Posts by Mabuttar

    Also im PK gibt es Begriffe die da ran kommen.


    Da gab es z.B. das Sutra mit dem roten/bunten Faden durch den Diamanten und der Diamant stand glaub ich für den "Geist"
    Auch gibt es den Herz-/Weisheits usw.. -> "befreiten" Geist, also eher citta.


    Weil immer auf das "subtil" so viel Wert gelegt wird sehe ich es am plausibelsten auch im Sinne eines heutigen Materialismus dieses "klare Licht" als Universalie zu sehen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Universalienproblem


    Demnach wäre das klare Licht in jeder Wahrnehmung, jedem Kontakt, jedem Bewusstsein ähnlich wie die Zahl PI in jedem Kreis ist aber niemandem "gehört", kein "Selbst" ist.


    So wie in MN72 das Feuer nicht als "tod" gilt sondern einfach als "nicht manifestiert" und Buddha nach der Erleuchtung oder dem Tod als "unauslotbar wie die große See" MN72 gilt.


    Somit trifft der Dalai Lama den Punkt ganz gut, dass es kein "Ende des Bewusstseins" bzw. des Bewusstseinskontinuum gibt bzw. gemeint ist.


    Damit ist er dem Buddha näher als so mancher Theravada/PK Interpret.


    Informationsaustausch, Kontakt, Wahrnehmung, Kräfteverhältnisse gibt es überall. Denkt man das durch kann man auch zu einem Panpsychismus kommen und sagen: "Alles ist Bewusstsein/Geist". Gut der Aussagewert ist dann wiederum gering.


    "Die Natur des Geistes ist die Natur aller Dinge" :)

    Gut, die Chinesen waren in vielen Dingen schonmal sehr weit, aber wenn es so wissenschaftlich ist, zeigt mir eine Methode sie objektiv bestimmen zu können, da hatte ja die TCM bisher einige tausende Jahre Zeit dazu. (Wie ich hörte sind die Meridiane je nach System völlig unterschiedlich und willkürlich). :D


    Hab ja nichts dagegen, aber auf so "gefühlte" Tatsachen bin ich leider schonmal reingefallen und bin da eher skeptisch.


    Gerade wenn es ums "fühlen" geht und das Nervensystem ausgeschlossen wird, frage ich mich wie man denn sein Fühlen vom Nervensystem separieren will umd die Chakren abseits des Nervensystems zu "fühlen".

    Ich denke dass es dazu auch nichts gibt. Die Idee von Energien und Chakren im Körper kommt von einem vorwissenschaftlichen Medizinverständnis.


    Der Körper wurder ehe "gefühlt". Es mussten Wege und Kausalitäten im Körper gefunden werden, aber heutige Erkenntnisse gab es damals halt nicht, daher wurde mit diesen Energiestrukturen gearbeitet oder Elemente Medizin wie in der TCM ode Akupunktur usw..


    Kurz: Ich glaube nicht, dass Darwin an irgendwelchen Tieren Chakren gefunden hat. Zeig mir z. B. einen Hund und erklär mir wie man seine Chakren finden/sehen sollte. Kein Lama kann es dir erklären denke ich.


    Für mich sind dass veraltete Vorstellungen, und Dinge die es nicht gibt. Für mich sind Chakren einfach Nervenzentren wie in der Wirbelsäule oder im Darm.

    Ok, Danke Nibbuti.


    Also ich meditierte anfangs nur auf Atem und Körpergefühl und konzentrierte mich darauf. Dann hatte ich eine zeitlang Anapanasati geübt nach Buddhadhasa.


    Bei meinen letzten Medi´s nahm ich die Satthipatthana Sutta her und ging die einzelnen Punkte durch, was natürlich schwierig ist z.B. Alltagserfahrungen in der Meditation zu "spüren", daher verstehe ich deine Aussage dazu und das macht auch Sinn.


    Dann würde ich wieder Anapanasati als Praxis nehmen. Aber was sind jetzt eigentlich die 4 Pfeiler der Achtsamkeit genau ? Also Körper und Gefühle (Vedana) sind mir klar. Danach kommt irgendwie bei Anapanasati als 3. Citta (also Geist oder Bewusstsein ?) und 4. Dhamma(s), wobei es eher um Loslösung und Hingabe usw. geht, also auch den Daseinsmerkmalen.


