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Das Leben findet in der Bewegung statt.....

  • Kaiman
  • 6. Mai 2020 um 18:18
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1. offizieller Beitrag
  • Kaiman
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    • 6. Mai 2020 um 18:18
    • #1

    Hallo ,

    diese einfache Wahrheit hat mich sehr zum denken angeregt. Wie steht es um ausreichende Bewegung um Gesundheit zu erlangen. Bezogen auf den Buddhismus wäre wohl diese Wahrheit so zu deuten , das Stundenlanges sitzen den natürlich ablauf des Lebens stört . Richtiet sich stundenlanges meditieren gegen das Leben ? Ausreichend Bewegung davon bin ich überzeugt ist wesentlicher Bestandteil für Gesundheit,trotzdem kann es nicht ausreichen um auch Geistige Gesundheit hervorzurufen. Wie handhabt ihr es mit ausreichender Bewegung um Gesund zu bleiben. Extremer Sport scheint mir nicht die Richitge Lösung zu sein. Ich muss nur daran denken , da sich ein Freund von mir das Leben genommen hat , obwohl er überaus Gesund gelebt hat, er war sportlich immer sehr aktiv. Trotzdem litt er unter Depressionen, Der Satz in einem Gesunden Körper ein gesunder Geist scheint wohl nur teilweise zu stimmen. Der Buddha wird ja oft mit einem Kugelbauch dargestellt. Gibt es hinweise das er tatsächlich übergewichtig war ?

    Viele Grüße Fred

  • kilaya
    Gast
    • 6. Mai 2020 um 18:52
    • #2

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig. Das kann auch ein Ausdruck von Flucht oder Depression sein.

    Der Kugelbauch-Buddha ist eigentlich keiner, das ist ein chinesischer Glücksbuddha und bildet wohl jemand anders ab. Ich habe vergessen, wen...

  • Aravind
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    • 6. Mai 2020 um 19:36
    • #3

    Muss es denn immer so grundsätzlich sein? ;)

    Wie kommst Du darauf, dass das eine Wahrheit ist? Haben Menschen, die bewegungseingeschränkt sind, kein Leben? Findet das nicht statt?

    Wenn Du nicht 24 Stunden am Tag rum rennst, lebst Du dann nicht?

    Mir erscheint dieser Gegensatz Bewegung/Leben/Sitzmeditation sehr konstruiert.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Horin
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    • 6. Mai 2020 um 21:04
    • #4

    "Stundenlanges Sitzen" hat nichts damit zu tun, sich einen Ort zu schaffen, der abseits des Lebens ist, es ist keine Welt-/Lebensflucht.

    Es ist ein "Mitten im Leben sein" eine radikale Akzeptanz des gegenwärtigen Moment. Und in diesem formalen Setting lernen wir den Alltag ebenso anzunehmen

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Noreply
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    • 6. Mai 2020 um 22:49
    • #5

    Buddha sagt: Alles ist erleben!

    Wenn das so ist ist super stilles sitzen Erleben und damit Bewegung und Leben.

  • void
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    • 6. Mai 2020 um 22:59
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Wiki ( Gautama Buddha):

    For the remaining 40 or 45 years of his life, the Buddha is said to have traveled in the Gangetic Plain, in what is now Uttar Pradesh, Bihar, and southern Nepal, teaching a diverse range of people: ... According to Schumann, the Buddha's wanderings ranged from "Kosambi on the Yamuna (25 km south-west of Allahabad )", to Campa (40 km east of Bhagalpur)" and from "Kapilavatthu (95 km north-west of Gorakhpur) to Uruvela (south of Gaya)." This covers an area of 600 by 300 km.[199

    Der Buddha hat in seinen mehrere Jahrzehnte andauerte Wanderungen bestimmt tausende von Kilometern zurückgelegt. Vielleicht macht man sich da ein viel zu statisches Bild.

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  • Donner
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    • 7. Mai 2020 um 08:48
    • #7

    Ich finde du hast da sehr wichtige Überlegungen

    Buddha wollte nicht dass man blind etwas nachmacht, sondern vielmehr die Dinge verstehen lernt

    Da man heutzutage keinen Buddha um sich hat, ist es auch wichtig nicht stur Dinge zu übernehmen

    Go and Love Yourself_()_:like:

    Der Weg des Bogens, wer hält den Bogen?:dao:

  • Marcel05
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    • 7. Mai 2020 um 18:45
    • #8

    Man kann auch beim Sport meditieren, egal ob Ausdauersport oder was anderes, Meditation kann ich in jedem Augenblick stattfinden und es ist korrekt das auch Menschen die viel Sport machen Suizid machen können.

