Posts by Pause

    Üben Sie Meditation auf die gleiche Weise, wie Bauern Reis anbauen.


    Sie haben es nicht eilig.


    Sie streuen die Saat, pflügen, pflanzen die Setzlinge Schritt für Schritt, ohne einen Schritt auszulassen.


    Dann warten sie darauf, dass die Pflanzen wachsen.


    Selbst wenn sie den Reis noch nicht auftauchen sehen, sind sie zuversichtlich, dass der Reis mit Sicherheit eines Tages in der Zukunft erscheinen wird.


    Sobald der Reis erscheint, sind sie davon überzeugt, dass sie mit Sicherheit Ergebnisse ernten werden. Sie reißen nicht an den Reispflanzen, damit sie den Reis herausbringen, wenn sie ihn wollen. Wer das täte, würde am Ende überhaupt keine Ergebnisse erzielen.


    (Ajahn Thate)

    Das wahre Ziel bei der Entwicklung von Konzentration und Vertiefung besteht darin, die mentalen Energien zu bündeln und sie an einem einzigen Punkt stabil und stark zu machen.


    Dies bildet dann die Grundlage für das Wissen und die Urteilskraft, die in der Lage sind, wahre Einsicht in alle Zustände der Natur zu erlangen und alles Schädliche und Befleckende aus dem Herzen zu beseitigen.


    Daher wird die geistige Stille nicht nur für andere, äußere Zwecke entwickelt, beispielsweise für die verschiedenen Bereiche der Wissenschaft.


    Stattdessen ist sie speziell dazu gedacht, das Herz von Verunreinigungen wie den fünf Hindernissen (Nivarana) zu reinigen. Aber wenn Sie so weit geübt haben, dass Sie es beherrschen, können Sie Ihre geistige Stille auf jede Art und Weise nutzen, die Sie möchten, solange diese Nutzung weder für Sie selbst noch für andere schädlich ist.


    (Ajahn Thate)

    Ein Student bat um Erlaubnis, ein Notizbuch mit Ajahn Fuangs Lehren behalten zu dürfen, aber er lehnte ab und sagte: „Bist du so ein Mensch der immer Essen in der Tasche hat , aus Angst, dass es nichts zu essen gibt?“


    Dann erklärte er: „Wenn Sie alles aufschreiben, werden Sie das Gefühl haben, dass es in Ordnung ist, zu vergessen, was Sie geschrieben haben, weil alles in Ihrem Notizbuch steht.


    Das Endergebnis ist, dass der gesamte Dhamma in Ihrem Notizbuch steht und nichts in ihrem ❤️.


    „Die Texte besagen, dass man Weisheit erlangt, wenn man gut zuhört. Um gut zuhören zu können, muss das Herz ruhig und still sein. Man hört mit dem Herzen zu, nicht nur mit den Ohren.

    Wenn man einmal zugehört hat, muss man das Gehörte sofort umsetzen.

    Dann werden Sie von den Vorteilen profitieren. Wenn Sie es nicht in die Tat umsetzen, wird das Gehörte in Ihnen nie Wirklichkeit werden.


    (Ajahn Fuang)


    Sich nur für das Studium zu interessieren, wird keine Befreiung vom Leiden bringen. Sie müssen sich auch für die Praxis des Geistestrainings interessieren. Alle 84.000 Abschnitte des Dhamma entstanden aus dem Kopf des Buddha. Alles kommt aus dem Kopf. Was auch immer Sie wissen möchten, Sie können es im Kopf suchen.


    (Ajahn Dune)

    Ein Mann, der neu in der Praxis war kommentierte: „Ihr hättet hier mit diesem Buddhismus eine gute Religion, wenn ihr nur einen Gott hättet. Auf diese Weise hätten die Menschen ein gewisses Gefühl der Unterstützung in ihrer Praxis, wenn die Dinge nicht gut laufen.“


    Ajaan Suwat antwortete: „Wenn es einen Gott gäbe, der dafür sorgen könnte, dass alle Lebewesen auf der Welt satt werden, wenn ich einen Bissen Nahrung zu mir nehme, dann würde ich mich vor diesem Gott verneigen. Aber ich habe noch niemanden gefunden


    (Ajahn Suwat)

    Erleuchtung durch Wünsche und Gebete zu erreichen ist meiner Erfahrung nach sehr unwahrscheinlich.

    Zuerst einmal weiß man nicht was das überhaupt bedeutet.

    Man hat vielleicht viele Bücher und Texte studiert und es hat sich eine Idee bzw Vorstellung in Bezug auf die Befreiung ergeben, aber das hat nichts mit der Realität zu tun.


