1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. mukti

Beiträge von mukti

  • Achtsamkeit

    • mukti
    • 22. Juli 2020 um 12:12
    Schmu:
    mukti:

    Für solch eine vollendete Achtsamkeit mit ungetrübtem Bewusstsein ist natürlich die Entwicklung der Ethik eine Voraussetzung. Die Bewertung von Heilsam und Unheilsam und die Bemühung das Eine zu fördern und das Andere zu lassen ist eine vordringliche Übung die sich nicht überspringen lässt.

    Das hört sich so an, dass die Entwicklung von Ethik eine Verfeinerung von Achtsamkeit zur Folge hat. Meinst du es so?

    Ich sehe es fast eher ein bisschen umgekehrt, bzw. zumindest so, dass ethisches Handeln und Achtsamkeit Hand in Hand gehen. Das Eine lässt sich für mich schwer als die Voraussetzung des Anderen bezeichnen, so sehr greift es ineinander.

    Ja es greift ineinander, sehe ich auch so. Ich wollte vor allem damit ausdrücken dass Entwicklung von Ethik unumgänglich ist für die Entwicklung von Weisheit und Sammlung.

  • Achtsamkeit

    • mukti
    • 22. Juli 2020 um 09:21

    Achtsamkeit hat für mich neben Ethik noch die Bedeutung von Erkenntnis, Bewusstwerden über die Wirklicheit. Wie im Satipatthana Suttabeschrieben, z.B. die Betrachtung der Gefühle:


    [lz]

    Er weilt bei den Gefühlen das gesetzmäßige Entstehen betrachtend, das gesetzmäßige Vergehen betrachtend, das gesetzmäßige Entstehen und Vergehen betrachtend. Oder wiederum 'Ein Gefühl ist da', so ist seine Achtsamkeit gegenwärtig, aber nur in dem Maße, wie es der Erkenntnis dient, wie es der Achtsamkeit dient. Unabhängig lebt er, hängt an nichts in der Welt. So, ihr Mönche, weilt der Mönch bei den Gefühlen, die Gefühle betrachtend. (D.22)[/lz]

    Auf dem Fundament der Ethik kann Sati demnach zur wirklichkeitsgemäßen Sicht der Daseinsfaktoren (Khandha) beitragen, die im Palikanon mit dem immer wiederkehrenden Standardsatz beschrieben ist "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht das ist nicht mein Selbst". Ich weiß nicht ob das so auch im Sanskritkanon in diesem Sinn wiedergegeben wird, es würde mich aber wundern wenn dem nicht so wäre, ist das doch eine essentielle Aussage der Buddhalehre.

    Alles nur wahrzunehmen ohne etwas daraus zu machen, im Grunde ohne Ich-Bezug, ist eine Übung die sich u.a. auch in der Anweisung an den Bahiyer findet:


    [lz]

    'Gesehenes gelte dir nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes, sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes.' So kannst du dich üben, Bahiyer. Wenn dir Gesehenes nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes gelten wird sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes, dann, bist 'du' nicht 'dort' Bahiyer, dann ist 'das' nicht 'deine' Sache, dann Bahiyer, bist 'du' weder 'hier' noch 'jenseits' noch 'dazwischen': Das eben ist das Ende des Leidens.

    Ud.1.10.[/lz]

    Für solch eine vollendete Achtsamkeit mit ungetrübtem Bewusstsein ist natürlich die Entwicklung der Ethik eine Voraussetzung. Die Bewertung von Heilsam und Unheilsam und die Bemühung das Eine zu fördern und das Andere zu lassen ist eine vordringliche Übung die sich nicht überspringen lässt.

  • Gefühle

    • mukti
    • 18. Juli 2020 um 09:01

    Kommt mir vor wie eine Verdrängung, ein nicht Zulassen von Gefühlen.

  • Gefühle

    • mukti
    • 18. Juli 2020 um 08:24
    Sili:

    _()_

    Da ich zen zu praktizieren versuche und der zenbereich eingeschlafen war dachte ich mir das so zwei fliegen mit einer klape geschlagen werden könnten:erleichtert: und ich dazu auch traditionsbezogene hinweise bekommen würde.

