Deva

  • [etymologisch von der Wurzel 'div' im Sinne von spielen, sich amüsieren, usw.] ein Gott, göttliches Wesen, pl. devā 'die Götter'. Es ist die Bezeichnung für ein übermenschliches Wesen oder ein Wesen dem zugeschrieben wird, dass es in gewisser Hinsicht über der menschlichen Ebene steht. Devaloka 'die himmlischen Bereiche' sind die ersten der Daseinsphären.


    PTS deva

    Deva im Theravada


    [etymologisch von der Wurzel 'div' im Sinne von spielen, sich amüsieren, usw.] ein Gott, göttliches Wesen, pl. devā 'die Götter'. Es ist die Bezeichnung für ein übermenschliches Wesen oder ein Wesen dem zugeschrieben wird, dass es in gewisser Hinsicht über der menschlichen Ebene steht. Devaloka 'die himmlischen Bereiche' sind die ersten der Daseinsphären und können weiter unterteilt werden, zu ihnen gehören die Bereiche der vier Grosskönige und weitere Wesen in diesen Bereichen. Dann den tāvatimsa-Himmel der 33 Götter, deren Herrscher Sakka ist. Der mittlere der Götterbereiche sind die der Gezügelten (Yāma), fernab von Problemen erleben sie ausschliesslich psychisches Glück. Der Bereich des Frohsinns, bzw. der freudvollen Götter (Tusitā), dort werden auch die Bodhisattva wiedergeboren. Nimmānarati 'die Schöpfungsfreudigen', sie erfreuen sich an geistigen Dingen, die sie selber geschaffen haben. Die parinimmitavasavattina, die 'Selbstgewaltigen' und die Brahmawelten, die wie die Devawelten ein Ergebnis der Tugendhaftigkeit ist, aber auch der Meditation und den ersten vier jhāna entspricht. In die Brahma-Welten werden meistens Könige oder Brahmanen wiedergeboren, sh. M 83, AN 5.194.


    Die Beschreibungen deuten immer auf Pracht, Schönheit, Freigiebigkeit, Güte und Licht hin, im Gegensatz zu den dunklen Mächten (petas, usw.). Zu den Himmelswesen gehören zB. auch Vajirapani und Metteyya (Maitreya).


    PTS deva


    Vereinzelt wird es im Deutschen auch mit 'die Leuchtenden' oder 'Leuchtwesen' (im Sinne von strahlend) übersetzt (sh. pk deva)


    Zitat

    Der himmlische Lohn


    Im Unterschied zur epischen Breite der Jātakas wird hier Saat und Ernte meist knapper dargestellt. Es wird gezeigt, welche Weisen von Geben und Tugend zum Himmel führen (Vimāna-vatthu) und welche Weisen von Verweigern und Untugend zur Gespensterwelt führen (Peta-vatthu). Die gründliche Analyse der Existenz und der Ausweg aus dem Sāmsaro sind nicht das Thema dieser Sammlungen. Dergleichen ist dort nicht oder nur am Rande zu erwarten. Um so mehr werden die ersten drei Stufenlehren des Erwachten (Geben und Tugend als Saat, himmlische Wiedergeburt als Ernte) im Vimāna-vatthu in ihrer positiven, im Peta-vatthu in ihrer negativen Form vorgeführt.

    pk vimāna-vatthu


    Sonstige Begriffe: 'deva-kāya' eine bestimmte Gruppe von Göttern; 'deva-loka' die Welt der Götter und Menschen; 'deva-rūpa' göttliche Erscheinung oder Form; wenn nur zwei deva-Bereiche erwähnt werden, dann bezieht es sich auf Sakkas Bereich und den brahma-Himmel. Deva-vimāna der Palast eines Deva. Sh. auch pk brahma-loka


    Die Einteilung der Welten findet nach der typischen Triade der jhāna-Einteilung statt: kāma-loka (insgesamt sechs Bereiche), rūpa-loka (zB. brahma-loka) und ārūpa-loka (pk deva).


    Ausserdem gehören die Himmelswesen mit zu den 10 Betrachtungen (sh. pk anussati).


    Devas im Vajrayana

    Zitat

    Yidams (geist-gebunden; Geistband) sind im tibetischen Buddhismus Schutz- und besonders Meditations - Gottheiten (Sanskrit: Ishta-deva oder Ishta-devata), die verschiedenen Buddhafamilien angehören. Der Schüler visualisiert sie in meditativen Übungen, um sich zuletzt mit ihnen zu

    identifizieren. Sie dienen als Hilfe im Transformationsprozess des Tantra.

    Yidam – Spiritwiki