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Was bleibt von der Welt übrig?

  • Stawrogin
  • 3. Mai 2018 um 19:09
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    • 3. Mai 2018 um 19:09
    • #1

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

  • Alephant
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    • 3. Mai 2018 um 19:20
    • #2

    Stawrogin ,

    diese Frage setzt voraus, dass es dann, wenn alle Wesen ins "Nibbana verwehen" noch einen gibt, der das so sehen und darüber berichten könnte, dass die Welt doch ohne einen Beobachter weiterexistieren würde.

    Aber das wäre eine absurde Aussage: "Ja. Sie existiert doch noch weiter. Ich habe es selbst gesehen."

    Aber ... sollte der Solches sagen, wenn alle anderen ja "verweht" sind?

    Sieht ein bissl ... nicht gut aus. Jemand der sich solches selbst sagt :D.

    Einen schönen Abend allerseits


    :sunny:

    2 Mal editiert, zuletzt von Alephant (3. Mai 2018 um 19:28)

  • mukti
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    • 3. Mai 2018 um 20:06
    • #3
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Kommt darauf an ob es Wesen gibt die nicht aus allen fünf Skandhas bestehen und wenn ja, was die für eine Wahrnehmung haben.

    Mit Metta, mukti.


  • Stawrogin
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    • 3. Mai 2018 um 20:13
    • #4
    mukti:
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Kommt darauf an ob es Wesen gibt die nicht aus allen fünf Skandhas bestehen und wenn ja, was die für eine Wahrnehmung haben.

    Sagen wir mal, alles was irgendwie die Welt wahrnehmen kann.

  • mukti
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    • 3. Mai 2018 um 20:34
    • #5

    Keine Ahnung, ob es die Welt ohne Wahrnehmung gibt, wer kann das wissen, das ist wohl eine dieser unbeantwortbaren Fragen.

    Mit Metta, mukti.


  • Gamma Draconis
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    • 3. Mai 2018 um 21:03
    • #6
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Die Frage hat so ähnlich vor vielen Jahren schon einmal jemand gestellt: "Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinsieht?"

    ARD Mediathek über Quantenphysik

  • Stawrogin
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    • 3. Mai 2018 um 22:40
    • #7
    Gamma Draconis:
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Die Frage hat so ähnlich vor vielen Jahren schon einmal jemand gestellt: "Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinsieht?"

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    Wow, toller Beitrag, danke dafür.

  • accinca
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    • 4. Mai 2018 um 00:50
    • #8
    Gamma Draconis:

    "Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinsieht?"

    Die Antwort auf diese Frage kommt alleine darauf an wie man diese Frage

    verstehen bzw. auf welcher Ebene sie beantwortet werden soll.

    Unter den gewöhnlichen menschlichen Bedingungen wie diese Frage

    gestellt ist, ist daher die Antwort eindeutig das der Mond und seine

    Auswirkungen z,B. Ebbe und Flut, nicht davon abhängen ob jemand

    hinsieht oder nicht. So gesehen hat es den Mond, wie auch die Erde,

    schon lange bevor es Leben auf der Erde gab und jemand hinsehen

    hätte können, gegeben.

  • Gamma Draconis
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    • 4. Mai 2018 um 08:23
    • #9
    accinca:
    Gamma Draconis:

    "Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinsieht?"

    Die Antwort auf diese Frage kommt alleine darauf an wie man diese Frage

    verstehen bzw. auf welcher Ebene sie beantwortet werden soll.

    Unter den gewöhnlichen menschlichen Bedingungen wie diese Frage

    gestellt ist, ist daher die Antwort eindeutig das der Mond und seine

    Auswirkungen z,B. Ebbe und Flut, nicht davon abhängen ob jemand

    hinsieht oder nicht. So gesehen hat es den Mond, wie auch die Erde,

    schon lange bevor es Leben auf der Erde gab und jemand hinsehen

    hätte können, gegeben.

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    Wer zur der Frage "Existiert der Mond auch dann, wenn keiner hinsieht?" eine Suchmaschine bemüht, der findet auch heraus, daß diese Frage von Einstein als Provokation gestellt wurde, weil er sich nicht mit der Quantentheorie anfreunden konnte. Deswegen war mein link auch nicht so ganz ernst zu nehmen. Aber es ist doch schön, daß wir wir darüber gesprochen haben. 8)

    Ich weiß nicht, warum mir gerade ein lustiges Internet-Meme einfiel, "Captain Obvious". Wer es nicht kennt kann die Erläuterung hier nachlesen. Es ist immer spaßig, was für unerklärliche Sprünge unsere Assoziationen so machen.