    Der schnellste Weg zur Befreiung ist immer eine Sackgasse, wenn er weg vom eigenen Herzen führt.

    Man hinterfragt ja vieles in der Welt, aber nicht sein eigenes Selbst.

    Dieses Selbst ist die Ursache unserer Probleme. Ohne uns ist das Leben ziemlich einfach.


    Zuerst muss man mal ehrlich akzeptieren, dass man ein Problem hat.

    Dann muss man ein Fünkchen Vertrauen haben, dass es einen Weg aus der misere gibt.

    Ich hatte mehr oder weniger keine Bücher am Anfang, aber einen Lehrer, der mich sehr beeindruckt hat.

    Ich habe seine Ratschläge zu Herzen genommen und die Praxis hatte absolute Priorität in meinem Leben.


    Dann sollte man die buddhistischen Gebote halbwegs einhalten.

    Dadurch wird das Leben für dich und andere Wesen ein wenig leichter.


    Der Schlaf wird besser, die Gewissensbisse werden weniger , und man kann sich mehr der buddhistischen Praxis widmen.


    Was ich leider ziemlich spät verstanden hatte , war die Tatsache, dass die buddhistische Praxis ein Weg der Heilung und Liebe ist.

    Und man muss diese Liebe im eigenen Herzen wirken lassen.

    Damals hörte ich zum ersten Mal von dem Nicht-Selbst, und ich ließ mir deshalb keine Liebe zu kommen, weil das für mich unlogisch war.


    In Wirklichkeit hatte ich vor meiner Praxis keine Ahnung von Liebe.


    Mehr oder weniger dienten alle meine Handlungen nur einem Zweck.

    Ich wollte dieses Ich bestätigen und beschützen.

    Da war Angst,Zweifel und Hilflosigkeit weil ich irgendwie ahnte, dass da etwas nicht stimmte


    Mir wurde schnell klar, dass ich meinen Alltag zur Praxis machen muss, weil dieses Glück, dass ich im Kloster emfand noch sehr zerbrechlich war. Es war abhängig von den scheinbar perfekten Bedingungen im Kloster.


    Im Alltag kam ich ohne der Praxis ziemlich schnell in mein altes Leben zurück.


    Ehrlich gesagt habe ich einige Jahre lang nur Ruhe in mein Herz gebracht, aber nicht nach den Ursachen meiner Probleme gesucht.


    Wie jemand der seit Jahren Schmerzmittel nimmt, aber nicht zum Arzt geht.


    Auf dieser Ebene ging es mir schon viel besser und ich dachte mir, dass dieses Ich zumindest in den Nicht-Ich Elementen weiter existierte.


    Ich war jetzt zwar ein wenig glücklicher, aber irgendwas stimmte immer noch nicht.


    Als nun mein Leben ruhiger geworden war habe ich intensiv dieses Ich untersucht und Gesucht.

    Ich war bereit auf dem Kissen zu sterben.


    Aber leider verwandelte ich mein Herz in ein Schlachtfeld.


    Eines Tages weinte ich, weil ich Magen und Knieschmerzen hatte, weil ich Müde und hungrig war.

    Ich fasste den Entschluss, dass ich aufgebe und mich um meinen Körper wieder kümmern werde.


    Und während ich aufgab, tauchte ich plötzlich zum Kern,Urgrund meiner Existenz.

    In diesem “Raum“ existierte weder Dunkelheit noch Licht, Raum, Gefühle, Hören, Sehen, Riechen.


    Nur diese Stimme, die ich immer als Ich aktzeptierte war da.

    Und als ich mich dieser Stimme näherte, wurde mein ganzes Leben zerstört.

    Es war ein zerstörerischer Moment, aber kurz danach kam ein unvorstellbares Glück .

    Diese Wellen des Glücks hielten mehrere Tage an.

    Gleichzeitig fühlte ich eine tiefe Erleichterung in mir.


    Danach war das Leben wie vorher, nur hatte ich nichts mehr zu tun damit.


    Da war immer noch Angst,Leiden, Wut, Schmerzen,Glück, Freude, aber niemand mehr, der diese Dinge ergreifen konnte und darunter leiden konnte.

    Das Leiden der Welt verschwand nicht, sondern der leidende.


    Was nützen die Wünsche und Gebete, wenn man nicht weiß was sie wirklich bedeuteten ?

    Der Weg zur Wahrheit ist eine Herzensangelegenheit, für die man Liebe,Aktzeptanz und Geduld braucht.


    Es ist ein Prozess der Liebe ,Versöhnung und Heilung.


    Wenn man das stille Meer des Friedens im Herzen freigelegt hat, dann wird man bis zum Verfall des Elementehaufens, zum Instrument, zur Quelle des Friedens und der Liebe.


