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  1. Buddhaland Forum
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Ist der Buddhismus zu lieb?

  • Gluecklichsein
  • 25. Januar 2020 um 15:01
  • Zum letzten Beitrag
  • lotsawa
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    • 27. Januar 2020 um 16:13
    • #51

    Das ist wirklich eine interessante Frage, ob der Buddhismus zu lieb ist.

    Ich sehe das so, dass nicht die Frage zu stellen ist, ob der Buddhismus zu lieb ist, sondern sind möglicherweise die Buddhisten zu lieb, zu brav, vielleicht sogar manchmal auch zu naiv.

    Meine Antwort ist: NEIN.

    Meine Maxime ist, die ich bemüht bin zu leben:

    Stelle dich niemals über andere, zeige dich anderen niemals als überlegen oder besser wissend. Handle immer nach der Maxime, dass du anderen behilflich bist, voller Mitgefühl. Füge anderen mit Köroer, Rede und Geist niemals Schaden zu, sondern sei ihnen immer, so gut es möglich ist, nützlich.

    Es geht mir um meine Reaktionen auf die Emotion anderer Menschen. ... Emotionale Empathie die mich erkennen lässt was der andere fühlt, was ihn/sie bewegt, um darauf angemessen reagieren zu können, um dieser anderen Personen behilflich zu sein, nützlich zu sein.

    Ist das wirklich zu lieb? Oder bin ich zu naiv?

    :?:(:)

  • Helmut
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    • 27. Januar 2020 um 16:26
    • #52

    Hallo lotsawa,

    es gibt zwei Merkmale aufgrund derer man Buddhist/Buddhistin ist: von der Verhaltensweise und von der Sichtweise her.

    Dass was du beschreibst ist genau das was meines Erachtens gemeint ist, wenn es heißt, man ist von der Verhaltensweise her Buddhist/Buddhistin. Deshalb ist das was du schreibst weder naiv noch zu lieb, sondern das worum es von der Verhaltensweise her geht.

    Aber sich genauso im Alltag im Umgang mit seinen Mitmenschen zu verhalten, ist keineswegs besonders einfach und erfordert viel Übung, viel eigene Geistesschulung, damit es gelingt.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Aravind
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    • 27. Januar 2020 um 16:26
    • #53
    Gluecklichsein:
    Aravind:

    Ein Effekt der Praxis wäre dann, nicht "lieb" zu sein, sondern die Ängste vor den Bedrohungen von außen anzusehen, und beispielsweise zu untersuchen, ob Kampf wirklich die erforderliche Herangehensweise ist.

    Und das Ergebnis dieses Ergebnisses wäre nicht Mitgefühl, sodass man zurücksteckt? Ich weiß Metta schließt einen ein. Dass übersehe ich gerne...

    Genau, Du hast dieAntwort ja schon gegeben. Wenn Du Dich übervorteilen lässt, ist das keine Liebende Güte Dir gegenüber.

  • Anandasa
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    • 27. Januar 2020 um 16:40
    • #54
    S-Mater:

    :rose:_()_...

    - MN 20 -

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Begierde, mit Haß und mit Verblendung verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert.

    Dann gibt es nichts anderes als mit der Zeit Muskelschmerzen der Muskelbänder, die den Unterkiefer bedienen. Gibt niemanden, der das besser weiß als ich.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Aravind
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    • 27. Januar 2020 um 17:03
    • #55
    Anandasa:

    Gibt niemanden, der das besser weiß als ich.

    Schon lustig, durch den häufigen Gebrauch dieser Wendung durch eine bestimmte Person ist der Satz fast nur noch als Witz zu gebrauchen. ;) :)

  • Anandasa
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    • 27. Januar 2020 um 17:05
    • #56
    Aravind:
    Anandasa:

    Gibt niemanden, der das besser weiß als ich.

