Posts from Gurkenhut in thread „Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus“

    da stimme ich zu, dass gerade das Gesundheitssystem ziemlich viel Verbesserungspotenzial hat. Engagier dich, wenn du gute Vorschläge hast, selbst wenn andere nicht perfekt wertschätzend und konstruktiv kommunizieren, ist das ein ganz wesentlicher Bestandteil der gesellschaftlichen Aufgaben.

    Lieber Tim99 ,


    ich kann deinen Ärger über Verpflichtungen einen Termin zu machen, Datenkraken und Nachfragen bei Geldzahlungen gut verstehen. Ersteres macht das Leben für Verbraucher komplizierter, gute Absichten sehe ich hinter dem massenhaften Daten abgreifen auch nicht und in Frage gestellt zu werden ist nervig, bzw. schwingt da ja auch die Unterstellung bzw. Überprüfung von Unregelmäßigkeiten mit.


    Gleichsam kann ich aber auch die Perspektiven verstehen, dass Terminvorgaben Struktur und Planbarkeit in den Arbeitstag der Beschäftigen bringen. Die Flexibilität, davon abzuweichen gibt es durchaus manchmal, nicht alle hängen fix an ihren Plänen. Manche brauchen aber sehr viel Stabilität im Alltag, die die Welt nicht mehr bieten kann. Ich habe mal mit jemand zusammengearbeitet, da lagen die Bleistifte parallel und bündig auf dem Tisch. Er war halt so und kam da nicht raus, zumindest nicht von außen gewünscht und kurzfristig. Niemand ist perfekt.


    Rabatte für das Hergeben von Daten in Apps oder Kundenkarten sind halt die Bezahlung dafür. Wenn du gedrucktes Nein vor dir hertragen willst:

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    In diesem Fall konnte sich sogar Tolkien kurzfassen!
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    :grinsen:

    Da hat das Nachfragen bei Bargeldbeträgen mMn schon mehr Sinn.


    Liebe Grüße

    Hut

    Trotz der Schwierigkeit kommt es der Realität am nächsten, die Sonnen- und die Schattenseiten zu sehen. Und es hebt die Laune ungemein, die Sonnenseiten nicht aus den Augen zu verlieren.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Menschen die Sonnenseiten gar nicht (mehr) sehen wollen, u.a., da sie ein Ventil für die eigene Unzufriedenheit (welche ihre Wurzeln auch in einem ganz anderen Bereich haben kann) benötigen/zu brauchen meinen.


    Insofern wird die Stimmung/Laune eher gehoben, wenn sich "Brüder/Schwestern im Geiste" finden, die in dasselbe Horn blasen - gemeinsames Lästern schweißt zusammen und vermittelt ein (angenehmes) Gemeinschaftsgefühl. :grinsen:

    Sich verbunden fühlen gehört zu den Sonnenseiten des Lebens und zu den Grundbedürfnissen. Die Logik "wir gegen die" ist leider eine, die das mit am stärksten erzeugen kann.

    Sarkasmus schützt einen sehr zuverlässig davor, die guten Punkte in unperfekten Argumentationen zu übersehen. Da es perfekte Argumentationen nicht gibt, ist das eine sinnvolle Methode wenn man sich nur auf‘s Negative fokussieren will.

    Das musste ich zweimal lesen, um (hoffentlich?) zu verstehen, was du meintest:


    Also, Sarkasmus übersieht NICHT die guten Punkte einer UNperfekten Argumentation, vielmehr greift er sie auf, um sie dann zu zerfleddern/zerfleischen und somit möglicherweise ad absurdum zu führen?

    Sarkasmus greift mMn die schwierigen/falschen/nicht ganz korrekten/kontroversen Punkte einer Argumentation raus und kritisiert sie und lässt die guten Punkte liegen.

    Sarkasmus hat die Absicht zu "beißen", zu verletzen, stellt dementsprechend einen Angriff dar, wobei ja, im Falle des Politiker-Bashings im privaten Kreis, niemand persönlich getroffen wird, sondern man günstigenfalls die Einmütigkeit "feiern" kann (s.o.).


    Anders sieht es natürlich aus, wenn z.B. Journalisten in der Öffentlichkeit genüsslich die Fehler der "Mächtigen" brandmarken und sezieren, in der - geradezu selbstverständlichen - Erwartung (vielleicht auch der Hoffnung auf Korrektur der Fehler... :doubt: ), dass die Betreffenden das "abkönnen".

