Posts by Railex

    Interessantes Thema!!

    Über die Verbindungen beider Arbeitsweisen, hatten wir uns ja schon mal etwas ausgetauscht SteFo :



    Bin gespannt, was der Schwerpunkt "Ergänzung" noch aufzeigt.


    mMn. verbindet Buddhismus und Psychotherapie, Einsicht und Geistesschulung und sie ergänzen sich auch hervorragend, dies habe ich selbst an mir erlebt.

    _()_

    Ich danke euch Allen sehr für eure Beiträge _()_

    Ich komme erst heute dazu alles zu lesen und hoffentlich zu verstehen.

    Dieses Thema beschäftigt mich gedanklich immer wieder und ich hätte es gern für mich gelöst. :idea:

    Danke für deinen Beitrag und deine Einschätzung@ Ellviral, aber das war nicht meine Frage.

    Ich glaube, dass du doch an eine falsche oder richtige Natur glaubst und darum die wahre Natur nicht erfahren kannst, eben weil du diese Erfahrung der wahren Natur mit deinem philosophischen System in Richtig und Falsch einteilst und das so schneller als du nicht erfahren kannst, dass nur deine Philosophie noch nicht die wahre Natur ist.

    Auch diese Meinung von dir über mich, hat mMn nichts mit meiner Fragestellung bzgl. Idealismus zu tun. Von "Richtig oder Falsch" war gar nicht die Rede, nur in Bezug auf meine Prämissen.

    Vielen Dank trotzdem und vielleicht hat ja jemand anderes noch einen Beitrag.

    Hallo,


    der Thread "Geist-phil. Idealismus" ist 7 Jahre alt, deswegen möchte ich meine Themenfrage an euch neu formulieren.


    Da ich in meinen Schulungen häufiger mit den Begriffen: "wahre Natur","reines Gewahrsein", "Buddhanatur","Nirwana" und "transzendente Qualitäten" , konfrontiert werde,die nicht meiner unmittelbaren Erfahrung entsprechen, möchte ich euch bitten, mir zu helfen, den Buddhismus philosophisch zu verorten.


    Meine persönliche Arbeitsweise in der buddhistischen Praxis ist eher eine reduzierende, d.h. : ich realisiere, ich bin weder dies noch das, z.b. Körper, Geist, Aggregate etc., und das war es, bzw. mal sehen, was dann noch übrig bleibt, oder ob es nach Vollendung dieser Praxis überhaupt noch jemanden gibt, den das alles interessiert, aber nicht, dass ich zu "meiner wahren Natur " " zurückkehre", weil ich nämlich nicht glaube/erfahre, dass es eine wahre oder falsche Natur gibt, sondern nur die Natur und die ist gekennzeichnet vom Dharma Mudra und letztlich leer.


    Nach meinem Kenntnisstand, sehen die Neurowissenschaften das Gehirn, als Ursache/Bedingung für den Geist. Ich habe neulich Lama Tsultrim im Retreat gefragt, ob dies buddhistisch korrekt sei und wie ich selbst erwartet habe, verneinte er dies.

    Ich frage mich nun im Gegenzug, ob im Buddhismus, philosophisch bestimmt, ein idealistischer Standpunkt vorliegt, der behauptet, dass die Materie eine Ausdrucksform des Geistes und das Geistige das objektiv Wirkliche sei?!

    In dem alten Thread zitierte mukti zum Thema den Beginn des Dhammapada: "Den Dingen geht der Geist voran...."; auch dies bestätigt mMn ein idealistisches Weltbild.


    Falls eurer Meinung im Buddhismus kein objektiver Idealismus vorliegt, wie kann ich dann das (Bedingungs-)Verhältnis des "Geisteskontinuums", als Träger karmischer Prozesse zur Materie korrekt verstehen?

    Ist dies im Buddhismus überhaupt eindeutig klar definiert(relevant), ob Geist Materie bedingt, oder geht es da nur um die Wechselbeziehung zwischen beiden Qualitäten?

