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Niederwerfung/Sampai

  • Sturm
  • 11. Juni 2018 um 09:51
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1. offizieller Beitrag
  • Sturm
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    • 11. Juni 2018 um 09:51
    • #1

    Hallo miteinander,

    vielleicht schildere ich euch zunächst einmal eine kleine Begebenheit:

    Als ich mit Zen-Buddhismus in Kontakt kam, kam ich auch "zwangsläufig" mit dem Thema Sampai in Kontakt.

    Das war am Anfang - ich sage es nett;)- gewöhnungsbedürftig. Jedes mal, als Sampai anstand habe ich innerlich geflucht.

    Oh ja,... und wie.

    Sampai hat mich nicht nur äußerlich/ physisch kleiner gemacht, auch innerlich bin ich/ mein Ego jedes mal bis zum geht-nicht-mehr geschrumpft:grinsen:.

    Doch in letzter Zeit hat sich das verändert... Irgendwie freue ich mich auf Sampai. Es macht mich nicht mehr im mindesten kleiner. Im Gegenteil, durch Niederwerfung werde ich jedes mal innerlich ein Stückchen frei. Das Gefühl hält nie länger als eine halbe Minute an:), aber alles ist eben vergänglich.

    Daher versuche (!!!) ich die mit dieser Handlung verbundenen Geisteshaltung in meinen Alltag einzubauen und zu leben. Ist natürlich ziemlich leicht gesagt. Denn an sich ist da ja nichts besonderes an dieser Geisteshaltung.

    Was haltet ihr davon?

    Und was ist eure grundsätzliche Einstellung zu dem Thema Sampai?

    Viele liebe Grüße,

    Sturm

    Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg. - Gandhi

  • Festus
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    • 11. Juni 2018 um 09:53
    • #2
    Sturm:

    Und was ist eure grundsätzliche Einstellung zu dem Thema Sampai?

    Wenn Sampai ansteht, mache ich Sampai.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • jianwang
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    • 11. Juni 2018 um 10:29
    • #3

    Hast Du gefragt, wieso dies gemacht wird ?

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Niemand
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    • 11. Juni 2018 um 10:29
    • #4

    Genau aus dem Grund den Du schilderst finde ich alle diese "Demutsgesten" eine gute Übung. Man hält sich selbst vor Augen, wie ernst es einem ist. Es schwingt ja auch immer die Frage mit, was sich da eigentlich nieder wirft oder verbeugt und vor was überhaupt. Das kann einem niemand wirklich sagen, aber man kann einen Zugang dazu finden ohne Worte aber in der Ausführung dieser Geste.

    Es ist ja auch eine riesen Erleichterung, wenn man sich nicht mehr selbst zu Diensten verpflichtet ist. Ich glaube das ist die Freude, die da auftauchen kann.

  • jianwang
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    • 11. Juni 2018 um 10:32
    • #5

    Ist dies wirklich eine " Demuts - Geste " ?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Niemand
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    • 11. Juni 2018 um 11:05
    • #6
    jianwang:

    Ist dies wirklich eine " Demuts - Geste " ?

    Ich empfinde das schon so, was ist es denn für Dich?

    Es kommt halt auf die Perspektive an. Vom Ich aus betrachtet ist es eine Demutsgeste und vom Absoluten aus betrachtet könnte man vielleicht sagen, dass es ein Symbol des Anerkennens der Buddha-Natur ist oder etwas in die Richtung. Dann verbeugt sich Buddha-Natur vor Buddha-Natur.

    Es ist aber ein ganz bestimmter Körper, der sie ausführt. Es werden zwei Ebenen zusammen geführt, die eigentlich nicht unterschiedlich sind, aber trotzdem immer wieder zusammen geführt werden müssen. Ich finde, dass man da immer beide Aspekte betrachten sollte.

  • Festus
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    • 11. Juni 2018 um 11:12
    • #7
    jianwang:

    Hast Du gefragt, wieso dies gemacht wird ?

    _()_

    Nein. Aber hin und wieder wurde es trotzdem erklärt. Offensichtlich sind Erklärungen für manche Menschen wichtig. Und mit der Zeit habe ich mir eine eigene Meinung gebildet.


    Sampai ist ein Ausdruck des Respekts vor dem Buddha im Allgemeinen und dem eigenen Buddhasein im Speziellen.
    Ich verbeuge mich bei den Niederwerfungen auch immer vor mir selbst. Und wenn ich dann auch noch die Weisheitsaspekte hervor hole und da speziell die Weisheit der Wesensgleichheit, dann kommt das gleiche dabei heraus. Egal vor wem ich Sampai mache, ob in der Zendo nach der Rezitation, ob im Dokusan Raum vor dem Lehrer, ob als Jiki vor dem Butsudan..... immer verbeuge ich mich auch vor mir.

