Samadhi

  • Samādhi bedeutet 'Sammlung' und wird auch mit 'Konzentration' übersetzt. Es wird zusammen mit den anderen beiden Bereichen des achtfachen Pfads praktiziert, Weisheit und Tugend. Sie stützen sich gegenseitig. Samādhi beinhaltet folgendes: gezügelte Sinne, wissensklare Achtsamkeit (sati-sampajanna), Zufriedenheit (santutthi), Befreiung von den fünf Hemmnissen (nivarana) und die ersten vier Versenkungszustände (jhāna).*


    *PTS samādhi

    Samādhi bedeutet 'Sammlung' und wird auch mit 'Konzentration' übersetzt. Es wird zusammen mit den anderen beiden Bereichen des achtfachen Pfads praktiziert, Weisheit und Tugend. Sie stützen sich gegenseitig. Samādhi beinhaltet folgendes: gezügelte Sinne, wissensklare Achtsamkeit (sati-sampajanna), Zufriedenheit (santutthi), Befreiung von den fünf Hemmnissen (nivarana) und die ersten vier Versenkungszustände (jhāna).


    PTS samādhi


    Es wird auch als 'Einspitzigkeit des Geistes' (citassa ekaggatā) bezeichnet, wobei diskutiert wird ob die Bezeichnung so günstig ist. Besser sind die Bezeichnungen 'Einigung des Geistes', im Sinne von 'das Gegenteil von zerstreut' oder 'Eins-gerichtet-sein' auf das Meditationsobjekt. Dadurch dass die Achtsamkeit auf ein Meditationsobjekt gerichtet ist kann es zur geistigen Vertiefungen (jhāna) kommen, dh. dass die Aufmerksamkeit sich mit dem Objekt beschäftigt, zum Beispiel in der Atemmeditation mit dem Atem. Wenn der Geist nicht weiter zerstreut wird, dann beruhigen sich Körper und Geist und die fünf Hemmnisse verschwinden.


    Samādhi wird auch in vorbereitende Sammlung (upacāra-samādhi, ohne jhāna) und volle Sammlung (appanā-samādhi, dh. mit jhāna) unterschieden.


    Manchmal taucht die Frage auf ob man auch mit Metta-Meditation zur Einsicht kommen kann oder ob man nicht zur Einsicht kommen kann, wenn man nicht alle 8 Jhanas durch hat, usw.


    Dazu A.IV.170 Wege zur Erlösung II - Das Yuganaddha Sutta:

    Zitat

    Wer auch immer, ihr Brüder, von den Mönchen oder Nonnen mir gegenüber die Erreichung der Heiligkeit kundgibt, der tut es auf vier Weisen oder auf eine von ihnen. Welches sind diese vier?


    1. Da, ihr Brüder, entfaltet ein Mönch den Hellblick (vipassana) mit vorangehender Geistesruhe (samatha) [9]. Indem er aber den Hellblick mit vorangehender Geistesruhe entfaltet, erschließt sich ihm der Pfad [10]. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln (samyojana)[11] und die Neigungen (anusaya) [12] ersterben.


    2. Ferner noch, ihr Brüder: da entfaltet ein Mönch die Geistesruhe mit vorangehendem Hellblick [13]. Indem er aber die Geistesruhe mit vorangehendem Hellblick entfaltet, erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen ersterben.


    siehe auch: Meditation für Anfänger


    Vollständig überarbeitet von Spock 27.05.2018