    Ich erinnere an die traurige Geschichte von der Nr. 1. Die, die sich mit Sport auskennen wissen, wenn ich meine.

  • antelatis
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    • 8. Mai 2020 um 10:55
    • #9
    kilaya:

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig.

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

  • PhenDe
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    • 8. Mai 2020 um 11:03
    • #10
    Fred1234:

    Hallo ,

    diese einfache Wahrheit hat mich sehr zum denken angeregt. Wie steht es um ausreichende Bewegung um Gesundheit zu erlangen. Bezogen auf den Buddhismus wäre wohl diese Wahrheit so zu deuten , das Stundenlanges sitzen den natürlich ablauf des Lebens stört . Richtiet sich stundenlanges meditieren gegen das Leben ? Ausreichend Bewegung davon bin ich überzeugt ist wesentlicher Bestandteil für Gesundheit,trotzdem kann es nicht ausreichen um auch Geistige Gesundheit hervorzurufen. Wie handhabt ihr es mit ausreichender Bewegung um Gesund zu bleiben. Extremer Sport scheint mir nicht die Richitge Lösung zu sein. Ich muss nur daran denken , da sich ein Freund von mir das Leben genommen hat , obwohl er überaus Gesund gelebt hat, er war sportlich immer sehr aktiv. Trotzdem litt er unter Depressionen, Der Satz in einem Gesunden Körper ein gesunder Geist scheint wohl nur teilweise zu stimmen. Der Buddha wird ja oft mit einem Kugelbauch dargestellt. Gibt es hinweise das er tatsächlich übergewichtig war ?

    Viele Grüße Fred

    Hallo Fred, darüber habe ich mir auch so einige Gedanken gemacht.

    Ich denke, es gibt Leute die tatsächlich wenig bis gar keine Bewegung oder Sport in ihrem Leben haben und trotzdem Gesund sind. Ich denke da so an manche buddhistische Nonne, wobei da sonst auch noch so alles mögliche reduziert wird und man dies dann nicht mehr als Durchschnittsmensch ansehen kann.

    Bewiesen ist anscheinend, das man nach Bewegung die "bessere" Mediation durchführen kann.

    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Noreply
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    • 8. Mai 2020 um 11:13
    • #11
    antelatis:
    kilaya:

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig.

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Jetzt versteh ich. Mein Extremsport ist das sitzen. Damit werde ich fit für den anderen Sport. Das ist meine Quelle der Kraft so zu handeln wie dieser Körper das braucht. Da sammelt und baut er wirkliche Kraft auf nicht mehr und nicht weniger als er braucht. Meditation ist Sport ohne diese bescheuerten Gedanken über Sport. Kraft aufbauen, Kraft erkennen, Muskeln nach dem Sitzen gebrauchen können die ich nichtmal wusste das sie meinen Sport erleichtern.

    OT Buddha legt so viel Wert auf sitzen weil er da ganz und gar nur Körper ist. Die geistigen Khandha werden alle ausgeschaltet. Rechte Versenkung, Samadhi ist ganz Körper sein ohne diesen wahrzunehmen oder zu empfinden, zu gestalten, zu erinnern. Es ist ganz einfach aber eben sehr schwer zu verstehen.

  • antelatis
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    • 8. Mai 2020 um 11:31
    • #12
    Ellviral:
    antelatis:
    kilaya:

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig.

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Jetzt versteh ich. Mein Extremsport ist das sitzen. Damit werde ich fit für den anderen Sport. Das ist meine Quelle der Kraft so zu handeln wie dieser Körper das braucht. Da sammelt und baut er wirkliche Kraft auf nicht mehr und nicht weniger als er braucht. Meditation ist Sport ohne diese bescheuerten Gedanken über Sport. Kraft aufbauen, Kraft erkennen, Muskeln nach dem Sitzen gebrauchen können die ich nichtmal wusste das sie meinen Sport erleichtern.

