Sanna

  • Saññā "Wahrnehmung, Andeutung, Kennzeichnung, Akt des Wiedererkennens/Erinnern, Deutung". Es ist eines der fünf Daseinsgruppen, welches untrennbar mit allem Bewusstsein (viññāna) verbunden ist (sh. M 43). Gemeint sind die Wahrnehmungen der fünf physischen Sinnesobjekte und die mentalen Objekte (Geistesobjekte, dhammā sh. Eintrag "mano").

    Saññā "Wahrnehmung, Andeutung, Kennzeichnung, Akt des Wiedererkennens/Erinnern, Deutung". Es ist eines der fünf Daseinsgruppen, welches untrennbar mit allem Bewusstsein (viññāna) verbunden ist (sh. M 43). Gemeint sind die Wahrnehmungen der fünf physischen Sinnesobjekte und die mentalen Objekte (Geistesobjekte, Dinge, dhammā sh. Eintrag "mano"). Es betrifft also alles, was man wahrnehmen bzw. erkennen kann, ob sichtbar oder unsichtbar, abstrakt (zB. Vorstellungen), wie blau, rot, fein, grob, lieblich, vergangen, gegenwärtig, usw.


    Die verschiedenen Bedeutungsfelder sind:


    Allgemeine Bedeutung des Wortes ohne buddhistischen Kontext:


    Zeichen, Markierung, Merkmal zB. saññam dadāti "ein Zeichen geben", zB. dem Pferd mit der Peitsche.


    Als Skandha:


    Als Sinn(eswahrnehmung), Wahrnehmung, Bewusstsein oder drittes Khandha kann es weiter unterteilt werden. Einmal mit Einsicht, dann als Wiedererkennen und/oder mit Übernahme der Empfindungen, zB. als kāma-saññā "Wahrnehmung oder Vorstellung der Sinnesgier" (sh. M 124) oder rūpa-saññā "Wahrnehmung der Form" (sh. SN 25.6). Saññā in mehrfacher Einteilung, zB. zweifach paṭighasamphassajā und adhivacanasamphassajā "Sinneseindruck und Wiederkennung", dh. der Eindruck von etwas Ähnlichem, bzw. Assoziation durch Ähnlichkeit, wie das Rufen eines Namen. Weitere Einteilungen bis hin zu zehnfach, sh. D 34.10 "Was für zehn Dinge sind zu erzeugen?".


    Manchmal ist die Bedeutung gleich (oder teilweise gleich) mit dem Bewusstsein bzw. den Zuständen (sh. M 18) und ausserdem ein konstituierender Teil von nāma (sh. namarupa) zB. als nānatta-saññā "die Wahrnehmung der Verschiedenheit" (sh. auch papañca) oder als nevasaññā-nâsaññā "Weder Bewusstsein noch Bewusstlosigkeit" (sh. jhāna).


    Als Konzept:


    Als Konzept, Idee, Vorstellung zB. ambaphala saññāya "die Vorstellung einer Mangofrucht"; saññam karoti "sich vorstellen, denken, Notiz nehmen".



    In der Kommentarliteratur:


    wird Wahrnehmung (saññā), Bewusstsein (viññāna) und Wissen (paññā) anhand des Vergleichs von einem Kind, einem Erwachsenen und einem Experten unterschieden (sh. VisM 14.2. "In welchem Sinne ist Wissen zu verstehen?").


    sh. PTS saññā


    sh. auch den Eintrag "Name und Form"