    Wie ich es mal bei den tibetischen Buddhisten gelernt hatte , nimmt man dann das Leiden der Menschen in sich auf, und transformiert dieses Leiden durch die endlose Liebe im eigenen Herzen. Und diese Liebe,Ruhe und dieser Frieden strahlt dann in alle Richtungen aus.


    Erforsche unablässig dieses Ich mithilfe von Ruhe,Liebe,Geduld,Vertrauen.


    Wenn du das für dich geklärt hast, dann kriegst du antworten auf fragen, die du dir weder vorstellen kannst noch jemals gestellt hast.


    Dann wird dein Leben zum Gebet, zur Quelle der Ruhe und der Liebe.


    Selbst wenn du dann fast nichts machst, wird deine Präsenz anderen Wesen frieden und Ruhe bringen.


    Und wenn Sie ein wenig Ruhe,Liebe,Frieden fühlen, dann werden sie sich vielleicht der Quelle ihrer Probleme widmen.


    Und wenn du Frieden und Freiheit gefunden hast, dann kannst du ihnen Tipps geben .


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Lg Martin

    Haben Sie Mitgefühl mit den Menschen dieser Welt, die nicht das Glück eines friedvollen und ruhigen ❤️ erfahren.


    Diese Menschen suchen Glück und Vergnügen nur durch Anblicke, Geräusche, Gerüche und Geschmäcker.


    (Luang Por Suwat)

    Ich habe immer an ein Selbst geglaubt.

    Und dieses Selbst war einsam, aber nicht wegen der Abwesenheit von anderen Menschen, sondern wegen der Abwesenheit der Einsicht.


    Bis dahin habe ich auch an Gott geglaubt.

    Ich, der geliebte Menschen und Tiere verlor, wird später nach dem Tod meines Körpers im Himmel (wenn es gut läuft) mit diesen Wesen wieder vereint werden.


    In diesem Leben waren sie für mich verloren. Ich konnte sie nicht mehr sehen .


    Durch diesen glauben an ein Selbst habe ich indirekt jene Bedingungen geschaffen, die Einsamkeit, Angst, Hass , Neid, Wut mit sich brachten.


    Als ich dann eines Tages in der Meditation eines besseren belehrt wurde, musste ich nie wieder Einsamkeit, Angst, Hass, Wut , Ungeduld, Trauer empfinden.


    Die Welt war nachher wie vorher, nur ich war nicht mehr da. Ironischerweise schaffen wir in jedem Augenblick, wo Sehen nicht nur Sehen , hören nicht nur hören ( usw) ist, die Bedingungen für neues bzw weiters Leiden.


    Gott hat meine Gebete nie erhört, weil der glaube an (m)ein Selbst, Gott erst ermöglicht hat .


    Als ich nicht mehr da war, war das Leben nicht mehr fair oder unfair, gut oder schlecht, langweilig oder aufregend.


    Weil dieser Glaube da war, war die Welt da, mit all den Konsequenzen.

    Als dieser Glaube weg war, war da nur noch ein Elementehaufen, der sich ständig neu an ordnen musste.


    In Wirklichkeit ist da nichts neues in der Welt. Egal was man sieht,isst,riecht,fühlt usw, man erfreut, begehrt, oder man leidet immer wieder unter dem selben Komposthaufen der Elemente.


    Einsamkeit,Geburt und Tod usw sind die Resultate von dem Glauben an ein Selbst.


    Die ganze Welt ist eine Kreation des Menschen, die nur durch diesen Glauben an ein Selbst ,mit Treibstoff am Leben erhalten wird.

    Unsere Handlungen und deren Resultate sind der Treibstoff der das Feuer brennen lässt, woran wir uns dann immer wieder verbrennen, und worüber wir uns dann beschweren.


    Die Welt erscheint uns so, weil man indirekt immer damit beschäftigt ist, dieses Selbst zu bestätigen und diesen Glauben am Leben zu erhalten .


    Man kann jetzt natürlich versuchen diese Einsamkeit zu überwinden, aber der einzig wahre Weg ist die Erkenntnis, dass dieser Glaube ( an ein Selbst) eine Täuschung ist, die uns immer wieder und seit jeher enttäuscht.


    Werden wir durch den Klarblick ent-täuscht, dann werden wir nie wieder Einsam sein, nie wieder Trauer, Geburt und Tod, Hass und Wut , Angst und Ungeduld erleben .


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Lg Martin

    Danke für den Beitrag!


    Ich sehe viel von mir in deinem Beitrag.


    Als ich noch in Thailand längere Retreats gemacht hatte, war mein Alltag hier in Europa geprägt von Arbeit und Einsamkeit.