    Gehe ich in meiner Fragestellung vielleicht von falschen Prämissen aus?


    Vielleicht könnt ihr mir helfen, in dieser Angelegenheit etwas Klarheit zu gewinnen.


    Vielen Dank _()_

    Ich meine, dass ich mich deutlich gegen ein solches Verhalten abgegrenzt habe. Dann entschuldige ich mich für die "Faselei", weil ich nicht von einer "Vergewaltigung " ausgegangen bin.

    Ich werde mich an dieser Stelle nicht mehr weiter dazu äußern, weil mir das Thema sonst zuviel Energie zieht und ich hier nicht für Taten anderer gerade stehen oder sie sogar rechtfertigen möchte. Ich war bei allen Vorgängen nicht zugegen und kann nicht wissen, was wirklich geschehen oder Andichtung ist.

    auch wenn es von Seitens Karmapa OTD diese Geschichte mit der Schwangerschaft gibt (ich habe das gestern selbst hier iwo in den Links gelesen), aber vielleicht war es sein "Erstes Mal" und er ist schwach geworden,verhält sich aber sonst vorbildlich, er soll sich um die Frau ja auch gekümmert haben, sodass sie eine Wohnung kaufen konnte.


    Gerade der letzte Teil klingt ja erstmal harmlos und fast nett. Aber woher hat dieser Karmapa denn eigentlich das Geld? Es soll sich ja auf mehr als eine halbe Million Euro belaufen. Ich gehe einmal davon aus, dass dies Spendengelder sind. Gerne berichtigen! Wofür haben die Leute gespendet: für den Dharma oder aber für die Behebung der Kollateralschäden der Rumfickerei vom Karmapa? Ich würde mich so etwas von verarscht fühlen, wenn meine Spenden für solche Zwecke missbraucht worden wären. Und hierfür ist es auch belanglos, ob es „eine nicht einvernehmliche sexuelle Begegnung “ war oder nicht.

    Stimmt, genau daran habe ich vorhin beim Tippen auch schon gedacht, es aber trotzdem so formuliert, wahrscheinlich, weil ich nach den Erschütterungen gestern, iwie mal wieder etwas positives für mich damit verknüpfen wollt.Ich denke, die Meditation darüber heute morgen hat mich insgesamt sanfter gestimmt.

    Das soll aber das Fehlverhalten anderer Menschen nicht relativieren, aber vielleicht hatte er wirklich ne Sinnkrise, ob Lama bleiben oder nicht,war tatsächlich verliebt und konnte es dann nicht durchziehen, das ist Nachvollziehbar.

    Die Veruntreuung von Spendengeldern ist zu verurteilen.

    Danke Amdap _()_

    Deine infos helfen mir gerade, um ein wenig Überblick zu gewinnen und um mich zu sortieren.

    Da ich bisher so gute Erfahrungen mit dem Bodhicharya gemacht und inzwischen auch vom Anfängerkurs in den Lhagtonkurs wechseln durfte, wollte ich gerne da weitere Meditationsimpulse lernen. Die Ausrichtung des mittleren Weges hin zur Erfahrung von Shunyata hat mich außerdem angesprochen. O.k., dem spricht ja nichts entgegen, auch wenn es von Seitens Karmapa OTD diese Geschichte mit der Schwangerschaft gibt (ich habe das gestern selbst hier iwo in den Links gelesen), aber vielleicht war es sein "Erstes Mal" und er ist schwach geworden,verhält sich aber sonst vorbildlich, er soll sich um die Frau ja auch gekümmert haben, sodass sie eine Wohnung kaufen konnte.

    Nicht optimal,aber zumindest scheint da kein Missbrauchssystem dahinter zu stecken und Menschen machen nun auch mal Fehler und ich hoffe, dass er daraus gelernt hat.