    Wen aber jemand eine anleitung oder lösung aus einer anderen tradition hat dan bin ich auch um eine solche antwort froh:grinsen:

    _()_

    Der Beitrag Nr. 9 von Ellviral ist ein Zitat aus dem Satipatthana Sutta, das auch für mich den optimalen Umgang mit Gefühlen darstellt. Durch das Betrachten der Gefühle entsteht eine Distanz dazu, indem es die Identifikation damit auflöst. So erkennt man sie im Idealfall als etwas das man nicht selber ist und einem auch nicht gehört, man lässt sie entstehen und wieder vergehen ohne sich daran zu hängen, darunter zu leiden wenn sie unangenehm sind oder in übertriebene Euphorie zu verfallen wenn sie angenehm sind.

    Allerdings schreibst du dass dein Problem darin besteht Gefühle richtig wahrzunehmen. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn wenn ich ein Gefühl nicht wahrnehme, dann ist es ja gar nicht da, erst durch die Wahrnehmung weiß man dass es da ist. Wie kann man denn ein Problem mit einem Gefühl haben dass man nicht wahrnimmt? Nachdem du aber schreibst das Problem ist Gefühle "richtig" wahrzunehmen, ist da vielleicht eine Wahrnehmung, aber irgendwie nicht vollständig?

  • Hat Wonne ein spezifische Bedeutung im Buddhismus ?

    • mukti
    • 14. Juli 2020 um 16:07
    Fred1234:

    Hallo,

    ich bin über das Wort Wonne gestolpert als ich in das Buch geschaut habe . Die göttliche Erkenntnis von Swami Sivananda.

    Dort schreibt er: Die Fülle erfahren ist Samadhi. Es ist Freisein von Kummer. Es ist absolute Wonne.

    ich habe auch den Pali Kanon durchsucht , da findet sich der Begriff auch öfters.

    Bevor ich jedoch weitersuche würde ich gerne wissen ob das Thema schon diskutiert wurde.

    Bzw würde ich gerne wissen, ob Ihr auch schonmal darüber nachgedacht habt.

    Ist Wonne ein gutes Zeichen . Sei es in der Meditation oder allgemein im Leben ?

    Ich möchte euch einladen . Stellen aus dem Pali Kanon zum Thema wonne zu Teilen ich fang mal an.

    Von Zeit zu Zeit stoßen jene Götter den Freudenruf aus: 'O welche Wonne! O welche Wonne', "aho sukham, aho sukham." Dies gilt als der beste Klang. Diese Götter sind ganz und gar von Wonne erfüllt und beseligt (sukhena abhisaññā parisaññā)

    Im Götterbereich ist das wohl ein durchgängiges Gefühl allerdings kein Aspekt von Nirvana ????

    Vielen Dank

    Gruß Fred

    Alles anzeigen

    Samadhi gibt es auch im Buddhismus und in den Jhana entsteht Wonne, Sukkha und Piti. Hier übersetzt als Verzückung und Glücksgefühl:


    [lz]

    1.»Da, ihr Mönche, gewinnt der Mönch, den sinnlichen Dingen entrückt, frei von unheilsamen Geisteszuständen, die mit 'Gedankenfassung' (vitakka) und 'Diskursivem Denken' (vicāra; siehe vitakka-vicāra) verbundene, in der Abgeschiedenheit (= 'Sammlung' siehe citt'ekaggatā, samādhi) geborene, von 'Verzückung' (siehe pīti) und 'Glücksgefühl' (siehe sukha) erfüllte erste Vertiefung.
    2. »Nach Stillung von Gedankenfassung und Diskursivem Denken aber gewinnt er den inneren Frieden, die Einheit des Geistes, die von Gedankenfassung und Diskursivem Denken freie, in der Vertiefung (samādhi) geborene, von Verzückung (pīti) und Glücksgefühl (sukha) erfüllte zweite Vertiefung.

    3. »Nach Aufhebung der Verzückung aber verweilt er gleichmütig, achtsam, klarbewußt, und er fühlt in seinem Innern jenes Glück, von dem die Edlen sprechen: 'Glückselig weilt der Gleichmütige, der Achtsame'. Und so gewinnt er die dritte Vertiefung.

