Jhana

  • Zitat

    'Vertiefung', im weitesten Sinne gesprochen, ist jeder durch Konzentration (siehe samādhi) auf ein einziges geistiges oder körperliches Objekt (siehe bhāvanā) hervorgerufener Versenkungszustand des Geistes.

    Im Besonderen aber werden damit bezeichnet die durch zeitweiliges Schwinden der Fünfsinnentätigkeit und der geistigen Hemmungen (siehe nīvarana) bedingten 4 Vertiefungen der Feinkörperlichen Sphäre (rūpa-jjhāna oder rūpāvacara-jjhāna; siehe avacara) und bisweilen noch die 4 Unkörperlichen Gebiete (arūpāyatana = āruppā) die sog. Unkörperlichen Vertiefungen (arūpa-jjhāna oder arūpāvacara-jjhāna).

    pk jhāna

    Zitat

    'Vertiefung', im weitesten Sinne gesprochen, ist jeder durch Konzentration (samādhi) auf ein einziges geistiges oder körperliches Objekt (siehe bhāvanā) hervorgerufener Versenkungszustand des Geistes.

    Im Besonderen aber werden damit bezeichnet die durch zeitweiliges Schwinden der Fünfsinnentätigkeit und der geistigen Hemmungen (siehe nīvarana) bedingten 4 Vertiefungen der Feinkörperlichen Sphäre (rūpa-jjhāna oder rūpāvacara-jjhāna; siehe avacara) und bisweilen noch die 4 Unkörperlichen Gebiete (arūpāyatana = āruppā) die sog. Unkörperlichen Vertiefungen (arūpa-jjhāna oder arūpāvacara-jjhāna).

    pk jhāna


    rūpa-jhāna:


    Diese vier Vertiefungen 'rūpa-jhānā' werden 'feinkörperlich' genannt, da sie nicht so 'grob' oder 'stark' in der Wahrnehmung sind, wie die alltägliche Körperwahrnehmung (incl. dem Reinsteigern, der Hemmnisse, usw.). Das heisst, als 'Erreichungszustand' ist es insofern zu verstehen, dass man die beschriebenen Zustände mit der Wahrnehmung des 'Körpers' (kāya) berührt (photthabba), in diesem Sinne wird von 'erreichen' gesprochen, zB. von einem Wohlgefühl. [sh. auch phusati 'berühren' oder auch 'erreichen', zB. samādhi.]


    Zitat

    Vier Vertiefungen. Da, Brüder, abgeschieden von sinnlichem Begehren, abgeschieden von unheilsamen Dingen, erreicht er die mit Denken und Überlegen versehene erste Vertiefung, die Freude und das Wohl der Abgeschiedenheit und verweilt in ihr. Nachdem er Denken und Überlegen beruhigt hat, erreicht er die Innere Klarheit, die Konzentration des Geistes , die von Denken und Überlegen freie zweite Vertiefung, die Freude und das Wohl der Sammlung und verweilt in ihr. Nachdem die Freude verflogen ist, verweilt er gleichmütig, achtsam und klarbewusst, er empfindet körperliches Wohl. Von dem sagen die Heiligen: "Der ist gleichmütig, achtsam, im Wohl weilend", so erreicht er die dritte Vertiefung und verweilt in ihr. Nach-dem Wohl und Leid fallengelassen wurden, nachdem frühere geistige Freuden und Leiden untergegangen sind, erreicht er die Leid- und Wohllose vierte Vertiefung, die völlige Reinheit des Gleichmuts und der Achtsamkeit und verweilt in ihr.

    pk D33


    arūpa-jhāna:


    Die 'unkörperlichen oder formlosen' Zustände (arūpa) werden so genannt, weil man den Eindruck hat, dass bestimmte Körperwahrnehmungen nicht mehr da sind und zB. den Gedanken hat 'Nichts ist da.'.


    Zitat

    Die vier Formlosigkeiten. Da, Brüder, überschreitet der Mönch alle Vorstellungen von Körperlichkeit. Da schwindet die Vorstellung von Widerstand. Nicht richtet er seinen Geist aus auf die Verschiedenheit der Vorstellungen, da (geht ihm auf): 'Unendlich ist der Raum'. So erreicht er das Gebiet der Raumunendlich-keit und verweilt darin. Nach völligem Überschreiten des Raumunendlichkeitsgebietes (geht ihm auf): 'Unendlich ist das Bewusstsein '. So erreicht er das Gebiet der Bewusstseinsunendlichkeit und verweilt da-rin. Nach völligem Überschreiten des Bewusstseinsunendlichkeitsgebietes (geht ihm auf): 'Nichts ist da'. So erreicht er das Gebiet der Nichtetwasheit und verweilt darin Nach völligem Überschreiten des Nichtet-washeitsgebietes erreicht er das Gebiet von weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung und verweilt darin.

    pk D33


    Diese Einteilung der Zustände in die drei Kategorien:


    mit sinnlichem Begehren (kāma), feinkörperlich/formhaft (rūpa) und unkörperlich/formlos (ārūpa) findet sich als Triade in vielen anderen Passagen und Kontexten wieder, zB. als 'Bereiche, Gebiete, Sphären' (avacara), als 'Welten' (loka) oder als 'Form des Daseins' (bhava).


    Vollständig überarbeitet von Spock am 13.12.2018