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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Was wird wiedergeboren?

  • Sili
  • 3. Oktober 2019 um 12:22
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    • 10. Februar 2024 um 13:42
    • #401
    Jan87:

    Jup - auch Theravada glaubt nur an konventionelle Wiedergeburt.

    Das muss dann jeder für sich entscheiden, ob er an diese Reinkarnation, wie sie schon die Hindus lehrten und worauf der Buddha sein Dhamma etwas aufbaute, selber glaubt oder nicht.
    Das Wieder-Werden aus der bedingten Entstehung ist damit ja nicht gemeint im absoluten Sinne.

    Das Bedingte Entstehen ist aber schon rational zu verstehen, allerdings muss man sich da richtig reinknien.

  • Jan87
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    • 10. Februar 2024 um 14:08
    • #402
    Metta:

    Das Bedingte Entstehen ist aber schon rational zu verstehen, allerdings muss man sich da richtig reinknien.

    Kurz: Lernen, was Kontakt ist, wie Gefühl entsteht und wie man, wenn man beides zu kontrollieren weiß, Bhava und somit Tanha und Dukkha vermeiden kann.
    Das ist rational zu verstehen, auf jeden Fall - dann bei sich selber zu untersuchen - und führt dann am Ende zu Nibbana.

    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
    Glück ist Gierlosigkeit in der Welt,
    das Überwinden von Begierde.
    Die Beseitigung der ‘Ich bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“

    विहाय कामान्यः सर्वान्पुमांश्चरति निःस्पृहः।
    निर्ममो निरहंकारः स शान्तिमधिगच्छति।।

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    • 10. Februar 2024 um 14:21
    • #403

    Alle Lebewesen werden wiedergeboren, wenn ich sie wahrnehme und sind wiedergeboren weil ich sie wahrnehme.

    Alle Dinge die nicht auf meine Aktionen durch Reaktion reagieren können erscheinen mir, sie werden nicht wiedergeboren weil nicht geboren sind.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Jan87
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    • 10. Februar 2024 um 14:26
    • #404
    Qualia:

    Alle Lebewesen werden wiedergeboren, wenn ich sie wahrnehme und sind wiedergeboren weil ich sie wahrnehme.

    Alle Dinge die nicht auf meine Aktionen durch Reaktion reagieren können erscheinen mir, sie werden nicht wiedergeboren weil nicht geboren sind.

    Das Wesen, das du wahrnimmst, kann in dem Moment, in dem du es wahrnimmst, aber nicht sagen, dass sein Wesen durch deine Wahrnehmung neu geboren wurde.
    Deine Aussage macht nur aus deiner Sicht (relativ) Sinn ;)

    (Wird ein Arahat wiedergeboren, wenn du ihn wahrnimmst? (: )

    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
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    • 10. Februar 2024 um 14:33
    • #405

    Davon muss ich nicht augehen wenn ich von Lebewesen und Dingen berichte.

    Ich erkenne nur das was ich zeige und das ist der Weg der Befreiung von Vorstelungen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Helmut
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    • 10. Februar 2024 um 15:42
    • #406

    Ein anderer Aspekt:

    Angenommen, es gibt keine Wiedergeburt, mit dem Tod ist alles vorbei und nach dem Tod gibt es nichts mehr.

    Warum spielen dann die Meditationen über Tod und Vergänglichkeit im Dharma eine so bedeutsame Rolle? Warum soll man denn dann darüber meditieren, dass der Tod gewiss ist, der Todeszeitpunkt ungewiss ist und zum Zeitpunkt des Todes uns nur unsere Verwirklichungen im Dharma helfen?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Metta
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    • 10. Februar 2024 um 16:38
    • #407
    Helmut:

    Angenommen, es gibt keine Wiedergeburt, mit dem Tod ist alles vorbei und nach dem Tod gibt es nichts mehr.

    Hast du dir nicht gerade selbst eine (Teil-) Antwort gegeben.
    Und überhaupt: für dich vorbei, und das ist schon alles nur für dich. Und? Wen juckts?

  • Sotapannabumm
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    • 10. Februar 2024 um 17:07
    • #408
    Jan87:
    Metta:

    Abgesehen davon, dass alle diese Berichte höchst zweifelhaft sind, haben sie aber auch überhaupt nix mit dem Dharma zu tun. Für mich ist maßgebend, was in M38 ausgeschlossen wurde, das kann nicht wieder durch iwelche Hintertürchen eingeführt werden.

    Jup - auch Theravada glaubt nur an konventionelle Wiedergeburt.