    Für mich ist es keine Demutsgeste, die für mich ein sich kleiner machen gegenüber etwas beinhaltet. Für mich ist es ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung gegenüber dem Buddha und all seinen Manifestationen; d.h. natürlich auch gegenüber mir selbst.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
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  • Festus
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    • 11. Juni 2018 um 13:45
    • #8

    Noch ein kleiner Nachtrag.
    Zen ist Praxis, ist Tun. Wenn Zazen ansteht, dann wird gesessen. Wenn Sampai ansteht, dann Sampai, wenn Samu dann Samu...usw.
    Wir sind es gewohnt, bei allem nach einem Grund zu fragen. Aber das unterstützt nur unser Kopfkino.

    Das tun was anliegt.

    Es geht hier sehr stark um Vertrauen. Vertrauen in den Dharma.

    Ich hatte und habe sehr großes Vertrauen in meinen Lehrer. Und heute habe ich auch sehr großes Vertrauen in mich selbst. Vertrauen in mich selbst und Vertrauen in den Dharma ist für mich kein Unterschied mehr.

    Die Frage nach dem Warum stellt sich mir kaum noch. Und wenn doch, dann gebe ich mir einen leichten Schlag auf den Hinterkopf und sage, "Na Festus, ist es mal wieder so weit?" und schon löst sich die Frage in nichts auf.:)

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
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    2 Mal editiert, zuletzt von Festus (11. Juni 2018 um 14:14) aus folgendem Grund: am Ausdruck gearbeitet.

  • Aravind
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    • 11. Juni 2018 um 15:15
    • #9
    Festus:

    Wir sind es gewohnt, bei allem nach einem Grund zu fragen.

    Ja, das kann ich auch sehen, dass wir oft überkritisch sind.

    Andererseits können Fragen sowohl Dinge und Ansichten klären, aber auch die eigenen Widerstände deutlich machen.

    Manchmal wäre die Antwort dann in Deinem Sinne: "Weil das funktioniert. (vertrau mir, Kleines/Kleiner)." Manchmal aber auch: "Weil das ganz anders ist/funktioniert, als Du denkst."


    Ein Lehrer wurde mal gefragt, warum wir uns vor einer Buddhastatue verbeugen, obwohl religiöses nicht zu unserer Lehre gehört. Die Antwort war: "Natürlich verbeugen wir uns nicht vor einer doofen Buddhastatue [rethorische Übertreibung durch mich], sondern vor der Weisheit des Buddhas und der Weisheit der Lehre." Das setzt doch schon einen deutlich anderen Rahmen.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Sturm
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    • 11. Juni 2018 um 16:35
    • #10
    Festus:

    Für mich ist es keine Demutsgeste, die für mich ein sich kleiner machen gegenüber etwas beinhaltet. Für mich ist es ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung gegenüber dem Buddha und all seinen Manifestationen; d.h. natürlich auch gegenüber mir selbst.

    Es kann ja keine Demutsgeste im Sinne der Leerheit sein. Dort gibt es ja kein Ego.

    Festus:

    Wenn Sampai ansteht, mache ich Sampai.

    Das ist der richtige Zugang zu diesem Thema, zum Thema "Handlungen ausführen" im Allgemeinen. Ich mache mir selbst dann nichts mehr vor, hinterfrage nicht mehr und werde auch so keine Antwort bekommen, auf etwas, dass eh keine in Worte fassbare Antwort hat.:grinsen:

    Dann gilt zum Glück nur noch:

    Festus:

    Das tun was anliegt.

    jianwang:

    Hast Du gefragt, wieso dies gemacht wird ?

    Was soll ich dazu jetzt noch sagen? Ich weiß es nicht, habe mich dies noch nicht gefragt und werde es in diesem Sinne nie wissen.

    Zen ist ja schließlich für gar nichts gut.;)

    Scherz aber mal beiseite, das ist wirklich eine sehr gute Frage. Am ehesten wäre ich da auch auf die Demutsschiene gegangen... Daher ich bin da irgendwie absolut ratlos... Wenn ich das Warum beantworten könnte, so dass ich damit zufrieden wäre... Oh je, dann mache ich entweder ganz viel richtig oder absolut alles falsch...

