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Anweisungen zur Bodyscan Meditation

  • Lucky Luke
  • 9. November 2020 um 07:45
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 07:45
    • #1

    Viele von Euch kennen das sicherlich. Man wandert gedanklich vom Fuß bis zum Kopf und beobachtet seine Wahrnehmungen.

    Mich irritieren immer die Anweisungen, wenn es geführte Meditationen sind:

    Da ist davon die Rede, dass ich meinen Fuß, meinen Unterschenkel oder meine Hand u.s.w. wahrnehmen soll. Ehrlich gesagt, nehme ich diese Körperteile nur dann wahr, wenn sie "eingeschlafen" sind. Wenn nicht, dann spüre ich zwar den Kontakt des Fußes (o.ä.) mit einer Oberfläche (mein Geist bewertet den dann als angenehm, neutral oder unangenehm) aber den Fuß an sich nehme ich nicht wahr.

    Komplizierter wird es dann wenn davon die Rede ist, man solle die Organe wahrnehmen: Zum Beispiel Herz oder Lunge.

    Was ich wahrnehme ist jedoch der Herzschlag, nicht das Organ Herz.

    Oder den Atem wie er durch die Lunge bis zur Nase ein- und ausgeatmet wird.

    Aber nicht die Lunge an sich.

    Die Aktivitäten des Geistes kann ich dagegen sehr gut wahrnehmen.

    Denke ich zu kompliziert oder sind da einfach die Anleitungen zu "oberflächlich"?

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 07:54
    • #2
    Lucy:

    Schick deine Aufmerksamkeit nach innen ..

    Dann nehme ich meinen eigenen Geist wahr. Bei jedem Körperteil.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 08:11
    • #3
    Lucy:

    ... aber wir sind ja hier öffentlich, da melden sich sicher noch ein paar vipassana übende. _()_

    Das scheint jetzt nicht typisch Vipassana zu sein. Ich kenne es so, dass die Methode häufig zum Ankommen genutz wird, auch beim Fernstudium im TZ in Hamburg ist das häufig so. Und meine Dharmatutorin macht das auch manchmal.

  • mukti
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    • 9. November 2020 um 08:36
    • #4

    Ich stelle mir das vor - Muskeln, Organe usw. und lenke die Aufmerksamkeit an die Stelle wo sich das jeweils befindet.

    Mit Metta, mukti.


  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 09:33
    • #5
    mukti:

    Ich stelle mir das vor - Muskeln, Organe usw. und lenke die Aufmerksamkeit an die Stelle wo sich das jeweils befindet.

    Nimmst du dann die Muskeln u.s.w. auch wahr (wenn du nicht gerade Muskelkater hast :grinsen:) ? Oder betrachtest du Deinen eigenen Geist bei dieser Vorstellung?

  • Deepa
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    • 9. November 2020 um 09:47
    • #6
    Sherab:

    Dann nehme ich meinen eigenen Geist wahr. Bei jedem Körperteil.

    Dann nimmst Du es wahr - so, wie es nunmal ist und machst weiter.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • mukti
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    • 9. November 2020 um 10:25
    • #7
    Sherab:
    mukti:

    Ich stelle mir das vor - Muskeln, Organe usw. und lenke die Aufmerksamkeit an die Stelle wo sich das jeweils befindet.

    Nimmst du dann die Muskeln u.s.w. auch wahr (wenn du nicht gerade Muskelkater hast :grinsen:) ? Oder betrachtest du Deinen eigenen Geist bei dieser Vorstellung?

    Ich nehme die Muskeln nicht direkt wahr, auch wenn ich gerade Muskelkater habe nehme ich ja auch nur das Gefühl wahr und nicht den Muskel selber. Ich stelle mir den Muskel vor so wie er aussieht, wie man ihn von anatomischen Darstellungen kennt, ich habe da so ein dreiteiliges Bild mit den Organen zum aufklappen. Dann richte ich die Aufmerksamkeit dorthin wo sich der Muskel im eigenen Körper befindet und versuche mir den zu vergegenwärtigen.

