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  1. Buddhaland Forum
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Anatta

  • Helmut
  • 8. August 2018 um 16:25
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 10. August 2018 um 13:48
    • #51
    Spock:
    Sherab Yönten:

    Da braucht man doch nicht viel zu erklären. Wenn ich gehe, wenn ich stehe, wenn ich esse, wenn ich Gefühle habe, wenn ich einkaufen gehe, wenn ich Urlaub mache, wenn ich schnarche,...

    Wenn du das weisst, dass du das tust, dann ist das (imho) die höchste Wahrheit.

    Der Otto Normalo (und von ihm habe ich geschrieben) ist sich dessen aber nicht bewusst, aber trotzdem tut er es.

  • Online
    Helmut
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    • 10. August 2018 um 13:50
    • #52

    Hallo miteinander,

    begonnen haben wir mit der Frage, was verneint anattha und was nicht. Es sind verschiedene Vorstellungen angesprochen worden, die anatta verneint. Dann waren die zwei Wahrheiten Thema und inzwischen ist es das abhängige oder bedingte Entstehen. Dies zeigt doch, dass es hier Abhängigkeiten, Zusammenhänge gibt. Sonst wäre der Diskussionsprozess nicht so gelaufen wie er gelaufen ist. Im Grunde hängen doch alle Themen des Buddhadharma miteinander zusammen und begingen sich so gegenseitig.

    Was die zwei Wahrheiten angeht: Man kann ja mal im Wörterbuch auf palikanon.de das Stichwort paramattha-sacca anklicken. Dort werden die zwei Wahrheiten knapp erklärt. Es gibt in dem Eintrag dann noch einen Link zu vohara-sacca .

    Abhängiges oder bedingtes Entstehen hat ja drei Aspekte:

    1. kausale Abhängigkeit
    2. Abhängigkeit von Teilen
    3. Abhängigkeit von Benennungen

    Auf alle Produkte treffen alle drei Aspekte zu. Auf die beständigen Phänomene nur die letzten beiden.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
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    • 10. August 2018 um 13:55
    • #53

    Da ist dieser Körper der besteht aus Zellen, die aus Molekülen, die aus Elementen die aus Atomen die aus Quanten und die aus ???

    Da ist dieser Körper der empfindet, das Bewusstsein dieses Körpers erzeugt aus Erinnerungen Gefühle, beim Menschen erzeugt sein ichbin Glauben Gedanken über Gefühle, das Erinnern der Gedanken über Gefühle erzeugt Emotionen. Woher kommt das Empfinden?????

    Die Frage können Neurologen wohl beantworten und landen irgendwann bei dem das sie auch nicht wissen vor den Quanten und auf????

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (10. August 2018 um 14:01)

  • SPK
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    • 10. August 2018 um 13:56
    • #54
    Sherab Yönten:

    Der Otto Normalo (und von ihm habe ich geschrieben) ist sich dessen aber nicht bewusst, aber trotzdem tut er es.

    Ich nehme das anders wahr. In meiner Wahrnehmung haben auch Nichtbuddhisten ihre klaren Momente und Einsichten.

  • Online
    void
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    Buddh. Richtung
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    • 10. August 2018 um 14:27
    • Offizieller Beitrag
    • #55
    Spock:

    void

    Vllt trifft das Wort "Humunukulus" (H.) für "Ich-Wesenheit" es ganz gut. Ich denke das "Ich" (H.) wird immer mit dem Skandha "Bewusstsein" (dh. ein mit der koordinierenden Funktion "Geist", sh. mano) verwechselt. Ich kann zB. mit dieser koordinierenden Funktion (Geist) mir humunukulusmässig wünschen dass ich nie krank werde und glauben allmächtig über meinen Körper zu sein, aber vermutlich wird das nicht klappen (trotz "koordinierender Ebene" und zusätzlich einer sogeglaubten "Ich-Wesenheit").

    Ich manchen Posts sehe ich das gleichgesetzt.

    Mir gefällt das mit dem "Homunkulus" nicht, weil es das ganz auf eine Ebene von ich-Vorstellungen und Ich-konzepten rückt. So als würde Atta viel damit zu tun haben, als was wir uns sehen und für was wir uns halten. Und jemand der sich von seiner nromalen ich-Vorstellung befreit hat, könnte deswegen auch denken sich von Anatta befreit zu haben. Er wäre aber quasi nur die äußerste "rationale" Schicht der Zwiebel losgeworden.