    Irgendwann hatten die Leute verstanden, dass ich erstens keine Zeit für sie hatte, und vielleicht haben sie auch bemerkt dass ich mit ihrem Lebensstil nichts zu tun haben wollte.


    Und da meine wenigen Freunde in der Theravadasangha damals ihr eigenes Ding gemacht haben, war ich echt sehr einsam.


    Ich fühlte mich aber auch relativ wohl in meiner Blase.


    Als ich dann zu einer anderen buddhistischen Richtung kam, wollte ich mich wieder ein wenig mehr öffnen für die anderen Menschen..

    Während früher mein Telefon eigentlich nicht mehr klingelte, rufen mich heute ein bis zwei Leute in der Woche an und fragen ob ich Zeit für einen Kaffee usw habe.


    Ich bin inzwischen auch verlobt obwohl ich eigentlich keinen Partner mehr haben wollte. Das war früher für mich absolut sinnlos .

    Ehrlich gesagt habe ich früher hauptsächlich für mich praktiziert.

    Ich wollte einfach nur raus aus dem ganzen.


    Ich dachte irgendwie dass ich kein Glück in diesem Leben verdiene oder finden könnte, weil ja alles vergänglich ist.

    Aber inzwischen bin ich auch ziemlich glücklich.


    Ich genieße es meine Freundin in der früh zu beobachten während sie noch schläft . Ich genieße ihre Umarmung.

    Ich genieße die Zeit mit meiner Mutter, obwohl ich jetzt ihren körperlichen Verfall sehe.

    Ich genieße meinen monatlichen Besuch in der Therme mit meinen Freunden.


    Wenn ich eines von Thich nhat hanh und seiner Sangha gelernt habe, dann ist es die Erkenntnis, dass ich trotz allem in dieser Welt glücklich sein kann und darf.


    Jetzt bin ich für andere Menschen da, die absolut kein Interesse an Religionen haben und ich nehme da viel für mich mit.


    Mögen wir alle Frieden finden!

    Jetzt kommt er doch, der lange und langweilige Beitrag.

    Aber vielleicht ist meine Erfahrung für jemanden hilfreich.


    Etwa 2009 bin ich für mein zweites längeres Retreat nach Thailand geflogen.

    Zu der Zeit war mein Geld knapp.


    Ich hatte ca 1600 Euro dabei und keine Kreditkarte.


    Vor dem Retreat gab es noch eine große Geburtstagsfeier mit mehreren hunderten von Leuten.

    Unser Abt hatte Geburtstag.


    Ich bekam eine kleine Holzhütte und man sagte mir, dass ich ein Schloss kaufen sollte.


    Ich dachte mir, für was brauche ich in einem Kloster ein Schloss und kaufte deshalb keines.

    Als ich am Abend zurück zu meiner Hütte kam, war mein Geld und meine Kamera weg.


    Mein Abt sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen sollte weil ich vor Ort kein Geld brauchen würde.


    “Hast du in deinem schon mal was gestohlen und hast du Leute betrogen?” fragte er mich.


    Ja ich habe als Jugendlicher öfters mal was im Supermarkt gestohlen.


    “Dann hast du jetzt die Möglichkeit die alten Sachen zu bereinigen ”


    Dana,Metta und loslassen sollte mein neues Übungsobjekt werden.


    Nach ein paar Wochen im Kloster wurde ich krank. Die Details erspare ich euch, aber ich brauchte einen Arzt.

    Aber ich hatte kein Geld.


    Der Abt schickte mich in ein Krankenhaus und jemand bezahlte die Behandlung und Medikamente.


    Der Abt bat mich ein Novize zu werden, weil er kein Geld der Sangha so einfach ausgegeben durfte.


    Daran hatte ich nie gedacht, aber aus Dankbarkeit für die Hilfe der Sangha sagte ich zu.

    Ich lernte die ganzen Texte und wurde dann ein Novize.


    Mein Abt sagte mir immer wieder, dass ich Metta und Großzügig üben soll, auch weil ich noch einige “Rechnungen” zu bezahlen hab.


    Aber was soll ich geben als mittelloser Ausländer und Novize?


    Ich habe dann alle möglichen Arbeiten im Kloster übernommen und mich um die ausländischen Besucher gekümmert.


    Manchmal wurde mir dann Geld gespendet (die meisten Mönche haben unabhängig von den Regeln mit Geld zu tun in Thailand).

    Dieses Geld habe ich dem Kloster gegeben.


    Manchmal habe ich 2 Euro weitergegeben und manchmal 20 Euro. (Natürlich in thailändischer Währung)


    Dann fragte der Abt ob ich ein Mönch werden möchte.