    Man kann auch in der Vorstellung die Einzelteile nebeneinander legen, etwa die Oberschenkelknochen neben die Unterschenkelknochen und so alles andere. Das dauert dann etwas länger.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 9. November 2020 um 10:32
    • #8

    Das ist die Anweisung aus dem Satipatthana Sutta:


    [lz]

    Außerdem, ihr Mönche, betrachtet der Mönch eingehend von den Fußsohlen aufwärts oder von den Haarspitzen abwärts den von Haut umschlossenen Körper, gefüllt mit verschiedenartigen Unreinheiten. In diesem Körper gibt es: Haare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Zwerchfell, Milz, Lunge, Dünndarm, Dickdarm, Magen, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Talg, Speichel, Nasenschleim, Gelenkschmiere, Urin. Genauso wie, ihr Mönche, wenn ein von zwei Seiten zugänglicher Sack, gefüllt mit verschiedenen Körnern wie: Hochlandreis, Tieflandreis, Mungbohnen, Bohnen, Sesam, Reis, geöffnet ist und ein sehender Mann betrachtet ihn eingehend: Dieses ist Hochlandreis, Tieflandreis, Mungbohnen, Bohnen, Sesam, Reis, genauso, ihr Mönche, betrachtet dieser Mönch eingehend von den Fußsohlen aufwärts oder von den Haarspitzen abwärts den von Haut umschlossenen Körper, gefüllt mit verschiedenartigen Unreinheiten.[/lz]

    Das betrachtet man in der Vorstellung nehme ich mal an, nicht dass man den Körper tatsächlich aufmacht.

    Mit Metta, mukti.


  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 10:39
    • #9
    mukti:
    Sherab:
    mukti:

    Ich stelle mir das vor - Muskeln, Organe usw. und lenke die Aufmerksamkeit an die Stelle wo sich das jeweils befindet.

    Nimmst du dann die Muskeln u.s.w. auch wahr (wenn du nicht gerade Muskelkater hast :grinsen:) ? Oder betrachtest du Deinen eigenen Geist bei dieser Vorstellung?

    Ich nehme die Muskeln nicht direkt wahr, auch wenn ich gerade Muskelkater habe nehme ich ja auch nur das Gefühl wahr und nicht den Muskel selber. Ich stelle mir den Muskel vor so wie er aussieht, wie man ihn von anatomischen Darstellungen kennt, ich habe da so ein dreiteiliges Bild mit den Organen zum aufklappen. Dann richte ich die Aufmerksamkeit dorthin wo sich der Muskel im eigenen Körper befindet und versuche mir den zu vergegenwärtigen.

    Man kann auch in der Vorstellung die Einzelteile nebeneinander legen, etwa die Oberschenkelknochen neben die Unterschenkelknochen und so alles andere. Das dauert dann etwas länger.

    :shock: Das setzt ja wirklich anatomisches Wissen voraus. Ich habe keine Ahnung wie meine Muskeln heißen geschweige denn wie sie aussehen.

    Stimmt, du nimmst das Gefühl wahr. Das ist ja meine Grundannahme bei der geführten Meditation: Wenn gesagt wird "nehmen Sie den Fuß wahr" dann ist eigentlich damit gemeint: "Nehmen Sie wahr, wie sich ihr Fuß zur Zeit anfühlt". Bei einem neutralen Gefühl ist dann halt erst mal nichts was sich anfühlt, wie Deepa das so schön schreibt.

  • mukti
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    • 9. November 2020 um 10:49
    • #10
    Sherab:

    :shock: Das setzt ja wirklich anatomisches Wissen voraus. Ich habe keine Ahnung wie meine Muskeln heißen geschweige denn wie sie aussehen.

