Hallo,
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Vg KAimann
Hallo,
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Vg KAimann
Das frage ich mich auch Kaimann
Die Welt ist eine einzige große Ansammlung von früheren Leben. Insofern habe ich kein Problem damit.
Mich wundert nur, dass Buddha es so konkret und "greifbar" beschrieben hat, dass nun offenbar eine mögliche Sichtweise darin besteht, es sich als eine Art "Seelenwanderung" vorzustellen.
Hallo,
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Vg KAimann
Paticca-samuppada ist der Schlüssel dazu.
Der folgende Text ist eigentlich nichts mehr für den Anfängerbereich, vielleicht liest du einfach mal ein paar Zeilen zum Thema "Paticca-samuppada"
Kein-Ich ist eine falsche Ansicht.
Aber im Sinne der Kommunikation sagt man halt manchmal, dass da kein Ich ist.
Mich erinnert meine Mala immer an die zwölfgliedrige Kette des bedingten Entstehen.
Ich glaube der thailändische Name der Mala ist Rupakham.
Jemand wie der Buddha konnte in den tieferen Bereichen der Meditation, diese Kette vorwärts und rückwärts... gehen, Erforschen...
Mir fällt da keine bessere Beschreibung ein.
Der Buddha war ja vor seiner Erleuchtung nicht unerleuchtet, sondern mindestens ein Sotapanna.
Wer das Verstehen möchte, muss sich mit den 8 Jhanas auseinandersetzen.
Das beginnt mit der meisterung der Rupa-jhanas.
Auch wenn uns der Pfad noch nicht zur Frucht geführt hat, können wir im vierten Jhana schon echten Gleichmut erfahren.
Von den höheren Jhanas möchte ich hier nicht mehr reden.
Jemand wie der Buddha, und sehr geübte Schüler können zwischen den Jhanas hin und her springen.
Einer meiner Lehrer in Burma hat uns monatelang festgenagelt, auf das meistern /perfektionieren der niederen Jhanas.
Erkennen und eingestehen der ersten Edlen Wahrheit.
Vertrauen in die buddhistische Lehre.
Einhalten der SILA (!!!)
Viele der übersinnlichen Geschichten in der buddhistischen Lehre, die von den aufgeklärten Westlern als Humbug abgetan werden, erklären sich erst in der Jhanapraxis.
Leider lässt der westliche Lebensstil, dieser wertvollen Praxis kaum einen Raum.
Der historische Buddha und die ganzen Mönche und Nonnen sind ja nicht nur aus Spaß in den abgelegenen Bergen, höhlen, Wäldern gegangen.
Diese Praxis ist sehr zeitintensiv.
Wenn dich das Thema interessiert, empfehle ich dir speziell die Lehrer aus der burmesischen Tradition.
Die gehen da sehr in Detail, da gehts dann ans eingemachte (Erforschen der Rupakalapas, mentale Prozesse usw )
Man braucht dazu eine unglaubliche Kraft, Geduld, Ausdauer.
Viel Spaß beim Erforschen!
Die Profis hier werden dir sicher weiterhelfen.
Vielleicht durchsuchst Du auch das Forum.
Alles Gute für Dich!
Hallo,
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Vg KAimann
Wer sagt das, dass es kein Ich gibt?
Hallo,
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Vg KAimann
Wer sagt das, dass es kein Ich gibt?
Da kann ich jetzt einhacken. Wer sagt eigentlich, dass es kein Ich gibt das getrennt von allen Ichs aus allen Ichs gebildet wird?
Also ein "super Ich" in dem alle Ichs erscheinen und nur dann zu einem Egos werden, wenn ein Wesen weiß, dass es ein Ich ist und hat.
Nur dieser ergreifen und dann festhalten und sich dann mit dieser festgehaltenen Ich beginnt das Leiden am Ich.
Mal sone Idee.
Dies ist der erste Abschnitt der Kostbaren Schatzkammer des grundlegenden Elementarraums aller Erscheinungen, dem Bewusstsein, der zeigt, dass Samsara, Verblendung und Nirvana, Erleuchtung von Natur aus nicht vom Bewusstsein, dem Elementarraum aller Erscheinungen abweichen.
