Posts by Anna Panna

    Medikamente gehören ausschließlich in die Hände von Psychiatern und Neurologen.

    Wenn ein Psychologe, Psychotherapeut zu solchen Mitteln greifen muss, dann sollte er seine Patienten eine Überweisung zum Psychiater und Neurologen geben, damit der mögliche körperliche Schaden abklären kann.

    So ist es. Psychologen und psychologische Psychotherapeuten DÜRFEN gar keine Medikamente verordnen, sondern schicken den Patienten dann i.d.R. zu einem Facharzt; nur ärztliche Psychotherapeuten können direkt selbst Medikamente rezeptieren.

    Vorsicht bei Hausärzten! Denen fehlt oft die fachliche Kompetenz, wie ich aus eigener Erfahrung weiß (bekam damals ein - angebliches - "Beruhigungsmittel" verschrieben, was ausschließlich - negative - Nebenwirkungen entfaltete, womit der Doc dann überfordert war...).

    Wiedergeboren werden - so Buddhas Lehre - doch nur ein "Bewusstseinskontinuum" und das Karma.


    Ja und das hat absolut nichts mit dir zu tun?

    Das hat mit "mir" nur insofern zu tun, als "ich" in der Zeit, in der "ich" existiere, gutes oder schlechtes Karma machen kann.

    Wiedergeburt findet nicht nur nach dem physischen Tod statt, sondern bedeutet, dass man auch zu Lebzeiten von Moment zu Moment "wiedergeboren" wird und dass schlechte Handlungen/Karma sich, dementsprechend, schon im aktuellen Leben - früher oder später - auswirken (Ursache -> Wirkung).

    Ich frage mich nur (und das ernsthaft), warum man eine Lehre (das Buddha Dhamma) verfolgen sollte, wenn am Ende ein "komplette Verlöschung" steht?

    Vielleicht, weil diese Lehre WAHR und hilfreich ist und die "komplette Verlöschung" - unter den gegebenen Umständen - die beste Option?

    Nimmt man aber die Wiedergeburt an, wie sie wohl von allen Richtungen gelehrt wird, dann ist die Arbeit nicht ganz umsonst gewesen, denn jeder Schritt zählt.

    Wiedergeboren werden - so Buddhas Lehre - doch nur ein "Bewusstseinskontinuum" und das Karma.

    Alles Materielle, die "Person", ein "Ego" oder "Selbst" sind der Vergänglichkeit unterworfen und kommen nicht wieder. Besser, man stellt sich schon zu Lebzeiten darauf ein.... ;)

    Ich denke ein Punkt ist, dass die Idee von Therapie stets die ist, von einem einem "kranken Zustand" zu einem "gesunden Zustand" zurückzufinden

    Ein "gesunder Zustand" bedeutet, sein Leben (welches u.U. chronische psychische und/oder somatische Erkrankung(en) einschließt) gut zu bewältigen, mit Krisen und Problemen angemessen umzugehen und (relativ) leidfrei und glücklich sein zu können.


    Die Buddha-Lehre empfinde ich als eine Weiterführung und Vertiefung, denn ihr Ziel ist es ja, Leiden komplett aufzulösen, vollständig zu beseitigen.


    Die Eingangsfrage "Können sich Psychotherapie und Buddhismus ergänzen" kann ich - aus eigener Erfahrung heraus - mit einem klaren "JA" beantworten.

    Es geht nicht darum Psychotherapie und Buddhismus zu einem einheitlichen System zu integrieren. Die wissenschaftlich untermauerte Kunstlehre der Psychotherapie und die religiös-spirituelle Praxis können meiner Meinung nach durchaus unbeschadet nebeneinander bestehen.

    Dem kann ich nur beipflichten: Bei mir ergänzten sich kogn. Verhaltenstherapie und Theravada-Buddhismus, mit dem ich gegen Ende der Therapie in Kontakt kam, sehr fruchtbar.....

    Genau, man muss überhaupt nicht darüber sprechen, man kann, auch wie der Buddha einfach schweigen oder die Aussage verweigern. Ein Erklärungsmodell mit wahrem Selbst oder Buddha Natur kann nur hinweisen, aber ein unvorbereiteter Verstand nimmt Selbst immer direkt "persönlich", so dass es für Buddha wahrscheinlich nicht passend war, vom Selbst zu reden, sondern es bei der reinen Negation zu belassen, was eben auf das Selbe raus kommt.

    Ein schönes "Schlusswort" . ;)

    Aber manchmal kann/will man ein Thema ja nicht loslassen....

    Ich habe kein Vertrauen mehr in Autoritätspersonen.

    Liebe Monikadie4. ,

    diesen Satz kann ich - leider! - auch unterschreiben - mit einigen Ausnahmen....