    Das muss dann jeder für sich entscheiden, ob er an diese Reinkarnation, wie sie schon die Hindus lehrten und worauf der Buddha sein Dhamma etwas aufbaute,

    Wer ist dieser Theravada der da etwas glauben soll.

    Nächste passende Frage für diesen Thread, finde ich. Wenn das vielleicht geklärt ist, kann man ja mal diese Hindus und die Reinkarnation die sie lehrten besprechen. Am besten mit jemanden der zur Zeit Buddhas anwesend war und genau Auskunft geben kann oder man verlässt sich anderweitig auf Konzepte und Erklärungen anderer.

    Und dann mal kucken wie man das mit dem Buddhas Aufbau seiner Lehre ‚etwas‘ auf das was die Hindus (damals eben) lehrten einigermassen zamdeichseln kann, was :) :lol:


    Jedenfalls lehrte Buddha so weit ich dem vertrauen will und soweit ich das erkenne, keine Reinkarnationen von Seelenkernen. Allerdings die Ursache für Geburt, Altern und Tod sowie weiteres, worauf man sich in dem Sinne ja gerne vereinnahmend stürzt: nein das kann alles nicht sein, es kann nicht sein es muss (!) ein Aberglaube sein, während man daneben das ewige unveränderliche Nichts nach dem ersten und einzigen Tod seiner sich bis dahin halt wandelnden Individualität (nach der ersten und einzigen Geburt von sich selbst) träumt und auf dieser Anschauung auch sein Leben ausrichtet und auch die Lehre Buddhas damit versucht in Einklang zu bringen bzw sich manche Aussagen darin irgendwie halt hinzubiegen versucht.

    Bedingte Entstehung halt aber schade was diesen Aspekt angeht - wenn man es so empfinden möchte. Dabei ist es eigentlich so einfach und ja auch sehr klar und eindeutig beschrieben so dass man gar nicht groß herumbiegen muss und dann auch nicht gross Gedanken denken muss wie und was diese Lehre denn eigentlich nun meint und nicht meint etc. etc

    Einmal editiert, zuletzt von Sotapannabumm (10. Februar 2024 um 17:16)

  • Monikamarie
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    • 10. Februar 2024 um 17:09
    • #409
    Helmut:

    Ein anderer Aspekt:

    Angenommen, es gibt keine Wiedergeburt, mit dem Tod ist alles vorbei und nach dem Tod gibt es nichts mehr.

    Warum spielen dann die Meditationen über Tod und Vergänglichkeit im Dharma eine so bedeutsame Rolle? Warum soll man denn dann darüber meditieren, dass der Tod gewiss ist, der Todeszeitpunkt ungewiss ist und zum Zeitpunkt des Todes uns nur unsere Verwirklichungen im Dharma helfen?

    Helmut, damit man die Sinnlosigkeit erkennt, durch äußere vergängliche Dinge glücklich zu sein/werden.

    Der einzige Grund für Buddhas Suche war, die Ursache für das Leiden zu finden und wie es beendet werden kann.

    Dies gelingt bereits mitten im Leben. Das ist unsere Verwirklichung im Dharma.

    Wozu denn die Lehre von der Leere? Was soll wiederkommen, wenn doch alles bedingt entsteht und wieder vergeht?

    _()_

  • Jan87
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    • 10. Februar 2024 um 17:42
    • #410
    Sotapannabumm:

    Wer ist dieser Theravada der da etwas glauben soll.

    Steht auf der Startseite des Forums ;)

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    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

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    • 10. Februar 2024 um 17:54
    • #411

    Achso der ok. Na dann könnte ja wenigstens der hier mitreden. Warte, ich versuche es einmal so: HEEY Theravadabuddhismus! haaaalooo ! Komm doch du bitte einmal herüber und sage hier in diesem Thread, was du selbst glaubst und lehrst, man spricht gerade über dich und ich finde in einer Art dass ich dich mal lieber dazuholen wollte, damit du selbst etwas dazu sagen kannst. Reinkarnation und Buddhas Lehre etc

    War jetzt mal mein Versuch. Wir werden ja sehen ob er sich dazugesellen mag ;)

  • Jan87
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    • 10. Februar 2024 um 19:01
    • #412

    Also hier würde dir die bedingte Entstehung von diesem Theravada erklärt werden ;)

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  • Igor07
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    • 10. Februar 2024 um 19:37
    • #413
    Monikadie4.:

    Wozu denn die Lehre von der Leere? Was soll wiederkommen, wenn doch alles bedingt entsteht und wieder vergeht?