    Ich sagte ihm dass ich diese ganzen Texte nicht lernen könnte.

    Er organisierte einen Trainer für mich und ein paar Wochen später war ich ein Mönch.


    Ich wusste aber dass ich nicht immer Mönch sein wollte weil ich damals noch nicht bereit dafür war.

    Aber in Thailand kann man auch für einige Wochen und Monate ein Mönch werden.


    Dann schickte uns der Abt auf Wanderschaft zu den großen Lehrern in Thailand.

    Es war eine spannende und lehrreiche Zeit.

    Danach habe ich in einem Hospiz “gearbeitet”.


    Ich hatte immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich finanziell nicht mehr viel tun konnte für das Kloster.

    Darum habe ich einfach mein bestes als Mönch gegeben.


    Die Praxis war mein Geschenk an die Welt.


    Nach geraumer Zeit wollte ich zurück nach Hause fliegen, aber ich hatte immer noch kein Geld.


    Ich fragte meinen Lehrer was ich tun soll und er sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen sollte. Es wird sich schon etwas ergeben. Nicht sehr beruhigend 😂


    Ein paar Wochen später legte ich meine Robe ab.


    Ich überlegte mir ob ich einen guten Freund um Hilfe bitten sollte.

    Aber ich wusste nicht wie ich ihm das Geld zurückgeben konnte.


    Nach ein paar Tagen wurde ich zum Lehrer gerufen.

    Dort standen etwa 40 Menschen die sich bei mir entschuldigen wollten, weil ich in ihrem Dorf bestohlen wurde.


    Ich sagte ihnen dass es meine Schuld war und dass ich so dankbar für die Unterstützung der Sangha war.


    Meine Zeit als Mönch war sehr kostbar für mich.


    Ein älterer Mann gab mir ein Abschiedsgeschenk.

    Es waren viele weiße Kuverts.


    Ich wollte sie nicht annehmen, aber der Lehrer sagte mir, dass ich die Menschen nicht kränken sollte.


    In manchen Kuverts waren 2 bis 10 Euro drin und in anderen Kuverts waren 50 bis 100 Euro drinnen.


    Am Ende hatte ich mehr Geld als ich am Anfang hatte.


    Ich habe mir davon ein Ticket gekauft und 300 Euro behalten für die letzten Tage in Thailand.

    Den Rest habe gespendet.


    Danach ging es eine Zeit lang steil bergauf in Bezug auf meine finanzielle Situation.

    Ich habe dann Geld, Zeit und Energie für die verschiedensten Sachen gespendet.


    Es hat mich glücklich gemacht dass ich anderen Menschen und Tieren helfen konnte.


    Seit dieser Zeit hatte ich niemals wieder finanzielle Probleme und selbst wenn welche kommen würden, wäre es nicht mehr schlimm für mich, weil ich durch diese großzügigen Menschen den Dhamma studieren konnte.


    Ich kann meine vergangenen schlechten Taten nicht mehr ungeschehen machen, aber ich kann diese Sachen mit Reue, Großzügigkeit und Metta abschwächen und zumindest teilweise gutmachen.


    Es gab inzwischen auch Zeiten wo ich nicht mehr so viel Geld geben konnte, aber ich konnte andere Dinge spenden.


    Zum Beispiel meine innere Ruhe und Lebenserfahrung und meinen furchtbar bösen Humor der sich hauptsächlich auf mich bezieht. Ich kann nicht viel, aber ich kann Leute zum Lachen bringen


    Dana hat mein Leben verändert und mir schlussendlich Frieden und Freiheit gegeben.


    Es macht glücklich wenn man anderen Wesen helfen kann und es lindert auch die Gewissensbisse.

    Und irgendwann kommt der Moment wo sich der Dhamma um dich kümmert.

    Es dauert zwar ein wenig bis die Samen früchte tragen, aber irgendwann verwandelt sich das ganze Leben.



    Das ist meine Erfahrung mit dem Thema.


    Mögen wir alle Frieden finden!

    Zuerst ist es eine Illusion

    Dann eine Chance, und zum Schluss ist es eine Erinnerung an einen selbst gedrehten Film.

    Während sich die einen freuen oder fürchten, geht man zum letzten Mal mit einem lächeln nach Hause in das stille Meer des Friedens .


    Mögen wir alle Frieden finden!

    Darum geht es, Abstraktionen helfen mir nicht weiter.

    Lieber mukti, wie Analayo es sehr ausführlich darlegt, geht es nicht um Abstraktionen, sondern eher um das Wahrnehmungstraining.