    "Anhaften an einem Ich" kann aber etwas sehr Basales und Primitves sein. Wenn man einen Hund mitten in der Nacht in den Bauch boxt, dann fährt er auf und schnappt nach einem mit dem Maul. Und auch ich würde da so instiniv zum Gegenangriff ansetzten. Lange bevor der der rationale Verstand auch nur aufgewacht ist. Während ein Arhat nicht nur ins einem Denken ein Arhat ist sondern auch wenn man ihn nachts um drei in den Bauch boxt,

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    • 10. August 2018 um 14:31
    • #56

    Ja, stimmt. Is nicht "basal" genug.

  • Lucky Luke
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    • 10. August 2018 um 15:09
    • #57
    Spock:
    Sherab Yönten:

    Der Otto Normalo (und von ihm habe ich geschrieben) ist sich dessen aber nicht bewusst, aber trotzdem tut er es.

    Ich nehme das anders wahr. In meiner Wahrnehmung haben auch Nichtbuddhisten ihre klaren Momente und Einsichten.

    Ich unterscheide zwischen Otto Normal und Nicht-Buddhisten, die klare Momente und Einsichten haben. Ist das so schwer zu verstehen? Auch Buddhisten können Otto Normal sein, wenn sie keine klaren Momente und Einsichten haben.

    Genauso unterscheidet sich die Wirklichkeit in absolute und relative Wirklichkeit oder, um das Herzutra zu bemühen: "Form ist leer, Leerheit ist Form" ;)

  • Aravind
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    • 10. August 2018 um 15:26
    • #58
    void:

    Während ein Arhat nicht nur ins einem Denken ein Arhat ist sondern auch wenn man ihn nachts um drei in den Bauch boxt,

    Ich mag solche romantischen Vorstellungen von Vollkommenheit (kein Sarkasmus!), aber so richtig glaube ich das nicht.

    Wenn man sich die Reflexe durch tiefe Praxis abtrainieren würde, dann müsste man ja bewusst entscheiden, welche von den tausenden. Weil die meisten Reaktionen eine lebensverlängernde Wirkung haben und besser da bleiben sollten.

    Aber ich lasse mick durch Anschaung gerne eines besseren belehren, bin kein Arhat. ;)

    Liebe Grüße, Aravind.

  • kilaya
    Gast
    • 10. August 2018 um 15:49
    • #59
    Verschoben

    Gegenseitige Bedingheit / Bedingtes Entstehen

  • xxx
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    • 10. August 2018 um 20:05
    • #60

    [lz]

    Die buddhistische Lehre von Anatta (Pāli) bezeichnet das Nichtvorhandensein eines permanenten und unveränderlichen Selbst, eines festen Wesenskerns oder einer Seele (Atta bedeutet „das Angenommene“). Was normalerweise als „Selbst“ betrachtet wird, ist demnach eine Ansammlung von sich konstant verändernden physischen und psychischen Bestandteilen („Skandhas“).

    Durch das Festhalten an der Vorstellung, der jeweils erlebte, temporäre Zustand bilde eine Art unveränderlicher und dauerhafter Seele, entsteht Leiden.

    Die Lehre von „Anatta“ versucht, die Übenden zu ermutigen, sich von unangebrachtem Anklammern an das zu lösen, was als fester Wesenskern betrachtet wird. Denn erst dadurch − unterstützt durch ethisches Verhalten und Meditation – kann der Weg zur völligen Befreiung („Nirwana“) erfolgreich beschritten werden.

    [Anmerkung von Bakram: "Die Mahayanis sehen das etwas anders"] :

    Ein anderes Verständnis dieser Lehre – wie es in den Tathagatagarbha-Schriften des Mahayana als vom Buddha verkündet erläutert wird − beinhaltet, dass zwar die fünf „Skandhas“ kein festes Selbst haben, denn sie sind der Veränderung und dem Verfall unterworfen, sich aber jenseits dessen noch das ewige Buddha-Prinzip, oder die Buddhanatur („Buddha-dhatu“) befindet. Tief in jedem Wesen verborgen ist demnach das überweltliche und unvergängliche Wahre Selbst – dessen volle Wahrnehmung kann jedoch nur durch die Erleuchtung erreicht werden.

