Beiträge von nyalaana

    Ich mache zur Zeit auch das Ngöndro und bin auch bei den Niederwerfungen. Ich glaube die Tibeter lieben Zahlen und das zählen. Der traditionelle Retreat dauert zB 3 Jahre, 3 Monate und 3 Tage. Niederwerfungen macht bei uns traditioneller Weise 111.111 Stück. Ich kenne aber einige Fälle da hat der Rinpoche bei einer viel niedrigeren Anzahl gesagt, dass es reichen würde man könne zur nächsten Übung übergehen. Bei Einigen der Fälle waren die praktizierenden sehr alt und bei anderen krank, bzw hatten bei jeder Niederwerfung Schmerzen. Wenn man den 3 - Jahres Retreat macht, macht man zu Anfang des Retreats das ganze Ngöndro ein 2. mal durch, das sind dann wieder 111.111 Stück. Es gibt bestimmte Zählsteine die man an den Malas(Gebetsketten) zum Zählen der Mantras oder Wiederhohlungen benutzt.
    Anzahl "abhaken", das höhrt sich so negativ an. Die übungen machst Du ja für Dich alleine, wann will man selber entscheiden ob man das nun genug Praktiziert hat oder nicht? Das Ngöndro ist ja die grundlegende übung die man quasi als Basis macht bevor man mit Saddhanas oder anderen Praktiken anfängt. Gerade als Anfänger macht man sich doch da viel zu leicht was vor, man hätte dies und jenes erreicht, und es reiche nun jetzt. Der innere Schweinehund siegt da viel zu leicht über einen. Da eine Anzahl festzulegen, finde ich garnicht mal so schlecht. Dann muss man sich über die Dauer keine Gedanken machen und kann ohne diese Verantwortung einfach einmal praktizieren. Der Lehrer hätte viel zu tun wenn jeder Praktizierende alle 1000 oder 10.000 Niederwerfung kommen würde und fragt:" und? Habe ich fortschritte gemacht, bin ich nun fertig?" Die 111.111 sind dann glaube ich auch einfach nur praktisch. Wenn man 200 Niederwerfungen die Stunde macht, dann sind das 555 Stunden Übung. Wenn Du "hardcore" machst und 1000 Stück am Tag machst kannst du in 3 Monaten fertig sein, wenn du 1 h am Tag machst brauchst Du 1,5 Jahre. Ich glaube nicht, das man das einfach so mechanisch runtermachen "abhaken" kann, ohne dass sich etwas in einem verändert. Zumindest körperlich fitter wirst Du werden. Und wenn man über 1,5 Jahre oder länger etwas täglich macht, dann wird man sich das in der Zeit schon genau überlegt haben, ob und warum man diese Tätigkeit über so einen langen Zeitraum aufrecht erhält oder nicht.
    Festigen der Zuflucht, Mitgefühl, innere Kanäle, Karma... Wenn ich jetzt als Anfänger selbst entscheiden sollte, dass ich genug Niederwerfungen gemacht habe weil ich in diesen Kategorien das und jenes erreicht habe, wie soll ich denn das beurteilen? Das sind alles nicht messbare Kategorien bei denen ich den Eindruck habe selbst ein Praktizierender welcher nciht mehr Anfänger ist, könnte Schwierigkeiten haben zu einem Schluß zu kommen ala :"ich habe mein Mitgefühl nun soweit gesteigert, dass ich mit den Niederwerfungen aufhöhren kann... "

    Simo:


    Außerdem reinigen die Verbeugungen


    Das kann ich bestätigen. Ich bin jedesmal wenn ich fertig bin total durchgeschwitzt und brauch eine Dusche, Reinigen tun sie auf jeden Fall die Niederwerfungen...


    Ach ja wenn man seine 111.111 fertig hat, kann man sie ja für sich selbst weiter machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir ein Lama raten wird, damit aufzuhöhren, wenn Du Deine täglichen 100 einfach weitermachst.... :)

    Ich halte nichts von Traumdeutung. Wenn es tatsächlich so wäre dass bestimmte Dinge von denen man träumt tatsächlich auch bestimmte Dinge bedeuten würden, dann hätten die Menschen das schon erforscht - in den hunderten von Jahren in denen Menschen schon träumen - und die entsprechenden Gesetzmässigkeiten herausgefunden. Eine einfache Traumdeutung ala ein weißer Hengst bedeutet ein Liebhaber der bald kommt, oder ein Turm steht für Männlichkeit, das gibt es also meiner Meinung nach nicht. Deswegen halte ich auch Traumdeutungen die andere für Dich vornehmen für sehr fragwürdig. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit meinen Träumen, für mich sind aber die Symbole oder das was im Traum geschieht nicht so wichtig. Für mich ist in meinen Träumen eher wichtig was ich während des Traumes fühle. Wenn überhaupt, dann komme ich über diese Gefühle zu soetwas wie " das hat der Traum für mich bedeutet". "Religiöse" Träume sind für mich schon wichtig, sie haben mir bis jetzt gezeigt wo ich im Moment stehe. Deinen Traum würde ich eher in die Richtung religiöser Traum stecken, das musst Du aber selber wissen ob er sich für Dich so angefühlt hat.
    Ob das ganze eine "Nachricht" aus einem vorigen Leben ist oder eine Kontaktierung, das musst Du dir selbst beantworten, ich wäre da aber eher skeptisch. Im realen Leben kann sich der Geist schon sehr leicht täuschen lassen und sich selbst was vormachen. Im Traum ist das sicher genau so, bzw warum sollte es da, wo noch weniger Naturgesetze gelten und wo eh schon einiges unreal ist, nicht so sein.
    Wenn man nun Dinge aus einem Traum als Anstoss nimmt für Handlungen im realen Leben, dann sollte man sich schon sehr sicher sein. Und die Konsequenzen davon wird man dann auch im realen Leben tragen müssen, egal ob man sich bei seinen Entscheidungen von realen oder unrealem, vom Verstand oder vom Traum und Unterbeswustsein hat leiten lassen.