    Ich habe heute morgen im Tempel meditiert, wo sein Bild neben dem DL hängt und habe nach euren ganzen Infos zum Thema das Dharma Mudra kontempliert, auch meine eigenen Vorstellungen und Erwartungen dem unterzogen und es geht mir wieder etwas besser, sogar der Tinnitus, der sich gestern durch den emotionalen Stress mal wieder gemeldet hat, war nach der Meditation verschwunden, Klasse, das ist für mich praktisches Erfahren der Lehre und Leere.

    Ich will jetzt hier nicht weiter ins Persönliche gehen, da schreibe ich demnächst bestimmt mal wieder Tagebuch in der Chronik, wie es weiter geht.


    Vielen Dank für die Aufklärung zum Thema und alles Gute :taube: :klee: _()_

    Ich musste erstmal raus und mich sammeln, jetzt lese ich eure Beiträge und bin schon wieder sprachlos Himmelsbaum, ob des Vorfalls mit dieser brutalen Züchtung, unglaublich und das soetwas geduldet und gerechtfertigt wird.


    Mir wird nun klar, dass,wenn ich mich einer Sangha anschließen möchte, muss ich mich mit der Linie und den Hintergründen beschäftigen, das halte ich für unentbehrlich und da werde ich mich direkt hier Vorort mit der Missbrauchsbeauftragten des Bodhicharya in Verbindung setzen, um ihre Meinung zu erfahren.

    Inzwischen weiß ich, dass ich das meiste sowieso hier im Buddhaland lerne, aber der Ort da sollte mir als Bezugspunkt für Praxis und realem Austausch dienen, aber ist jetzt auch kein Muss, wenn ich da Bauchschmerzen habe......

    Danke für den Hinweis Amdap, wusste ich nicht, weil ich mich noch nie um Lamas oder Richtungen gekümmert habe,ich werde es nachforschen, aber das Bodhicharya schreibt auf der Webseite, dass sie in der Tradition von K OTD stehen.

    Lama Tsultrim war bei dem einen Retreat, wo ich bisher war,sehr freundlich, hat geduldig Fragen beantwortet und selbst,diese Niederwerfungen vor ihm und der Buddhastatue im Tempel als unwichtig bezeichnet, das war mir alles symphatisch

    Ich werde es in Ruhe nachforschen und dann entscheiden.


    Der Fall mit S.Gronbach ist ja noch ziemlich aktuell. Ich kann verstehen,dass, als es noch kein Internet gab, die Menschen keine Möglichkeiten hatten sich besser zu informieren, auch über den Buddhismus selbst, aber heute ist man doch echt nicht mehr auf spirituelle Lehrer angewiesen....


    Is ja klar Igor07 , das haben Leonie und ich schon verstanden, dass das Falschauslegungen sind, wir haben uns nur gefragt, wie sie zustande kommen, weil das Dharma per se solche Auswüchse gar nicht hergibt.


    Gute Nacht _()_

    Das alles macht mich traurig und ich weiß momentan gar nicht, wie ich damit umgehen soll, weil ich hier im Bodhicharya wohl genau auf die betreffende Linie gestoßen bin, wo es entsprechende Vorfälle gab mit dem Karmapa Dorje und dem,was Amdap berichtete.

    Mit diesem Wissen über das abgründige Verhalten einiger führender Personen dieser Linie, bin ich nun erstmal ziemlich schockiert und ernüchtert.

    Ich frage mich, wie man das Dharma so falsch auslegen kann und dann noch Leute findet, die das akzeptieren oder unterstützen.....Ich kapiers nicht.(Spatz)

    Aber trotzdem Danke für die Aufklärung!!

    Danke für die Information!

    Ich besuche seit einigen Monaten das buddhistische Zentrum "Bodhicharya" hier in Berlin, um an Retreats, Kursen und täglicher Meditation teilzunehmen.

    Auf der Webseite steht:

    "Das Zentrum steht innerhalb der Linie der Karma Kagyu Tradition des Tibetischen Buddhismus, es folgt dem nicht-sektiererischen Ansatz der Rime-Bewegung."