    4. »Nach dem Schwinden von Wohlgefühl und Schmerz und durch Untergang des früheren Frohsinns und Trübsinns gewinnt er einen leidlosen, freudlosen Zustand, die gleichmütig-geistesgeklärte vierte Vertiefung.[/lz]

    Diese Wonne ist wünschenswert, weil für den Weg zur Befreiung notwendig:


    [lz]

    "Vor meiner Erleuchtung, als ich noch lediglich ein unerleuchteter Bodhisatta war, sah auch ich deutlich, der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; aber solange ich noch nicht die Verzückung und Glückseligkeit erlangt hatte, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, so lange bemerkte ich, daß ich noch zu Sinnesvergnügen hingezogen werden konnte. Aber als ich der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit deutlich sah, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; und als ich die Verzückung und Glückseligkeit erlangt hatte, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, da bemerkte ich, daß ich nicht mehr zu Sinnesvergnügen hingezogen wurde."M.14
    [/lz]

  • Der Buddha ist ins Netz gegangen

    • mukti
    • 10. Juli 2020 um 10:42
    Ellviral:

    Was wisst ihr eigentlich von dem Menschen Buddha? Das steht doch alles in den Sutra. Buddha hat nie irgendetwas von sich gegeben ohne die Umgebung und seine Lebensumstände mit einzubeziehen. Ihr lest und behaltet immer nur das was ihr für wichtig haltet, was euch dient eure Lampe Hoch zu halten. Was eurer Eitelkeit dient sei es Der Erleuchtete zu sein oder auf ewig zu versagen.

    Ach rutsch mir doch den Buckel runter.

  • Der Buddha ist ins Netz gegangen

    • mukti
    • 10. Juli 2020 um 10:41
    Ellviral:

    Wie kann man aus dem Ganzen DAS schließen?

    [lz]

    Weil wir aber ohnehin die vollkommene Befreiung oder Erleuchtung nicht erreichen werden, ist es nicht wichtig ob man sowas wörtlich nimmt

    [/lz]

    Nur weil da Mönch und edler Jünger steht? Das sind alles einschließlich Buddha, nur Menschen. Reißt ihnen die Kleider runter und es gibt keinen Unterschied mehr.

    Da wäre zu bedenken dass der Unterschied nicht nur an den Kleidern liegen könnte.

  • Der Buddha ist ins Netz gegangen

    • mukti
    • 10. Juli 2020 um 10:25
    PhenDe:

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich sehe es sehr ähnlich. Die Frage stellt sich natürlich wieso jemand in die Hauslosigkeit ziehen sollte, wenn er heutzutage jeglichen Komfort zur Verfügung hat, welcher ihm ein einigermaßen gutes Leben gewährt.

    Kurz vor dem Tod hat man heutzutage Morphium oder Valium oder andere Drogen die sogar den Tod ertragbar machen.

    Für die Hauslosigkeit Bedarf es schon einer inneren starken Motivation. Das könnte ein langer Leidensweg sein oder aber eine motivierte starke innere Überzeugung.

    Zu Zeiten des Buddha denke ich, war die Welt weniger "komfortabel" als sie es heute ist. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum damals mehr Menschen nach der Wahrheit suchten als heutzutage. Dort bestand noch die reale Gefahr von Tieren gefressen zu werden, an Zahnschmerzen zu sterben, oder sonstige große Leiden. Wer in Deutschland muss sich heutzutage noch vor diesen Gefahren schützen?

    Der Komfort lässt kaum die Motivation für ein Leben als Bettelmönch oder Asket aufkommen, es besteht wohl auch ein Zusammenhang zwischen Aufklärung und Industriealisierung. Aber mir scheint dass es noch einen Faktor für den Niedergang konsequenter Wahrheitssuche gibt, nämlich einen naturgemäßen Gesinnungswandel. So gab es eine Zeit in der die meisten Kulturen der Menschheit wesentlich von Spiritualität bestimmt waren, jetzt werden sie von Materialismus bestimmt. Auf die geistige Entwicklung durch die Zeitalter hindurch haben wir keinen Einfluss.

    Der Buddha hätte ein Leben voll Komfort und Macht vor sich gehabt und hat darauf verzichtet, was heutzutege wohl kaum mehr vorkommt. Ich glaube die Annahme dass der Mensch in geistiger Hinsicht degeneriert, ist nicht allzu verstiegen. Unter "geistig" meine ich über die großen Fragen des Daseins bewusst zu werden und Lösungen auf eine Art zu suchen, die nicht im Wesen sinnlich-empirischer Wissenschaft liegt.