    Ich entstamme einer Familie, wo sehr viele Mitglieder Lehrer waren/sind (Großvater, Vater, Onkel, Bruder,...) - vom Grundschullehrer bis Gymnasiallehrer.

    Obendrein noch "gut-katholisch", also seeeehr konservativ. Ich wurde viiiiiiel belehrt....(und bin auch für vieles dankbar...).


    Irgendwann "strampelt" man sich frei, von all den "Fremdbelehrungen" (schon als Kind leistete ich aber oft Widerstand, was mir diverse Spitznamen eintrug, u.a. "Nein-rich", weil ich - angeblich -so oft "Nein!" sagte)... :lol:

    Am meisten eckte ich mit meiner Liebe zu Tieren an, an der ich dadurch nur umso stärker festhielt.


    Als ich in der Schule den Ethikunterricht, statt des Religionsunterrichts wählte, begann meine Ablösung in die Freiheit :taube: .


    Mittlerweile vertraue ich einigen wenigen "Autoritäten", aber nicht immer zu 100 %.

    Man ahnt schon, was mein "Haupthindernis" in der Buddha-Lehre ist - Zweifel"sucht".

    Ich arbeite daran, weil man einfach glücklicher und entspannter lebt, wenn man Vertrauen entwickelt hat.

    (Bei ÄrztInnen ist auf jeden Fall "Mitarbeit und Mitdenken" vonnöten! ;))

    Einem Lehrer zuzuhören kann gut sein, die Wahrheit des Dargelegten selbst verstehen, ist besser!

    Das Eine schließt ja das Andere nicht aus.... :)

    Buddha war ein Menschenkenner. Zu seinen allerletzten Äußerungen gehört ganz klar die Idee, daß nach seinem Tod die dargelegte Lehre allein die Richtschnur sein soll und daß es keines Lehrers bedarf.

    Das kann man so interpretieren, aber die von dir - dankenswerterweise _()_ - eingestellten Texte aus dem Pali-Kanon legen auch nahe, dass diese Äußerungen für die Mönche bestimmt waren, die oft jahrelang den Buddha selbst vor Augen und Ohren und als wohl authentischsten Lehrer hatten. Für DIESE sollte das Dhamma, nach dem Tod des Buddha, die alleinige Richtschnur sein:


    «Die also da, Anando, jetzt eben oder nach meinem Verscheiden, sich selber als Leuchte, selber als Zuflucht, ohne andere Zuflucht, die Lehre als Leuchte, die Lehre als Zuflucht, ohne andere Zuflucht, zu wahren verstehen: in solchem Anbetracht nur werden diese, Anando, Mönche sein, die da eifrige Übung lieben.» (Digha Nikaya 16.2)


    Auch diejenigen, die heutzutage "ohne Lehrer", quasi autodidaktisch, praktizieren, haben ja die Buddha-Lehre aus irgendeiner Quelle bezogen (Bücher, Internet, TV,..), sich informieren, belehren und inspirieren lassen.

    Wenn man viel Selbstdisziplin, Willenskraft, Ehrlichkeit (sich selbst gegenüber) und Durchhaltevermögen besitzt, ist es vielleicht möglich, auch ohne Lehrer (und Sangha) auf dem Pfad weiterzukommen. Dennoch überzeugt mich dieser Beitrag:

    Zur Not geht es schon ohne Lehrer, aber ein Lehrer ist extrem wichtig.

    Warum?


    Dir selbst stimmst Du meistens zu.

    Niemand kann Dich dann stoppen.


    Meine Lehrer konnten mir detailliert erklären, wo ich gerade in der Meditation stehe und wie es weiter geht.

    Gerade am Anfang braucht es ein Gegenüber, als Spiegel, um sich selbst zu erkennen, wie man wirklich ist. Die Gefahr, sonst einem idealisierten Selbstbild anzuhängen, verringert sich dadurch erheblich.

    Danach hatte ich noch andere Lehrer, und danach wurde alles zu meinem Lehrer.

    Weitere Lehrer können helfen, nicht "dem" Lehrer, sondern der Lehre zu folgen. Allzuleicht haftet man ja an....

    Irgendwann kommt der Punkt, wo man Belehrungen auch vom eigenen Herzen hört. Theoretisch gesehen müsste man dann nicht mehr zu einem Lehrer,

    ....sondern wird selbst ein Lehrer? ;)

    Man muss nicht praktizieren und einen Lehrer haben, sondern man darf praktizieren und einen Lehrer haben

    Welch eine Chance!


    Danke, lieber Martinistweg , für deine wunderbaren Erfahrungsberichte und Inspirationen!


    :) :heart: _()_

    Ja, Anna, wenn es denn Schadenfreude ist mit der entsprechenden hämischen Emotion. So wie auch Anandasa in Beitrag 5 schreibt.


    Den Eindruck "echter Freude über den Schaden" sehe ich bei Haiku nicht, sonst würde er sich auch nicht an uns wenden.

