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Licht am Ende des Tunnels

  • Netsrot
  • 27. Dezember 2019 um 07:02
  • Zum letzten Beitrag
  • Netsrot
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    • 27. Dezember 2019 um 07:02
    • #1

    Verliert jemand der das Licht am Ende des Tunnels gesehen hat zusehend die Lust am Leben ?

  • Martin1980
    Gast
    • 27. Dezember 2019 um 07:36
    • #2
    Netsrot:

    Verliert jemand der das Licht am Ende des Tunnels gesehen hat zusehend die Lust am Leben ?

    Er wird nicht an Selbstmord denken, aber es entsteht eine Art von Ernüchterung , Reizlosigkeit.

    Freude und Leid machen Platz für einen Frieden, der nicht mehr bedingt ist, durch die Erscheinungen und Erfahrungen, die diese Welt noch zu bieten hat.

    In Wirklichkeit ist da kein Licht am Ende des Tunnels, wir sind das Licht.

    Wir kreieren eine Idee von "ich" und die "Welt", eine "Zukunft" in der dieses "Ich" Befreiung erlangen wird.


    Alles Gute für Dich!

  • Xyz
    Gast
    • 27. Dezember 2019 um 07:52
    • #3

    Früher sagten wir „ Das Licht am Ende des Tunnels kann auch ein entgegenkommender Zug sein“..😉

    Von welchem Ende sprichst Du also mit anderen Worten.

    Wenn ich mit mir im Inneren im Frieden und Heil bin gibt es keine Unzufriedenheiten mehr, sondern Tatsachen ohne Gefühl über das was war und das was um mich herum noch ist.Keinerlei Gier dies oder Jenes haben zu wollen.

    Hatte es ja schon einmal, körperlich oder geistig.

    Ein Leben in Frieden ohne Glück und Schmerz ist ein Willkommenheissen des Moments.

    Und jeder Moment ist dann einfach ein Leben im Moment...🙏

  • Netsrot
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    • 27. Dezember 2019 um 09:07
    • #4
    SGM:

    Früher sagten wir „ Das Licht am

    Und jeder Moment ist dann einfach ein Leben im Moment...🙏

    Das Leben im Moment bekomme ich "nur " in der Meditation hin. Der Zeit begleitet mich mehr oder minder ein gewisser Überdruß am Leben. Nicht Deprimiert aber Überdruß. Es kommt aber auch vor das ich einige Zeit nach der täglichen Meditation von einer Art Euphorie befallen bin. Die sich dann im Verlauf des Tages wieder verzieht. Ich habe erfahren das diese Hochstimmung auftritt wenn ich auch im Alltag plötzlich eine große Ruhe spüre. Ich weiß ich muß aus meinem Leben nicht ausbrechen ,aber manchmal ist mir danach. Diese gesamte konsumorientiert Fassade ist schon sehr erdrückend. ( dies eine Bemerkung von jemanden der satt sauber trocken ist ). Vielleicht hat Brecht Recht mit " Erst kommt das Fressen dann die Moral."

  • Katrin.
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    • 27. Dezember 2019 um 10:14
    • #5
    Netsrot:

    Das Leben im Moment bekomme ich "nur " in der Meditation hin. Der Zeit begleitet mich mehr oder minder ein gewisser Überdruß am Leben. Nicht Deprimiert aber Überdruß.

    Achte auf deine Gedanken und Vorstellungen, kurz bevor das Gefühl des Überdrusses aufkommt. Was löst den Überdruss aus?

    Zum Beispiel "diese gesamte konsumorientierte Fassade". Versuch zu ergründen, was genau du daran als erdrückend empfindest, was daran du abwehrst. Ergründe dein eigenes Begehren, dein eigenes Wollen und dein eigenes Nicht-Wollen.

    Außerdem: Was ist mit der Euphorie bei der Meditation? Sehnst du dich danach?

  • mukti
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    • 27. Dezember 2019 um 10:40
    • #6
    Netsrot:

    Verliert jemand der das Licht am Ende des Tunnels gesehen hat zusehend die Lust am Leben ?

    Die Freude am Leben nimmt zu, indem jetzt ein höherer Sinn erkennbar ist. Die Freude an Sinnesbefriedigung nimmt ab, weil sie als Ursache von Leid erkannt wird.

    Mit Metta, mukti.