    Weil es dasselbe ist. Wenn die Dinge ( angenommen) ein Selbst-Sein hätten ( technisch: svabhava), dann, also folglich, die bedingte Entstehung und das Wandeln , also Entstehen und Vergehen nicht möglich wären. Das ist , apropos, die moderne Physik. So Nagarjuna: „ Das Entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit (pratītyasamutpāda), dies ist es, was wir 'Leerheit' nennen. Das ist [aber nur] ein abhängiger Begriff (prajñapti); gerade sie (die Leerheit) bildet den Mittleren Weg.[2]“

    yaḥ pratītyasamutpādaḥ śūnyatāṃ tāṃ pracakṣmahe
    |


    sā prajñaptir upādāya pratipat saiva madhyamā ||
    (MMK 24.18)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Sotapannabumm
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    • 10. Februar 2024 um 19:39
    • #414
    Jan87:

    Also hier würde dir die bedingte Entstehung von diesem Theravada erklärt werden ;)

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Gut. Dieser eine Mensch erklärt das etwas. Aber es ist ja nicht der auf den du vorhin hingewiesen hast. Das hier ist ein anderer.

    Aber zurück zu dir und dem was du nicht angelesen hast und aus eigener Beobachtung und Schlussfolgerung weißt und erklären kannst. Was kannst du bzw willst du mir vielleicht (anscheinend?) unter dem Aspekt bzw dem Namen ‚bedingte Entstehung’ erklären?

  • Jan87
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    • 10. Februar 2024 um 20:04
    • #415
    Sotapannabumm:

    Gut. Dieser eine Mensch erklärt das etwas. Aber es ist ja nicht der auf den du vorhin hingewiesen hast. Das hier ist ein anderer.

    Das Buch von Narada ist von der Schule, von der das Video ist, empfohlen. Die Lehre dürfte sich sehr gleichen, nur das Naradas Buch schon etwas älter ist und die bedingte Entstehung in dem Video ausführlicher und praktischer erklärt wird.

    Sotapannabumm:

    Aber zurück zu dir und dem was du nicht angelesen hast und aus eigener Beobachtung und Schlussfolgerung weißt und erklären kannst. Was kannst du bzw willst du mir vielleicht (anscheinend?) unter dem Aspekt bzw dem Namen ‚bedingte Entstehung’ erklären?

    Hier wird alles ausführlich erklärt.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/wettimuny/Die_Lehre_des_Buddha_und_ihre_wesentliche_Bedeutung.pdf

    Wenn ich dir mehr aus meiner persönlichen Erfahrung berichten wollte, müsste ich ähnlich weit ausholen, wie es auch das Buch oder das Video oben tun (und es sicher dabei nicht so gut erklären wie diese Quellen)

    Das es sich auf die eigenen Gedanken bezieht und man damit sehen kann, wie durch Kontakt Gefühl entsteht, wie es zu Verlangen und Werden (Identifikation mit den Aggregaten (Gedanken, Emotionen usw.)) kommt, merkte ich ja schon an.


    Kommst hier ja schon gut weiter, wenn ich das richtig sehe :)

    PS: Das jetzt verlinkte Buch ist etwas anspruchsvoller, vom Inhalt aber identisch mit dem Video (den Videos genau gesagt, das ist das zweite von vier, die die bedingte Entstehung behandeln. Hier ist einmal die Playlist, hatte soweit ich mich erinnere bisschen Problem, die anderen Videos zu finden. Damit das hier einmal komplett ist - 10 bis 13 behandeln das Thema)

    Externer Inhalt youtube.com
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    3 Mal editiert, zuletzt von Jan87 (10. Februar 2024 um 20:21)

  • Metta
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    • 10. Februar 2024 um 20:34
    • #416
    Jan87:

    Hier wird alles ausführlich erklärt.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…e_Bedeutung.pdf

    Ich bin mal schnell zum Kapitel 15 vorgesprungen und fühle mich wieder mal angeekelt 8). Ein Haufen zirkelschüssiger Behauptungen, garniert mit gönnerhaftem Schulterklopfen. Schlimm ist, dass diese Leute überhaupt nicht merken, dass sie gerade dadurch selbst ein Problem haben - wie der Autor es hier anderen anzuhängen versucht.

  • Sotapannabumm
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    • 10. Februar 2024 um 22:45
    • #417
    Jan87:
    Sotapannabumm:

    Gut. Dieser eine Mensch erklärt das etwas. Aber es ist ja nicht der auf den du vorhin hingewiesen hast. Das hier ist ein anderer.