    Liebe Grüße und vielen Dank für eure Antworten und Anregungen,

    Sturm

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  • jianwang
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    • 11. Juni 2018 um 17:29
    • #11

    ist dann auch die traditionelle Fusswaschung etwas, was den Waschenden erniedrigt oder den Gewaschenen erhöht ?

    Ich habe das Gefühl, das genau dort das "nicht selbst" ansetzt ... wo die vorstellung einer demut aufhört ...

    Sturm ... und wieso machst du es, wenn Du es weder verstehst noch akzeptierst als teil deines weges ?

    _()_

    Festus ... sorry ... die Frage war nicht an DIch gerichtet mit der Frage, wozu die Niederwerfung gut ist * lächelt

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  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 11. Juni 2018 um 17:58
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Man wirft sich nieder, öffnet die Hände, und das was man die ganze Zeit gesammelt hat, kugelt davon.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • U123N
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    • 11. Juni 2018 um 18:11
    • #13

    Ich finde es immer gut, wenn ich die Rückenmuskulatur dehnen kann. Das hält beweglich. ;)

  • Schneelöwin
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    • 11. Juni 2018 um 18:26
    • #14
    minestrone:

    Ich finde es immer gut, wenn ich die Rückenmuskulatur dehnen kann. Das hält beweglich.

    Und wenn ich nicht wieder hoch komme, weiß ich, dass es nun auf die "innere Haltung" ankommt.:grinsen:(:

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • U123N
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    • 11. Juni 2018 um 19:18
    • #15

    Dann wird es höchste Zeit, eine Physiotherapeutin aufzusuchen. :eek:

  • lubob
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    • 11. Juni 2018 um 19:40
    • #16

    Nur der Vollständigkeit halber, da noch keiner drauf hingewiesen hat:

    Es heißt "san pei", nicht sampei:

    "san" = Drei

    "pei" = Niederwerfung

  • Sturm
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    • 11. Juni 2018 um 19:59
    • #17
    jianwang:

    und wieso machst du es, wenn Du es weder verstehst noch akzeptierst als teil deines weges ?

    Niederwerfungen sind mittlerweile ein wichtiger Bestandteil meines Weges geworden. Und ich möchte es auf keinen Fall mehr in meiner täglichen Praxis missen. Ich akzeptiere es also als Teil meines Weges. Durch und durch.

    Und wozu Niederwerfungen gut sind, dazu sage ich folgendes: am Anfang wusste ich es nicht und wollte es wissen. Jetzt kann ich für mich sagen, ich weiß es immer noch nicht, aber es ist in Ordnung so.

    Ich muss nicht alles wissen.

    Wollte aber in erster Linie wissen, wie ihr es mit Niederwerfungen haltet. Und ob ihr auch so einen "Wandel" zu diesem Thema erlebt habt.

    Liebe Grüße,

    Sturm

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  • Schneelöwin
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    • 11. Juni 2018 um 21:21
    • #18
    Sturm:

    Doch in letzter Zeit hat sich das verändert... Irgendwie freue ich mich auf Sampai. Es macht mich nicht mehr im mindesten kleiner. Im Gegenteil, durch Niederwerfung werde ich jedes mal innerlich ein Stückchen frei. Das Gefühl hält nie länger als eine halbe Minute an :) , aber alles ist eben vergänglich.

    Diese Veränderung finde ich sehr beeindruckend und zeigt (für mich) deutlich die Weiterentwicklung bzw. den Fortschritt.

    Schön.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • U123N
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    • 11. Juni 2018 um 21:57
    • #19

    Zazen geht durch den Körper und jeder findet seine eigenen Lösungen dabei.

    Es muss deswegen nicht auch für andere gelten, wichtig ist, dass es für Dich so stimmt. Dann ist es so lange gut, bis sich wieder etwas ändert.

    Alles Gute! minestrone

  • Niemand
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    • 12. Juni 2018 um 10:57
    • #20
    Festus:

    Für mich ist es keine Demutsgeste, die für mich ein sich kleiner machen gegenüber etwas beinhaltet

    Ich glaube Du verwechselst in dem Satz Demut mit Unterwürfigkeit.

    Wikipedia:

    Der Ausdruck Demut kommt von althochdeutsch diomuoti (‚dienstwillig‘, also eigentlich ‚Gesinnung eines Dienenden‘)

    Für mich bedeutet "Demut", nicht Diener des Egos zu sein, sondern dem Leben an sich zu dienen, indem eben das getan wird was dran ist. Das ist ein würdevolles Dienen ohne Unterwürfigkeit. Leider wurde der Begriff tatsächlich philosophisch und religiös zur Unterwürfigkeit degradiert, was ich schade finde. Vielleicht muss man da tatsächlich kapitulieren und den Begriff ad acta legen.