    Das meditative Sitzen ist das größt mögliche Gegenteil von Extremsport und damit ist es auch ein Extrem, nur halt das auf der anderen Seite.

  • Horin
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    • 8. Mai 2020 um 11:39
    • #13

    Ich denke es gibt da eine Menge Missverständnisse. Formale Meditation ist nicht alles. Es ist wichtig, aber je nach Tradition füllt sie einen bestimmten Teil der Zeit des Alltags.. Buddhismus ohne Meditation geht nicht. Und Meditation ist ohnehin nicht das, was man sich darunter vorstellt. sie ist, egal in welcher Form das Instrument, der Weg (und ggf sogar die Realisation) der Befreiung. Wenn man von Extremen spricht, wäre das eine Extrem, welches nicht dem Buddhismus entspräche, nur Meditation, ohne Unterweisungen und alle anderen Aspekte des Pfades, das andere negative Extrem wäre nur Beschäftigungen mit der Lehre, ohne Praxis.

    Es ist klar, dass Meditation nicht nur die klassische Sitzmeditation ist, sondern in Form von Gehen, Essen, Arbeit (Samu) etc stattfinden kann. Dennoch sind diese Meditationen in Bewegung nichts anderes als die Sitzmeditation in Aktion. Fakt ist, dass wir einen ruhigen Rahmen für reines, ungestörtes Sitzen brauchen, welches uns tiefergehende Einsichten und Transformation des Lebens ermöglichen.

    Ohnehin können wir nicht "nicht in Bewegung sein". Alles ist in Bewegung, die Erde dreht sich um die Sonne, unser Atem strömt ein und aus, das Herz schlägt, unser Blut zirkuliert, unsere Zellen wachsen und sterben jeden Moment, sogar unser Haar, unsere Nägel wachsen fortlaufend, wir schwingen minimal mit unserem Körper... Ja...wenn in diesem Kontext Stillstand herrscht, hört unser Leben auf.

    Buddha Shakyamuni hat Befreiung durch das Sitzen erlangt, Bodhidharma hat jahrelang gesessen, auch nach seinem Erwachen. Dogen Zenji sagt, Praxis und Erwachen sind nicht zwei, Praxis/Zazen ist die Realisation unserer wahren Natur...

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Noreply
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    • 8. Mai 2020 um 11:41
    • #14
    antelatis:
    Ellviral:
    antelatis:

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Jetzt versteh ich. Mein Extremsport ist das sitzen. Damit werde ich fit für den anderen Sport. Das ist meine Quelle der Kraft so zu handeln wie dieser Körper das braucht. Da sammelt und baut er wirkliche Kraft auf nicht mehr und nicht weniger als er braucht. Meditation ist Sport ohne diese bescheuerten Gedanken über Sport. Kraft aufbauen, Kraft erkennen, Muskeln nach dem Sitzen gebrauchen können die ich nichtmal wusste das sie meinen Sport erleichtern.

    Das meditative Sitzen ist das größt mögliche Gegenteil von Extremsport und damit ist es auch ein Extrem, nur halt das auf der anderen Seite.

    Jahre langes Yoga und Andere Übungen um Arbeiten zu können haben mich zum nur sitzen geführt. Isometrisches Handeln hat auch dazu geführt das ich beim sitzen weder entspannt noch angespannt bin. Ich finde immer Muskeln die sich entspannt dahin legen oder glauben angespannt sein zu müssen. Die spann ich leicht an oder entspanne sie leicht damit sie in eine Wohlspannung kommen. Aber wenn du meinst das das kein Sport ist ist mir das auch gleich. Extremsport war ein vollkommen falscher Begriff, außerdem ist Extremsport nur Eitelkeit. Wie auch das "Richtige" sitzen.

  • Horin
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    • 8. Mai 2020 um 11:52
    • #15
    Ellviral:

    Jahre langes Yoga und Andere Übungen um Arbeiten zu können haben mich zum nur sitzen geführt. Isometrisches Handeln hat auch dazu geführt das ich beim sitzen weder entspannt noch angespannt bin. Ich finde immer Muskeln die sich entspannt dahin legen oder glauben angespannt sein zu müssen. Die spann ich leicht an oder entspanne sie leicht damit sie in eine Wohlspannung kommen. Aber wenn du meinst das das kein Sport ist ist mir das auch gleich. Extremsport war ein vollkommen falscher Begriff, außerdem ist Extremsport nur Eitelkeit. Wie auch das "Richtige" sitzen.

