Vinnana

  • vijnana [Skrt., Pali: vinnana, Tib.: sem] im Deutschen oft mit "Bewusstsein" übersetzt, womit meistens die dualistisch unterscheidende Fähigkeit des Erkennens gemeint ist. Je nach Kontext werden unterschiedliche Aspekte hervorgehoben. Dementsprechend findet man "vijnana" unter mehreren Synonymen wieder.

    vijnana [Skrt., Pali: vinnana, Tib.: sem] im Deutschen oft mit "Bewusstsein" übersetzt, womit meistens die dualistisch unterscheidende Fähigkeit des Erkennens gemeint ist. Je nach Kontext werden unterschiedliche Aspekte hervorgehoben. Dementsprechend findet man "vijnana" unter mehreren Synonymen wieder und die Kategorisierungen unterscheiden sich zB. zwischen dem frühen Buddhismus und im Mahayana.


    Im Theravada:


    Themenabhängig findet man das Bewusstsein unter verschiedenen Synonymen wieder, zB. als "Herzgeist" (citta), als "Geist" (mano) und in spezifischen Kontexten: zB. bei den Daseinsgruppen, im "bedingten Entstehen" und unter "Nahrung" (āhāra), was zum erneuten Dasein einer Persönlichkeit (sakkāya) führen kann.


    Weisheit (panna) und "das Geistige" (nama) gehören nicht dazu. Nāma ist quasi eine übergeordnete Kategorie und fasst alle vier geistigen Daseinsgruppen (Gefühl, Wahrnehmung, Willensaktivität, Bewusstsein) zusammen.


    Im Mahayana:


    wird im Lankavatara-Sutra hingegen in acht Bewusstseinsarten unterschieden, dessen Kernaussage die Grundlage des Vijnanavada bildet. Die Unterteilung ist folgende: die fünf klassischen Sinnesbewusstseinsarten, als Sechstes das dualistisch, begriffliche Denken (mano-vijnana). Als Siebentes das irrtümliche Ich-Bewusstsein (manas/klista-mano-vijnana), auch als ādāna oder "festhalten am Bewusstsein" definiert und als Achtes das Speicherbewusstsein (alaya-vijnana). Dort werden die eigenen Erfahrungen und die karmischen Samen gespeichert.


    Theravada:

    Bewusstsein


    Mahayana:

    Vijnana – Wikipedia


    Vijñānavāda – Wikipedia


    Hinduismus:

    Vijnana – Yogawiki