    Anders beim Satthipathana Sutta, da ist 3. Bewusstsein und 4. Geistobjekte was viele Objekte und die Lehre selbst betrifft., nichts von Entreizung, Loslösung usw.

    Ich will keinen neuen Thread aufmachen, aber mir ist bei der Praxis nicht klar, wie ich praktizieren sollte´bzw. nach welcher Sutte. Das mit Samadhi ist mir bereits klar, ein bisschen Samadhi ist notwendig für Vipassana. Doch welche Reihenfolge bzw. Anweisung Buddhas sollte man folgen ?


    Da gibt es einmal die Anapanasati auf den Atem, bei dem die letzten Glieder ja das Loslassen beinhaltet.


    Zudem gibt es die Satthipattana Sutta, in der Ausführlicher über die 4 Pfeiler der Achtsamkeit meditiert wird.


    Führt beides zum Ziel ? Oder ist das eine eher eine Vorstufe zur anderen ?

    Das schöne am Tantra ist für mich, das Nicht-Verurteilen und bewusste Akzeptieren der Welt.


    Und auch, dass nicht nur der Aspekt der Vergänglichkeit und Ich-Losigkeit sondern auch die Vernetztheit des Daseins und das Universelle im Vergänglichen gesehen wird, ganz nach dem Bild Welle und Ozean.


    Damit steht Meditation stärker im Mittelpunkt als Askese und Begierdelosigkeit.
    Aber ob daraus wirklich eine heilsame Handlung folgt, dass muss ich noch herausfinden, vielleicht aber eher eine friedliche Handlung.

    Ok, wenn ich jetzt beide Kernelemente gegenüberstelle, die es in allen buddh. Traditionen gibt, dann sehe ich Gemeinsamkeiten hierin:


    1. Dukha, Leiden und dessen Wurzel = Ich-Auffassung, Ich und Welt
    In der Nondualität löst sich beides auf. Im Nibbana gibt es keine Selbstvorstellung /-anhaftung, alles ist Nicht-Selbst


    2. Auflösung der Wahrnehmung, ein hohes Jhana (8., 9. ?), sogar eines, dass mit Nibbana gleichgesetzt wird.


    Ich weiß, dass Osho 2 Wege erklärt hat. A. Yoga, es wird gekämpft gegen Triebe, Gefühle, es wird Askese betrieben, es gibt moralische Regeln usw. und B. Tantra in dem alles hingegeben wird und alles Akzeptiert wird, Tantra ist Amoralisch, alles ist rein.


    Beide Formen finden sich in den buddh. Traditionen. Im tib. B. interessanterweise scheint Yoga der 1. Weg zu sein (nach Oshos Definition) und Tantra die höchste Sichtweise bzw. höherer Weg.


    So beschreibt es auch Osho, auf beiden Wegen kommt man zur Erleuchtung aber meist ist Tantra direkter und einige wechseln irgendwann von Yoga zu Tantra. Siehe auch Bhakti Yoga als Hingabe zum Beispiel. Seht ihr noch Elemente im Palikanon Buddh. von Nondualem ?

    Diese 3 Teilung entspricht der des Palikanons: panna, Samadhi, Sila


    Zur Zeit verstehe ich aber beide Erklärungen (Palikanon und die Nondualen Lehren) noch als Gegensätzlich.


    Könntest du erklären, ob oder wie sie im Einklang mit Buddhas Lehren sind ? Ich komm allerdings immer mehr darauf, dass es egal ist ob ein authentischer buddha das tatsächlich lehrte. Mir ist es wichtiger, dass die Lehren universal sind und das scheint bei Nondualen Lehren eher der Fall zu sein, obwohl der Palikanon-Buddha behauptet, mit genügend Achtsamkeit kommt man selbst auf seine Lehre. Aber wieso findet sich diese Lehre nur im Palikanon, die Nonduale Sicht in der ganzen Welt ?

    Es gibt nichts zu erreichen. WU WEI. Alle komplexen Lebensformen entstanden aus Wu Wei, kein Mensch muss Tiere konstruieren und am Leben erhalten, es geschah Millionen von Jahren "von allein".