    (Hohe Frustrationstoleranz einerseits und ausgeprägte Narzissmus-Anteile der Persönlichkeit andererseits, sind dabei sicher hilfreich, was dazu führen könnte, dass am Ende vorwiegend solche Politiker die Nase vorn haben... 8) )

    Die Wertschätzung geht flöten, wenn man nur Fehler seziert. Ohne das Kritisieren per se zu kritisieren, man muss auch mal darüber reden können, was verbesserbar ist, fehlt dann was ganz Grundlegendes.

    Für Buddhisten geht es um die "guten Absichten" - dafür könnte es ggf. auch mal (nicht generell) angebracht sein, das Negative verstärkt in den Fokus zu nehmen, weil Menschen teilweise dazu tendieren, sich, zum Zwecke des eigenen Wohlgefühls, vieles klein- oder schönzureden und sich damit "einzurichten".
    (Das Gegenteil ist aber ebenfalls ungünstig.... ;) )

    Mal wieder ein anzustrebender Mittelweg :heart:

    Oder zu Grünen - den treuesten politischen Stoßtruppen unserer glorreichen Führungsmacht in Europa und besten Freunden jener Wirtschaftssparte, die Geld mit der Herstellung von Mordwerkzeugen macht.

    Die eigene Gutheit Mauer schützt dich auch vor den immer leiser werdenden Einwänden des moralischen Kompaßes.

    Sarkasmus schützt einen sehr zuverlässig davor, die guten Punkte in unperfekten Argumentationen zu übersehen. Da es perfekte Argumentationen nicht gibt, ist das eine sinnvolle Methode wenn man sich nur auf‘s Negative fokussieren will.

    (…) Nette Sklavenhalter, humanistische Imperialisten. Gütige Naziopas. Da reihen sich ja die apokalyptischen Boomer gut ein.


    Es ist schwierig all dies gleichzeitig zu sehen.

    Trotz der Schwierigkeit kommt es der Realität am nächsten, die Sonnen- und die Schattenseiten zu sehen. Und es hebt die Laune ungemein, die Sonnenseiten nicht aus den Augen zu verlieren.

    superdivers find ich gut. Dann ist die Gesellschaft so dievers das sie endlich als Menschheit zusammenleben kann. Wenn die nicht wären, die immer lauthals auf ihre diverse Einmaligkeit bestehen würden. :grinsen:

    Ich würde mir eine Gesellschaft wünschen, in der nicht die Frage gestellt wird "Ohne wen schaffen wir das", sondern "Wie schaffen wir das mit den Menschen, die da sind?". In all ihrer Vielfalt. Sodass die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Schlaf, Bewegung, Wertschätzung, Verbundenheit, grundlegende Sicherheit ... für möglichst alle erfüllt sind.

    Bislang sind wir als Deutsche noch frei. Wir dürfen unsere Sachen packen und gehen. Es wird politisch schon länger diskutiert, das einzuschränken, weil es viele tun, aber noch gibt's kein Gesetz und noch kein konkretes Vorhaben für eins.

    Oder an der Veränderung mitarbeiten, die man sich wünscht.

    Ich fände es gut, wenn es viele tun. Wobei ich einer Freundin auch gut zugeredet habe einen Job in Norwegen anzunehmen, der Sexismus in stereotyp männlichen Berufen ist andernorts deutlich geringer und ständige Geringschätzung auszuhalten ist eine schwierige Aufgabe.

    Wenn man sich mit den globalen Themen beschäftigt zieht das schon runter finde ich, daher ist der spirituelle Weg wohl der Einzige um dem zu entkommen, denn die Illusionen etwas beeinflussen oder verändern zu können, habe ich nicht.

    Die Wahrheit liegt glaube ich zwischen die ganze Welt retten können auf der einen Seite und gar nichts beeinflussen können auf der anderen. Ein bisschen Handlungsspielraum hat man, etwas für sich und andere zum Bessern zu wenden. Nicht nur spirituell, sondern auch dass ein paar Menschen mehr etwas zu essen haben oder einen Schlafplatz, was zum Anziehen, benötigte Medikamente, und/oder sich zu einem Thema eine gut durchdachte Meinung zulegen und für sie diskutieren etc.

    Wobei ich versuche zu lernen von den anderen Menschen, die schaffen es nämlich es so auszublenden, dass gar kein Problem besteht. Ich kenne viele solche Menschen.


    Ganz ehrlich, mittlerweile habe ich aufgegeben, ich suche keine Gespräche mehr und wenn jemand mir was zu erzählen hat höre ich zu, aber ich muss nichts dazu sagen.