    Schon lustig, durch den häufigen Gebrauch dieser Wendung durch eine bestimmte Person ist der Satz fast nur noch als Witz zu gebrauchen. ;) :)

    Ich weiß es aber, weil ich genau das jahrelang gehabt habe. Dieser Satz in MN 20 ist nur bildlich zu verstehen als Metapher, dass man sich anstrengen muss. Nimmt man ihn wörtlich, gibt es Muskelschmerzen.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • mukti
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    • 27. Januar 2020 um 18:46
    • #57
    Anandasa:
    S-Mater:

    :rose:_()_...

    - MN 20 -

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Begierde, mit Haß und mit Verblendung verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert.

    Dann gibt es nichts anderes als mit der Zeit Muskelschmerzen der Muskelbänder, die den Unterkiefer bedienen. Gibt niemanden, der das besser weiß als ich.

    Das ist auch die letzte Methode, falls die drei in dieser Lehrrede erwähnten Methoden der Achtsamkeit und Untersuchung nicht funktionieren sollten. Und nicht dauerhaft, von Zeit zu Zeit heißt es hier.

    Mit Metta, mukti.


  • Xyz
    Gast
    • 27. Januar 2020 um 18:58
    • #58
    kilaya:
    S-Mater:

    :rose:_()_...

    - MN 20 -

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Begierde, mit Haß und mit Verblendung verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert.

    Ohne damit ein komplett neues Faß aufmachen zu wollen (dafür bitte einen neuen Thread erstellen), ich vermute dass man die Idee der Schützerkräfte im tibetischen Buddhismus durch solche Aussagen untermauert hat. Denn letztlich sind die Weisheitsschützer nichts anderes als Symbole für solche geistigen Aktivitäten, für innere Prozesse. Da jeder innere "Gegner" andere Methoden braucht, um bezwungen zu werden, gibt es einen Vielzahl vielgestaltiger Symbole. Und es gibt nicht nur die blanken zentralen störenden unheilsamen Kräfte wie Zorn, Hass, Verblendung, Gier, Neid, sondern auch noch unzählige Mischformen davon. Zorn, der aus Hass entsteht, der aus Neid entstanden ist, Gleichzeitigkeit von Gier und Hass in Bezug auf das gleiche Objekt, Neid, weil jemand anders das Objekt der Begierde erlangt hat usw. usw. Die Tibeter sprechen glaube ich von 84.000 Mischformen, wobei solche Zahlen auch wieder symbolisch und nicht wörtlich zu nehmen sind.

    Hallo Kilaya trenne es gerne ab denn es war von mir ja gar nicht zum Faß eröffnen angedacht._()_

  • Monikamarie
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    • 27. Januar 2020 um 19:16
    • #59

    Warum abtrennen, es passt doch zum Thema "Ist der Buddhismus zu lieb".

    Ist er doch gar nicht. Viele empfinden ihn sogar zu grausam.

    _()_

  • kilaya
    Gast
    • 27. Januar 2020 um 20:40
    • #60
    S-Mater:

    Hallo Kilaya trenne es gerne ab denn es war von mir ja gar nicht zum Faß eröffnen angedacht.

    Ich meinte mich selbst - wenn das Thema tibetische Schützer vertieft werden soll, dann in einem neuen Thread. Bleibt es als kleine Nebenbemerkung so stehen, passt es m.E. in den Thread, sonst hätte ich es nicht hier geschrieben... ;)

  • Gluecklichsein
    Gast
    • 27. Januar 2020 um 21:45
    • #61

    Hallo,

    vielen lieben Dank für die vielen Antworten. Sie alle helfen mir sehr! _()_ Ich möchte zuerst auf eine Antwort eingehen, da die perfekt zu meiner Frage passt:

    PhenDe:

    In den alten Schriften, vor allem in den 37 Übungen des Bodhisattva, wird tatsächlich jede Aggression vermieden. Um solche Dinge wie "sich Durchsetzen" oder "Dinge abschließen" geht es überhaupt nicht. Es ist ein spirituelle Reise. Wie weit du gehst ist deine Entscheidung. Du könntest genau die 6 Verse unten praktizieren.

