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Umgang mit "Ungeziefer" - wie handhabt ihr das?

  • Drahtseilakt
  • 7. August 2018 um 01:29
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  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 12:50
    • #26
    Schneelöwin:
    Festus:

    Und ich bin auch der Meinung, das jeder Mensch die Freiheit haben sollte, über das Ende seines Lebens selbst zu entscheiden.

    Ich auch lieber Festus.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Ich bin der Meinung, dass jedes Wesen die Freiheit haben sollte, über das Ende seines Lebens selber zu entscheiden.

    Ich bin nicht nur der der Meinung, sondern ich weiß, dass es kaum etwas mit buddhistischer Praxis zu tun hat:


    [lz]

    Ich töte sie gezielt und vorsätzlich.[/lz]


    Das hat eher etwas mit dem Leben zu tun. Und vielleicht noch mit einem authentischen Umgang mit der Sache. Dass man dazu steht, dass man so etwas tut.


    :sunny:

  • Aravind
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    • 8. August 2018 um 13:08
    • #27

    Bei Moskitos schaffe ich es mittlerweile, relativ großmütig zu sein. Bei Bremsen und Zecken bin ich nicht so tolerant.

    Irgendwie ist es leicht pervers, aber ich finde, es macht für mich persönlich tatsächlich einen Unterschied in Bezug auf Mitgefühl und Inneren Frieden:

    Ob ich eine Bremse töte mit dem Gedanken "Du blödes Mistvieh", oder mit "Sorry, aber ich will mich nicht von Dir beißen lassen", also ohne die Aggression im Denken, wohl aber im Zuschlagen.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • mukti
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    • 8. August 2018 um 13:37
    • #28

    Ganz ohne Selbstverteidigung gehts bei mir auch noch nicht ab. Zecken drehe ich mit der Pinzette raus, da kommnt es vor das sie verletzt oder getötet werden. Sie können halt gefährliche Krankheiten übetragen, hatte auch mal Enzephalitis dadurch bekommen. Manchmal gehen mir bei einer Stechmückeninvasion die Nerven durch... prinzipiell leiste ich passiven Widerstand wie Netze, Hautspray oder Räucherwerk (Palisander wirkt gut).

    Mit Metta, mukti.


  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 13:42
    • #29
    Aravind:

    Irgendwie ist es leicht pervers, aber ich finde, es macht für mich persönlich tatsächlich einen Unterschied in Bezug auf Mitgefühl und Inneren Frieden:

    Ob ich eine Bremse töte mit dem Gedanken "Du blödes Mistvieh", oder mit "Sorry, aber ich will mich nicht von Dir beißen lassen", also ohne die Aggression im Denken, wohl aber im Zuschlagen.

    Ich kenne es, wenn ich im Nachhinein feststelle, dass ich aus Versehen so ein armes Ding getötet habe: "Ohmann sorry ... "

    Aber in dem Moment, in dem da bei mir eine Ablehnung in Bezug auf das von mir so aufgefasst: nervtötende Gesumme einer Mücke ist, sehe ich mittlerweile sehr viel häufiger eine emotionale Assoziation, mit der ich dieses arme Ding einhülle. Es weiß ja selber nicht, was es da tut, und warum es so irre durch die Gegend fliegt und sich vom Blut anderer LebeWesen ernährt. Also, mein Empfinden da wird der Mücke da nicht gerecht.

    Damit meine ich aber nicht, dass man sich von allem und überall stechen lassen soll. Es gibt andere Lösungen.


    :sunny:

  • jianwang
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    • 8. August 2018 um 14:23
    • #30

    Ich lade gern jeden zu mir ein, von Mai bis August in der sibirischen Tundra zu leben.

    Nur um mehr zum Thema Ungeziefer zu lernen.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Lucky Luke
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    • 8. August 2018 um 14:28
    • #31
    Festus:
    Sherab Yönten:

    Wie oben bereits beschrieben bin ich weiterhin der Meinung, dass dieses bewusste Töten gegen das Bodhisattva Gelübde verstößt.