    Stimmt, du nimmst das Gefühl wahr. Das ist ja meine Grundannahme bei der geführten Meditation: Wenn gesagt wird "nehmen Sie den Fuß wahr" dann ist eigentlich damit gemeint: "Nehmen Sie wahr, wie sich ihr Fuß zur Zeit anfühlt". Bei einem neutralen Gefühl ist dann halt erst mal nichts was sich anfühlt, wie Deepa das so schön schreibt.

    So eine geführte Meditation habe ich nie gemacht, da ist man auch angewiesen auf die Art und Weise wie der das macht der es anführt, wie er es für sich selber am Besten findet. Ich bin überzeugt dass man sich bei jeder Praxis eine individuelle Freiheit erlauben darf, wenn nur die rechte Ansicht stimmt, der Sinn warum man das macht. Aber ich kläre das schon mit meinem Lehrer ab ob ich noch auf der richtigen Spur bin.


    Wenn sich diese Körperbetrachtung für dich auf das Fühlen bezieht dann passt das ja vielleicht auch, das kann ich nicht beurteilen. Fühlen beziehe ich schon auch mit ein soweit möglich, aber das Alleine funktioniert bei mir nicht gut.

    Mit Metta, mukti.


  • Xyz
    Gast
    • 9. November 2020 um 11:48
    • #11

    So lernte ich;

    auf das Objekt

    > Fuß folgt

    > Gefühl folgt

    > Gefühl

    das benennt

    > Fuß schmerzt, juckt, ist kalt, krippelt oder ist warm.


    Beim Scan wird die Aufmerksamkeit von

    > Fuß 🦶 praktiziert.

    Ausser;

    es ist ein

    Emotions-/ und Empfindungs-Scan, dann wird beim praktizieren die Achtsamkeit auf die

    Empfindung bzw. Emotion gelenkt die beim Körperteil aufkommt.

    > also beim Scan -Gefühl-

    das Gefühl das bei Fuß aufkommt

    Zb > Schmerz, Kalt, Warm usw...❤️🙏

  • Noreply
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    • 9. November 2020 um 12:17
    • #12
    Sherab:

    Viele von Euch kennen das sicherlich. Man wandert gedanklich vom Fuß bis zum Kopf und beobachtet seine Wahrnehmungen.

    Mich irritieren immer die Anweisungen, wenn es geführte Meditationen sind:

    Da ist davon die Rede, dass ich meinen Fuß, meinen Unterschenkel oder meine Hand u.s.w. wahrnehmen soll. Ehrlich gesagt, nehme ich diese Körperteile nur dann wahr, wenn sie "eingeschlafen" sind. Wenn nicht, dann spüre ich zwar den Kontakt des Fußes (o.ä.) mit einer Oberfläche (mein Geist bewertet den dann als angenehm, neutral oder unangenehm) aber den Fuß an sich nehme ich nicht wahr.

    Komplizierter wird es dann wenn davon die Rede ist, man solle die Organe wahrnehmen: Zum Beispiel Herz oder Lunge.

    Was ich wahrnehme ist jedoch der Herzschlag, nicht das Organ Herz.

    Oder den Atem wie er durch die Lunge bis zur Nase ein- und ausgeatmet wird.

    Aber nicht die Lunge an sich.

    Die Aktivitäten des Geistes kann ich dagegen sehr gut wahrnehmen.

    Denke ich zu kompliziert oder sind da einfach die Anleitungen zu "oberflächlich"?

    Alles anzeigen

    Das Problem hab ich nach einigen Jahren der Vergeblichkeit auf die Berührung der Daumenspitzen, bei der Zazenhaltung, die Spitzen von Daumen und Zeigefinger bei Händen auf den Knien, auf die Berührung der Handflächen bei der Grußhaltung, zurückgeführt.

    Mach das mal, einfach so die Handflächen aneinander legen zum Gruß. Aber mache es so das sich die Handflächen gerade berühren, ohne Druck und ohne Trennung. Konzentriere dich ganz darauf zu versuchen welche Hand jetzt welche berührt, ganz bewusst wahrzunehmen. Also berührt die linke die rechte oder umgekehrt. Da kann man "Unwissenheit" Hautnah erkennen.