    Denn wir sehen per se keine Wolke am Himmel und keine Blume auf der Wiese. Stattdessen prallen rohe elektromagnetische Schwingungen auf uns, die wir dann etikettieren und in Schubladen stecken. Und so entsteht das ganze Übel, die „Verblendung“.


    _()_


    Die Verblendung entsteht jedenfalls wenn etwas als "Ich" oder "mein" wahrgenommen wird und durch das Training erlischt diese Verblendung.

    🙏

    Vor mir ist gerade meine Katze, die zum dritten Mal heute wohl dem Verhungern nahe ist. Der Tierarzt sagt zwar was anderes, aber ich als ihr Personal habe dies nicht zu hinterfragen.


    Schon wenn der Begriff Katze im Kopf entsteht, dann entsteht Samsara mit all den folgen die man vielleicht nicht möchte.

    Fällt nun der Groschen oder Pfennig in der Meditation, dann entsteht da keine Geschichte mehr. Sehen ist einfach nur sehen, und so weiter.

    Auch wenn man es vielleicht abstreitet, aber 99,8 % der Menschen gehen von einem Ich aus, und die Dinge da draußen dienen insgeheim auch der ständigen Bestätigung des Ichs, weil viele von uns gleichzeitig eine Ahnung davon haben, dass hier irgendetwas nicht stimmt.


    Durch das Training erlischt nichts, solange das training nicht in der Erkenntnis mündet, dass da …. ( das muss jeder selber herausfinden).


    Ein Sotapanna (gilt für die höheren Befreiungen auch), hat kein Ich in seinem Denken, dass ihm als Basis für das Leben dient.


    Wenn er die Welt betrachtet, dann sieht er nichts anderes als das was er in seinem inneren (nicht) gefunden hat.


    Bleibt man jetzt zum Beispiel im Samadhi hängen, dann nimmt man noch ein Selbst in den Nicht-selbst Erscheinungen wahr. Auf dieser Ebene erdenkt und erhofft man sich noch eine Art von Urgrund, dier als Trostpreis für das fehlende Selbst dienen soll.


    Man zaubert da gerne noch einen Gott oder was Göttliches hinein und es fühlt sich ziemlich gut an.


    Aber dann ist das Sehen,Hören usw immer noch ein Tor zum Leiden.

    Nur dort entsteht Geburt und Tod, Himmel und Hölle, Samsara.


    Wenn man sich diese Nicht-Ich sachen, den Urgrund genauer anschaut, dann kann man das alles zum letzten Mal hinter sich lassen.


    Bis zum Verfall des Elementehaufens wird man nicht mehr von dem Komposthaufen der Elemente beeindruckt, gestört usw.


    In Wirklichkeit gibt es nichts neues in dieser Welt. Nichts was man haben müsste oder nicht schon gehabt hat.

    Da ist nichts neues oder erstrebenswertes mehr.


    Aber diese Erkenntnis stellt sich erst ein, wenn der Glaube an ein Selbst durschschaut und überwunden wurde.


    Lg Martin

    Das Geheimnis der Gehmeditation besteht darin, auf eine Art und Weise zu gehen, die bei jedem Schritt nichts als friedvolles Glück hinterlässt.

    (Luang Por Liem)

    In einigen Religionen spielt das Licht eine zentrale Rolle. Wie ist es im Buddhismus?

    In der Meditation zum Beispiel, gibt es einen “Raum“ in dem es weder Licht noch Dunkelheit gibt. Versucht man sich das vorzustellen, kriegt man ziemlich schnell Kopfschmerzen 😂

    hi,


    findet ihr den Buddhismus kompliziert oder eher einfach / schnell verständlich.

    Jetzt wird mir klar, dass ich das einzig komplizierte in meiner Praxis, in meinem Leben war. Die buddhistische Lehre ist eigentlich ziemlich einfach.

    Ich sehe es ehrlich gesagt nicht als einen Segen an, dass wir heute so viel über die buddhistische Lehre lesen können.

    Man kann ziemlich schnell von der einen Tradition zur anderen gehen, weil diese ja viel besser zu einem passt.


    Erinnert mich an meine Katze. Sie bekommt das beste Futter, und ich als ihr Diener, ernähre mich von Luft und Liebe. Aber wenn ich mal was anderes esse, dann kommt sie und vergisst ihr geliebtes Essen, für das ich mein letztes Geld ausgegeben habe. Es könnte ja immer noch was besseres kommen 😂.


    Noch ein weiteres Buch, noch eine Einweihung, noch ein Retreat , aber dann müsste es doch klappen.


    In Wirklichkeit spielt die jeweilige Tradition keine große Rolle, sondern unsere Beharrlichkeit.

    Als ich zur thailändischen Waldtradition kam, verlangte mein Lehrer von mir, dass ich mindestens 5 Jahre in dieser Tradition praktiziere, egal ob es mir gefällt oder nicht.