    Der Tod ist kein Sprungbrett. Wenn dann ist das Leben ein Sprungbrett. Und das kann schief gehen. Aber Nicht-Leben kann man nicht erleben. Genauso wie noch niemand seinen Tiefschlaf erlebt hat. Darum gibt es nur Leben, das Spiel der Formen. Wir werden den Tod nie "erleben" 8)

    LoL, aber spannende Diskussion.


    1. Nirvana gab es lange vor Buddha, es kommt z.B. schon in der Bhagavad Gita vor und der große Frieden ist das aufgehen des eigenen Selbst (Atma) in Brahman, das war das ursprüngliche Nirvana.


    2. Was gilt den Leuten laut Buddha als Atma? Die Skhandas. Falls es nichts außerhalb der Skhandas gibt ist Citta ein Teil der Skandhas. Der Widerspruch ist ja, dass alle Skhandas vergänglich und unkontrollierbar sind. Also auch der Citta. Wieso war es dem Buddha so wichtig diesen Teilskhanda zu befreien und alle dafür zu tun ???
    Wieso sollten dann die Skhandas sich selbst befreien wollen ?
    Oder kurz Wer oder Was soll Befreiung / Nibbana finden ?


    3. Auflösende Skhandas in Nichts oder in der Unendlichkeit (Brahman) ist der gleiche Erlösungstraum und Nirvana.


    4. Nichts verschwindet, alles wandelt sich. Wandelnde Skhandas die sich aus dem Dasein meditieren wollen machen keinen Sinn...


    5. Form ist abhängig von Wahrnehmung ist abh. von Bewusstsein usw.. alle Skhandas hängen zusammen untrennbar.


    6. Elliot bring doch mal den schönen Text mit dem Diamanten und dem Faden, das war doch die Rede über den Geist (Citta) und meiner Meinung nach auch Vorbild für den späteren Diamantbuddhismus :D


    Achja die Welle (Wesen) muss sich vielleicht gar nicht im Ozean (Nirvana oder Brahman-Nirvana) auflösen um mit dem Ozean verbunden oder in ihm gelöst zu sein.
    Die Welle (Wesen) ist schon zu lebzeiten im Ozean (Nirvana) gebunden und gelöst muss es nur erkennen :lol:

    Um nicht das Gleichgewicht seiner Psyche zu verlieren:


    Erleuchtung und Meisterschaft, Vom Sinn und Unsinn spiritueller Suche, Klaus P. Horn


    Er zeigt, wie Menschen ihre Unerleuchtete Seite als Schatten mit sich her tragen und diese aus ihrer Psyche ausblenden welche aber sie später wieder konfrontiert.


    Ansonsten würde ich mir ein Set der 37 Dinge die zur Erleuchtung führen herausnehmen und einfach praktizieren. Diese ganzen philosophischen Abhandlungen auch hier im Forum verlieren ihr Gewicht, wenn man einfach bewusst und achtsam ein und ausatmet. Hab ich jedenfalls bei meiner ersten Zen Sitzung gemerkt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/B…hen_Dinge_zur_Erleuchtung

    Ja, wie will ich auch beweisen, dass es kein Einhorn gibt oder keine Kausalität in feinstofflichen Bereichen....


    Ich lass es, ich weiß auch nicht was hinter dieser Welt liegt und lasse es deswegen offen, finde es nur Problematisch wenn das dann dogmatisiert wird wo hinter wohl das Verlangen nach Feinstofflichem oder Magischem steckt.
    Ich lasse es ab jetzt eben skeptisch offen, außerdem hilft es einem bei seinem Ziel oder jedenfalls meinem mir auch nicht weiter.


    Ob ich alle Fähigkeiten der Technik der Natur nutze (Telephonie, Internet, Röntgen, Fluggeräte, Automobilität usw. ersetzen meiner Meinung nach die Magie heute, sowie Chemie die Alchemie ersetzt hat und wertvollere Dinge produzieren kann als aus Stein Gold )
    oder nicht, am Ende zählt eh hm...


    die Gemütsruhe, Nibbana, Ataraxie oder eben die Befreiung des Geistes und ein erträgliches Leben so weit es geht.

    Ach das sind Ausreden :D


    Es sind Mythen,da es einfach Geheimnisvoll aussieht wenn ein Yogi jahrelang meditiert oder sich jahrelang selbst hypnotisiert...