  • jianwang
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    • 12. Juni 2018 um 11:33
    • #21

    eine Niederwerfung oder auch die zeremonielle Fusswaschung ist imho eher ein Zeigen von Hochachtung und Akzeptanz als Alles andere, was hier im Westen da rein - philosophiert wird.

    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    ( ich hatte da auch ganz am Anfang meine Probleme damit, bis es in mir wuchs, das gute Gefühl )

    _()_

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    • 12. Juni 2018 um 18:38
    • #22
    jianwang:

    eine Niederwerfung oder auch die zeremonielle Fusswaschung ist imho eher ein Zeigen von Hochachtung und Akzeptanz als Alles andere, was hier im Westen da rein - philosophiert wird.

    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    ( ich hatte da auch ganz am Anfang meine Probleme damit, bis es in mir wuchs, das gute Gefühl )

    _()_

    Auch ich stimme Dir zu!

    Kannst Du mich bitte ein bisschen schlauer machen? Ich kenne Fusswaschungen aus dem Christentum. Kennst du es als Praxis im Buddhismus? Aus dem Zen ist es mir unbekannt. Im tibetischen Buddhismus habe ich darüber ein paar wenige Hinweise im Netz gefunden. Wo ist das übliche Praxis? :? Wenn Du darüber mehr weisst, mich würde das sehr interessieren. Danke schonmal! _()_ Und liebe Grüsse!

  • Festus
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    • 12. Juni 2018 um 22:58
    • #23
    jianwang:

    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    Damit kann ich wenig anfangen. Es sei denn, ich habs gerade im Kreuz.:grinsen:

    Bei den Niederwerfungen gibt es für mich nur noch den Bewegungsablauf. da ist nicht einmal mehr das Gefühl von, "ich mache gerade etwas". Das gilt auch für andere Zeremonien.
    Liegt vielleicht daran, dass ich gefühlstechnisch eher gebremst euphorisch bin.:)

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  • jianwang
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    • 13. Juni 2018 um 08:31
    • #24
    Festus:
    jianwang:

    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    Damit kann ich wenig anfangen. Es sei denn, ich habs gerade im Kreuz.:grinsen:

    Bei den Niederwerfungen gibt es für mich nur noch den Bewegungsablauf. da ist nicht einmal mehr das Gefühl von, "ich mache gerade etwas". Das gilt auch für andere Zeremonien.
    Liegt vielleicht daran, dass ich gefühlstechnisch eher gebremst euphorisch bin.:)

    * lächelt * gerade von diesem " ich mache ..." habe ich nicht geschrieben.

    Das nach einigen Jahren bestimmte Abläufe sich automatisieren, ist normal. damit hat man ja auch die Chance, sunnata gerade dort, zu erfühlen.

    Ich merke auch gerade, das mein "fühlen" etwas Anderes meint als das landläufige "fühlen". Ich sehe bei "meinem" Fühlen nicht das, was mein Körper spürt ( um mal auf deine Kreuzschmerzen zurückzukommen ) sondern eher das, was im Geist vor sich geht. Das "Erfühlen im Dhamma" was da gerade ist.

    Shit, schwer zu erklären, aber ich hoffe, du kannst es verstehen.

    So ist es, wenn ein " Anti - Zeremonier " versucht, über Zeremonien etwas zu schreiben :grinsen::grinsen:(:

    _()_

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  • Festus
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    • 13. Juni 2018 um 09:29
    • #25
    jianwang:

    ...Ich sehe bei "meinem" Fühlen nicht das, was mein Körper spürt ( um mal auf deine Kreuzschmerzen zurückzukommen ) sondern eher das, was im Geist vor sich geht. Das "Erfühlen im Dhamma" was da gerade ist.

    Shit, schwer zu erklären, aber ich hoffe, du kannst es verstehen....

    Ich verstehe schon, was du meinst jianwang. (Oder vielleicht auch nicht. :grinsen:)

    Nur, da geht nichts in meinem Geist vor. Niederwerfungen. Einfach nur Niederwerfungen. Im Nachhinein kann ich mir dann Gedanken über das Geschehen machen, wenn ich will. Will ich aber meistens nicht.

    In diesem Moment gibt es auch keine Trennung von Körper und Geist für mich. Das ist wie das Samadhi beim Sitzen.
    Aber ich muss zugeben, es ist mit Worten wirklich nicht zu vermitteln. Jedenfalls für mich nicht.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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