    Natürlich bin ich mir bewusst, dass vereinzelte "Schwarze Schafe" nicht die Macht haben sollten, eine ganze Tradition zu ruinieren und ich weiß auch, dass eine unserer Dharmalehrerinnen des Bodhicharya, von der DBU als Ansprechpartnerin für Missbrauch benannt ist, also ist man wohl inzwischen sensibilisiert.

    (Ich meine sogar einen Leitfaden gelesen zu haben, wie man sich bei auftretenden Gefühlen zu verhalten hat: das beinhaltete z.b. eine 1 jährige Abstinenz von der Sangha, um die Echtheit der Gefühle zu prüfen.)


    Aber ich fand schon diese "Niederwerfungen" vor dem Lama, die ich bei einer Veranstaltung erlebt habe, eher befremdlich und im buddhistischen Sinne sinnlos. Was soll dieser Personenkult? Respekt und Achtung o.k., aber solch Gebaren hat doch nur Nachteile: es hat nichts mit dem Dharma zu tun, gehört nicht zum 8fachen Pfad und macht psychologisch Lehrer größer und Schüler kleiner, als sie sind.


    Und um nochmal den schädlichen psychologischen Effekt zu erwähnen, der solche Rituale mit sich bringen kann: es scheint leider Menschen zu geben, die durch Macht (Lehrer), aber auch durch Unterwerfung/Hingabe (Schüler) einen toxischen Mehrwert für sich und ihr Ego erzielen und die solch Verhalten stimuliert.

    Das kennt man von Diktaturen in der Politik ,bis zu schädlichen Strukturen in Familien und Beziehungen. Leider ein trauriges Faktum.


    Aber gerade religiöse Lehrer und buddhistische im Besonderen, sollten sich solcher Prozesse bewusst sein und Vorbild sein. Aber wir haben es eben mit der Spezies Mensch zu tun und diese ist im höchsten Grade fehlbar.

    Natürlich können echte,oder mit Verblendung gepaarte Gefühle immer auftreten , wenn Menschen aufeinander treffen, aber im religiösen Kontext muss da, vor Allem seitens des spirituellen Lehrers, souveräner mit umgegangen werden.

    Wahrscheinlich Wunschdenken, in der Kirche sieht es ja diesbezüglich ebenfalls finster aus.

    Ich möchte niemanden verurteilen und jeder soll auch nach Fehlverhalten die Möglichkeit zur Besserung haben, aber diese Personen sollten erstmal sehr lange in sich gehen und Abstand zu Schülern und Schülerinnen einhalten.

    Danke Igor, kannte solch Guru und Hingabeverhalten bisher nicht aus dem Buddhismus.

    Menschliches Versagen ist halt allgegenwärtig und dagegen hilft wohl nur Aufklärung, ein gutes Selbstbewusstsein, kritische Wachsamkeit im Sangha und der Praktizierenden.

    Es ist nur traurig, weil hinter jedem Missbrauch ein Menschenschicksal steht, das nun nach dem Kontakt mit einer spirituellen Gemeinschaft sicher mehr leidet, als vorher.

    Und dieser häufige Täterschutz nach solchen Vergehen, ist zusätzlich unverständlich und frustran.:x

    Danke für den Bericht, der Lama sollte sich schämen und nicht mehr unterrichten dürfen.

    Da ich kein Insider bin, darf man fragen, um welche Lehre/Richtung es sich handelt, die so kompliziert und scheinbar verdreht ausgelegt werden kann, dass die Selbstverständlichkeit des Tabus von sexuellen Beziehungen zwischen geistigem Lehrer und Schülern, nicht eingehalten bzw. in Frage gestellt wird?

    Hallo Christoph,


    Du fühlst dich missverstanden und im falschen Licht gesehen!?


    Ich habe dann meist versucht, mich aufs Neue zu beweisen, um zu zeigen, dass da etwas nicht stimmt oder eine Fehleinschätzung meiner Person vorliegt,gelingt dann manchmal über die Zeit,aber man sollte sich dabei selber treu bleiben.