    Tim99 .


    Wenn ich deine Worte lese, fühle ich mich noch hoffnungsloser und sprachloser. Man kann nicht einfach alles ausblenden, sich von der Welt verstecken und behaupten, dass nur unser innerer Geist alles bestimmt. Das ist meine eigene Einstellung, psychologisch betrachtet. Wenn überall Krieg und Gewalt herrschen, Menschen um mich herum sterben, wie soll ich da ruhig und gelassen bleiben? Es klingt fast unmenschlich und herzlos, oder täusche ich mich da?

    Ich glaube, du täuscht dich nicht. Was glaube ich normal im Angesicht von Krieg und Gewalt ist, ist, dass das Herz bricht. Sitzen zu bleiben und nicht den erst besten anschreien, der nach Gegner aussieht, mag vielleicht ruhig und gelassen wirken, aber innerlich bewegt es. Manchmal auch zum Tun von Dingen, die anderen gar nicht auffallen. Ziviler Friedensdienst besteht nicht selten auch einfach aus Bastelangeboten für Eltern und Kindern, dass man mit Menschen, die man für die letzten Idioten hält, eine gute Erfahrung machen kann. (Neben konstruktiver Konfliktlösung, die auch wichtig ist.)

    Derzeit habe ich das Gefühl, es wird alles getan dafür, dass unsere nach Regeln basierte Weltordnung nicht mehr funktioniert.

    Von wem? Das ist eine sehr negative Menschensicht, die glaube ich nicht auf alle Menschen in Machtpositionen zutrifft.

    Lieber Tim99,

    das Akzeptieren meint nicht, mit den Schultern zu zucken und alles so lassen zu wollen, wie es ist. Ein Beispiel, ich habe vorhin im Park mein Kind angeschnauzt, was ich blöd finde. Es war sehr unkonzentriert beim Fahrrad fahren, schlenkerte viel, auf der einen Seite des Weges ging es teils steil runter zu einem Fluß, auf der anderen Seite raste dann und wann ein schneller Radfahrer vorbei, teils ziemlich rücksichtslos. Akzeptieren in dem Kontext meint für mich zu sehen, dass es in dem Moment nicht gerade aus fahre konnte, das Fahrrad neu, der Tag war lang. Mein Tag war auch lang und voll mit sinnvollen Tätigkeiten, besser zu kommunizieren habe ich auch nicht gekonnt. Dieses Anschnauzen suboptimal zu finden, war trotzdem da. Finde ich auch gut, es nicht einfach nur hinzunehmen. Hilft mir Frieden mit den schwierigen Seiten des Mensch- Seins zu schließen, dass ein Unwohlsein beteiligt ist, auch der Wunsch es besser zu machen. MMn ändert das Akzeptieren nicht den Wunsch, sich zu entwickeln, wenn man alle beteiligten Regungen ansehen kann. Nur das Getrieben sein, die Einschätzung "falsch" zu sein und sich ändern müssen, das entspannt sich.

    Kein Problem, möge das Berufliche und Familiäre glücklich verlaufen.

    Es ist wohl so gemeint dass man erst die Möglichkeit zur Veränderung (Besserung) hat, wenn man seine eigenen Unzulänglichkeiten einsieht und akzeptiert. Wenn man sie nicht sehen will und sich dauernd selber und anderen was vormacht, kann sich ja nichts ändern.

    Vielen Dank.

    Da stimme ich zu. Aber auch, dass die Akzeptanz schon eine Änderung mit sich bringt. (Nicht als Freibrief gemeint, alles zu tun, was man beispielsweise mit Wut im Bauch tun will.)

    Von Carl Rogers gibt es einen schönen Text:

    Zitat

    Unvollkommen

    In meinen Beziehungen zu Menschen habe ich herausgefunden, dass es auf lange Sicht nicht hilft, so zu tun, als wäre ich jemand, der ich nicht bin. Es hilft nicht, ruhig und freundlich zu tun, wenn ich eigentlich ärgerlich bin und Bedenken habe. Es ist nicht hilfreich, so zu tun, als wüsste ich die Antworten, wenn ich sie nicht weiß. Es hilft nicht, den liebevollen Menschen zu spielen, wenn ich im Augenblick eigentlich feindlich gestimmt bin. Es hilft mir nicht, so zu tun, als wäre ich voller Sicherheit, wenn ich eigentlich beängstigt und unsicher bin. (...) Ich spüre, dass ich den Umständen gerechter werden, wenn ich mir erlaube, so zu sein, wie ich bin. Es ist für mich einfacher geworden, mich als entschieden unvollkommenen Menschen zu akzeptieren, der keinesfalls zu jeder Zeit so handelt, wie er handeln möchte. (...) Wenn ich mich so, wie ich bin, akzeptiere, dann ändere ich mich.