Dies ist der erste Abschnitt der Kostbaren Schatzkammer des grundlegenden Elementarraums aller Ich-Erscheinungen, dem Bewusstsein, der zeigt, dass Samsara, Verblendung und Nirvana, Erleuchtung von Natur aus nicht vom Bewusstsein, dem Elementarraum aller Ich-Erscheinungen abweichen.
der Buddha hat sich angeblich vor seiner Erleuchtung an alle Leben errinnert. Wie ist das möglich wenn es kein Ich gibt.
Sag: Ich - ist
Nicht "dein Ich" ist, sondern "ICH" ist, damit auch "dein Ich", "mein Ich", "sein Ich", "das Ich", "dieses Ich", ...
Und bemerkst du den Prozess dahinter? Du würdest frei von Anhaftung von einer Ganzheit in die nächste Ganzheit, von einem Leben in das nächste Leben kommen.
Ich ist -
Damit ist auch jedes Leben Ich -
--
Das ist sicherlich der Anfängerbereich, die Frage ist aber auch nicht einfach *hihi*
--
Jedenfalls das wäre ein Anfang... schauen wie es sich entwickelt/ was passiert/ was man erfährt?
- Ich ist
Wer sagt das, dass es kein Ich
ich dachte das wäre zentraler Bestandteil der Lehre ?
Wer sagt das, dass es kein Ich
ich dachte das wäre zentraler Bestandteil der Lehre ?
Zentraler Bestandteil ist das es ein ich gibt das aber von Augenblick zu Augenblick sich wandelt, nie gleich ist und ohne Beständigkeit.
Falls du es noch nicht gemerkt hast: Du kannst dich auf dein Ich einfach nicht verlassen, entweder hängt es die Fahne in den Wind oder lässt sie sich von Gegenwind zerreißen. Sehr unzuverlässig dieses Ich. Nichts zum Festhalten, kein Anker.
[lz]
Zentraler Bestandteil ist das es ein ich gibt das aber von Augenblick zu Augenblick sich wandelt, nie gleich ist und ohne Beständigkeit.
Falls du es noch nicht gemerkt hast: Du kannst dich auf dein Ich einfach[/lz]
Da kann ich bis zu einem gewissen grad mitgehen, das eigenliche gewahrsein oder nennen wir es vielleicht die Struktur des Bewusstseins bleibt gleich auch wenn die inhalte wechseln. Ob Bewusstsein als solches ohne inhalte existieren kann weis ich nicht....
Da kann ich bis zu einem gewissen grad mitgehen, ...........
Da kann ich bis zu .....
Das ist witzig, da redest du selbst von dir als ich und im ersten Beitrag dachtest du es gäbe kein Ich.
Was ist denn der Unterschied zwischen ich und Ich?
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Was ist denn der Unterschied zwischen ich und Ich?[/lz]
keine Ahnung was du meinst. Klar rede ich von mir als ich. Ich meinte in der lehre buddhas geht es um das nicht ich
Ich kann dich gut verstehen Kaiman und an sowas habe ich auch eine Zeit lang geglaubt.
Tue es dann aber richtig und bitte bis zu einem bitteren Ende das kommen könnte - Ich bin nicht -
Und dann sei dabei achtsam, beobachte wie du ohne "ich" bist -
Wie klappt das? Was sind deine Beobachtungen dazu?
In vielen Büchern und auch über Youtube fand ich damals (2015-2018) viele Videos zu "I am not the Body, I am not the Mind" oder "Who am I?" und dann antwortet jemand "Nothing! You are the emptiness itself" ... Und naja, auch ja... auch... sagen wir "auch" wäre man sowas (man schaut ja ein Video) und in der Hinsicht hat das was da spricht auch recht *lach* ...
Also in der Lehre Buddhas geht es um das "nicht Ich" - darum geht es aber wen? Dir ... also?
Wen geht's um diese Lehre? Könnte das nicht auch eine Möglichkeit sein zu gucken was ist?