    Wenn das nicht funktioniert, muss man leider einsehen und akzeptieren, dass manche Menschen dich komplett anders sehen können, als du dich selbst, oder dich falsch einschätzen. Akzeptanz darüber und dir selber treu bleiben ist dann heilsamer, als vergeblich "Gerade rücken" zu wollen.Meine Erfahrung.

    Deine Absichten waren ja sicher gut und das ist wichtig.

    Genaue buddhistischen Analyse wurde ja schon gepostet .

    Alles Gute_()_

    Ich habe eine Antwort erhalten:


    "Die beiden Aktionen sind angemeldet.

    Unsere Erfahrung mit der Polizei bei solchen Aktionen waren bisher

    positiv. Es ist eher so, dass sie uns beschützt als dass es zu

    Konflikten käme. Wir planen auf dem Gehweg zu gehen bei der

    Gehmeditation, behindern also keinen Verkehr. Es könnte höchsten

    vorkommen, dass wir eine Straße überqueren und die Polizei den Verkehr

    kurzfristig anhalten muss. Mit Gegendemonstrationen rechnen wir nicht;

    dafür ist unsere Aktion nicht groß genug."


    Das klingt für mich in Ordnung und ich werde daran teilnehmen. Es steht ja zudem jedem Teilnehmer frei, solange der Veranstaltung beizuwohnen, wie er mag. Das wird für mich eine neue Erfahrung: Geh-/Meditation inmitten des Verkehrs von Berlin Mitte :medim::taube:

    Danke Hendrik für den Link!!_()_

    O.k., ich werde sie mal anschreiben und versuchen, etwas in Erfahrung zu bringen.


    XR, hat ja "zivilen Ungehorsam" als Programm stand bei Wiki und das geht mir persönlich zu weit.

    Nötigungen aller Art lehne ich ab und halte sie nicht für zielführend, aber ein gewaltfreies, meditatives Statement einer buddhistischen Gruppe, wäre ein angemessenes Zeichen mMn.


    Wenn ich eine Antwort erhalte, werde ich es hier kund tun.

    Ich würde gern mitkommen am 19.09., aber da ich keinerlei Erfahrungen mit Demonstrationen habe und keine Konflikte auf der Straße austragen möchte, wollte ich fragen:

    - kann es Ärger mit der Polizei oder sogar Gegendemonstranten geben?

    -stören wir da andere Menschen, die vielleicht da lang und warten müssen, bis unsere Gehmeditation zu Ende ist?

    - welche Botschaften werden wir tragen auf dem Schild?

    He, da bist du ja!!

    "Hinweise aus der Umwelt"? "Das Leben will dir etwas mitteilen? "Das geht schon etwas in Richtung magisches Denken und verwirrt dich vielleicht zusätzlich. Zu versuchen, Botschaften aus natürlichen Abläufen abzuleiten, wird dir wahrscheinlich keine Sicherheit über dich selbst vermitteln und du benötigst Stabilität und Sicherheit,also höre auf dich selbst und in dich hinein,alles Gute!!

    Ich bin kein Verfechter Menschen, wie dir, die aus meiner Sicht keine Erkrankung haben sondern eben ein wenig auf einem nicht so klaren Weg im Leben sind immer gleich professionelle Hilfe zu empfehlen. Du hast psychische Probleme, wobei ich mich mittlerweile frage, wer hat die nicht? Die einen ignorieren es, die andere pusten sich mit allem Möglichen weg um ja nicht sich mit sich auseinander setzen zu müssen.


    Der Buddhismus hat viele Instrumente, nicht nur Eines um sein Leben in bessere Bahnen zu lenken, aber sobald jemand Probleme hat kommt sofort die professionelle Hilfe und die Medizin ins Spiel. Auch Menschen denen es normal geht haben schon in ihrem Leben vielleicht mal depressive Phasen gehabt und an Suizid gedacht, nur daran denken und es zu machen sind zwei verschiedene Dinge.

