Bhava

  • 'Werden', (die Form der) Wiedergeburt, (der Zustand der) Existenz, 'Dasein' oder ein 'Leben'. Es gibt drei Zustände der Existenz die i.d.R. aufgezählt werden: kāma-, rūpa- und arūpa-bhava (sh. rūpa), dh. eine sinnliche, eine deva-'körperliche' (sh. deva) oder eine formlose Existenz (jhāna 5-8).


    PTS bhava

    'Werden', (die Form der) Wiedergeburt, (der Zustand der) Existenz, 'Dasein' oder ein 'Leben'.


    Bhava wird eingeteilt in kamma-bhava ('Dasein der karmischen Handlungen', bzw. gegenwärtiges karm. Handeln) und upapatti-bhava ('Dasein der Wiedergeburt', d. h. die Folgen des Handelns), bzw. das aktive willentliche Wirken (sh. cetana) in diesem Leben in Bezug auf dessen Früchte (oder den sich daraus ergebenden Weg) im nächsten Leben. Diese Handlungen mit Körper (kaya), Sprache (vaca) oder Gedanken (manas) sind entweder heilsam oder unheilsam. Es gibt drei Zustände der Existenz die i.d.R. aufgezählt werden: kāma-, rūpa- und arūpa-bhava (sh. rūpa), dh. eine sinnliche, eine deva-'körperliche' (sh. deva) oder eine formlose Existenz (jhāna 5-8).


    PTS bhava


    Zum bedingten Entstehen:


    bhava ist an der zehnten Stelle, seine Bedingung ist das Ergreifen (upādāna) und 'Dasein' (Handeln mit Anhaftung "upādāna") selbst ist wiederum die Bedingung für die Geburt (jāti) oder die resultierende Kraft für eine neue Geburt einer Persönlichkeit "puggala" (sh. namarupa oder Skandha).


    Aus der Kommentarliteratur:

    Zitat

    'Nach dem, was da Bedingung ist, und auch wofür': Dieses besagt: Welches Anhaften hierbei die Bedingung ist, und auch wofür es die Bedingung ist, diese Erklärung sollte man kennen. Was ist nun aber da die Bedingung und wofür ist es die Bedingung? Irgend etwas (Anhaften) ist für irgend etwas (Werdeprozeß) die Bedingung. Der Weltling nämlich ist wie ein Wahnsinniger. Ohne zu bedenken, was richtig und was verkehrt ist, sehnt er sich infolge irgend eines Anhaftens nach irgend einem Dasein und verübt jedes beliebige Karma. Daher möge man es nicht billigen, wenn einige behaupten, durch das Anhaften an bloßen Regeln und Riten käme der Feinkörperliche und Unkörperliche Werdeprozeß nicht zustande. Einsehen sollte man, daß durch jedwedes Anhaften jedweder Werdeprozeß bedingt sein mag.


    (Sinnliches Anhaften: kāmûpādāna). Da z.B. denkt irgend einer auf Grund von Hörensagen oder zufolge seiner Ansicht, daß in der Menschenwelt in mächtigen Adelsfamilien usw. jene Sinnenfreuden zu finden seien wie auch in den 6 Himmelswelten der Sinnlichen Sphäre. Und durch das Hinhören auf schlechte Lehre usw. irregeführt meint er, durch diese oder jene Werke würden ihm die Sinnenfreuden zuteil. So führt er denn, um diese zu erlangen, auf Grund seines sinnlichen Anhaftens einen üblen Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Nach voller Ausübung eines üblen Wandels aber erscheint er auf niederer Daseinsfährte wieder. Oder aber, indem er sich nach den gegenwärtigen Sinnenfreuden sehnt und die bereits erlangten Dinge hütet, führt er auf Grund seines sinnlichen Anhaftens einen üblen Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Nach voller Ausübung eines üblen Wandels aber erscheint er auf niederer Daseinsfährte wieder. Das für seine Wiedergeburt dortselbst die Bedingung bildende (gegenwärtige) Karma (Wirken) gilt als der Karmaprozeß, und die durch das Karma erzeugten Daseinsgruppen (im nächsten Leben) gelten als der Geburtsprozeß. Der von Wahrnehmung begleitete Werdeprozeß und der Fünfgruppen-Werdeprozeß aber sind hierin miteingeschlossen. - Ein anderer aber, durch das Hinhören auf die gute Lehre in der Erkenntnis gereift und im Glauben, daß ihm durch solches Tun die Sinnenfreuden zuteil werden, führt auf Grund von sinnlichem Anhaften einen guten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Und nach voller Ausübung eines guten Wandels erscheint er unter den Himmelswesen oder unter den Menschen wieder. Das für seine Wiedergeburt dortselbst die Bedingung bildende Karma gilt als der Karmaprozeß, und die durch das Karma erzeugten Daseinsgruppen dortselbst gelten als der Geburtsprozeß. Der von Wahrnehmung begleitete Werdeprozeß und der Fünfgruppen-Werdeprozeß aber sind hierin miteingeschlossen. Auf diese Weise ist das 'Sinnliche Anhaften' (kāmûpādāna) die Bedingung für den 'Sinnlichen Werdeprozeß' (kāma-bhavana) mit allen seinen Unterabteilungen und eingeschlossenen Prozessen.

    pk VisM 17.5


    Weitere Begriffe sind:

    bhava-cakka, 'das Rad (oder der Kreislauf) der Wiedergeburten'. Es ist gleichbedeutend mit dem bedingten Entstehen.

    Bhava-tanha, 'das Verlangen nach erneutem Werden'. sh. tanha

    Bhava-samyojana, die 'Fessel der Wiedergeburten'. Sie wurde von dem Arahant überwunden.

    Punabbhava/Ponobhavika, Wiederwerden, Wiederdasein, Wiedergeburt (sh. M 43).


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    sh. auch Samyojana die Daseinsfesseln