    So ist ja auch oft überliefert, dass wir uns in einer Zeit des Abstiegs befinden. Etwa nach dem Hinduismus befänden wir uns im Kaliyuga, dem letzten von vier Zeitaltern und im Palikanon ist auch eindeutiig von Degeneration die Rede, wie auch andere Kulturen von einem vergangenen goldenen Zeitalter berichten.

    Möglicherweise hat die Menschheit nach dem Gesetz von Werden - Sein - Vergehen den Höhepunkt bereits überschritten, obwohl wir denken die Errungenschaften von Wissenschaft und Technik wären ein Zeichen des Fortschritts. Überschritten in dem Sinn, dass der Mensch eine höhere Bestimmung hätte als seine Lebensumstände zu verbessern und seine sinnlichen Möglichkeiten voranzutreiben.

  • Der Buddha ist ins Netz gegangen

    • mukti
    • 10. Juli 2020 um 09:28
    PhenDe:

    "... aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande." (SN 12:1,4)[/lz]

    Ich habe diese Erfahrung nicht gemacht und ich kenne auch niemanden, der sie gemacht hat.

    Ohne Vertrauen (saddha) wird man das auch nicht erreichen können denke ich, weil das Hindernis des Zweifels und der Unsicherheit (vicikicchā) im Wege steht.

    Allerdings würde es vollkommenen Einsatz erfordern um die ganze Masse des Leidens aufzuheben, wozu nur sehr wenige Menschen bereit sind, ich gehöre auch nicht dazu. Menschen die das können wird man kaum im Forum antreffen, viele oder die Meisten wollen von Vertrauen oder Glauben gar nichts wissen, wie bei Themen wie Wiedergeburt immer wieder deutlich wird.

    Weil wir aber ohnehin die vollkommene Befreiung oder Erleuchtung nicht erreichen werden, ist es nicht wichtig ob man sowas wörtlich nimmt ...


    [lz]

    Was aber, ihr Mönche, ist die Kraft des Vertrauens? Da besitzt der edle Jünger Vertrauen; er glaubt an die Erleuchtung des Vollendeten, so nämlich: 'Dieser Erhabene, wahrlich, ist ein Heiliger, vollkommen Erleuchteter, der im Wissen und Wandel Bewährte, der Gesegnete, der Kenner der Welt, der unübertreffliche Lenker führungsbedürftiger Menschen, der Meister der Götter und Menschen, der Erleuchtete, der Erhabene.' A.V.14[/lz]

    ..oder ob man den Begriff "Vertrauen" seinem eigenen Verständnis anpasst.

    Die Unsicherheit muss ja entstehen, nach bald 2600 Jahren Buddhalehre, woher soll man wissen was der Buddha wirklich gesagt hat. Dass er gesagt hat nicht etwas nur deshalb anzunehmen weil es wo geschrieben steht oder weil es andere sagen, das ist annehmbar und leuchtet völlig ein. Ist man doch bis zur Aufklärung lange genug an der Nase herumgeführt worden, die empirische Wissenschaft bestimmt jetzt was wahr und was falsch ist.

    In diesem Forum spiegelt sich wieder wie die überlieferte Lehre des Buddha im Westen meistens angenommen wird, in einer Zeit in der niemand mehr tatsächlich in die Hauslosigkeit zieht wie es das im Christentum früher noch gegeben hat oder bei einigen Philosophen. Buddhismus ja, aber bitte nur was mit dem Verstand erfassbar und empirisch beweisbar ist, wir sind säkular.

  • Gerechtigkeit im Buddhismus

    • mukti
    • 9. Juli 2020 um 08:07

    Gerechtigkeit ist im Buddhismus nicht etwas das der Mensch ausübt sonderndas Naturgesetz von kamma und vipaka - die Handlungen ziehen entsprechende Reaktionen nach sich. Demgemäß ist auch der Vinaya eingerichtet, das Regelwerk für Ordinierte.

  • Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

    • mukti
    • 8. Juli 2020 um 15:56
    Ellviral:
    mukti:

    Verlangen und Begehren sind für mich Synonyme

    Auch Synonyme haben als alleinstehende Worte eine eigene Bedeutung ansonsten braucht man keine Worte. Eines für Alles reicht.

    In obigem Zusammenhang haben sie für mich dieselbe Bedeutung.

  • Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

    • mukti
    • 8. Juli 2020 um 14:46
    Ellviral:
    mukti:
    Ellviral:

    Sicher und unter allen Umständen darf ich Sinnesgenuss begehren. Ich darf nicht danach gieren, daran festhalten, ihn Verlangen.

    Ihn nicht verlangen, das habe ich gemeint.

    DANN SAGE DOCH DAS WAS DU MEINST!!!

    Verlangen und Begehren sind für mich Synonyme

  • Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

    • mukti
    • 8. Juli 2020 um 12:55
    Ellviral:

    Sicher und unter allen Umständen darf ich Sinnesgenuss begehren. Ich darf nicht danach gieren, daran festhalten, ihn Verlangen.

    Ihn nicht verlangen, das habe ich gemeint.

  • Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

    • mukti
    • 8. Juli 2020 um 12:43
    Deepa:

    Es ist ok - führt nicht zwangsläufig zu Leid, zu genießen. Man darf nur nicht daran haften.

    Das bedeutet imho man darf Sinnesgenuss auch nicht begehren, wenn man Dukkha loswerden will. Wobei die Loslösung davon ein langer, allmählicher Prozess ist.

  • Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

    • mukti
    • 8. Juli 2020 um 11:50
    Deepa:

    „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Mahatma Gandhi

    Wann kommt Gier auf?

    Wenn man nicht satt wird.

    Weshalb wir man nicht satt?

    Man wird nicht satt, wenn man nicht die geeignete Nahrung zu sich nimmt - die Quelle nicht erkennen kann.

    Auf der verbissenen Suche nach Anerkennung, Wertschätzung - Liebe im Außen (in einem anderen Menschen, einem Job, Geld,...) kann nicht gesehen werden, dass all das schon längst da ist. Das führt zu einem unstillbaren Hunger - dieser zu Gier.

    Alles anzeigen

    Wenn ein Sinnesobjekt ein angenehmes Gefühl hervorruft will man es festhalten um es oft und lange zu erleben, da beginnt Gier. Nun sind Objekte und Gefühle veränderlich oder vergänglich. Etwa wenn sich durch Gewöhnung das Gefühl verringert, braucht es eine Steigerung des Objekts um es wieder zu erlangen, man will mehr davon haben oder man suctht ein anderes Objekt das dies ermöglicht. So ist es z.B. mit der Mode, die Kollektionen werden ständig erneuert. Überhaupt ist man ständig auf der Suche nach Neuigkeiten, das Gewohnte genügt nicht mehr. So findet die Gier keine bleibende Befriedigung wenn sie einmal entfacht ist. Aus Verblendung denkt man aber: 'Wenn ich dies und jenes habe werde ich endlich glücklich sein'.

    Wenn man diesen Mechanismus durchschaut, stoppt man ihn indem man Angenehmes als angenehm erlebt, aber dem nicht weiter nachgeht und es ohne Anhangen vergehen lässt, wenn es vergeht.

  • Was ist jetzt eigentlich Spiritualität?

    • mukti
    • 7. Juli 2020 um 10:08

    Spiritualität im Buddhismus verstehe ich als geistige Entwicklung mit dem Ziel der Erkenntnis und Befreiung. Geistige Entwicklung mit dem Ziel der Sinnesfreuden ist dagegen Materialismus, der führt zu Erkenntnissen innerhalb des Samsara und nicht zur Befreiung.


    [lz]

    "Ihr Bhikkhus, es gibt diese zwei Arten der Suche: die edle Suche und die unedle Suche. Und was ist die unedle Suche? Da ist jemand selbst der Geburt unterworfen und sucht, was ebenfalls der Geburt unterworfen ist; er ist selbst dem Altern unterworfen und sucht, was ebenfalls dem Altern unterworfen ist; er ist selbst der Krankheit unterworfen und sucht, was ebenfalls der Krankheit unterworfen ist; er ist selbst dem Tode unterworfen und sucht, was ebenfalls dem Tode unterworfen ist; er ist selbst dem Kummer unterworfen und sucht, was ebenfalls dem Kummer unterworfen ist; er ist selbst der Befleckung unterworfen und sucht, was ebenfalls der Befleckung unterworfen ist."

