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  • Ich habe kürzlich "Kernholz des Bodhibaums" gelesen und war schlichtweg begeistert. Buddhadasa Bhikkhu arbeitet dort hervorragend heraus, worin der eigentliche Kern des Buddhismus besteht (Suññatā), und relativiert dabei bestimmte volksreligiöse Vorstellungen von Karma und Wiedergeburt. Ich gehe damit vollkommen konform, und halte es für eine fatale Fehlentwicklung, dass diese Elemente in vielen (wohl den allermeisten) buddhistischen Schulen eine so überragende Bedeutung erlangen konnten. Ich b…
  • (Quote from accinca)Die Frage ist doch: Wie relevant ist das alles für die Praxis? Kern des Buddhismus sollte meiner Ansicht nach nicht sein, irgendwelche "Verdienste" anzuhäufen, aus Angst davor als Kröte wiedergeboren zu werden, sondern Einsicht in die fundamentale Natur der Dinge zu erlangen - das ethische Handeln sollte sich dann von allein ergeben. (So jedenfalls meine Idealvorstellung, ich weiß dass das in der Praxis meistens nicht zutrifft.) Nach einer "guten Wiedergeburt" zu streben, wi…
  • (Quote from accinca)Und für mich macht die Lehre von Wiedergeburt angesichts von Anatta keinen Sinn. Samsara als Kreislauf von Geburt und Tod schon. Aber der Begriff Wiedergeburt impliziert nunmal, dass irgendein "Ich" wieder und wieder inkarniert und es die Kontinuität eines Selbst nicht nur in diesem Leben, sondern über unzählige Leben hinweg gibt. Das treibt dann solche Blüten dass beispielsweise in Tibet (Ich weiß, falsches Unterforum) "Reinkarnationen" des Lamas XY gesucht werden um sie al…
  • Der Buddha mag die Karmalehre inklusive Wiedergeburt angenommen haben, weil sie zur damaligen Zeit in Indien einfach gebräuchlich war. Weder hat er dort wirklich etwas Neues zu gesagt, noch bildet sie den Kern seiner Lehre. Das sieht man doch schon daran dass sie im Gegensatz zu allen anderen Aspekten des Buddhismus rein spekulativ, eben eine "Glaubenssache" ist. Und die Frage, was da eigentlich wiedergeboren werden soll, wenn kein Selbst vorhanden ist, konnte mir auch noch niemand beantworten …
  • (Quote from Spock)Doch, weil es eben um die Frage geht, wie die 5 Skandhas von meinem toten Körper in den Körper eines kleinen Säuglings (oder von mir aus auch Welpens) transportiert werden können. Ohne eine Art Seelenwanderung funktioniert das einfach nicht. Und wissenschaftlich gesehen ist es - seid mir bitte nicht böse - völliger Humbug.
  • "Der Buddha lehnte es ab, sich mit Dingen zu beschäftigen, die nicht zum Erlöschen von dukkha führen. Er sprach nicht über sie. Nehmt zum Beispiel die Frage, ob es eine Wiedergeburt nach dem Tod gibt oder nicht. Was wird denn wiedergeboren? Wie wird es wiedergeboren? Worin besteht seine „karmische Erbschaft“? Diese Fragen zielen nicht auf das Erlöschen von dukkha ab. Da dem so ist, sind sie nicht die Lehre des Buddha, noch stehen sie damit in Zusammenhang. Sie liegen einfach nicht im Bereich de…
  • (Quote from Spock)Schön, dann wird ja doch nichts wiedergeboren. So, für heute lass ichs mal damit gut sein euch zu nerven!
  • (Quote from Spock)Das ist mir schon klar, aber trotzdem gibt es ja anscheinend eine gewisse Kontinuität, die durch meine leibliche Existenz gewährleistet ist. Wenn mein Körper stirbt, ist diese (illusorische) Kontinuität beendet. Ich erkenne nicht, durch welchen Zaubertrick sie sich auf einen Säugling oder einen Welpen übertragen sollte - das müsste sie aber, wenn Wiedergeburt im Buddhismus irgendeinen handfesten Sinn haben soll. Die Wiedergeburtslehre im Brahmanismus ist eindeutig, leicht vers…
  • (Quote from Spock)Weil ich es nicht verstehe. Es wandert also nich das "was" (Ich), sondern das "wie" (Wahrnehmung), schön und gut. Aber wie das "wie" wandert erschließt sich mir nicht. Bei Wiedergeburt muss es eine Kontinuität zwischen dieser Existenz als Arthur1788 und der nächsten als Säugling oder Welpe geben. Ohne meinen Körper, der "meine" Skandhas halbwegs zusammenhält, sehe ich diese Kontinuität nicht. Worin besteht sie? Klar wird auch nach mir wieder ein Säugling oder ein Welpe geboren…
  • (Quote from Spock)Ja, es gibt Kontinuitäten. Das ganz abzustreiten wäre meiner Meinung nach eine maßlose Überinterpretation der Anatta-Lehre. Gäbe es überhaupt keine Kontinuitäten, wäre ich heute Buddhist, morgen Hindu, übermogen Muslim usw. Ich bin heute nicht mehr derselbe wie gestern. Aber ein völlig Anderer bin ich auch nicht.
  • (Quote from Navee)Was meinst du mit Guru-System in der Waldtradition? Google spuckt da nichts aus.
  • (Quote from pops)Das was wir "Ich" nennen, ist ein Sammelbegriff für die Skandhas. Das "Ich" hat also keine inhärente Existenz und befindet sich in einem ständigen Wandel. Dieser Wandel ist aber nicht so radikal, dass das "Ich" ständig völlig ausgelöscht wird, sprich der Inhalt der Skandhas sich komplett ändert, gerade hinsichtlich der Geistesformationen. Wenn es keine "Leiderfahrungsmöglichkeit" gibt, wie konnte der Buddha dann dukkha erfahren? Und daraus eine Lehre entwickeln, die er ein halb…