  • accinca
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    • 4. Mai 2018 um 11:09
    • #10
    Gamma Draconis:

    Deswegen war mein link auch nicht so ganz ernst zu nehmen.

    Das mag schon sein. Trotzdem war die Frage nicht nur eine Provokation, sondern

    wurde im Hinblick auf die Entdeckung unverständlicher Quantenphänomene gestellt.

    Auf diesem Hintergrund der Frage hatte sie schon noch einen tieferen Sinn nämlich

    den nach einer allgemeinen Realität aller Dinge in Abhängigkeit von Beobachtung bzw.

    Beachtung. An dem Punkt kommen wir dann gewissermaßen zur Parallele mit der

    geistigen Buddhalehre in der es heißt: »Im Willen wurzeln alle Dinge,

    durch Aufmerksamkeit (manasikāra) werden sie zeugt


    durch den Sinnen-Eindruck bedingt entstehen sie;

    das Gefühl hält sie zusammen;

    die Sammlung ist ihr Führer;

    durch die Achtsamkeit werden sie gemeistert;

    die Weisheit ist ihr Höchstes; die Befreiung ist ihr wahrer Zweck;

    im Todlosen münden sie, und sie enden im Nibbāna.« ( A.9.14)

  • Gamma Draconis
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    • 4. Mai 2018 um 13:04
    • #11

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    Ich liebe Internet-Memes. Jetzt können keine externen Bilder mehr eingebunden werden, aber es gibt ja noch YouTube. Dem wer auch immer sei Dank dafür :badgrin:

  • jianwang
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    • 4. Mai 2018 um 13:48
    • #12

    Mu

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

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    • 4. Mai 2018 um 14:20
    • #13
    jianwang:

    Mu

    Ja, das sehe ich ähnlich, wenn ich es auch anders formuliert habe. Ich hatte zuerst an "WTF" gedacht, doch dann war "O RLY" ein guter Kompromiss.

  • Aravind
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    • 4. Mai 2018 um 22:49
    • #14
    Gamma Draconis:
    jianwang:

    Mu

    Ja, das sehe ich ähnlich, wenn ich es auch anders formuliert habe. Ich hatte zuerst an "WTF" gedacht, doch dann war "O RLY" ein guter Kompromiss.

    Können wir das bitte als zeitgenössische Übersetzung von mu ins Glossar aufnemen? ;)

  • Gamma Draconis
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    • 4. Mai 2018 um 23:35
    • #15
    Aravind:
    Gamma Draconis:

    Ja, das sehe ich ähnlich, wenn ich es auch anders formuliert habe. Ich hatte zuerst an "WTF" gedacht, doch dann war "O RLY" ein guter Kompromiss.

    Können wir das bitte als zeitgenössische Übersetzung von mu ins Glossar aufnemen? ;)

    Gibt es ein Copyright für mich? Kann ich Lizenzgebühren kassieren? Bei Wikipedia gibt es so viele Möglichkeiten, was "Mu" bedeuten könnte, da wollte ich noch etwas hinzufügen. Das Leben ist doch langweilig, wenn man ohne Rätselraten weiß, was jemand anders sagen will.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 7. Mai 2018 um 09:55
    • Offizieller Beitrag
    • #16
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Guatama Buddha erfuhr mit 35 Jahren Befreiung, d.h. seine Verblendungen verwehte. Danach zog er 45 Jahre in Indien herum, lehrte und baute den Orden auf. Wenn ich dich richtig verstehe, gehst du davon aus, dass nicht seine Verblendungen verwhnten sondern er selber sich irgendwie auflöste. Dafür gibt es keinen Hinweis. Er wandelte weiter herum, aß, trank, ging, schlief und sprach. Und es ist nicht einzusehen, warum das bei anderen Leuten anders sein sollte, oder warum desegen Flüsse und Meere irgendwie in Mitleidenschaft gezogen werden sollten.