    Ich sehe das als Reflex.

    _()_

    Genau, im buddhistischen Sinne hat Schadenfreude, die als - konditionierter - Reflex auftritt, sicher keine karmischen Konsequenzen, da die negative Intention nicht gegeben ist.

    Im realen Leben nimmt der Ausgelachte unter Umständen übel, der "Schadenfrohe" entwickelt ev. ein schlechtes Gewissen (günstigenfalls) oder - wie ich es bei meiner Mutter erlebe - die Empathie nimmt langsam ab.

    Schadenfreude ist kaum zu vermeiden, die gehört zum Menschen. Sie ist hilfreich, sonst wäre sie schon lange nicht mehr vererbt worden.

    Nicht alles, was so vererbt wird, ist unbedingt hilfreich.... ;)


    Im Zweifelsfalle frage ich mich in Gewissensfragen immer: Hätte der Buddha so empfunden/gehandelt? Einen schadenfroh grinsenden/lachenden Buddha kann ich mir irgendwie nicht vorstellen....

    Bei mir erkenne ich eine Tendenz zur Schadenfreude, die familiär bedingt bzw. verbreitet zu sein scheint.

    Ja, Schadenfreude kann regelrecht "gelernt" werden - in der Familie oder auch im Freundeskreis nehmen Kinder bereits aufmerksam wahr, wie Andere auf "Missgeschicke" reagieren.

    Es ist kein "Gönnen" von Unglück, sondern hängt eher mit alltäglichen Missgeschicken zusammen, die jemandem aus Unachtsamkeit oder Tollpatschigkeit passieren

    "Tollpatschigkeit", "Ungeschicklichkeit" - "Dappichkeit", wie es bei mir in Hessen heißt, wird oft und gerne "belacht", Fernsehsendungen wie "Pleiten, Pech und Pannen" u. Ä. schüren regelrecht die Wahrnehmung der komischen Aspekte eines "Ausrutschers".

    Schon der Schriftsteller und Humorist Wilhelm Busch wusste aber: "Wenn wer sich FREUT, wenn wer BETRÜBT, der macht sich meistens UNBELIEBT..." (Aus "Plisch und Plum")

    Ich glaube das Lachen ist eine Abwehrhaltung gegen das Mitfühlen des Schmerzes des anderen oder die Scham oder was auch immer beim gegenüber einsetzt oder in einem selbst als Projektion

    Ja, das konnte/kann ich sehr gut an meiner (eigentlich überängstlichen) Mutter beobachten: Um etwas Unangenehmes (z.B. schmerzvolles Weinen eines hingefallenen Kindes) für sich abzuwehren, lenkte sie es (und damit auch sich selbst) ab, durch Darüber-Lustigmachen, Hervorheben komischer Begleiterscheinungen, etc.. Dies führte dann oft zum Lachen (unter Tränen) des Kindes und die Situation schien schnell bereinigt. Leider gibt es dabei aber die "Nebenwirkung" , dass mit der Zeit bei allen Beteiligten die Empathie nachlässt und -geradezu zwanghaft - gelacht wird....

    Karmisch wirkt sich das nicht aus.

    Im Sinne von Ursache und Wirkung könnte es negative Folgen haben - siehe Wilhelm Busch - Zitat. In seiner Geschichte bekommt der schadenfroh lachende Zuschauer nämlich einen heißen Pfannekuchen auf den Kopf: "Lästig durch die große Hitze ist die Pfannenkuchenmütze..."

    (Und der schadenfrohe Leser dieser Geschichte gönnt es dem "schadenfrohen "Fiesling"... ;) )


    Lange Rede, kurzer Sinn, lieber haiku1996 : Schadenfreude lässt sich auch wieder "abtrainieren" , durch verstärkten Fokus auf die leidvollen Aspekte des Missgeschickes, Hineinversetzen in den Betroffenen und Entwickeln von Mitgefühl und liebender Güte.

    Es kann aber dauern und mit "Rückschlägen" ist zu rechnen....

    Gebunden fühle ich mich nur an die Wahrheitssuche und die hat mich letztlich zum Buddhismus geführt. Da habe ich jetzt alles was ich wollte und kann mir keinen besseren Weg mehr vorstellen.

    Mir ging es ähnlich....Nachdem ich mit etwa 13 Jahren meinen (katholischen) Glauben verlor, war ich eigentlich nur noch auf der Suche nach der Wahrheit - und einer Religion, welche die anderen fühlenden Wesen auf diesem Planeten auch mit einbezieht.


    Richtig "eingetaucht" in den Buddhismus bin ich aber erst durch mein "Dukkha" und die nachfolgende zufällige Entdeckung von Ayya-Khema-Videos bei YouTube....

    Leider war Ayya Khema zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre verstorben und da ich mit der Meditation noch Probleme hatte, nahm ich schließlich - per E-Mail - (Corona geschuldet!) Kontakt zu einer Theravada - Lehrerin auf.