    Wie ist das gemeint: "Wenn ich mich so, wie ich bin, akzeptiere, dann ändere ich mich"? Wenn ich dazu stehe - 'so bin ich eben' - dann bin ich zwar die Bürde der Verstellung los, aber nicht Ärger, Feindschaft, Angst und Unsicherheit. Wie soll mit dieser Akzeptanz von selber eine Veränderung geschehen, bedarf es dazu nicht zusätzlich der Bemühung, allerdings mit den richtigen Methoden wie der Entwicklung von Achtsamkeit, Einsicht und Wohlwollen?

    Hallo mukti

    es tut mir leid, dass ich bisher nicht geantwortet habe. Neben einem beruflichen Quereinstieg in was Spannenderes und Kindern habe ich am Ende des Tages grad kaum mehr vollständige Sätze übrig. Ist die Frage noch offen oder hat sich das erledigt?

    LG Gurkenhut

    Nun ein kleines Update von mir, wobei ich natürlich immer bedacht bin mich nicht all zu fern vom Thema zu entfernen.


    Es ist mir leider nicht gelungen die Gelassenheit zu erlangen, die ich mir vorstellen würde. Es gibt Menschen, die sagen, Tim, das hat nur mit dir zu tun, das ist deine Verantwortung.


    Das ist für mich aber auch eine Frage in welcher Lebenssituation manch sich befindet, in jeder Situation ist man nicht derjenige der das Steuer fest in der Hand hält und selbst entscheiden kann.

    Lieber Tim99,

    Gelassenheit zu lernen dauert lang, dass geht nicht mal eben in ein, zwei Jahren. Und die Akzeptanz, wie wenig Steuer man fest in der Hand halten kann, gehört leider dazu.

    _()_


    Von Carl Rogers gibt es einen schönen Text:

    Zitat

    Unvollkommen

    In meinen Beziehungen zu Menschen habe ich herausgefunden, dass es auf lange Sicht nicht hilft, so zu tun, als wäre ich jemand, der ich nicht bin. Es hilft nicht, ruhig und freundlich zu tun, wenn ich eigentlich ärgerlich bin und Bedenken habe. Es ist nicht hilfreich, so zu tun, als wüsste ich die Antworten, wenn ich sie nicht weiß. Es hilft nicht, den liebevollen Menschen zu spielen, wenn ich im Augenblick eigentlich feindlich gestimmt bin. Es hilft mir nicht, so zu tun, als wäre ich voller Sicherheit, wenn ich eigentlich beängstigt und unsicher bin. (...) Ich spüre, dass ich den Umständen gerechter werden, wenn ich mir erlaube, so zu sein, wie ich bin. Es ist für mich einfacher geworden, mich als entschieden unvollkommenen Menschen zu akzeptieren, der keinesfalls zu jeder Zeit so handelt, wie er handeln möchte. (...) Wenn ich mich so, wie ich bin, akzeptiere, dann ändere ich mich.

    Tim99 wenn du Angst hast, selbst was abzubekommen:


    Es gibt Kurse und gute Bücher, die einem erklären, wie man deeskalieren kann. Das ist alles bekannt, was für Worte und Verhalten in die eine oder andere Richtung wirken. Leider wirkt so viel der "üblichen Alltagssprache" eskalierend, dass es schwer sein kann umzulernen, aber lohnend.


    Eine Garantie für eigene Sicherheit gibt das nicht, aber die Wahrscheinlichkeit deutlich zu senken hat man selbst in der Hand.

    Generell, es hat noch nie so viele Probleme wie heute gegeben.

    ...

    Mal abgesehen, dass mir unklar ist, was du unter "heute" verstehst:

    einige nicht unwesentliche Kennzahlen wie Menschen in Armut, Hunger, Kindersterblichkeit, Schulbildung für Mädchen, Impfquoten bei kleinen Kindern haben sich mindestens bis vor Corona deutlich in eine erfreuliche Richtung bewegt.

    Falls du nicht die Überbevölkerung als Grund ansiehst, solche Entwicklungen als Probleme zu sehen, das scheint mir aber makaber.