    Auch wenn es in den Schriften Zitate dafür gibt, dass man den Dharma nicht verkaufen darf, finde ich es vollkommen OK wenn wir hier im Westen für Belehrungen Geld bezahlen. Das Ausrichten einer Belehrung kostet einfach Geld. Und wir haben hier derzeit eine Gesellschaft, in der der Erhalt von buddhistischen Zentren/Tempeln auf Spendenbasis einfach nicht verankert ist. Irgendwie müssen sich die Zentren das ganze Jahr über finanzieren. Und die Lehrmeister brauchen ja auch Anlaufstellen, sonst kommen sie ja nicht. Natürlich entstehen dadurch, dass man für Belehrungen Geld bezahlt, auch wieder andere Fragen:


    ZB wie sieht die Finanzierung des Zentrums insgesamt aus? Das sollte man wenn man an einen Ort öfters geht, schon hinterfragen.
    Warum geht man zu einer Belehrung? Weil man Einweihungen sammelt, weil man sich seine Portion Segen abhohlen will?
    In unserer Gesellschaft bezahlt man für alles, für die Freizeit, für unsere Grundbedürfnisse, für Statussymbole und Konsum. Wenn nun alle Veranstaltungen umsonst wären, was wären sie uns dann Wert? Würde das ein Konsumverhalten unterstützen, wie würde man die Veranstaltungen dann Wertschätzen? Praktiziert man die ganzen Dinge auch ausserhlab des Tempels?


    Ich finde schon, dass man über diese ganzen Dinge ein wenig nachdenken sollte.

    Haltet Ihr es für möglich, das Sidhis existieten? Sind das alles Märchen, Einbildung und Wunschdenken? Bei mir in der Sangha gibt es viele die sagen, dass sie es selbst erlebt haben, dass manche Menschen Telepathie beherrschen. Ich selbst habe es noch nicht erlebt. Aber haltet Ihr es für grundsätzlich unmöglich? Komische Phänomene hab ich schon erlebt, aber nicht dass es gezielt einsetzbar wäre.

    Wikipedia sagt:
    Der tibetisch buddhistischen Legende nach hält Milarepa sich in Akshobhyas Reinem Land Abhirati [1] auf, wo er vollständige Buddhaschaft erlangt hat.


    Also keine Wiedergeburt mehr, der hats geschafft... Und somit hat er sein schlechtes Karma auch wieder bereinigt, bevor er starb.

    So jetzt hab ich es gerade noch einmal nachgelesen. Also es war so, die Verwandten haben Milarepa und seine Familie um ihr Erbe betrogen, und sie in quasi in Knechtschaft leben lassen. Die Mutter und konfrontiert die Verwandten und fordert ihr Erbe zurück, daraufhin die Verwandten, :" wenn ihr viele seid , führt Krieg gegen uns, wenn ihr wenige seid verzaubert uns doch", wenn ihr Euer Erbe zurück haben wollt. Daraufhin schickt die Mutter Milarepa weg um genau das zu tun, die Zauberei zu erlernen. Und Milarepa führt dass dann genau so aus.


    Das ganze erzählt Milarepa seinen Schülern unter der Überschrift : meine bösen Taten. Er sagt also nicht er sei ein guter Mörder... Das wollte ich so auch nicht darstellen. Natürlich war sein Morden falsch. Und er muss ja auch, um sich davon zu reinigen, unmögliche Taten vollbringen. Mir war halt nur aufgefallen, dass die ganze Geschichte sehr zum wohlwollen des Milarepa konstruiert ist. Wie passieren normale Morde? Aus Leidenschaft oder Habgier. Also hat er normal jemanden umgebracht, um an dessen Hab und Gut zu kommen, wie der 0815 Straßenräuber. Nein, er wollte nur zurück, was ihm und seiner Mutter rechtmäßige zustand. Tat er es aus eigenem Antrieb, nein seine Mutter hat ihn dazu "erpresst". Und dann gaben die Verwandten auch noch die " Erlaubnis" dazu.

    Fragender:

    Anwendung weißer Magie in Einklang zu bringen?