    "Und was ist die edle Suche? Da ist jemand selbst der Geburt unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was der Geburt unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; jemand ist selbst dem Altern unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was dem Altern unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die nicht alternde höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; jemand ist selbst der Krankheit unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was der Krankheit unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die nicht krankende höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; jemand ist selbst dem Tode unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was dem Tode unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die todlose höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; jemand ist selbst dem Kummer unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was dem Kummer unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die kummerfreie höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna; jemand ist selbst der Befleckung unterworfen, und weil er die Gefahr in dem, was der Befleckung unterworfen ist, erkannt hat, sucht er die unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna. Dies ist die edle Suche."M.26[/lz]

  • Fühlende Wesen

    • mukti
    • 6. Juli 2020 um 16:38
    void:

    Ich finde Blinsichtigkeit interessant, also das Menschen sehen können, ohne das Gesehene bewußt wahrzunehmen:

    Spiegel:

    Noch eindrucksvoller zeigt sich eine Form empfindungsloser Wahrnehmung bei einem Krankheitsbild, das erst 1974 einen Namen bekam: Sogenannte Blindsichtige haben zwar intakte Augen, sie können jedoch die Signale von der Netzhaut nicht richtig verarbeiten, weil ihre Sehrinde im Gehirn beschädigt ist.

    Diese Blinden sehen, ohne das Gesehene bewußt wahrzunehmen. Sie können Dinge wenn nicht identifizieren, so doch entdecken und lokalisieren. Zwar versichern sie, nichts zu sehen. Wenn sie jedoch gebeten werden, zu raten, wo sich ein Gegenstand befinden könnte, zeigen sie zielsicher in die richtige Richtung.

    Die Münchner Neuropsychologin Petra Störig vermutet, daß bei Blindsichtigen die Kopplung von Empfindung und Wahrnehmung unwiderruflich gestört sei. Bei Gesunden hingegen sei diese Verknüpfung angeboren und möglicherweise "das erste, was sich mit der Verdrahtung entwickelt": Sie entstehe bereits, wenn sich im Gehirn des Embryos die Neuronen über etwa 100 Billionen Synapsen zu einem gigantischen Netz zusammenschließen. Auf diese Weise wird schon im Säugling ein neuronaler Mechanismus verankert, der Bewußtseinsinhalte mit einer subjektiven Note versieht - wofür Philosophen den Begriff "Qualia" erfunden haben.

    Wie würde man das buddhitisch beschreiben? Kann man da nicht sagen, dass die Wahrnehung hier so gestört wird, dass zwar Sehobjekt (rūpadhātu) hervorgebracht wird aber nicht Sehbewusstsein (cakkhuviññānadhātu)?

    Mir scheint da doch dass "Wissen" zentral zu sein. Die Patient versichern nicht zu wissen, was da ist, aber wenn sie raten, geben sie im Bezug auf die Objekte die gleichen Antworten wie ein Sehender.

    In dem Satz "Ich sehe das" scheint das "sehe" - die Brücke zwischen Subjekt und Objekt - zu fehlen. Ich finde den Begriff der "subjektiven Note interessant".

    Ist es ein unterschied, ob man sich an "Elefant" erinnert oder an "Ich habe einen Elefant" gesehen. Im ersten Fall ist es vilelicht eher ein Erinenrungsbrocke, der Elefant kann auch auf einem Plakat oder in einer Zeitschrift gewesen sein. Während zweiteres nicht eine erinnerung an die Sache sondern an das Sehen ist.

    Ich war tatsächlich mal in einem Cafe und hatte plötzlich den Gedanken "Elefant" - wohl aus dem Augenwinkel. Und dann blickte ich auf, und es ging tatsäclich vor dem Cafe ein Elefant vorbei. Ein junger Elefant - es war so eine Werbeaktion eines Zirkusses. Ich fand den Kontrast zwischen der ersten (unbewußten) und dem zweiten (bewußten ) Wahrnehen interessant.

    Ähnlch wie der ersten Wahnmeung stelle ich mir auch die Wahrnehmung eines Blindsichtigen vor. Eine Assoziation (Elefant!) tritt in das Bewußtsein ohne dass sie mit einer subjektiv/biographischen Note versehen worden wäre.

    Alles anzeigen

    Vielleicht dazu interessant:


    [lz]

    Wahrnehmung (saññā) bedeutet wörtlich etwa „durch ein Kennzeichen, eine Markierung (saṃ) erkennen (ñā))“.