Schau was ist - Ich ist (auch Ich ist) - und wie so schön gesagt: anders, auch nicht-ich -
PS: Das ist aber auch nur meine ganz persönliche Sichtweise / bzw. so sagt dieser Jan-Frederic zu einem Kaiman was sein könnte - in der Zwischenzeit ist es einfach - (und wie gesagt) auch Ich ist - auch Nicht Ich ist
Wie Nyanabodhi kürzlich in einem Vortrag so schön sagte;
"being nobody, going nowhere" (hatte Ayya Khema einst so ausgedrückt)
Was nimmt das für eine (Ich)-Last
Was nimmt das für eine (Ich)-Last
Für dich ja.. für mich ja... vielleicht für jemand der sich anders entwickeln konnte nicht... er denkt sich: "Hä?" War doch schon immer so, dass "Ich" nicht am wichtigsten bin...
Also das "Ich" ist, und man ist nicht "nur" ich, sondern auch selbst, andere, dies, das, jenes.
Sogar eine Tasse kann "Ich" irgendwann sein... so wie die Wand letztens als man zu lange saß.. aber auch erst dann.. nach dem "feststellen", "anhaften" (?)
Ich finde "Jenes" recht häufig
Die beiden scheinen recht gut zu passen... jenes und ich, beides stets "anders, einzigartig"
Buddha meinte, es gibt kein Atman, keine Seele, kein eigenständig, unabhängig bestehendes "Selbst". (Nicht-Selbst ist eine sinnvollere Übersetzung.)
Das "ich" und "du" wovon wir ständig reden (und der Buddha hat auch "ich" gesagt) sind die Namen für die abhängig und zusammengesetzten und unbeständigen und essenz- oder kernlosen Phänomene, die wir ungefähr alle in gleicher Weise wahrnehmen.
Du existierst, aber essenzlos, leer, 100% nur in Abhängigkeit von anderen Phänomenen, so wie eine Fata Morgana, wie ein Regenbogen.
Alles anzeigenIch kann dich gut verstehen Kaiman und an sowas habe ich auch eine Zeit lang geglaubt.
Tue es dann aber richtig und bitte bis zu einem bitteren Ende das kommen könnte - Ich bin nicht -
Und dann sei dabei achtsam, beobachte wie du ohne "ich" bist -
Wie klappt das? Was sind deine Beobachtungen dazu?
In vielen Büchern und auch über Youtube fand ich damals (2015-2018) viele Videos zu "I am not the Body, I am not the Mind" oder "Who am I?" und dann antwortet jemand "Nothing! You are the emptiness itself" ... Und naja, auch ja... auch... sagen wir "auch" wäre man sowas (man schaut ja ein Video) und in der Hinsicht hat das was da spricht auch recht *lach* ...
Also in der Lehre Buddhas geht es um das "nicht Ich" - darum geht es aber wen? Dir ... also?
Wen geht's um diese Lehre? Könnte das nicht auch eine Möglichkeit sein zu gucken was ist?
Schau was ist - Ich ist (auch Ich ist) - und wie so schön gesagt: anders, auch nicht-ich -
PS: Das ist aber auch nur meine ganz persönliche Sichtweise / bzw. so sagt dieser Jan-Frederic zu einem Kaiman was sein könnte - in der Zwischenzeit ist es einfach - (und wie gesagt) auch Ich ist - auch Nicht Ich ist
Das ist Vernichtungsglaube! ditthi
Die Erinnerungen, im Hirn verknüpften früheren Leben des Buddha sind seine Macht über sein Zukunftsdenken. Nicht weiter als bis zum nächsten Meditieren, Essen, Schlafen denken. Alles ist jetzt. Vergangenes ist nicht mehr aber ein sehr Mächtiger Verbündeter, wenn es darum geht mit dem Jetzt besser klarzukommen.
Da wir im Wesen Buddha gleich sind, haben auch wir solche Erinnerungen, nur nennen wir das anders. Es sind die Erinnerungen an unsere vielen Leben, die wir begonnen und beendet haben, um bei dem Leben zu sein, das mit unserer Geburt begonnen hat und wer weiß wie weit in die Zukunft reicht.
Wer die Erinnerungen des Buddha anders sieht, als echte gelebte Leben betrachtet, macht ihn zu einem Heiligen. Einem Un-Menschen, Über-Menschen, ist nicht in der Lage das Zeigen des Buddha erkennen.