    Da heißt es z.B.:

    Selbst wenn jemand von Gier getrieben uns unseren Besitz wegnimmt oder andere dazu bringt, das zu tun, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, ihnen den eigenen Körper, Besitz und den Verdienst der drei Zeiten zu widmen.

    Wenn eine Person einem - ohne dass man irgendeinen Fehler gemacht hätte - den Kopf abschneiden will, so ist es Praxis des Bodhisattvas, durch die Kraft des Mitgefühls ihr negatives Karma auf sich selbst zu nehmen.

    Selbst wenn jemand in allen drei Universen schlecht über einen redet, so ist es Praxis des Bodhisattvas, mit liebevollem Geist über dessen Qualitäten zu sprechen.

    Wenn jemand schlecht über einen redet und vor einer öffentlichen Versammlung unsere Fehler offen legt, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, sich vor ihm zu verbeugen und ihn als spirituellen Freund zu sehen.

    Wenn eine Person, die ich schätze und um die ich mich gekümmert habe wie um meinen eigenen Sohn, mich als Feind sieht, so ist es die Praxis des Bodhisattvas, sie noch mehr zu lieben als eine Mutter ihr krankes Kind.

    Wenn eine mir gleich- oder niedergestellte Person mich, getrieben von Stolz, beschimpft, so ist es Praxis des Bodhisattvas, sie respektvoll als den eigenen Guru über den Kopf zu setzen.

    Grüße

    Alles anzeigen

    Diese Empfehlungen decken sich mit meiner Hypothese. Manches kann man ja noch mitfühlend für alle Seiten interpretieren. Wenn jemand schlecht redet, dann ist dies eine gute Lekton nicht in Groll oder Rache zu verfallen, sondern loszulassen. Ihn als Freund sehen, der verblendet ist. Aber wenn mir einer Besitz wegnimmt, soll ich meinen Verdienst und Besitz widmen? Wenn einer mein Haus ausraubt und die Lebensexistenz meiner Familie oder Freunde stiehlt, werde ich nicht daraufhin meinen (jetzt seinen) Hof kehren, damit er es schön sauber hat ;) Ich gehe zur Polizei. Wenn mir jemand den Außenspiegel abtritt aus Hass, werde ich nicht mit Groll oder Hass antworten. Aber ganz sicher seine Versicherung um das Geld bitten, um meinen Schaden zu begleichen. Oder würdet ihr sagen "macht doch nichts, tritt doch den anderen ab...ach was nimm das Auto, du bist mein Freund?" Wenn mir jemand den Kopf abschneiden will, werde ich primär dafür sorgen mich zu schützen. Metta schließt wie ich schrieb doch beides ein, mich und andere. Dass ich das manchmal vergesse, dafür sind auch solche Empfehlungen verantwortlich. Die man gemeinhin dem Buddhismus auch zuschreibt. Und leider nicht zu den vielen Antworten hier passen, die mich ermutigt haben, alles verzerrt zu betrachten. Sicher nicht jede strebt an Bodhisattva zu sein. Dennoch...

  • Aravind
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    • 27. Januar 2020 um 22:35
    • #62
    Anandasa:

    Ich weiß es aber, weil ich genau das jahrelang gehabt habe. Dieser Satz in MN 20 ist nur bildlich zu verstehen als Metapher, dass man sich anstrengen muss. Nimmt man ihn wörtlich, gibt es Muskelschmerzen.

    Aber natürlich, gut, dass Du nachfragst. Ich teile Deine Meinung auch.

    Das sollte nur ein kleiner Einblick in meine inneren Automatismen sein.

