Posts from Geronimo in thread „Buddhismus und der Verzehr von Fleisch“

    Quote from Mabuttar

    Der Verzicht auf Fleisch erspart vielen Wesen und der Umwelt Leiden. Und wer nichtmal auf Fleisch verzichten kann, wie soll derjenige dann erst auf die Daseinstriebe verzichten und sie abschneiden ?


    Absolut. Aber alle müssen mal klein anfangen. Jedoch muss der nächste Schritt immer irgendwann auch getan werden...


    Der Bikkhu ist aber auf die Gabe eines Haushälters angewiesen und kann nicht so einfach wählen, welche Speise er zu sich nimmt. Entweder ihm wird etwas angeboten, oder nicht. Das mit dem erlegen war auch auf die Regionen der Erde bezogen in der Tiere noch im eigenen Haushalt oder Hof geschlachtet werden, was in vielen Regionen dieser Erde noch immer an der Tagesordnung steht.


    Und lehnt der Bikkhu die Speise gänzlich ab, dann verbringt er diesen Tag wohl mit leerem Magen und auch entzieht er dem Gebenden die Möglichkeit sich Verdienst zu erwerben. Auch das liegt in der Verantwortung des Bikkhu.

    Quote from mukti

    Soll man etwa alles annehmen, weil es nicht für einen gemacht wurde? Blutdiamanten, Waren die aus Ausbeutung stammen, Diebesgut usw.? Das verstehe ich nicht, denn das Angebot wird durch die Nachfrage, oder das Annehmen bestimmt.


    Von Fall zu Fall ist es doch meist ersichtlich woher eine bestimmte Gabe kommt. Je nach Situation kann der Bikkhu oder Haushälter dann entscheiden ob er die Gabe annimmt oder nicht. Und man kann ja auch ganz konkret danach fragen. Z.B: "Hast du dieses Fleisch extra für mich gekauft oder erlegt?" Die Antwort lässt einen dann ja konkret Bescheid wissen wie zu verfahren ist.

    http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m055z.html


    "1. So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Rājagaha im Mangohain von Jīvaka Komārabhacca auf.


    2. Da ging Jīvaka Komārabhacca zum Erhabenen, und nachdem er ihm gehuldigt hatte, setzte er sich seitlich nieder und sagte zum Erhabenen:


    3. "Ehrwürdiger Herr, ich habe dieses gehört: 'Sie schlachten Lebewesen für den Mönch Gotama; der Mönch Gotama ißt wissentlich Fleisch, das für ihn zubereitet wurde, von Tieren, die um seinetwillen getötet wurden.' Ehrwürdiger Herr, sagen jene, die so sprechen, das, was vom Erhabenen gesagt worden ist, und stellen sie ihn nicht falsch dar, mit dem, was der Wahrheit widerspricht? Erklären sie in Übereinstimmung mit dem Dhamma auf eine Weise, so daß nichts, was einen Grund zum Tadeln schaffen könnte, berechtigterweise aus ihren Behauptungen abgeleitet werden kann?"


    4. " Jīvaka, jene, die so sprechen, sagen nicht das, was von mir gesagt worden ist, sondern stellen mich falsch dar, mit dem, was unwahr ist und der Wahrheit widerspricht."


    5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf."


    Und vielleicht auch ganz interessant: http://www.schattenblick.de/in…gion/buddha/rbpre940.html