    Hallo Son, wir kennen den Threadersteller ja nicht und die medizinischen Empfehlungen unsererseits waren sicher eher von Sorge getragen, als jemanden psychisch krank zu reden.

    Das Hilfesystem für den Notfall zu kennen, kann nicht schaden und lilbuddha kann bei Bedarf davon etwas nutzen , oder nicht.

    Seine Vita zeigt, dass er kein Teenager mehr ist und schon einiges probiert und Lebenserfahrung hat, aber seinen momentanen Zustand beschreibt er mit "Nur Angst", da finde ich eine medizinische/psychologische Empfehlung angemessen, weil deutlich wird, dass er sich in einer Sackgasse befindet und vielleicht allein nicht heraus kommt.


    Deine Einwände Son, gegen eine medizinische Empfehlung, sind bei dieser ausgeprägten Symptomatik,die der Threadersteller geschildert hat, mMn nicht zutreffend. Du hast aber Vorschläge aufgezeigt, die hoffentlich hilfreich sein können.


    Ich wünsche lilbuddha alles Gute_()_

    Guten Morgen lilbuddha ,


    nachdem, was du geschildert hast, wäre es wirklich erstmal sinnvoller, wenn du dich um eine Psychotherapie bemühst, um dir zusammen mit professioneller Hilfe einen Überblick über deine Ressourcen,Probleme, Bedürfnisse und Ziele, also einen Überblick über dich selbst verschaffen, um dann gezielt da ansetzen zu können, wo du Unterstützung brauchst und um zu verstehen, was du dann selbst tun kannst, um deinen Zustand zu verändern und zu verbessern.


    Achtsamkeit ist heute meist in den Methoden der Psychotherapie integriert und kann hilfreich sein, um dich selbst besser kennenzulernen und ein realistisches Bild von dir zu ermitteln.

    Da du sogar von "Lebensmüdigkeit" und "Ängsten und Depressionen " sprachst, macht es Sinn, sogar umgehend einen Facharzt für Psychiatrie zu kontaktieren, um schnellstmöglich einen Termin zu erhalten.

    Er findet mit dir heraus, ob vorübergehend vielleicht eine medikamentöse Unterstützung notwendig sein könnte und kann dir im Falle eine Psychotherapie verordnen.


    Ich rate dir dennoch, wegen der teils langen Wartezeiten, schon jetzt bei Psychotherapeuten anzurufen, um einen Termin zu vereinbaren, ggflls. kann dir da deine Krankenkasse helfen, weil sie vorliegen haben, welche Therapeuten freie Kapazitäten haben. Das erspart Frust durch ständige Absagen.

    Auch ein Termin beim psychiatrischen Facharzt kann dauern, deshalb musst du wissen, dass du dich jederzeit in der Rettungsstelle eines Krankenhauses vorstellen kannst, falls die Lebensmüdigkeit in akute Suizidalität übergeht.

    Auch ein Hausarzt hat die Befähigung eine medikamentöse antidepressive Therapie schon mal einzuleiten, die der Facharzt später ggflls.fortsetzen kann.

    Depressionen sind sehr belastend, aber gut behandelbar, du brauchst viel Geduld mit dir, der Erkrankung und der medikamentösen Therapie, aber jede Depression geht iwann vorüber, das ist die gute Nachricht!!


    Wenn du dich stabilisiert hast und es dir besser geht, steht einer fruchtbaren, spirituellen,achtsamen Praxis nichts mehr im Wege!!


    Alles Gute für dich und pass auf dich auf _()_

    Danke Aravind, dass du nochmal den bedeutenden Aspekt der Praxis dargestellt hast.

    Ich finde dies in der Ethik ebenfalls wichtiger, als sich an Theorien zu klammern bzw. sich von diesen Theorien in der praktischen Ausübung "behindern" zu lassen.