    Warum sollten daher irgendwelche Kräfte entstehen bzw. durch eine Asozialisation das Wesen anderer Menschen besser verstanden werden oder noch dazu alle Informationen gewonnen werden, welche ein Wesen in Vergangenheit geformt haben ?


    Es bräuchte einen zentralen Informationsspeicher, eine Art Akasha Chronik oder universellen Geist, also ein objektiver Idealismus zudem auch noch direkter Zugriff möglich sein müsste. Aber ob das aus Selbstbeobachtung möglich ist, da bin ich skeptisch, falls diese Weltanschauung überhaupt stimmt.
    Argumente dagegen stammen z.B. aus dem Skeptizismus und der evolutionären Erkenntnistheorie.

    Übernatürliche Kräfte sind unsinn. Warum?
    1. Würden diese Kräfte auch zur Natur gehören :D
    2. Ist es ein Idealistischer Standpunkt, mit Phantasien oder Gedanken bzw. Gedanken oder Begierdefreiheit irgendetwas direkt in der Äußeren Welt ohne technische Hilfsmittel zu erreichen.
    3. Hat die Technik bereits fast sämtliche magisches Wunschdenken der Menschen realisiert, womit es uneffizient wäre Jahrzehnte des Lebens z.B. für Telepathiefähigk, falls es soetwas gäbe zu opfern. > Ein Handy bekommt man für ein paar Euros heutzutage, wir können fliegen, Fern-Sehen, Operieren, Erhitzen, Kühlen, Tieftauchen, mobil und schnell bewegen usw....


    4. Gäbe es magische Fähigkeiten zur Unsterblichkeit Ewiggesundheit und Volle Naturbeherrschung, so bräuchte man keine spirituellen Lehren, denn jegliches Dukha kann durch Magie so verändert werden wie es uns passt.


    5. Die Argumentation leider unhaltbar, da geistige Kräfte direkt ohne Körperbetätigung noch nie etwas bewirkten außer im eigenen Körper.


    Es ist nicht sonderbar, das ein Meditierender wochenlang ohne Essen auskommt, es wäre ein Wunder, wenn ein Marathonläufer wochenlang ohne Essen auskommt.


    Die Welt würde ihre Ordnung verlieren, wenn plötzlich jeder durch die Lüfte fliegt (Flugzeuge), mit anderen Menschen aus weiten Entfernungen spricht (Handy) und das Wetter des nächsten tages (statt Hellsehen Wetterbericht) kennt ?


    Warum sollte ein "reines" Herz übernatürliches bewirken ? Ja es ist einfach nur ein Glaube, ein idealistischer ohne Bezug oder Beweis in der Wirklichkeit.
    Würde alles viel einfacher gehen mit einem "reinen" Herzen, dann hätte es evolutiv nie Begierde gegeben, denn alles was man sich wünscht hätte man sich ja erzaubern können. So hat jeder wohl auch jeder Hungrige nach einem guten Essen keine Begierde mehr nach Essen für einen kurzen Moment und somit ein "reines" Herz für einen Moment, aber zaubern kann er nicht.


    Aus Mythen und Kindergeschichten kommen Vermutungen und nach Jahren weiß es keiner so genau und dann kann es auch niemand mehr nachprüfen. Und wuups haben wir unseren bereits verstorbenen Wunderbringer, den niemand mehr prüfen kann (meist Tod, daher auch nur Tode Heilige in der Kirche) und die Phantasien sind auf einmal Tatsachen.


    Wir sind halt offen Systeme und brauchen den Austausch mit der Umwelt, auch ohne Verstand (Atmung im Schlaf z.B.) sonst frisst uns die Entropie :D Daher wäre ein "reines" Wesen ohne jegliche Begierde bereits wieder verschwunden und hätte keinen Grund je aufzutauchen.