    Diese lehrt 1 x pro Woche per Livestream und anschließend meditiert sie zusammen mit den Zuhörenden live (Vipassana und Metta - Meditationen im Wechsel).

    Für mich ist das sehr hilfreich, weil ich ländlich lebe und im weiten Umkreis kein buddhist. Zentrum der Theravada-Schule existiert.

    Anna Panna:


    Ja, das leuchtet ein: Wider die Welt (und ihre Naturgesetze) zu empfinden (z.B. aufgrund falscher Vorstellungen) und zu handeln, führt zu vielfachem Dukkha auf vielerlei Ebenen.

    Es ist ja gar nicht möglich wider den Naturgesetzen zu empfinden, geschweige denn zu handeln.

    Ich meinte, dass man gedanklich (theoretisch) Naturgesetze, die in der Welt gelten, ablehnt, z.B., weil sie einem grausam erscheinen oder ungerecht (falsche Vorstellungen). Beispiel: "Survival of the fittest"

    Also wider DIE Naturgesetze, nicht wider DEN Naturgesetzen.

    Den Tod, als Naturgesetz, empfinden die Menschen als schrecklich, Furcht erregend, gerade wegen seiner - letztendlich - absoluten Unvermeidbarkeit.

    Wohl können Menschen aber mittlerweile den Tod künstlich hinausschieben, (hirn)tote Frauen dienen ihren ungeborenen Babys, mittels Apparatemedizin, noch bis zur künstlichen Entbindung als "natürlicher Brutkasten", es gibt einen Forschungszweig, der sich mit "Unsterblichkeit" beschäftigt,....


    Der Mensch ist schließlich Teil der Welt... Alles was der Mensch empfindet und alles was er tut geschieht im Einklang mit der Welt, sonst könnte er es nicht empfinden oder tun.

    Der Mensch ist Teil der Natur/der Welt, aber er empfindet sich vielfach als außenstehend ("Vertreibung aus dem Paradies"), Stichwort "Krone der Schöpfung". Daher braucht er ja ( u.a.) auch das "Überweltliche", die Religionen, welche die - anscheinend - ausweglose Situation erträglicher und bewältigbar/überwindbar gestalten sollen.

    Worum geht es im Buddhismus?

    Im Kern (da sind wir uns hoffentlich einig) um die Befreiung vom Leiden/Dukkha:

    "Nach wie vor lehre ich nur, was Leiden oder Übel ist und wie es aufhört." (Majjhima Nikaya 22)


    Und der im folgenden Zitat beschriebene Zustand, ist - nach meinem Verständnis - ein Zustand des Gleichmutes, ohne Durst/Tanha, in tiefem inneren Frieden und dadurch auch freudvoll, aber ohne jede Anhaftung an dieser Freude.


    Quote
    Zitat "Bei einer späteren Gelegenheit, nachdem ich den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der Sinnesvergnügen der Wirklichkeit entsprechend kannte, überwand ich das Begehren nach Sinnesvergnügen, entfernte ich das Fieber nach Sinnesvergnügen, und ich verweile ohne Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat. Ich sehe andere Wesen, die nicht frei von Sinnesbegierde sind, die vom Begehren nach Sinnesvergnügen verzehrt werden, die vor Fieber nach Sinnesvergnügen brennen, die in Sinnesvergnügen schwelgen, und ich beneide sie nicht, auch ergötze ich mich nicht daran. Warum ist das so? Māgandiya, weil es eine Freude gibt, abseits von Sinnesvergnügen, abseits von unheilsamen Geisteszuständen, welche himmlische Glückseligkeit übertrifft. Da ich mich an jenem erfreue, beneide ich nicht, was geringer ist, auch ergötze ich mich nicht daran."


    -> Quelle

    Die Freude "abseits von Sinnesvergnügen, abseits von unheilsamen Geisteszuständen, welche himmlische Glückseligkeit übertrifft" ist wohl den Erleuchteten/Erwachten/Befreiten vorbehalten....


    Danke, Thorsten Hallscheidt, für deine inspirierenden Beiträge und speziell nochmal, dieses Zitat!


    Mögen alle Wesen glücklich und zufrieden sein (und gut den Jahreswechsel 2022/2023 überstehen). :) _()_ :heart:





    ".....Ernst und wichtig erscheint mir die Frage, doch trifft sie mich eben

    In vergnüglicher Stimmung. Im warmen heiteren Wetter

    Glänzet fruchtbar die Gegend, mir bringen liebliche Lüfte

    Über die wallende Flut süß duftende Kühlung herüber,

    Und dem Heitern erscheint die Welt auch heiter, und ferne

    Schwebt die Sorge mir nur in leichten Wölkchen vorüber....." (Johann Wolfgang von Goethe)


    Es entsteht Freude in der Welt, nicht von der Welt, Freude, die sich spiegelt in den Erscheinungen der Welt.