    Eigentlich sollte Dir klar werden, dass es genauso, ohne Sinn ist die Organe selbst zu empfinden.

    Das konnte selbst Buddha nicht. Die Organe selber haben keine Tast-, Schmerznerven. Aber die Haut, die sie umgibt, hat die. Darum spürst Du den Herzschlag von der Zehenspitze bis zur Kopfhaut, aber nicht das Herz selber. Da schlägt was aber das, was da schlägt, das Organ, kannst Du nicht wahrnehmen.

    Warum erzählt Buddha denn dann sowas? Ganz einfach, es soll dich von den Skandha trennen. Dir soll wirklich ganz bewusst werden, dass Du nicht die Skandha sein kannst. Aber auch das, wenn die Skandha vergehen auch Du vergehen wirst. Du bist nicht die Skandha und die Skandha sind nicht Du.

    Wer bist Du? Und auch hier kann man "Unwissenheit" echt erkennen. Da beginnt die 12 Glieder Kette. Das Verlangen zu wissen und das Gestalten einer Welt, das Vergessen der "Unwissenheit". Doch eine ganz einfache Übung lässt dich erkennen, das die Unwissenheit nur von Deinem Wissen der Wahrheit verblendet ist.

    PS Mir ist gerade eingefallen, dass ich da eine sehr kurze Form von Bodyscan geschildert habe. Die geht genau andersrum. Durch diese "Berührung" kommt es zum besseren Bewusstsein des Körpers als Ganzes und seiner Position in der Wirklichkeit. Liegt daran das ich das schon so viele Jahre mache um mich von Gefühlen, unruhiger Geist, Grübeln, zu befreien.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (9. November 2020 um 13:13)

  • CCC
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    • 9. November 2020 um 12:32
    • #13

    @Sherab

    schau mal hier (heisst hier nur anders)

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  • Deepa
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    • 9. November 2020 um 12:32
    • #14
    Sherab:

    Viele von Euch kennen das sicherlich. Man wandert gedanklich vom Fuß bis zum Kopf und beobachtet seine Wahrnehmungen.

    Mich irritieren immer die Anweisungen, wenn es geführte Meditationen sind:

    Da ist davon die Rede, dass ich meinen Fuß, meinen Unterschenkel oder meine Hand u.s.w. wahrnehmen soll. Ehrlich gesagt, nehme ich diese Körperteile nur dann wahr, wenn sie "eingeschlafen" sind.

    Was mir noch einfällt: Du könntest die PME nach Jacobsen durchführen und hier die Unterschiede, die mit angespannt/entspannt einhergehen, beobachten. So wird Deine Wahrnehmung mit der Zeit differenzierter und sensibler.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (9. November 2020 um 13:28)

  • Lucky Luke
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    • 9. November 2020 um 12:43
    • #15
    Deepa:
    Sherab:

    Viele von Euch kennen das sicherlich. Man wandert gedanklich vom Fuß bis zum Kopf und beobachtet seine Wahrnehmungen.

    Mich irritieren immer die Anweisungen, wenn es geführte Meditationen sind:

    Da ist davon die Rede, dass ich meinen Fuß, meinen Unterschenkel oder meine Hand u.s.w. wahrnehmen soll. Ehrlich gesagt, nehme ich diese Körperteile nur dann wahr, wenn sie "eingeschlafen" sind.

    Was mir noch einfällt: Du könntest die PME nach Jacobsen durchführen und hier die Unterschied, die mit angespannt/entspannt einhergehen, beobachten. So wird Deine Wahrnehmung mit der Zeit differenzierter und sensibler.

