Buddhistischer Kanon

  • Zitat

    Die Lehrreden (Sutras) des Buddha, die disziplinarischen Schriften (Vinaya) und die scholastischen bzw. philosophischen Texte (pali: Abhidhamma), bilden zusammen den Kanon der Schriften des Buddhismus. Dieser wird im Allgemeinen mit dem Sanskrit-Ausdruck Tripiṭaka bezeichnet, was deutsch etwa „Dreikorb“ bedeutet. Mit „Kanon“ ist diese Sammlung als eigene Größe gemeint. Der Inhalt ist in den einzelnen Sprachbereichen nach Zusammensetzung und Umfang sehr verschieden. Drei Sammlungen sind vor allem wichtig, da sie vollständig erhalten sind. Das Tipiṭaka (Pali), der Sanzang (chinesisch 三藏, Pinyin Sānzàng, W.-G. San tsang ‚drei Schatzhäuser‘) Chinas und der Kanjur Tibets. Nicht alle Schulen haben Abidhamma-Schriften.

    wiki buddhistischer Kanon

    Zitat

    Die Lehrreden (Sutras) des Buddha, die disziplinarischen Schriften (Vinaya) und die scholastischen bzw. philosophischen Texte (pali: Abhidhamma), bilden zusammen den Kanon der Schriften des Buddhismus. Dieser wird im Allgemeinen mit dem Sanskrit-Ausdruck Tripiṭaka bezeichnet, was deutsch etwa „Dreikorb“ bedeutet. Mit „Kanon“ ist diese Sammlung als eigene Größe gemeint. Der Inhalt ist in den einzelnen Sprachbereichen nach Zusammensetzung und Umfang sehr verschieden. Drei Sammlungen sind vor allem wichtig, da sie vollständig erhalten sind. Das Tipiṭaka (Pali), der Sanzang (chinesisch 三藏, Pinyin Sānzàng, W.-G. San tsang ‚drei Schatzhäuser‘) Chinas und der Kanjur Tibets. Nicht alle Schulen haben Abidhamma-Schriften.

    Pali:

    Zitat

    Der Pali-Kanon ist der einzige vollständig in einer indischen Sprache erhaltene Kanon. Er geht auf die in Hinterindien und Ceylon verbreitete Vibhajyvāda-Sekte der Theravada-Richtung, zurück. Der Wortlaut kann seit dem Entstehen der großen Kommentare im 5. oder 6. Jahrhundert auf Ceylon als gesichert gelten.

    Sanskrit:

    Zitat

    Früh im Buddhismus Indiens bildeten sich verschiedene Schulen heraus, von denen jede ihren eigenen Kanon besaß; wie vollständig er jeweils war, ist nicht zu sagen. Die meisten der Texte sind mit der Verdrängung des Buddhismus in Indien (um 1200) verloren gegangen. Dabei muss betont werden, dass nicht der Pali-Kanon, sondern die Sanskrit-Urtexte (beginnend etwa im 1. Jahrhundert v. Chr.) die älteren sind.

    Erhalten sind diese Texte jedoch nur noch in Handschriftenfunden aus Zentralasien – wie zum Beispiel Turfan – oder Nordindien – wie zum Beispiel Gilgit – oder als Rekonstruktionen aus Übersetzungen des chinesischen San-zang und tibetanischen Kanjur.


    Chinesisch:

    Zitat

    Der Überlieferung nach wurde der Buddhismus 61 in China eingeführt, doch ist sicher, dass es schon im 1. Jahrhundert v. Chr. dort Buddhisten gab. Der chinesische Kanon, Sanzang (三藏, Sānzàng ‚drei Kanon‘), auch Dazangjing (大藏經 / 大藏经, Dàzàngjīng‚große Sammlung der kanonischen Schriften‘) genannt, ist zwar ebenso wie der Pali-Kanon in Sūtra (經 / 经, jīng), Abidharma (論 / 论, lùn) und Vinaya (律, ; aus fünf verschiedenen Überlieferungen) gegliedert, jedoch wird, basierend auf der Herkunft der Texte, weiterhin jeweils in Hinayāna und Mahāyāna geschieden. Dazu kommt noch die Gruppe „Vermischtes“ (雜 / 杂, ). Die sogenannten Agama-Sutras entsprechen inhaltlich im Wesentlichen dem Pali-Kanon. Weiterhin entstanden früh apokryphe Schriften.


    Tibetisch:

    Zitat

    Die tantrischen Vajrayāna-Schriften, die im 1. Jahrtausend u. Z. entstanden, wurden nicht mehr als Teil des Sanskrit-Kanon betrachtet. Deshalb ist der tibetische Kanon, der solches Material mit einbezog, anders gegliedert. Nämlich, 'Dul-ba (Vinaya), Śerphyin (Prajñāpāramīta), Phal-chen(Buddhāvataṃsaka), dKon-brtsegs(Ratnakŭṭa), mDo-se (Sūtrānta), rGyud-'bum (Tantra). [...]


    In der „zweiten Übersetzungsperiode“ ab dem 11. Jahrhundert kamen bedeutende Sammlungen von Texten indischer Pandits hinzu, die dann Kanjur (tibetisch bKa’-’gyur „Übersetzung der Worte“) bzw. Tanjur (bsTan-’gyur „Übersetzung der Lehre“) bildeten, wobei nur die erstere kanonische Literatur enthält. Tibetische Übersetzungen sind für die Rekonstruktion der indischen Originale von Bedeutung, da sie, im Gegensatz zu chinesischen Ausgaben, wörtliche Übersetzungen sind.

    wiki buddhistischer Kanon


    Online zu lesen:

    Palikanon


    Kanjur