    In Wirklichkeit ist die buddhistische Lehre ziemlich einfach, aber wir sind es nicht.


    Und je mehr der glaube an ein Selbst ins wanken kommt, umso mehr schauen wir uns nach besseren effektiveren Methoden um.


    Viel Erfolg für dich!


    Mögen wir alle Frieden finden!

    Hallo,

    ich möchte mich erkundigen, ob mir jemand sagen kann, wie man sich als Theravada-Buddhist vor einer Statue korrekt niederwirft bzw. verbeugt. Es wird ja im Zen- und im Vajrayana-Buddhismus etwas anders gemacht. Gibt es dazu vielleicht ein Video oder kann es mir jemand erklären?

    Während meiner Zeit in den thailändischen und burmesischen Klöstern habe ich unterschiedliche Verbeugungen gesehen und gemacht.



    Auf YouTube findet man einige Informationen zum Thema.


    Zum Beispiel:


    External Content youtu.be
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    Wichtig ist Achtsamkeit und das dein Herz die Verbeugung macht. Die ganze Praxis ist eine Herzensangelegenheit.


    Am Anfang war es für mich eher befremdlich, aber ich habe mich der Situation angepasst .


    Später habe ich mich einfach aus Dankbarkeit gegenüber der Lehre und den Lehrern verbeugt.


    Du kannst da nicht so viel falsch machen. Schau einfach wie es die anderen machen, wenn du dort bist.


    Bei den Burmesen war das Verbeugen auch ein Akt der Meditation.



    Lg Martin

    Erwachen ist ein dehnbarer Begriff.


    Aber jemand der den Stromeintritt verwirklicht hat, kann nicht mehr zurück.

    Ein Arahat wird nicht mehr zum Sotapanna.


    Wenn der Pfad zur Frucht führt , ist die Welt wie vorher.

    Es gibt Rechnungen zu bezahlen .

    Der Hass,Kummer und das Leiden ist nicht plötzlich weg.


    Aber man hat damit nichts mehr zu tun.

    Der blaue Himmel weint nicht wenn die Wolken durchziehen.


    Das Leiden der Welt verschwindet nicht, sondern der leidende.




    Wer noch nicht zumindest den Stromeintritt verwirklicht hat, hat absolut keine Ahnung was Erleuchtung bedeutet.


    Egal wie viele Bücher und Texte man gelesen und studiert hat, man hat nicht die geringste Ahnung was Erleuchtung wirklich bedeutet.


    Es ist im ersten Moment ein zerstörerischer Moment.

    Dein ganzes Leben und das ganze Universum entpuppen sich als Täuschung.


    Kurz danach strömen unglaubliche starke Wellen des Glücks durch dich.


    Auch die eine oder andere träne fließt, weil du zum ersten Mal erkennst, dass Du den Schlüssel zur Freiheit schon immer bei dir hattest.


    Dann entsteht unvorstellbares Mitgefühl und unvorstellbare Dankbarkeit in dir.


    Bis dieser Elementehaufen zum letzten Mal zerfällt, möchtest du den Wesen der Welt beistehen. Du empfindest eine unvorstellbare Liebe für diese Wesen.


    Du erkennst das jeder Weg, der von dem eigenen Herzen wegführt eine Sackgasse ist.

    In Wirklichkeit ist es ein Weg der Liebe und der Heilung.


    Du siehst das unglaubliche Potential in den Herzen der Menschen.


    Das Leben erscheint dir auch nicht mehr als Kurz,Lang,Fair oder unfair, Gut,Schlecht usw.


    Das stille Meer des friedens ist schon immer in unseren Herzen gewesen, aber durch Unwissenheit, und Handlungen bedingt durch diese Unwissenheit , haben wir uns und der Welt großen Schaden zugefügt.


    Es spielt doch gar keine Rolle was der Buddha und deine Meister machen bzw gemacht haben.

    Diese Spekulationen helfen dir nicht.


    Die Lehre ist immer noch da, und wenn Du dein Herz für die Lehre öffnest , dann kannst du die Leere in deinem Herzen (nur da existiert Angst,Hass,Wut usw) mit Liebe füllen und heilen.


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Lg Martin

    Meine beste Altersvorsorge ist die buddhistische Lehre.

    Ich musste über mich selbst lachen, weil ich ich immer nach dem Topf voller Gold am Ende des Regenbogens suchte.

    Aber inzwischen habe ich zwei Menschen bis zum Ende begleitet und weiß was auf mich zukommt.

    Ich weiß dass obwohl ich in einem relativ reichen Land lebe, ich irgendwann durch das System fallen werde.