    Wenn ich den Satz "Gibt niemanden, der das besser weiß als ich." höre, dann habe ich mittlerweile direkt den größten, besten und klügsten us-amerikanischen Präsidenten aller Zeiten vor Augen. :) Da kannst Du nichts zu.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Gluecklichsein
    Gast
    • 28. Januar 2020 um 00:38
    • #63
    Grashuepfer:

    Nun, es gibt da ein großes Spektrum an Ansichten innerhalb des Buddhismus.

    Ayya Khema ist natürlich eine hochangesehende und ehrenwürdige Lehrerin, keine Frage. Aber sie ist in meinen Augen auch sehr repräsentativ für den Theravada-Buddhismus, dem sie angehört.

    Die Theravadins können sehr orthodox sein (z.B. indem die Mönche keine Fahrzeuge führen, kein Geld berühren und nicht mit Mitgliedern des anderen Geschlechts sprechen, wenn sie mit diesen allein im Raum sind...), insofern passt das auch, dass A.K. sich in solchen Hinsichten recht orthodox äußert. Das wird jetzt hoffentlich nicht als Abwertung des Theravada verstanden, aber ich glaube, dass man schon sagen kann, dass innerhalb des traditionellen Theravada da zum Teil relativ strikte Positionen vertreten werden. Da sehe ich schon öfter auch die Tendenz, dass das weltabgewandte Mönchsleben als die einzige Art gesehen wird, wirklich so richtig den Buddhismus zu leben.

    Da gibt es auch pragmatischere Strömungen. Insofern: Ja: Man kann wohl schwer traditionellen Theravada-Buddhismus praktizieren und als Anwalt (oder Polizist, Lehrer...) arbeiten. Das ist aber nicht "der Buddhismus", sondern eine Spielart davon. Eine wichtige, aber eben nicht die einzige. Das war ja letztlich schon vor sehr langer Zeit ein Grund, warum sich mit dem Mahayana eine Art Reformbewegung abgespaltet hat. Nochmal: Mahayana ist nicht per se besser (oder schlechter) als Theravada, aber es werden andere Schwerpunkte gesetzt. Aber wenn man einen sozial aktiven, oder gar aktivistischen Buddhismus sucht, wird man zum Teil wohl auch in anderen Strömungen Lehrern folgen wollen.

    Die 37 Übungen des Bodhisattva sind m.W. Mahayana. Somit haben wir sowohl Theravada mit sehr strenger Ausrichtung und auch Mahayana mit diesen....m.E. zweifelhaften Empfehlungen.

  • Sili
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    • 28. Januar 2020 um 05:16
    • #64
    Gluecklichsein:

    Diese Empfehlungen decken sich mit meiner Hypothese. Manches kann man ja noch mitfühlend für alle Seiten interpretieren. Wenn jemand schlecht redet, dann ist dies eine gute Lekton nicht in Groll oder Rache zu verfallen, sondern loszulassen. Ihn als Freund sehen, der verblendet ist. Aber wenn mir einer Besitz wegnimmt, soll ich meinen Verdienst und Besitz widmen? Wenn einer mein Haus ausraubt und die Lebensexistenz meiner Familie oder Freunde stiehlt, werde ich nicht daraufhin meinen (jetzt seinen) Hof kehren, damit er es schön sauber hat ;) Ich gehe zur Polizei. Wenn mir jemand den Außenspiegel abtritt aus Hass, werde ich nicht mit Groll oder Hass antworten. Aber ganz sicher seine Versicherung um das Geld bitten, um meinen Schaden zu begleichen. Oder würdet ihr sagen "macht doch nichts, tritt doch den anderen ab...ach was nimm das Auto, du bist mein Freund?" Wenn mir jemand den Kopf abschneiden will, werde ich primär dafür sorgen mich zu schützen. Metta schließt wie ich schrieb doch beides ein, mich und andere. Dass ich das manchmal vergesse, dafür sind auch solche Empfehlungen verantwortlich. Die man gemeinhin dem Buddhismus auch zuschreibt. Und leider nicht zu den vielen Antworten hier passen, die mich ermutigt haben, alles verzerrt zu betrachten. Sicher nicht jede strebt an Bodhisattva zu sein. Dennoch...