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  • Noreply
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    • 7. Mai 2018 um 10:35
    • #17

    Aus "Die Tyrannei der Schmetterlings" Schätzing.[lz]

    Ein fahlweisses Tuch wird über Sierra gezogen, und Luther verharrt eigenartig berührt. Abschiedskühle liegt in der Luft, still und unmerklich verändert sich die Welt , und was verlorengeht geht unwiederbringlich. Irgendwann wird es keinen Frühling mehr geben, keinen Sommer Herbst, Winter. Nicht die Zyklen werden enden, nicht die Dinge verschwinden, sondern die Menschen, die sie benannt und die in ihnen gelebt haben. Alles Geschehen vom Anbeginn der Zeit bis heute und drüber hinaus wird der Namenlosigkeit einer Schöpfung fortbestehen, die keinerlei Schöpfer kennt, sonder nur sich selber. Der Schrei einer Frau, die in einen Abgrund stürzt. Die Schreie einer anderen, lange verhallt - Seite 100.[/lz]

    Das ist doch mal eine Antwort die mir gefällt. Das les ich und erkenne die tausende von Momenten in denen ich es wortlos seiend ertragen habe. Und nach so vielen Leben ist da einer der schreibt genau das auf was ich und er versuchen zu beworten. Es bleiben Versuche denn das fahlwesse Tuch wird immer wieder über Sierra gezogen. Jeder Schrei ist schon lange verhallt wenn er endet.

  • Mirco
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    • 7. Mai 2018 um 13:21
    • #18

    Dhamma zum Gruße Stawrogin,

    das klingt für mich ganz nach einer Frage/Idee, auf die sich aus dem Bereich des Denkens, der Konzepte keine Antwort finden lässt (acinteyya). :)

    Was lässt Dich eigentlich Glauben machen, dass jemals "alle Wesen" unseres Daseinsbereiches Nibbana erreichen könnten?

    Zum Universum, nun ja, schaust Du Dir die grundlagenden Schriften deiner Tradition (Theravada) an, so findest Du dort, dass sich unser Universum in einer fortwährenden Wandlung von Expansion, Stillstand, Zusammenzug und Stillstand befindet.

    Viel Metta,

    Mirco _()_:)

  • jianwang
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    • 7. Mai 2018 um 13:44
    • #19

    Nimm alle Bezeichnungen weg, welche Dein Denken für die Dinge generiert und Du wirst sehen, was bleibt, wenn alles Denken beendet ist.

    Ausserdem machst Du dn Fehler, nur die Menschen, den kleinsten Teil der Natur, zu betrachten. Findest Du das dharma nicht auch in Bäumen, Flüssen und Steinen? Ist dies von Dir getrennt?

    Zusätzlich sehe ich in Deinem Post imho Unklarheiten über das Sein und die Leerheit.

    _()_

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  • Noreply
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    • 7. Mai 2018 um 15:24
    • #20
    jianwang:

    Nimm alle Bezeichnungen weg, welche Dein Denken für die Dinge generiert und Du wirst sehen, was bleibt, wenn alles Denken beendet ist.

    Ausserdem machst Du dn Fehler, nur die Menschen, den kleinsten Teil der Natur, zu betrachten. Findest Du das dharma nicht auch in Bäumen, Flüssen und Steinen? Ist dies von Dir getrennt?

    Zusätzlich sehe ich in Deinem Post imho Unklarheiten über das Sein und die Leerheit.

    _()_

    Der Mensch ist nur als fühlendes Wesen Natur. Diese Natur teile ich mit allen lebenden, fühlenden Wesen, geht gar nicht anders. Mein Mensch sein kann ich nur mit Menschen teilen. Gemeinsam ist allen Menschen das sie tausende von Namen für sowas wie Baum haben. Oder eben Dhamma. Der Benennende, denkende, sich Gedankengebäude machende Mensch ist nicht Teil der Natur sondern durch Natur ermöglicht. Ein Wesen das sich über die Natur erheben kann und doch diesem Monster Natur unterlegen ist, denn eine Bedingung der Natur ist das alles veränderlich ist im Vergehen. Schöne Gedankengebäude, verhallt wie ein Schrei der ein Ende findet. Ich begrüße das fahlweisse Tuch damit ich nicht immer an meine Natur erinnert werde, schöne Welt meiner Gedankengebäude, vom Tuch verdeckte Böden, schweben in Herrlichkeit der Beständigkeit.