    Sicher, man kann vieles machen wenn man es frei übt. Mich irritieren ja die Anleitungen bei dieser Form von Meditation. Also, wenn zum Beispiel gesagt wird: "Konzentrieren sie sich auf ihre Füße"

    Da ist nicht die Rede vom Geist oder von Gefühlen, geschweige denn von PME. Man möchte ja versuchen, die Anleitungen umzusetzen.

    Danke CCC für das Video von Aya Khema. Das schaue ich mir an wenn ich mehr Ruhe habe ;)

  • Deepa
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    • 9. November 2020 um 13:34
    • #16

    @Sherab

    Wie ich Dich verstehe, geht es Dir darum, dass sich Dir die Anleitung nicht erschließt.

    Es stimmt: Du kannst Deine Leber nicht wahrnehmen. Du kannst Dir lediglich ein Bild davon machen, wo sie sich wahrscheinlich befindet und wie sie aussieht,... .

    Insofern nimmst Du Gedanken wahr - Bilder. Es handelt sich um Vorstellungen.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

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    • 9. November 2020 um 13:34
    • #17
    Sherab:

    Das scheint jetzt nicht typisch Vipassana zu sein. Ic

    Genau. Und im Vipassana ist es typisch Goenka. Ich glaube, im Moment gibt es hier keineN aus der Richtung.

    Ich persönlich finde Bodyscan auch eher "schwierig". Aber vielleicht ist es nur so, weil man so eine komische Perfektionsvorstellung davon hat.

    "Eigentlich" geht es doch IMHO um zwei Sachen: Die Achtsamkeit auf ein Objekt zu lenken, und damit die Achtsamkeit zu trainieren und den Geist zu beruhigen. Und zweitens: Weg vom reinen Geist/Gedankengeplapper zu kommen und zu erkennen, dass es da noch viel mehr gibt. In uns slebst (Körper, Körperteile, ...) und eine "Umgebung", mit der wir verbunden sind.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
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    • 9. November 2020 um 13:51
    • #18
    mukti:

    Das ist die Anweisung aus dem Satipatthana Sutta:

    [lz]

    Außerdem, ihr Mönche, betrachtet der Mönch eingehend von den Fußsohlen aufwärts oder von den Haarspitzen abwärts den von Haut umschlossenen Körper, gefüllt mit verschiedenartigen Unreinheiten. In diesem Körper gibt es: Haare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Zwerchfell, Milz, Lunge, Dünndarm, Dickdarm, Magen, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Talg, Speichel, Nasenschleim, Gelenkschmiere, Urin. Genauso wie, ihr Mönche, wenn ein von zwei Seiten zugänglicher Sack, gefüllt mit verschiedenen Körnern wie: Hochlandreis, Tieflandreis, Mungbohnen, Bohnen, Sesam, Reis, geöffnet ist und ein sehender Mann betrachtet ihn eingehend: Dieses ist Hochlandreis, Tieflandreis, Mungbohnen, Bohnen, Sesam, Reis, genauso, ihr Mönche, betrachtet dieser Mönch eingehend von den Fußsohlen aufwärts oder von den Haarspitzen abwärts den von Haut umschlossenen Körper, gefüllt mit verschiedenartigen Unreinheiten.

    [/lz]

    Das betrachtet man in der Vorstellung nehme ich mal an, nicht dass man den Körper tatsächlich aufmacht.

    Damit endet der 5. Abschnitt.

    So weilt er beim Körper, den Körper innen betrachtend, den Körper außen betrachtend, den Körper innen und außen betrachtend. Er weilt beim Körper das gesetzmäßige Entstehen betrachtend, das gesetzmäßige Vergehen betrachtend, das gesetzmäßige Entstehen und Vergehen betrachtend. Oder wiederum 'Ein Körper ist da', so ist seine Achtsamkeit gegenwärtig, aber nur in dem Maße, wie es der Erkenntnis dient, wie es der Achtsamkeit dient. Unabhängig lebt er, hängt an nichts in der Welt. So, ihr Mönche, weilt der Mönch beim Körper, den Körper betrachtend.