    Das Buch von Narada ist von der Schule, von der das Video ist, empfohlen. Die Lehre dürfte sich sehr gleichen, nur das Naradas Buch schon etwas älter ist und die bedingte Entstehung in dem Video ausführlicher und praktischer erklärt wird.

    Sotapannabumm:

    Aber zurück zu dir und dem was du nicht angelesen hast und aus eigener Beobachtung und Schlussfolgerung weißt und erklären kannst. Was kannst du bzw willst du mir vielleicht (anscheinend?) unter dem Aspekt bzw dem Namen ‚bedingte Entstehung’ erklären?

    Hier wird alles ausführlich erklärt.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…e_Bedeutung.pdf

    Wenn ich dir mehr aus meiner persönlichen Erfahrung berichten wollte, müsste ich ähnlich weit ausholen, wie es auch das Buch oder das Video oben tun (und es sicher dabei nicht so gut erklären wie diese Quellen)

    Das es sich auf die eigenen Gedanken bezieht und man damit sehen kann, wie durch Kontakt Gefühl entsteht, wie es zu Verlangen und Werden (Identifikation mit den Aggregaten (Gedanken, Emotionen usw.)) kommt, merkte ich ja schon an.


    Kommst hier ja schon gut weiter, wenn ich das richtig sehe :)

    Alles anzeigen

    Naja jetzt hast du gerade mal sagen können wer ‚der Theravada‘ für dich ist. Und dass du bedingte Entstehung für dich entdeckt hast und das gerne weitergeben möchtest. Fein. Dann hätten wir das und nun käme die Person aus Buddhas Zeit die uns was zu den Hindus und was sie damals (?) lehrten erklärt, damit dir deine These mit dem Reinkarnationsglauben auf dem Buddhas Lehre etwas aufbaut (wie du behauptet hast), irgendwie ein wenig gelingt. Aber weil das nicht geht müssen wir uns dazu vielleicht auf eine vorhandene akademische Arbeit stützen. Was schlägst du dazu vor, welche Gedanken bzw Erklärungen welches Menschens schlägst du da zum Konsum vor?

    2 Mal editiert, zuletzt von Sotapannabumm (10. Februar 2024 um 22:50)

  • Jan87
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    • 11. Februar 2024 um 10:33
    • #418

    Wenn du es akademisch willst, kannst du dich hier in die Geschichte des Theravada und des Buddhismus einlesen.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…schen_Texte.pdf
    Welche Quellen dir jetzt genau helfen und mit dir resonieren, musst du selber rausfinden. Nur weil es mir hilft, heißt es nicht, dass es auch jedem anderen hilft. Sonst würde es nicht so viele andere Wege zum Ziel geben ;)

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    Theravāda
    • 11. Februar 2024 um 11:50
    • #419

    Noch als Hintergrund, eventuell auch für mukti interessant

    Zitat

    Die Entwicklung des Theravada-Buddhismus verlief in Indien bis zum 12. Jahrhundert relativ stabil, obwohl er im Laufe der Zeit von anderen buddhistischen Schulen und dem Hinduismus beeinflusst wurde. Mit dem Niedergang buddhistischer Einflüsse in Indien verlagerte sich das Zentrum des Theravada-Buddhismus nach Sri Lanka.

    In Sri Lanka wurde der Theravada-Buddhismus seit seiner Einführung im 3. Jahrhundert v. Chr. kontinuierlich praktiziert und weiterentwickelt. Dort wurde er zur dominierenden buddhistischen Tradition und blieb bis heute eine wichtige religiöse Kraft in der Gesellschaft.

    Während des 19. und 20. Jahrhunderts erlebte der Theravada-Buddhismus eine Wiederbelebung und Verbreitung in anderen Ländern Südostasiens wie Thailand, Myanmar, Kambodscha und Laos.

    Heute ist der Theravada-Buddhismus eine der am weitesten verbreiteten buddhistischen Traditionen, die nicht nur in Sri Lanka, sondern auch in anderen Teilen der Welt praktiziert wird.

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    • 12. Februar 2024 um 00:24
    • #420

    Ich komme ja sozusagen aus dieser Tradition bzw ist dieses Umfeld eines in dem ich Austausch hatte. Auf Dhamma Wheel zum Beispiel. Allerdings wird auch unter diesen Namen unterschiedlich gelehrt wie naturgemäß auch an Ansichten festgehalten.

    Desweiteren sind in dieser Lehrtradition aber die Lehrtexte aufbewahrt und erklärt (Traumsprache, aber bequem) , die hier zum Teil auch vorgestellt werden / auf die man sich bezieht. Insofern bietet es sich an, die Lehrauslegungen unter dem Namen ‚Theravada‘ zu nennen.