    _()_

    Zuerst mal sind hier die meisten wohl keine Bodhisattva:nospeak: oder doch:erleichtert:?

    Zum zweiten kommt da natürlich npch ein anderer aspwkt zum tragen. Der Bodhisattva wird versuchen allen fühlenden wesen bei der befreiung zu helfen, er kann also auch die polizei rufen, oder vor einem mörder davon laufen usw wen er damit die befreiung der wessen voran treibt. Zb kann da einer in ein Haus in dem der Bodhisattva schläft einbrechen und die gastfamilie berauben, wen der Bodhisattva das bemerkt wird er sicherlich die polizei holen (wen er es nicht abwenden kann das gestolen wird) aber nicht aus trauer oder rachegelüsten oder so sondern damit der Dieb die möglichkeit hat aus seinen fehlern zu lernen und zu wachsen indem er erkent das stehlen falsch ist:grinsen:. Ich denke es geht dabei ejer darum, das es ab und an mal ausweglose situationen gibt, und das man da halt auch zurücksteken können muss und das ohne zu leiden :erleichtert:(aber was weis ich schon:grinsen:)

    _()_

  • Gluecklichsein
    Gast
    • 28. Januar 2020 um 08:30
    • #65

    Nein, das sind hier sicher nicht viele ;) Aber die sech zitierten Empfehlungen wurden als "Einstieg" genannt. Und somit sind sie wohl für manche integraler Bestalndteil des Buddhismus. Ich weiß, dass es nicht DEN Buddhismus gibt. Aber meine Skepsis bestätigt sich natürlich

  • Sili
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    • 28. Januar 2020 um 09:09
    • #66
    Gluecklichsein:

    Nein, das sind hier sicher nicht viele ;) Aber die sech zitierten Empfehlungen wurden als "Einstieg" genannt. Und somit sind sie wohl für manche integraler Bestalndteil des Buddhismus. Ich weiß, dass es nicht DEN Buddhismus gibt. Aber meine Skepsis bestätigt sich natürlich

    _()_

    Nun darf man natürlich nicht die zu entwikelnde weisheit vergesen, mit diser könnte es möglich sein die meisten situationen so zu lösen das es garnicht erst zu leiden kommt (das weis ich nun aber nicht da ich noch nicht fiel weisheit habe:erleichtert:)

    Ales in alem ist der buddhismus glaube ich eine einstellung die versucht niemandem zu schaden aver denoch fileicht (voralem im zen:grinsen:) mal mit dem stock nach zu helfen damit die leute dazu lernen ;). Und solange der hieb mit weisheit und güt verbunden ist und als ziel das erwachen des geschlagenen vorangetrieben wird ist dies auch nicht wirklich negativ behaftet, oder?:erleichtert:


    _()_

  • Noreply
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    • 28. Januar 2020 um 09:48
    • #67
    Anandasa:
    S-Mater:

    :rose:_()_...

    - MN 20 -

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Begierde, mit Haß und mit Verblendung verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert.

    Dann gibt es nichts anderes als mit der Zeit Muskelschmerzen der Muskelbänder, die den Unterkiefer bedienen. Gibt niemanden, der das besser weiß als ich.

    [lz]

    - MN 20 -

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Begierde, mit Haß und mit Verblendung verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert. [/lz]

    ..."Wenn er mit zusammengebissenen Zähnen und an den Gaumen gepreßter Zunge den Geist mit dem Herzen niederwirft, ihn zu Boden zwingt und überwältigt, dann werden jegliche üble, unheilsame Gedanken, die mit Liebe, mit Haß und mit Gottglauben verbunden sind, in ihm überwunden und verschwinden. Mit dem Überwinden dieser Gedanken wird sein Geist innerlich gefestigt, beruhigt, zur Einheit gebracht und konzentriert.

    So ist das für mich jetzt auch richtig und wahr. Genau das hat Meditation bewirkt.