  • jianwang
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    • 7. Mai 2018 um 16:23
    • #21

    Jede Blune, jedes Flüsschen, jeder Stein ist Eins mit meiner Buddha-Natur.

    "Sieh in jedem Grashalm eine 6 Fuss grosse goldene Buddha-Figur und in jedem Buddha die ganze Grösse eines Grashalmes" - pflegte mein Lehrer dazu zu sagen.

    Solange uns dies schwerfällt oder nur durch Denkanstrengung zu erreichen ist, übe weiter.

    _()_

    Noreply - auch Deine Worte sind recht ...

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    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Stawrogin
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    • 7. Mai 2018 um 16:44
    • #22
    void:
    Stawrogin:

    Was bleibt von der Welt bzw. vom Samsara übrig, wenn alle Wesen die die fünf Skandhas besitzen ins Nibbana verwehen? Werden die Flüsse, die Meere, die Wälder, der Mars, die schwarzen Löcher usw. weiter existieren? Und wenn ja, würde Slavoj Zizeks Aussage: "Das Universum ist das dümmste Ding das ich je gesehen habe" um so mehr Sinn machen?

    Guatama Buddha erfuhr mit 35 Jahren Befreiung, d.h. seine Verblendungen verwehte. Danach zog er 45 Jahre in Indien herum, lehrte und baute den Orden auf. Wenn ich dich richtig verstehe, gehst du davon aus, dass nicht seine Verblendungen verwhnten sondern er selber sich irgendwie auflöste. Dafür gibt es keinen Hinweis. Er wandelte weiter herum, aß, trank, ging, schlief und sprach. Und es ist nicht einzusehen, warum das bei anderen Leuten anders sein sollte, oder warum desegen Flüsse und Meere irgendwie in Mitleidenschaft gezogen werden sollten.

    Nunja, ich meinte nicht das der Buddha sich physikalisch auflöste nach der Erleuchtung, sondern nach seinem Tod sich ins Parinirvana "auflöste". Aber ich verstehe worauf du hinaus willst, das es um die Befreiung von Gier, Hass und Verblendung, also vom leiden/dukkha hier und jetzt geht, jenseits von unseren Konzepten bzw. Spekulationen.

  • Stawrogin
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    • 7. Mai 2018 um 16:47
    • #23
    Mirco:

    ...

    Was lässt Dich eigentlich Glauben machen, dass jemals "alle Wesen" unseres Daseinsbereiches Nibbana erreichen könnten?

    ...

    Zumindest ist es doch im Mahayana die Überzeugung das eines Tages alle Wesen die Befreiung finden werden, oder irre ich mich?

  • void
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    • 7. Mai 2018 um 17:19
    • Offizieller Beitrag
    • #24

    Ich sehe es so, dass es im Buddhismus um das Verlöschen von Gier, Hass und Verblendung geht. Und mit Nibbana nichts anderes gemeint ist. Wenn man sich für das Verlöschen von Bäumen oder Flüssen oder Universen interessiert, fragt man einen Biologen oder Geologen. Und wenn einen das Verlöschen von schwarzen Löchern interessiert, dann am besten einen Astronomen.

    Die Frage, ob wenn viele Leute ihre Gier überwunden haben, dann der Wald auch weg ist, kommt mir als eine total unnötige Verkettung vor. Im Bezug auf die Begierde ist doch der Wald egal und im Bezug auf den Wald ist die Begierde egal. Wir sind doch keine Biber.

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    • 7. Mai 2018 um 18:49
    • #25

    Meiner persönlichen Meinung nach entfernt man sich eher von Nibbana, wenn man es näher zu beschreiben versucht. Man versachlicht und verdinglicht "Nibbana" auf diese Weise.

    Nicht umsonst gibt relativ wenige Beschreibungen was Nibbana ist und deutlich mehr Beschreibungen was Nibbana nicht ist.

    Es ist absolut sinnvoll, Nibbana nur als das

    void:

    Verlöschen von Gier, Hass und Verblendung

    zu bezeichnen und es in keine weiteren "Schubladen" zu stecken.

    Liebe Grüße

    Sturm

    Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg. - Gandhi

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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