    MN 77
    http://www.palikanon.de/majjhima/m077n.htm
    "Weiter sodann, Udāyī, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren Stegen meine Jünger also erkennen: 'Das ist mein Leib, der gestaltet, aus den vier Hauptstoffen (dhātu) entstanden, von Vater und Mutter gezeugt, durch Speise und Trank entwickelt, dem Vergehn, dem Untergang, der Aufreibung, Auflösung, der Zerstörung verfallen ist; das hingegen ist mein Bewußtsein, daran gebunden, daran geknüpft.'
    "Gleichwie etwa, Udāyī, wenn da ein Juwel wäre, ein Edelstein, von reinem Wasser, achteckig, wohlbearbeitet, klar, durchsichtig, mit jeder Eigenschaft begabt; und ein Faden wäre daran befestigt, ein blauer, oder ein gelber, ein roter, oder ein weißer, ein grauer Faden; und es hätte ihn ein scharfsehender Mann um die Hand geschlungen und betrachtete ihn: 'Das ist ein Juwel, ein Edelstein, von reinem Wasser, achteckig, wohlbearbeitet, klar, durchsichtig, mit jeder Eigenschaft begabt; und ein Faden ist daran befestigt, ein blauer, oder ein gelber, ein roter, oder ein weißer, ein grauer Faden': ebenso nun auch, Udāyī, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren Stegen meine Jünger also erkennen: 'Das ist mein Leib, der gestaltet, aus den vier Hauptstoffen entstanden, von Vater und Mutter gezeugt, durch Speise und Trank entwickelt, dem Vergehn, dem Untergang, der Aufreibung, Auflösung, der Zerstörung verfallen ist; das hingegen ist mein Bewußtsein, daran gebunden, daran geknüpft.'


    "Da haben denn meine Jünger der Erkenntnis letzte Vollendung reichlich erreicht. "




    Wow interessanter Text, wie ist das mit dem Diamanten und dem Faden gemeint ? Und was sagt das über die Verbindung von Körper und Geist ? Wie interpretiert ihr diese Stelle ?

    Danke für die Beiträge.


    Vielen Dank Elliot für deine ausführliche Beschreibung. Quasie haftet ein befreiter Geist nirgendswo an, nicht mal an sich selbst.


    Dazu fand ich mal diesen Text, er ist irgendwo im Palikanon, vermutlich in den MNs, weißt du oder sonst jemand hier, wo die Stelle ist ? Hab leider keine Quellenangaben dazu.:




    "Weiter sodann, Udáyí, habe ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf
    deren Stegen meine Jünger also erkennen:
    ,Dieser mein Körper, der aus materieller Form besteht, sich aus den vier
    großen Elementen zusammensetzt, von Mutter und Vater gezeugt wurde
    und mittels gekochtem Reis und Reisbrei aufgebaut wurde, ist der
    Vergänglichkeit unterworfen, unterworfen der Abnutzung und dem Abrieb,
    der Auflösung und dem Verfall, und dieses mein Bewußtsein wird davon
    getragen und ist damit aufs engste verbunden.'


    Angenommen es gäbe einen wunderschönen Brillant von höchster Reinheit,
    mit acht Facetten, gut gespalten, klar und durchsichtig, mit allen guten
    Eigenschaften besetzt, und es würde ein blauer, gelber, roter, weißer
    oder brauner Faden hindurchgezogen. Dann würde ein Mann mit gutem
    Augenlicht, wenn er ihn in die Hand nähme, ihn so begutachten: ,Dies ist
    ein wunderschöner Brillant von höchster Reinheit, mit acht Facetten, gut
    gespalten, klar und durchsichtig, mit allen guten Eigenschaften besetzt,
    und es ist ein blauer, gelber, roter, weißer oder brauner Faden hindurchgezogen
    worden.' Genauso habe ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren
    Stegen meine Jünger also erkennen:: ,Dieser mein Körper, der aus materieller
    Form besteht, sich aus den vier großen Elementen zusammensetzt, von Mutter
    und Vater gezeugt wurde und mittels gekochtem Reis und Reisbrei aufgebaut
    wurde, ist der Vergänglichkeit unterworfen, unterworfen der Abnutzung und
    dem Abrieb, der Auflösung und dem Verfall, und dieses mein Bewußtsein
    wird davon getragen und ist damit aufs engste verbunden.` Und dadurch
    verweilen viele meiner Schüler, nachdem sie die Krönung und Vervollkommnung
    der höheren Geisteskraft erreicht haben."

    Mir kommt es komisch vor, dass hier Buddha auf einmal soviel von der Zukunft redet. Gab es nicht auch reden, in denen er rät, sich keine Vorstellungen über die Zukunft und der Frage "Wer werde ich in Zukunft sein" oder "Wo werde ich in Zukunft sein" zu machen ?


    Ist das nicht ein Widerspruch, wenn er genau das später detailliert benennt, wer und wie man in der Zukunft sein wird ?