  • Son
    Gast
    • 28. Januar 2020 um 15:05
    • #68

    Hallo,

    also im Idealfall sollte ein Buddhist zumindest mit Gleichmut versuchen den Dingen entgegenzugehen. Man muss ja nicht "Täter" lieben oder versuchen sie zu verstehen, aber kämpfen oder Aggression, Ärger schadet definitiv. Wer das Gift trinkt, der stirbt, also jede Form von Ärger ist ungesund, selbst wenn man ungerecht behandelt wird. Genau da sehe ich ja die Kunst des Buddhismus, wenn man weit ist, dann findet man einen Umgang auch mit sehr schlechten Sachen.

    Ich kann auch nur sagen, ich versuche es, weil ich einfach merke, wie mir jede Form von Wut, Ärger, Zorn schadet es irgendwie zu umgehen und man kann sich ja auch gewaltlos wehren. Ich sehe es mittlerweile oft so, wenn jemand einen Fehler macht oder was Schlechtes, dass ich nachdenke und meist zur Einsicht gelange, wie nicht perfekt ich doch war und bin, das tröstet mich zumindest dahingehend, dass mich weniger ärgere.

    Und ja die Welt wie unsere Gesellschaft, die Menschen, vieles ist ungerecht, wobei auch wenn ich das wiederhole, ich hatte noch nie Erfolg mich gegen Ungerechtigkeiten von Außen zu wehren, hat immer nur mir geschadet. Ich bleibe dabei, zuerst mal sich ändern, das ist eh eine Lebensaufgabe.

    Wobei um hier nicht den Eindruck zu erzeugen, ich wäre über Nacht mit Weisheit und Frieden gesegnet worden, nein, es ist achtsames Handeln und Denken und es ist ein Prozess der natürlich auch oft nicht gelingt, aber in dem bin ich mir sicher, ändern kann ich nur mich, also wenn andere es geschafft haben andere zu ändern gratuliere ich, ich bin da immer gescheitert.

    LG Son

  • Monikamarie
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    21. November 1948 (77)
    • 28. Januar 2020 um 15:16
    • #69

    OT:

    Apropo Ungerechtigkeit, Son. Da ist mir in den letzten Tagen nochmal was klargeworden.

    Es gibt Gerechtigkeit, sie dauert nur möglicherweise Jahrhunderte, wie z.B. der Klimawandel, da "wehrt sich die Natur", oder Flüchtlingsstrom, da kommt das zurück, was Kolonisation verursacht hat.

    Persönlich habe ich eben auch Vieles erlebt, dass ich als gerecht empfand. Vor allem seitdem ich mich ernsthaft mit meinen eigenen Fehlern auseinandergesetzt und mich nach der Lehre immer mehr ausgerichtet habe. Aber es dauert evtl. Jahre - und ich hab nicht darauf gewartet. Ich habs einfach irgendwann gesehen, gehört, erlebt.

    _()_

  • Son
    Gast
    • 28. Januar 2020 um 15:37
    • #70

    Hallo Monika,

    Da hast du Recht, vielleicht funktioniert es nicht immer, aber an einigen Beispielen doch.

    Weißt du, wenn ich auf mein Leben schaue funktioniert es zumindest in eine Richtung, heißt, wenn ich was "falsch" mache, bekomme ich ziemlich zeitnah die Konsequenzen zu spüren, so empfinde ich es zumindest. In der positiven Richtung habe ich es noch nicht so wahrgenommen, aber vielleicht kommt das noch.

    Wie gesagt, ich bin leider eher trotzdem überzeugt, vieles ist nicht gerecht und ich bin mir nicht sicher, ob das sich je kompensiert. ABER ich lebe damit. LG Son

  • Monikamarie
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    • 28. Januar 2020 um 15:56
    • #71
    Son:

    Wie gesagt, ich bin leider eher trotzdem überzeugt, vieles ist nicht gerecht und ich bin mir nicht sicher, ob das sich je kompensiert. ABER ich lebe damit. LG Son

    Ja, vielleicht gibt es das auch nicht. Was wissen wir schon, warum.