    Ich bin mir sicher, dass die meisten Theravadalehrer und Lehrerinnen, (auch als meditative Vorbereitung bzw Grundhaltung des Geistes) die Wichtigkeit der Entwicklung von rechter Ansicht und das Ablegen von falscher Ansicht betonen.

    Dass Geburt und Tod etwas mit der willens- und triebbgebundenen Qualität der Beobachtung und den hiervon bedingten Handlungen zu tun hat also mit Wissen und Nichtwissen, ist meiner Erfahrung nach mit Hilfe von Texten, die man dieser Lehrtradition bzw. diesem Namen zuordnet zum Teil ja gut verstehbar. Wie weit man dann in welchem Umfeld und zu welchen Zwecken hinsichtlich der Lehraussagen Buddhas konzeptualisiert und zum Konzeptualisieren einlädt ist auch wieder die Frage nach rechtem Denken und rechter Rede. Aus meiner Sicht ist der knappe und sachliche Gedanke ‚Buddha lehrte das Ende von Geburt Altern und Tod‘ im Kontext dieses Threads passend. Ähnlich sehe ich auch die nüchterne Aussage ‚Es gibt diese Welt und eine andere Welt (MN117).‘

  • Helmut
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    • 12. Februar 2024 um 15:12
    • #421
    Sotapannabumm:

    Aus meiner Sicht ist der knappe und sachliche Gedanke ‚Buddha lehrte das Ende von Geburt Altern und Tod‘ im Kontext dieses Threads passend. Ähnlich sehe ich auch die nüchterne Aussage ‚Es gibt diese Welt und eine andere Welt (MN117).‘

    Es gibt diese Welt und eine andere Welt ist eine knappe nüchterne Aussage. Der entscheidende Punkt ist aber doch, was bedeutet diese knappe Aussage. Es geht ja nicht um die Worte, sondern um die Bedeutung der Worte. Man soll es auch nicht bei der vorläufigen Bedeutung belassen, sondern es geht um die tiefgründige Bedeutung der Worte dieser Aussage.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

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    • 12. Februar 2024 um 15:21
    • #422

    Es gibt diese Welt und Meine Welt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Helmut
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    • 12. Februar 2024 um 15:51
    • #423

    Durch das Austauschen eines Wortes klärt man aber nicht die Bedeutung der Aussage "Es gibt diese Welt und eine andere Welt".

    Geht es nicht darum zu klären, was diese Aussage im Kontext von MN 117 bedeutet? Schließlich wird in MN 117 ja gesagt, dass diese Aussage Teil der richtigen Ansicht ist, die von Trieben beeinträchtigt wird und an Verdiensten teilhat.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Jan87
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    • 12. Februar 2024 um 16:55
    • #424

    Das hier von Buddhadasa hilft vielleicht etwas:

    Zitat

    Welt

    Nun wollen wir das Wort "Welt" (loka) näher beleuchten. In der Umgangssprache bezieht sich das Wort "Welt" auf die Erde, die physische Welt, flach oder rund oder wie immer man sich diese vorstellt.
    In der Dhamma-Sprache bezieht sich das Wort "Welt" auf weltliche (lokiya) Geisteszustände, die weltlichen Stufen im Bereich der geistigen Entwicklung - letztlich also dukkha. Der weltliche Zustand des Geistes ist vergänglich, sich ständig wandelnd und unbefriedigend. Deshalb wird gesagt, `die Welt ist dukkha, dukkha ist die Welt´. Wenn der Buddha die Vier Edlen Wahrheiten (ariya-sacca) lehrte, benutzte er manchmal das Wort "Welt" und manchmal das Wort dukkha. Diese Begriffe bedeuten ein und dasselbe. Sprach er etwa von
    - der Welt
    - der Ursache der Entstehung der Welt
    - dem Erlöschen der Welt
    - dem Weg, der zum Erlöschen der Welt führt,
    so meinte er damit nichts anderes als
    - dukkha
    - die Ursache von dukkha
    - das Erlöschen von dukkha
    - dem Weg, der zum Erlöschen von dukkha führt.
    In einer anderen Bedeutung des Wortes "Welt" in der Dhamma-Sprache, bezieht es sich auf etwas Niedriges, Hohles, etwas, das der Tiefe entbehrt und dem höchsten Potential nicht einmal nahe kommt. Auch bezeichnen wir beispielsweise die eine oder andere Sache als weltlich, um auszudrücken, daß sie nichts mit dem Dhamma zu tun hat. Der Begriff "Welt" bezieht sich also nicht immer auf die Erde, wie in der Umgangssprache.