    Und noch ein kleiner Nachtrag: sinnvoll oder konstruktiv sind für mich Dinge, die Grundbedürfnisse befriedigen und wenig Schaden anrichten. Und Bedürfnislisten zB aus der GfK sind lang, viel Raum Gutes in anderen zu sehen. Viel Platz sich selbst auszutoben (und sich auch Erholungspausen und Freude zu gönnen, als ein Aspekt neben vielen anderen).

    Lieber Tim99,


    falls du in Deutschland lebst, die aktuellste Kriminalstatistik stimmt dir zu, dass die Aggressivität zunimmt. Dass die Themen derzeit so kompliziert sind, dass sie von einzelnen Menschen in Machtpositionen nicht mehr gelöst werden können, stimme ich auch zu. Ich halte die Demokratie für die beste aller Staatsformen, aber man kann nicht über die Köpfe der Menschen hinwegentscheiden, und zB eine Methode, genug Menschen hinter eine ambitionierte Klimapolitik bekommt, existiert bisher nicht.

    Die Umstände im Großen muss man glaube ich einfach akzeptieren.

    Es gibt von Felix Meyer ein Lied, heißt "Schlaflied" mit der Textzeile "Wenige wollen nicht verlieren was andere nie hatten." Das hilft mir bei der Akzeptanz. Alles wovor ich Angst habe, passiert jetzt schon.


    Was hingegen veränderbar ist, ist, gezielt unter Menschen zu gehen, die aktiv was tun, damit sich was zum Bessern ändert. Die Bandbreite ist groß, wenn man mal gründlich drüber nachdenkt, was alles zur Verbesserung beitragen will.

    Was auch veränderbar ist, ist der eigene Einfluss. damit rettet man nicht die Welt, aber die Verantwortung soll auch keiner tragen, da braucht es viele. Wenn ich einen Tipp geben darf, lass das Ärgern über Unkonstruktives (was du -ggf. im Moment - nicht ändern kannst) sein und fokussiere die Zeit, die du hast auf Konstruktives. Das heißt nicht alles gut zu finden, sondern das Gegenteil, für die eigene (psychische) Gesundheit Sorge zu tragen und die Kraft bzw. die Zeit die man hat sinnvoll einzusetzen.


    Liebe Grüße

    Tim99: Fällt es dir schwer, Neujahrswünsche mit einem guten Wunsch zurück zu beantworten? Wäre ja kleiner als "generell", also ehrlich gemeint, und ist auch nichts anderes als eine Metta-Meditation, die man der empfangenden Person mitteilt. Oder ist es ein Problem des fehlenden Sinns bei gleichzeitig weiterer wichtiger Arbeit?


    Solche Floskeln, wie auch das "Wie geht's dir?" haben mindestens zwei Funktionen: Beziehungspflege, die für's Wohlergehen wichtig ist, Menschen sind keine Roboter, und das gegenüber geschwind in eine Schublade packen, letzteres - so fragwürdig wie es teilweise ist - auch mit dem Sinn, einerseits das Leben auf ein bewältigbares Maß zu erleichtern und zweitens läuft im Gehirn eine Einschätzung ab, ob ein Gegenüber freundlich gestimmt ist oder Gefahr droht.


    Rein praktisch, habe ich mir für die "Wie geht's?"-Frage mal eine ehrliche, aber nicht zum ausführlichen Gespräch einladende Standardantwort überlegt "Alltagswahnsinn halt". Man will ja nicht jedem erzählen, wie es gerade genau geht. Aber ein sich gelogen anfühlendes "gut" kommt mir auch schwer über die Lippen. Ich habe irgendwo mal die Erklärung zu der Frage gehört: es ginge gar nicht darum korrekt zu antworten, sondern rauszuhören, wie stark die gut klingende Antwort gelogen ist. Hinter den gut klingenden Antworten steckt mMn mindestens die gute Absicht, andere nicht mit den eigenen Problemen zur Last zu fallen, was mMn auch ein Ausdruck von Freundlichkeit sein kann.


    Letztlich hat man mit der eigenen Antwort auf solche Fragen viel Gestaltungsspielraum, je nach Situation und Gegenüber kann man wählen, ob man doch mal offen zuhört (andere wahrnehmen und selbst wahrgenommen zu werden hängen zusammen), was man von sich erzählen will (vielleicht auch zwei, drei kurze Aufhänger, wo ein Gegenüber wählen kann, worauf es anspringt), ob man Dinge als reine Info formuliert oder als Diskussions- bzw. Beratungsangebot, etc. pp.