    Quelle: Wiki bringt es mal auf den Punkt


    [/lz]

  • Schneelöwin
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    • 10. August 2018 um 20:32
    • #61

    Danke Bakram und nun bin ich auch komplett durch den Wind, wenn ich mir das Zitat zur Gemüte führe:

    Bakram:

    Tief in jedem Wesen verborgen ist demnach das überweltliche und unvergängliche Wahre Selbst – dessen volle Wahrnehmung kann jedoch nur durch die Erleuchtung erreicht werden.

    Also nochmal von vorne:

    Dies hat void zitiert:


    [lz]

    Lexikon (Anatta):

    Die Tatsache, dass allen Dingen jegliche dauerhafte Essenz oder Substanz fehlt, die man eigentlich als "Selbst" bezeichnen könnte. Diese Lehre von anattā oder der Unpersönlichkeit besagt, daß es weder innerhalb noch außerhalb der körperlichen und geistigen

    Daseinserscheinungen irgend etwas gibt, das man im höchsten Sinne als eine für sich bestehende unabhängige Ich-Wesenheit oder Persönlichkeit bezeichnen könnte.[/lz]


    Fazit aus beiden Zitaten:

    Es gibt eigentlich kein Selbst - gem. Erklärung Zitat Void -und wenn man sich von dieser Anklammerung Selbst gelöst hat, kommt dann das eigentliche "wahre Selbst", welches überweltlich und unvergänglich zu sein scheint, zum Vorschein.

    Kann das Jemand vielleicht bestätigen:?

    (:(:(:

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • accinca
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    • 10. August 2018 um 20:38
    • #62
    Spock:
    Sherab Yönten:

    Da braucht man doch nicht viel zu erklären. Wenn ich gehe, wenn ich stehe, wenn ich esse, wenn ich Gefühle habe, wenn ich einkaufen gehe, wenn ich Urlaub mache, wenn ich schnarche,...

    Wenn du das weisst, dass du das tust, dann ist das (imho) die höchste Wahrheit.

    Da kannst du mal sehn....

  • kilaya
    Gast
    • 10. August 2018 um 20:40
    • #63

    Wikipedia-Artikel: Nun ja ich würde das nicht "auf den Punkt bringen" nennen, denn die sog. Mahayana-Sichtweise ist verkürzt und missverständlich dargestellt. Die Formulierung kann man so verstehen, als wäre die diese Buddhanatur "etwas" in einem ewigen Sinne. Das klingt dann verständlicherweise doch irgendwie nach atta o.ä. Nur: diese Buddhanatur ist nicht "tief in jedem Wesen verborgen" wie eine Perle in einer Auster, sondern ist die leere Natur jedes Wesens und aller seiner Aspekte und Bestandteile; die volle Wahrnehmung ist die volle Überwindung der Ich-Illusion und volle Erkenntnis der Leerheit.

    Etwas, das nicht entstanden ist und keine Ausdrucksform hat, kann auch nicht vergehen. Deswegen ist es ein ewiges und unvergängliches Prinzip...

    In der Sichtweise, die sich auch in den Kayas darlegt, könnte man sagen, dass die Buddhanatur mit dem Dharmakaya gleichzusetzen ist. Wahrheit ohne Form. Und die Kayas sind von der gleichen Natur, d.h. letztlich sind auch die Ausdrucksformen von dieser Wahrheitsnatur, d.h. v.a.: leer.

    Es bleibt ein Mysterium, wie aus Leere Form werden kann und Form Leere bleibt. ;)

  • accinca
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    • 10. August 2018 um 20:41
    • #64
    Helmut:

    Abhängiges oder bedingtes Entstehen hat ja drei Aspekte:
    kausale Abhängigkeit
    Abhängigkeit von Teilen
    Abhängigkeit von Benennungen

    Auf alle Produkte treffen alle drei Aspekte zu. Auf die beständigen Phänomene nur die letzten beiden.


    Gruß Helmut

    Was sind denn die "beständigen Phänomene"?

  • accinca
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    • 10. August 2018 um 22:39
    • #65
    Schneelöwin:

    Danke Bakram und nun bin ich auch komplett durch den Wind, wenn ich mir das Zitat zur Gemüte führe

    Mußt "du" ja nicht.

  • accinca
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    • 10. August 2018 um 22:50
    • #66
    kilaya:

    In der Sichtweise, die sich auch in den Kayas darlegt, könnte man sagen, dass die Buddhanatur mit dem Dharmakaya gleichzusetzen ist. Wahrheit ohne Form. Und die Kayas sind von der gleichen Natur, d.h. letztlich sind auch die Ausdrucksformen von dieser Wahrheitsnatur, d.h. v.a.: leer.