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    Zitat

    Niedere Daseinsbereiche

    Lasst uns nun abwärts blicken und die "vier elenden Zustände" (apāya) oder die niederen Daseinsbereiche betrachten: Üblicherweise werden vier davon genannt: die Hölle (naraka), die Welt der Tiere (tiracchana), die Welt der hungrigen Geister (peta) und die Welt der furchtsamen Geister (asura oder asurakāya). Sie werden sehr lebendig auf den Wandgemälden in Tempeln dargestellt. Die Hölle, die Tierwelt, die hungrigen und die furchtsamen Geister werden alle entsprechend der traditionellen Glaubensvorstellungen dargestellt, das heißt, dass sie alle erst nach dem Tod auftreten. Mit anderen Worten, die "vier niederen Daseinsbereiche", wie man sie in der Umgangssprache auffasst, werden materialistisch interpretiert. Die Bewohner der Hölle, der Tierwelt und so weiter, werden als reale, niedrige Kreaturen aus "Fleisch und Blut" verstanden.

    In der Umgangssprache ist die Hölle (naraka) eine Region unter der Erde. Sie wird vom Gott des Todes beherrscht, der die Menschen nach dem Tod in diese Unterwelt holt, wo sie allen Arten von Bestrafungen ausgesetzt sind. Stellen wir nun diesen Ort, an den man nach dem Tod gelangen kann, dem Begriff "Hölle", wie er in der Dhamma-Sprache verstanden wird, gegenüber. Hier bedeutet "Hölle" Furcht, Furcht, die wie Feuer brennt - das ist die Hölle der Dhamma-Sprache. Wann immer Furcht uns zusetzt, uns verbrennt, wie Feuer, dann sind wir in diesem Moment in dieser Hölle gefangen. Ebenso, wie Furcht von verschiedener Art sein kann (von Besorgnis bis Panik), so gibt es dementsprechend verschiedene Arten von "Höllen" - die Höllen der Dhamma-Sprache.

    Nun zur "Tierwelt" (tiracchana). Im vordergründigen Sinne der Umgangssprache bedeutet "Geburt in der Tierwelt" die tatsächliche physische Wiedergeburt als Schwein, Hund oder als irgendein anderes Tier. In der Dhamma-Sprache hat dieser Begriff eine ganz andere Bedeutung. In jedem Augenblick, da sich ein Mensch dumm, wie ein tumbes Tier verhält, dann wird er in diesem Moment im Reich der Tiere wiedergeboren. Dies geschieht hier und jetzt! Man kann an einem Tag mehrmals als Tier geboren werden. In der Dhamma-Sprache bedeutet Geburt als Tier ganz einfach Dummheit.

    Der Begriff "hungriger Geist" (peta) bezeichnet in der Umgangssprache ein Geschöpf, mit einem winzigen Mund und einem enorm großen Bauch. Es kann nie genug essen und ist daher chronisch hungrig. Dies ist, der Umgangssprache entsprechend, eine der anderen möglichen Formen der Wiedergeburt nach dem Tod. Die "hungrigen Geister" der Dhamma-Sprache sind rein geistige Zustände. Ehrgeiz, der auf Begehren beruht und Kümmernisse, die aufgrund von Verlangen entstehen; wird der Geist von diesen betroffen, wird man als "hungriger Geist" wiedergeboren. Diese Symptome entsprechen bildlich einem Mund in der Größe eines Nadelöhrs und einem Hungerbauch in der Größe eines Berges. Jeder Mensch, der unter einem intensiven Verlangen, einem pathologischen Durst leidet, jeder, der deshalb übermäßig bekümmert und "angefressen" ist, weist die gleichen Symptome auf, wie ein "hungriger Geist". Von ihm kann man sagen, dass er hier und jetzt als "hungriger Geist" wiedergeboren wurde. Das ist nichts, was nur nach dem Tode geschieht.

