Vinnana

  • vijnana [Skrt., Pali: vinnana, Tib.: sem] im Deutschen oft mit "Bewusstsein" übersetzt, womit meistens die unterscheidende Fähigkeit des Erkennens gemeint ist. Je nach Kontext werden unterschiedliche Aspekte hervorgehoben. Dementsprechend findet man "vijnana" unter mehreren Synonymen wieder.

    vijnana [Skrt., Pali: vinnana, Tib.: sem] im Deutschen oft mit "Bewusstsein" übersetzt, womit meistens die unterscheidende Fähigkeit des Erkennens gemeint ist. Je nach Kontext werden unterschiedliche Aspekte hervorgehoben. Dementsprechend findet man "vijnana" unter mehreren Synonymen wieder und die Kategorisierungen unterscheiden sich zB. zwischen dem frühen Buddhismus und im Mahayana.


    Im Theravada:


    Themenabhängig findet man das Bewusstsein unter verschiedenen Synonymen wieder, zB. als "Herzgeist" (citta), als "Geist" (mano) und in spezifischen Kontexten: zB. bei den Daseinsgruppen, im "bedingten Entstehen" und unter "Nahrung" (āhāra), was zum erneuten Dasein einer Persönlichkeit (sakkāya) führen kann. Vijnana wird als Skandha aufgezählt und als Sinnesbewusstsein. Typischerweise benötigt es in der buddhistischen Lehre mehrere Komponenten damit das Bewusstsein über einen Sinneseindruck entstehen kann: die inneren und äusseren Sinnesgrundlagen, dh. Sinnesorgan und Sinnesobjekt und als drittes das jeweilige Sinnesbewusstsein, zB. das Sehbewusstsein.


    Weisheit (panna) und "das Geistige" (nama) gehören nicht dazu. Nāma ist quasi eine übergeordnete Kategorie und fasst alle vier geistigen Daseinsgruppen (Gefühl, Wahrnehmung, Willensaktivität, Bewusstsein) zusammen.


    Im Mahayana:

    Zitat

    • Während die meisten traditionellen buddhistischen Schulen die Existenz der ersten sechs primären Bewusstseinsarten (Sanskrit: vijñāna, Wyl. rnam-shes) bestätigen, ist das im Yogācāra etwas anders.

    Hier wird die Existenz von 2 zusätzlichen primären Bewusstseinszuständen betont, um die Aktivität des Karma zu erklären.

    • 'ālayavijñāna' (alaya-vijnana, allumfassendes Bewusstsein, Speicherbewusstsein, Quelle der Täuschungen, der Träger oder Speicher der karmischen Samen)
    • 'kliṣṭamanas'(Klista-vijnana oder Klesha-vijnana ) - das verblendete Gewahrsein
    • Manas-vijnana (Skt. manas-vijñāna; Verstandeswissen) wie es im Yogacara und Zen - Buddhismus beschrieben wird, ist das intuitive Verstandes - Bewusstsein.
    • Manovijnana (nicht zu verwechseln mit s.o.) steht für das klare Bewusstwerden von im Geistestrom entstehenden Phänomenen. Es durchschaut die Vernebelung des Erfahrungsfeldes durch das das Klista-vijnana. Es entspricht der inneren spirituellen Welt und damit in etwa dem hinduistischen individuellen purusha im Mahar-Loka.
    • amala-vijnana (amalavijñāna : makelloses Bewusstsein) : Die Mehrheit des Mahayana (Shelun; Shoron), das T'ient'ai sowie die Blumengirlanden (Hua-yen; Kegon) schlagen dieses 9te Bewusstsein vor, welches von karmischer Unreinheit frei bleibt. Dieses "reine Bewusstsein wird mit der Natur der Realität (parinispanna) oder der Soheit identifiziert bzw. als reiner Aspekt des alayavijñāna.

    Einige Buddhisten schlagen noch ein Hrdaya('Herz'-) Bewusstsein vor als ein elftes Bewusstseinsein oder Unendlichkeitsbewusstsein.


    Die ersten 6 Arten umfassen die fünf sensorischen Fähigkeiten zusammen mit dem als sechstem gezählten mentalen Bewußtsein. Nach Vasubandhu müssen diese zuletzt in unmittelbare Wahrnehmung(jñaana) übergehen.

    Vijnana – Spiritwiki


    Theravada:

    Bewusstsein


    Mahayana:


    sh. auch Vijñānavāda


    Hinduismus:

    Vijnana – Yogawiki