    Außerdem kommt da wieder meine alte Schwierigkeit mit der Zielsetzung. Ein Nicht-Werden in der Zukunft ist nicht erlebbar, also kann niemand das endgültige Nibbana erleben. Ich weiß nur, wenn ich existiere hab ich es nicht erreicht... :(


    Oder existiert ein befreiter Geist auch ohne Werden und ohne Zukünftiges "Dasein". Ist ein befreiter Geist auch frei sein Dasein zu wählen oder ist er frei in dem Sinne, dass er zum Verlöschen gezwungen ist ? Ich bin frei nicht in den See zu steigen aber auch unfrei wenn ich automatisch nie mehr in den See steigen kann. (als Beispiel)

    Danke Elliot,


    deine Beiträge sind immer fundiert und motivieren mich zur Praxis. In diesem Thread über cetovimutti und nibbana geht es mir mal wieder um das Letztendliche, das Ziel und daher auch meine Motivation zur buddh. Praxis.
    Eine Befreiung des Geistes motiviert mich, das Auslöschen des Daseins nicht, das Beruhigen der Triebe gibt Frieden und motiviert mich wieder stärker.


    Wie siehst du das mit dem Nibbana oder der Befreiung ? Lag es an Indien, dass es eine Art Daseins, Lebens- oder Werdensfeindlichkeit im Dharma gibt ? Und ist es so gemeint, dass der Geist der Natur entfliehen möchte als wäre er kein Teil von ihr ?


    Oder bleibt eine Art Geist oder ein nibbanisierter Geist zurück ? Ich sehe den Buddhismus in Konflikt mit solchen Aussagen, denen ich z.B. zustimme:


    "Optimistisch ist diejenige Weltanschauung, die das Sein höher als das Nichts stellt und so die Welt und das Leben als etwas an sich Wertvolles bejaht." Albert Schweitzer


    "Alles was du siehst, wird die alles lenkende Natur bald verwandeln und aus diesem Stoff andere Dinge schaffen und aus deren Stoff wiederum andere, damit die Welt immer verjüngt werde." - Selbstbetrachtungen VII, Marc Aurel


    "Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten! Nahezu nichts ist fremd. Eines schließt sich ja dem anderen an und schmückt, mit ihm vereinigt, dieselbe Welt. Aus allem zusammen ist eine Welt vorhanden, ein Gott, alles durchdringend, ein Körperstoff, ein Gesetz, eine Vernunft, allen vernünftigen Wesen gemein, und eine Wahrheit, sofern es auch eine Vollkommenheit für all diese verwandten, derselben Vernunft teilhaftigen Wesen gibt." - Selbstbetrachtungen Marc Aurel

    Der Unterschied ist nur, dass hier der Meister im Palikanon behauptet es gäbe eine Geistbefreiung.


    Und jetzt würde ich gerne zu Buddha sagen, bring mir meinen oder deinen Geist. Oder was ist Geist ? Wenn es etwas vergängliches ist, warum dann drum kümmern ?
    Und ich rieche hier wieder den Samkya Dualismus von Geist und Materie.


    Den Geist vom Dasein auszuschließen könnte ziemlich schwierig gar unmöglich sein, wenn Geist und Welt eins sind. Bei Buddhas erstem Versuch wäre er z.B. fast daran gestorben, hätte ers nicht gelassen.

    Ok, aber muss man alle Geistbefreiungen erlangen oder reicht eines ?


    Und hauptsächlich geht es ja dabei um die Triebversiegung. Daseinstrieb, Sinnestrieb und Unwissenheitstrieb sollen versiegen, dann ist der Geist frei, oder ?


    Das ist aber was anderes wie angeborene biologische Triebe oder ? Weil die kann man wohl schwerlich unterdrücken oder gar "vernichten".


    Was ist dieser Geist, der unbedingt befreit sein muss. Oder was wird unter einem freien Geist verstanden ?

    Quote

    MN 30
    23. "Also, Brahmane, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung. Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung, die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende."