    Zum Schluss nun zu den Asuras, den "furchtsamen Geistern". In der Umgangssprache ist ein Asura eine Art unsichtbares Wesen, das herumgeistert und spukt, jedoch zu viel Angst hat sich zu zeigen. In der Dhamma-Sprache bezeichnet das Wort Asura die Angst, die im menschlichen Geist entsteht. Es ist nicht notwendig zu sterben, um als ein Asura geboren zu werden. Wann immer ein Mensch Angst hat, wird er gleichzeitig als Asura wiedergeboren. Sich ohne guten Grund zu ängstigen, übertrieben ängstlich zu sein oder abergläubische Angst vor bestimmten harmlosen Geschöpfen zu empfinden - das heißt als Asura wiedergeboren zu werden. Manche Menschen ängstigen sich davor, Gutes zu tun. Andere wiederum haben Angst, dass mit dem Erreichen von Nibbāna das Leben schal und unerträglich eintönig wird. Es gibt tatsächlich Menschen, die diese Angst vor Nibbāna haben. Von dieser Art von unbegründeter Angst heimgesucht zu werden, ist Wiedergeburt als Asura, im Hier und Jetzt.

    Dies sind die "vier niederen Daseinsbereiche", wie sie in der Dhamma-Sprache verstanden werden. Sie unterscheiden sich doch sehr von den "niederen Daseinsbereichen" der Umgangssprache. Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang einen weiteren Punkt zu bedenken. Wenn wir nicht in die "niederen Daseinsbereiche" im Sinne der Dhamma-Sprache fallen, so können wir sicher sein, auch nicht in die "niederen Daseinsbereiche" der Umgangssprache zu gelangen. Wenn wir also die Fehler vermeiden, die zu Bedrängnis durch Furcht führen, dann vermeiden wir, auch in diesem Leben, in die Hölle zu kommen. Gleichzeitig müssen wir uns nicht darum sorgen, nach dem Tod, in der Hölle zu landen. Ebenso, wenn wir vermeiden, dumm wie ein Tier zu sein, heißhungrig wie ein Peta oder ängstlich wie ein Asura; dadurch sind wir frei von nachteiligen Verhaltensweisen, die möglicherweise unsere Wiedergeburt nach dem Tode als Tier, hungriger Geist oder Asura verursachen könnten. Es ist also angemessen, uns lediglich für die elenden Zustände zu interessieren, bei denen wir Gefahr laufen, sie Hier und Jetzt zu erleben. Die Zustände, die wir nach dem Tod erfahren könnten, können wir getrost beiseitelassen. Es ist nicht notwendig, uns damit zu beschäftigen. Wenn wir Hier und Jetzt vermeiden, zu "hungrigen Geistern", usw. im Sinne der Dhamma-Sprache zu werden, so werden wir auch später keine "hungrigen Geister" im Sinne der Umgangssprache werden, ganz gleich, wie wir sterben. Wenn wir richtig leben und üben, vermeiden wir die vier elenden Zustände Hier und Jetzt ebenso, wie jene, die angeblich nach dem Tod folgen.

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    Zitat

    Himmel

    In der Umgangssprache steht "Himmel" für einen wunderbaren, höchst reizvollen, überirdischen Bereich. Spende diesen oder jenen Betrag für gute Zwecke, und ein Platz im Himmel, mit hunderten von Engeln, ist dir sicher.

    In der Dhamma-Sprache bezieht sich der Begriff "Himmel" zu allererst auf eine betörende, sinnliche Glückseligkeit der allerhöchsten Ordnung. Dies ist der niedere Himmel, der Himmel der Sinnesfreuden. Auf einer höheren Ebene befindet sich der Himmel, der brahmaloka genannt wird und in welchem es keine Objekte der Sinnlichkeit gibt. Dies ist ein Zustand geistigen Wohlbefindens, die sich aus der Abwesenheit von störenden Sinnesobjekten ergibt. Dieser Zustand ist in etwa vergleichbar, mit dem eines Menschen, der sich dem Hunger nach Sinnesobjekten so lange hingegeben und diesen befriedigt hat, bis er ihm überdrüssig geworden ist. Danach würde er nur noch den Wunsch verspüren, ganz frei davon, still und unberührt zu verweilen. Das ist der Zustand der Brahmagötter im brahmaloka.

    Die gewöhnlichen Himmel sind angefüllt mit Sinnesfreuden, der höchste unter ihnen ist der paranimmitavasavattī-Himmel, welcher randvoll mit Sinnesfreuden ist. Hingegen sind die brahmaloka-Himmel frei von jeglicher Störung durch Sinnesfreuden, jedoch ist die Vorstellung von "Selbst" und "Ich" noch immer vorhanden.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Zwei_Arten_der_Sprache.pdf

    PS: Mit der ersten definition macht dann auch dieser Satz von Narada richtig Sinn, stellte ich gerade fest. Beim ersten mal lesen habe ich den noch so verstanden, dass es in der umgansprachlichen Welt nur einen Samma Sambuddha zur gleichen Zeit geben kann