    Ich kann deine Meinung als solche akzeptieren und gönne sie dir von ganzem Herzen.:)

    Zwar habe ich von "Meinung" geschrieben, aber die Gelübde sind diesbezüglich eigentlich ziemlich exakt,

    Natürlich weiß ich nicht, ob Du sie genommen hast aber sollte das doch der Fall würde ich darüber mal in einer stillen Stunde reflektieren.

  • Festus
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    • 8. August 2018 um 14:30
    • #32
    Sherab Yönten:

    Zwar habe ich von "Meinung" geschrieben, aber die Gelübde sind diesbezüglich eigentlich ziemlich exakt,

    Natürlich weiß ich nicht, ob Du sie genommen hast aber sollte das doch der Fall würde ich darüber mal in einer stillen Stunde reflektieren.

    Das lass mal meine Sorge sein. Du hast genug mit dir zu tun.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 14:37
    • #33
    jianwang:

    Ich lade gern jeden zu mir ein, von Mai bis August in der sibirischen Tundra zu leben.

    Nur um mehr zum Thema Ungeziefer zu lernen.

    _()_

    Sprichst du die Einladung aus, um mehr über den eigenen Umgang und die eigenen Begehrungen und Ablehnungen in Bezug auch Mücken in einem Extremmaß zu ermöglichen? Sozusagen als SelbstErfahrung?

    Insekten kann man ja auch hier sehr gut studieren. Ich nehme an, auch etwas "objektiver", wenn man nicht gleichzeitig mit ihnen kämpfen muss.


    :sunny:

  • Lucky Luke
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    • 8. August 2018 um 14:45
    • #34
    Festus:
    Sherab Yönten:

    Zwar habe ich von "Meinung" geschrieben, aber die Gelübde sind diesbezüglich eigentlich ziemlich exakt,

    Natürlich weiß ich nicht, ob Du sie genommen hast aber sollte das doch der Fall würde ich darüber mal in einer stillen Stunde reflektieren.

    Das lass mal meine Sorge sein. Du hast genug mit dir zu tun.

    Was hast Du gegen einen gut gemeinten Rat ?

  • Schneelöwin
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    • 8. August 2018 um 14:48
    • #35
    jianwang:

    Ich lade gern jeden zu mir ein, von Mai bis August in der sibirischen Tundra zu leben.

    Nur um mehr zum Thema Ungeziefer zu lernen.

    _()_

    Dort friert es doch häufig? deswegen können sich so viele auch zwischen Mai und August nicht entwickeln wie z.B. in Deutschland oder meinst Du die kleinen Feldmäuse und sonstigen Nagetiere?

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


    Einmal editiert, zuletzt von Schneelöwin (8. August 2018 um 14:57)

  • Schneelöwin
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    • 8. August 2018 um 15:08
    • #36
    pops:

    Ich bin nicht nur der der Meinung, sondern ich weiß, dass es kaum etwas mit buddhistischer Praxis zu tun hat:

    Ich habe noch einmal geschaut, lieber pops, ich finde nichts hinsichtlich dem eigenen Freitod; sondern die Texte beziehen sich auf

    andere Lebewesen. Kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Aravind
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    • 8. August 2018 um 15:51
    • #37
    Festus:

    Das lass mal meine Sorge sein. Du hast genug mit dir zu tun.

    Darf ich mir da einen Anstecker draus machen? 8)

    (hat nichts mit S.Y. zu tun).

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 16:05
    • #38
    Schneelöwin:
    pops:

    Ich bin nicht nur der der Meinung, sondern ich weiß, dass es kaum etwas mit buddhistischer Praxis zu tun hat:

    Ich habe noch einmal geschaut, lieber pops, ich finde nichts hinsichtlich dem eigenen Freitod; sondern die Texte beziehen sich auf

    andere Lebewesen. Kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Schneelöwin,

    ich finde, wenn sagt: ein Mensch hat das Recht selber zu bestimmen, selber zu entscheiden (auch über den Tod). Dann kann man das als Buddhist nicht nur den Menschen dabei meinend sagen.