    Diese Freude i n der Welt, nimmt nicht jeder (in jedem Moment) wahr, es gibt schließlich auch viele Interpretationsebenen.


    Ein Künstler sieht beispielsweise, dass "Blumen lachen", für ihn sind sie gewissermaßen "beseelt", für einen Biologen ist der Anblick vielleicht auch mit Freude verbunden, aber aus ganz anderen Gründen (Freude am Lebendigen, der Natur, einer bestimmten, vielleicht seltenen, Art,....)

    Nicht zu vergessen, die "Freude an der "Schöpfung", religiöse Freude.


    Im Buddhismus geht es m.E. darum, einen Zustand j e n s e i t s von Freude und Elend, nämlich Gleichmut, zu erreichen, welcher gleichwohl befähigt, Wesen aus dem "Elend" zu einem freudvolleren Dasein zu verhelfen. Der "tiefe, innere Frieden" , dem auch Mitgefühl, liebende Güte/Wohlwollen und Mitfreude innewohnen, strahlt nach außen und erhellt auch die Welt im Umkreis....


    Man könnte das "Elend der Welt" folgendermaßen betrachten:


    "Das Elend der Erde,

    in einem Schrei gebündelt,

    würde ferne Galaxien durchdringen." (Franz Friedrich Kovacs)


    aber die KONSEQUENZ möge sein:


    "So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt, so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber, sondern hielt mich an dem Gedanken, dass es jedem von uns verliehen sei, etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen." (Albert Schweitzer)

    Quote
    Anna Panna: Wer sagt, er liebe die Welt, hat meist das Leid der anderen Wesen gerade mal ausgeblendet, weil er sich aktuell in einem glücklichen/euphorischen Zustand befindet

    Wer es SAGT ("verkündet", womöglich auch "schwärmerisch"), TUT es, meiner Beobachtung nach, deswegen noch lange nicht...wirklich.....


    Lieben bedeutet doch nicht, alles, was geschieht oder existiert, gut zu finden oder nur positiven Seiten sehen zu wollen. Im Gegenteil: Lieben bedeutet, etwas mit allen Schwächen und dunklen Seiten um seiner selbst willen annehmen. Die Menschen, die anderen Leid zufügen, sind oft genug weder in der Lage, die Welt, wie sie ist, andere Wesen noch auch nur sich selbst zu lieben.

    Ja, deiner Definition von "Lieben" kann ich voll zustimmen.

    Aber "die Welt" ist vielleicht doch einige Nummern zu groß für uns, um zu behaupten, sie "mit allen Schwächen und dunklen Seiten um ihrer selbst willen annehmen" zu können...??

    Das Grundprinzip der Welt ist Werden und Vergehen, bzgl. der (unromantisierten) Natur: Fressen und Gefressenwerden....Zwischen Entstehen und Vergehen liegen "himmlische", "höllische" und neutrale (Bewusstheits-) Zustände der fühlenden Wesen.


    Ist man nun in der Lage, dieser (nach menschlicher Bewertung: grausamen, wie auch wunderschönen) Welt mit einer annehmenden Einstellung zu begegnen, erhöht sich die Chance, dass man den "himmlischen" oder - zumindest - neutralen (Bewusstheits-) Zuständen nahekommt und in der Folge ein glücklicheres Leben führen kann.

    Womit die Liebe, die buddhistische Praxis, die Religionen letztlich alle wieder dem "Prinzip Eigennutz" dienlich sind..... ;)

    Ich helfe niemandem, wenn ich ständig mit Leidensmiene rumlaufe, sondern durch Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit.

    Absolut richtig, aber hilft es einem, z.B., trauernden Menschen, wenn er in lauter lachende, fröhliche Gesichter blickt? Sein Leid wird ihm nur noch mehr gegenwärtig sein, im Wahrnehmen des Gegenteils......


    Auch hier ist wieder die M i t t e das Hilfreichste: Ein friedvolles, gütiges Lächeln spricht j e d e n an - egal, ob (gerade) in leidendem oder freudvollen Zustand. Natürlich müsste es "echt" sein, kein aufgesetztes, welches eher wie eine maskenhafte Grimasse erscheint. (Bei kath./ev. Seelsorgern selbst öfter beobachtet...). Auch ein neutraler, aber wacher, aufmerksamer Gesichtsausdruck wirkt "offen" und erzeugt keine negativen Emotionen.


    Eine "Leidensmiene" (häufig assoziiert mit "Miesepetrigkeit", "Kritikasterei", ....) ist vor allem bei jenen unbeliebt, die gerade "überschwänglich glücklich" sind und wollen, dass sich alle "mitfreuen". Auf diese Weise können "Glückliche" auch Leid erzeugen (ohne es zu wollen), denn dieses "Ich könnte die ganze Welt umarmen"- Gefühl, wie eine Standarte vor sich hergetragen, kann für Leidende eine "Zumutung" sein.


