiden sind.


    Und weil sich diese Dinge ständig ändern müssen, entsteht eine Art von Sättigung, reizlosigkeit.


    Man begehrt nichts mehr, bzw viel weniger.

    Man lässt immer öfters los.


    Und durch dieses Loslassen, nicht mehr ergreifen, entsteht entsteht ein kühler Frieden, der das Feuer von Dukkha langsam zum verlöschen bringt.


    Man wird sich durch die Welt immer weniger Verbrennungen holen.


    Im Liegen bin ich zwar nicht eingeschlafen, aber manchmal in einen Dämnerungszustand geraten.

    Da braucht man viel Achtsamkeit um dies zu bemerken.


    Das passiert übrigens im Sitzen auch.


    Versuche auch Gehmeditation zu praktizieren, da diese Meditation Energie gibt.


    Falls du im Sitzen oder Liegen einschläfst, dann schaue dir deine Ernährung und Schlafgewohnheiten an.


    Falls nichts funktioniert, dann lege die achtsam nieder und Schlafe ein wenig.

    Wenn du munter wirst, übe dich sofort wieder in Achtsamkeit.


    Ärgere dich nicht über dich und den Körper, sondern begegne diesen Dingen mit Liebe und Weisheit.


    Was mir zusätzlich noch geholfen hat:

    Ich habe im Liegen einen Fuß über den anderen gelegt.



    Ich wünsche dir alles Gute!


    Martin