    Es bleibt ein Mysterium, wie aus Leere Form werden kann und Form Leere bleibt. ;)

    Eijeijeijeijei fällt "mir" dazu ein.

  • Schneelöwin
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    • 10. August 2018 um 22:55
    • #67

    :) Das "ich" traute seinen Augen nicht, als es das Phänomen des überweltlichen aufsteigenden wahren Selbst las:)

    Jedenfalls konnte ich heute mal herrlich lachen, aber auch erst als das "ich" den rofl von Spocki sah:rofl:

    Im Nachhinein fiel mir dann noch das Zen Buch vom doppelten Ursprung des Menschen ein; in dem auch ein irdisches Ich

    und ein himmlisches ich erwähnt wird :grinsen:

    Insofern gibt es einige mehr, die daran "glauben".

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • SPK
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    • 10. August 2018 um 23:35
    • #68

    Schneelöwin

    Ich habe mal das unterstrichen von dem ich denke, dass es nicht stimmt.[lz]

    Tief in jedem Wesen verborgen ist demnach das überweltliche und unvergängliche Wahre Selbst – dessen volle Wahrnehmung kann jedoch nur durch die Erleuchtung erreicht werden.[/lz]

    So wie ich das verstehe:

    zu überweltlich und Selbst: "Überweltlich" (im Theravada) heisst "frei von Anhaftung". "Anhaftung" kann auch als "Aneignung" gelesen werden (imho), also überweltlich ist das Gegenteil von "Selbst und mein".

    zu überweltlich im Wesen verborgen:

    Das Wort "Wesen" wird i.d.R. für den "weltlichen Bereich" benutzt (dh. mit Anhaftung).

    Jetzt steht dort zwar, dass es sich auf Mahayana bezieht und nicht Theravada, aber ich glaube da ist dieser Begriff "überweltlich" nicht gängig. Zumindest verbinde ich das mit Thera.

    Unvergänglich:

    Die Daseinsmerkmale oder auch "Siegel" gibt es in allen Richtungen, dazu gehört Vergänglichkeit und Nichtich.

    Wahres Selbst:

    ohman...

    Was soll eine "volle Wahrnehmung" sein? Ist hier vllt die Sehwahrnehmung und Be-leuchtung gemeint?

  • Schneelöwin
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    • 11. August 2018 um 02:30
    • #69
    Spock:

    Tief in jedem Wesen verborgen ist demnach das überweltliche und unvergängliche Wahre Selbst – dessen volle Wahrnehmung kann jedoch nur durch die Erleuchtung erreicht werden.

    Spock:

    Wahres Selbst:

    ohman...

    Was soll eine "volle Wahrnehmung" sein? Ist hier vllt die Sehwahrnehmung und Be-leuchtung gemeint?

    :rofl: das heißt:

    was man vorher als Selbst wahrnimmt, ist nur ein wenig "Zucker" damit man mehr davon haben will;

    es blitzt nur ein wenig durch, um dann.

    wenn man das akzeptiert hast, dass es das Selbst doch garnicht gibt bzw. (Zucker) nicht gesund ist - ,

    in voller umfänglicher Selbstwahrnehmung neu "geboren" zu werden.

    Sorry , lieb Spock, mir ist immer noch nach lachen; aber herzlichen Dank, dass Du ernsthaft versuchst daraus eine Erklärung zu finden:hug:

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Alephant
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    • 11. August 2018 um 03:03
    • #70
    void:

    Mir gefällt das mit dem "Homunkulus" nicht, weil es das ganz auf eine Ebene von ich-Vorstellungen und Ich-konzepten rückt. So als würde Atta viel damit zu tun haben, als was wir uns sehen und für was wir uns halten. Und jemand der sich von seiner nromalen ich-Vorstellung befreit hat, könnte deswegen auch denken sich von Anatta befreit zu haben. Er wäre aber quasi nur die äußerste "rationale" Schicht der Zwiebel losgeworden.

    Da wird nichts hingerückt. Das stehen die Aussagen des Buddha. Es ist hier ganz klar eine Vorstellung in Abhängigkeit von NichtWissen. Es gibt kein Selbst. Atta ist eine "festere Vorstellung"/NichtWissen/ein Glaube, und dieses sture sture NichtWissen hat mit allen an diese Vorstellung gebundenen Handlungen und Gefühlen etwas zu tun. Und diese Handlungen haben wieder etwas damit zu tun, wofür wir und andere uns halten. Damit wird nimmt die VorstellungsBildung weitere Fahrt auf.