    Insofern finde ich, wenn man sagt, ein Wesen hätte das Recht, selber zu bestimmen und selber zu unterscheiden (auch über den Tod), man dieser Aussage widerspricht, wenn man ebenso sagt: "ich töte vorsätzlich und gezielt".

    Diesen SelbstWiderspruch wollte ich anzeigen. Die strickte Trennung zwischen Mensch und Tier oder Insekt, auf der aufbauend man Töten rechtfertigen könnte, aufgrund der Behauptung bestimmter Rechte die diese Wesen und andere Wesen nicht hätten, hat in meinen Augen nichts mit buddhistischer Praxis zu tun.

    Damit habe ich aber nicht dich gemeint :). Und ich nehme an, der Festus hat das auch eher im Sinne eines authentischen Umganges mit der immer wieder einmal sichtbar traurigen Sachlage: weltliches Leben gemeint.


    :sunny:

  • Festus
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    • 8. August 2018 um 16:33
    • #39
    Sherab Yönten:

    Was hast Du gegen einen gut gemeinten Rat ?

    sollte ich jemals einen Rat haben wollen, werde ich mich sicher vertrauensvoll an dich wenden. Im Moment ist das nicht der Fall.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • Schneelöwin
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    • 8. August 2018 um 16:56
    • #40
    pops:
    Schneelöwin:

    Ich habe noch einmal geschaut, lieber pops, ich finde nichts hinsichtlich dem eigenen Freitod; sondern die Texte beziehen sich auf

    andere Lebewesen. Kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Schneelöwin,

    ich finde, wenn sagt: ein Mensch hat das Recht selber zu bestimmen, selber zu entscheiden (auch über den Tod). Dann kann man das als Buddhist nicht nur den Menschen dabei meinend sagen.

    Insofern finde ich, wenn man sagt, ein Wesen hätte das Recht, selber zu bestimmen und selber zu unterscheiden (auch über den Tod), man dieser Aussage widerspricht, wenn man ebenso sagt: "ich töte vorsätzlich und gezielt".

    Diesen SelbstWiderspruch wollte ich anzeigen. Die strickte Trennung zwischen Mensch und Tier oder Insekt, auf der aufbauend man Töten rechtfertigen könnte, aufgrund der Behauptung bestimmter Rechte die diese Wesen und andere Wesen nicht hätten, hat in meinen Augen nichts mit buddhistischer Praxis zu tun.

    Damit habe ich aber nicht dich gemeint :). Und ich nehme an, der Festus hat das auch eher im Sinne eines authentischen Umganges mit der immer wieder einmal sichtbar traurigen Sachlage: weltliches Leben gemeint.


    :sunny:

    Alles anzeigen

    Danke nochmals, lieber pops, für die Erklärung.

    Diese hatte ich soweit verstanden; meine aber, dass die Wahl des Freitods "der Lebewesen" nicht gerne im Buddhismus gesehen wird (wobei mir kein Lebewesen einfällt, außer einem Menschen, welches hier noch in der Lage wäre zu wählen?) wenn aber doch: selbstverständlich "ja" .

    Aber das ist hier ja auch nicht das Thema.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 17:14
    • #41

    Schneelöwin

    Da gibts einige Tiere, die anscheinend so etwas wie einen Freitod gewählt haben. Es kommt vor. Ist jetzt natürlich InterpetationsFrage, ich kann es nicht wissen. Es gibt viele dokumentierte Fälle, in denen Tiere auch in anderen Situation freier von Instinkt handeln. Ungewöhnliche Fälle.

    Der SelbstMord wird in vielen Religionen als verantwortungslos gegenüber den anderen und sich selber gesehen. Dadurch haben wir ja auch ewige Debatten zum Thema SterbeHilfe.

    Schneelöwin:
    jianwang:

    Ich lade gern jeden zu mir ein, von Mai bis August in der sibirischen Tundra zu leben.

    Nur um mehr zum Thema Ungeziefer zu lernen.

    _()_

    Dort friert es doch häufig? deswegen können sich so viele auch zwischen Mai und August nicht entwickeln wie z.B. in Deutschland oder meinst Du die kleinen Feldmäuse und sonstigen Nagetiere?