    Es geht Buddha nicht darum die Leber zu spüren, sondern darum das da ein Körper ist, der eben nicht ich sein kann, weil ich ihn Bodyscanen kann.

    Wenn das so betrachtet werden, kann wie Buddha das beschreibt, gibt es kein Problem. Denn das Erkennen der Leder ist vollkommen unmöglich. Ich kann wissen, das da eine ist, aber das nützt mir überhaupt nichts, weil ich sie eben nicht fühlen kann. Bei einem Ultraschall einer Schwangeren kommt es auch nicht dazu das die werdende Mutter ihr Kind als ihr Kind spüren kann. Sie spürt, trotz ihres Wissens nur, dass sie schwanger ist.

  • Deepa
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    • 9. November 2020 um 14:03
    • #19
    Ellviral:

    Bei einem Ultraschall einer Schwangeren kommt es auch nicht dazu das die werdende Mutter ihr Kind als ihr Kind spüren kann. Sie spürt, trotz ihres Wissens nur, dass sie schwanger ist.

    Sie kann das spüren, was mit der Schwangerschaft einhergeht.

    Das kann ein Drücken sein, ein Zwicken,... .

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 14:06
    • #20
    Deepa:

    @Sherab

    Wie ich Dich verstehe, geht es Dir darum, dass sich Dir die Anleitung nicht erschließt.

    Es stimmt: Du kannst Deine Leber nicht wahrnehmen. Du kannst Dir lediglich ein Bild davon machen, wo sie sich wahrscheinlich befindet und wie sie aussieht,... .

    Insofern nimmst Du Gedanken wahr - Bilder. Es handelt sich um Vorstellungen.

    Ja genau. Die Anleitungen sind nach meinem Geschmack zu ungenau formuliert. Vielleicht meinen sie ja was anderes (Das was hier auch schon gesagt worden ist), aber wie soll ich mich zum Beispiel auf die "Leber konzentrieren" Da denke ich dann zunächst an Rotwein und in zweiter Linie an das Organ, wie auch immer das aussehen mag :lol:

    Die Anleitungen sind im Übrigen häufig ähnlich. Das verwirrt mich. Entweder ich verstehe da wirklich nicht das was gemeint ist oder sie haben implizit noch eine andere Bedeutung, die aber nicht ausgesprochen wird.

    Die Anleitung von Aya Khema möchte ich da mal rausnehmen. Die habe ich noch nicht gehört.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 14:11
    • #21
    Aravind:
    Sherab:

    Das scheint jetzt nicht typisch Vipassana zu sein. Ic

    Genau. Und im Vipassana ist es typisch Goenka. Ich glaube, im Moment gibt es hier keineN aus der Richtung.

    Ich persönlich finde Bodyscan auch eher "schwierig". Aber vielleicht ist es nur so, weil man so eine komische Perfektionsvorstellung davon hat.

    "Eigentlich" geht es doch IMHO um zwei Sachen: Die Achtsamkeit auf ein Objekt zu lenken, und damit die Achtsamkeit zu trainieren und den Geist zu beruhigen. Und zweitens: Weg vom reinen Geist/Gedankengeplapper zu kommen und zu erkennen, dass es da noch viel mehr gibt. In uns slebst (Körper, Körperteile, ...) und eine "Umgebung", mit der wir verbunden sind.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Alles anzeigen

    Bei mir bewirkt das aber das genaue Gegenteil, nämlich einen unruhigen Geist, weil ich nicht genau weiß wie ich mich auf das Meditationsobjekt Konzentrieren soll. Bzw. Was genau ist beim Bodyscan das Meditationsobjekt und warum wechselt es so schnell? Beim Atem brauche ich immer eine gewisse Zeit bis ich angekommen bin. Wenn ich beim Fuß angekommen bin, geht es gleich weiter zum nächsten Teil. Das Tempo der Anleitung ist mir häufig viel zu schnell.