  • Xyz
    Gast
    • 27. Dezember 2019 um 10:51
    • #7
    Netsrot:
    SGM:

    Früher sagten wir „ Das Licht am

    Und jeder Moment ist dann einfach ein Leben im Moment...🙏

    Das Leben im Moment bekomme ich "nur " in der Meditation hin. Der Zeit begleitet mich mehr oder minder ein gewisser Überdruß am Leben. Nicht Deprimiert aber Überdruß. Es kommt aber auch vor das ich einige Zeit nach der täglichen Meditation von einer Art Euphorie befallen bin. Die sich dann im Verlauf des Tages wieder verzieht. Ich habe erfahren das diese Hochstimmung auftritt wenn ich auch im Alltag plötzlich eine große Ruhe spüre. Ich weiß ich muß aus meinem Leben nicht ausbrechen ,aber manchmal ist mir danach. Diese gesamte konsumorientiert Fassade ist schon sehr erdrückend. ( dies eine Bemerkung von jemanden der satt sauber trocken ist ). Vielleicht hat Brecht Recht mit " Erst kommt das Fressen dann die Moral."

    Glaube zu spüren was Du mit Deiner Beschreibung aussagen möchtest.

    Geht mir heute auch manchmal so.

    Meist mit dem Leid um mich herum, dem ganzen Überfluss, der Unwissenheit Anderer, den so unwichtig gewordenen Themen usw.

    Dann kontempliere ich mehr statt zu meditieren.

    Dadurch erreiche ich in mir den Zustand der mittleren Struktur schnell zurück.

    In mir erlebe ich diese für mich auch noch "neue" Gefühlsverfassung-/stimmung auch nicht immer und ständig mittig.

    Dafür ist die Bewusstseins Ebene einfach noch nicht gefestigt genug und benötigt die tägliche Achtsamkeit, Disziplin und Struktur.

    Doch auf diese kontemplative Art und Weise im Umgang der Bewusstheit dessen,

    dauern dann die Phasen jedenfalls auch nicht mehr so lange an und haben auch

    keine großartigen negativen Folgen mehr für mich.

    Denke der innere Prozess dauert einfach seine Zeit..:kerze:_()_

  • Monikamarie
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    • 27. Dezember 2019 um 11:26
    • #8
    Netsrot:

    Verliert jemand der das Licht am Ende des Tunnels gesehen hat zusehend die Lust am Leben ?

    Nein, eigentlich habe ich da Freude empfunden und die Einsicht, dass alles - so wie es ist - in Ordnung ist.

    Aber wie Martin schon schreibt

    Martin1980:

    Er wird nicht an Selbstmord denken, aber es entsteht eine Art von Ernüchterung , Reizlosigkeit.

    SGM:

    Geht mir heute auch manchmal so.

    Meist mit dem Leid um mich herum, dem ganzen Überfluss, der Unwissenheit Anderer, den so unwichtig gewordenen Themen usw.

    Dann kontempliere ich mehr statt zu meditieren.

    Dadurch erreiche ich in mir den Zustand der mittleren Struktur schnell zurück.

    Kontemplieren ist für mich zur Hauptbeschäftigung geworden. Auch hier erhalte ich hin und wieder Einsichten, die mich weiterbringen. Vor allem aber bleibe ich dadurch in der Mitte, versuche mir nichts anderes herbeizuwünschen, versuche, nichts anderes mehr abzulehnen. Das sind heute meine Selbstgespräche, die mich auf dem Pfad halten.

    Heute Nacht konnte ich wieder mal nicht schlafen und da fiel mir ein, dass ich bis vor ca. 20 Jahren immer ein besserer Mensch sein wollte, habe mit meinen unheilsamen Eigenschaften gerungen und bin doch immer wieder sehr zornig und selbstgerecht geworden. Gerade auch durch meine spirituellen Erfahrungen (Licht am Ende des Tunnels) brachen heftige Aggressionen hervor, die ich nur mit größter Kraft zurückhalten konnte. Ich kam mir vor, als ob ich alleine am Steuer die Titanic am Eisberg vorbeimanövrieren musste.

    Irgendwann war das vorbei, ich war plötzlich entspannt. Vor allem als ich hier im Buddhaland das erste Mal richtig mit der Lehre Buddhas in Kontakt kam. Jetzt bin ich nur noch ein Mensch, der sich tagtäglich mit Gedanken über die Lehre und ihre Konsequenzen beschäftigt und dankbar für die Einsichten und Mittel ist, unheilsame Energien, Gedanken, Handlungen einfach am Geistes-Tor zurückzuweisen. Ich sehe sofort, wenn das schwierig wird, woran das lag. Und das kann ich dann wieder ändern! Ein großes Glück, so zu leben.