Sinn des Lebens ist ein Erleben der Zukunft, die wir uns nie wirklich haben vorstellen können. Das einzig Unberechenbare ist die Zukunft.
Gehört habe ich mal: Ein KZ Insasse will sich in den Tod durch den Zaun befreien. Er wird von einem anderen gestoppt, weil er ihn fragt: Willst du gar nicht wissen, was Morgen ist? Auch ich weiß nicht was morgen ist doch jetzt halte ich dieses Leben aus, für Morgen.
Und wenn ich weiß das Morgen die Welt untergeht pflanze ich jetzt ein Apfelbäumchen.
Nicht Hoffnung auf Morgen, sondern aktives wissen wollen, die Unwissenheit von Heute beenden, durch erleben des Morgen und wissen das es Morgen ein Morgen geben wird.
"Früher habe ich gesoffen, heute trinke ich nicht und Morgen werde ich ja sehen ob ich trinke oder nicht. Heute gibt es keinen Alkohol."
Danke für den Hinweis zu Vernichtungsglauben
ZitatDer 'Vernichtungsglaube' ist die Ansicht, daß es eine Ichheit oder Persönlichkeit gebe, die von den fünf Daseinsgruppen abhängig sei und daher auch bei der Auflösung der Gruppen beim Tode der Vernichtung anheimfalle.
Es gibt Ichheit, mehr wollte ich mit meinem Beitrag nicht sagen.
Was die Qualität der Ichheit betrifft, ... da möchte ich mich nicht ranwagen .. ich sehe auch nun (dank Dir) - es war nicht richtig nach der Qualität zu fragen. Nehme also hiermit auch Abstand von meinem eigenen Beitrag - Danke.
Sorry für die Verwirrung
Interessant, da muss ich unbedingt mal nachlesen was Buddha für Reinkarnationserfahrungen hatte.
In Hesses Buch "Siddharta" ist der Fluss des Lebens, und des Entstehens und wieder Vergehens und die verschiedenen Leben die man als fragmentarische Eindrücke dabei sammeln kann, sehr schön beschrieben übrigens.
Wahrscheinlich ist das dort Beschriebene identisch mit Buddhas Reinkarnationserinnerungen.
Reinkarnationsfantasien von Alltagsleuten, die manchmal anfangen irgendwas unter Hypnose zu erzählen, dem stehe ich allerdings recht skeptisch gegenüber....
Viele Leute die behaupten in vorangegangene Leben reisen zu können, neigen dazu den Fehler zu machen bei Erinnerungen an vorangegangene Leben immer stets irgendeine besonders hochtrabende historisch gut bekannte öffentliche Persönlichkeit gewesen zu sein.
Da kommt es dann schonmal vor, dass mehrere Dutzend Leute zugleich vorher Cleopatra, Cäsar, und Napoleon waren - und das macht die klassischen Reinkarnationsreisen in vergangene Leben oftmals etwas unglaubwürdig.
Was auch alle ausser Acht lassen, ist die schiere unfassbare Grösse des Universums, und dass jeder dieser Punkte eine Galaxie ist die zwischen 100 Milliarden und Billionen von Sonnen hat, alle von Planeten umkreist mit Millionen davon in habitablen Zonen.
Distant_galaxy_GN-z11_in_GOODS-N_image_by_HST.jpg
Genauso wenig wie man weiss was das Universum an und für sich überhaupt ist (was jenseits dessen ist, warum es ist, und ob es vielleicht nicht Gesamtheitlich irgendwas für uns gar nicht Fassbares darstellt oder formt oder vielleicht doch unendlich ist, und wir wissen auch nicht was kleiner als die Atome ist und haben nur theoretisch annehmbare Teilchen wie Quarks, Dunkelmaterie, Gravitationswellen etc.), weiss man auch nicht, was Leben an und für sich ist.
Die Zelle oder auch viele Zellen haben kein Bewusstsein, ein Haufen Zellen die das Stamm- und Mittelhirn zusammenfügen, aber schon. Da wissen auch Anatomen nicht mehr genau weiter über die wahren Geheimnisse und Ursprünge des "ich" in jedem Körper (auch Tiere fühlen genauso können sich aber verbal nicht ausdrücken), woher dieses überhaupt kommt, und wohin es geht nach dem Tod.