    Du meintest sicherlich mit dem Ausdruck "Leidensmiene", dass Selbstmitleid im Spiel sei und dieses niemandem helfe - da stimme ich dir natürlich zu, aber man sollte auch sein (akutes) Leid nicht übertünchen oder schönreden.

    Ohne diese Dankbarkeit habe ich den Pfad verpasst und die Lehre nicht verstanden.

    Ist das nicht ein bisschen hart geurteilt?

    Dankbarkeit ist ein Gefühl, ein Bewusstwerden von etwas Wunderbarem und lässt sich nicht erzwingen. Mit zunehmender Praxis und Bewusstheit stellt sie sich (immer öfter) ein....

    Hätte der Buddha die "Welt" nicht geliebt, hätte er sich niemals auf den Weg gemacht. Gerade darum wollte er die Ursache des Leidens herausfinden.

    Bevor sich der (spätere) Buddha auf den Weg machte, "liebte" er die Welt in anhaftender Weise und nahm sie eben nicht an, wie sie war - mit all den Leiden.

    Erst, als ihm klarwurde, dass auch ER altern, krank werden und sterben müsste, beschloss er, einen Weg aus dem Leiden zu suchen.....

    Wer sagt, er liebe die Welt, liebt ja auch das Leid der Hungernden, Sklaven und Verrückten.

    Wer sagt, er liebe die Welt, hat meist das Leid der anderen Wesen gerade mal ausgeblendet, weil er sich aktuell in einem glücklichen/euphorischen Zustand befindet ( Ludwig Feuerbach:...."Der Glückliche kann nur Glückliche um sich sehen.") ODER er zieht sich gar selbst am Elend der Anderen hoch ("Wie gut es mir doch geht, im Vergleich mit.....").

    ODER er meint nur einen bestimmten Ausschnitt der "Welt"..... oder, oder,.....

    Also bei mir war es jener Tag im August 2017, an dem ich total deprimiert am Laptop saß und mir mein Browser (!) ein YouTube-Video von Ayya Khema vorschlug, Titel: "Ruhe und Einsicht".


    Mein Leben war damals ein täglicher Kampf ums psychische Überleben, ständige Angst- Panik- und Unruhezustände aufgrund traumatischer Geschehnisse Jahre zuvor, in Kombination mit der Diagnose einer Autoimmunerkrankung, ließen mich ratlos und verzweifelt nach einem Ausweg suchen (Ärzte und Psychotherapeuten erwiesen sich als nicht ausreichend hilfreich).


    Ich war absolut "reif" für Buddhas Lehre (wie Ayya Khema, die damals schon fast 20 Jahre nicht mehr lebte, sie lehrte). Nach dem 1. Lehrvideo folgten weitere, ich kaufte Bücher über Buddhismus und begann langsam mit der Praxis..... :) _()_

    Aber wenn man sich z.B die Welt vor der Entstehung des Lebens vorstellt,dann kann man mit Sicherheit sagen, dass auch damals schon die Merkmale 1(annica) und 3(anatta) vorhanden waren.


    Aber war damals auch schon 2(Dukkha) vorhanden? Ist Dukkha Teil der objektiven Welt? Dies kann man mit Recht bezweifeln.

    Leidet ein Berg, wenn er langsam verwittert und zerbröselt? Oder die Ozeanwelle, die sich an Felsen bricht?

    Dann wäre "die Welt" wahrlich elend....Wie halten gewisse Esoteriker, die selbst in Steinen eine "Seele" vermuten, dieses Elend nur aus?

    Was man sagen kann ist, dass Dukkha Teil der phänomenalen Welt ist und daraus entsteht dass wir Wünsche haben, die statt die Welt ( anicca, anatta, Bedingtheit) anzunehmen, sich an ihnen reiben. Das Elend von Dukkha ist so gesehen kein Elend der Welt sondern ein subjektives Aufbegehren wieder die Welt - die Diskrepanz zwischen "Welt" und Wünschen.

    Ja, das leuchtet ein: Wider die Welt (und ihre Naturgesetze) zu empfinden (z.B. aufgrund falscher Vorstellungen) und zu handeln, führt zu vielfachem Dukkha auf vielerlei Ebenen.

    Bleibt die Frage, warum "die Welt" Wesen hervorgebracht hat, die mit ihr und ihren Gesetzen so in Konflikt geraten (können)...

    Von daher kann man sagen, dass mit der Verlöschen von Gier und Hass eher der Widerstand gegen die Welt schwindet und nicht die Welt.


    Ein Befreiter lebt in einer Welt ohne 2(Dukkha) aber mit 1(annica) und 3(anatta). Während Letztere Eigenschaften der Welt sind ist es ersteres offensichtlich nicht. Dukkha als Merkmal der Welt zu sehen würde ja dessen Verlöschen / Befreiung leugnen.