    Ist die weiße Magie denn deffiniert? Was ist denn weiße Magie? Ist das ein schwammiger Oberbegriff, oder tatsächlich die unverwechselbare Bezeichung für etwas Bestimmtes? Ich kenne mich nicht in den anderen Richtungen aus, aber ich nehme einmal an, dass das im Zen und Theravada Buddhismus keinen Platz hat. Wenn man Berührungspunkte finden möchte so mögen diese am ehesten im tibetischen Buddhismus vorhanden sein, je nach dem wie man weiße Magie definiert. Es gibt im tibetischen Buddhismus Rituale, Dämonen, übernatürliche Wesen, Geister, Aberglaube, Siddhis, Orakel, Tulkus, Vajras( eine geistige Waffe mit der man den Bön bekämpfte, wie ich hier in einem Threaed gelesen habe-oder aber Symbol für "geschickte Mittel" wie andere behaupten)... und natürlich Tantra....


    Wenn Teile davon für Dich zur Weißen Magie gehöhren, dann gibt es im tibetischen Buddhusmus vielleicht so etwas wie weiße Magie.


    Oder bist Du der Meinung, dass Du selbst schon weiße Magie praktizierst? Also im Zen Buddhuismus geht das sicher nicht, da sitzt man stundenlang mit dem Gesicht zur Wand, bekommt ab und an eines mit dem Stock auf die Schulter und soll Paradoxe Unsinns-Rätsel lösen, glaub da wird weiße Magie sicher keinen Platz finden( Zennies...entschuldigt bitte meine vereinfachte, nicht bös gemeinte Darstellung). Ich glaub das ist eher nicht-magisch.


    Im tibetischen Buddhismus, wird viel mit Rezitation von Mantras ( "Zaubersprüchen") und Visualisation, also man stellt sich bestimmte symbolische Wesen im Geist vor und später verschmilzt man dann mit diesen Wesen gearbeitet. Es geht dabei aber fast immer um einen selbst, also das soll weniger gemacht werden um andere zu beeiflussen. Warum willst Du denn weiße Magie praktizieren? Was willst Du damit erreichen? Was willst Du überhaupt in Deinem Leben erreichen? Wenn Du bestimmte Formen der weißen Magie praktizierst würde ich empfelhen das in einem Interview, mit Deinem Lehrer/Lama/Rinpoche zu besprechen.
    Wenn ich jetzt Vermutungen/Spekulationen darüber anstellen soll, was die Antwort sein wird, dann kann ich mir vorstellen, dass es stark auch in folgende Richtung gehen wird:
    Im Mahayana (tibetischen Buddhismus) sind viele sehr Wirksame Methoden vorhanden um einen schnell und gut ans Ziel des Mahayanas zu bringen. Man kann beliebig steigerbar Zeit für die Praktiken des Mahayana aufwenden. Wenn Du Glück hast wird Dir die weiße Magie nicht verboten, aber es wird sicher empfohlen die traditionellen Praktiken des Mahayana zu praktizieren. Mit dem Ngöndro alleine kann man mehrere Jahre beschäftigt sein. Und wenn Du tatsächlich 8 h am Tag Niederwerfungen machst und so sagen wir mal nach 2 Monaten damit fertig bist, kommen noch 3 -5 andere Übungen des Ngöndro... und es kann auch nicht Schaden das Ngöndro 2 mal zu machen.... Also ich glaube es könnte darauf hinauslaufen, dass du kaum noch Zeit für weiße magie haben wirst...

    Nein, ich habe nichts davon gelesen, dass er das irgendwo rechtfertigen wollte, oder gerechtfertigt hätte. Ich werde es zu Hause noch einmal nachlesen. Mir blieb in Erinnerung, dass diese ganze Situation die zu seinen Verbrechen führte nihct so war, dass er milarepa ein "schlechter Mensch" gewesen wäre, sondern der Eigene Antrieb, die eigenen schlechten Motivationen waren in diesen Morden sehr gering, und das es mir nicht gelang einen Mord zu konstruieren in demnoch mehr " mildernde Umstände" vorkommen würden. Er war also kein "böser Mörder", sondern ein anderer.

    Ja Milearepa hat laut den überlieferten Schriften mehrfach getötet. Aber mir ist bei diesem Morden irgendwie aufgefallen, dass "mildernde Umstände" geltend gemacht werden können. Er hat nicht einfach so aus normalen niederen Beweggründen getötet. Verwandte haben ihn und seine Mutter um das Erbe seines Vaters betrogen und dann in Armut ja fast gerade zu Knechtschaft gehalten. Seine Mutter hat ihn dann weggeschickt und gebeten sie zu befreien. Er erlernte dann Schwarze Magie und tötete die Verwandten. Er hat also getötet weil er seine Mutter von Ihrem Unrecht befreien wollte. Und weil es seine Mutter von ihm verlangte. Und welcher brave Tibeter kann einen Wunsch der Mutter abschlagen, zumal er das Unrecht der Verwandten auch schon selbst die ganze Zeit mitbekommen hatte, und frei zu sein ist ja wohl auch ein berechtigtes Bedürfnis. Irgendwie fällt es schon schwer einen "Mord" zu konstruieren bei dem mehr "mildernde Umstände" gelten könnten.

    Nightrainmonk:

    Als besonders drollig empfinde ich in diesem Zusammenhang den Versuch, aus den Zitaten D.L.s quasi ein internes Papier von Buddhisten für Buddhisten zu machen (z.B., ….