Auch ausserhalb von habitablen Zonen kann Leben entstehen. Bestes Beispiel ist hier auf der Erde, dass auch in heissen geothermischen Unterseevulkanen Leben gefunden wurde, als auch in der Antarktis bei -70 Grad oder so 25.000 Jahre alte Bakterien (während der Eiszeit noch viel kälter). Darum sind vermutlich sehr viel mehr Planeten belebt in der Unendlichkeit des Alls, als man annehmen könnte.
Darum ist die interessanteste Frage:
Warum behauptet jeder der Reinkarnationserfahrungen hatte, immer und in jeden Fall irgendeine historisch gut bekannte irdische Persönlichkeit gewesen zu sein?
Also nicht nur war niemals jemand eine Lebensform aus der Unendlichkeit des Alls, sondern auch auf die Erde bezogen ist selbstverständlich auch niemals jemand je zuvor ein Tierkörper gewesen (obwohl das Reich der Tiere die Reinkarnation mit einschliesst, wie auch die Devi- und Geisterwelt ein Teil des Samsara darstellt), und das obwohl man quasi mit Tierkörpern das Samsara beginnt - sondern jeder war stets Tut-Ench-Amun oder Kaiser Wilhelm oder Napoleon oder irgendein bekannter Schauspieler des frühen 20. Jahrhunders.
Das ist ein bisschen seltsam, und auffällig.
Denn eigentlich müsste es auch unmöglich sich an konkrete exakte Reinkarnationen zu erinnern, da mit jeder Embryogenese ein völlig neues Bewusstsein aus der möglicherweise Universalseele des Alls "geschöpft" wird, und postmortem wieder dorthin zurück gehen müsste.
Wie ein Baum der jeden Herbst seine Blätter verliert - es werden jedoch beim Wiederaufblühen der Natur wenn das Leben zurück kehrt im Frühling nie wieder die gleichen sein, wie die die zuvor gefallen sind.
Interessant, da muss ich unbedingt mal nachlesen was Buddha für Reinkarnationserfahrungen hatte.
In Hesses Buch "Siddharta" ist der Fluss des Lebens, und des Entstehens und wieder Vergehens und die verschiedenen Leben die man als fragmentarische Eindrücke dabei sammeln kann, sehr schön beschrieben übrigens.
Wahrscheinlich ist das dort Beschriebene identisch mit Buddhas Reinkarnationserinnerungen.
Guten Morgen NightCat,
das Buch habe ich 1976 gelesen und es hat mich sehr inspiriert. Es ist ein schönes Buch, aber eben ein "Roman". Mit Buddhas Wirklichkeit hat das wenig zu tun. Was wusste Hesse schon vom Palikanon?
Ich selbst hatte Reinkarnationserfahrungen - Mitte der 80er. Es war immer aus der Zeit Jesu. Ich war von Jugend an eine überzeugte Christin, inzwischen aber mit der östlichen Philosophie vertraut.
Es hat mich damals sehr berührt, natürlich.
Heute sehe ich das als eine Art Traum. Unser Gehirn spielt uns alle möglichen Illusionen als Wahrheit vor. So ähnlich wie der Glaube an die ewige Liebe. Sind wir verliebt und unerfahren, meinen wir, sterben zu müssen, wenn wir diese Liebe verlieren.
Der Buddha lehrt, dass es keine Seele gibt, also auch kein persönliches Wiedererscheinen. Du NightCat und ich Monika werden also niemals wieder als diejenigen geboren, die mit diesen Perönlichkeitsmerkmalen, Ausssehen, Körpern u.dergl. erscheinen. Wir werden es also nicht wissen.
Nüchtern bleiben, ist meine Empfehlung.
Hallo NightCat,
Interessant, da muss ich unbedingt mal nachlesen was Buddha für Reinkarnationserfahrungen hatte.
