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Fragen zur Segnung der Sprache (LZR)

  • Thubten Sherab
  • 1. April 2020 um 10:50
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Thubten Sherab
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    • 1. April 2020 um 10:50
    • #1

    Namaste liebe Freunde,

    lange ist es her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Mittlerweile ist es mir gelungen, einen Lehrer zu finden und Zuflucht zu nehmen (Gelug/Rime).

    Ich habe Fragen zu einer von Lama Zopa Rinpoche empfohlenen Praxis: Die Segnung der Sprache. Ist jemand von ihr vertraut und praktiziert diese? Wenn ja, wie?

    In seinen Erklärungen spricht der Rinpoche auch davon, dass durch den Verzehr bestimmter Speisen (Knoblauch und andere Sachen) die Sprache für gewisse Zeiten (9 Tage bis lebenslänglich) unrein wird. Wie ist das zu bewerten? Heißt das nicht im Umkehrschluss, dass nur durch den Verzehr von "Black Food", wie er es nennt, die gesamte Mantrameditation hinfällig wird?

    Im Anschluss noch eine allgemeine Frage: Wie unterscheidet man, gerade im tibetischen Buddhismus, zwischen buddhistischer Lehre und "kulturellem Aberglaube" (Der Begriff ist keinesfalls abwertend gemeint).

    Liebe Grüße, bleibt mir ja gesund!

    Om Mani Padme Hum

    Om Mani Padme Hum :mala:

  • void 1. April 2020 um 11:06

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • kilaya
    Gast
    • 1. April 2020 um 12:39
    • #2
    GetopftePflanze:

    In seinen Erklärungen spricht der Rinpoche auch davon, dass durch den Verzehr bestimmter Speisen (Knoblauch und andere Sachen) die Sprache für gewisse Zeiten (9 Tage bis lebenslänglich) unrein wird. Wie ist das zu bewerten?

    Meiner Meinung nach hat das damit zu tun, dass Knoblauch, Zwiebeln usw. einen unangenehmen Geruch des Atems und des Körpers nach sich ziehen können, und wenn man dann mit anderen spricht, gerade wenn man vielleicht buddhistische Themen erläutern will, wird dem Empfänger vielleicht die emotionale Abneigung gegen den Geruch mit dem Inhalt vermischt, was Hindernisse erschaffen kann. Beim Meditieren in der Gruppe kann es auch störend wirken.

    GetopftePflanze:

    Im Anschluss noch eine allgemeine Frage: Wie unterscheidet man, gerade im tibetischen Buddhismus, zwischen buddhistischer Lehre und "kulturellem Aberglaube" (Der Begriff ist keinesfalls abwertend gemeint).

    Ich würde das nicht schwarzweiss sehen, sondern immer schauen, was mit der Aussage gemeint sein könnte und ob das für mein Leben, meine Praxis und meine Erfahrung zutrifft oder hilfreich ist. Meistens handelt es sich nämlich nicht um Aberglaube, sondern eher um eine bestimmte Art und Weise, Dinge zu formulieren, die für Tibeter hilfreich und verständlich war, für die Art und Weise wie sie die Welt gesehen haben, die man aber für unsere westlichen Mindsets möglicherweise anders ausdrücken sollte. Die meisten Lehrer sind aber mit der Lehre so aufgewachsen und ausgebildet worden und für sie ist es integraler Bestandteil der kostbaren Lehre, den sie möglichst unverwässert bewahren und weitergeben wollen.

    Die Übertragung der Lehre in eine andere Kultur ist eine Frage der Balance und manchmal eine Gratwanderung. Zum Glück gibt es viele verschiedene Lehrer, und wenn man die Dinge bei dem einen nicht gut versteht oder sie einem zu traditionell erscheinen, gibt es vielleicht einen anderen, wo die Art wie die Lehre vermittelt wird einem unmittelbar einleuchtet.

  • Phoenix
    Gast
    • 1. April 2020 um 12:48
    • #3

    Der Genuß von zwiebelartigen Pflanzen hat im Übermaß negative Auwirkungen auf die Energiekanäle.