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    (World kommt 415 mal in "the buddha and his teachings" vor ;) )

    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
    Glück ist Gierlosigkeit in der Welt,
    das Überwinden von Begierde.
    Die Beseitigung der ‘Ich bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“

    विहाय कामान्यः सर्वान्पुमांश्चरति निःस्पृहः।
    निर्ममो निरहंकारः स शान्तिमधिगच्छति।।

    3 Mal editiert, zuletzt von Jan87 (12. Februar 2024 um 17:12)

  • Sotapannabumm
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    Buddh. Richtung
    es hilft nicht dieses Feld ernst zu nehmen
    • 12. Februar 2024 um 18:04
    • #425
    Helmut:
    Sotapannabumm:

    Aus meiner Sicht ist der knappe und sachliche Gedanke ‚Buddha lehrte das Ende von Geburt Altern und Tod‘ im Kontext dieses Threads passend. Ähnlich sehe ich auch die nüchterne Aussage ‚Es gibt diese Welt und eine andere Welt (MN117).‘

    Es gibt diese Welt und eine andere Welt ist eine knappe nüchterne Aussage. Der entscheidende Punkt ist aber doch, was bedeutet diese knappe Aussage. Es geht ja nicht um die Worte, sondern um die Bedeutung der Worte. Man soll es auch nicht bei der vorläufigen Bedeutung belassen, sondern es geht um die tiefgründige Bedeutung der Worte dieser Aussage.

    Hallo Helmut


    Der eigentliche Kontext für tiefgündige Bedeutungen von 'es gibt diese Welt und eine andere Welt' (Übersetzung Zumwinkel) im Zusammenhang mit der Nennung bzw Behauptung von rechter Ansicht ist ja durch MN 117 gegeben. Rechte Ansicht ist (zweifach unterschieden) eine Teil-Voraussetzung bzw ein unterstützender Faktor für Edle, richtige Konzentration, so kann man es dieser Textquelle entnehmen.

    Insofern habe ich auch Lehrerinnen bzw auch Lehrer (vorsicht, Traumsprache aber wohl notwendig) des Theravadbuddhismus erwähnen wollen, die die Wirkung von rechter Ansicht bzw rechte Ansicht (das ist vor allem eine Haltung des Geistes, wenigstens ansatzweise in MN117 beschrieben) Kraft ihrer Person oder ihrer 'Verwirklichung' kennen und insofern dann auch auf diesen einen unterstützenden oder sogar notwendigen Faktor (von sieben) 'edlerer Konzentration wenigstens' (schreibe ich einmal von meinem Standpunkt aus) hinweisen. Inwiefern dies dem Geist beihilft, konzentrierter zu sein, ist eine Frage, zu der ich selber gerne eine anschauliche und angemessen ausführliche Erklärung lesen würde. Ich könnte dazu ein wenig sagen, aber nicht oberflächlich und wie im Nebenbei dann nur an dieser Stelle. Diese Frage verdient sozusagen mehr Raum.

    Was jetzt den Satz angeht 'Buddha lehrte das Ende von Geburt Altern und Tod'. In dem Kontext dieses Threads fand und finde ich es immer noch gut. Es gibt Gemüter die, die können sich damit zufriedengeben. Es ergibt sich ja von selbst der Gedanke, dass es eine Art Fortlauf des Bewusstseins bzw des Erfahren geben muss oder in der Art. Ich selbst nehme diese zwei nüchternen zwei Aussagen hierzu wie eine letzte Erklärung 'dazu', einen letzten Hinweis und dahinter ist ein stiller, weiter Raum. Es ist meiner Erfahrung nach am Ende sowieso mehr eine Sache des Herzens und weniger des Verstandes und der Begriffe. Das Herz kann schon auch etwas wissen - so würde ich die Erfahrung wiedergeben. Ich schreibe demgemäss weiter, als ich versuche einmal vorsichtig von meiner Erfahrung aus. Wenn man auf diese Art weiß, dann ist man (wenigstens für diesen Moment) geheilt von dem Traum, dass in Vorstellungen und Gedanken dieser Art bzw dieser Qualität: 'Jemand fühlt ein Gefühl' oder 'Jemand wird geboren' eine grosse bzw fundamentale Wahrheit oder Erkenntnis (auf die man sich in grossen bzw bedeutsamen Fragen stützen könnte) liegt.

    Das heisst bzw ist mein Fazit in diesem Denk- und Schreibfluss anscheinend so: es ist wichtig die Ansichten zu erkennen, die geglaubt werden wollen - so herum schreibe ich es einmal.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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