    Nyalaana:

    Wenn ich mir dann überlege, dass er aus einem System der Klöster kommt, in dem oft mehrere hundert Männer auf engstem Raum leben, dann kann ich es sehr gut verstehen wenn er "Sex unter Männern" nicht positiv beschreiben kann. Alleine um die Klosterdisziplin aufrecht zu erhalten, kann der offizielle Standpunkt nur sein:" Sex unter Männern ist verboten."

    ').


    Ich wollte auf keinem Fall irgendwelche Richtlinien/Regeln für Buddhisten aufstellen. Ich hatte meinen Beitrag ja extra mit den Worten

    Nyalaana:

    Ich weiss natürlich nicht was der Dalai Lama über Homosexualität denkt...


    begonnen. Da ich erst seit Kurzem Buddhist bin, und mich insbesondere mit den theoretischen Schriften noch kaum auskenne (da gibt es hier viel belesenere Forenmitglieder), würde ich mich nicht dazu in der Lage sehen, anderen Papiere etc von Buddhisten für Buddhisten zu schreiben.


    Ich glaube Schriften aus dem tibetischen Buddhismus, wie die von Gampopa, Shantideva etc sind vor dem Hintergrund geschrieben, dass das Ziel ist, möglichst schnell ein Boddhisatva zu werden, damit man allen anderen Wesen auch dazu verhelfen kann, zum Boddhisatva zu werden, oder Erleuchtung zu erlangen. Wenn ich jetzt mal salopp und überspitzt formulieren darf, ist die Empfehlung, dass man Mönch werden solle, sich in die Berge zurückzieht und dort jahrelang meditiert aus diesen Schriften herauszulesen. In Bezug auf Sexualität und Lebensweise bedeutet das, dass 99% der westlichen Praktizierenden dieser Empfehlung eh schon nicht folgen, egal ob Hete oder homosexuell. Wenn man nun also in den „Schriften“ etwas finden sollte, das Homosexualität explizit bejaht, dann würde mich das schon eher wundern und überraschen.


    Ich weiss nicht, ob sich Homosexuelle vielleicht eine solche Stellungnahme wünschen würden:

    Fantasien DL erfunden von Nyalaana:

    Alle Menschen können den Buddhismus praktizieren, egal ob Mann oder Frau, homosexuell oder hetereosexuell. Alle können die Erleuchtung erlangen. Es hängt nur vom jeweilig individuellem Karma, Weisheit und Mitgefühl des Einzelnen ab. In einem meiner vorigen Leben, war ich selbst homosexuell, ich und meine Partnerin, wir lernten damals sehr viel über Mitgefühl als wir auf einem Schlachtfeld die Verwundeten versorgten….Außerdem kenne ich da auch eine Geschichte von Buddha, der erzählte, dass er selbst in einer Wiedergeburt kurz bevor er erleuchtet wurde, schwul war, und damals hat sich folgendes zugetragen…
    Im Westen haben Schwule und die Frauenbewegung inzwischen einiges erreicht um rechtlich und gesellschaftlich geleichberechtigter Leben zu können. Deswegen ist nun die Zeit gekommen, dass ich zum ersten mal öffentlich erwähne, dass es für sehr fortgeschritten Praktizierende ultra geheime tantrische Praktiken gibt, die zwar selten gelehrt wurden; dennoch sind die Yab-Yab und die Yum-Yum Praktiken sehr wirkungsvoll. Ich hoffe sie werden nun wieder vermehrt gelehrt werden können.



    Warum habe ich das alles geschrieben? Für mich ist tibetischer Buddhismus eine Philosophie, eine Schulung des Geistes und meine Religion. Deswegen weiss ich aber trotzdem, dass die Form die wir jetzt vorfinden, auch von der Region und den geschichtlichen Entwicklungen beeinflusst wurde. Tibet war halt ein von den Mönchen gelenkter „Klosterstaat“. Deswegen ist meine Erwartungshaltung in Bezug zur Homosexualität eine eher geringe. Die von KDR gepostete Stellungnahme des Dalai Lama zur Homosexualität, halte ich für ein Statement, dass schon sehr weit auf die Homosexualität zugeht. Aus einem System das sagt sexuelle Enthaltsamkeit (und anderes) führt zum Ziel, kann man nicht erwarten, dass gesagt wird: „ Aber Homosexualität, das sollt ihr ausleben.“ Ach, vielleicht kann man das schon erwarten, aber ich finde es nicht verwunderlich, wenn solch eine Erwartungshaltung enttäuscht wird.




    (Ich möchte mit diesem Beitrag nicht zum Ausdruck bringen, dass ich denke das Homosexuelle nicht oder schwerer zum Ziel kommen können, oder den Buddhismus nicht praktizieren sollen. Soetwas kann ich nicht beurteilen. Ich kann auch nicht beurteilen welche Praktiken beim Tod hinderlich sind [ausweiten...], denn ich kann mich an meine letzten Tode nicht erinnern. Beschreibungen darüber halte ich eher für Spekulationen... Ich bin eher davon überzeugt, dass es jedem Menschen gut tut Buddhismus zu praktizieren. )

    Ich weiss natürlich nicht was der Dalai Lama über Homosexualität denkt... Aber wenn man es schafft diejenigen nicht zu hassen welche einen aus der Heimat vertrieben haben und soviel Leid über Tibet gebracht haben, dann kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass er ausgerechnet was gegen Homosexuelle haben soll. Wenn ich mir dann überlege, dass er aus einem System der Klöster kommt, in dem oft mehrere hundert Männer auf engestem Raum leben, dann kann ich es sehr gut verstehen wenn er "Sex unter Männern" nicht positiv beschreiben kann. Alleine um die Klosterdisziplin aufrecht zu erhalten, kann der offizielle Standpunkt nur sein:" Sex unter Männern ist verboten."