  • Deepa
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    • 9. November 2020 um 14:30
    • #22
    Sherab:

    Bei mir bewirkt das aber das genaue Gegenteil, nämlich einen unruhigen Geist, weil ich nicht genau weiß wie ich mich auf das Meditationsobjekt Konzentrieren soll. Bzw. Was genau ist beim Bodyscan das Meditationsobjekt und warum wechselt es so schnell? Beim Atem brauche ich immer eine gewisse Zeit bis ich angekommen bin. Wenn ich beim Fuß angekommen bin, geht es gleich weiter zum nächsten Teil. Das Tempo der Anleitung ist mir häufig viel zu schnell.

    Kann ich nachvollziehen. Dass Du das bemerkst, ist wertvoll.

    Tendierst Du zum Perfektionismus?

    Du könntest es auch „einfach“ so machen, wie Du es vorgegeben bekommst bzw. das umsetzen, was Dir möglich ist und anschließend in Dich gehen und Dich fragen, weshalb der Geist unruhig wurde.

    Welche Glaubenssätze liegen der Unruhe zugrunde?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 14:32
    • #23
    Lucy:

    hm ja, bei gruppenpraxis kommt man schön mit sich selbst in Kontakt :hug:

    :? Wie meinst Du das?

    Ich hocke alleine vor dem PC und versuche die Bodyscan Meditation so gut wie eben möglich mitzumeditieren ;)

  • Lucky Luke
    Gast
    • 9. November 2020 um 14:53
    • #24
    Deepa:
    Sherab:

    Bei mir bewirkt das aber das genaue Gegenteil, nämlich einen unruhigen Geist, weil ich nicht genau weiß wie ich mich auf das Meditationsobjekt Konzentrieren soll. Bzw. Was genau ist beim Bodyscan das Meditationsobjekt und warum wechselt es so schnell? Beim Atem brauche ich immer eine gewisse Zeit bis ich angekommen bin. Wenn ich beim Fuß angekommen bin, geht es gleich weiter zum nächsten Teil. Das Tempo der Anleitung ist mir häufig viel zu schnell.

    Kann ich nachvollziehen. Dass Du das bemerkst, ist wertvoll.

    Tendierst Du zum Perfektionismus?

    Du könntest es auch „einfach“ so machen, wie Du es vorgegeben bekommst bzw. das umsetzen, was Dir möglich ist und anschließend in Dich gehen und Dich fragen, weshalb der Geist unruhig wurde.

    Welche Glaubenssätze liegen der Unruhe zugrunde?

    Nein, ich würde nicht sagen dass ich zum Perfektionismus tendiere.

    Ich versuche wenigstens nicht genervt zu sein von der Ankündigung: "So, jetzt machen wir wieder eine Bodeyscan Meditation" :erleichtert:

    Letztlich bin ich aber eher froh, wenn sie vorbei ist. Ich habe schon überlegt die Anweisungen komplett ignorieren und in der Zeit Atemmeditation zu machen. Das wäre für mich eventuell wertvoller. Die Geräusche, die ich dann vom Anleitenden höre könnte ich in die Atemmeditation mitnehmen.

  • mukti
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    • 9. November 2020 um 16:16
    • #25

    Es scheint mir schon wesentlich zu sein Klarheit darüber zu haben warum man diese Übung überhaupt macht, was sie bezwecken soll. Ich weiß nicht wie die Tibeter das sehen, aber ein Motiv wäre zu erkennen dass der Körper aus diesen Teilen zusammengesetzt ist, entstanden ist und wieder vergehen wird, ohne dass etwas davon ein Ich wäre. Man hat ja auch nicht den Eindruck Knochen oder Leber zu sein. Weil man aber gewöhnlich nur die Oberfläche sieht und mit dem Körper allerlei Handlungen vollbringen kann, denkt man meist nicht daran, haftet an ihm und identifiziert sich damit.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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