Dhatu

  • Dhātu (f.) [Sk. dhātu to dadhāti] 'Element'. Es ist in der Bedeutung eng verwandt mit 'dhamma' (sh. sabbe dhamma anicca - alle dhammas sind vergänglich), aber impliziert eine engere Beziehung zur 'physischen Substanz' (rūpa). Die wichtigsten Bedeutungen sind dhātu als natürlicher Zustand, Beschaffenheit, Eigenschaft; Faktor, Element, Prinzip, Form. Grundsätzlich ist dhatu eher als Qualität und nicht als Materie zu verstehen.


    PTS dhātu

    Dhātu (f.) [Sk. dhātu to dadhāti] 'Element'. Es ist in der Bedeutung eng verwandt mit 'dhamma' (sh. sabbe dhamma anatta - alle dhammas sind Nicht-ich), aber impliziert eine engere Beziehung zur 'physischen Substanz' (rūpa). Die wichtigsten Bedeutungen sind dhātu als natürlicher Zustand, Beschaffenheit, Eigenschaft; Faktor, Element, Prinzip, Form. Es gibt verschiedene Kombinationen und Systematiken der Elemente. Eine der Einteilung des rūpa-kkhandha spricht von 'primären Elementen' (sh. mahābhūta) und alle weiteren Elemente (oder Zustände) werden davon abgeleitet. Grundsätzlich ist dhatu eher als Qualität und nicht als Materie zu verstehen.


    Dhātu als Gemütslage oder Neigung des Körpers wird als 'dhātu-samatā' bezeichnet. In Bezug auf die Überreste der Einäscherung als körperliche Reliquie spricht man von 'Sarīra-dhātu'.


    PTS dhātu


    Zu weiteren Einteilungen:


    Die Welt (loka) als Seinszustand oder als Ansammlung von Zuständen wird als zehn (bzw. 10 000) verschiedene loka-dhātu erklärt (incl. sinnlichen, formhaften, formlosen Zuständen, dh. kāma-, rūpa-, arūpa-dhātu). Die Bedingungen dieses Daseins sind die Zustände der Daseinsgruppen oder Sinnesgrundlagen (Skandha-dhātu oder āyatana-dhātu).


    Wenn von den 18 dhātu gesprochen wird, dann sind damit die sechs Sinnesorgane (āyatana), die sechs Sinnesobjekte (ārammana) und die jeweiligen sechs Sinnenbewusstsein (viññāna) gemeint.

    Zitat

    Auch um in denjenigen, welche in dem - seinem Wesen nach im Erkennen bestehenden - Bewußtsein ein Seelenwesen vermuten, diese Ansicht auszutreiben, wurden eben diese 18 Elemente gelehrt. Es gibt nämlich Wesen, welche in dem seiner Natur nach im Erkennen bestehenden Bewußtsein ein Seelenwesen vermuten. Für diese hat der Erhabene die Vielartigkeit des Bewußtseins dargetan, indem er dasselbe in Seh-, Hör-, Riech-, Schmeck-, Körperbewußtseinselement, Geist-Element und Geistbewußtseins-Element zerlegte. Auf Grund der von dem Sehorgan, Sehobjekt und anderen Bedingungen abhängigen Tätigkeit des Bewußtseins aber hat er dessen Vergänglichkeit gezeigt. Und mit der Absicht, den seit langem in jenen Wesen hausenden Seelenglauben auszutreiben, hat er die 18 Elemente gewiesen. Ferner hat er dies getan mit Anpassung an die Geistesrichtung der auf diese Weise Belehrbaren; und denjenigen Wesen, die durch solche weder zu kurze noch zu ausführliche Darlegung der Belehrung zugänglich sind, diesen hat er ihrer Geistesrichtung entsprechend diese 18 Elemente dargelegt.

    pk VisM 15 (dhātu)


    sh. auch rūpa und āyatana.

Comments 1

  • Im VisM XV werden die Geistesobjekte von Bdhghs auch als 'dhamma-dhātu' bezeichnet.