    Saññā hat zwei Funktionen, was durch die übliche Übersetzung als ‚Wahrnehmung’ nicht deutlich wird. Sehen, hören, riechen, schmecken, berühren, denken oder erleben wir ein Objekt zum ersten Mal, setzt saññā geistig Kennzeichen, um sich das Objekt zu merken. Z.B., Herr Meier ist derjenige, der groß und schlank ist, eine Glatze und eine Hakennase hat und eine dunkle Hornbrille trägt. Diese geistige Kennzeichnung dient dazu, dass wir uns später an das Objekt erinnern können und z.B. Herrn Meier wieder erkennen können. Das ist dann die zweite Funktion von saññā: Die Erinnerung oder das Wiedererkennen durch Vergleichen mit den gesetzten Kennzeichen. (Stammt von hier)[/lz]

    Wenn diese Funktion der Wahrnehmung fehlt, weiß man wohl nicht was man sieht.

  • Die "totale" Achtsamkeit

    • mukti
    • 6. Juli 2020 um 16:10
    Marcel05:

    Und es ist wirklich so, es ist erschreckend, wenn ich meine Eltern, meine Großeltern, Verwandten, Bruder ansehe, die haben alle das gleiche Problem, nämlich keine Nerven, die sind bei jeder Kleinigkeit schon auf 180 und genau das mag ich nicht! Ich will innere Ruhe und Frieden, ich will Gleichmut, ich will, ich will....

    Versteht ihr, ich bin echt unglücklich so wie es ist und meine Fortschritte sind überschaubar.

    Mein Beitrag heißt nicht umsonst die totale Achtsamkeit, weil ich muss mich zwingen, sonst gibt es keinerlei Veränderung, ich habe große Teile meines Lebens schon verloren und das tut weh.

    Ich weiß ja nicht wie du das genau erlebst, aber wenn mich etwas aufregt dann hilft am Besten die aufsteigende Emotion zu betrachten, dann entsteht eine Distanz dazu. Es ist dann im Grunde nicht mehr meine Emotion, ich muss mich nicht dranhängen und mich davon miteißen oder überwältigen lassen. So entziehe ich ihr die Nahrung und sie verschwindet. Wenn ich statt eine beobachtende Position einzunehmen eine ablehnende Haltung entwickle, dann nähre ich die Emotion, sie hält mich mit ihr beschäftigt in einem Kampf gegen sie.

    Das ist jedenfalls ein Konzept nach dem ich übe, ich weiß nicht ob du damit was anfangen kannst.

  • Die "totale" Achtsamkeit

    • mukti
    • 6. Juli 2020 um 09:34

    Woher die Veranlagungen genau kommen lässt sich wohl nicht immer ganz erforschen, aber einen heilsamen Einfluss auf das eigene Verhalten auszuüben finde ich schon sehr wichtig. Die Anlagen zu erkennen, die Guten zu fördern und die Unguten zu überwinden.

  • Fühlende Wesen

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 12:58

    Zur Sicherheit könnte man ja täglich ein reumütiges Wort an die Pflanzenwelt richten:

    Liebe Pflanzen, es tut mit leid dass ich euch esse, hab es bislang nicht geschafft Frutarier zu werden. Tut mir auch leid dass ich auf euch herumtrample, euch abmähe, zusammenschneide und ausreiße. Vergiftet und zerstecht mich, verschmutzt meine Hose dass ich sie nicht mehr sauber kriege, über Wurzeln soll ich stolpern und von Lianen stranguliert werden, gegen Bäume laufen und von brechenden Ästen fallen, bis ich es in einem späteren Leben endlich schaffe auf einem Platz sitzen zu bleiben und von Prana zu leben.

  • Fühlende Wesen

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 12:16
    Ellviral:
    mukti:
    Ellviral:

    Wenn Pflanzen kein, auch wenn nur rudimentäres Bewusstsein hätten, dann würden Pflanzen keine DNA haben. Keine genetische Vielfalt, kein sich an die Umwelt anpassen. Kein Wohlfühlen, kein Aussterben wegen Unwohl. Das es überhaupt ein rudimentäres Bewusstsein geben könnte ist doch nur der Eitelkeit der Menschen geschuldet. WO beginnt Rassismus?

    Was verschiedene Bewusstseinsstadien mit Eitelkeit zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht, schon gar nicht der Vergleich mit Rassismus. Und ob für DNA und Umweltanpassung zumindest ein Minimum an Bewusstsein nötig ist, weiß ich nicht.