    Das ist logisch alles gut nachvollziehbar. "Die Welt" ist also nicht "elend", nur viele ihrer Bewohner?!

    Ich habe (nach wie vor) Schwierigkeiten bei der Vorstellung, dass nur wenige Einzelwesen Befreiung erlangen sollen, während eine unermesslich große Zahl von Lebewesen weiter leidet...."Mein" Problem....?


    "Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist?"

    Das "Schöne" und "Gute" wahrnehmen (ohne es zu begehren), das "Elende" hinnehmen (und wieder loslassen), sieht so eine "Resonanz", eine "gesunde Weltbeziehung", aus?

    Hi, Anna Panna ... drin aber leigt der Haken bei der Sache... Man wollte so wie "unbewusst", dass der Schmerz nachlässt, früher oder später, denn alles ist bedingt und vergänglich. Bei dem Arahant denn es gibt keine Identifikationen mehr, er kann sich sogar wegen der Schmerzen krümmen, aber er ist nichts mehr sein Körper, nichts mehr sein Schmerz. Der Schmerz aber ---- der bleibt bestehen, als der erste Pfeil, aber es gibt keinen zweiten . Der Körper stirbt auch, aber niemals so wie das "Gewahrsein" des Arahantes ; denn er ist nichts mehr sein Körper.

    Ja, Igor, klar, "unbewusst" wünscht man sich, dass der Schmerz nachlässt, auch, wenn man sich bewusst vorgenommen hat, ihn anzunehmen....

    Für mich ist es in Schmerzphasen aber nicht hilfreich, daran zu denken, wie ein Arahant jetzt damit umgehen würde, da dies wieder ein "Wollen und Wünschen" eines Zustandes bedeuten würde, den ich - in diesem Moment - nunmal nicht erreichen kann.... ;)

    Kontraproduktiv ist es in jedem Fall, den Schmerz abzulehnen, ihm Widerstand zu leisten, weil er dadurch (u.a. durch erhöhte Körperspannung) noch verstärkt wird.

    Die Vernunft gebietet aber, ebenso, wie das (Selbst-) Mitgefühl, mögliche lindernde Maßnahmen einzuleiten.

    Ich denke, diesen Zustand sehr schwer zu erreichen, und das ist das Los von sehr wenigen Individuumen in der Geschichte der Menschen

    Eben, weil das so ist, muss man sehen, wie man sich zwischenzeitlich mit dem Leben (und damit dem Leiden) "arrangiert"...

    Der Alltag, die "relative Ebene unseres Seins", ist genauso wahr, wie die "absolute Wahrheit". Letztere hat man quasi im Hinterkopf, während man die "relative Wahrheit" konkret lebt.

    Ich erlebe alle 3 Leiden innerhalb der letzten 6 Wochen.

    Das sind wirklich harte und einschneidende Belastungen, die du da - innerhalb kürzester Zeit - zu tragen hattest/hast, liebe Monika! Du musst ein stabiles Fundament (u.a.) in der Buddha-Lehre gefunden haben, das dich innerlich gestärkt und resilient gemacht hat:

    Trotzdem würde ich sagen, alles ist gut so wie es ist. Es sind die unvermeidlichen Leiden. Wenn sie da sind, sind sie nicht so schlimm wie die Angst davor. Also das Problem sitzt im Kopf.

    Geht es uns gut, scheinen sie weit weg oder sie werden dramatisiert je nach Konditionierung

    Einer meiner Lieblingsphilosophen, Lucius Annaeus Seneca, äußerte sich ganz ähnlich, wie du: "Kein Übel ist so groß wie die Angst davor." Vielen Dank, dass du dies nun aus eigenem Erleben bestätigt hast!

    Meine Erfahrung ist auch, dass man sich im Vorhinein viel zu viele Gedanken und Sorgen macht und sich Gelassenheit in der Einstellung "Es kommt, wie es kommt!" ausdrückt....

    Aber ich liebe diese Welt nicht. Wobei: die Welt kann nichts dafür.

    Würdest du die Welt denn lieben WOLLEN? Würde es irgendetwas (zum Besseren) ändern, wenn du es tätest?


    Alles Gute für dich!


    Liebe Grüße _()_ :heart:

    Lieber Thorsten Hallscheidt ,


    danke für deine "Liebeserklärung an die Welt", ich habe sie sehr gerne gelesen, nicht zuletzt, weil du wirklich wundervolle, poetische Worte gefunden hast.

    Vielleicht wolltest du damit auch einen Gegenpol zu dem anderen Thread (" Die Irrlehre vom Lieben, was gerade ist") betonen, wo der Schwerpunkt sich beim Thema "Leiden" einpendelte.

