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  1. Buddhaland Forum
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Kein Karma , keine Wiedergeburt

  • xxx
  • 24. Oktober 2019 um 18:50
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  • xxx
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    • 24. Oktober 2019 um 18:50
    • #1

    Ich bin kürzlich über eine aus meiner Sicht glaubwürdige Quelle (ORF) gestossen als ich mich bezüglich "Erschöpfen von Karma" , welches in einem anderen Thread auftauchte erkundigte.

    ich möchte euch nun fragen, ob diese Darstellung der Lehre des tibetischen Buddhismus entspricht. Es interessiert mich, weil ich diese Anschauung auch schon aus anderen Quellen vernahm, weiss aber nicht mehr woher:

    Samsara im Buddhismus

    Wer mich kennt, weiss, dass ich ein Purist bin und fragt sich deshalb vielleicht weshalb ich hier poste. Meine Frage entspringt einem ehrlichem Interesse und ich will weder belehren noch kritisieren. Ich bedanke mich für kompetente Antworten.

  • kilaya
    Gast
    • 24. Oktober 2019 um 19:44
    • #2

    Ich sehe da keine Unterschiede in den Belehrungen. Wenn die störenden Gefühle aufhören bzw. transformiert sind, und erkannt wird, dass es kein "ich" als Bezugspunkt gibt, hören Samsara und Karma auf zu existieren.

    Karma "erschöpft sich" wenn kein neues angehäuft wird. Generell wird im TB auch von "Selbstbefreiung" gesprochen. Das hat zwei Ebenen. Zum einen befreien sich karmische Eindrücke in dem Moment, wo sie sich ausdrücken. Fügt man nun in Reaktion darauf keine neuen hinzu, hat sich dieses Karma selbst befreit.

    Es gibt aber noch mehr Bedeutungsebenen von "Selbstbefreit" die zu diesem Thema zu weit führen würden.

  • xxx
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    • 24. Oktober 2019 um 19:52
    • #3
    Spock:

    Kannst du kurz sagen, was für dich daran spezifisch tibetisch sein soll?

    Im Artikel wir dies erwähnt: "Im tibetischen Buddhismus werden die Bereiche der Wiedergeburt bildlich im Lebensrad (Bhavacakra) dargestellt".

    Im Palikanon habe ich keine Aussagen bezüglich Erschöpfen von Karma oder eine Beziehung kein Karma = keine Wiedergeburt gefunden obwohl ich dieser Beziehung wie erwähnt schon früher mal irgendwo begegnet bin.

    Deshalb nahm ich an, diese interessante Beziehung (kein Karma = keine Wiedergeburt) spiele im tibetischen Buddhismus eine besondere Rolle und richtete meine Aufmerksamkeit darauf.

  • xxx
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    • 24. Oktober 2019 um 20:25
    • #4
    Spock:

    Ich glaube die Aussage bezieht sich lediglich auf die bildliche Darstellung. Eine bildliche Darstellung habe ich im PK tatsächlich noch nicht gesehen. :)

    [lz]

    Es wurde ferner gesagt, daß man das Wirken (kamma) zu erkennen hat, sowie seine bedingte Entstehung, seine Verschiedenartigkeit, sein Ergebnis, seine Aufhebung und den zu seiner Aufhebung führenden Weg.

    pk A 6.63

    [/lz]

    Das läuft imho über Sankhara, zusammen mit GHV.

    Danke für den Hinweis auf diese Sutte. Interessanterweise wird darin auf den achtfachen Pfad verwiesen:


    [lz]

    Was aber ist die bedingte Entstehung des Wirkens ?

    Durch den Sinneneindruck, ihr Mönche, ist die Entstehung des Wirkens bedingt. -

    Was aber ist die Aufhebung des Wirkens?

    Die Aufhebung des Sinneneindrucks ist die Aufhebung des Wirkens.

    - Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Wirkens führende Weg


    [/lz]

    Da steht aber nirgends, dass das die Aufhebung des Sinneseindrucks oder die Aufhebung des Wirkens zum Verlassen von Samsara führt und eine Wiedergeburt verhindert.

  • xxx
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    • 24. Oktober 2019 um 20:35
    • #5

    Danke für deine Links. Ich werde diese gerne studieren. Ich frage mich jedoch weiterhin ob die Aussage im ORF Artikel zutrifft:

    im Artikel wird unter dem Titel:

    - Kein Karma, keine Wiedergeburt-

    geschrieben:

    Im Zentrum des Kreises des Lebensrads werden die drei Grundübel Gier, Hass und Verblendung gezeigt, die meist als Schwein, Hahn und Schlange dargestellt werden. Diese drei sind der Antrieb für Karma, das wiederum das Lebensrad, Samsara, in Schwung hält. Werden diese drei Grundübel durch ihre positiven Wiedersacher Gleichmut, liebevolle Güte und Einsicht ersetzt, endet Karma und damit der Impuls zur Wiedergeburt: Befreiung ist verwirklicht

    2 Mal editiert, zuletzt von xxx (24. Oktober 2019 um 20:46)

  • user9999
    Gast
    • 24. Oktober 2019 um 21:05
    • #6

    Das Rad des Lebens, auf das sich im Aritkel bezogen wird, wurde mir immer im Zusammenhang mit dem Abhängigen Entstehen gelehrt.