    Hmm Jenseitsvorstellung:


    Christentum 1. Tod; 2. warten auf das "jüngste Gericht", 3. Entscheidung ob dann für immer ein Himmel oder die Hölle.


    Islam: 1. Tod, 2. weiß ich nicht, 3. auch entweder Himmel oder Hölle, aber hier gibt es verschiedene Höllen und Himmel, und je nachdem ob man als Märtyrer etc gestorben ist einen Himmel mit Luxus oder einen mit nicht so viel Luxus.


    Tibetischer Buddhismus: 1. Tod mit vielen verschiedenen Stufen, 2.verweilen im Bardo für maximal 49 Tage als Zwischenwesen, 3. Wiedergeburt in einem der 6 Lebensbereiche, welche je nach Richtung auch noch weiter aufgeteilt sein können... Also a)Höllenbereiche, b) hungrige Geister, c)Tier, d) Mensch, e) Halbott, e) Götterbereich PLUS der Möglichkeit aus diesem Kreislauf auszubrechen und zu Erwachen also Erleuchtung zu erlangen.


    Atheisten 1. Tod, 2. verschiedene Ansichten die von :"Ende dann gibt es nichts mehr" bis große schwarze Leere gehen.


    Wenn ich über dieses Thema nachdenke komme ich zu dem Schluss, dass man sich viele Sachen vorstellen kann. Man kann sich das was nach dem Tod kommt so vorstellen, dass es einen beruhigt oder so , dass es einen ängstigt. Aber überprüfen, ob die eigene Vorstellung zutrifft, das ist unmöglich. Deswegen die Stelle von Onda zur Ablehnung metaphysischer Spekulationen.


    Wenn ich die extreme nehme, zum einen jemand der wirklich noch lebt und dann zum anderen einen Toten, dessen Körper verwest ist, der sicher nicht mehr zurückkommen kann... dann liegt dazwischen irgendwo ein Bereich in dem man wohl nicht mehr richtig lebt aber noch nciht vollkommen Tod ist. Der Zwischwenbereich also, und danach kommt dann für mich die Zeit dessen was Du als Jenseits beschrieben hast. Die Berichte von Nahtoderfahrungen nutzen mir nichts( das mit dem Tunnel und dem Licht was von vielen erzählt wird), denn diese Leute sind ja nicht endgültig Tod gewesen, sie sind alle wieder ins Leben zurückgekommen. Das Sterben ist ein Prozess der seine Zeit dauert. Und meiner Meinung nach dauert er viel länger als man so normal denkt. Also der Hirntod ist halt auch nur eine Station in diesem Prozess des Sterbens. Wir wollen halt einen Zeitpunkt festlegen den wir in den Totenschein reinschreiben können. Deswegen sind klinischer Tod etc definiert. Aber auch nach dem Hirntod laufen noch chemische und physikalische Prozesse im Körper ab, naja und wenn solche Prozesse noch im Körper ablaufen, wie will man ausschließen ob nicht doch auch auf einer geistig/seelische/bewustseins Ebene noch etwas abläuft. Und Jemand der ins Leben zurückkommt, hat halt den Prozeß des Sterbens noch nicht vollkommen durchlaufen, für mich war er im Zwischenbereich, aber nicht in dem was ich als Jenseits durchgehen lassen würde.


    Im Buddhismus erfolgt dann ja die Wiedergeburt, das ist dann ja eigentlich kein Jenseits.

    AchimS:

    Wie "wird" man vor dem Gesetz "amtlicher Buddhist"?
    Was meinst du mit "staatliche Anerkennung"?
    Man kann doch sicherlich nicht einfach aufs Meldeamt gehen und sagen, man hätte als Konfession gerne ein "BU" im Ausweis?


    Seit 1983 ist der Buddhismus eine "staatlich anerkannte Religion" in Österreich. Ich kenne natürlich keine Details des Verfahrens. Ich nehme an, dass Vertreter einer Religion bei einer staatlichen Behörde einen Antrag auf staatliche Anerkennung stellen können. Es wird dann sicher einige Vorraussetzungen dafür geben, dass dieser Status dann vergeben werden kann und wenn das alles klappt bekommt diese Religion dann diesen Status. Folgen sind dann wohl, dass man in öffentlichen Schulen Religionsunterricht in dieser Religion erteilen kann. Wenn die Schule das so will. Man kann in Papieren "Buddhismus" angeben in der Zeile Religionszugehörigkeit. Wenn man konvertiert wird man das sicher auch ändern können. Wie die offizielle Abkürzung dafür ist, weiss ich nicht. Ich bin ja doch Deutscher. Man wird Spenden steuerlich absetzen können, obwohl das auch bei Vereinen geht.... Sprich Vertreter der Religion werden einige Rechte mehr dazugewinnen und einige Pflichten auferlegt bekommen. Wenn Du mehr Details wissen willst:
    http://www.buddhismus-austria.at
    hier wird man Dir sicher mehr Infos zukommen lassen können.