    _()_

  • Helmut
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    • 28. Januar 2020 um 16:20
    • #72
    Son:

    Hallo,

    also im Idealfall sollte ein Buddhist zumindest mit Gleichmut versuchen den Dingen entgegenzugehen. Man muss ja nicht "Täter" lieben oder versuchen sie zu verstehen, aber kämpfen oder Aggression, Ärger schadet definitiv.

    So wie unser eigener Geist unter der Macht unserer Verblendungen steht, so ist es auch bei dem Täter, der unheilsam handelt. Wenn uns dies bewusst ist, können wir auch Mitgefühl mit dem Täter entwickeln, weil wir erkennen, welche negativen karmischen Prägungen er ansammelt, die wiederum Ursache für zukünftige Leiden verschiedener Art sein werden.

    Damit heißt man aber die unheilsamen Handlungen eines Täters nicht für gut.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Son
    Gast
    • 28. Januar 2020 um 19:19
    • #73

    @Monikadie4.

    Wie gesagt, ich glaube eher nicht an Kompensation. Klar, wenn man davon ausgeht, dass wir wiedergeboren werden hat alles eine Auswirkung. Aber das wissen wir nicht, glauben ja, wissen nein. Wie ich schon schrieb, ich glaube an Karma, wobei auch wenn ich nicht dran glauben würde, würde ich mich bemühen gut zu leben, weil was wäre das für ein Motiv gut sein zu wollen um ein gutes Karma zu bekommen? Entweder man hat es unbewusst oder man hat es nicht, sobald sich das Bewusstsein da einschaltet ist für mich das nicht mehr das selbe.

    Helmut

    Also ich behaupte schon gutmütig zu sein, aber das was du bzw. die Lehre hier vorgibt ist schon schwierig. Das Thema Mitgefühl kann leicht sein, kann aber auch sehr schwer sein. Leicht ist es für mich, mitzufühlen, wenn nichts wirklich "Böses" geschieht, sonst tue ich mir da deutlich schwerer. Ich gebe auch zu, ich kann bei weitem nicht alle Menschen, die ich kenne bzw. deren Handlungen nachvollziehen.

    Wenn ich nun Mitgefühl habe mit einem Täter aus dem Motiv heraus, dass die karmischen Gesetze irgendwann "zuschlagen", dann fühle ich mich ja fast als Täter, weil das würde für mich bedeuten, hey, der wird aber ordentlich leiden im nächsten Leben oder vielleicht in diesem schon. Also das würde ich nun auch nicht wirklich als "gutes Motiv" sehen, diese Art von Mitgefühl.

  • Sili
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    • 28. Januar 2020 um 20:03
    • #74

    _()_

    Zum thema ungerächtigkeit mal folgende frage:" gibt es ungerechtigkeit? Wen ja dan müsste es auch gerechtikeit geben. Wer entscheidet was gerecht ist?

    ^^

    _()_

  • Helmut
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    • 29. Januar 2020 um 10:52
    • #75
    Son:

    Wenn ich nun Mitgefühl habe mit einem Täter aus dem Motiv heraus, dass die karmischen Gesetze irgendwann "zuschlagen", dann fühle ich mich ja fast als Täter, weil das würde für mich bedeuten, hey, der wird aber ordentlich leiden im nächsten Leben oder vielleicht in diesem schon. Also das würde ich nun auch nicht wirklich als "gutes Motiv" sehen, diese Art von Mitgefühl.

    Ein derartiges Motiv liegt dem Mitgefühl allerdings überhaupt nicht zu Grunde. Ein derartiges Motiv führt ja eher zu Schadenfreude.

    Mitgefühl ist der Wunsch, die Haltung, dass die anderen Menschen frei sein mögen von ihren Leiden und dessen Ursachen.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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