    Dabei wurde sich auf das (Mahayana)Sutra vom Reissetzling bezogen. Ich habe das online nicht gefunden, ich hätte es noch in meinen Unterlagen als Printausgabe.

    Ich erinnere mich, dass anhand dieses Reissetzlings das Abhängige Entstehen gelehrt wurde - es gab dann auch die umgekehrte Reihenfolge, die meiner Erinnerung nach darauf hinauslief, dass es ohne Karma keine Wiedergeburt gibt.

    Ich müßte graben - vielleicht hat es irgendjemand auch greifbarer?

    Edit: Okay, ich habe die Stelle gefunden, die ich meine:

    Zitat

    “When ignorance ceases, formations cease. When formations cease, consciousness ceases. When consciousness ceases, name and form cease. When name and form cease, the six sense sources cease. When the six sense sources cease, contact ceases. When contact ceases, sensation ceases. When sensation ceases, craving ceases. When craving ceases, appropriation ceases. When appropriation ceases, becoming ceases. When becoming ceases, birth ceases. And when birth ceases, aging and death, sorrow, lamentation, suffering, despair, and anxiety cease. Thus does this entire great heap of suffering cease. This is what the Bhagavān has called dependent arising.

    Quelle: 84000 Reading Room | The Rice Seedling

    Einmal editiert, zuletzt von user9999 (24. Oktober 2019 um 21:21)

  • Monikamarie
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    • 24. Oktober 2019 um 23:56
    • #7

    Was ich nicht verstehe ist, dass bei Buddha noch altes Karma wirkte. Wie passt das dann zusammen?

    _()_

  • Leon
    Gast
    • 25. Oktober 2019 um 01:09
    • #8
    Monikadie4.:

    Was ich nicht verstehe ist, dass bei Buddha noch altes Karma wirkte. Wie passt das dann zusammen?

    _()_

    Warum sollte es nicht ?

    Er hat doch auch welches gemacht in seinen früheren Leben und auch im jetzigen ,da er sich ja immer wieder freiwillig ins samsara begiebt um allen Wesen zu helfen !?

    _()_

  • Leon
    Gast
    • 25. Oktober 2019 um 01:48
    • #9

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    Bitte von unten nach oben lesen ;)

    Hab mich verdrückt :nosee:

    Einmal editiert, zuletzt von Leon (25. Oktober 2019 um 02:14)

  • hedin02
    Gast
    • 25. Oktober 2019 um 08:08
    • #10

    Kein Karma ist m.E. nicht möglich: möglich ist „inaktives Karma“, dem die Ursache (Begehren) entzogen wurde; ohne Begehren keine karmische Wirkung (Wiedergeburt).

  • Monikamarie
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    • 25. Oktober 2019 um 08:56
    • #11
    Citröyen:

    Warum sollte es nicht ?

    Er hat doch auch welches gemacht in seinen früheren Leben und auch im jetzigen ,da er sich ja immer wieder freiwillig ins samsara begiebt um allen Wesen zu helfen !?

    Moin Citröyen,

    darum geht es mir nicht, sondern um das Thread-Thema "kein Karma, keine Wiedergeburt".

    Kein Karma kann eigentlich nur bedeuten, in diesem Leben kein angehäuftes Karma mehr, also auch keine Wiedergeburt.

    SPK:

    Der Buddha hatte Schmerzen im Rücken, stieß seinen Fuß an einen Felsen - soweit ich mich erinnere, wurde sogar versucht, ihn umzubringen usw., deshalb heißt es "durch Karma aus früheren Leben ..." Das war noch altes Karma. So verstehe ich, dass es sich nur um neu hinzugekommenes Karma handeln kann.

    (Leider habe ich jetzt das Sutra nicht zur Hand)

    Aber ich habe mir nochmal Bakrams Artikel durchgelesen, darin wird das ja auch bestätigt. Meine Frage war also überflüssig (:

    _()_

  • Monikamarie
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    • 25. Oktober 2019 um 08:57
    • #12
    hedin02:

    Kein Karma ist m.E. nicht möglich: möglich ist „inaktives Karma“, dem die Ursache (Begehren) entzogen wurde; ohne Begehren keine karmische Wirkung (Wiedergeburt).

    Ja, Hedin, sind Gier, Hass und Verblendung ausgelöscht, entsteht auch kein neues Karma, also auch keine Wiedergeburt.

    _()_

  • Xyz
    Gast
    • 25. Oktober 2019 um 10:05
    • #13
    Bakram:

    Im Palikanon habe ich keine Aussagen bezüglich Erschöpfen von Karma oder eine Beziehung kein Karma = keine Wiedergeburt gefunden obwohl ich dieser Beziehung wie erwähnt schon früher mal irgendwo begegnet bin.