    "Iti kho, brāhmaṇa, nayidaṃ brahmacariyaṃ lābhasakkārasilokānisaṃsaṃ, na sīlasampadānisaṃsaṃ, na samādhisampadānisaṃsaṃ, na ñāṇadassanānisaṃsaṃ. Yā ca kho ayaṃ, brāhmaṇa, akuppā cetovimutti – etadatthamidaṃ, brāhmaṇa, brahmacariyaṃ, etaṃ sāraṃ etaṃ pariyosāna’’nti."


    http://www.palikanon.com/pali/majjhima/maj030.htm


    Ich hoffe ich habs richtig erwischt. Ist diese Herzens, Gemüts- oder Geistbefreiung das gleiche wie Nibbana ?
    Ist das dann Cetovimutti ? Vimutti ist ja Befreiung, ist dann Ceto das gleiche wie Citta, oder woher kommt das ?


    Es würde dann ja bedeuten, der Kern des Buddhismus ist die Befreiung des Geistes, ist das eine richtige Schlussfolgerung ?

    Für mich sind die Grenzen auch schwammig im Zen.


    Einerseits ist es Daoismus, da einfach die Natur erfahren wird, ob im sitzen oder gehen oder Alltag.


    Andererseits auch Buddhismus, wegen der Achtsamkeit und regelmäßiger Meditation. Daher ist es für mich auch weniger ein Mischmasch sondern der Kern beider Systeme als Symmetrie.
    Oder besser, pure Praxis des Yoga, Buddhismus und Daoismus.


    Und die ganzen Interpretationen kann sich jeder selbst machen, der Weg ist in allen Systemen die Meditation oder meditative Lebensweise.

    Das Spirituelle soll ja oft "rein" oder aus einer universellen Quelle stammen. Da kann ein Weg den ich gehe, der als "gemischt" gilt, das Bedürfnis der Trennung des Gemischs hervorrufen und nur einen Weg lassen.


    Buddhadharma und Daoismus waren einst und wurden später getrennt ?


    Also nach meinem Wissen ist der Daoismus älter als 500 Jahre v. Chr. (als Buddha geboren wurde), wurde da aber schriftlich fixiert. Wäre es mal eins gewesen, dann bräuchte es eine gemeinsame Quelle.
    Wo ist die ?
    Sieht man die Unterschiede wie Karma, Wiedergeburtsglauben, Flucht aus dem Dasein, gibt es keine gemeinsame Quelle.


    Allerdings haben beide auch Gemeinsamkeiten wie die Kontemplation die über die Upanishaden zurück bis zum Schamanismus der Urreligion zurückführt.


    Des Daoismus höchstes Prinzip des Seins ist die einschließende Nondualität oder auch Interdependenz,
    die aus einer gewissen Perspektive der Mahayana Leerheit gleich ist.
    Das Advaita der Hindus entwickelte eher eine ausschließende Nondualität, die Realität ist Maya Illusion, jenseits davon ist Brahman. (Aber Maya ist ein Spiel des Brahman daher irgendwie doch zusammen).
    Nun die Theravadis machen den größten Unterschied ggü. Daoismus aus.
    1. Abwendung des Daseins. 2. Rettung aus einem individuellen Wiedergeburts Kreislauf und Schicksalserfüllung durch eigene Taten steuerbar und kontrollierbar.
    Nach meinem heutigen wissenschaftlichen Weltbild sind diese 3 Punkte für mich nicht stimmig, außer das mit der Wiedergeburt, weil ich nicht begreife, warum ich gerade in Diesem Körper alles miterlebe und wenn ich einmal geboren wurde, warum sollte ich nicht ein 2. mal geboren werden ? Als die Dinos auf der Erde waren, war da schon klar, dass es irgendwann eine Geburt gibt, die sich "Ich" nennt und in der Ich lebe ? Ist es jetzt klar, dass es in Zukunft ein "Ich" nach diesem Körper gibt ? Egal, wird OT und abschweifend.

    LoL TM sollte ich jetzt meinem Gehirn Glukose entziehen, damit meine "bösen" Gedanken abnehmen ?


    Am besten ist doch das Wachkoma, da wird man ernährt und hat karmisch nichts gemacht, da ja jemand anders füttert...


    Ne Buddha wollte ja,dass man seinen Körper ernährt, damit die Einsicht im Leben noch möglich ist. Ansonsten gibt es ja scheinbar eigentlich keinen Grund für einen Buddhisten irgendwas zu Essen.


    Denn mit Glukosemangel im Hirn wird Einsicht auch etwas schwerfallen.