Posts from Tai in thread „Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus“

    Sehr treffende Analyse und gut auf den Punkt gebracht, void. Chapeau!

    Tai und Bebop : ich experimentiere auf Empfehlung meines Hausarztes seit ca. einem halben Jahr mit Metoprololtartrat, Handelsname Metoprolol (u.a. AbZ-Pharma). 25mg (1/2 Tablette) täglich. Ein Betablocker, aber Migräne ist auch offizielle Indikation (also kein off-label-use). Mein Eindruck ist, dass es Frequenz und Intensität der Schmerzattacken merklich senkt. Gegenindikation ist im wesentlichen Hypotonie (Betablocker halt ...). Mein Verbrauch an Naratriptan ist in diesen Wochen deutlich (ca. um ein Viertel) gesunken. Nicht die Lösung, bringt aber etwas Erleichterung.

    Freut mich, dass es ein bisschen hilft. Metroprolol hatte mir vor über 20 Jahren mal eine Ärztin verschrieben. Ich kam leider nicht wirklich dazu, die Wirkung längerfristig zu testen, da die besagte Ärztin mir gleichzeitig dafür das damals noch rezeptpflichtige Naratriptan nicht mehr verschreiben wollte. Meine neue Ärztin war dann wieder vom Metoprolol nicht begeistert, setzte stattdessen auf Akupunktur (was mir überhaupt nicht geholfen hat) hat mir aber auch das sehr gut wirkende Maxalt verschrieben.


    Danke für den Hinweis. Eine Reduzierung des Triptanverbrauchs kann ja manchmal den Unterschied machen bezogen auf MÜK bzw. MIKS.

    Ich muss wohl in einigen Situation im Leben akzeptieren, dass es mit Gelassenheit nicht geht und einige Menschen nur eine sehr aktive Kommunikation verstehen. Heißt von einer passiven Rolle in eine deutlich aktivere Rolle zu gehen.

    Da hast du sicher recht.


    Für mich persönlich verstehe ich Gelassenheit nicht als Gegensatz zu aktivem Einschreiten. Gerade in der aktiven Rolle ist Gelassenheit für mich umso wichtiger. Gelassenheit bedeutet vielleicht auch, frei handeln zu können: Wo es angebracht erscheint, einzuschreiten oder sich zurückzuhalten, je nachdem.

    Quote

    Habe ich auch mal versucht mit der selben Absicht, bin aber schnell wieder davon abgekommen.

    Hallo Tai, kommst du vlt. aus dem medizinischen Bereich? Was hatte das Tryptophan denn bei dir bewirkt? Ich denke manchmal, dass unser bei Migräne gestörter Serotonin-Haushalt möglicherweise sogar von zu vielen Glückshormonen (infolge Zen-Praxis) durcheinandergebracht wird.

    Kann das wohl sein?

    Nein, ich hatte mich nur mal damit befasst als mögliche Prophylaxe gegen meine Migräneanfälle. Zuerst habe ich Tryptophan genommen, bin dann aber - da Tryptophan wohl mit anderen Aminosäuren konkuriert und die Wirkung daher häufig verpufft - zu 5-HTP und später zu Melatonin übergegangen. Morgens genommen (5-HTP) hat es sich gefühlt, wenn überhaupt, eher negativ auf die Migränehäufigkeit ausgewirkt. Abends eingenommen, hat es mich tatsächlich müde gemacht und spürbar tiefer schlafen lassen; das schien mir aber auch ein starker Eingriff in meinen Serotonin/Melatonin-Haushalt zu sein, der sich auf Dauer nicht gut angefühlt hat, da ich ohne Melatonin dann kaum noch tiefer schlafen konnte. Mag sein, dass die Migräneanfälle etwas seltener auftraten - signifikant anders war es aber nicht.


    Heute hat sich die Situation für mich tatsächlich ein Stück verbessert durch ein Bündel von Maßnahmen, die ich (falls es jemandem hilft) hier mal aufzähle:


    1. Abends 2-3 Stunden vorm Schlafebgehen immer noch komplexe Kohlehydrate zu mir nehmen z.B. Dinkelvollkornbrot, Hafermüsli etc. Dadurch beugt man relativ effektiv den Migräneanfällen vor, die bei Migränikern häufig nachts wegen Unterversorgung des Gehirns entstehen - wird von Ernährungswissenschaftlern für Migräniker heute so empfohlen und funktioniert bei mir auch ganz gut.


    2. Histaminhaltige Lebensmittel und Migräne-Trigger meiden, bei mir vor allem: Glutamate (E620-E625), Aspartam, Rotwein, dunkle Schokolade, Ananas, reife Bananen, Himbeeren.


    3. Extreme sportliche (Über-)Anstrengung meiden, was mir manchmal schwer fällt. Währenddessen und danach geht es mir meistens gut, aber am nächsten Tag folgt darauf fast immer eine Migräne. Die Menge der sportlichen Anstrengung, die ich noch gut vertrage, hängt dabei natürlich von der eigenen momentanen Fitness ab.


    4. Stress vermeiden bzw. die Ausschüttung von Stresshormonen (Noradrenalin, Adrenalin und Cortisol) vermeiden (bei der Arbeit nicht immer leicht - aber da hilft ja tatsächlich Zen).


    5. Allzu unregelmäßiges Schlafen (und Essen) vermeiden - klappt bei mir nicht immer so gut. Bei Sesshins habe ich bisher häufig mit Migräne Probleme gehabt, vermutlich wegen der Überanstrengung, des Schlafmangels und/oder des Essens (siehe Punkt 1 und 2).

    Ich hatte es mal zur Migräneprophylaxe versucht, brachte aber nichts.


    Habe ich auch mal versucht mit der selben Absicht, bin aber schnell wieder davon abgekommen.


    Soll stimmungsaufhellend wirken ... Schlaffördernd soll es auch sein, davon bemerkte ich jedoch auch nichts.

    Als Vorstufe von Serotonin, aber auch von Melatonin wirkt 5-HTP entweder stimmungsaufhellend (wenn man es morgens oder tagsüber einnimmt - weil unter dem Einfluss von Tageslicht daraus eher Serotonin gebildet wird) oder aber schlaffördernd (wenn man es abends oder nachts einnimmt - weil dann daraus eher Melatonin gebildet wird). Zur Migräneprophylaxe eignet sich wohl eher Melatonin, welches man aber auch direkt kaufen kann - 5-HTP ist in Deutschland allerdings auch erhältlich.

    Ich bin der klassische extrovertierte Introvertierte. Ich liebe den Kontakt mit Menschen, aber ich brauche dann gezielt Zeiten für mich alleine, um meine sozialen Batterien wieder aufzuladen. Wenn ich das ignoriere, bekomme ich ziemlich schlechte Laune...

    Geht mir ähnlich. Allerdings entspricht, was du beschreibst, meines Wissens per Definition eher dem klassisischen Introvertierten: Introvertierte Menschen lieben den Kontakt zu Menschen generell ebenso wie extravertierte - nur brauchen sie anschließend mehr Zeit und Rückzug für die Regeneration. :)