    Das ists im Sommer ultraheiß und es entstehen viele zeitweilige Sümpfe und Tümpel. Da gibts dann ewig viele Moskitos. Also der jianwag will hier in meinen Augen zu einem SelbstErfahrungsTrip aufrufen. :D

    Viele verwirrte und und einen beständig stechende Wesen wird man da treffen. Da muss man erstmal durch, nehme ich an.

    Ich glaube, es gibt auch weniger schmerzhafte Möglichkeiten, Gemütsruhe zu entwickeln.


    :sunny:

    Einmal editiert, zuletzt von Alephant (8. August 2018 um 17:20)

  • Schneelöwin
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    • 8. August 2018 um 17:29
    • #42

    In Sibirien ultraheiß? Dort kann man doch froh sein, wenn die Temperatur um die 20 Grad liegt.

    Allerdings könnte es in diesem Sommer, wie hier, eine Ausnahme sein.

    Ultraheiß wäre für mich die Wüste ,der Yemen oder Ägypten um diese Zeit.

    pops:

    Der SelbstMord wird in vielen Religionen als verantwortungslos gegenüber den anderen und sich selber gesehen. Dadurch haben wir ja auch ewige Debatten zum Thema SterbeHilfe.

    Eines möchte ich kurz noch ansprechen: Das Wort Selbstmord passt nicht bei einem eigens gewählten Freitod.

    Da mordet doch keiner; das ist mir etwas zu grob formuliert.

    Ein Freitod weist kein einziges "Mordmerkmal" auf.

    "Gerade weil ich an ein ewiges Leben glaube, darf ich, wenn es an der Zeit ist, in eigener Verantwortung über Art und Zeitpunkt meines Sterbens entscheiden." (Hans Küng)

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Alephant
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    • 8. August 2018 um 17:39
    • #43
    Schneelöwin:

    In Sibirien ultraheiß? Dort kann man doch froh sein, wenn die Temperatur um die 20 Grad liegt.

    Sibirien Klima

    Klima in Sibirien, Temperaturen und Wetter

    Wie schon geschrieben. Da kann man im Sommer eigentlich froh sein, wenn es tagsüber nur um die 20° hat. 40 Grad am Tag, das kommt vor.

    Schneelöwin:

    Eines möchte ich kurz noch ansprechen: Das Wort Selbstmord passt nicht bei einem eigens gewählten Freitod.


    Da mordet doch keiner; das ist mir etwas zu grob formuliert.


    Ein Freitod weist kein einziges "Mordmerkmal" auf.

    Ich könnte es nicht so scharf voneinander trennen. Aber klar, gibts da unterschiedliche Entscheidungen und Motive und Umstände, und man will das mit unterschiedlichen Begriffen fassen. Der Begriff "Freitod" wird im Deutschen schon eher synonym zu "Suizid" und auch "Selbstmord" verwendet.

    Was das mit dem Wort "ermorden" angeht ... ja. Da möchte ich dir beipflichten. Da ist eine Schwierigkeit. Anders gesprochen: Da steckt ja gewissermassen eben der Mord und auch der Mörder dann mitdrin, in dem Wort. Wie soll man ein Mörder seiner selbst sein? Macht logisch irgendwie keinen Sinn und zeigt einmal wieder das Begriffs- & schwierige DenkProblem mit dem Selbst an.


    :sunny:

    Einmal editiert, zuletzt von Alephant (8. August 2018 um 17:46)

  • Leonie
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    • 9. August 2018 um 12:50
    • #44
    Drahtseilakt:

    Ich möchte keinem Wesen Leiden zufügen und lasse mich eher von einer Mücke stechen, als sie zu töten.

    Klar doch. So eine Malariamücke ist ein Klacks. Wenn man aus der Mücke einen Elefanten oder Tiger macht, stellt sich die Frage von Leben und Tod natürlich anders.

    Wenn du diese Sache mal durch deklinierst, dann läuft das darauf hinaus, das du dich als Wesen nicht raus nehmen kannst, denn alle Wesen bestehen durch Nahrung. Auf diese Weise kommt man auch nicht zur "Lösung" des Bodhisattva-Gelübdes - so oder so, entweder man tötet andere oder lässt sich töten. Siehst du aber die Einheit von Leben-Tod, dann gibt es auch kein Wesen, das leidet.