    So hab ich es jedenfalls bei traditionellen Medizinbuddha Belehrungen gelernt.

    Außerdem ist für Mönche und Nonnen hier noch besondere Vorsicht geboten, weil diese Pflanzen die Körpersäfte anregen.


    Bei Belehrungen ,wenn du das und das machst, ist die ganze Parxis dann völlig dahin ,wäre ich aber schon sehr vorsichtig.

    Die kulturellen Unterschiede zwischen Tibet und Deutschland sind ja schon ganz erheblich, und die Buddhas sehen Vieles sicher wesentlich gelassener wie manche Lehrer.

    _()_ Phönix

  • Nyinje ☼
    Gast
    • 1. April 2020 um 13:21
    • #4

    https://fpmt.org/education/teachings/texts/mantras/

    Hier ist eine Erklärung mit Video von Lama Zopa.

  • Thubten Sherab
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    • 1. April 2020 um 13:23
    • #5

    Vielen Dank für eure Antworten.

    @kilaya und @Phoenix Das mit dem unangenehmen Geruch konnte ich mir schon denken. Aber LZR spricht da schon von 9 Tagen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann.

    @Nyinje ☼ Ich finde tibetische Folklore auch ziemlich cool. Trotzdem ist es sicher mancherorts hilfreich, es auf die Kernaussage zu reduzieren, damit, wie du schon impliziert hast, man es auch als Westler versteht :grinsen: (Ich kenne die Aussagen von LZR dazu schon ^^)

    Om Mani Padme Hum :mala:

  • Nyinje ☼
    Gast
    • 1. April 2020 um 14:10
    • #6
    GetopftePflanze:

    @Nyinje ☼ Ich finde tibetische Folklore auch ziemlich cool. Trotzdem ist es sicher mancherorts hilfreich, es auf die Kernaussage zu reduzieren, damit, wie du schon impliziert hast, man es auch als Westler versteht :grinsen: (Ich kenne die Aussagen von LZR dazu schon ^^)

    Entschuldige, ich habe das wieder gelöscht, weil ich merke dass ich ziemlich diskussionsfaul bin im Moment. Ich arbeite mit den Ritualen des tibetischen Buddhismus und ich liebe das sehr. Für mich macht alles Sinn. Ich weiß das es bei anderen nicht so ist, aber ich kann da wenig helfen. Ich kann niemanden dazu bringen das zu mögen. Die Kernaussage im Buddhismus war für mich immer: "es gibt Leid und es gibt ein Ende von Leid." Wie man dahin kommt zeigt dann die Schule, die Richtung für die man sich entscheidet. Aber ich hatte nie das Gefühl den tibetischen Buddhismus reduzieren zu müssen. Wenn man das nicht mag gibt es ja andere passendere Belehrungen auch innerhalb der tibetischen Richtungen. Aber für mich war das nie Thema. Ich will auch niemanden überzeugen, ich akzeptiere das viele andere damit nichts anfangen können.

  • void
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    • 1. April 2020 um 14:41
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    • #7

    Viele Aussagen erfolgen auf dem in der jewiligen Zeit als gültig gesehen medizinischen Wissen. Und das war ja in Tibet eine Mischung zwischen indischer und chinesischer traditioneller Medizin.

    Es ist nicht so, dass Knoblauch in der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda) als per se schlecht gesehen wird. Es wird ihm eine anregende positive Wirkung zugesprochen. Dem werden aber auch negative Wirkungen gegenübergestellt:

    Netatlethen:

    Zum Verständnis, warum man mit Knoblauch in der Alltagsküche dennoch zurückhaltend sein sollte, folgt nun ein kleiner Ausflug in die Philosophie des Ayurveda: Die frühen Philosophen im Ayurveda, Rishis genannt, erkannten eine enge Wechselbeziehung zwischen Mensch und der ihn umgebenden Welt. Sie sahen in der materiellen Welt ein Abbild einer größeren, zeitlosen Energie. Diese schöpferische Energie zeichnet sich durch drei Qualitäten aus, die in der ganzen Natur zu finden sind, die so genannten Gunas. Die Qualität der Reinheit und Göttlichkeit, Sattva genannt. Die Qualität der Energie und Dynamik, Rajas genannt. Die Qualität der Trägheit und Verdunklung, Tamas genannt. Diese drei Gunas stehen somit auch für die drei göttlichen Kräfte der Schöpfung, der Bewahrung und der Zerstörung.