    Deshalb nahm ich an...

    Im Pali-Kanon sollten sich im Samyutta Nikaya einige Aussagen darüber finden lassen

    das zB Mara ab einem Arhat nichts mehr an SELBST vorfindet für eine Wiedergeburt..

    (Die Sutta mit dem Arhat der Selbstmord begangen hat finde ich jetzt auch grad nicht so schnell:tee:)

    Wenn keiner da ist, kann nichts wiedergeboren werden.:rose:

    Bedeutet ja nicht das Karma erlöscht oder zwischen Karma= Wiedergeburt keine Beziehung steht.

    Das bedeutet nur das KEINER, kein SELBST mehr da ist der wiedergeboren wird,

    weil die innere Realität des NICHT-ICH erkannt wurde, lernte ich mal...:heart:_()_

  • Leon
    Gast
    • 25. Oktober 2019 um 15:59
    • #14

    Ich habe noch eine Aussage aus

    A IX ,38 gefunden:

    "...erlangt ein Mönch nach völligem Übersteigen des Spannungsfelds >Nicht eigentlich Wahrnehmung ,aber auch nicht keine Wahrnehmung <

    die Auflösung von Wahrnehmungsempfindung und verweilt so ,und nachdem er dies hernach mit klarem Wissen festgestellt hat ,sind alle Möglichkeiten der Beeinflussung endgültig aufgehoben .

    Den nennt man einen Mönch ,der das Ende der Welt erreicht hat .

    Der weilt am Ende der Welt .

    Hinter sich gelassen hat er jeden Bezug zu allen drei Erscheinung von >Welt <."

    und weilt also noch in dieser Welt ?!

    Und im Mahayana -Uttaratantra-Shastra steht

    Erleuchtung von welcher der Buddha sagt :

    "Sie ist ihrer Natur nach klares Licht ...sie ist frei von Verschmutzung

    ( Karma ?) der wesensfremden Gifte und Hindernisse des Wissens ,deren Schleier sie verhüllten (Verblendung ?) wie ein dichtes Wolkenmeer .

    Und B.II.2.2.2.4.3.2.3.1.2.

    Die Art und Weise ,wie weder Geburt noch Tod vorhanden sind ,da der (Dharmakaya) unterbrochen

    ist

    "Ähnlich wie (Indra) manifestiert er ohne Anstrengung seine Taten ,zeigt

    (körperliche Erscheinung)usw.

    ,ohne sich vom geburtlosen und totlosem Dharmakaya (zu entfernen)

    so lange die Existenzen auch andauern ."

    Also doch ohne Karma ..?

    LG und :):tee:

  • S. Celine
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    Buddh. Richtung
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    • 6. November 2019 um 12:54
    • #15

    Kann man eigentlich aus buddhistischer Sicht bzw. aus Sichten mancher (welcher?) Schulen Karma-Punkte ansammeln, wenn einem ein Haufen Scheiß passiert und man trotzdem auf dem rechten Weg bleibt? Ich meine, so Hiob-mäßig?

    Ich könnte dringend wieder etwas Glück in meinem Leben brauchen... :oops:

    Gnothi seauton

  • Leon
    Gast
    • 6. November 2019 um 13:06
    • #16

    S. Celine

    Das glaube ich nicht ,das wäre zu einfach;)

    Aber gutes Karma machen hilft immer ,ist aber ohne Garantie :erleichtert:

    LG :rad:

  • kilaya
    Gast
    • 6. November 2019 um 13:17
    • #17

    Es ist zwar nicht so mathematisch, wie Du das darstellst, aber ich denke schon, dass die Eindrücke, die entstehen, wenn man gegen grosse Widerstände konsequent bei einem ethisch korrekten oder gar mitfühlend-aktiven Verhalten bleibt, stärker sind, als welche, die man unter Optimalbedingungen erzeugt. Allerdings sollte man bei solchen Ideen vermeiden, das Handeln mit festen Erwartungen zu verbinden. Man kann nicht wissen, wann die Bedingungen da sein werden, damit die neuen Eindrücke reif werden, und die schwierigen Eindrücke ihre Kraft verlieren, und vor allem sollte man nicht an die Sache herangehen mit der Einstellung, sich wegen der "Karmapunkte" richtig zu verhalten. Die Notwendigkeit, sich ethisch korrekt zu verhalten, liegt in der Sache an sich. Was vielleicht aus tibetischer Sicht hilfreich sein kann, ist zumindest Zuflucht zu nehmen, oder gar das Bodhisattva-Versprechen. Denn damit ist ein gewisser Schutz verbunden, durch negative Eindrücke komplett in einen Abgrund gezogen zu werden, und auf der anderen Seite werden die Bemühungen um ein korrektes oder gar nützliches Verhalten unterstützt.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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