    Im Konkreten bedeutet es, dass man sich natürlich darüber Gedanken macht, wie man mit Insekten, Elefanten oder Tigern zusammen leben will und kann.

    Ein Mensch,

    und eine Fliege

    im Raum.

    Kobayashi Issa

    :zen:

  • Kaffeebohne
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    • 9. August 2018 um 13:56
    • #45

    Mein Leitspruch bei all solchen Sachen: VERSUCHEN, so wenig Leid wie möglich zu verursachen. Die Prioritäten setze ich - und bin auch dafür verantwortlich. Wenn Söhnchen Scharlach hat, bekommt er Antibiotika. Da brauche ich nicht abzuwägen. Ich versuche mir allerdings bewusst zu machen, dass die getöteten Bakterien keine Monster sind, sondern Lebewesen wie wir alle. Macht eventuell schlechtes Karma - damit muss ich dann leben.

  • Rgel
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    • 24. August 2018 um 01:31
    • #46

    Schon das Wort Ungeziefer oder auch Unkraut weckt in mir eine impulsive, leise Wut.

    Sicher nicht auf die Mitgeschöpfe sondern auf die Selbstverständlichkeit mit der sie als "un" abqualifiziert und entwürdigt werden.

    Eine Mücke beim Stechen und Saugen zu beobachten ist hochinteressant. Klaro in der Regel verscheuch ich sie lieber.

    Klatschen kommt für mich nicht in Frage es besteht keinerlei Notwendigkeit dazu.

  • Phoenix
    Gast
    • 24. August 2018 um 07:53
    • #47
    Schneelöwin:
    pops:

    Ich bin nicht nur der der Meinung, sondern ich weiß, dass es kaum etwas mit buddhistischer Praxis zu tun hat:

    Ich habe noch einmal geschaut, lieber pops, ich finde nichts hinsichtlich dem eigenen Freitod; sondern die Texte beziehen sich auf

    andere Lebewesen. Kann natürlich sein, dass ich etwas übersehen habe.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Hi Schneelöwin,

    im japanischen Buddhismus war der Freitod ja durchaus weit verbreitet.

    Im tibetischen Buddhismus wird dagegen sehr stark davon abgeraten,da heißt es sogar, das eine Selbsttötung karmisch eine stärkere Wirkung hat wie die einen anderen Menschen zu töten.

    Ich selber hab mit 24 eine gute Freudin verloren ,weil sie sich vor den Zug geworfen hat, und seit dem denke ich Suizid ist wirklich keine gute Idee. Wenn man aber im hohen Alter und bei starken Schmerzen keine Herztabletten mehr nimmt und dafür ein paar Schmerztabletten mehr ist das für mich keine Selbsttötung.

    ~Phönix

  • Phoenix
    Gast
    • 24. August 2018 um 08:03
    • #48

    Ungeziefer ist wirklich kein schönes Wort.

    Ich denke wir sollten da noch mal unterscheiden, in Parasiten,Schadinsekten und harmlose Mitbewohner.

    Lästige Mitbewohner fange ich mit der Tupperdose , und dann setze ich sie nach draußen.(meistens)

    Bei Parasiten gehe ich zum Arzt.

    Und was Schadinsekten angeht,bin ich froh ,das ich schon lange nicht mehr in der Landwirtschaft arbeite.

    Denn da überfährt man nicht nur nicht mehr Tiere als man das eigentlich will, sondern da tötet man auch ganz gezielt.

    _()_ Phönix

  • om.a
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    • 24. August 2018 um 08:12
    • #49

    Lästigen Mitbewohnern wünsche ich unsere Hofkatze.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

  • Kaffeebohne
    Gast
    • 24. August 2018 um 08:52
    • #50

    Auch schwierig. Parasiten sind Menschen auch. Aber es stimmt jedenfalls, Sprache formt die Gedanken. Daher ist Ungeziefer ebenso "gefährlich" wie Raubtiere etc.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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