Lehrer-Schüler-Verhältnis im tibetischen Buddhismus?

Moderator: kilaya

Ich mache seit einiger Zeit Zen. Interessehalber habe ich jetzt an einem Retreat einer tibetischen Schule teilgenommen und war erstaunt, dass dort keine Einzelgespräche zwischen Schülern und Lehrern üblich sind. Ich bin davon ausgegangen, dass das in allen buddhistischen Schulen gängig ist, schließlich ist der Meditationsweg kompliziert und man kann sich sicher nicht nur im Zen "verlaufen".
Umgekehrt waren die Organisatoren des Retreats erstaunt, als ich nach der Möglichkeit für Einzelgespräche gefragt habe. Mir wurde gesagt, der tibetische Lehrer (der wirklich ausgezeichnet war), hätte alle Schüler genau im Blick und würde auch ohne den engen persönlichen Kontakt seine Schüler begleiten.

Ich wäre dankbar, wenn mir hier im Forum jemand die Frage beantworten könnte: Wie ist das mit der Betreuung von Meditierenden im tibetischen Buddhismus?

Macht Ihr das irgendwie durch Magie? :wink:
Lieber Sasho,

zum Thread Titel kann ich Dir einer meiner Lieblings-Links von meinem Lehrer einstellen:

http://buddhistische-sekten.de/lehrer-schueler.html

Eventuell beantwortet er auch Deine Fragen zur individuellen "Betreuung" von Schülern im Retreat.
Hallo Sahso,

es ist immer angezeigt, sich vorab nach dem üblichen Procedere zu erkundigen. Wie im Folgenden zu erkennen, ist die Handhabung recht unterschiedlich: https://www.tibet.de/das-zentrum/medita ... s/retreat/

Liebe Grüße, mkha'
Es ist eher die Regel, dass es die Möglichkeit zu individuellen Gesprächen gibt. Wenn ein Lehrer zu viele Schüler hat, dann gibt es noch andere Ansprechpartner, Residenzlehrer, Tutoren, Reiselehrer usw. Die Namen dafür sind vielfältig....
Ohne enge Lehrer-Schüler-Beziehung (und dazu gehört in der Regel der persönliche Austausch, bei mir und meinen Lehrern oft auch per E-Mail) kann Vajrayana zumindest am Anfang nicht funktionieren.
Genau, bei mir lief auch sehr viel über E-Mail. Lange Zeit habe ich das gebraucht, irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich mir die Antworten schon selbst geben konnte. Eine Weile habe ich noch die Bestätigung gebraucht, dann habe ich mich sozusagen davon unabhängig gemacht. Das war aber ein Prozess über Jahre. Ein Lehrer im Vajrayana, der in keiner Weise für individuelle Fragen verfügbar ist, das wäre sehr ungewöhnlich und für Anfänger auf jeden Fall schwierig.
generell ist es aber schon so etwas wie magie ^^

und diese art der magie kommt genau so in allen anderen schulen vor. ;)

für formelle fragen sollte aber wirklich jmd. zum sprechen da sein.
Moderation:
Bitte konzentriert euch in diesem Thread auf das Thema des Lehrer-Schüler-Verhältnis. Das Wort "Magie" ist dafür zwar ein netter Anlass zum Off Topic, aber nicht wirklich relevant für das Thema. Der ganze restliche Thread hat ein neues Zuhause bekommen: https://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=14&t=17324 :arrow:
Ein längerer Artikel basierend auf Belehrungen von Guru Rinpoche mit einer tibetisch-traditionellen Sichtweise:

https://enricokosmus.wordpress.com/2018 ... s-pruefen/

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