    Einem der denkt, er hätte sich von einer Wahrheit, einem Fakt (anatta) befreit, was rät man dem am besten?


    :sunny:

    Einmal editiert, zuletzt von Alephant (11. August 2018 um 03:08)

  • xxx
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    • 11. August 2018 um 08:42
    • #71

    Da ich strikt dem "Urbuddhismus" wie im Palikanon vermittelt folge, stimmt für mich die erste Definition im Wiki.

    Insofern auch die drei Daseinsmerkmale: anatta, anicca dukkha.

    Philosophische Probleme, die sich Anhängern späterer buddh. Schulen (Mahayana, Vajrajana) diesbezüglich ergeben, stellen sich mir nicht.

    Durch "Erweiterungen" der ursprünglichen Lehre, ergeben sich für Anhänger späterer Schulen nämlich "Kompatibilitätsprobleme" mit der ursprünglichen Version:

    Als Beispiel hierfür möchte ich die Mahayana-Lehre der "Buddhanatur" erwähnen, die wie im oben zitierten Wikiartikel ersichtlich, mit der ursprünglichen Hinayana-Lehre bezüglich anatta in Konflikt kommt.

  • Sunu
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    • 11. August 2018 um 09:33
    • #72
    Bakram:

    Da ich strikt dem "Urbuddhismus" wie im Palikanon vermittelt folge, stimmt für mich die erste Definition im Wiki.

    Insofern auch die drei Daseinsmerkmale: anatta, anicca dukkha.

    Philosophische Probleme, die sich Anhängern späterer buddh. Schulen (Mahayana, Vajrajana) diesbezüglich ergeben, stellen sich mir nicht.

    Durch "Erweiterungen" der ursprünglichen Lehre, ergeben sich für Anhänger späterer Schulen nämlich "Kompatibilitätsprobleme" mit der ursprünglichen Version:

    Als Beispiel hierfür möchte ich die Mahayana-Lehre der "Buddhanatur" erwähnen, die wie im oben zitierten Wikiartikel ersichtlich, mit der ursprünglichen Hinayana-Lehre bezüglich anatta in Konflikt kommt.


    ja, wenn man sie falsch auffasst. Buddhanatur meint nur, dass durch das bedingte Entstehen, bzw. sich aus anatta, anicca, dukkha das Potenzial der Befreiung aller Lebewesen ergibt.

  • mukti
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    • 11. August 2018 um 09:36
    • #73

    Anatta - essentielle Kurzformel:

    "Ich bin nicht Körper/Geist und etwas außerhalb davon kann wieder nur eine Vorstellung oder ein Glaube des Geistes sein."

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 11. August 2018 um 09:58
    • #74
    Sunu:

    ja, wenn man sie falsch auffasst. Buddhanatur meint nur, dass durch das bedingte Entstehen, bzw. sich aus anatta, anicca, dukkha das Potenzial der Befreiung aller Lebewesen ergibt.

    Na, na, na. Das Potenzial zur vollständigen Befreiung ergibt sich nicht

    aus einer ominösen sog. "Buddhanatur" sondern nur aus der Lehre des Buddha!!

    Denn das ist ihr Sinn. Aber auch da ist das nicht für alle Lebewesen so, sondern nur

    für diejenigen welche die Lehre "recht anfasse" wie der Buddha ja erklärt hat.

    Alle anderen träumen nur immer weiter von ihrer "Buddhanatur" was immer das auch sein mag.

  • Aravind
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    • 11. August 2018 um 10:41
    • #75

    Das kommt mir gerade sehr wortklauberisch vor, lieber accinca. Bedeutet Buddhanatur nicht genau das, was Du gesagt hast: Dass jeder, der ernsthaft den Pfad geht, die Chance auf Befreiung hat? Unabhängig von seinem Geburtsstatus, seiner Stellung, usw.

    Das heißt natürlich nicht, dass man mit Buddahatur nicht auch mystische oder ontologische Vorstellungen phantastieren könnte. "wenn man es falsch versteht", wie heute jemand geschrieben hat (finde die Stelle gerade nicht) ;)

    Lebe Grüße, Aravind.

    edit: typo

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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