    Ich erinnere mich gerade an die Beerdigung von Johannes Paul II. Es waren viele Würdenträger anderer Religionen da. Sie kamen in Ihren Ordenstrachten und Roben. Aber darüber hinaus hat keiner das als Platform benutzt um etwas "anders" zu machen oder seine freie Meinung zu äußern oder "Werbung" für seine Richtung zu machen. Und wenn dann wäre es in Absprache mit dem Gastgeber erfolgt. Wenn Du nicht ordiniert bist, kommste halt einfach in normaler (Trauer-)Kleidung. Die Idee von Erdmaus mit den Blumen und dem Staub finde ich ganz gut, auch wenn ich den Verdacht habe, dass das genau dem "normalen" gängigen christlichem Verhalten vor dem Grab sehr ähnelt.


    Wenn ich zu einer Beerdigung einer anderen Glaubensrichtung/Kultes gehen soll, habe ich die Wahl wegzubleiben, oder hinzugehen. Wenn ich hingehe, bedeutet das für mich, dass ich mich den dortigen Gegebenheiten anpassen werde, um so dem Toten und der Gemeinschaft meinen Respekt zu zeigen. Bei religiösen Handlungen würde ich überlegen, ob ich sie ausführen will oder nicht, wenn ich es nicht will, würde ich prüfen, ob ich dadurch aber nicht die Trauergemeinschaft oder das Ritual störe, und gegebenenfalls meine eigenen Wünsche und Befindlichkeiten hinten an stellen. zB wenn es bei einer Beerdigung Tradition ist Kopftuch zu tragen und ich gegen das Kopftuchtragen bin, weil es für mich ein Symbol der Unterdrückung ist, würde ich wohl trotzdem für die Beerdigung das Kopftuch tragen, weil ich mehr den Respekt vor dem Toten und weniger meine eigene Indivudualität betonen wollte, und ich so nicht als Vorlage für Tratsch und Lästerei diene nach dem Motto : "Kuck mal die da, was bildet die sich ein als Einzige kein Kopftuch zu tragen". Ich würde nicht auffallen wollen wie ein bunter Hund. Wenn es hier üblich ist sich am Grab zu Bekreuzigen, dann würde ich das nicht machen, wenn ich kein Christ mehr wäre, denn ich bin mir sicher, die Gemeinschaft würde daran keinen Anstoß nehmen, wenn sich mancher nicht am Grab bekreuzigt, so wie ich Beerdigungen bis jetzt erlebt habe.



    AchimS:


    Man kennt meine religiösen Ansichten und respektiert sie.


    Ich würde denken, dass es nicht so wichtig ist dass man mich und meine Ansichten auf der Beerdigung respektiert, ich würde denken es ist wichtig dass ich zum Ausdruck birnge, dass ich den Toten und die Trauergemeinde respektiere.

    In Österreich ist der Buddhismus als Religion anerkannt. Es gibt dadurch eine Menge mehr Möglichkeiten. Jetzt nur mal ein ganz unwichtiges Beispiel:
    man kann nun in Österreich im Pass unter Religionszugehörigkeit Buddhismus eintragen. Wenn man diese staatliche Anerkennung nicht hat, muss man eintragen lassen "keine" oder es bei der alten zb römisch/katholisch belassen. Ich finde es schön wenn man die Möglichkeit hat dort Buddhist eintragen zu lassen. Inwie weit sich dann buddhistische Organisationen um öffentliche Gelder bemühen, das ist dann wieder eine Sache bei der ich mich raushalten kann, wenn ich das nicht möchte, sprich es betrifft mich nicht so sehr. Wenn ich nun an die große Gemeinschaft der Exilbuddhisten (Vietnamesen etc) denke, und die nun die Möglichkeit bekommen einen buddhistischen Friedhof zu schaffen, dann finde ich das nur recht und billig, denn man sollte in Deutschland seine Religion frei ausüben können, und wenn man dann halt so ein formelles Verfahren braucht, damit man seine Grundrechte wahrnehmen kann, dann ist es sicher der leichtere Weg dieses Verfahren einfach zu durchlaufen.

    Da bist Du in einer heiklen Lage. Wenn die Freundin Dich direkt fragt, ob da was im Busch ist, und Du sagst:" Frag Deinen Freund doch selbst.", also ich würde mir dann denken, dass da sicher was ist, weil wenn Du wirklich keine Ahnung von irgendwas hast, dann sagst Du ganz einfach unbefangen:" Nein da ist nichts." Wenn darauf die Freundin mit ihrem "noch-Freund" spricht, und es auseinandergeht, dann kann der Freund sagen: " Wenn Du nicht so ausweichend geantwortet hättest wäre sie nicht auf die Idee gekommen.". Wenn Du der Freundin die Wahrheit sagst dann kann es auch auseinandergehen, und dann haste Das Versprechen/den Wunsch Deines Freundes verletzt. Also egal wie Du Antwortest, Du wirst unangenehm in die Bezieungskrise reingezogen und am Ende kann Dir dann Dein Freund ,ungerechterweise,den schwarzen Peter zuschieben. Ich würde so schnell als möglich mit Deinem Freund sprechen und ihm das mal so erklären. Dein Freund hat rumgeknutscht Durch seine bitte an Dich, das zu verheimlichen, kann es so kommen, dass am Ende alle 3 voneinander enttäuscht sind. Er sollte die Konsequenzen seiner Handlungen selbst tragen und nicht andere ( Dich) darin verstricken. Das ist Freundschaft... Nich Spielchen spielen, wer loyal wem gegenüber ist, wer für wen lügt...