    Zu Weihnachten, als "Fest der Liebe" verstanden, passt es auch irgendwie, vor allem aber habe ich nun eine konkretere Vorstellung davon bekommen, was mit "Lieben, was ist...." auch gemeint sein kann....


    Seltsam: je weniger ich behalten oder besitzen will, was diese meine Geliebte mir gibt oder nicht gibt, desto mehr an unerwarteter und unvermuteter Schönheit entdecke ich in und an ihr. Schönheit ist nicht Glück und nicht Leid.

    Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.....Es kann stimmungsabhängig sein, wie man etwas bewertet oder, anders ausgedrückt, man sieht die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie man selbst (gestimmt) ist.

    Wenn du also viel Schönes wahrnimmst, dürftest du dich in einem recht glücklichen Zustand befinden, der auch länger anhält und sich zweifelsohne auch der buddhist. Praxis verdankt:

    Je länger ich praktiziere, desto reicher fühle ich mich – ganz unverdient... Ich brauche immer weniger von der Welt, um mich froh zu fühlen, aber ich habe sehr gern, was da ist.

    Wunderbar, dass du solche positiven Effekte bei dir beobachtest.


    Klar, es kommen Alter, Krankheit und Tod. Alles wird vergehen, alles. Aber so ist meine Geliebte nun mal.

    Hier musste ich ein wenig schlucken, wie locker-flockig du über diese grundsätzlichen Leiden "hinwegfliegst".

    Aber möglicherweise bist du wirklich schon so weit fortgeschritten, dass du deine "Geliebte" mit ihren "Allüren" so annehmen kannst....

    Eine "Überdosis Weihnachtspunsch" unterstelle ich dir jedenfalls nicht. :grinsen: ;)



    Es gab schon Leiden und Frustration, es wird Leiden und Frustration geben, Angst, Verlust und Schmerz und am Ende wird sie mich auslöschen. Und weil ich aus ihr hervorgegangen bin, ist nichts verloren, wenn ich mich darin auch wieder verliere. Ich bedauere es nicht.

    Diese Einstellung zum "schauerlichsten aller Übel" (Epikur), dem Tod, möchte man wohl jedem wünschen....


    Ob die sogenannten "5 täglichen Betrachtungen", die der Theravada-Buddhismus empfiehlt, wohl diese Wirkung entfalten?:

    1 . Ich bin dem Altern unterworfen, ich kann dem Altern nicht entgehen.

    2. Ich bin der Krankheit unterworfen, ich kann der Krankheit nicht entgehen.

    3. Ich bin dem Tode unterworfen, ich kann dem Tode nicht entgehen.

    4. Alles, was mein ist und mir lieb, wird sich ändern und vergehen.

    5. Ich bin der Eigentümer meines Wirkens,

    geboren aus meinem Wirken,

    umgeben von meinem Wirken,

    getragen von meinem Wirken.

    Wie immer mein Wirken sein wird, dessen Erbe werde ich sein.

    Ich muss nicht lieben, was ich annehme/akzeptiere. Dies allein zu tun, erfüllt alle Voraussetzungen, um den Pfad so frei wie möglich von Leiden gehen zu können.

    Vielen Dank, liebe Monika, für deine klaren, deutlichen Worte! Im Grunde sagt einem das schon der sogenannte "gesunde Menschenverstand", aber manchmal ist dieser ja umnebelt von Kopfgeburten und/oder allzu hehren Idealen.


    Die Übung in den Brahmavihara lehrt, dass wir Mitgefühl mit dem Wesen haben sollten und wünschen sein Leiden würden sich lindern. Die eingangs kritisierte Aussagen, "das zu lieben, was gerade ist" führt zu der irrigen Aussagen wir sollten das Leiden lieben und das Wesen lieben.

    Ja, hier in diesem Widerspruch wird der Irrtum deutlich. Allerdings weist Leiden auch positive Aspekte auf: Ayya Khema sprach beispielsweise von "Dukkha als bestem Lehrmeister", weil es Menschen dazu motivieren könne, den Pfad Buddhas zu beschreiten.

    Menschen vermögen überdies "am Leid zu wachsen/reifen", wenn sie es als Möglichkeit zu innerem Wachstum begreifen, statt es abzulehnen und zu bekämpfen.
    Buddhas Weg ist der mittlere : Weder ablehnen, noch lieben.....

    die Herangehensweise von upekkhā - sie ignoriert duḥkha nicht, sondern nimmt es an als das, was es ist: bedingt und ephemer.

    ...sondern mit friedvoller Gelassenheit betrachten.


    Im Christentum neigt man dazu, das Leiden zu verherrlichen (Jesu Leiden erlöste schließlich die Welt), allerdings nur das freiwillige, aus Liebe und Hingabe auf sich genommene.

    Übrigens ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Schmerzen, denen der Leidende einen SINN geben kann, leichter ertragen werden können....