    Ich habe in dem Zitat von dir, 2 Stellen markiert, die in ihrer Formulierung aber theoretisch und dann schließlich praktisch missverständlich sein können:" dem Menschen eigen" und " frei zu legen".


    Abhängige Phänomene, wie die brahmaviharas, sind mMn niemandem "eigen" , noch müssen sie "frei gelegt" werden( das impliziert dann nämlich idealistische Vorstellungen wie z.b. "edler, innerer Kern"etc.) sondern, wenn nicht im genügendem Maße vorhanden, können sie von jedem Menschen entwickelt werden und zwar unter der ständigen buddhistischen Prämisse: heilsam oder unheilsam. (6ter Teil des 8fachen Pfades-rechtes Bemühen).


    Falls nun z.b. ein Mensch meint: " Ich habe aber kein Mitgefühl etc. in mir und finde auch keine der anderen brahmaviharas in mir, um sie frei zu legen", gilt dann immer: Macht nichts, denn all diese ethischen, abhängigen Phänomene können von jedem Menschen, entwickelt werden, selbst, wenn noch gar nicht vorhanden.


    Diese theoretische Überlegung hat mMn eine wichtige praktische Konsequenz!!


    Schönen Sonntag :sunny:_()_ ich will mich heute nun für den Dharmakurs morgen vorbereiten und mich mit den 6 Paramitas (Großzügigkeit, Disziplin,Geduld,Sorgfalt,Meditation und Weisheit) beschäftigen, für die mMn dasselbe gilt, wie für die brahmaviharas: sind sie nicht vorhanden, dann können sie entwickelt werden.



    Die Bramavihara sind nicht von Buddha gelehrt worden. Sie sind älter als Buddha.

    Die Brahmavihara sind Grundlage der menschlichen Ethik und universell gültig. Sie sind die grundlegende Voraussetzung für eine stabile Gesellschaft.

    Möglich, keine Ahnung, kenne mich mit den Veden nicht so gut aus und in der abendländischen Philosophie und im Christentum z.b. sind diese Qualitäten parallel entwickelt worden.

    mMn umfassen die brahmaviharas nicht die gesamte menschliche Ethik und ob sie grundlegende Voraussetzung für eine stabile Gesellschaft sind, wissen wir nicht, weil es noch nie eine stabile Gesellschaft in der Menschheitsgeschichte gab.

    o.k., Aravind, das sind zwei unterschiedliche Betrachtungen:


    1. Metta (vom ontologischen Status) existiert nicht, aus sich selbst heraus, sondern in Abhängigkeit (von uns Menschen z.b.); dies meinte ich mit bedingt


    2. Metta ( in praktischer Anwendung), sollte nicht mit anderen Voraussetzungen z.b. Gegenleistungen,Erwartungen, verknüpft werden; dies meinst du mit unbedingt


    Warum ist der ontologische Status von Metta und Liebe nun aber (für mich) von Interesse ?


    Weil, wenn beide Qualitäten, Metta und Liebe, nicht aus sich selbst heraus existieren, sondern in Abhängigkeit, dann sind es keine "festen Größen" an sich( wie die festen Ideen im platonischen Sinne) ,die nur auf-/wiederzuentdecken sind, sondern veränderliche,bedingte, in diesem Falle "heilsame " Größen, die entwickelt, vermindert und entfaltet werden können.

    Dies ist dann deshalb bedeutsam, weil dadurch jeder Mensch die Möglichkeit hat an diesen Qualitäten zu arbeiten.


    Du schreibst Aravind, Liebe sei-> Anhaftung, Gefühl, Emotion, o.k, wahrscheinlich ne Mischung davon, aber ich würde es zusätzlich noch als Geisteshaltung beschreiben. Und dann ist es von uneigenütziger, liebender Geisteshaltung auch nicht mehr weit bis zur " nicht an Bedingungen geknüpfter,liebender Güte" , wie Metta auch übersetzt wird und ebenfalls eine Geisteshaltung darstellt.