    So hat Gudo Wafu Nishijima gerne und oft darüber geredet, dass Zazen zu einer Balance des zentralen Nervensystems führt, man sitzt aufrecht, dennoch Muskeln entspannt. Man kommt zur Ruhe aber wird nicht schläfrig. Und so wird "nur sitzen" möglich. Jenseits der Gedanken, welche somit auch zur Ruhe kommen.

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • antelatis
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    • 8. Mai 2020 um 12:10
    • #16
    mkha':
    antelatis:

    Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Extrem der Ruhe? Eher nicht ... Meditation ist Geistesschulung - durch Fokussierung eines Objektes, Beschäftigung mit einem Thema, Beobachtung, durch ein So-sein-lassen, ...

    Vermeidest Du dies, hast Du die Grundlage der buddh. Phil. amputiert: Digha Nikaya 22, Satipatthana Sutta

    Gibt es denn Praktiken, um das, was man beim Meditieren tut, noch stärker zu tun?

  • Horin
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    • 8. Mai 2020 um 12:15
    • #17
    antelatis:
    mkha':
    antelatis:

    Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Extrem der Ruhe? Eher nicht ... Meditation ist Geistesschulung - durch Fokussierung eines Objektes, Beschäftigung mit einem Thema, Beobachtung, durch ein So-sein-lassen, ...

    Vermeidest Du dies, hast Du die Grundlage der buddh. Phil. amputiert: Digha Nikaya 22, Satipatthana Sutta

    Gibt es denn Praktiken, um das, was man beim Meditieren tut, noch stärker zu tun?

    was tut man denn beim meditieren?

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Sili
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    • 8. Mai 2020 um 12:29
    • #18
    antelatis:
    kilaya:

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig.

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    _()_

    Meditation ist ja auch kein extrem der ruhe oder ist es immer still wen du sitzen willst:grinsen:

    _()_

  • Bhavanga
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    • 8. Mai 2020 um 12:54
    • #19

    Ich glaube Kung Fu wurde von Mönchen erfunden, die damit die durch stundenlanges Sitzen gestörte Durchblutung wieder ankurbeln wollten.

    So extrem, dass das nötig wäre, meditieren aber vielleicht nur manche Mönche?

    Ansonsten gibt es ja noch die Gehmeditation. Man sieht auch oft bei Plänen für Retreats, dass die langen Meditationssitzungen immer wieder von solcher unterbrochen werden. Wahrscheinlich auch, um Problemen durch zu langes Sitzen vorzubeugen?

    Ansonsten findet das Leben wirklich in Bewegung statt. Deswegen ist es ja gerade solch eine besondere Fähigkeit, den Strom anzuhalten und still zu werden, wann man will. Auch hinterher, nach der Meditation, nimmt man durch diese die Bewegung ja vielleicht überhaupt erst bewusst wahr. Ich meditiere nicht, weil ich nur noch in der Meditation sein will, sondern weil diese mich von Leid befreit, auch nach der Meditation in der Bewegtheit des Lebens.

  • Aravind
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    • 8. Mai 2020 um 12:57
    • #20
    antelatis:
    mkha':

    Extrem der Ruhe? Eher nicht ... Meditation ist Geistesschulung - durch Fokussierung eines Objektes, Beschäftigung mit einem Thema, Beobachtung, durch ein So-sein-lassen, ...

    Vermeidest Du dies, hast Du die Grundlage der buddh. Phil. amputiert: Digha Nikaya 22, Satipatthana Sutta

    Gibt es denn Praktiken, um das, was man beim Meditieren tut, noch stärker zu tun?

    Na klar, in Ergänzung zu @mkha' und Horin : Lass Dich drauf ein, lass die vorgefertigten Vorstellungen über den Weg draußen, folge dem achtfachen Pfad (neben den anderen Teilen: Rechte Achtsamkeit, Rechte Anstrengung, Rechte Sammlung ).