    Hm wenn ich mir das so überlege hat das mit einer ganz speziel buddhistischen Sicht nicht sehr viel zu tun... Ist eher Psycholigie und Menschenverstand und Anstand und nachdenken über sich selbst und die Konsequenzen des eigenen Handelns.

    peeter:


    Nebenbei bemerkt töten wir unabsichtlich zig Kleinstlebewesen bei jedem Schritt und Tritt ..


    smile Peeter, genau , und deswegen fragte ich an ob wir von nun an schweben sollen...
    Also wer ´s kann, das schweben, der soll es von mir aus ruhig tun, aber die anderen 6 -8 Millarden Menschen auf der Erde werden wohl weiter durch Ihr Leben als Mensch andere Lebewesen töten... je nach dem was man nun denn als Töten ansieht und was man durch seine Definition nicht als Töten zählt.

    Das mit dem "nicht töten" da hab ich auch schon einiges darüber nachgedacht. Also bei Silas da bekommt man es ja ( mehr oder weniger ) mit wenn man dagegen verstößt, bzw hat in der Situation eine Wahl es zu tun oder zu lassen. Also ich kann wählen ob ich jemanden anlüge, jemanden die Wahrheit verschweige oder die volle "Wahrheit" sage. Und was davon ich dann gemacht habe kann ich mehr oder weniger abschätzen. Aber bei dem " nicht töten " ist das alles für mich nicht so klar. Es ist ja ganz allgemein formuliert, ohne Einschränkungen. Dabei ist es nur eine Frage der Definition und des Blickwinkels wie weit das mit dem "nicht töten" geht. Ok Menschen nicht töten klar, wird jeder zustimmen, Säugetiere nicht töten, nun da fängt es dann schon an, in Indien wird wohl keiner Kühe töten wollen, weil die heilig sind... und hier will man keine Hunde töten, in Spanien hingegen ist es normal die wilden Hunde einzufangen und zu töten. Ok sagen wir auch als Buddhist, keine Säugetiere töten. Wie ist es dann mit Insekten auch die nicht töten? Das wird dann schon schwehr sehr schwehr wenn man in seinem Alltag keine Insekten töten will. Aber es gibt ja noch kleinere Tiere, wie ist das mit kleinen Würmern, Milben etc, kaum hat man sich über das Gesicht gekratzt hat man schon viele davon zerquetscht. Darf man sich entlausen, wenn man verlauste Haare hat? Die Läuse werden dabei wohl sterben? Man kann auch noch kleiner gehen. Bakterien leben auch, und die darf man umbringen? Liegt es also an der größe des Lebewesens? Und überhaupt leben Pflanzen nicht auch? Und die tötet man beim verzehr oder bei der Ernte ja auch? In japan zB kennt man das Konzept des Kami, nicht nur Tiere, Pflanzen und Menschen haben oder sind kami, sondern sogar Plätze,Gebäude, Berge, und Flüße. Wenn ich die zerstöre dann töte ich quasi den Kami, also ich töte... Wer sagt mir dass die japanische Sichtweise falsch ist? Bestimmt also der kultrelle Hintergrund was ich als Töten anseh? Bei welcher größe des Lebewesens muss ich mit dem "nicht töten " anfangen? Wer legt diese Größe fest? Warum soll ich jetzt Pflanzen absprechen dass sie Lebwesen sind? Also die Merkmale der Biologie für Leben sind bei Pflanzen genau so vorhanden wie bei Tieren... Also wenn ich zB Gartenarbeit mache, oder Felder bestelle, dann kann ich es nicht verhindern dabei Insekten und Würmer zu töten. Es sei denn ich lasse wie vom Dalei Lama im Film " 7 Jahre Tibet" beim Bau des Gebäudes die Fundamentarbeiten von Hand machen damit ich jeden Wurm aus der Erde herauslesen kann, und ihn zur Seite setze. Aber nicht jeder ist der Dalai Lama und kann für ne Arbeit die auf " insektentötende " Art und Weise getan wird 30 mal mehr Männer anstellen, die dan 10 mal so lange dafür brauchen. Oder Autofahren. Wenn ich wirklich nicht töten will , darf man kein Auto mehr fahren. Die Insekten auf der Windschutzscheibe wurden im Thread ja schon aufgeführt, aber es kann hier immer auch passieren dass einem einmal eine Katze oder ein anders Tier "ins Auto läuft". Und wenn das Auto nicht mehr geht, dann kann man auch gleich das Fahrrad weglassen, auch damit wird man sonst mal nen Tierchen überfahren. Darf man noch gehen, laufen? Ok ner Ameise kann man wohl noch ausweichen, aber wenn ich renne dann nicht mehr, also nur Langsam? Irgendwie kommt es mir fast so vor, dass man sich der Frage mit dem nicht töten am leichtesten entzieht wenn man ein Mönch wird der sein ganzes Leben in der Meditationshaltung verbringt. Ich weiss aber dass ich so nicht den ganzen Rest meines Lebens verbringen werde. Ich werde also töten, es wird mir sicher passieren, dass ich töte, manchmal mit Absicht, manchmal aus Achtlosigkeit, manchmal aus Unwissenheit, manchmal aus Faulheit. Manchmal mit einer akzeptablen Motivation manchmal auch mit einer nicht akzeptablen. Da ich ja essen muss, ist es also dann ok wenn ich Nahrung für mich töten lasse? Kann ich so nur weil ich es nicht aktiv selber mache, mein Gelübde wahren, wenn ich praktisch mein ganzes Leben lang als der Auftrageber für all das Töten das ich für mein Leben brauche, fungiere? Nur weil ich nicht selbst Hand anlege, bewahrt mich das vor der Verantwortung?