In der Paliüberlieferung ist das in vielen Lehrreden beschrieben, z.B. in M.36:
[lz]
38. "Als mein konzentrierter Geist auf solche Weise geläutert, klar, makellos, der Unvollkommenheit ledig, gefügig, nutzbar, stetig und unerschütterlich war, richtete ich ihn auf das Wissen von der Erinnerung an frühere Leben. Ich erinnerte mich an viele frühere Leben, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte: 'Dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, solcherart war meine Nahrung, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich woanders wieder; auch dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, war meine Nahrung solcherart, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich hier wieder.' So erinnerte ich mich an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten."
39. "Dies war das erste wahre Wissen, das ich zur ersten Nachtwache erlangte. Die Unwissenheit war vertrieben und wahres Wissen erschien, die Dunkelheit war vertrieben und Licht erschien, wie es in einem geschieht, der umsichtig, eifrig und entschlossen lebt. Aber jenes angenehme Gefühl, das in mir erschien, drang nicht in meinen Geist ein und blieb nicht dort."
40. "Als mein konzentrierter Geist auf solche Weise geläutert, klar, makellos, der Unvollkommenheit ledig, gefügig, nutzbar, stetig und unerschütterlich war, richtete ich ihn auf das Wissen vom Sterben und Wiedererscheinen der Wesen. Ich sah mit dem Himmlischen Auge, das geläutert und dem menschlichen überlegen ist, die Wesen sterben und wiedererscheinen, niedrige und hohe, schöne und häßliche, in Glück und Elend. Ich verstand, wie die Wesen ihren Handlungen gemäß weiterwandern: 'Diese geschätzten Wesen, die sich mit Körper, Sprache und Geist übel benommen haben, die die Edlen geschmäht haben, die falsche Ansichten hatten und diesen in ihren Taten Ausdruck verliehen, sind bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererschienen, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle; aber jene geschätzten Wesen, die sich mit Körper, Sprache und Geist wohl benommen haben, die die Edlen nicht geschmäht haben, die richtige Ansichten hatten und diesen in ihren Taten Ausdruck verliehen, sind bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode an einem glücklichen Bestimmungsort wiedererschienen, ja sogar in der himmlischen Welt.' So sah ich mit dem Himmlischen Auge, das geläutert und dem menschlichen überlegen ist, die Wesen sterben und wiedererscheinen, niedrige und hohe, schöne und häßliche, in Glück und Elend, und ich verstand, wie die Wesen ihren Handlungen gemäß weiterwandern."
41. "Dies war das zweite wahre Wissen, das ich zur zweiten Nachtwache erlangte. Die Unwissenheit war vertrieben und wahres Wissen erschien, die Dunkelheit war vertrieben und Licht erschien, wie es in einem geschieht, der umsichtig, eifrig und entschlossen lebt. Aber jenes angenehme Gefühl, das in mir erschien, drang nicht in meinen Geist ein und blieb nicht dort."[/lz]
hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte
Wer's glaubt, wird selig.
Es sei denn, dies ist im übertragenen Sinne gemeint.
Denn natürlich erneuert sich das Leben auf dieser Erde immer wieder. Jeder Frühling bringt neues Leben ... - unübersehbar. Und das entsteht natürlich, weil da zuvor etwas war, das den Samen dafür brachte. Das nennt sich auch Evolution.
Bekommt keiner auf der Welt mehr ein Kind, wird es auch keine menschliche Wiedergeburt mehr geben.
Mir fiel heute die Geschichte von der Mutter ein, deren Kind gestorben war und die den Buddha um Hilfe bat, es wieder zum Leben zu erwecken. Er bat sie, in jedes Haus der Umgebung zu gehen und ein Senfkorn zu erbitten, wenn dort noch nie jemand gestorben ist. Natürlich kam sie ohne Senfkorn zurück.
Der Buddha fragte sie auch, ob sie gerne 100 Kinder bzw. Enkel hätte. Sie bejahte. Der Buddha sagte, dass sie dann nicht nur über eines weinen müsste, sondern auch über 100 ...
Er tröstete sie nicht mit den Worten "Dein Kind wird wiedergeboren", sondern blieb bei der einfachen Tatsache, dass Tod Tod bedeutet - nicht mehr und nicht weniger.
hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte
Wer's glaubt, wird selig.
Es sei denn, dies ist im übertragenen Sinne gemeint.
Das kann man auch glauben.