Rūpa

  • [Vgl. Vedic rūpa, verbunden etymologisch mit Varpa. - Der nom. pl. ist rūpā & rūpāni] Form, Figur, Erscheinung, Formprinzip usw. Das Prinzip der materiellen Form, Materialität, Sichtbarkeit oder auch das, was geformt wurde und somit vergänglich und wandelbar ist.


    PTS rūpa

    [Vgl. Vedic rūpa, verbunden etymologisch mit Varpa. - Der nom. pl. ist rūpā & rūpāni] Form, Figur, Erscheinung, Formprinzip usw. Das Prinzip der materiellen Form, Materialität, Sichtbarkeit oder auch das, was geformt wurde und somit vergänglich und wandelbar ist. Es gibt verschiedene Systematisierung. Im Deutschen wird der Sanskritbegriff Rūpa meist mit "Form" oder manchmal mit "Materie" übersetzt, passender wäre "materielle Qualität".


    Es gibt im Groben zwei übergeordnete Kategorien:

    1. Rupa als die Sinnesgrundlage "Sehobjekt" (sh. āyatana) und

    2. als metaphysische Darstellung, dh. das sinnliche Dasein (bhava) betreffend, welches in drei Bereiche unterteilt ist:


    mit Sinneslust (kāma-bhava), dieser Bereich gehört mit zum rūpa-Bereich,

    körperlichen/sichtbaren (rūpa-bhava), auch formhaft genannt

    unkörperlichen/unsichtbar, abstrakt (arūpa-bhava), formlos


    Rūpa als Skandha steht für die materiellen Qualitäten und wird oft mit "Körperlichkeit" übersetzt. In dieser Eigenschaft besteht Rupa aus 28 Unterteilungen: die 4 primären Elemente (Festigkeit, Kohäsion, Temperatur, Bewegung, sh. mahābhūta) und 24 abgeleiteten Formen, wie zB. Geschlecht oder Nahrung. Rūpa-kkhanda besitzt ausserdem die drei Daseinsmerkmale.


    Nāma-rūpa "Name und Form": Die Einteilung ist ähnlich wie die der Skandhas. Nāma steht hierbei für das Geistige (Gefühl, Wahrnehmung, Wille, Kontakt und Aufmerken) und rūpa für das Körperliche (sh. Rūpa als Skandha). (sh. auch kāya)


    PTS rūpa


    Majjhima Nikāya 28