    Da ist nur Krankheit und Tod.


    Aber ich habe im Herzen eine art von todlosigkeit und Freiheit erlangt.


    Das gibt mir Kraft und Zuversicht für die letzte Prüfung. Jetzt im Nachhinein wird mir klar, dass ich all die scheinbar unmöglichen Situation überwunden und überlebt habe.


    Ich würde jederzeit 99 % meines Lebens für den einen Moment der Einsicht eintauschen.


    Lg Martin

    Ich war auf der Suche nach dem Glück.

    Die begriffe Nibbana,Arahats,Jhana kannte ich nicht.

    Ich habe meinen Lehrer bewundert und einfach getan was er mir gelehrt hatte.

    Mein Umfeld hat davon profitiert.


    Der unsichere junge Mann, der keine Ausländer mochte und Frauen nicht gut behandelt hatte, wurde entschärft und transformiert.

    Für das Selbst war die Meditation wohl nicht so prickelnd. Das erdachte Selbst musste sich verabschieden aus den Gedanken.

    Inzwischen mache ich keine Meditation mehr in meinem Leben, weil dieses Leben zur Meditation wurde.

    Zuerst dachte ich immer, dass ich mich hinsetzen müsste, und dann dieses Ich in einer Zukunft etwas erreichen würde.


    Jetzt ist alles was ist, und ich spiele darin keine Rolle mehr.


    In dem man sein Herz heilt, liebt , und befreit, bringt man Heilung und Linderung, und auch Liebe in die Welt.


    Ich denke mir manchmal was für ein Genie der Buddha war…



    Mögen wir alle Frieden finden!


    Lg Martin

    Super Beitrag!


    Als ich vor kurzem Geburtstag hatte, kam mir der Gedanke, dass ich mindestens die Hälfte von meinem Leben hinter mir habe, und das die andere Hälfte (sofern ich sie noch erlebe) nicht sehr prickelnd wird. Ich werde wohl innerhalb der nächsten 10 Jahre meine Mutter verlieren. Während ich mich im Kopf zwanzig Jahre jünger fühle, zeigt der Körper deutliche Abnutzungserscheinungen

    Finanziell gesehen wird es auch nicht sehr gut.

    Aber inzwischen sehe ich die Sache sehr gelassen, weil ich in Bezug auf die buddhistische Lehre , meine Aufgaben gemacht habe. Und unabhängig davon hatte ein unglaublich erfülltes Leben und konnte meine Schulden bei den anderen Menschen bezahlen. Ich schulde der Welt nichts mehr. Wenn ich jetzt so zurück blicke, dann war die buddhistische Lehre das beste und wichtigste in meinem Leben.


    Alles was jetzt noch kommt, ist eine Art von Zugabe.

    Nach einer Ewigkeit lebe ich jetzt in einer Beziehung und mache relativ viel mit meiner Familie. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich glücklich, obwohl ich weiß wie die Sache ausgeht.

    Ich gehe mit einem lächeln in die Dunkelheit, weil ich das Licht in mir freilegen konnte.


    Als es noch nicht klick gemacht hatte, war das ganze Leben für mich unwichtig und voller leiden.


    Ich erinnere mich an einen Dhammatalk den ich mal im Buddhahaus gehört hatte. Der Mönch sagte : Ich bin jetzt .. alt und es liegen viel weniger Jahre vor mir als hinter mir.

    Ich dachte mir damals: Von was redet er ?

    Er ist doch nicht so alt.

    Inzwischen bin ich fast gleich alt wie er damals war.


    Auch wenn ich jetzt fast nichts mehr mache in Bezug auf die buddhistische Praxis, wächst tagtäglich meine Dankbarkeit für meine Chance in diesem Leben.


    Mögen wir alle Frieden finden!


    Lg Martin

    Ich habe ca 10 Jahre mit dem Mantra Buddho gearbeitet. Und je nach Tradition mit anderen Sachen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich einfach Achtsam meine Liebe mit der Welt teilen möchte.

    Liebe die mich heilt und die Welt durchdringt.

    Diese Liebe hat die ersten Mauern zwischen mir und dem Universum eingerissen.

    Je nach Tradition war ich manchmal wie ein besessener Kämpfer der sein Herz in ein Schlachtfeld verwandelt hatte.

    Irgendwann wurde mir klar, dass es ein Weg der Liebe,Vergebung und Heilung ist.

    Man könnte auch sagen, dass ich ununterbrochen mein Herz betrachtet,geliebt und befreit habe.

    Auch wenn es sehr lange gedauert hatte, hat sich langsam auch mein Umfeld verwandelt.


    Ich wünsche dir alles Gute!


    Lg Martin