    Wenn Du mit "noch stärker" mehr Anstrengung, konzentriertere Achtsamkeit, .. meinen solltest: Ja, aber nicht im Sinne des Buddhas.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Aravind
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    • 8. Mai 2020 um 12:58
    • #21
    Horin:

    Wenn man von Extremen spricht, wäre das eine Extrem, welches nicht dem Buddhismus entspräche, nur Meditation, ohne Unterweisungen und alle anderen Aspekte des Pfades, das andere negative Extrem wäre nur Beschäftigungen mit der Lehre, ohne Praxis.

    :!:

  • kilaya
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    • 8. Mai 2020 um 13:30
    • #22
    Bhavanga:

    Ich glaube Kung Fu wurde von Mönchen erfunden, die damit die durch stundenlanges Sitzen gestörte Durchblutung wieder ankurbeln wollten.

    Wie @mkha' sagt, ist die Übersetzung für "Kung Fu" salopp gesagt "harte Arbeit". Die Kampfkunst die man darunter kennt, wurde allerdings erfunden, um die Klöster gegen umherziehende Räuberbanden schützen zu können. Da wurde also nach einer Form der Verteidigung gesucht, die den anderen zwar davon abbringt, Schaden anzurichten, aber ohne diesem selbst mehr als nötig zu schaden.

  • Noreply
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    • 8. Mai 2020 um 14:12
    • #23

    Meine "harte Arbeit" war eben Arbeit und ich hab das gebraucht nur zu sitzen endlich mal nur eine Sache machen. Was mir immer so als Meditation verkauft wird ist für mich immer nur Störung der Totenruhe gewesen.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 8. Mai 2020 um 15:54
    • Offizieller Beitrag
    • #24
    antelatis:
    kilaya:

    In vielen Traditionen muss man gar nicht stundenlang sitzen. Und da wird meist auch eine aktive Praxis wie Gehen, Putzen, was weiss ich ergänzt. Buddha war ein Lehrer der Balance, der Vermeidung von Extremen... Extremsportler sind oft Adrenalinjunkies oder von anderer Körperchemie abhängig.

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Denkst du tatsächlich, Buddha hätte mit "Pfad der Mitte" gemeint, nichts Extremes zu machen, sondern überall in der Mitte zu bleiben? Nicht den Fehler zu begehen viele Leute zu töten aber auch das andere Extrem keinen zu töten zu vermeiden? Nicht viel Desinfektionsmittel zu trinken aber deswegen auch nicht in das andere Extrem zu verfallen und es ganz zu meiden?

    Den Begriff "Pfad der Mitte" so zu verwenden ist doch total unsinnig! Und so eine Verwendung des Begriffs ärgert mich!

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  • Helmut
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    7. Mai 2018
    • 8. Mai 2020 um 16:14
    • #25
    void:
    antelatis:

    In meinem Thema "Buddhismus ohne Meditation" haben ich genau diesen Punkt angesprochen. Nach meinem Empfinden ist diese Form des Meditierens im Gegensatz zu Extremsport zum Beispiel eine Extrem der Ruhe. Und es stellt sich mir jetzt die Frage, ob man das nicht lieber vermeiden sollte, wenn man den Pfad der Mitte gehen will.

    Denkst du tatsächlich, Buddha hätte mit "Pfad der Mitte" gemeint, nichts Extremes zu machen, sondern überall in der Mitte zu bleiben? Nicht den Fehler zu begehen viele Leute zu töten aber auch das andere Extrem keinen zu töten zu vermeiden? Nicht viel Desinfektionsmittel zu trinken aber deswegen auch nicht in das andere Extrem zu verfallen und es ganz zu meiden?

    Den Begriff "Pfad der Mitte" so zu verwenden ist doch total unsinnig! Und so eine Verwendung des Begriffs ärgert mich!

    Da drängt sich die Frage auf, ob antelatis die Lehre vom mittleren Weg, der die beiden Extreme vermeidet, kennt. Der Buddha hat den Begriff der zwei Extreme in einer bestimmten Form verwendet. Kann man mal im Kaccayanagottasutta (SN 12:15) nachlesen was der Buddha meint, wenn er vom Extrem des Seins und dem Extrem des Nicht-Seins spricht, die durch den Pfad der Mitte zu überwinden sind.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Helmut (8. Mai 2020 um 16:27) aus folgendem Grund: Korrektur eines Rechtschreibfehlers

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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