    Sogar die Motivation des Tötens oder die Motivation der Vermeidung des Tötens kann man hinterfragen. Wenn ich den Falter in meinem Zimmer einfange und raussetze, weil ich ja ein "guter Buddhist" bin, anstatt ihn zu erschlagen, und dabei seine Flügel falsch berühre und er deswegen dann draussen nimmer richtig fliegen kann, er sich deswegen seine Nahrung nicht mehr richtig "erfliegen" kann, oder die Beute des nächst besten Falterjägers wird, habe ich dann diesen Falter getötet, obwohl ich eine "gute Motivation" hatte, ihn also nicht zu erschlagen? Wollte ich mich nur als "guter Budhist" fühlen, weil ich ihn ja nicht mit Absicht erschlagen habe, sondern darauf verzichtet habe. Ist das ganze " raus oder bei Seite " -setzen nur Eitelkeit? Habe ich im Grunde nicht den selben Urgedanken, : " das Viech muss weg da", nur mein Handeln ist um einen Grad weniger brutal'? Oder kommt es vielleicht doch darauf an seine Brutalität um diesen einen Grad zurückzuschrauben?


    Hier im Thread wird von manchen sogar diskutiert, unter welchen Umständen und ob das Töten von Menschen eventuell sein darf. Hierzu will ich nur mein Argument, dass ich bei meiner Verweigerung angeführt habe wiederhohlen:" Ich will keine Menschen töten. Deswegen will ich nicht systematisch erlernen wie man Menschen tötet. Deswegen will ich nicht zur Bundeswehr. Ob ich unter xy Umständen und um das Leben von xy zu retten nicht vielleicht doch dazu in der Lage sein werde, dazu kann ich nichts sagen, brauch ich auch nicht."


    Aber ich hoffe man kann meine obigen Gedankengänge eventuell verstehen. Ein so einfaches Versprechen wie : "nicht zu töten" wirft bei mir viele Fragen auf. Also eine klare Antwort habe ich noch nicht gefunden. Die Festlegung welche Grenzen das " nicht Töten " hat wirkt auf mich so willkürlich. Ich muss mir einfach vorstellen, dass die Folgen all meines Tötens oder Töten lassens lenztendlich geringer sind als die Folgen meines übrigen Handelns.


    Um nocheinmal direkter auf die Frage einzugehen : " Warum töten wir?"
    Weil wir Menschen sind. Mensch sein heist vieles, aber es heist auch zu töten. Der Mensch kann ohne den Tot anderer nicht existieren. Wenn ich um Mensch sein zu können, töten werde, ist dann die Antwort sich nicht mehr zu bewegen, also über den den Dingen zu schweben, nichts mehr zu Essen, also nur noch von Luft und Liebe zu leben, ist die Antwort ein Boddhisattva zu werden oder Nirwana zu erreichen, ist die Antwort ein Nicht-Mensch zu werden?

    Ich freue mich sehr wieder von Dir zu lesen oder zu höhren. Bitte bleib diesesmal ein wenig länger.
    Du wirst merken der chat hat sich ein wenig verändert. Vielleicht wird es wider netter wenn Du auch da bist.

    Hallo hier ist Nyalaana,


    ich bin 42 Jahre alt, und fühle mich bei Karma Kagyu zu Hause. Angefangen hat es bei mir als Kind spätestens als ich mit 10 einen Kurs für Autogenes Training für Kinder besucht habe. Ich habe mich dann für die Weltreligionen interssiert, und dann ab so ca. 15 4 Jahre lang Hatha Yoga gemacht. Frisch aus der Schule raus habe ich dann einige Kurse verschiedener Spielart im Bereich der Esoterik besucht, bis ich dann Zuflucht genommen habe. Während des Studiums habe ich dann aber nichts aktiv im Bereich Buddhismus gemacht und habe auch keiner Sangha angehöhrt. Seit März 2009 meditiere ich täglich und bin nun auch wieder in einer Sangha. Vor kurzem habe ich mit dem Ngondro angefangen. Ich betrachte mich als blutigen Anfänger auf meinem buddhistischem Weg. Ich habe bis jetzt noch kaum buddhistische Literatur gelesen und kenne mich im theoretischen Teil fast gar nicht aus. Trotzdem bilde ich mir ein schon ein klitzekleines "Stück" Mitgefühl entwickelt zu haben.