    _()_

  • Aravind
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    • 28. Dezember 2019 um 15:19
    • #9
    Netsrot:

    Verliert jemand der das Licht am Ende des Tunnels gesehen hat zusehend die Lust am Leben ?

    Hallo Thorsten,

    ich finde es spannend, dass Du Deinen Verdruss mit der Praxis in Verbindung bringst, statt das "Leben im Moment" zu nutzen, um den Verdruss Verdruss sein zu lassen und den in Ruhe aufzudröseln. Da hast Du doch eine tolle Basis, um den "Rest Deines Lebens" anzugucken, und erwachsen zu verändern, was zu verändern ist. Langsam, schnell, oder gar nicht.

    Aus eigener Erfahrung klingt mir die beschriebene Meditationserfahrung nach "Freude", und die ist eher "heiß", also hat noch das Potential zu Anhaftungen. Dann ist es natürlich blöd in den Momenten, in denen diese Freude nicht da ist. Der Weg wäre dann dann u.a. Entzücken und Gleichmut (nach den Sieben Erwachungsglieder, aus dem Gedächtnis; hab gerade keine Lust, das nachzuschlagen :) ). Gleichmut wäre dann ale Ende der Kette ein Zustand ohne Anhaftung an eben diesen Zustand.

    Nach meiner Erfahrung passt das ganz gut (nein, ist kein Stufenweg; das kann alles mehr oder weniger gleichzeitig auftreten, nur die Anteile verschieben sich).

    Schöne, dass Du Augenblicke mit "Leben im Moment" und Freude in Deiner Praxis findest!

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Netsrot
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    • 28. Dezember 2019 um 21:01
    • #10

    Ja Aravind,

    die Vermutung mit dem Gleichmut scheint oder ist richtig, denn in dem Moment in dem ich in der Meditation Vertrauen und Gelassenheit entwickle ,kann ich sehen und es ist alles so einfach klar und richtig . Es ist wohl eine Phase endgültig mit der "alten" Sicht der Dinge und des Ich's zu brechen. Ich will es ev. erzwingen ,was natürlich das Gegenteil von Vertrauen ist. Nicht handeln, sich völlig aufgeben hingeben ist schon in der Meditation nicht einfach .Ich habe Jahre gebraucht um dahin zu kommen. Aber eines nehmen wir alle mit die wir schon den Geschmack wirklicher Freiheit schmecken konnten. Alles ist gut wie es ist

  • Horin
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    • 31. Dezember 2019 um 00:53
    • #11
    Netsrot:
    SGM:

    Früher sagten wir „ Das Licht am

    Und jeder Moment ist dann einfach ein Leben im Moment...🙏

    Das Leben im Moment bekomme ich "nur " in der Meditation hin. Der Zeit begleitet mich mehr oder minder ein gewisser Überdruß am Leben. Nicht Deprimiert aber Überdruß. Es kommt aber auch vor das ich einige Zeit nach der täglichen Meditation von einer Art Euphorie befallen bin. Die sich dann im Verlauf des Tages wieder verzieht. Ich habe erfahren das diese Hochstimmung auftritt wenn ich auch im Alltag plötzlich eine große Ruhe spüre. Ich weiß ich muß aus meinem Leben nicht ausbrechen ,aber manchmal ist mir danach. Diese gesamte konsumorientiert Fassade ist schon sehr erdrückend. ( dies eine Bemerkung von jemanden der satt sauber trocken ist ). Vielleicht hat Brecht Recht mit " Erst kommt das Fressen dann die Moral."

    Klingt für mich nach Weltflucht.. mMn kann das Leben erst wirklich wertgeschätzt werden, wenn erkannt wird, was dem Leben zugrunde liegt. Natürlich klammert man nicht mehr daran, weil erkannt wurde, dass Körper und Geist nicht ich sind, jedoch ist dieses Leben so kostbar, weil es zur Verwirklichung, zum Leben des Dharma genutzt wird. Die menschliche Existenz ist so wertvoll, weil wir den SINN erkennen können. Wen schert es, was die anderen machen? Was kümmerts dich, ob dein Nachbar einen fahren lässt? Sieh zu, dass du auf dich schaust, dein Leben voll und ganz verwirklicht. Es wird schnell genug zu Ende sein....und lass die Trennung zwischen formaler Meditation und Alltag weg.

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • KarmaHausmeister 3. Juni 2022 um 14:06

    Hat das Thema aus dem Forum Meditation nach Buddhistische Praxis verschoben.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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