    Einmalig im Ayurveda ist, dass alle Nahrungsmittel, ebenfalls als Bestandteil der Natur, nach diesen drei Qualitäten eingeteilt werden. Jedes Lebensmittel hat entsprechend seiner Qualität eine Auswirkung sowohl auf den Körper wie auch auf den Geist.


    Jetzt wieder zurück zum Knoblauch. Aus Sicht des Ayurveda enthält er bei allem therapeutischen Nutzen auch tamasische Energien, was zu geistiger Trägheit und Abstumpfung führen kann. Daneben hat er auch eine Reizwirkung auf die Geschlechtsorgane. Aus diesem Grund empfiehlt es sich vor allen bei Menschen, die auf dem Weg des Yoga sind, auf Knoblauch zu verzichten. Denn der geistige Weg des Yoga erfordert vor allem Nahrungsmittel und eine Lebensführung, die geprägt sind von der Energie und Reinheit des Sattva.

    Man glaubt also an "geistiger Trägheit und Abstumpfung" und eine Hinwendung zm Sexuellen. Aus diesen Aussagen der traditionellen Heiler und Kräterexperten zieht man dann im Yoga den Schluß, dass dies auch spirituellen Fortschritt bremsen würde:

    Yogawiki:

    Gerade in einer Kultur, in der die meisten keinen Knoblauch essen, empfinden die, die keinen Knoblauch essen, den Geruch des Knoblauchessers als penetrant und unangenehm. Knoblauch schafft insbesondere eine grobstofflichere Ausstrahlung. Knoblauch führt dazu, dass die unteren Chakras aktiviert werden und dass es schwerer fällt, zu meditieren und den Geist in höhere Ebenen zu bringen.

    Auch in derjapanischen Tempelküche verzichtet man auf Knoblauch und Zwiebeln, da diese auch dort als unrein gelten. Es hat also wenig mit Tibet zu tun.

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  • Thubten Sherab
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    • 1. April 2020 um 15:45
    • #8

    Ohje, da hab ich mich glaube ich etwas falsch formuliert. Reduktion ist glaube ich auch etwas das falsche Wort. Ich habe es eher so gedacht wie void, dass man an manchen Stellen auch den zeitlichen Kontext betrachten muss (aber nagelt mich nicht darauf fest :grinsen:).

    Letztenendes fragte ich mich, wie der Konsum von Knoblauch mit der buddhistischen Lehre korelliert :D

    @mkha' Ich habe, als ich angefangen habe mich mit dem Buddhismus zu beschäftigen, mit Zen und tibetischen Buddhismus geliebäugelt habe. Und trotz meinem Hang zum Minimalismus und Einfachheit fühle ich mich im tibetischen Buddhismus zuhause, nichtzuletzt auch wegen dem Lehrer, den ich gefunden habe. Es ist trotzdem alles noch recht neu für mich :D

    Om Mani Padme Hum :mala:

  • void
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    Zen
    • 1. April 2020 um 16:40
    • Offizieller Beitrag
    • #9
    Penicilline:

    In der Antike und im Mittelalter legten Chirurgen schimmelige Lappen auf Wunden, um Infektionen vorzubeugen. Die Wirkstoffe wurden jedoch nicht als solche erkannt, der Begriff des Antibiotikums wurde erst mit dem Penicillin eingeführt.

    Wenn ich in der Antike anwesend gewesen wäre, hätte ich wahrscheininlich aufgeschrien "Schimmlige Lappen auf offende Wunden! Seit ihr des Wahnsinns!" Es brauchte echt 2000 Jahre Medizingeschichte um wieder an den Punkt zu kommen, dass ein Pilz gegen Bakterien helfen könnte.

    Und so wissen wir jetzt nicht, inweiweit ein Knoblauch etwas ist, was wirklich träg und lüstern macht, oder ob das Unsinn ist.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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