    Das war mir klar. wie sollte auch jemand auf die Idee kommen das Bewusstsein immer Bewusstsein ist und das jedwede Einschränkung oder Erweiterung, Erhöhung, nur Verblendung sein kann

    Wenn du über etwas bewusst bist über das ich mir nicht bewusst bin, siehst du dich deshalb zur Eitelkeit gezwungen?

  • Fühlende Wesen

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 12:09
    Ellviral:

    Wenn Pflanzen kein, auch wenn nur rudimentäres Bewusstsein hätten, dann würden Pflanzen keine DNA haben. Keine genetische Vielfalt, kein sich an die Umwelt anpassen. Kein Wohlfühlen, kein Aussterben wegen Unwohl. Das es überhaupt ein rudimentäres Bewusstsein geben könnte ist doch nur der Eitelkeit der Menschen geschuldet. WO beginnt Rassismus?

    Was verschiedene Bewusstseinsstadien mit Eitelkeit zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht, schon gar nicht der Vergleich mit Rassismus. Und ob für DNA und Umweltanpassung zumindest ein Minimum an Bewusstsein nötig ist, weiß ich nicht.

  • Fühlende Wesen

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 11:54
    Deepa:

    Meines Wissens sind Pflanzen vom Kreislauf der Wiedergeburt ausgeschlossen.

    Im Buddhismus schon, im Hinduismus nicht.

    Deepa:

    Weder wird eine Pflanze als Mensch o. Tier wiedergeboren, noch wird ein Tier oder Mensch als Pflanze wiedergeboren - was ein Hinweis darauf wäre, dass Pflanzen kein Leid empfinden können.

    Das hab ich mir auch schon gedacht, wenn man davon ausgeht dass der Buddhismus hier recht hat.

    Schade dass man das nicht erkennen kann, ich bin da immer etwas unsicher, denke aber dass Pflanzen höchstens ein sehr rudimentäres Bewusstsein haben, wenn überhaupt. Storl sagt dass nach alter Ansicht der Geist der Pflanzen nicht in ihrem Körper ist sondern außerhalb: "Sie sind nicht beseelt, sondern umseelt." Jedenfalls machen sie auf mich keinen leidenden, vielmehr einen immerzu friedlichen Eindruck, den man förmlich spüren kann wenn man etwa durch einen Wald geht. Nachdem Pflanzen stark allem Unbill der Natur und den Lebewesen ausgesetzt sind, müsste es ja die Hölle sein wenn sie Schmerzempfinden hätten. Aber einen endgültigen Beweis gibt es halt nicht.

  • Liebendes Altruistisches Mitgefühl für Mörder?

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 09:03
    Ellviral:

    Das Problem ist ob der Mensch gerade das Raubtier hasst oder den Mäusejäger im Haus liebt.

    Da ist Begehren und Anhaften das Problem.

  • Liebendes Altruistisches Mitgefühl für Mörder?

    • mukti
    • 5. Juli 2020 um 08:56
    Sili:

    Und die weitere Frage : ab wie fiel unheil oder Toten darf man ein Wesen aus dem altruistischen Mitgefühl ausschliesen?

    Wenn ein Wesen verletzt oder getötet wird hat man Mitgefühl mit diesem Wesen. Also wenn ein Vogel einen Wurm schnappt Mitgefühl mit dem Wurm, wenn eine Katze den Vogel schnappt Mitgefühl mit der Katze, wenn ein Mensch (Jäger) die Katze erschießt Mitgefühl mit der Katze, wenn ein anderer Mensch den Jäger verletzt oder tötet, Mitgefühl mit dem Jäger.

    Wenn ein Massenmörder viel Leid verursacht hat man Mitgefühl mit den Opfern, wenn der Massenmörder lebenslange Haft bekommt oder von der Polizei verletzt oder getötet wird, Mitgefühl mit dem Massenmörder usw. usw.

    Mitgefühl ist immer dort wo ein Wesen leidet, was auch immer zu diesem Leid geführt hat. Wo ist das Problem?

    Der Buddha hatte grenzenloses Mitgefühl mit allen Wesen, weil alle Wesen dem Leid unterworfen sind, deshalb hat er gelehrt wie das Leid zu beenden ist.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download